Gründe, aus denen Männer sich trennen würden?

    • (1) 12.10.18 - 15:52
      so besser

      Statistiken besagen, dass in 3/4 aller Trennungsfälle die Initiative von der Frau ausging. Männer harren oft auch in nicht so glücklichen Beziehungen aus, solange sie dort Bequemlichkeit finden (jemand macht den großteil des Haushalts, kocht für sie, es gibt ab und zu Sex und ansonsten lässt man sie in Ruhe). Selbst mangelnden Sex gleichen Männer oft lieber über eine oder mehrere Affairen aus, ohne dabei daran zu denken, die Partnerin für eine der anderen Frauen zu verlassen.

      Mich würde mal interessieren, ob diese Einschätzung so von Euch auch bestätigt werden kann, wenn Ihr an Trennungen im eigenen Umfeld oder bei Euch selbst denkt. Wie viele Männer kennt Ihr, die ihre Partnerin verlassen haben (ich rede jetzt nicht von kurzen Beziehungen sondern von längeren Beziehungen ab ca. 2 Jahren etwa, wo man halt dann auch schon zusammengezogen ist und eine Trennung mit etwas mehr Aufwand verbunden wäre)? Und was waren die Gründe für die Trennung, wenn sie vom Mann ausging?

      Ich habe bei mir selbst auch mal so überlegt und tatsächlich feststellen müssen, dass ich zwar viele Männer kenne, die ständig wechselnde Kurzbeziehungen haben/hatten von wenigen Wochen und Monaten, wo der Mann dann Schluss machte, aber die meisten langjährigen Beziehungen in meinem Umfeld incl. meiner eigenen sind tatsächlich von den Frauen beendet worden. Kenne nur 2 Männer, die ihre langjährige Partnerin verlassen haben - der eine hat 2 Jahre dafür gebraucht, sich von einer lieblosen "Hexe" zu trennen, die ihn sogar geschlagen hat - der Andere hat eine andere Frau kennengelernt und deshalb Schluss gemacht. Welche Fälle und Gründe kennt Ihr? Trennen Frauen sich wirklich anders / schneller / aus anderen Gründen als Männer?

      • (2) 12.10.18 - 16:12

        Interessant. Wo du das gerade so sagst....ich kenne fast ausschließlich Frauen die sich von ihren Männern getrennt haben. Einzige Ausnahmen die mir einfallen: Mein Bruder nach 12 Jahren Beziehung, weil er eine andere kennengelernt und sich in die Hals über Kopf verliebt hat. Und ein guter Freund nach 3 Jahren weil seine "Freundin" ihn mehrfach mit unterschiedlichen Männern betrogen hat.
        Ansonsten wirklich immer nur die Frauen von denen die Trennung ausgeht. (Auch ich selbst habe mich immer getrennt und wurde nie verlassen)

        Hallo,

        ich versuche es mal...

        Die Gründe, die ich bin meinem Umfeld erlebt habe, als sich MÄNNER getrennt haben:

        - man merkt, es passt einfach nicht, da die Interessen/Ansichten/Persönlichkeiten einfach zu verschieden sind
        - Gefühle für eine andere Frau
        - die Frau hatte eine Affäre
        - man hat sich mit den Jahren in unterschiedliche Richtungen entwickelt
        - Lieblosigkeit/Kälte

        Und einen kenne ich aus dem entfernteren Bekanntenkreis, der sich getrennt hat, weil ihm mit zwei Kindern "alles zu anstrengend" wurde.
        Solche "Pfeifen" gibt es halt dann auch --> keinen Bock mehr auf Verantwortung.

        LG

      (5) 12.10.18 - 16:27

      Danke schon mal für Eure Beiträge. Ich habe die Statistik letztens in einem Artikel gelesen, das sind wohl Zahlen, die von Befragungen unter Paar-Therapeuten zusammenkamen, fand es auch sehr erstaunlich, habe darüber nie nachgedacht vorher.

      Wobei da stand, dass trennungswillige Männer oft auch die Trennung bewusst oder auch unbewusst dann forcieren, indem sie die Frau dann quasi durch ihr Verhalten dazu bringen, dass sie sich trennt, indem sich z.B. lieblos verhalten wird, man(n) nur noch sein eigenes Ding durchzieht und sich nicht mehr auf Kompromisse in der Partnerschaft einlässt etc.! Bei vielen Paartherapien kam wohl raus, dass die Männer selbst gar keine Liebe mehr empfinden oder an der Partnerin festhalten wollen, aber zu bequem oder auch zu feige waren, einen konsequenten Schlussstrich zu ziehen.

      Hab jetzt ne Weile über alle Trennungen in meinem Umkreis nachgedacht und ja, meistens waren es die Frauen. Wenn der Mann sich getrennt hat war es in allen Fällen wegen einer anderen. Wow! War mir noch gar nicht aufgefallen.

    • Die Männer, die sich von mir getrennt haben, hatten IMMER eine andere Frau.

      (8) 12.10.18 - 18:07

      Hallo,
      Ich hatte bis jetzt 3 Beziehungen über mehrere Jahre. Ich habe diese Männer nach 4 Jahren, den kindesvater nach 2 Jahren verlassen. Einmal habe ich es so gedreht, dass er mich verlassen hat, Er war am Ende der „böse“. 😁 aber stimmt, meist verlassen die Frauen.

      Also wenn man alle Männer über einen Kamm schert und alle Frauen über einen anderen, wird man zwischen den beiden Gruppen bestimmt rein statistisch gesehen Unterschiede feststellen können. Aber das sagt ja noch lange nichts über die jeweiligen Individuen aus und denen wird man, egal ob Mann oder Frau, nicht gerecht, wenn man unzulässig verallgemeinert.

      In meiner letzten Beziehung war es zum Beispiel so, dass wir uns einvernehmlich getrennt haben. Es hat einfach nicht gepasst, also auf der Paarebene, und zwar für uns beide nicht. Ein guter Freund von mir hat sich auch als Mann von seiner Ex getrennt, weil er sich langfristig keine Zukunft mit ihr vorstellen konnte. Also Männer trennen sich schon auch von sich aus, wenn es für sie wichtig ist.

      Hmmm. Welche Fälle kenne ich so?

      - einer hat sich von mir getrennt, klassische wegen einer anderen

      - einer (Ex von einer Freundin) hat sie betrogen, war immer mehr weg von zu hause und ist nach Monaten dann so allmählich ausgezogen. Die Scheidung hat trotzdem sie einreichen müssen, da der gute Mann nicht in die Puschen gekommen ist.

      - einer ist an einem Wochenende (sie war nicht da) wortlos zur Next gezogen

      - einer hat sich wegen einer psychischen Erkrankung seiner Freundin getrennt. Die hatte massive Auswirkungen auf ihr Verhalten (auch ihm gegenüber) und er hat es nicht mehr ausgehalten

      - einer hat sich wegen nicht mehr vorhandener Gefühle getrennt. War wohl nicht ganz einseitig, sie sind heute noch Freunde

      Fazit: bei fast jeder dieser Trennungen gab es einen Anlass von außen.

      Übrigens: bei unserer schweren Krise wäre ich manchmal froh gewesen wenn er gegangen wäre. Nix da. Nicht einmal das hat er mir abgenommen (Krise ist überstanden).

      LG

      Ich denke auch , dass deine Statistik schon sehr nah an der Realität ist. Dass Männer in einer glücklichen, aber sexuellen eingeschlafenen Ehe, eher aus Sehnsucht "nur" eine Affaire suchen und Männer die noch dazu einen Drachen Zuhause haben, sich meist bei einem passenden Ersatz erst trennen oder eben wenn die Frau fremd ging..
      Frauen trennen sich eher nur , wenn der Mann fremd ging.
      Aber es kommt drauf an, wie bequem der Mann ist, um bei seiner Frau zu bleiben und bei einer Frau kommt es drauf an, wie finanziell sie vom Mann abhängig ist,
      Eigenständige und kinderlose Frauen trennen sich eher und leichter , als Hausfrauen und Mütter.

      (12) 12.10.18 - 22:12

      In meinem Umfeld fanden in den letzten Jahren ein paar Trennungen an. Einmal ging es von der Frau aus. Sie wollte was erleben,...der Ehemann war der erste Mann,...& hat es auch so gesagt.

      Die restlichen 5 Trennungen gingen von den Männern aus. Alle Mitte 40. Bei jedem war eine andere Frau (3 Kolleginnen) der Auslöser.

      • (13) 12.10.18 - 22:14

        Ach so, und ich selber lebe seit 18 Jahren in einer festen Beziehung. Davor hatte ich zwei Beziehungen. Eine längere und eine kurze. Einmal hat er Schluss gemacht (& wollte später zurück), einmal habe ich Schluss gemacht.

        Also wie du siehst, passt bei mir die Statistik nicht wirklich.

        (14) 13.10.18 - 07:08

        Auch interessant. Generell scheint es ja so zu sein, wenn man den Querschnitt hier nimmt, dass ein Großteil der Männer sich vor allem für eine andere Frau getrennt hat. Wie sieht das denn in den Dir bekannten Fällen aus - sind die Männer noch mit den anderen Frauen zusammen oder waren die nur Sprungbrett?

        Auch eine interessante Frage, die ich mir jetzt stelle: Es heißt ja immer in Richtung der "Anderen": Der Mann verlässt seine Frau eh nie für Dich und wenn doch, macht er in ein paar Jahren mit Dir dasselbe." Wieso ist das oft so und was haben diese Frauen, für die "er" dann doch alles stehen und liegen lässt, wohl anders gemacht als die, die ewige Geliebte bleiben?

        • (15) 13.10.18 - 07:29

          Naja, vielleicht sollte man einfach mal davon ausgehen, dass auch Männer sich tatsächlich verlieben und Konsequenzen ziehen.

          Aber auch heute sind Männer insbesondere was ihre Kinder angeht oft im Nachteil und scheuen die Trennung wohl oft aus diesen Gründen. Auch finanziell durch eheliche Verpflichtungen (Haus, Schulden), klassisches Rollenmodell und Unterhalt.

          Wenn eine Frau sich heute trennt, die Kinder nimmt und zum Neuen zieht oder wenigstens einen hat, wird das relativ akzeptiert. Würde ein Mann seine Kinder nehmen und zur neuen Frau ziehen (oder im Hintergrund eine haben) wäre das Geschrei groß.

          Wir sind da nicht gleichberechtigt. Und so lange wird, vermute ich, es auch so bleiben, dass Trennungen eher von Frauen ausgesprochen werden.

          LG

          (16) 13.10.18 - 15:49

          Mein Freund hat auch seine Ex nach 5Jahren (keine Ehe, keine Kinder) für mich verlassen. Sind ebenfalls Kollegen. Bisher läuft es super, bei mir ist er sehr verbindlich :)

          Ich glaube, wenn mal Kinder da sind, trennen sich Männer viel seltener als Frauen, da sie viel mehr zu verlieren haben.

      ... Kollegin - der Klassiker !! Überall das gleiche

Ich kenne in meinem Bekanntenkreis zwei Männer, die sich nach langen Beziehungen getrennt haben, ohne dass eine andere Frau im Spiel war.

Mein Mann hat sich von seiner Ex getrennt, weil sie fremd gegangen ist. Sie war anscheinend unglücklich in dieser Ehe, hatte aber selbst nicht den Mut, sich zu trennen. Sie hätte noch viel länger so weiter gelebt. War doch alles für sie so bequem.

>>Wobei da stand, dass trennungswillige Männer oft auch die Trennung bewusst oder auch unbewusst dann forcieren, indem sie die Frau dann quasi durch ihr Verhalten dazu bringen, dass sie sich trennt, indem sich z.B. lieblos verhalten wird, man(n) nur noch sein eigenes Ding durchzieht und sich nicht mehr auf Kompromisse in der Partnerschaft einlässt etc.!<<

Genau das beobachte ich in meinem Umfeld tatsächilch am häufigsten, mit einem Zusatz, dass das vorallem die Männer getan hatten, die gemeinsame Kinder mit der Partnerin hatten. Ohne Kinder trennten sich die Männer allgemein (irgendeine Ausnahme gibt es ja immer) deutlich schneller und gleichwertig oft wie die Frauen ohne Kinder. Aber sobald Kinder im Spiel waren, taten die Männer, die ich kenne, das nicht mehr. Lieber hat man dann angefangen, die Partnerin schlechter zu behandeln. Angefangen damit, dass weniger Respekt herrschte über emotionale Kälte bis hin zur Affäre war alles dabei. Die Frauen haben für gewöhnlich erstaunlcih lange ausgehalten, ehe sie sich getrennt haben. Ich denke, dass daher für die Männer so eine Trennung erstaunlich überraschend kommt. Bis dahin war für sie die Welt ja in Ordnung. Dass es der Partnerin nicht oder nicht mehr gut geht in der Partnerschaft haben viele Männer wahrscheinlich gar nicht so wahrgenommen.

  • Ja, komisch. Für die Männer kommt es wie aus dem Nichts. Ich hatte bei meinem Ex zum Beispiel das Gefühl, dass ich lange alles versucht habe, mit ihm geredet habe.... erklärt... versucht habe wieder Nähe herzustellen. Aber Männer haben da nicht so feine Antennen für. Auf jeden FAll war ich dann die böse, die einfach verlassen hat. Ohne Grund und ohne verständliche ERklärung. Er hat es nur einfach nicht gehört.

    • (22) 13.10.18 - 22:18

      Das kenne ich auch. Man könnte meinen, sie haben vorher gar nicht zugehört, blablabla, ach ja, lass die Alte mal reden, da rein, da raus, die beruhigt sich schon wieder. Hoppla, hat sie da gerade gesagt, sie will sich trennen??? WARUUUMMM??

      • (23) 14.10.18 - 13:29

        Das Spiegelbild solcher Männer sind diejenigen Frauen, die ganz überraschtt sind und sich wundern, warum Männer sich eine Affäre suchen und vielleicht sogar mit ihr durchbrennen, wo sie doch gerade mal zwei Jahre keinen Sex hatten, er dafür aber wie ein Dienstbote durch Haus und Hof gescheucht wurde.

        Die menschliche Fähigkeit zur Verdrängung ist schier grenzenlos.

(24) 13.10.18 - 23:38

Das trifft auf mich ziemlich zu. Die Beziehung ist unglücklich und voller Streit, Sex gibt's schon lange nicht mehr, den hole ich mir gelegentlich außen und die Frau lässt mich leider überhaupt nie in Ruhe.

Und ja, die Frau hat mich auch schon geboxt und gebissen.

Ein Irrtum ist allerdings, dass bleibe, weil sie den Haushalt macht, wir leben nicht mehr in den 50ern. A) habe ich Angst, die Kinder zu verlieren, b) Angst davor, was meine Eltern dazu sagen und c) einfach eine grundsätzliche Angst vor Veränderungen.

  • (25) 14.10.18 - 08:12

    Danke für Deine ehrliche Antwort. Hier schrieben viele, dass der Mann wegen einer Anderen verlassen hat. Wäre das für Dich ein Grund, wenn Du eine andere Frau kennenlernst, wo es nicht um Sex geht, sondern wo Du Dich verliebt und zurückgeliebt fühlst, Deine Ängste vor Veränderung zu überwinden und doch zu gehen?

    Ich finde das sehr traurig, was Du schreibst, was Du da aushältst aus Angst, die Kinder zu verlieren (eine Angst, die durchaus berechtigt ist bei manchen Frauen). Andererseits denke ich, Deine Frau kann ja auch so nicht glücklich sein und die Kinder auch nicht, wirklich traurig. Hast Du schon mal eine Paartherapie erwogen mit ihr?

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