Soll ich diese Beziehung weiterführen oder beenden?

    • (1) 25.09.18 - 17:08
      Istmirlieberso

      Hallo, liebe Forengemeinde,
      Ich war über zwei Jahre alleine, meine Kinder sind 14 und 11 Jahre alt. Vor 6 Monaten lernte ich einen sehr netten, gebildeten und einfühlsamen Mann kennen und wir haben uns ineinander verliebt. Ich kenne seine Eltern noch nicht, aber aus seinen Erzählungen schlussfolgere ich, dass er in einer kühlen und verklemmten Atmosphäre aufgewachsen ist. Nun ergeben sich daraus zwei Probleme, die mir Bauchschmerzen bereiten und mich wirklich zweifeln lassen, ob ich diese Beziehung fortführen möchte. Zum einen kann er Sex nicht bzw. kaum zulassen. Die paar Male, die wir Sex hatten, kann ich an einer Hand abzählen. Er kann zwar mich befriedigen, aber sobald ich ihn anfassen und streicheln will, fragt er sofort, was ich da mache und meistens kommt dann, dass er jetzt keine Lust habe. Das Problem ist, dass er nicht mal mit mir drüber reden kann, warum das so ist! Ich mache mir da auch Sorgen um ihn und ob ihm vielleicht etwas zugestoßen ist, dass er ganz tief in sich vergräbt. Er meint immer, dass es nicht an mir liegt. Sicher könnt ihr euch vorstellen, dass man das als Frau aber trotzdem auf sich bezieht. Am Anfang dachte ich noch, er braucht vielleicht Zeit, aber das ist es nicht! Ich traue mich ihn schon kaum mehr zu streicheln, denn ich bekomme sowieso eine Abfuhr.
      So, das zweite Problem ist sein Umgang mit meinen Kindern letzthin beim Essen. Er maßregelt meine Kinder,dass sie sich erst nehmen dürften, wenn ich auch sitze und dass sie sitzen bleiben müssen, bis auch wir aufgegessen hätten. Ich betone, dass ich hier nicht von einem offiziellen Anlass spreche, bei dem ein solches Verhalten selbstverständlich ist. Nö..in dem Fall ging es um ein popeliges Mittagessen. Ich war fassungslos, was er sich da heraus nimmt. Ich brauche niemanden, der meine Kinder erzieht, die beiden haben einen Papa und Erziehung ist immer noch eine Sache zwischen ihm und mir. Auch in dieser Situation denke ich, dass seine verkorkste Erziehung zu diesem Verhalten führte. Er ist übrigens kinderlos und Anfang 50. So jetzt grübele ich so vor mich hin. Beende ich diese Beziehung? Er ist ein sehr hilfsbereiter und liebevoller Mensch. Ich bedeute ihm sehr viel und er möchte, dass es mir gut geht. Er ist auch großzügig den Kindern gegenüber und genießt es sehr, wenn wir mal etwas zusammen unternehmen. Er ist ein guter Mensch, auch wenn sich das blöd anhört. Er kann allerdings keine Kritik vertragen und ich kann diese wirklich sachlich vorbringen. Er ist sofort eingeschnappt. Ich bitte nun euch um Ratschläge. Mein Freundeskreis hat ihn herzlich aufgenommen und alle freuen sich, denn dieser Mann passt intellektuell sehr gut zu mir und trägt mich auf Händen. Wäre ich nicht schon mit einer gewissen Lebenserfahrung ausgestattet, würde ich diese Beziehung beenden, aber ich befürchte, irgendeine Macke bringen wir alle mit, oder nicht? Ich danke für eure Antworten.

      • Hallo,

        also erstmal würde ich natürlich das Gespräch mit ihm suchen und diese Dinge klar benennen. Ich nehme aber an dass du das schon getan oder versucht hast.
        Würde ihm klar sagen dass er deine Kinder in dieser Hinsicht nicht zu Maßregeln hat und dass er das unbedingt verstehen sollte.
        Dass mit denn Sex kann sich natürlich noch legen wenn ihr etwas länger zusammen seid. Dass er dann vielleicht sogar offener mit dir über die doch anscheinend vorhandene Problematik reden kann. Ich würde ihm da einfach die Zeit geben, wenn er dir sonst sehr wichtig ist und er ein so guter Mensch ist würde ich ihn aufgerundessen nicht sofort verlassen. Das mit den Kinder sollte ja eigentlich auch kein Problem sein, wenn er sich sonst gut mit ihnen versteht und diese Ihn auch mögen. Da sollte er akzeptieren können dass er dies Erziehung deiner Kinder auch dir überlässt. Sofern diese dir nicht ständig auf der Nase rumtanzen, aber ich gehe mal davon aus dass deinen Kinder gut erzogen sind. 😉

        • (3) 25.09.18 - 17:24

          Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Sie deckt sich auch mit dem, was ich instinktiv machen würde. Meine Kinder sind wirklich schwer in Ordnung. Sie sind keine dressierten Äffchen, aber in all den Jahren hat sich noch nie jemand über sie beschwert. Liebe Grüße

      (4) 25.09.18 - 17:31

      Also ehrlich gesagt schrillen bei deiner Beschreibung bei mir alle Alarmglocken. Der Mann ist ja total problembehaftet scheinbar und zwanghaft gestört. Ich würde ehrlich gesagt zusehen, dass ich das beende. Sich in deine Erziehung einmischen, wo Ihr nicht mal zusammenlebt, da würde bei mir der Spaß ganz schnell aufhören, denn seine kranke Psyche, unter der er offensichtlich leidet, die müssten deine Kinder dann mit ausbaden, völlig unnötig. Und wer weiß, was er sich noch rausnimmt, wenn Ihr länger zusammen seid.

      Die scheinbare Impotenz würde mir auch Sorge bereiten. Entweder total verklemmt und kann keine körperliche Nähe ertragen. Oder echt Impotent. Ich hätte aber auch Angst, er könnte z.B. nicht auch Frauen sondern auf Kinder stehen. Er wäre nicht der erste Pädo, der sich eine Mutter sucht, um irgendwann an die Kinder zu kommen.

      Neee, ganz ehrlich. Nimm die Beine in die Hand und lauf. Such dir einen normalen Mann.

      • (5) 25.09.18 - 17:39

        Auch dir danke ich für deine Antwort, denn sie spricht einiges an, worüber ich auch nachdenke. Ich denke,eine pädophile Neigung ausschließen zu können. Ich bin da schon sehr wachsam. Er nähert sich den Kindern jetzt nicht. Sprich,er zieht sie nicht zu sich. Er klopft ihnen zur Begrüßung kurz auf die Schultern und aus. Er klopft an der Badezimmertür, damit er nicht versehentlich hinein platzt. Aber alle deine anderen Bedenken, die sehe ich auch so. Ich sag ja, ich bin richtig zwiegespalten und bin daher dankbar um jeden Gedankenanstoß!

    >>>Er maßregelt meine Kinder,dass sie sich erst nehmen dürften, wenn ich auch sitze und dass sie sitzen bleiben müssen, bis auch wir aufgegessen hätten.<<<

    Das ist vollkommen normal und in dem Alter sollte das selbstverständlich sein.

    >>>Ich brauche niemanden, der meine Kinder erzieht,<<<

    Vielleicht doch?

    Bildung und Intellekt scheinen dir wichtig zu sein, dazu gehören für mich auch gute Tischmanieren.

    Du beschreibst deinen Freund recht positiv, aber ob du mit seinem Mangel an Kritikfähigkeit und seiner Abwehr, was Zärtlichkeiten angeht, umgehen kannst auf Dauer, ist aus der Ferne schlecht zu beurteilen.

  • Hi,

    also ich finde das mit dem Essen nicht schlimm. Bei uns in der Familie ist das auch so. Es wird genommen, wenn alle am Tisch sind und auch erst aufgestanden, wenn alle fertig sind. Weil dann eben auch anschließend zusammen der Tisch abgeräumt wird. Und ich persönlich möchte nicht, dass einer schon seinen Teller in die Spüle stellt während ich noch beim essen bin. Völlig egal welche Mahlzeit oder welcher Anlass das ist. So viel Zeit muss in meinen Augen sein. Aber, ihr hättet darüber reden sollen in wie weit er deine Kinder zurecht weisen darf oder generell was sagen darf. So ganz mundtot darf man ihn nicht machen, ihr seit ja doch in einer Beziehung. Das finde ich persönlich nicht richtig.

    Zum anderen Thema... Das ist sehr schwer. Pauschal würde ich auch sagen oder denken, dass da irgendwann irgendwas passiert sein muss. Natürlich ist es schwer das jetzt herauszufinden, vor allem wenn er nicht wirklich reden mag/kann. Aber, ihr müsst reden. Ganz klar. Ich würde da auch wirklich Tacheles sprechen. Eine Beziehung ohne Sex ist für mich unvorstellbar. Ebenso meinen Partner nicht anfassen zu können. Das kann ich mir gar nicht vorstellen und finde ich echt grausam. Sprech ihn drauf an, gebe nicht nach und sag ihm wirklich, dass eine Beziehung auf Dauer so keinen Sinn für dich macht. Unabhängig von dem emotionalem.

    Lg

    (8) 25.09.18 - 19:32

    Du hast sehr Recht: irgendeine Macke bringen wir Alle mit!

    Bei Deinem Partner scheint es aber ein tiefliegendes Problem zu geben.
    Das geht schon etwas über eine "Macke haben" hinaus, wenn man körperliche Nähe nicht zulassen kann!

    Es wird ein schwieriger Weg werden.

    Du solltest Dir für Dich klar werden, ob du wirklich bereit bist, diesen Weg mit ihm zu gehen- es könnte, auch für Dich, auf Dauer eine Belastung sein.

    Alles Gute #klee

    Ich lebe auch Patchwork.

    1. Ich finde, sämtliche Menschen im Umfeld meiner Kinder sind, ob bewusst oder nicht, Miterzieher. Egal ob Lehrer, Eltern von Freunden, Nachbarn, Tanten, Großeltern, sogar die Kassierer im Supermarkt.

    Ich finde, dein Freund hat EINEN Fehler gemacht, er hätte vielleicht fragen sollen, ob oder warum bei euch nicht auf alle gewartet wird. Bei uns ist das nämlich auch so, wir beginnen gemeinsam und enden i.d.r. gemeinsam, es sei denn, jemand hat noch etwas ganz wichtiges zu erledigen. Für ihn scheint das selbstverständlich zu guten Tischmanieren gehören, wie für ganz viele andere auch. Und ich finde es höchstens schlimm, dass ihr darüber kein Gespräch geführt habt, an dem ihr alle gemeinsam besprechen konntet, womit alle gut leben können. Ihr esst ja nicht zu dritt, sondern eben zu viert und ALLE müssen sich am Tisch wohl fühlen. Da deine Kinder keine Babys mehr sind, solltet ihr zu viert Tischregeln formulieren, die für alle ok sind.

    2. Frage ihn doch direkt, warum er so wenig Wert auf Zärtlichkeiten legt. Denn du brauchst das sehr und kannst das nicht so ganz nachvollziehen.

    Also dass dein Freund deine zwei Kinder auf ihre fehlenden Tischmanieren hinweist, ist in meinen Augen ok. Das würde mich selbst auch stören. In dem Alter deiner Kinder sollten ein paar grundlegende Manieren wie diese doch selbstverständlich sein.

    Alles andere finde ich deutlich komplizierter. Ganz offensichtlich hat er da irgendwelche Probleme, körperliche Nähe zuzulassen und mit dir darüber sprechen möchte er sich nicht. Du musst für dich entscheiden, ob du weiterhin die Energie und Geduld aufbringen möchtest und darauf wartest, dass er sich dir öffnet. Ich denke, die meisten würden sich das eher nicht antun.
    Vielleicht hilft nochmal ein ruhiges Gespräch, in dem du ihm deine Sorgen und Bedenken klar und deutlich schilderst und schaust, wie er darauf reagiert.

    (11) 25.09.18 - 20:34

    Vielen Dank für alle Antworten! Ich möchte gerne klarstellen, dass meine Kinder über Tischmanieren verfügen. Schon in Zeiten meiner Ehe war es uns wichtig, gemeinsam zu essen und den Tag Revue passieren zu lassen. Aber ihr habt schon recht! An dem Tag hat mein Großer sich einfach schon Essen auf den Teller geschaufelt, bevor ich am Tisch saß. Ich sehe da auch ein Problem bei mir, da ich die Kinder immer vor "Angriffen" schützen möchte. Mir hat sein Ton nicht gefallen. Aber da hinterfrage ich mich jetzt mehr.
    Sexuell, ja da werde ich wirklich versuchen, mit ihm zu sprechen. Wenn ich es bisher versucht habe, dann hat er sofort abgeblockt. Mir wäre es wichtig, zu verstehen, warum er ein solches Problem hat, sich zu öffnen.
    Danke nochmals!

    • Er wird weiter blocken. Ich glaube, das hat keinen Sinn.

      • (13) 25.09.18 - 21:02

        Du meinst,es macht keinen Sinn, die Beziehung fortzuführen? Ich lese deine Antworten immer sehr gerne, deshalb frage ich nach. Aber irgendwie würde ich ihm auch gerne weiterhelfen. Er ist ein anlehnungsbedürftiger Mensch, wenn es nicht nur um sexuelles geht. Er ist mir in unserer gemeinsamen Zeit auch menschlich wichtig geworden. Daher bin ich so zwiegespalten. Mensch, auch mit wachsendem Alter wird das nicht leichter mit der Liebe.

    Ich denke ja, dein Bauchgefühl in Bezug auf sein Verhalten gegenüber den Kinder trügt dich nicht. Es geht ja nicht nur darum, dass er was sagt oder warum, sondern „wie“. Und da scheinst du allen Grund zu haben, ein wachsames Auge drauf zu haben.
    Leider sind die wenigsten Menschen in der Lage, aktiv ihre Kindheit zu bearbeiten und übernehmen der Einfachheit halber Verhaltensarten ihrer Eltern. Auch die schlimmen, gerade die, unter denen sie leiden mussten. Ich denke, hier läuft das auch so.

    Zum zweiten Punkt, den ich noch bedenklicher finde. Menschen sind für Nähe gemacht. Dass er das nicht zulassen kann, tut mir sehr leid für ihn und lässt auf nichts gutes in seiner Vergangenheit schließen.
    Ich würde eine Fortführung der Beziehung davon abhängig machen, ob er sich diesbezüglich in Therapie begibt in ob diese auch Wirkung zeigt. Alles andere ist zum Scheitern verurteilt. Willst du leben wie eine alte verdorrte Jungfer, die keiner anfasst? Da kann der intellekt noch so passen, wenn es körperlich nicht hinhaut, kannste den Rest auch in die Tonne kloppen. Gerade Nähe festigt die Beziehung, knuddeln, knutschen, streicheln, massieren, die Nähe des anderen genießen,... all das scheint er nicht zu können, nicht zu wollen und nimmt euch und dir damit unheimlich viel weg.

    Also, von alleinerziehender Mutter zu alleinerziehender Mutter: lass den Quatsch. Es gibt da draußen tolle Männer, die weitaus weniger belastet sind. Das hier ist keine „Macke“. Das ist eine handfeste Persönlichkeitsstörung, die dir immer und immer wieder Sand in dein Getriebe werfen wird. Als Mutter braucht man jemanden, der einem das Leben schön macht, lebenswerter, ich möchte begehrt werden und einen Komplizen haben. Leichtigkeit, Lebendigkeit, Fröhlichkeit. Keinen problembehafteten Psychotyp, der erstmal ne Therapie braucht, damit es einigermaßen rund läuft.. Du hast Kinder und bist in der Verantwortung.

    • (16) 25.09.18 - 21:57

      Danke! Jedes deiner Worte sitzt! Alle Antworten helfen mir! Ich werde da viele Tage drüber brüten. Aber ein Satz von dir trifft genau ins Schwarze. Wir übernehmen oft die Verhaltensweisen, unter denen wir am meisten gelitten haben. Er hat mir schon Geschichten aus seiner Kindheit erzählt, die mir wirklich ins Herz geschnitten haben. Aber sein Verhalten wirkt in den beiden beschriebenen Bereichen auf mich oft si zwanghaft. Er hat auch Facetten in seiner Persönlichkeit, die wirklich herausragend gut sind. Daher fällt es mir schwer, diesen Anteilen eine Abfuhr zu erteilen, denn er differenziert da nicht. Ich kann aber auch nicht die Welt retten...

Hallo,
das Problem sich zu öffnen und die Überreaktion deiner Kinder gegenüber scheinen Verhaltensmuster aus seiner Kindheit zu sein. Vielleicht waren seine Eltern sehr streng bezüglich Tischmanieren und Sexualität war vielleicht Tabuthema.
Vg

Bitte nicht falsch verstehen, aber der Mann kommt mir in seinem Sozialverhalten uralt vor. Mein Mann war 18 Jahre älter als ich - aber bei weitem nicht so pingelig, altbacken und unsexy. Das ist ja schlimm. Mit dem Herumgekrittel an Deinen Kindern kannst Du nicht lange leben, das kann ich Dir versprechen. Das Sexualverhalten ist ebenfalls auf Dauer untragbar. Er mag sicher eine angenehme Person sein, ein Ehepartner und Vater ist er offensichtlich nicht. Ich könnte auch mit niemandem leben, der keinerlei Diskussion und/oder Kritik aushält. Wie willst Du das machen? Alles hinnehmen und schlucken, lebenslang, auch zu Lasten der Kinder? Das wird nichts, ich bin ehrlich, so kann keine Frau und Mutter leben. LG Moni

  • (19) 25.09.18 - 21:37

    Liebe Moni, auf eine Antwort von dir hatte ich,ehrlich gesagt, gehofft. Wir hatten hier schon oft gleichlautende Meinungen und ich bin hier nur anonym unterwegs, weil mir das hier auch ein Stück weit peinlich ist. Ich bin jetzt keine Nymphomanin, aber offen gelebte Sexualität finde ich schon wichtig. Ich habe jetzt schon ein halbes Jahr sehr gebremst. Inzwischen habe ich richtig Scheu davor, ihn anzufassen, denn ich spüre richtig,wie er dicht macht. Menschlich gesehen ist er aber wirklich eine Bereicherung, sonst hätte ich schon längst die Reißleine gezogen. Danke für den Rat!

Hallo Istmirlieberso,
mir ging es ähnlich wie dir. Ich war an einem Punkt angelangt wo ich nicht mehr sicher war, ob meine Partnerschaft richtig war. Doch dann habe ich eine Lösung gefunden und es hat sich alles verändert. Bitte schreib mir, ob dich das überhaupt interessiert. Lg Elda

  • (22) 25.09.18 - 22:40

    Hallo, natürlich interessiert mich das. Für mich sind diese Schwierigkeiten absolut neu! Ich bin wirklich offen für Vorschläge. Ich schreibe dich gerne an. LG

Hallo!

Das sind schon drei gravierende Punkte.

1. Keine vernünftige Sexualität. Egal ob er nun nur extrem verklemmt aufgewachsen ist oder sonst was - so wirklich auf Dauer damit leben wird schwer. Auch wenn er sonst noch so liebevoll ist, aber stell dir dein Liebesleben für die nächsten 20 Jahre so vor. Daran was ändern ist schwer, vor allem weil er schon selbst zu einer Therapie bereit sein müsste.

2. Übertriebene Einmischung in die Erziehung von viel zu großen Kindern, in einem absolut unpassenden Tonfall. Das steht ihm einfach nicht zu, so irre oft hat er ja sicher noch nicht bei euch mitgegessen und dann pfeift er die Kinder an, weil sie sich "wie zu Hause" verhalten. Sorry, aber sowas kann die Beziehung zwischen ihm und deinen Kindern nachhaltig belasten, und wenn er sich schon als seltener Gast so aufführt, was kommt dann, wenn er bei euch häufiger ist oder gar da wohnt?

3. Keine Bereitschaft zu Gesprächen und keine Kritikfähigkeit. Das ist dabei der schlimmste Punkt, weil das ja heißt, dass er auch keine Bereitschaft zeigt, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen - und erst Recht nicht einsieht, etwas daran zu verändern. Dabei ist er ja völlig daneben gelegen.
Wie will man eine Beziehung auf Augenhöhe führen, wenn man nicht Mal miteinander reden kann? Wenn man einen Chef hat, der so drauf ist, kann man damit ja noch leben, freundlich Lächeln und sich seinen Teil denken. Den sieht man ja auch nicht oft. Aber beim Partner geht das halt so gar nicht.

Ich würde eigentlich echt sagen, alleine schon die Verweigerung von ernsten Gesprächen macht alles unmöglich und der Rest kommt nur noch oben drauf.

  • (24) 26.09.18 - 02:36

    Hallo hasipferdi,
    auch deine Antworten schätze ich immer sehr. An der Uhrzeit siehst da, dass mir das alles schwer zu schaffen macht. Ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass ich mit ihm ein sehr ernstes Gespräch führen muss. Ich habe ihn ganz zu Beginn unserer Beziehung gefragt, woran denn seine früheren Beziehungen gescheitert sind. Ich konnte damals wirklich nicht verstehen, warum ein Mann wie er nicht längst "unter Verschluss" ist. Er hat damals immer den jeweiligen Frauen die Schuld gegeben. Inzwischen sehe ich das wesentlich kritischer. Sollte er sich weigern, mit mir zu reden oder sich zu öffnen, dann hat daw Alles wenig Sinn. Ebenso, wenn er nicht einsieht, dass bei Kritik, und sei sie noch so berechtigt, der Ton die Musik macht. Sobald die Kinder sich dann nämlich rechtfertigen, herrscht er sie an, "nicht die Stimme zu erheben". Ich kann diesen Satz nicht mehr hören! Das hört sich für mich schon fast viktorianisch an! Da habe ich ihn schon ziemlich barsch darauf hingewiesen, dass diese Aussage in meiner Erziehung keinen Platz hat. Er ist dann sofort beleidigt und macht dicht. Ich kann das richtig spüren. Ach Mensch, eure Antworten laufen alle in die Richtung, die ich bisher gescheut habe zu gehen. Gute Nacht

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