Ich hasse mein Eheleben

    • (1) 23.09.18 - 00:39
      Inaktiv

      Ich bin 7 Jahre und 4 Monate verheiratet.
      Wir haben 2 Kinder. 4 und 6 Jahre alt.
      Mein Mann und ich verstehen uns überhaupt nicht mehr. Es ist so als würden wir in einer Wohngemeinschaft leben in der ich die Bedienstete bin und er der sugar daddy der alles zahlt.
      Ich kümmere mich um die Kinder, Haushalt, koche, Spiele Taxi, gehe einkaufen, sogar den Müll bringe ich runter.
      Mein Mann geht arbeiten und wenn er zuhause ist, sitzt er vor seinem Handy mit Kopfhörern im Ohr.
      Ich habe soviel geredet, gesprochen, Emails geschrieben, Nachrichten verfasst. Ich habe ihm erklärt wie ich diese Beziehung sehe, was ich mir wünschen würde...
      Aber er ist einfach nicht in der Lage seine Fehler zu erkennen.
      In seiner Welt bin ich das Monster das alles zerstört.
      Ich bin seit Monaten wirklich tief traurig, ich glaube sogar schon das ich an Depressionen leide, weil ich mir wünsche ich wäre Sterbens krank und hätte nicht mehr lange zu leben...
      Oft sitze ich da und weine einfach so ohne das was vorgefallen ist.
      Aber ich traue mich nicht einfach schluss zu machen.
      Ich habe Angst es finanziell nicht zu packen.
      Ich habe Angst das meine Kinder einen Knacks davon tragen werden.
      Ich habe Angst alleine zu bleiben.
      Ich habe Angst das meine Umgebung sich von mir abwendet, weil jeder der Meinung ist ich müsse es ertragen.
      Wieso soll ich ertragen?
      Ich bekomme keine Luft mehr, ich fühle mich erdrückt und nicht verstanden.
      Heute habe ich ihm gesagt er soll seine Sachen packen und gehen.
      Ich möchte eine räumliche Trennung.
      Und er hat dazu nichts gesagt.
      Ich liege im Bett und er im Wohnzimmer.

      Ich hätte nie gedacht das ich mal so eine Frau werden würde... Eine die schluckt, erträgt und bleibt obwohl sie gehen will.

      • (2) 23.09.18 - 00:47

        Du willst das sicher nicht hören, aber du bist eine der Beispiele, weshalb ich immer Bauchschmerzen kriege, wenn ich hier lese, dass Frauen sich abhängig machen...
        Ich sehe das so: die Kinder bekommen eher einen Knacks, wenn sie in einem „unglücklichen“ Umfeld aufwachsen. Und sie bekommen soviel mit. Mehr als man denkt.
        Wer bei euch wie sehr „Schuld“ an allem hat, kann man nicht beurteilen, aber du musst wissen, wie du die nächsten Jahre leben willst.
        Warum fängst du dir nicht an was aufzubauen? Mach einen Plan, wie es wäre wieder arbeiten zu gehen, wie kann man die Kinderbetreuung etc.pp. organisieren.
        Ich halte persönlich nichts davon, solange zu warten bis man sich richtig verletzt. Warum sollte dein Mann gehen? Wohin sollte er denn deiner Meinung nach?

        • (3) 23.09.18 - 01:05

          Abhängig wird man leider ob man will oder nicht... Obwohl ich in Teilzeit arbeiten gehe, ist mein Gehalt ein Witz im Gegensatz zu seinem.
          Wohin er hin soll ist mir ehrlich gesagt egal. Nur weg, weil ich ihn nicht mehr ertrage.

          • (4) 23.09.18 - 01:17

            Nur hast du nicht das Recht ihn rauszuschmeißen.
            Aus diesem Grund solltest du lieber einen langfristigen Plan haben.
            Ich hatte rausgelesen, dass du nicht arbeitest. Sorry.

          • Na das ist ja nun Quatsch. Ich habe vier Kinder und habe immer voll gearbeitet, obwohl mein Mann gutes Geld verdient und ich es finanziell gesehen nicht müsste.

            Zwischen meinem Mann und mir ist das Thema Geld nie eines gewesen, aber trotzdem möchte ich niemals abhängig sein. Niemals möchte ich in die Situation kommen, das ich mich nicht trennen kann, wenn ich unglücklich wäre, weil ich Existenzängste haben müsste.

            Man weiß halt nie, was kommt. Und du hast es dir einfach bequem gemacht und redest dir nun ein, das du nix für deine Abhängigkeit kannst. Das stimmt nicht. Du könntest voll arbeiten.

            (6) 23.09.18 - 10:19
            Gehtsnoch68555665555

            Wenn ich so was lese könnte ich mir echt die Haare raufen. Ich hab auch Kinder und geh Vollzeit arbeiten, weil ich mich nie nie niemals von einem anderen Menschen abhängig machen würde! Ich liebe meinen Mann, aber käme es zur Trennung, gäbe es finanziell keine Einbußen für mich. Ehe hin oder her, trotzdem ist doch jeder ein Individuum und für sich selbst verantwortlich

            • Tja...vielleicht wollen das aber nicht alle Eltern, dass die Kinder den ganzen Tag wegorganisiert werden, nur damit beide schön Vollzeit arbeiten können. Da hätten wir lieber auf ein Kind verzichtet, als das zu tun! Wer alles macht, macht nichts richtig! Das ist meine Meinung! Und nur, weil einer der beiden nicht oder weniger arbeitet, heisst das noch lange nicht, dass man sich vom anderen abhängig machen muss.

              • (8) 25.09.18 - 10:54

                Mir gehts nicht um die, die nicht arbeiten gehen oder weniger arbeiten und zufrieden sind, sondern um die, die sich erst abhängig machen und sich dann beschweren. Du weißt nichts, über mein Betreuungskonzept, also leben und leben lassen, Schätzchen

            Ist doch im grunde käse..... Denn es IST eben oft so das der mann deutlich mehr verdient.

            Mein mann arbeitet über 15 Jahre im gleichen Betrieb, ein großer Konzern.
            Selbst wenn ich 2 mal vollzeit arbeiten gehen würde, würde ich nicht an das Gehalt meines Mannes ran reichen!!
            Und nun?? Desweiteren kommt für viele Familien eben NICHT in Frage die kinder von klein auf ganztagss betreuen zu lassen.

        (10) 23.09.18 - 11:14

        "Abhängig wird man leider ob man will oder nicht..."
        Warum? Dass du "nur" ein geringes Gehalt bekommst, ist doch ein hausgemachtes Problem von dir. Mach dich grade, erhöhe dein Einkommen und nimm ihn mehr in die Pflicht.

        • Frage an alle Vollzeitarbeitende Muttis: wo sind eure Kinder während ihr arbeitet?

          Es schreibt sich so einfach: hausgemachtes Problem.. geh halt vollzeit arbeiten.

          Irgendwo sind auch noch die Kinder, die versorgt werden müssen. Je nach Alter oder Wohnsitz sind die Kinder nicht fast kostenlos in einer Kita oder Kindergarten... und wer bringts sie hin? Wer holt sie Mittags ab???

          Ein wenig wird man schon abhängig wenn man Kinder hat. Das kann man je navh Situation nicht gant vermeiden. Und man ist nicht immer selber schuld.

          • Nun ja, in einer gleichberechtigten Partnerschaft sollte aber nicht alles auf den Schultern der Frau bleiben.
            Ich habe auch nicht geschrieben, dass sie mehr arbeiten soll, sondern ihr Einkommen erhöhen soll. Das geht ja auch durch Jobwechsel, Weiterbildung etc.
            Ich finde es eben befremdlich, wenn frau in allem zurückstecken soll, nur weil man Kinder hat. Das macht, wie im Beispiel der TE ja deutlich zu sehen ist, unzufrieden.

            • Ja, theoretisch sehe ich das ja auch so. Aber es gibt so viele Dinge die mitspielen müssen.
              Und oft ist es dann in der „praxis“ doch ganz anders.

              Ich arbeite auch Teilzeit seit meine Tochter 6 mt ist. Ganz bewusst, weil ich nicht ganz abhängig sein will. Ich kenne in meinem Umfeld keine einzige Mutter, die mit mehr als 1 kind mehr als Teilzeit arbeitet. Eigentlich arbeiten die meisten ab 2 kinder gar nicht mehr. Einfach weil kitakosten zu teuer sind, keine omas da sind, oder das schulprogramm mit der Arbeit nicht aufgeht.

              Ich wohne aber nicht in Deutschland, sondern in der Schweiz.

              • Jetzt mal davon ab, dass du in CH lebst.... Kita kostet, klar. Aber diese Kosten regelmäßig nur beim Gehalt der Frau abzuziehen und dann zu sagen, arbeiten lohnt nicht..... das ist genauso ein Teil der Gleichberechtigung.

                (15) 23.09.18 - 15:14

                Ich arbeite Teilzeit in der Schweiz.

                Zum glück kann ich die Betreung der Kinder mit meinem Mann, meinen Eltern und Freunde/Nachbarn meistern, in dem wir gegenseitig zu den Kinder schauen

                Den müssten wir eine Kita oder sonstige Betreuung bezahlen müssten wir sogar mehr bezahlen als das was ich Verdiene.


                Ich gebe zu, wen die Betreuung der Kinder nicht so zu Organisieren wäre, wie wir es tun, würde ich nicht Arbeiten gehen.

                Ich möchte schon etwas von dem Geld haben und nicht noch drauf zahlen zu müssen.


                LG nana

          (16) 23.09.18 - 13:01

          Es holt niemand mittags ab.
          Die Kinder sind natürlich ganztagsbetreut.

          • (17) 23.09.18 - 22:51

            Wenn man die Kinder ganztags in Kita oder Schule betreuen lassen muss/lässt, wofür braucht man dann Kinder? #kratz

            • (18) 24.09.18 - 10:33

              Hallo!

              Genau so sehe ich das auch. Ich kenne eine 5-fach Mama. Sie arbeitet 100%. Die Kinder rufen dauernd auf der Arbeitsstelle an. Ich finde das so schrecklich. Ich gehe bewusst halbtags arbeiten weil ich für die Kinder da sein will. Es wird gemeinsam Mittag gegessen. Sie sagen mir viele Male wie toll es ist dass ich daheim bin wenn sie aus der Schule kommen. Ich kenne viele Paare wo die Mutter auch 100% arbeitet damit man 3 x Mal im Jahr in Urlaub kann und sich viele Luxusartikel leisten kann.

              Die Zeit mit den Kindern ist mir einfach wertvoller als andere. Niemals möchte ich meine Kinder ganztags fremdbetreuen lassen.

              • Ich denke, die allerwenigsten arbeiten voll um sich drei Urlaube und Luxusartikel leisten zu können.

                Die meisten müssen ganz einfach. Unsere Wohnung kostet ohne Strom und Internet knapp 1600€.

                Ja, mein Mann könnte es alleine stemmen, aber warum sollte die ganze Last auf seinen Schultern lasten und warum sollte ich von ihm abhängig sein? Und wer zahlt mit mal meine Rente?

                Leider können sich die meisten Familien eben nicht von einem Gehalt 1600€ Miete leisten. Und nein, das ist hier eine ganz normale Miete für 4 Zimmer. Eher sogar noch günstig.

                So pauschal darüber zu urteilen, finde ich nicht in Ordnung.

                • Pauschal ist meine Antwort nicht. Ich sehe es leider sehr oft im Alltag. Wie gesagt ich verzichte gerne auf Luxus und gönne mir die Zeit mit meinen Kindern. Wenn sie größer sind gehe ich wieder mehr arbeiten. Aber wie gesagt es muss jeder für sich entscheiden.

              (21) 25.09.18 - 12:51

              Ernsthaft? Als ich ein Schulkind war (Grundschule), haben wir die wenigen Kinder total bedauert, deren Mütter zu Hause waren. Meine beste Freundin war deshalb immer bei mir. Meine Eltern waren geschieden und meine Mutter kam erst abends nach Hause. Diese wunderbaren Nachmittage mit meiner Freundin und meiner kleinen Schwester sind uns bis heute in Erinnerung. Wir waren sehr selbständig, haben Hausaufgaben und Hausarbeit erledigt bevor wir zum Spielen raus sind. War eine tolle Kindheit!
              Wenn meine Mutter abends nach Hause kam, wurde gemeinsam Abendbrot gegessen und jeder erzählte von seinem Tag. Am Wochenende haben wir als Familie viel unternommen und da meine Mutter gleich nach der Wende in Westberlin eine Stelle fand, verdiente sie auch so gut, daß wir ab 1990 jedes Jahr mehrfach tolle Länder bereisten und fremde Kulturen kennenlernen konnten. Es war meiner Mutter immer sehr wichtig, daß wir die Welt sehen und Sprachen lernen. Ich hätte es nicht anders haben wollen. :-)

              • (22) 25.09.18 - 17:00

                Ja ernsthaft. Ich gehe genau so arbeiten und nein ich sitze nicht den ganzen Tag um meine Kinder herum. Ich bin aber da am Nachmittag. Unsere Kinder haben genauso Kinder in der Nachbarschaft und treffen sich mit denen und machen tollen Sachen. Für mich und meine Familie passt es so. Ich würde es immer wieder so machen. War auch 5 Jahre lang insgesamt komplett zuhause bei den Kindern. Es war eine schöne wertvolle Zeit. Ich kann nur jeder Mama empfehlen die Zeit mit ihren Kindern zu geniessen und wenn es möglich so einzurichten dass man präsent ist. Ich bekomme keine Kinder um sie vom Mittag bis abends irgendwo reinzustecken.

                • (23) 26.09.18 - 02:46

                  Ich war wegen BV und Frühgeburt insgesamt 1,5 Jahre zu Hause. Zum Schluß ist mir so die Decke auf den Kopf gefallen. Ich wollte einfach wieder erwerbstätig sein. Ich absolviere ja nicht die Uni, um dann irgendeinen Halbtagsjob zu machen. 😉 Meine Kinder gehen übrigens sehr gern in die Krippe. Kein Geheule, kein Gefremdel. Und sie haben eine glückliche, entspannte und unabhängige Mami, die sie jeden zweiten Tag abholt und mit ihnen bis zum Abendbrot noch was schönes unternimmt.

                  Letztendlich kann das ja wirklich jeder machen, wie er möchte. Nur kann ich nicht begreifen, wie man sich als erwachsener Mensch sehenden Auges in eine solch finanzielle Abhängigkeit begeben kann. Aber vielleicht bin ich da zu sehr ostdeutsch erzogen.

                  • (24) 26.09.18 - 10:19

                    Hallo!

                    Woher weißt du dass ich mich finanziell abhängig mache? Ich habe geschrieben ich gehe genau so arbeiten und komme mit dem Geld sehr gut aus.

                    Wie gesagt wir wollen es nicht, dass unsere Kinder fremdbetreut werden. Jedem das seine.

          (25) 24.09.18 - 13:27

          Welch ein Schwachsinn.
          Oder sollte man sich als Menschen komplett aufgeben, weil man Kinder hat. Mein Kind geht morgens um 7 in der Frühhort und wird gegen 17 Uhr abgeholt. Danach haben wir immer noch Zeit für einander und an den Wochenenden auch.

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