Dystymia in der partnerschaft

    • (1) 10.10.18 - 11:30

      Hallo....

      Jabe mich hier angemeldet da ich total am verzweifeln bin. Ich zog vor ca 3 jahren nach ósterreich zu meiner derzeitigen freundin, habe alles zurück gelassen wegen ihr, freunde familie etc.... Habe hier schnell fuß gefasst, arbeit gefunden, nette menschen kennengelertnt..... Doch mit der zeit stellte sich heraus das mein mädchen irgendwie ein sehr negativ eingestellter mensch ist.... Dies doof, das doof, darauf keine lust, alles ist mist usw usw..... Es gab auch immer mehr streit u eigentlich gings immer um das selbe, sie sei unzufrieden, ich will ihr nur bóses, wir wohnten zusammen und haben uns sogar häuslich getrennt in der hoffnung es wird besser..... Nein wirde es nicht, die distanz brachte sie nur mehr auf dumme gedanken. Die anschuldigungen von ihr mir gegenüber sind vóllig haltlos und aus der luft gegriffen aber sie hat sich da so dermaßen hineingesteigert das sie da nicht mehr rauskommt. Ich bin IMMER schuld, egal was ich tue..... Dann irgendwann ging sie deswegen zim arzt, dysthemy.... Super..... Empfehlung war 4 wóchiger kh aufenthalt mit anschließender teraphie..... Nach 2 wochen brach sie ab..... Sie nimmt zwar ihre tabletten aber es ist alles wie vorher, wieder streit, wieder bin ich schuld, kein kontakt seid einigen tagen und und und.....

      Ich bin total verzweifelt da ich diese frau über alles liebe aber es ist mir inmóglich gegen diese krankheit an zu kämpfen. Hat hier viell jemand erfahrung mit dieser krankheit bei seinem partner? Bin einfach mit meinem latein am ende und will nicht einfach alles wegen einer krankheit aufgeben, dafür liebe ich sie zu sehr.....

      Mfg

      • Hallo!

        Das Problem ist nur, dass sie sich nicht helfen lassen WILL. Keine Therapie, nur halbherzige Behandlung.

        Du machst dich selbst kaputt in dieser Beziehung.

        Auch wenn du sie noch so sehr liebst: stell sie vor die Wahl sich endlich richtig behandeln zu lassen oder es muss Schluss sein. Wenn du Glück hast, wacht sie dabei auf. Aber das ist die einzige Chance für eine normale Beziehung.

        • Das ist diese eine pauschal aussage mit der ich nichts anfangen kann, theraphoe oder trennung..... Wer liebt weiss wie das gemeint ist, in guten wie in schlechten zeiten, 3 jahre hab ich das mitgemacht also werd ich da in zukunft auch ned dran zu grunde gehen, da ist mein wille zu stark für.

          Aber viell gibt es ja menschen die sich damit irgendwie organisieren kónnen, ich meine therapie ist eh geplant nur wann die statt findet und ob sie erfolg hat ist eine andere frage.....

          • (4) 10.10.18 - 14:20

            Hey.

            Du liebst sie sehr. Natürlich möchtest du das nicht hören. Deshalb stimmt es aber trotzdem.

            Ich sitze im gleichen Boot. Allerdings habe ich 12 Jahre, eine Ehe und mehrere Kinder lang darin verharrt, bis ich endlich einsehen konnte, dass ein depressiver usw usf Mensch, der sich vehement gegen professionelle Hilfe wehrt, niemals genesen kann. Ich habe soviel gelitten, aber irgendwann musste ich einsehen, dass ich die Kinder und mich in Sicherheit bringen muss.

            Die Liebe ist immernoch da, und wie sie das ist. Obwohl die Trennung schon Monate her ist. Es gibt Phasen, da weine ich mir immernoch die Augen aus dem Kopf, aber ohne Therapie wird es niemals, niemals wieder besser. Im Gegenteil es wird nur schlimmer und unerträglicher. Je früher und mit weniger Verfplichtungen du das feststellst, desto besser.

            Ich hätte dir viel lieber Mut gemacht, aber das ist nahezu aussichtslos.

            LG

          • Es tut mir wirklich leid.

            Aber: die ersten 3 Jahre sind oft die einfachsten, weil die Verliebtheits-Hormone einen Teil der düsteren Stimmung ausgleichen können. Wenn die erste Verliebtheit nachlässt, und aus dieser Verliebtheit echte Liebe entstehen soll, fällt ein Großteil dieser Hormone weg. So aufregend wie am Anfang ist eine Beziehung nach 10 Jahren einfach nicht mehr, das ist einfach so. Es kann sehr viel mehr draus werden, ja - aber ohne hormonelle Höhenflüge.


            Das Risiko besteht also sehr wohl dass die schlechten Phasen immer mehr werden. Wenn Du willst, dann setz Dir einen Zeitraum, in dem du es unbedingt weiter versuchen willst, und mach dir derweil Notizen. Einfach einen Jahreskalender, gute Tage bekommen ein Plus, Tage die so halbwegs passen einen Kreis, und miese Tage ein Minus. Ganz schlechte einen Blitz. So hast du einen Überblick, wie viele Gute Phasen es noch gibt, ob die Situation besser oder schlechter wird. Das ist auch für sie gut, weil du dann klar sagen kannst, ob die Medikamente helfen.


            Auch für dich wird es ohne Verliebtheitshormone schwerer erträglich. Gerade wenn du sie wirklich tief liebst kann sie dich noch schlimmer verletzen.


            Und es sieht eben wirklich nicht so aus, als ob sie ernsthafte Einsicht in ihre Krankheit und Therapiewillen von sich aus hätte, wenn sie das Krankenhaus verlässt bevor sie medikamentös richtig eingestellt ist und einen Therapeuten hat. Die richtige Behandlung hat sie ja jetzt eher auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben, und es wäre eher seltsam, wenn gleich das erste Antidepressivum total toll wirkt, Meistens muss man da eher eine Weile probieren, bis eines anschlägt. Dafür sprechen würde auch, dass sie eher schlechter drauf ist, seit der Behandlung.


            Ganz wichtig: VERHÜTE! Lieber Kondome UND Pille als das Risiko einzugehen, dass sie die vergisst oder es Wechselwirkungen gibt. Ein Kind würde das nur schlimmer machen, und das ist auch keine Lebenssituation, in die ein Kind hinein geboren werden sollte - eine depressive Mutter und getrennte Eltern in einer On-Off-Kiste.

      (6) 10.10.18 - 13:49

      Du hast keine Chance, wenn Deine Freundin keine Lust hat, an ihrem Leben etwas zu ändern. Lass den Kontakt ruhen und nimm ihn erst wieder auf, wenn sie wirklich ernsthaft therapiert wird. Sonst landest Du selbst über kurz oder lang beim Psychologen.

    • (7) 10.10.18 - 14:48

      hallo

      ein paar Dinge:

      - du kannst gegen die Krankheit ankämpfen, du wirst nie gewinnen! Es ist sinnlos und kostet nur deine Lebenskraft.

      - du schreibst, was du für sie und wegen ihr alles gemacht hast, dass du sie liebst. Behalte diese Liebe in deinem Herzen, schenke ihr die Freiheit, sich wirklich zu entscheiden, wie sie ihr Leben leben möchte, ob sie mit der Krankheit umgehen lernen möchte oder nicht, ob sie Tabletten nimmt oder nicht... usw.
      und plane du dein Leben so, dass DU glücklich werden kannst, egal wie sie sich entscheidet.

      - aus eigener Erfahrung kann ich sagen: wenn man einen Menschen liebt und sieht, dass er so lebt, dass es aus meinem Verständnis ungesund ist, ist das schwer auszuhalten... dennoch: jeder Mensch hat seine Freiheit, zu leben und etwas zu unternehmen oder nicht zu unternehmen...

      nur wenn du sie so lassen kannst, ohne an ihr herumzuziehen,
      ohne zu hoffen, dass es für sie besser und leichter wird (was du ihr aus vollem Herzen sicher gönnst und wünschst!!!)
      ... nur dann hast du !möglicherweise! (vielleicht auch nicht) eine Chance, daran nicht kaputt zu gehen.
      Es ist nie leicht, es gibt immer wieder nach Sonnentage ganz finstere Tage...
      nur dürftest du - im besten Fall - dich nicht davon abhängig machen.
      ... und das gelingt manchmal besser und manchmal schlechter.

      Leicht ist es nicht...
      das Allerbeste euch beiden#liebdrueck

      (8) 10.10.18 - 16:31

      hui, da braucht es viel Kraft und Mut von Deiner Seite.

      Sie loszulassen ist erst mal das eine, die Angriffe, welche von ihr kommen, auszuhalten das andere. Willst Du das für Dich/ für sie, auf Dich nehmen?

      Kannst Du für Dich benennen was es ist was Du an ihr liebst?
      Kannst Du Dir vorstellen Ihr weiterhin auf Augenhöhe zu begegnen, auch wenn Sie ihre depressiven und vorwurfsvollen Phasen hat?

      Sowenig jemand anderes Dich ändern kann, sowenig wirst Du sie ändern können. Das so anzuerkennen ist das Schwierigste überhaupt. Anerkennen und dann so Sein lassen. (nicht nur das Gesprochene auch die innere Haltung sollte so sein)

      Wenn Du das kannst, dann denke ich schon, daß Ihr Euch im Leben begleiten könnt. Den Fokus solltest Du dann immer wieder ganz bewusst auf die Zeiten legen, in denen Ihr
      gemeinsame schöne Erlebnisse habt.

      Solange für Dich genügend auf der einen Seite der Waage liegt, wird's gehn'.

      Wieviel Du von Deinen Bedürfnissen zurücknehmen kannst, das weißt nur Du.

      Vielleicht hilft Dir selbst, daß Du Dir bspw. versprichst die nächsten 12 oder 24 Monate zu ihr zu halten, und erlaubst Dir, danach die Situation wieder neu zu bewerten.
      Das räumt Zweifel aus dem Weg zu ihr zu halten und gibt Dir trotzdem die Freiheit des Handelns.

      Solange Du sie liebevoll und absichtslos begleiten kannst, kann das ein sehr schöner Weg sein. Auch wenn's manchmal weh tut.

      Ich wünsche Dir alles nur erdenklich Gute.

      • (9) 10.10.18 - 17:15

        Danke dir....

        Ja das isses nämlich, was kann man selbst noch opfern um es dem partner leichter zi machen. Ich gehe ja schon viele komprmisse ein, momentan is sie halt wieder sehr depressiv, ich lasse ihr meißtens paar tage und überrasche sie meißt nach der arbeit und dann gejts wieder eine zei lang, einfach ist es aber nicht..... Und ja ich kann für mich selbst vieles aufzählen was ich an ihr liebe, sie passt so gut zu mir wenn da nicht diese eine sache wäre aber ich werde nicht aufgeben.

        Auch dank an die anderen antworten ihr lieben leutz 😉

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