Zweite Chance, 2,5 Jahre nach der Trennung?

    • (1) 19.09.18 - 19:00

      Hallo ihr Lieben!!

      Lange habe ich mich hier nicht mehr gemeldet...

      Viel Zeit ist vergangen.

      Im Dezember 2015 haben mein (mittlerweile Ex-)Mann und ich uns getrennt. Damals war ich 22 und er 21 Jahre alt. Unsere Tochter war damals 2.

      Wir hatten eine harte Zeit hinter uns, da wir von allen Seiten in ein perfektes Familienleben (damals schon inkl. Hausbau, das die Schwiegereltern für uns gebaut haben) und nach aussen hin sollte alles toll sein, obwohl wir so jung waren.

      Keiner hat damals den anderen betrogen, es gab keine Lügen, wir waren aber überfordert (nicht mit unserer Tochter sondern mit unserer Partnerschaft und Studium)

      Jedenfalls haben wir uns seit der Trennung immer super verstanden, wie beste Freunde, wir haben immernoch den selben Freundeskreis und ein gutes Verhältnis zu den Schwiegereltern. Wir feiern Geburtstage, Weihnachten etc. Immer zusammen und sind sehr harmonisch miteinander....

      Im März 2017 war die Scheidung.

      Seit unserer Trennung hatten weder mein ex noch ich eine neue Beziehung. Keine Affäre, nichts. Weil wir uns mit anderen komisch vorkommen als ob man fremdgeht. Das geht ihm genauso wie mir. Unser ganzes Umfeld findet das sehr untypisch für eine 25 jährige und einen 24 jährigen. Wir hängen noch aneinander und hatten in dieser Zeit immer mal wieder etwas miteinander.

      Wir wünschen uns beide das gleiche. Dass wir wieder eine Familie werden und von Neuem beginnen.

      Allerdings ist eine Bedingung, dass wir eine neue Wohnung suchen, da ich nicht mehr in das neu gebaute Haus zurück möchte. Das ist zu nah an den Schwiegereltern und das war ein Hauptgrund für die Trennung weil er sich noch nicht abgenabelt hatte.
      Mittlerweile versteh ich es besser, er war noch so jung...

      Jedenfalls wollte ich euch nach euren Erfahrungen fragen, was eine zweite Chance betrifft... Ich bin sehr vorsichtig auch wegen unserer Tochter, sie wird 5 und es geht ihr bisher gut mit der Trennung weil sie uns nach wie vor beide gleichmässig hat.

      Natürlich wollen wir eine Familie sein...Aber alles langsam... nichts überstürzen wie damals... und unsere Tochter auf keinen Fall überfordern.

      Wie würdet ihr das alles machen? Wann würdet ihr einen Zeitpunkt setzen für die Entscheidung ....neuanfang ja oder nein?

      Ich danke euch!

      Eure Minipumama

      😊

      • Naja, ihr seid ja immer noch jung... ;-);-) ist ja jetzt nicht so, dass Dein Ex Mann nun ein reifer erfahrener Mann geworden ist und sich abgenabelt hat.
        Irgendwie habe ich das GEfühl beim lesen, dass ihr nie richtig getrennt wart. Dass ihr die Scheidung durchgezogen habt ist etwas komisch, wenn zwischendurch immer mal was lief, es komisch gewesen wäre etwas mit jemandem anderen anzufangen, weil es sich wie fremdgehen anfühlen würde...hmmm.
        Lasst es langsam angehen, er kann ja mal über Nacht bleiben und ihr frühstückt alle zusammen. Ihr unternehmt wieder noch mehr als kleine Familie...usw. Aber im Grunde ist die Entscheidung doch gefallen. Ihr seid doch irgendwie zusammen.
        Seht zu, dass ihr noch alte Probleme besprecht, aber nun aus der Distanz. Es werden sicher alte Probleme auch wieder auftauchen. Bist Du bereit dazu deinen Ex mit Haut und Haaren und allem blöden Kram auch zu nehmen?
        Es gab ja einen Grund für die Trennung.
        Ich wünsche Euch auf jeden FAll Glück und alles Gute. Hoffentlich klappt es so wie ihr Euch das wünscht.

        (3) 19.09.18 - 19:25

        Hallo,
        ich denke, dass ihr euch irgendwo was vormacht. Wenn seit der Trennung alles harmonisch war, ihr weiterhin miteinander geschlafen habt, ihr keine anderen Partner wollt, alles ganz toll ist und alle Familienfeiern als Familie zusammen gefeiert werden, warum habt ihr euch dann letztes Jahr überhaupt scheiden lassen? Irgendwas stimmt doch da nicht. Man lässt sich doch nicht mal eben scheiden, wenn man eigentlich noch körperlich und emotional zusammen ist.

        Und wenn ihr es bisher trotz dieser positiven Umstände nicht geschafft habt, euch als Paar zu sehen, warum sollte das dann funktionieren, wenn er das Haus, das extra für euch gebaut wurde, aufgibt? Ihr seid also geschieden und kein Paar, weil er in der Nähe seiner Eltern wohnt? Ansonsten verhaltet ihr euch aber heimlich wie ein Paar und sprecht sogar von Fremdgehen, falls ihr als geschiedene Leute jemanden kennenlernt?
        Ich finde das alles etwas merkwürdig.

        • Ja das klingt wirklich merkwürdig. Weil ich alles ziemlich zusammengefasst habe damit der Text nicht ewig lang wird.

          Wir haben uns scheiden lassen weil mein Ex aus einer Anwaltsfamilie kommt wo eben sofort alles geregelt werden sollte. Das fand ich auch gut so. Damals dachte ich auch nicht dass es wieder eine Beziehung werden könnte. Weil wir eben bei vielen Dingen unterschiedliche Ansichten hatten. Mittlerweile haben wir uns aber weiterentwickelt und sind auch beide bereit Kompromisse einzugehen. Das waren wir vorher nicht. Wegen dem Hausbau...klar ist es toll ein Haus gebaut zu bekommen. Aber das Haus steht direkt neben seinem Elternhaus und wir hatten nie Privatsphäre auf durch einen gemeinsamen Garten und keine richtige Abgrenzung. Meine Schwiemu hat immer geschaut wie ich meine Wäsche aufhänge und ob ich was ordentliches koche für ihren Sohn. Sie wusste immer wenn ich mal mittags Zeit hatte mich aufs Sofa zu setzen (nach einem Arbeitstag im Büro, Haushalt und Kinderbespassung) und hat dann gefragt ob ich nichts mehr zu tun hätte wenn ich nun auf dem Sofa sitze.

          Einfach diese Diese Beobachtung. Das ging nicht mehr auf Dauer. Damals hat mein Mann das Problem nicht verstanden. Heute sieht er was das angerichtet hat....

          Vielleicht verstehst du es nun besser?

          • (5) 19.09.18 - 19:55

            Ich verstehe, dass du dich eingeengt und beobachtet gefühlt hast. Ich mag meine Schwiegereltern, würde aber niemals in deren Haus oder direkt daneben ziehen.
            Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sich in der kurzen Zeit bei deinem Exmann alles geändert haben soll.

            Er hatte ein Jahr Zeit, die Scheidung zugunsten seiner Frau und seines Kindes "abzusagen", hat er aber nicht gemacht. Selbst wenn er das innerlich wollte, stand er anscheinend noch immer unter der Fuchtel seiner Eltern. Vielleicht wollte er da aber auch noch nicht.

            Er hatte dann ein weiteres Jahr Zeit, sich von seinen Eltern zu lösen und dir zu zeigen, dass er mit dir und eurer Tochter zusammensein und auch -leben möchte. Hat er aber auch nicht. Zumindest nehme ich an, dass er immer noch bei seinen Eltern bzw. nebenan wohnt und auch nichts daran ändern wollte? Wenn das in den zwei Jahren nicht passiert ist, obwohl ihr euch so gut versteht, warum sollte es dann jetzt passieren?

            Es ist ja nicht so, dass er die ganze Zeit nicht wusste, wie er auf dich zugehen soll. Ihr hattet ja durchgängig Kontakt und zum Teil auch sehr intimen. Offensichtlich reichte das aber nicht, um sich bisher von seinen Eltern zu lösen. Warum sollte er das also jetzt tun?

            Wissen seine Eltern denn, dass ihr eigentlich noch zusammen seid oder denken die, das Thema sei seit über zwei Jahren erledigt.
            Hat er ihnen gegenüber schon anklingen lassen, dass er eigentlich gerne wieder mit dir zusammen wäre?

            Ich wäre da überaus skeptisch und sehe bis jetzt keine Abnabelung seinerseits. Reden kann man ja viel, aber was letztlich zählt sind Taten und die hat er deiner Schilderung nach trotz einiger Gelegenheiten noch nicht erbracht.

            • "Wissen seine Eltern denn, dass ihr eigentlich noch zusammen seid oder denken die, das Thema sei seit über zwei Jahren erledigt.
              Hat er ihnen gegenüber schon anklingen lassen, dass er eigentlich gerne wieder mit dir zusammen wäre?"

              Wieso sollte er ihnen das sagen, wenn es genau um das Thema Abnabelung geht? Gerade dann ist es doch absolut sein Bier, mit wem er zusammen sein will.

              • (7) 20.09.18 - 00:29

                Im Normalfall würde ich dir da zustimmen. Hier würde ich es jedoch eher als Zeichen der Abnabelung werten, wenn er endlich mal zu ihr stehen würde und die Konfrontation mit seinen Eltern in Kauf nimmt, anstatt sich wie bisher zu ducken.

                • Naja wegen u.a. seiner Mutter ging das Ganze auseinander. Sie hat sich da vorerst disqualifiziert. Es geht sie also erstmal gar nichts an. Was soll er ihnen auch sagen? "Hey ich habe ab und an Sex mit meiner Ex und wir bandeln so langsam wieder an". Echt jetzt? Das erzählt man ja nichtmal irgendwelchen Bekannten, sondern maximal den engsten Freunden.

                  • (9) 20.09.18 - 10:26

                    Es soll ja eben nicht nur um Sex gehen, sondern um eine zweite Chance und etwas Ernstes. Und wenn es ihm ernst wäre, würde ich aufgrund der Vergangenheit und der damit verbundenen Schwiegermutterprobleme schon erwarten, dass er anders als damals Stellung bezieht.
                    Solange er nur Sex mit der Ex möchte, soll er das natürlich nicht bei seinen Eltern ansprechen. Das ist doch klar.

                    • (10) 20.09.18 - 14:17

                      Naja und weiter als Sex und Gespräche sind sie ja gerade noch nicht, deswegen fragt sie hier ja um Rat. Das der Familie dann schon zu servieren halte ich für sehr verfrüht.

      Klingt nach einem guten Ausgangspunkt für eine zweite Chance. Vor allem dass ihr miteinander redet und alle strittigen Punkte, die zur Trennung geführt haben, besprecht und anders machen wollt. Und das Ganze in langsam, das ist auch nochmal wichtig.

      Einen Zeitpunkt würde ich nicht setzen, das macht ja dann schon wieder unnötig Druck. Ich würde klären, ob beide den Neuanfang wirklich wollen und die Bedingungen auch passen. Dann würde ich wieder eine stabile Beziehung aufbauen und noch später das Kind einweihen. Und erst dann würde ich wieder den Zusammenzug planen, wenn klar ist, dass das Haus verkauft wird.

      Das hört sich doch tol an.
      Ich glaube, dass die Ausgangslage super ist.

      Meine Tante hat ihren Mann auch 2x geheiratet.

      Ich glaube nicht, dass ihr eure Tochter überfordert. Wenn ein neuer Partner da wäre, müsste es anders auch neu sortiert werden.

      Ich wünsche euch, dass es klappt.
      #winke

      (13) 20.09.18 - 14:34
      Wie die Erbsensuppe

      Lass es.

      Meine Erfahrung ist schlecht. Wir waren 1 Jahr getrennt. Unsere Tochter 2 als ich auszog. Ich 24... Er 31.
      Gemeinsames Haus gab es auch.

      Ich zog 1 Jahr später wieder ein. Und nach 6 Monaten ging es nicht mehr. Für mich war es ein finanzielles und gesellschaftliches Desaster. Ich hatte mir alles für meine Wohnung angeschafft und es wieder verkauft. Davon sind wir in den Urlaub gefahren. Ich durfte nicht das schwarze unterm Fingernagel mitnehmen aus dem Haus. Was vorher in unsere gemeinsamen Wohnung stand. Nur das Kinderzimmer kam wieder mit zu mir.

      Alle gemeinsamen Freunde und Bekannten betiteln mich seither als geldgeile Schlampe, die den armen Mann nur ausgenutzt hat. Wer weiß mit was ich gekommen und nach 6 Monaten wieder gegangen bin wird merken, dass das Quatsch ist ... Aber egal.

      Zwischen ihm und mir war es ebenfalls eine Katastrophe. Vorher war das Verhältnis gut. Danach nicht mehr und es wird seitdem auch nicht besser. Dies besteht seit 6 Jahren!!!
      Er schwärzt mich immer wieder beim Jugendamt an, weil ihm irgendwas nicht passt. Ständig stehen meine Kollegen vor der Tür und möchten einen Termin und mal eben gucken. ( ich bin ebenfalls beim Jugendamt tätig. Allerdings nicht bei asd)

      Das schlimmste ist, dass sich unser Kind nun an ein gemeinsames Leben erinnert. Wäre ich ferngeblieben, hätte sie es nie anders gekannt. Nun hat sie Erinnerungen daran, wie Mama und Papa mal zusammen gelebt haben.

      Hallo!

      Die Frage ist eher, ob ihr BEIDE aus euren Fehlern gelernt habt. Es lag sicher nicht nur alleine an der Wohnsituation, sondern auch daran, sich in den anderen nicht richtig hineinversetzen zu wollen, die Kommunikation hat nicht geklappt, ihr habt euch einfach nicht mehr richtig verstanden.

      An solchen Dingen müssen beide sehr ernsthaft arbeiten, wenn ihr einfach so wieder zusammenzieht, seid ihr sonst bald wieder an eurem Ausgangspunkt.

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