Partnerschaft mit Kind (Romantik ade...?)

    • (1) 09.10.18 - 11:07

      Hallo zusammen, mich würden einmal eure Erfahrungen interessieren, wie das Eheleben so nach dem Kind läuft bzw was ihr tut oder getan habt, damit das nicht "einschläft" ? Mit Kind ändert sich ja einiges, manchmal fehlt die Zeit für alles... Manchmal redet man nur übers Kind und wie man alles organisiert.. manchmal fällt man einfach nur müde ins Bett.

      Wie sind eure Erfahrungen und "Tipps", was hättet ihr lieber besser gemacht oder gar nicht gemacht etc. pp?

      Bin gespannt auf eure Antworten 😉

      Gruß

      • So arg romantisch waren mein Mann und ich nie, da konnte nicht viel verlorengehen;-).
        Aber Ausgehen, Sex und Zweisamkeit allgemein ist uns schon sehr wichtig. Wir haben zum Glück sehr begeisterte Großeltern und haben die Kinder gern und häufig verliehen.

        Das erste Babyjahr ist immer sehr schwierig für viele Paare. Man ist sehr eingeschränkt durch das Baby, Stillen, nächtliches Erwachen, Schlafmangel, etc. Zudem fühlen sich viele Frauen körperlich nicht so besonders wohl.

        Man kann aber durchaus auch im ersten Jahr das Baby mal zu der Oma geben und einen Tag / Abend in Zweisamkeit verbringen. Meistens ist ja schon in Ruhe einen Kaffee trinken oder essen gehen ein Highlight.

        Nach dem ersten Jahr kann man auf jeden Fall auch einen Babysitter engagieren um gemeinsame zeit zu haben.

        Wichtig ist, dass Frau auch in Elternzeit eben nicht "nur" Mutter und Hausfrau ist, sondern vielleicht auch andere Interessen verfolgt. Das führt dazu, dass man auch nicht nur Windel- oder Breichengespräche führt. Außerdem führen Hobby und / oder Arbeit dazu, dass Frau ausgeglichener ist und sich nicht in ihrer Mutterrolle gefangen fühlt.

        Man kann sich auch regelmäßige gemeinsame Abende gönnen, z.B. Kochabende (wenn das Kind pennt), Saunaabend, Kinoabend. Man sollte sich noch füreinander schick machen und auch mal - neben Still-BH´s - ne nette Wäsche für den Mann tragen.

        Hallo,
        wir haben das erste Babyjahr (und eigentlich auch das folgende) tatsächlich als sehr schön empfunden, weil wir uns sehr gut ergänzt haben und auf diese Weise auch nochmal erfahren konnten, wie sehr wir einander vertrauen und auch aufeinander zählen können.
        Klar, anstrengend und stressig war die Umstellung auch, aber das gehörte halt dazu.

        Die Zweisamkeit haben wir auch im Alltag finden können und sei es nur im gemeinsamen Kochen oder Film gucken, wenn unser Kind schlief. Spaziergänge mit Baby waren auch gut geeignet, um sich mal ohne Störung zu unterhalten, weil das Baby da meistens schlief. Es gab Themen rund ums Baby, aber auch andere Dinge, die uns beschäftigen und über die wir sprechen konnten. Manchmal war auch die gemeinsame Stille sehr angenehm, besonders an anstrengenden Tagen.

        Das geht mit einem Kleinkind nicht mehr so entspannt, aber dafür haben wir recht regelmäßige Großeltern-Wochenenden. Die Kleine schläft gerne dort und meine Eltern genießen die Zeit alleine mit ihr.
        Im Urlaub waren wir auch alle zusammen, sodass es auch dort mal kleine Auszeiten für uns als Paar gab, weil die Großeltern mal etwas mit Kind, aber ohne uns unternommen haben.

        Ich denke, es kommt auf die Erwartungen und Ansprüche an. Wer oft zu zweit ausgehen möchte, wird das vermutlich schwieriger umsetzen können als ein Paar, dass auch zuhause die Zweisamkeit genießen kann, während das Kind schläft.
        Wir müssen z.B. nicht ausgehen oder etwas Besonderes unternehmen, um uns verliebt oder verbunden zu fühlen. Das klappt bei uns ganz gut im Alltäglichen und darüber bin ich auch sehr froh.

      • Wir sindein gutes Elternteam und unterstützen uns gegenseitig, das hat uns noch mehr, als vorher, verbunden.
        Unsere Kinder haben außerdem tolle Großeltern, die uns gerne mal die Kinder betreuen, so dass wir Eltern auch mal entspannen können.
        Am Samstag gehen mein Mann und ich z.B ins Spa und die Kinder werden einen tollen Tag mit Oma und Opa erleben ( sie besuchen einen Bauernhof).
        Da freue ich mich schon längere Zeit drauf!

        Also, wenn ihr Euch als Eltern immer wieder Auszeiten nehmen könnt und Euch über die Kinder als Paar nicht vergesst, dann ist das Eheleben mit Kindern einfach super :-D

        Am meisten hat geholfen nicht am Kind zu klammern, sondern von Anfang an auch andere Bezugspersonen zuzulassen wie die Oma (geht natürlich nicht in jeden Fall). Das hat uns schon kurz nach Geburt kleine Auszeiten als Paar gebracht. Später dann auch Kinderfreie Wochenenden usw.

        Ein fester Rhythmus bzw Schlafenszeiten sind Gold wert. Bei beiden Kindern haben wir darauf geachtet das sie zu Zeit x im Bett sind — mit Ausnahmen natürlich aber es hat bei beiden früh geklappt. Ab 20:30 Uhr haben wir grundsätzlich Zeit für uns — und achten darauf das ab da die Kinder nicht mehr Hauptthema sind, sondern gemeinsame Hobbys, Zukunftspläne usw.

        Auch wenn ein Tag mal anstrengend war und man müde ist muss man nicht wir Tod ins Bett fallen 😉 Wir kuscheln dann gemeinsam auf dem Sofa, genießen die Nähe des anderen und manchmal wird man doch wieder munter #schein

        Grundsätzlich finde ich wichtig das sich auch nach Geburt nicht alles nur noch ums Kind dreht. Ja es ist klar das dessen Bedürfnisse in vielen Punkten erstmal wichtiger sind, aber trotzdem leben unsere Kinder mit uns zusammen und sind nicht unsere Mittelpunkt um den sich alles dreht.

      Ich finde schon, dass viel Romantik und Paarzeit flöten geht. Wir haben keine Verwandten vor Ort und ganz ehrlich, ein Babysitter plus ein Abend zu zweit geht, regelmäßig gemacht, auch sehr ins Geld.
      Gerade waren wir eine Woche in Urlaub und zu dritt in einem kleinen Hotelzimmer. Insofern: Sex? Flötenpiepen.
      Und statt uns beim Essen in die Augen zu schauen, galt es die Meute (hatten noch zwei weitere Kinder dabei, komplizierte Geschichte) zu beschäftigen und zu beköstigrn (ans Buffet kamen noch nicht alle ran).
      Momentan sind Ferien und da fängt das Beschäftigungsprogramm bereits morgens an und hört abends erst auf. Da falle ich abends tatsächlich tot ins Bett und mein Kommunikationsbedürfnis ist auch mehr als gestillt.
      Mein Rat also: Wer Romantik und Paarzeit für unverzichtbar hält und da keine Abstriche machen will, der soll keine Kinder kriegen oder welche ab 6 (?) adoptieren.

      Wir retten uns über die Jahre mit Galgenhumor, Quickies im Badezimmer und romantischem Seriengucken am Abend.

      Und natürlich lieben wir das Balg abgöttisch. Das hilft auch sehr.

      • <<<Mein Rat also: Wer Romantik und Paarzeit für unverzichtbar hält und da keine Abstriche machen will, der soll keine Kinder kriegen oder welche ab 6 (?) adoptieren.>>>

        Schön geschrieben. Sehe ich auch so, zumal, wie du auch schreibst, wenn man keine Großeltern vor Ort hat. Man muss dann eben mal kreativ bzw. einfallsreich sein und Zeit sollte man auch nicht einplanen.#schein

    Unser Erstgeborener war ein katastrophaler Schläfer und hat richtig viel geschrien. Wir hatten keine familiäre Unterstützung und das hat schon ziemlich geschlaucht. Andererseits hat uns der Zusammenhalt auch in der Beziehung gestärkt.

    Wir haben hartnäckig versucht mit Einschlafritualen einen Schlafrhytmus hinzubekommen. Und irgendwann hat das auch geklappt. Auch mit unserem zweiten Kind dann. Mittlerweile ist um spätestens halb 8 kinderfreie Zeit und die wird auch ausgenutzt.

    Wir achten mittlerweile auch darauf zumindest ab und an etwas nur gemeinsam zu machen: Theater , schön Essen gehen und ähnliches.

    Jetzt kommt bald Kind 3 auf die Welt und unsere Ehe ist richtig schön und das obwohl wir recht hyperaktive und verhaltenskreative Kinder haben, die uns täglich fordern :). Ich denke das Geheimnis liegt darin, dass wir nie aufgehört haben uns füreinander zu interessieren und uns stets zu bemühen.

    • Vielen Dank schonmal für die tollen Antworten👍Werde mal versuchen den Tipp zu beherzigen und abends wenn die Kleine im Bett ist, keine Kinder-Themen mehr aufnehmen.

      Romantisches Serien-Gucken praktizieren wir übrigens auch 😂

      Übernachten bei der Oma lassen wir die Maus bisher nur selten, da sonst keiner mehr von den Großeltern lebt und sie schon morgens auf die Kleine aufpasst. (meine Hochachtung dafür 👍)

Wir haben drei Kinder. Und seid Kind Nummer 1 ca. 3 Monate alt war, war ab 20 Uhr Paarzeit.
Aktuell sind die Kinder 5, 7 und 9 Jahre alt. In der Woche ist das immer umsetzbar, am Wochenende dürfen sie mal länger wach bleiben.

Die Großen sind um 20 Uhr noch nicht müde, also lesen sie in ihren Zimmern, oder spielen leise noch was.

Ich glaube, dass sich das schwieriger gestalten, wenn die Kinder älter werden. Also länger wach, usw.

(14) 09.10.18 - 20:18

Wir haben tatsächlich schon einen Babysitter gebucht für Kind und Hundewelpe und haben uns zwei Stunden im Stundenhotel mit Whirlpool eingemietet.

Musst mal googeln, meistens sind die gar nicht so weit entfernt, man nimmt sie nur nicht so wahr.

Mal etwas anderes :-p

(15) 09.10.18 - 21:31

Wir hatten mit Nummer 1 eine sehr harte Zeit. Extremes Schreikind,Blockaden,... Wir waren FERTIG. In den wenigen Schrei Pausen dachten wir vor allem daran, zu schlafen und mal ausgiebiger Zeit unter der Dusche zu verbringen. Die Großeltern wollte zwar aufpassen, waren mit ihm aber noch mehr überfordert, als wir das waren. Das beschränkte sich also lange, auf ein paar Runden im Kinderwagen.
Sex hatten wir in diesem Jahr tatsächlich extrem selten. Aber schlimm fanden und finden wir das nicht. Wichtig war: Wir haben uns als Paar nicht aus dem Auge verloren. Wir haben uns Nähe geschenkt, geht ja auch anders :-p , und waren beide "zufrieden".
Diese Zeit hat uns eigentlich noch mehr zusammen geschweißt.
Nummer 1 wird nun schon 10 und hat 2 Geschwister.
Die beiden sind ganz anders als ihr Bruder. Mit solchen Kindern, hat man leicht reden. Das ist auch etwas, dass wir aus diesem Jahr mitgenommen haben. Die anderen wissen immer alles besser :-p Aber ihr müsst glücklich sein mit eurem Leben. Nur das zählt. Wenn dich etwas stört, sprich es direkt an. Aber lass dir nicht von Außenstehenden vorschreiben, was "normal" ist.

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