Babyblues / Wochenbettdepression / Gefühle weg Seite: 2

                          • (26) 03.10.18 - 00:30

                            Mein Mann ist ein hochgradig depressiver Borderliner und Alkoholiker, der seit 5 Jahren Dank der Trinkerei komplett impotent ist. Ich bleibe bei ihm, weil er ohne mich komplett verloren wäre. Würde ich ihm gestehen, dass ich mich zeitweise in die Arme eines Mannes geflüchtet habe, dessen Lebensfreude mich kurz glauben und hoffen ließ, für mich gibt es doch noch sowas wie Freude und Liebe und Lebensglück in dieser Welt, würde es dafür sorgen, dass er völlig aus der Spur gerät für wer weiß wie lang.

                            Ja ich wäre so egoistisch gewesen und hätte ihn verlassen, denn ich kann ihm nur beistehen, glücklich machen kann ich ihn nicht, aber ich hätte evtl. die Chance gehabt auf Glück nach 18 Jahren an der Seite eines kranken Mannes. Es hat nicht sollen sein, ich bin noch da. Ich gehe nicht grundlos, aber für eine 2. Chance im Leben hätte ich es getan, es war zu verlockend, das Pflichtgefühl gegen etwas Glück zu tauschen. Ich könnte auch ohne Grund in Form eines anderen Mannes gehen, vielleicht sollte ich das, vielleicht tu ich das, irgendwann... Aber ihm sowas gestehen und einen seelisch kaputten Menschen noch kaputter machen grundlos, nein, ich habe kein schlechtes Gewissen, nicht dass es geschah, nicht dass ich es für mich behalten habe.

                  (27) 02.10.18 - 17:36

                  Ja, wir sind zusammen und waren nie auseinander, mein Mann weiß nicht, dass ich diese Affaire hatte. Ich hätte ihn damals für den Anderen verlassen, aber der wollte nur Sex, habe es dann beendet, aber sehr gelitten danach. Natürlich wollte mein Mann wissen, was los ist, warum ich plötzlich dauernd heule, wo ich vorher wochenlang total gut drauf gewesen bin. Ich habe ihm gesagt, dass ich wohl eine Depression habe und um einen vor Jahren verstorbenen Verwandten plötzlich trauere. Warum hätte ich ihm sagen sollen, dass ich eine Affaire hatte, wo die eh vorbei war und ich nicht vir hatte, ihn zu verlassen?

                  Eine Freundin von mir ist auch zur Therapie gegangen mit ihrem Mann. Wenn der dabei war, redeten sie über ihre Paarprobleme. Sie ging aber auch heimlich zur Einzeltherapie und da ging es um ihren Lover, von dem der Mann nichts wusste. Die Therapeuten kennen das, und schweigen natürlich vor dem Partner, wenn der nichts wissen soll. Dann wird in dessen Gegenwart natürlich nichts gesagt.

                  Muss wie gesagt nicht bei Dir so sein. Aber 100% ausschließen würde ich es trotzdem nicht. Ich hätte es meinem Mann auch nie gesagt und würde es noch heute bis aufs Blut abstreiten. Es würde doch alles kaputtmachen völlig sinnlos. Da sterb ich lieber am schlechten Gewissen und den Lügen, als ihn so völlig unnötig zu verletzen und zu verlieren. Das Ganze ist vorbei, vergessen, ich musste nur drüber hinweg kommen.

Ich habe eine pn geschrieben

Auch ich dachte sofort an die "verschleppte" Wochenbettdepression oder halt an eine andersartige Depression, weil mich das an meine Gefühle meinem Mann gegenüber erinnert hat- neun Monate nach der Geburt unseres Sohnes wurde es wieder besser. Ich war aber auch in therapeutischer Behandlung (Wochenbettdepression).
Ich konnte nicht lieben. Um mein Kind habe ich mich gekümmert und jetzt bitte auch noch Zuneigung meinem Mann gegenüber? Ich fand ihn ätzend, nervend, ständig gingen wir aneinander hoch, weil ich keine Kraft mehr hatte, mich ihm gegenüber sozial zu verhalten.
Er hat es ertragen, ist mit mir die schwere Zeit durchgegangen, wofür ihm schon damals dankbar war.
Ich hatte auch schon vor der Geburt unseres Kindes immer mal wieder Phasen, in denen ich psychisch sehr instabil war, da ich eine Essstörung habe, die nicht weiter definiert werden kann. Also, meinem Mann trafen die psychischen Probleme nicht ganz unvorbereitet.

Ich denke, die erste Schreiberin, die das Bild mit dem Mistberg gebraucht hat, unter dem vielleicht der Funke "Liebe" noch glimmt, hat recht.

Schnapp deine Frau und gehe zur Eheberatung und sie sollte ihre Depression behandeln lassen. Aber pass auf, dass du dich nicht verrennst. Wenn sie partout nicht mehr will, dann will sie nicht mehr.
Ich wünsche euch alles Gute, denn es klingt doch so, als könnte das noch was werden. #klee

(31) 03.10.18 - 22:20

hallo, kann dir nur von mir berichten. ich habe damals meinen babyblues verschleppt. ich wusste nicht mals das ich einen hatte, wusste nur das etwas nicht mit mir stimmte. meine depressionen sind rezividierend. eventuell hat deine frau diese auch. meine sind derzeit so schlimm, dass ich jetzt die tage in einer stationäre klinik gehe. aber mein lebensinhalt ist komplett anders als deiner.
alles was du tun kannst, tust du schon. ein vorbild als mann. du unterstützt deine frau wo es geht. das macht mein mann nicht, es ist erdrückend und die beziehung ist für den ...wünsche dir viel kraft und geduld und alles gute das es wieder besser wird. denn wenn man in einer depression steckt ist das beste was einem passieren kann, menschen um sich zu haben die einen unterstützen.

    • (32) 04.10.18 - 13:19

      Danke für die tollen Worte. Ich werde sie bis es nicht mehr geht unterstützen und all meine Kraft dort reinstecken. Es heißt nicht umsonst in guten wie in schlechten zeiten. Danke

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