Bafög Ehefrau in Sorge

    • (1) 06.10.18 - 16:30
      Minion78

      Hallo Zusammmen

      Mein Sohn 23, studiert und macht nun den Master. Ich in unterhaltspflichtig und zahle auch Unterhalt.
      Er hat bisher immer einen kleinen Teil Bafög( 40 Euro) bekommen, so das ich 320 Euro an Unterhalt zahlen musste( mit Bafög Anteil kam er dann auf 360 Euro, was er nach meinem bereinigtem Netto zusteht.)Im Bescheid stand immer Gesamtbedarf 451 Euro.Ich habe noch eine Ehefrau und ein Kind, 13 Jahre alt.
      Nun erhält er kein Bafög mehr, da ich etwas mehr verdiene als vor 2 Jahren.
      Nun hat er mir den Bescheid zugeschickt, wo steht, Bedarf 451 Euro, anzurechnendes EInkommen 451 Euro. Er fordert mich nun auf, diesen Betrag komplett zu zahlen, da er ja nun kein Bafög mehr bekommt. Nur verstehe ich nicht ganz, wie er darauf kommt, wenn 40 Euro wegfallen, er dann aufeinmal 451 Euro zustehen würde?
      Zumal ja beim Bafög meine Frau( verdient 900 Euro) nicht berücksichtigt wird, aber einen Unterhaltsanspruch hat. Ich bin ja bereit, diese 40 Euro mehr zu zahlen, also die 360 Euro.
      Aber muss ich wirklich die 451 Euro zahlen? Ist das rechtsverbindlich der Bescheid? Kann das Bafögamt mich verklagen?
      Meine Frau macht sich nun natürlich Sorgen darüber.

      • (2) 06.10.18 - 16:52

        Du kannst ja dem was berechnet wurde entnehmen was du zahlen musst. Ich glaube nicht das er etwas fordern kann was ihm nicht zusteht. lass halt dein Anwalt nochmal drüber schauen dann weißt du was ihm zusteht.

        • (3) 06.10.18 - 16:55

          Da steht nicht, was ich zahlen muss. Da steht, BEadrf 451 Euro und anzurechnendes Einkommen 451 Euro. Das fordert er jetzt.
          Laut DD Tabelle hat er jedoch nur einen Anspruch auf 360 Euro.

          Ich wollte wissen, ob das BAfög Amt festlegen kann, was ich zahlen muss.
          Es wären ja über 140 Euro mehr als ich jetzt zahle, obwohl nur 40 Euro Bafög wegfallen.
          Das kann ja nicht sein.

          • (4) 06.10.18 - 16:59

            Ich würde da auch meinen Anwalt fragen.
            Eine Stunde Beratung würde ich lieber investieren, als eine evtl Rückzahlung.

            Alles Gute #klee

            • (5) 06.10.18 - 17:07

              Ja, werden wir auch.
              Wollte nur wissen, ob das BAfög Amt bestimmen kann, was ich zahlen muss.
              Vor allem hab ich die letzten 4 Jahre das bezahlt, jetzt, wo er kein BAfög mehr bekommt, will er mehr, als mit Bafög?
              Wir haben auch noch 1 Kind und ich bin meiner Frau zu Unterhalt verpflichtet.
              Wenn ich mein Netto bereinige( Fahrtkosten, Altersvorsorge private KK, Unterhalt 13, Unterhalt Ehefrau), liet mein Netto zwischen 1900-2300. MUss ich nicht dann danach schauen?
              Er ist ja im letzten Rang unterhaltsberechtigt.

              • (6) 06.10.18 - 17:14

                Wie gesagt, ich würde mir das genau von einem Fachanwalt erklären lassen und auf Nr. Sicher gehen!

                Unterhaltszahlungen sind sehr komplex- und beim Geld hört ja bekanntlich die Freundschaft auf!

                • (7) 06.10.18 - 17:17

                  Als er vor 4 Jahren anfing mit Studium, wollte er auch mehr Geld plus Semestergebühren.
                  Er sit dann auch zum Anwalt und hat Pech gehabt. Da musste ich dann 310 Euro zahlen und keine Semestergebühren. Denn diese muss er von den Unterhaltszahlungen bestreiten.
                  Zumal ja zu den 451 Euro noch das KIndergeld kommt.
                  Er wohnt noch zu Hause, die KM ist nicht leistungsfähig.

                  • (8) 06.10.18 - 17:30

                    Wenn ich das lese, wundert mich nicht mehr, dass sich viele Väter nur noch als "Zahlmeister" fühlen!
                    Es ist schade, dass so etwas über due Anwälte gehen muss und nicht innerhalb der Familie geklärt werden kann.

                    • (9) 06.10.18 - 17:42

                      Leider besteht kein persöhnlicher Kontakt.
                      Denke, er wird mit der Forderung nicht durchkommen, da ja Unterhalt nach BGB geht.
                      Und 130 Euro aufeinmal mehr wo nur 40 wegfallen bis zum bisherigen Unterhalt, ist etwas viel.

              (11) 06.10.18 - 22:40

              Ach die ca. 1900 netto sind NACH Abzug Unterhalt für Kind und Frau?

              Falls das so sein sollte, wäre noch die Frage, ob er zu Hause bei der Mutter wohnt oder alleine. In der Düsseldorfer Tabelle muss erst mal die Stufe des Nettos vor allem Unterhalt gesucht werden. Dann von dieser Stufe minus eine Stufe, da drei Unterhaltberechtigte vorhanden sind. Dann minus Unterhalt Kind 13 J. Dann minus Unterhalt Ehefrau. Und dann Unterhalt nach der betroffenen Stufe für das studierende Kind. Dieser Betrag wird nur gekürzt, wenn der Selbstbehalt von 1300 Euro unterschritten würde oder alle bekommen eine Stufe weniger, wenn der Bedarfskontrollbetrag unterschritten wird.

              Wohnt das Kind außer Haus, hat es einen Anspruch auf 735 Euro - volles Kindergeld.

              Er muss Auskunft über das Einkommen der Mutter geben. Insbesondere, wenn er mehr will.

              LG

              • (12) 07.10.18 - 01:47

                Das Netto ist das, was nach Abzug von Kk, privater Altersvorsorge, Fahrtkosten zur Arbeit, Unterhalt Kind und Unterhalt Frau über ist.
                Das Ja sagte mir damals, das ich dies alles anziehen kann und dann mein Einkommen für seinen Unterhalt habe.

                • (13) 07.10.18 - 08:57

                  Die Bemessungsgrundlage für den Unterhalt aller Berechtigten ist Brutto minus Sozialversicherungsaufwand (also ausgezahltes Gehalt) plus Steuererstattung minus berufsbedingten Aufwand minus private Altersvorsorge (Max 4% vom Brutto).

                  Der sich daraus berechnete Betrag ist für alle gleich.

                  Dann wird vom berechneten Betrag der Unterhalt fürs minderjährige Kind abgezogen. Bleiben mehr als 1200 übrig folgt der Unterhalt für die Ehefrau unter Berücksichtigung ihres eigenen Einkommens. Bleiben dann noch mehr als 1300 Euro übrig, folgt der Unterhalt des Studenten.

                  LG

                  • (14) 07.10.18 - 09:19

                    Den Unterhalt meiner Frau würde ja gar nicht beim Bafög Amt berücksichtigt, sie hat laut JA einen Anspruch auf 652 Euro.Wenn ich das von dem Betrag, der als Einkommen Vater beim Bafög Amt steht, abziehe, bin ich in der 2 Stufe.
                    Da ja 3 unterhaltsberechtigte, kann ich ja dann sogar die 1 nehmen?

              (15) 07.10.18 - 10:33

              Hallo

              Habe jetzt mal so wie du es schriebst gerechnet.
              So komme ich auf die 2 Stufe, also auf 360 Euro Unterhaltsanspruch.
              Warum brtücksicht das Bafög Amt meine Frau nicht?

              • (16) 07.10.18 - 13:32

                Von deinem Netto müsste nach Bafög-Recht ein Freibetrag von 2.235 Euro berechnet werden. Allerdings ist der Freibetrag für den Stiefelternteil niedriger als deren Einkommen. Deshalb wird sie nicht auftauchen und der Freibetrag vermindert sich auf 1665 Euro.

                Das ist aber für die Unterhaltsberechnung auch wurscht, da der Unterhalt, wie du selber sagst, nach BGB berechnet wird. Ob das, was das JA rechnet richtig ist, weiß ich nicht. Wenn wir das jetzt mal unterstellen, rechnest du:

                Bereinigtes Netto
                - Unterhalt Kind 13J. nach DDT
                - Unterhalt Ehefrau 652 Euro
                = x

                Wenn x > 1300 Euro bist du leistungsfähig. Zahlbetrag ist dann entweder der Betrag der entsprechend der Zeile der DDT bis zur Grenze von 1300 Euro, wenn das Kind bei der Mutter lebt oder max. 735 - Kindergeld = 541 Euro bzw. bis zur Grenze von 1300 Euro, falls es alleine lebt.

                LG

                • (17) 07.10.18 - 13:38

                  Kind lebt zu Hause bei der Mutter.
                  Ich bin mal gespannt.
                  Habe ihm geschrieben, das ich 360 Euro laut Tabelle und BGB zahle. Mal sehen was kommt

      (18) 06.10.18 - 23:18

      ***Laut DD Tabelle hat er jedoch nur einen Anspruch auf 360 Euro***

      Dieser berechnete Unterhaltsanspruch enthält aber keine Krankenversicherung, keine Studiengebühren etc.

      Soweit ich weiß gilt für einen Student, der nach DD-Tabelle einen höheren Anspruch hätte als nach Bafög, der DD-Satz, den er einklagen kann. Ob das umgekehrt geht weiß ich nicht.

      Wobei mich wundert dass du nach DD-Tabelle weniger zahlen müsstest, weil das Einkommen der Eltern nach Bafög ja sehr großzügige Freibeträge hat, was beim Unterhalt mW nicht der Fall ist.

      Woher weißt du was du nach DD-Tabelle zahlen müsstest?

      • Oder der Bafög-Bescheid ist falsch, das hatten wir auch schon!

        Solltest du mal genau prüfen, vielleicht kriegt dein Sohn ja doch Bafög.

        • (20) 06.10.18 - 23:29

          In wiefern falsch?
          Bis 09 hat er noch 48 Euro bekommen, wir haben dann bis 360 mit Unterhalt aufgestockt.
          Nun bekommt er nichts mehr. Er verlangt jezz von uns 451 Euro.
          Das ist der Bedarf eines Studenten zu Hause.
          Das will er nun.

          • (21) 06.10.18 - 23:39

            Das Bafögamt berechnet anhand deines Einkommens und deiner häuslichen Situation (andere Kinder oder Unterhaltsberechtigte) wieviel du nach Bafög--Recht leisten könntest. Di

            Das Bafög--Amt ist bei euch wohl zu dem Schluss gekommen, dass du 451 € leisten könntest und deswegen bekommt er kein Bafög.

            Allerdings muss man dazu schon ziemlich gut verdienen.

            Meine erste Idee war, dass du die DD falsch gelesen hast, aber vielleicht hat auch das Bafög-Amt einen eklatanten Fehler gemacht. Du solltest den Bescheid genau prüfen. Bei mir hatten sie damals mehr als einen Fehler in der Rechnung gemacht.

            • (22) 07.10.18 - 01:56

              Das Bafög Amt hat meine Frau gar nicht berücksichtigt.
              Sie verdient nur um die 900 Euro, hat Anspruch auf 652 Euro von mir.
              Ich habe die Tabelle nicht falsch gelesen. Mit meinem bereinigten Netto liege ich bei dem, wo ich 360 Euro zahlen muss.
              Ich möchte wissen, ob ich gezwungen werden kann, die 451 zu zahlen. Zumal er die letzten 4 Jahre nie mehr als insgesant 360 bekommen hat (bafög Anteil und Rest Unterhslt)
              Da war der Bedarf auch bei 422 und dann 451.

              • (23) 07.10.18 - 09:22

                Mit dem Kindergeld bin ich mir nicht sicher, meine Tochter hat das Kindergeld zusätzlich bekommen, aber das war so unter uns ausgemacht.

                Ich kann mir eigentlich echt nicht vorstellen, dass das Bafögamt mehr berechnet als die DD-Tabelle.
                Ich habe immer nur Fälle mitbekommen wo es umgekehrt war und die Kinder den Unterhalt nach DD eingefordert haben statt nach Bafögberechnung.

                Ich hatte ca 4000 netto und trotzdem haben meine beiden großen Kinder noch ein bisschen Bafög bekommen.

          (25) 06.10.18 - 23:42

          Hast du den Bafögbescheid gesehen?

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