schon immer alles schwierig

    • (1) 03.10.18 - 11:25
      keineahnungwaswiewo

      hallo zusammen,

      ich brauche mal einen rat, weil ich einfach nicht weiss, wie es weiter gehen soll......


      kurz zu mir, bin Anfang dreissig und habe zwei kinder im Grundschulalter!
      ich bin mit meinem mann, bald 12 jähre zusammen, bald 7 verheiratet.

      unsere Beziehung war immer schon schwierig, ich war damals eigentlich noch gar nicht bereit für eine neue Beziehung, kam schon aus einer schwierigen Beziehung und genoss eigentlich mein Single leben...... aber mein mann, er hat sich so bemüht um mich, mir richtig den Hof gemacht- noch dazu, war er so das genau Gegenteil meines ex- stand im leben, hatte Arbeit und ziele..... ich verfiel ihm dann doch irgendwann!

      aber wir hatten immer Schwierigkeiten das es läuft, immer Meinungsverschiedenheiten, er war sehr eifersüchtig und ihm passte es nicht das mein Freundeskreis eben auch aus Männern bestand. kennenlernen wollte er sie aber auch alle nicht.
      schlussendlich zogen wir irgendwann zusammen, ziemlich weit weg von zuhause (wegen eines Jobangebots seinerseits)
      wir bekamen viel zu schnell zwei kinder hintereinander (beide nicht geplant) und irgendwie lief es dann halt!

      aber ich habe immer wieder Phasen wo ich zum einen sehr Heimweh habe, Schuldgefühle meinen Kindern gegenüber, weil ich das Gefühl habe, schuld zu sein das sie ihre Grosseltern so wenig sehen können.
      Ich kann hier auch nicht in meinem gelernten beruf arbeiten, habe nach wegen gesucht, aber es verläuft sich immer ins leere- arbeite zwar, aber mein träum ist es echt nicht!

      zu meiner Ehe....... es läuft immer noch schwierig und schleppend- wir haben Phasen da reden wir Wochen nicht miteinander! er hat so extreme Stimmungsschwankungen, die mich tierisch nerven und ich habe einfach keine lust mehr immer auf ihn zuzugehen, damit alles tutti ist! ich habe das Gefühl immer die blöde und schuldige zu sein, wenn mal was nicht so läuft wie er das möchte!
      er ist kein Tyrann- nicht falsch verstehen! er kann auch sehr lieb sein, ist sicher sehr besorgt das es uns gut geht- aber manchmal schiesst das einfach übers ziel hinaus und er dann scheiss Laune bekommt, weil das Konto am ende des Monats wegen ungeplanter Rechnungen mal viel zu schnell leer ist, ist für mich einfach untragbar geworden!

      ich möchte leben, ich möchte das wenige was ich habe geniessen, sparen ok, aber halt nicht schlimm wenn es mal nen Monat nicht geht!

      noch dazu wünsche ich mich einfach so sehnlichst noch ein Baby- nein nicht um unsere ehe zu retten! es ist einfach ein wünsch von innen, das Gefühl da fehlt jemand! ich weiss, kopflos in solch einer Situation so zu denken, aber jede meiner Pore schreit nach einem Baby! jedes mal wenn ich meine Tage habe, könnte ich emotional zusammenbrechen, weil ich eben nicht schwanger bin! und das obwohl ich genau weiss, das es gar nicht sein kann!
      mein mann ist total dagegen- geld eh schon knapp (nein eigentlich nicht- wir haben ne tolle Wohnung und können uns zwei Autos leisten), keine Geduld keine nerven- ja alles Argumente gegen die ich nichts einwenden kann, ich muss es hinnehmen!

      dabei stört mich einfach der Gedanke- es läuft immer alles wie er will! er hat sich sein Traumauto gegönnt, wir sind so weit weg gezogen, weil er es damals wollte.... ich könnte noch mehr aufzählen und ich weiss, ich hätte ja nein sagen können- aber ich möchte halt das er glücklich ist und stecke dann gern selbst zurück!

      ich weiss nicht wo ich stehe in unserer ehe und weiss gar nicht, ob es sich noch lohnt immer und immer wieder zu kämpfen, wo ich doch genau weiss, in ein paar Wochen geht das spiel von vorne los!

      gehe ich mit meinen Mädels aus (den wenigen die ich hier als freunde nennen kann) findet er immer irgendeinen Grund angepisst zu sein und mir den Abend damit zu vermiesen!

      versuch ich mit ihm zu reden, dreht er sich immer alles zurecht das er am ende der ist der leidet...... ich habe gedacht das..... ich will doch nur dass..... und ich kann das einfach nicht mehr hören!

      ich bin in meiner ehe nicht glücklich, führe aber kein schlechtes leben- habe Arbeit, lebe schön, zwei wunderbare kinder, die hier sehr glücklich sind....

      eine Trennung würde für mich auch ein Rückzug bedeuten- was den Kindern sicher schwer fallen würde, nicht nur der Schulwechsel, auch der Entfernung zum Papa!

      ich stehe zwischen den stühlen! einerseits denk ich mir, mensch was hast du für Probleme, es läuft doch alles gut, denke mir einfach auch oft, das wird sich schon alles irgendwann irgendwie einrenken!
      andererseits, frage ich mich, ob ich nicht besseres verdient habe, ob ich nicht auch das recht dazu haben glücklich zu sein und nicht immer darauf warten zu müssen!

      ich weiss momentan einfach nicht mehr hin oder her........
      ich wünsche mir einfach mal einen neutralen Input, wie wirkt das auf unbeteiligte, vielleicht übertreibe ich auch völlig?

      lg

      • Eure Kinder wachsen in einem sehr ungesunden Umfeld auf. Ihr sprecht oft wochenlang nicht miteinander? Entschuldige bitte, aber wie soll ich mir da die Stimmung Zuhause vorstellen? Meinst du darunter leiden die Kinder nicht?

        Du denkst er hat alles bekommen was er wollte. Das mag sein, aber scheinbar hast du dem zugestimmt, sonst wärst du z. B.nicht mit umgezogen. Ihn jetzt alleine dafür verantwortlich zu machen, wäre unfair.

        Vielleicht solltest du einmal versuchen dein Glück selbst in die Hand zu nehmen bzgl Berufswechsel etc.
        Über ein weiteres Kind würde ich überhaupt nicht nachdenken.
        Falls du dich trennen möchtest, bitte bedenke das du nicht einfach mit deinen Kinder umziehen kannst, wie du das möchtest. Der Vater muss dem zustimmen.

        • (3) 03.10.18 - 11:55

          Im Gegensatz zu meiner Vorrednerin, kann ich nachvollziehen was du empfindest!

          Manchmal sind Entscheidungen halt im ersten Moment richtig und man merkt erst hinterher das es vielleicht nicht der richtige Weg war!

          Ich habe jetzt nicht rausgelesen das sie ihrem Mann Vorwürfe macht. Sie sagt ja selbst, sie hätte nein sagen können. Wollte aber das ihr Mann glücklich ist und hat ihre Wünsche hinten angestellt! Ich glaube in diesem Punkt macht sie sich selbst Vorwürfe?!

          Sorgen macht mir allerdings auch, das sie wochenlang nicht miteinander reden... das ist wirklich kein Umfeld für die Kinder!

          Dem ist nichts hinzu zu fügen

      Es wäre vielleicht gut, wenn du lernen könntest, an dich zu denken und danach zu leben.

      Du wirkst todunglücklich und ich kann absolut nachvollziehen, dass Du so nicht weiter machen willst. Überleg mal, vielleicht auch schriftlich für Dich alleine, was in Deiner Ehe Du ändern möchtest und was gut läuft und so bleiben kann. Pro und Kontra. Und dann überleg Dir, ob und was Du tun kannst, damit es in Zukunft so läuft. Oder ob es aussichtslos ist.

      Für mich klingst Du ein wenig wie die Gefangene der Bedürfnisse Deines Mannes.

    • Im Leben ist nicht alles wie es sein sollte; die eigene Einstellung dazu macht den Unterschied.

      Du kamst aus einer schwierigen Beziehung, tatest dir schwer mit der Entscheidung, jetzt tust du dir schwer dazu zu stehen. Du träumst der Vergangenheit nach (Entfernung zu Großeltern). Du willst noch mehr Kinder, aber das ohne den Mann mit einzubeziehen. Woran machst du "Glück" und "Glücklichsein" denn fest?

      Ich denke, ihr solltet lernen miteinander zu sprechen. Über Bedürfnisse, über Vorstellungen, über das Budget und darüber, wie man Mangelgefühlen abhelfen kann. Wenn die Kinder die Großeltern so wenig sehen: im Grundschulalter können sie auch mal eine Woche Ferien bei ihnen machen, oder mit ihnen in den Urlaub fahren. Ladet die Großeltern ein, besucht sie häufiger.

      Wer muss dich "glücklich machen"? Dein Mann oder du selber? Vieleicht musst du auch lernen, deine Bedürfnisse auf eine gute Art und Weise durchzusetzen. Z.B. indem du vorschlägst, einen Abend der Woche verbringen wir als Paar gemeinsam romantisch zu zweit (welche Vorstellungen hat denn ER dabei?), und einen anderen Abend darf jeder mal was für sich machen: du mit deinen Freundinnen, er mit seinem Hobby.

      Gibt es eigentlich Dinge, wo du mehr auf ihn eingehen müßtest - außer im Nachgeben in Entscheidungen, also der Frage, wer Macht hat, wer bestimmt?

    (9) 03.10.18 - 22:26

    "Andererseits, frage ich mich, ob ich nicht besseres verdient habe, ob ich nicht auch das Recht dazu habe, glücklich zu sein und nicht immer darauf warten zu müssen!"

    Die Frage wäre ja: Hat das mit ihm zu tun? Oder kannst Du das für Dich leben?
    Er ist ja zunächst einmal nicht für Dein Glück verantwortlich...Was nicht heißt, dass er Dich respektlos behandeln darf! Darum geht es vielleicht: Respekt, Augenhöhe, sich Mitteilen. Wenn das noch da ist oder zumindest ein Anliegen diesbzgl., dann kann sich etwas für Euch ändern. Aber sich die Verantwortung zuzuschieben funktioniert nicht...
    Ich kann das schön hier beschreiben, aber es zu leben und umzusetzen fällt mir auch extremst schwer... und ich kann Deinen Frust gut nachempfinden... Ich habe kürzlich dieses Buch von St. Stahl zum Inneren Kind gelesen. Das fand ich ganz gut...

    Alles Gute!

    Ich kann dich gut verstehen....
    wäre er bereit zu einer Eheberatung bzw Therapie?
    Nicht nur der Rest der Familie muss glücklich sein, sondern auch du!

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