Freund oder Hund, am liebsten beide

    • (1) 18.09.18 - 11:13
      Herbstblumenrot

      Hallo Forum,

      als mein Freund und ich zusammen kamen hatte ich einen (großen) Hund. Dieser starb vorletztes Jahr an Altersschwäche.
      Nun ist es so, dass mein Freund super mit dem Hund klar kam und auch immer wieder davon sprach selbst einen zu wollen, er ist mit Hunden groß geworden.

      Nun ist es so, dass ich (m)einen Hund sehr vermisse und mir, bzw. uns, denn es ist auch den Kindern zuliebe, die so enorm davon profitieren würden, da sie auch sehr trauern, gerne wieder einen zulegen würde.
      Die Kinder meinen, da mein Freund ja eh nicht immer hier wäre (wir leben nicht gemeinsam) hätte er auch kein Mispracherecht. Ich sehe das beinahe genauso, weiß aber, dass er sich plötzlich völlig gegen einen Hund ausspricht (Dreck, Arbeit, Gebell, etc.pp.)
      Wie soll ich reagieren, ihn einfach übergehen? Ich weiß, das ist nicht sehr partnerschaftlich, sein Verhalten aber auch nicht.

      LG

            • (5) 18.09.18 - 13:09

              Danke für deine Einschätzung. Was denkst du, wieso sollte er wegen der Kleinen ein Mitspracherecht haben?

              • Weil ein Hund immer auch eine Gefahrenquelle ist.
                Versteh mich nicht falsch, ich habe selbst bereits den 2. Hund, bin aber als Kind auch 2x gebissen worden. Die Hunde wollten alle nur spielen und haben in Situationen zugebissen, in denen in keiner Weise eine Bedrängung meinerseits stattgefunden hat, die man hätte nachvollziehen können. Es war einfach ein "Irrtum".

                Daher denke ich, wäre ich an der Stelle des Vaters, würde ich schon wollen, dass ich in gewisser Weise da auch mitentscheiden darf, schließlich lebt dann mein Kind ohne mich mit dem Hund zusammen. Und die Größe des Hundes spielt dabei keine Rolle.
                Ich würde ihn einfach nicht komplett außen vor lassen.

                • (7) 20.09.18 - 10:52

                  Danke für den Hinweis. Ja, das stimmt, aus seiner Sicht kann ich das nachvollziehen.

                  Das Problem ist das, er wählt seine Nichtmitbestimmung ja selbst. Er will nicht hier einziehen, ist ihm alles zu eng. Er braucht ein Zimmer, es ist ihm zu unordentlich, zu laut, zu irgendwas.
                  Will mir aber sagen, wie ich welche Bilder aufhängen soll, etc. pp..
                  Mittlerweile gibt er mir morgens wenn er auf Stippvisite hier war meistens nicht mal einen Abschiedskuss, sondern "haut" einfach ab.

                  Ich würde in seinen AUgen wahrscheinlich übertreiben, sollte zum Arzt gehen wenn ich Probleme habe.
                  Fakt ist, dass ich keine Lust habe mich derart behandeln zu lassen. Und daher kommt meine Meinung, dass er im Grunde nicht dazu zu sagen hat. Denn von ihm kommt außer Gemecker und wie er was machen würde....(wenn ich schon Konjunktiv höre kriege ich einen Flash) gerade mal nichts. AN meinen großen Kindern zeigt er sowieso kein Interesse, also interessiert mich auch immer weniger seine Meinung.

                  Traurig aber wahr. :(

      Ich hab es nicht so richtig verstanden... Hat dein Freund schon geäußert, dass er keinen Hund will? Oder denkst du, dass er es sagen könnte...?

      • (9) 18.09.18 - 11:49
        Herbstblumenrot

        Ich habe schon mehrmals angedeutet, dass ich gerne wieder einen hätte. Dann kommt direkt Abwehr.

        • Ok...hast Du ihn gefragt, warum jetzt plötzlich? ...weil er doch vorher gesagt hat, er hätte auch gerne wieder einen.

          Ich finde es schwierig. Einerseits wohnt ihr nicht zusammen, also brauchst Du seine Meinung nicht zu berücksichtigen, aber vielleicht wollt ihr ja mal zusammen ziehen...?
          Ein Hund ist ja schon auch eine Anschaffung, mit der jeder einverstanden sein sollte - finde ich.

    (11) 18.09.18 - 12:09

    Deine Wohnung, deine Kinder, deine Regeln.

    Ihr seid weder verheiratet noch lebt ihr zusammen, ich verstehe nicht einmal deine Überlegungen #kratz.

    Vielleicht findest du ja noch einen Hundefreund, der mit dir zusammenzieht!

<<<Wie soll ich reagieren, ihn einfach übergehen?>>>

Was hat das mit übergehen zu tun, wenn DU in DEINER Wohnung entscheidest dass DU DIR ein Haustier zulegen willst? Das ist Deine Sache.....eindeutig nicht seine !

Ich würde mir an Deiner Stelle vermutlich gerade eher den Kopf darüber zerbrechen, wie ehrlich es der Typ im Allgemeinen meint, wenn er etwas sagt, oder ob er es mitbekommen hat was die Kids gesagt haben, dass er da nichts zu melden hat, und darum im Moment einfach nur angepisst reagiert. Ein verletztes Ego gerade bei uns Kerlen ..... da sind die Reaktionen schon mal nicht so wirklich nachvollziehbar. ;-)

  • (17) 18.09.18 - 13:07

    Danke für die Einschätzung. Naja, es geht ja auch um z.B. gemeinsame Reisen.

    Er hat das nicht mitbekommen, das zum Thema verletzes Ego ;-)
    Aber die Frage, was er ehrlich meint, ist wohl die Richtige. Er sucht (s)ein zu Hause, will, dass ich anbaue, er würde dann Miete zahlen. Alles Dinge, die nur mich finanziell belasten, wo es aber nicht wirklich um's Wir geht.

    • <<<wo es aber nicht wirklich um's Wir geht. >>>

      Im Allgemeinen sollte man auf sein Bauchgefühl hören, da die erste Reaktion/der erste Gedanke zu etwas oftmals gar nicht soooo verkehrt ist.

      Krumm läuft es meistens erst dann, wenn man zu viel darüber nachdenkt, und alle Eventualitäten berücksichtigen will, ausser die eigenen Wünsche !

      Anbau=Nein
      Haustier=Ja

      Ein klein wenig Egoismus ist nicht verkehrt. Schliesslich scheut er sich scheinbar ja auch nicht, seine Meinung Dir gegenüber offen zu äußern.

(19) 18.09.18 - 13:09

Ich bin da anderer Meinung - stoße hier sicher auf Gegenwehr.

Ich bin der Meinung, dass bei so „großen“ Anschaffungen (vor allem bei Lebewesen) alle einverstanden sein müssen. Werdet ihr irgendwann zusammen ziehen? Oder bleibt ihr immer in getrennten Wohnungen.

Gerade ein Hund verändert das Leben. Da ist kein spontaner Urlaub, man kann mit ihm nicht überall hin, uvm. Auch wenn du einen hattest als ihr euch kennenlerntet.

Ich fände es ziemlich komisch, wenn mein Mann überlegen müsste, ob ihm ein Hund oder ich wichtiger ist. Und ich würde mir Gedanken machen, wenn ich bei der Überlegung „mein Mann oder ein Hund“ mich gegen meinen Mann entscheiden würde.

Frag ihn doch gerade heraus, was er davon halten würde. Warum ihn das stört, und was er machen würde wenn du dir doch einen anschaffen würdest.

  • (20) 18.09.18 - 13:31
    Herbstblumenrot

    Danke für die ANtwort. So denke ich eigentlich auch.

    Aber es kommt nichts von ihm, was unsere Zukunft und gemeinsame Ziele angeht. Ja, wir fahren WE gemeinsam weg, gehen mal in die Oper, aber was Zusammenziehen angeht, lawiert er rum, ebenso mit Heiraten. Das sind für mich aber essentielle Dinge, die geklärt sein sollten.
    Ohne das verliere ich die Motivation. Und dann frage ich mich irgendwann, wie jetzt langsam, wieso ich noch Rücksicht nehmen soll.

Versteh mich nicht falsch, ich kann deine Gedankengänge absolut nachvollziehen, aber weshalb hast du bzw. habt ihr das denn nicht geklärt, bevor ihr ein gemeinsames Kind gezeugt habt? Oder hat er sich da zuvor auch "euphorisch" geäußert und dann plötzlich nen Rückzieher zu machen? Sollte das zutreffen, würde ich mir an deiner Stelle sehr gut überlegen, wieviel Mitspracherecht du jemandem einräumen möchtest, der dich bzw. euer gemeinsames Leben eher als nette Abwechslung zieht.
Persönlich bin ich grundsätzlich einer der Menschen, die weder übermäßig viel Wert aufs Heiraten, noch aufs Zusammmenwohnen (auch mit Kind) legen, aber deiner Beschreibung nach klingt dein Freund wie jemand, der sich bestimmte Dinge gern "zusammenträumt", aber (zB aus Bequemlichkeit) nen Rückzieher macht, sobald gewisse Überlegungen konkret(er) werden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Schaff dir einen Hund an, aber sei dir des Umstandes, dass er tatsächlich größtenteils "deine Baustelle" sein wird, bewusst. Von deinem Freund würde ich an deiner Stelle diesbezüglich erstmal nichts erwarten.

(24) 18.09.18 - 14:48

Als ich die Überschrift las, dachte ich, es geht um einen vorhandenen Hund, mit dem der Partner nicht klar kommt. Wenn ich das jetzt so lese, frage ich mich schon, welchen Stellenwert Dein Partner bei Dir hat, wenn Du ihn und den Fortbestand quasi in Frage stellst aufgrund des Hundewunsches. In einer guten Partnerschaft, würde ich mich wahrscheinlich nicht mal bei einem nicht vorhandenen Kinderwunsch so einfach trennen.

Überdenk mal, wie wichtig Dir Dein Partner und Eure gemeinsame Zukunft wirklich ist. Scheint nicht den Stellenwert zu haben, den es haben sollte. Wenn das so ist, würde ich auch keine Entscheidung von ihm abhängig machen. Wenn er Dir doch wichtig ist und Du die Zukunft mit ihm planst, sollte man versuchen, eine Einigung zu finden. Mein Mann kann z.B. den Kindern schwerer was abschlagen als mir. Wenn die einen Hund wollen würden, könnten sie ihn daher auch leichter "überzeugen" als ich. Wenn das bei Euch auch so ist, schick die Kinder vor, sag ihnen, wenn sie ihn überzeugen, gibts den Hund. ;-)

Top Diskussionen anzeigen