Meine Schwester wurde vom Ex zur Prostitution gezwungen, was kann man tun?

    • (1) 21.09.18 - 00:05
      SorgeUmSchwester

      Hallo zusammen,

      Bitte spart euch die "Fake!"-Rufe, ich bin lange genug hier um zu wissen, dass sie kommen werden. Aber vielleicht hat jemand Erfahrung (Gott bewahre), oder weiß was man da tun kann.
      Es wird wohl länger werden.

      Meine Schwester rief mich heute an, sie war hysterisch, hatte meiner Meinung nach eine Panikattacke. Sie war nicht zu beruhigen, weil sie Angst hatte ihre Familie will nichts mehr mit ihr zu tun haben, wenn sie "das alles" erfährt.  Aber es müsse endlich raus. Wir haben sie abgeholt, lange geredet. Sie ist jetzt mit meiner Mutter gefahren und ich schreibe das hier.

      Meine Schwester wohnt etwa 70km von uns entfernt in der Großstadt, sie zog vor 2 Jahren fürs Studium dorthin. Sie hat dort niemanden, lernte über eine Freundin aus der Heimat ihren (jetzt Ex) Freund kennen.
      Sie war schon immer psychisch labil, naiv, fast schon weltfremd, leicht zu beeinflussen, wollte es immer allen Recht machen, stellte jeden über sich, kein bisschen selbstbewusst.

      Dieser Ex-Freund hat sie an Cannabis gebracht, sie immer wieder gedrängt was zu rauchen. Er war ihre Quelle, also war sie abhängig von ihm. Sie hat aber nicht viel Geld (Bafög, Kindergeld, minimal Unterhalt). Irgendwann (letztes Jahr April oder Mai) sagte sie ihm, sie kann nicht zahlen, sie braucht nen Job. Er sagte, er kennt jemanden der im Bordell arbeitet, er kann sie reinbringen. Meine Schwester sagte zu, sie wusste wie viel man da verdienen kann. Da das Bordell in der Nachbarstadt liegt, sie aber keinen Führerschein hat, bot ihr Ex an zu fahren gegen "Spritgeld". Das waren dann schnell 60% ihrer Einnahmen. Er bestimmte, wann sie zu arbeiten hatte, wie oft die Woche. Gott sei Dank bestand er darauf, dass sie immer ein Kondom benutzen sollten.

      Irgendwann wollte meine Schwester nicht mehr, das muss so Oktober gewesen sein (ging also knapp ein halbes Jahr). Ihr Ex akzeptierte das. Aber er setzte sie oft unter Druck. Drängte sie beim Sex zu Dingen, die sie nicht wollte, sagte Sachen wie "Komm schon, mach das jetzt, du bist doch sowieso ne H*re, dann kannst du sowas auch machen. Mach's mir zuliebe". Er ging sie bis heute nie körperlich an, sagt sie, außer heute, als er vor der Tür auftauchte. Da drückte er sie in den Hauseingang, aber sie konnte sich lösen. Aber er übte psychischen Druck aus. Sie war so in einem Abhängigkeitsverhältnis, hielt das alles für normal, gab sich immer die Schuld wenn was schief lief. "Ohne mich bist du nichts. Guck mal was du vor mir warst, nur eine Asoziale, erst durch mich bist du jemand. Du wirst alles verlieren. Ich erzähl deiner Familie und deinen Freunden, was du gemacht hast. Denkst du, die wollen was mit einer dreckigen N*tte zu tun haben?" Meine Schwester glaubte ihm.

      Anfang August war der Ex in eine Prügelei verwickelt, eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung läuft wohl. Dabei verlor er einen Schneidezahn, dessen Ersatz er natürlich selbst zahlen muss. Meine Schwester dachte, sie müsse ihm helfen, und sagte zu wieder ein paar Wochen zu arbeiten. Da holte der Ex seinen besten Freund mit ins Boot. Er sollte sie auch ab und an fahren. Also doppelt "Spritgeld". Sie durfte fast nix mehr behalten.

      Vor gut 3 Wochen riss wohl das Kondom, sie nahm am nächsten Morgen direkt die Pille danach und beschloss, es endgültig sein zu lassen. Da setzten beide sie unter Druck. Der Chef des Bordells hätte so und so lange mit den Mieteinnahmen gerechnet (man mietet sich das Zimmer da selbst und empfängt soviele Freier, wie man möchte), wenn sie jetzt aufhört muss sie 3000 Euro zahlen und solche Sachen. Sie ging nicht drauf ein.

      Wir kommen zum aktuellen Geschehen (hat auch lang genug gedauert). Sie hat Angst schwanger zu sein, trotz Pille (die sie durchnimmt und einmal vergaß) und Pille danach. Sie erzählte ihrem Ex davon, der ganz lieb war, sie in den Arm nahm, versprach mit ihr einen Test zu machen. Das wollten sie heute machen, aber er hat es sich anders überlegt. Er beschimpfte sie wieder und alles, drückte sie wie gesagt gegen den Hauseingang. Sie floh in die Wohnung, rief mich an, da schließt sich der Kreis.

      Ihr Lieben. Sie und ich haben so viele Baustellen.
      Ihr Ex studiert im gleichen Studiengang wie sie. Sie hat Angst vor ihm. Sie hat wie gesagt niemanden dort, und die 70km sind nicht so schnell zu fahren für uns, wenn was sein sollte. Sie bleibt erstmal hier bei unserer Mutter, Uni geht erst in 3 Wochen wieder los.
      Sie wird einen Termin bei der Studienberatung ihrer Uni ausmachen, sich beraten lassen zwecks Urlaubssemester oder abbrechen. Sie war sowieso nicht glücklich mit dem Studium.

      Sie will wieder in die Heimat ziehen, hat aber ohne Studium kein Bafög, kein Kindergeld, gar nichts. Sie wird dann Hilfe brauchen, um erst mal eine Wohnung hier nehmen zu können. Muss aber auch 3 Monate Kündigungsfrist in ihrer jetzigen Wohnung einhalten.
      Steht ihr ALG II zu?

      Morgen rufe ich die Frauenberatungsstelle an und hoffe auf einen schnellen Termin. Werde einen Schwangerschaftstest kaufen, evtl schonmal einen Termin beim Frauenarzt machen, der hat immer einen vollen Terminplan.

      Das größte Problem für sie ist, dass er sie erpresst. Er will ja alles erzählen, wenn sie nicht spurt.
      Die Frage ist... Hat er sie gezwungen? Ich meine, sie sagte ja anfangs ganz freiwillig zu, wollte das schnelle Geld. Als sich das Blatt wendete, wollte sie nicht mehr. Er drängte weiter. Auch nach fast einem Jahr drängte er sie im August wegen seinem Zahn wieder dazu, nahm ihr die Einnahmen ab.
      Kann man da rechtliche Schritte einleiten?
      Sie hat genau Buch geführt, wann sie was gearbeitet hat, wie viel sie bekam, was sie abgeben musste. Es gibt Whatsapp-Verläufe, wann er sie abholt. Aber natürlich keine konkreten Dinge. Manche Beschimpfungen/Bedrohungen gab es wohl auch per Chat.
      Sie war nicht angemeldet, hat sich also selber strafbar gemacht, aber in den sauren Apfel muss sie wohl beißen, sagt sie. Aber es steht doch Aussage gegen Aussage, oder nicht?

      Ach, es tut mir so leid, dass es so ewig lang geworden ist. Ich bin selber ganz schockiert gerade und muss selber einen Plan ausarbeiten. Meine Schwester ist dazu psychisch nicht in der Lage, sie braucht jemanden, der sie anleitet.

      Falls jemand wirklich bis hier gelesen hat, dann danke ich Dir vielmals. Es hat schon geholfen, alles runter zu schreiben.

      Liebe Grüße

      • Puh erstmal toll das du so für deine Schwester da bist. Sie wird euch jetzt ganz dringend brauchen. Zu der rechtlichen Lage, keine Ahnung. Ich würde einen Termin beim Anwalt machen und fragen wie die Chancen da stehen. Sie könnte ihn für heute auf jedenfall schon mal anzeigen, wegen Körperverletzung.
        Ich wünsche euch alles gute.

      Hallo meine Liebe,

      Das ist ja echt schrecklich. Holt euch einen Anwalt , geht zur Polizei. Am besten sollte sie ihre Nr ändern lassen , damit dieser ex sie nicht mehr erreichen kann. Vllt istes möglich dass deine Schwester erstmal bei jemandem von eurer Familie wohnen kann, damit sie nicht von ihm gefunden werden kann . Erstmal, wer weiß wozu solche Menschen in der Lage sind wenn Anzeige erstattet wird. Zur Not würde es noch Frauenhäuser geben. Psychologische Betreuung wäre sicherlich auch gut, um das alles aufzuarbeiten. Es gibt sicherlich auch Beratungsstellen für solche Fälle.

      • (5) 21.09.18 - 08:05

        Danke dir.
        Wo meine Mutter wohnt weiß er, er weiß aber auch dass er hier nichts wird anrichten können. Großer Bruder, sein bester Freund, mein Mann, alle würden aufpassen. Bei uns ist leider kaum Platz, wir haben ein Baby.
        Also hier wäre sie sicher und müsste auch nie alleine sein, wenn jemand arbeiten ist.
        In ihrem neuen Wohnort ist sie in Therapie, hat es da aber bisher nicht angesprochen.

    Oh je das ist wirklich eine Schwierige Situation m. Also Ich würde Ihn auf jedenfalls Fall anzeigen. Es handelt sich dabei um klassische Zuhälterei und die ist Strafbar. Ein Frauenhaus oder Frauenberatungsstelle und der Weisse Ring sind gute Beratungsstellen für sowas.
    Ich würde an Ihrer Stelle das Studium einfach ruhen lassen und nicht hingehen, dann läuft Bafög erstmal weiter. Und dann im nächsten Schritt den Studienorte oder auch den Studiengang wechseln. Da fragt man am besten die Asta oder das Studienbüro.
    Die Wohnung muss sie kündigen. Das würde Ich aber auch mit der Beratungsstelle besprechen.
    Alles Gute

    • (7) 21.09.18 - 08:10
      SorgeUmSchwester

      Danke, Mark!
      Dass das Bafög in dem Fall weiter läuft ist sehr beruhigend. Wir kümmern uns um einen Termin bei der Studienberatung.

Mein Gott, ist das alles furchtbar!

Ich kann zumindest sagen, dass sie Anspruch auf ALG II hätte. Und wg einer Strafanzeige, keine Ahnung. Wegen was? Beihilfe zur illegalen Prostitution? Was anderes wird sich ja kaum beweisen lassen, oder? So oder so wird es ein langer Weg.

Auf jeden Fall wird Euch eine Beratungsstelle da weiterhelfen.

Viel Kraft!

  • (9) 21.09.18 - 08:11
    SorgeUmSchwester

    Ich danke dir, Maja!
    Genau, wegen was? Das ist das Problem...
    Die Beratungsstelle öffnet um 9, dann werden wir sehen.

https://weisser-ring.de/ wäre meine erste Telefonnummer, die ich anrufen würde. Ihr wurde psychische Gewalt angetan, dazu kommt, dass sie zur Prostitution gezwungen wurde. Mit Sicherheit kann man euch da sagen, wo sie sich als nächstes hinwenden soll, welche Fehler sie vermeiden muss und wie sie weiter vorgehen kann.

Mein zweiter Schritt wäre definitiv die Polizei, Anzeige gegen den Ex. Ich wette, sie ist nicht sein einziges Opfer und wenn sie ihn nicht stoppt, dann gibt es weitere Frauen und Mädchen, die auf ihn reinfallen.

Langfristig wird ihr eine Therapie helfen, mit ihren Gefühlen umzugehen.

  • (11) 21.09.18 - 08:17
    SorgeUmSchwester

    Vielen Dank!
    Den Weißen Ring kannte ich gar nicht. Die haben sogar in unserer Stadt einen Standort, wo man hingehen könnte.
    Wenn wir bei Beratungen waren, können wir auch zur Polizei. Ich kenne ihren Ex ja, ich kann mir gut vorstellen, dass er bald ein neues labiles Mädchen findet... 😔

    • Den weißen Ring würde ich unbedingt auch empfehlen. Die Leute dieser Organisation wissen auch am besten, welche Ansprechpartner bei der Polizei evtl. zuständig sind, ob man da anonym bleiben könnte usw. Der weiße Ring kann auch Therapeuten empfehlen.
      Der beste Ansprechpartner, der mir gerade auch einfällt!! Alles Gute für euch. LG Moni

(15) 21.09.18 - 07:59

Nachtrag:

Wenn sie wegen dem Zwingen zur Prostitution zur Polizei gehen würde, dann wäre ja das Bordell auch dran. Weil die sie ja schwarz beschäftigt haben. Mein Manm meinte, ob es nicht gefährlich ist, wenn man solche Leute gegen sich aufbringt. Ob es das wert wäre... Das ist ein guter Punkt 🙁

Auch bei der Polizei kennt man das Thema Loverboy. Ihr wird da also keiner Vorhaltungen machen, dass sie selbst Schuld sei. Zudem sehe ich da auch anfangs keine Freiwilligkeit, der Kerl hat dafür gesorgt, dass sie Drogen "brauchte" (ob nun physisch oder psychisch sei mal dahingestellt), er hat also eine Lücke in ihren Finanzen aufgerissen, die sie dann durchs Anschaffen schließen sollte.

Ich würde dennoch zuerst mit einer Opferhilfeorganisation Kontakt aufnehmen, oder mit einer, die Prostituierte beim Ausstieg berät.

z.B.

https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2016/32101/beratungsstellen-berichten-prostituierte-und-ihr-ausstieg

  • (18) 21.09.18 - 08:46
    SorgeUmSchwester

    Vielen Dank!

    Das ist genau die Sorge meiner Schwester. Dass die Polizei sowieso sagt "selber Schuld", alles runterspielt.
    Ich hoffe, wir bekommen heute noch einen Termin bei einer Beratungsstelle. Wenn sie das Wochenende über auch so in der Luft hängt... Sie ist sehr labil momentan.

Oh die Arme! Das kenne ich so ähnlich aus eigener, leidvoller Erfahrung (ohne Prostitution aber als Gewaltbeziehung mit Drohungen, Angst, Erpressung und Uni). Es gibt sehr vieles, was sie jetzt tun kann:
- Frauenberatungsstelle
- Anwalt (alle Beweise sichern: Nachrichten, Whatsapp etc. Gedächtnisprotokoll verfassen)
- Uni erstmal nur aussetzen. Vielleicht war sie nur wegen ihm so unglücklich und verbindet die ganze Stadt mit Angst. Wenn sie sich wieder gefangen hat, sieht die Sache vielleicht vollkommen anders aus. Vielleicht kann sie die Uni wechseln, ohne den Studiengang zu verlassen. Der Affe soll ihr ja nicht auch noch die Ausbildung versauen.

Jetzt aber das wichtigste: sie muß (wieder) Herrin ihrer selbst werden. Der Schei.kerl hat sie in der Hand, so lange es etwas zu erpressen gibt. Sie muß sich aus dieser Angst befreien. Das heißt: sie (oder ihr gemeinsam) müßt es allen erzählen. Vor allem seinen Eltern, seiner Familie und Freunden. Keine falsche Scham, ER hat sie ausgesucht, weil sie so manupulierbar ist, ER hat sie unter Druck gesetzt, ER hat sie erpresst und bedroht. Ohne ihn wär sie nie auf die Idee mit dem Bordell gekommen. Und selbst wenn - so what, ist doch ihre Sache und andere machen auch Schei.jobs. Lieber eine Prostitutierte als ein Heuschrecken-Investmentbanker! Ich weiß, wie schwer es ist, das umzusetzen. Man windet sich wie ein Wurm vor lauter Scham und will sich in die Ecke verkriechen. Aber es hilft! Ich verspreche: schon nach dem ersten Gespräch spürt man Kraft und Lebensenergie zurückkommen. Ich wette, ihr geht es jetzt schon besser, seit sie mit Euch gesprochen hat. Bitte mach ihr klar: Sie hat den Mut gefunden, zu handeln. Sie hat Euch angerufen und sich somit selbst aus der Situation befreit. Wer weiß, wo das sonst geendet hätte. Sie ist kein Opfer sondern eine Überlebende!

Ich gehe mal davon aus, daß sie vor ihm keine Angst mehr haben muß. Wenn er feststellt, daß er seinen Sklaven/Goldesel wirklich verloren hat, wird er sie fallenlassen, wie eine heiße Kartoffel. Eigentlich hat ER nämlich Angst davor, daß sie etwas erzählt.

Euch alles Gute!

  • (20) 21.09.18 - 08:54
    SorgeUmSchwester

    Danke für deine Antwort! Es tut mir leid, dass du sowas auch erfahren musstest.

    Sie hat im letzten Semester 4 von 6 Klausuren verhauen, aber nicht weil sie es nicht kann. Sie war psychisch einfach fertig. Diesen Studiengang gibt es auch an anderen Unis, von daher ist ein Wechsel möglich.

    Alles erzählen? Hm. Ja, sie schämt sich, hat panische Angst, dass ihre Freunde sich abwenden (was er ihr ja einredet). Aber dass ER alles erzählt ist ja sein Druckmittel. Ich denke, es muss erst noch etwas Zeit vergehen, bevor sie dazu bereit wäre.

Auch wenn es politisch unkorrekt erscheint: deine Schwester muss lernen, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.

Du schiebst ihre Misere voll und ganz auf den Ex und auf ihre Drogenabhängigkeit. Aber es geht hier "nur" um Cannabis - und davon wird man nicht so schnell süchtig. Manche konsumieren es jahrelang, ohne eine Sucht zu entwickeln. Deine Schwester hat deshalb meines Erachtens nach andere Probleme, wie etwa ein schlechtes Selbstbewusstsein im besten Fall oder sie wollte ganz einfach an das schnelle Geld. Deshalb wird es sicherlich schwierig, aus der Haftung wegen den Mietschulden rauszukommen bzw. diese auf den Ex abzuwälzen.

Dass sie anfangs zur Prostitution gezwungen wurde, kann ich deiner Beschreibung nach nicht entnehmen. Später, als durch diese "Fahrdienste" Schulden entstanden sind, wurde sie sicherlich dazu gedrängt, so dass ihr Ex eine Anklage wegen Zuhälterei bekommen sollte. Allerdings hat sie den Nebenerwerb ja auch zwischenzeitlich wieder gelassen, so dass er sich evtl. rauswinden könnte.

Was ich sagen will: deine Schwester sollte ihn anzeigen, aber damit rechnen, dass das Ganze auch für sie Konsequenzen haben könnte, wie etwa die Zahlung der Miete oder eben, dass die Sache publik gemacht wird. Deshalb sollte sie zu einem Rechtsanwalt gehen und sich eingehend beraten lassen. Das Studium unter diesen Umständen fortzusetzen, wird sicherlich nicht möglich sein. An ihrer Stelle würde ich an anderer Stelle einen Neuanfang machen.

  • (22) 21.09.18 - 11:28

    Danke für deine Einschätzung!

    Nein, es ist nicht politisch unkorrekt, du hast schon Recht.

    Es gibt aber auch eine psychische Abhängigkeit. Und meine Schwester war vorher schon psychisch nicht auf der Höhe, von daher würde das passen. Ich will das nicht schön reden.

    Du hast Recht, anfangs war es ja freiwillig. Aber als er die Kontrolle übernahm, wann sie zu arbeiten hatte, und ihr das Geld abnahm, war es das nicht mehr.

    Das mit den "Mietschulden" habe ich falsch ausgedrückt. Es gibt keine, das wurde ihr nur erzählt, damit sie weiter macht. Sie hat das Zimmer immer nur dann bezahlt, wenn sie es brauchte. Kein Mietvertrag oder Ähnliches.

    Ihr ist bewusst, dass sie selber da Konsequenzen tragen muss. Das gehört aber dazu, wenn man Fehler macht, da muss sie dann durch.
    Montag haben wir einen Termin beim Weißen Ring, die kennen sich ja auch gut aus, dann werden wir zum Anwalt gehen, falls die Berater das auch so sehen.

    • Das ist das Geschäftsmodell dieser Männer. Natürlich suchen die sich keine selbstbewusste junge Frau aus, die würde denen vermutlich was husten, wenn sie anschaffen geschickt würde. Oder sie würde es tun, aber die Kohle behalten und den Kerl auslachen, wenn er "Spritgeld" will. Auch das wissen Opferberatungsstellen und natürlich auch die Polizei.

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