Angst vor Vater, Wohnungssuche erfolglos und jetzt?

    • (1) 27.09.18 - 15:22
      Suche Ausweg

      Hallo,

      hier schreibe ich anonym, weil mir das Problem zu heikel ist, um es öffentlich zu schreiben.

      Wir leben in einem 2-Generationen Haus. Ich habe zwei Kinder im Alter von 8 und 4 Jahre. Von meinem Freund lebe ich getrennt. Er zahlt keinen Unterhalt, das JA hat seinen Wohnort auch noch nicht ausfindig machen können. Ich weiß nicht, ob er sich aus dem Staub gemacht hat oder ihm etwas passiert ist, das macht mich auch fertig. Diese Ungewissheit. Er war ein toller Partner und ein liebevoller Papa.

      Hier halte ich es einfach nicht mehr aus. Die Tage, an denen alles gut läuft, kann ich an einer Hand abzählen. Es kam schon vor, dass meine Mutter meine Kinder geschlagen hat (sie nennt es Klapps), kam nicht oft vor, kam aber. Seit sie das macht, suche ich nach einem Mietshaus oder einer -Wohnung, um hier heraus zu kommen. Ich bin an Depressionen erkrankt, kann nicht mehr arbeiten gehen. Verdiene nur wenig durch Minijobs, mehr geht nicht mehr.

      Seit drei Jahren hagelt es nur Absagen oder die Wohnung müsste renoviert, teils saniert werden. Leider habe ich niemanden, der mir helfen könnte, habe auch keine Freundin. Niemand. Wurde zu oft enttäuscht und blieb deshalb bewusst alleine.

      Erst suchte ich in unserer Umgebung, damit die Kinder ihre Freunde behalten können, dann Deutschlandweit mit o.g Problemen und in den gefährlichen Orten möchte ich auch nicht leben, da käme ich vom Regen in die Traufe. Erwarte keine Luxuswohnung, ganz sicher nicht, ich wäre auch bereit, statt mit Öl oder Gas mit Holz zu heizen. Aber renovieren kann ich nunmal nicht. Zudem möchte ich, dass die Kleinen ihre Katzen (2) behalten können, sie leiden noch unter dem Verlust ihres Vaters und ich hoffe, er taucht bald wieder auf.

      Ich müsste ALG 2 beantragen, was viele potenzielle Vermieter abschreckt.

      Problem: Mein Vater hasst mich. Früher war er ein wundervoller Vater, aber seit meiner Pubertät ist es ganz schlimm geworden. Heute ist die Lage eskaliert. Er hat gemeint, er hätte mich schon lange vergiften wollen. Wahrscheinlich hat er es aus Wut gesagt, ich hoffe es. Aber ich kann einfach nicht mehr.

      Caritas, Jugendamt, Diakonie, Kirche, niemand kann weiterhelfen. Ich bin schon so weit, dass ich mir sage, wenn wir nicht bald etwas zur MIete bekommen, ich mir das Leben nehme, damit meine Kinder auf jeden Fall hier heraus kommen.

      Hat noch jemand eine Idee, wie ich an eine Wohnung kommen kann? Fertig renoviert, mehr verlange ich nicht. Ich kann einfach nicht mehr hier leben.

      Danke für wirklich jeden Tipp.

      • (2) 27.09.18 - 15:34

        Kannst Du nicht erst Mal in ein Frauenhaus gehen, damit Du da rauskommst? Erkundige Dich bei Eurem zuständigen Jugendamt mal nach den Möglichkeiten, vielleicht können die auch helfen, eine Sozial-Wohnung zu vermitteln. Ich denke, für Dich wäre erst Mal das beste, dass Du da rauskommst, alles andere wird dir dann wahrscheinlich leichter zu organisieren fallen, wenn Du da erst Mal weg bist aus dieser belastenden Situation.

        Denke Mal, dein Mann ist sicher auch deswegen abgehauen, weil er das nicht mehr ausgehalten hat. Drücke Dir die Daumen, dass er ausfindig gemacht werden kann und Ihr wieder zusammenfindet, wenn er hört, dass Du dich aus der Lage dort befreit hast.

        Hast Du keinen Kontakt zu seinen Eltern, Geschwistern, Kollegen, besten Freunden? Weiß da auch keiner, wo er ist?

        (3) 27.09.18 - 15:49

        Wenn du dir das Leben nimmst, bleibe deine Kinder evtl. für immer da. So würde ich das betrachten. Es sollte also keine Option sein.

        Mein Rat: ALG II beantragen und versuchen über das JC eine Wohnung zu finden.
        Wenn du Minijobs hast, also mehrere, warum ist dann ein richtiger Job nicht drin?
        Wie wäre es mit einer Behandlung deiner Depression?

        Viele Baustellen! Du solltest langsam anfangen daraus zu kommen und so rein vom lesen hier: ich verstehe, dass du mit deinen Eltern nicht mehr unter einem Dach leben willst, aber Angst musst du sicher nicht haben. Du solltest dich schleunigst selbstständig machen.

        Huhu

        Nach dieser Aussage deines Vaters und da deine Kinder geschlagen werden: geh ins nächste Frauenhaus. Warst du schon bei der Gleichstellungsbeauftragten deiner Gemeine, jede hat eine! Vielleicht kann die dir helfen.
        Hast du beim JC gefragt, ob sie dir eine Wohnung vermitteln können?
        Die katzen würde ich zweitrangig betrachten. Deine Kinder und dein Leben sind wichtiger.
        Bist du in psychologischer Behandlung? Wg deiner Selbstmordgedanken rate ich dir dringend dazu.

        Alles Gute!

        • Ps. Renovieren kann man lernen. Das sollte auch nicht im Weg stehen. Irgendwann macht man alles zum 1. Mal. Streich das "kann ich nicht" aus deinem kopf. "Steh auf " , für dich und deine kids.

          • <<<das "kann ich nicht" aus deinem kopf. "Steh auf " , für dich und deine kids. >>>

            Genau das sollte die Einstellung sein. Gut getroffen.

            Zur TE:

            Du hast zwei wunderbare Kinder, das ist Verantwortung die du trägst. Also von den Selbstmordgedanken verabschiede dich. Das hilft keinem weiter und bringt nur noch mehr Problem für deine Kids. Also wird es denen dann nicht besser gehen. Mach dich stark, du kannst das, du hast zwei Kinder. Wenn du die ersten Schritte gemeistert hast, dann geht vieles leichter. Aber du musst diesen ersten Schritt machen. Bitte, mach es für deine Kinder und für dich.

            Ich drücke euch ganz doll die Daumen.

            LG

      (7) 27.09.18 - 17:02

      Du solltest dir auf gar keinen Fall das Leben nehmen!!

      Deine Kinder haben keinen Vater mehr und wenn du auch noch weg bist, bleiben sie vielleicht bei den schlagenden Großeltern.

      Da würde ich vorher die Katzen ins Tierheim geben.

      Hast du schon einen Antrag auf eine Sozialwohnung bei der Stadt gestellt?

      Gehört dir ein Teil des Hauses?

      (8) 27.09.18 - 17:41

      Wenn ich nicht mehr wäre, kämen die Kinder in eine Pflegefamilie. Natürlich möchte ich alles versuchen, schnell hier heraus zu kommen.

      An das Frauenhaus habe ich auch schon gedacht. Muss ich mal Nachfragen, wie das ist. Wegen Schulwechsel usw. Wenn ich dann etwas bekomme, wäre der nächste Wechsel angesagt, das hat mich dagegen entscheiden lassen.

      Das Jobcenter könnte auch Wohnungen vermitteln. Das war mir neu, werde ich morgen gleich mal anrufen.

      Ja, ich stehe auf der Warteliste, aber die wäre sehr lang. Würde statt einer 4 Zimmer Wohnung auch 3 und zur Not 2 Zimmer nehmen. Ist echt sehr schwierig hier.

      Mit renovieren meinte ich nicht nur neue Tapeten an die Wand kleistern usw. Sondern das wären zusätzliche Kosten, die entstehen, und das habe ich leider nicht.

      Sehe jetzt gerade eure Antworten nicht und schreibe, was mir im Gedächtnis geblieben ist. Also das was jede Gemeinde hat (Bezeichnung ist mir entfallen), auch das wusste ich nicht und da werde ich morgen gleich vorstellig werden. Hoffe, das geht mal vorwärts, es zermürbt.

      Ich war in Behandlung. Der Arzt gab mir Anti Depressiva und führte auch Gespräche mit mir. Die Nachfolgerin übernimmt mich nicht, weil sie ein anderes Schwergebiet hat. Sie verschreibt zwar die Tabletten weiter, aber Gespräche erhalte ich nicht mehr. Das fehlt mir und hier gibt es keinen Psychologen oder Therapeuten. Die kürzeste Wartezeit ist knapp ein Jahr und dann erfahre ich erst, ob sie mich aufnehmen können oder ich länger warten muss. Mein Hausarzt hat auch schon selbst nachgefragt, ob ich früher kommen könnte, keine Chance.

      Vielleicht bleibt wirklich nur das Frauenhaus. Alles ist besser, als hier zu bleiben. Mir ist die Gefahr zu groß, dass meine Kinder sonst auch Depressionen erhalten oder Verhaltensauffällig werden. Da muss gehandelt werden.

      Allen möchte ich dafür danken, dass ich so gute Ratschläge erhalten habe, an die ich nicht gedacht hatte bzw. nicht wusste, das es sie gibt.

      Für deine Kinder wäre dein Tod der Untergang. Ich kenne außerdem 2 geschwister , wo die Eltern starben und sie zu den Großeltern kamen, weil diese im selben Haus lebten (lebensmittelpunkt usw).

      Umzugskosten (inkl.Renovierungskosten, möbel, umzugsunternehmen, darlehen für die mietkaution usw. ) kann man auch beim JC beantragen.

      LG

      (12) 27.09.18 - 21:11

      Wo wohnst du denn jetzt?

      Also im Osten, Südosten gibt es einige Gemeinden und Städte die Prämien vergeben wenn man dort hin zieht. Manche werben auch mit kitaplätzen etc. Zum Beispiel in Görlitz. Aber auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es viele Gemeinden die den Zuzug dringend brauchen. Wenn es dir also egal ist wo es hin gehen soll... warum nicht einen Neustart wagen?

      Du musst unbedingt dein Leben sortieren und dich abgrenzen! Das Haus gehört deinen Eltern konplett?
      Zahlst du derzeit Miete?

      Also nix wie raus da. Wie gesagt ... Google mal nach Bonus für Zuzug und du wirst dich wundern was für schöne eckchen es so gibt. Hast du einen Beruf?
      Deine Kinder brauchen dich, also spiel nicht mit solchen Dummen aussagen. Mach deinen Eltern eine klare Ansage: entweder sie reißen sich zusammen oder für jede Entgleisung werden sie ihre Enkelkinder immer weniger bis garnicht mehr sehen und eine Anzeige dürfen sie dann auch in Kauf nehmen.
      Zu deinen arztproblrm. Für gkv-versicherte gibt es eine Hotline um einen facharzttermin zu bekommen. Auch hier hilft Google weiter.
      Außerdem würde ich dir und deinen Kindern eine Mutter-Kind-Kur aufgrund der seelischen Belastung Anraten. Auch hier musst du dich an deinen Hausarzt wenden.
      Was ist mit der Familie deines ex-Mannes? Gibt es da niemanden? Großeltern? Onkel? Tanten?

      Du schreibst du hast niemanden... aber dein ex wird doch kein voll-Waise gewesen sein. Oder?

(13) 27.09.18 - 18:16

Für Deine Kinder ist es kein Ausweg, nach ihrem Vater auch noch ihre Mutter zu verlieren. Das ist mit Sicherheit das Schlimmste, was ihnen passieren kann. Das stellst Du Dir viel zu einfach vor, wobei ich nachvollziehen kann, wie man auf solche Gedanken kommt in Deiner Situation.

Geh mal etwas mehr auf Abstand zu Deinen Eltern. Das geht auch, wenn man in einem Haus wohnt. Versuch die Abhängigkeiten zu verringern und rede mit Deinem Vater nur noch das Nötigste.

Beantrag ALG II , damit verbunden Mietkostenübernahme. Wende dich zuerst an eine Wohnungsbaugenossenschaft. Renovieren ist kein Hexenwerk, evtl. hilft hier auch die Kirche mit Ehrenamtlichen.
Wende dich umgehend an eine Beratungsstelle.
Niemand kann "bewußt allein" leben, jeder braucht Unterstützung.

Hallo SucheAusweg,
es hört sich vielleicht hart an. Aber der einzige Ausweg bist du. Du musst an dir arbeiten. Du musst so selbstsicher werden, dass dich niemand mehr aus der Bahn werfen kann. Die räumliche Trennung würde ich auch versuchen so schnell wie möglich durchzuziehen. Hast du Freunde die dir aushelfen können? Du kannst dich gerne über PN nochmal melden da kann ich dir noch einen super Tip geben in Sachen Selbstvertrauen, wenn es dich überhaupt interessiert. Lg Elda

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