Was kann ich tun?

    • (1) 15.10.18 - 17:17

      Hallo ihr Lieben,

      meine Gedanken lassen sich momentan so schwer sortieren, dass ich selbstständig keinen Weg aus dem Karussell finde und ich hoffe, dass mir der Austausch mit euch weiterhelfen kann.

      Ganz kurz ein paar Fakten/ Rahmen für euch:

      Ich bin weiblich, 32 Jahre alt, ledig und kinderlos.
      Mein Freund ist 38 Jahre alt, geschieden und hat drei Kinder mit zwei Frauen:

      Frau Nr. 1: Er war mit ihr verheiratet und aus der Ehe stammen zwei Kinder.
      Frau Nr. 2: Seine Exfreundin. Aus der Beziehung stammt eine Tochter.

      Frau Nr. 1 ist neu verheiratet und seine beste Freundin.
      Von Frau Nr. 2 ist er erst seit einigen Monaten getrennt.

      Wir beide kennen uns schon über ein Jahr, waren sehr gut befreundet, haben uns vor ca. 2 Monaten ineinander verliebt (nach der Trennung!!!) und sind seit einem Monat auch ganz offiziell ein Paar. Ist natürlich einerseits noch ganz frisch, andererseits fühlt es sich nicht so an, da wir uns ja schon länger kennen und schon zuvor viel schöne Zeit miteinander verbracht haben, auch weil wir zusammen in einer Band spielen.

      Mein Freund ist selbstständig und hat im Rahmen seines Gewerbes auch einige Mitarbeiter unter sich. Zudem arbeitet er noch in einer weiteren Tätigkeit alleine/ selbstständig, gibt an zwei Tagen die Woche Musikunterricht und managt unsere Band. Letztere läuft auch ganz gut, so dass er natürlich Drumherum viel zu tun hat und wir auch so 1-2 mal pro Woche (im Jahresdurchschnitt) auftreten - in ganz Deutschland, also sind auch lange Fahrtwege dabei.

      Vielleicht könnt ihr euch das aus dem Text bereits herleiten, aber um es auf den Punkt zu bringen: Er hat viel um die Ohren. Seine Kinder sieht er je nach Lage 1-3 mal pro Woche, schätze ich, da seine beiden Exen nicht weit weg von ihm wohnen. Ein fester Rhythmus ist nicht gegeben, da er aufgrund der Musik und Co. flexibel bleiben muss. Aber er kümmert sich sehr um seine Kinder, wie ich finde. So als Beispiel:

      Letzte Woche Sonntag hat er mit seiner Familie und seinem Sohn Geburtstag gefeiert.

      Am Montag ist er dann mit seiner Exfrau, den Kindern und Gästen zum Kindergeburtstag in ein Kinderspielland als Ausflug gefahren.

      Am Mittwoch ist er früh um 6 Uhr aufgestanden und von mir weggefahren, weil sein Handy piepte und sich Ex Nr. 2 meldete, da die gemeinsame Tochter krank war und er auf sie aufpasste, damit Ex Nr. 2 arbeiten gehen konnte.

      Am Donnerstag war er beim Elternabend in der Schule seiner großen Tochter von Ex Nr. 1 und durfte sich danach noch anhören, warum er nicht dort gewesen sei, da eine Freundin von Ex Nr. 1 ihn nicht gesehen hatte in der Schule. Glücklicherweise hatte er aber alles mitgeschrieben, was erzählt wurde.

      Am Freitag hatte er seine beiden Kinder von Ex Nr. 1 bei sich bis Samstag morgen und ist abends mit den Beiden noch zu Ex Nr. 2 gefahren, da wiederum die gemeinsame Tochter am Samstag Geburtstag hatte und - da wir morgens um 8 Uhr bereits mit der Band losfahren mussten (Auftritt 450 km weit entfernt) - hat das Geschenk vorbei gebracht.

      Wir sind dann erst am Sonntag nachmittag zurück gekommen und anschließend zu einem seiner Angestellten gefahren, da wir dort eingeladen waren. Wir blieben nicht lange, da wir danach abends zum Eishockey gehen wollten (hier wiederum sein Papa und seine Schwester dabei).
      Als wir in der Halle standen, sah ich, dass er eine Whatsapp Nachricht von Ex Nr. 1 erhielt (seiner besten Freundin).

      Sie schrieb: "Wir war's heute? #tasse#torte#paket "
      Er antwortete: "Ich war nicht. Bin mit "Musterfrau" beim Eishockey."
      Sie schrieb: "Und was ist mit deiner Tochter?"

      Dann habe ich nicht mehr weiterlesen wollen. Da sein Vater und seine Schwester dabei waren erfuhr ich kurz darauf, was Sache ist. Seine Familie (Mutter, Schwester und Co.) waren nachmittag bei Ex Nr. 2 zum Kaffee trinken, weil ja seine Tochter ja am Vortag Geburtstag hatte und er war nicht dabei.

      Also machte es auf mich den Anschein, als ob Ex Nr. 1 ihm ein schlechtes Gewissen machen wollte, dass er nicht bei Ex Nr. 2 war, da die Tochter Geburtstag hatte.
      Dabei war er dafür heute im Kindergarten bei der Geburtstagsfeier dabei.

      Mir ging es nach ihrer Nachricht total schlecht und ich konnte das nicht zuordnen.
      Ich mache mir solche Sorgen um ihn.
      Ganz oft, wenn er abends bei mir ist oder ich bei ihm, schläft er schon sehr bald ein. Er sagt, dass das ein schönes Zeichen ist. Dass er sich wohl fühlt und bei mir abschalten kann. Das stört mich nicht, aber das zeigt doch eindeutig, dass er total fertig ist.

      Wir hatten die letzten zwei Wochen etwas "Probleme" wegen der Gesamtsituation mit den Exfrauen und so. Klar... ich habe es ihm auch nicht immer leicht gemacht, aber für mich war die Situation halt auch nicht leicht. Ich selbst habe ja keine Kinder und muss mich erst zurecht finden in dem Wirrwarr und dieser Riesenpatchworkfamilie, in der die Exen und die Familien und die Kinder und alle befreundet sind und so. Aber wir hatten uns wieder aufgerafft und entschieden, dass wir uns so sehr lieben, dass wir einen Weg finden, der für alle Beteiligten (Kinder, Exen, er, ich) okay ist. Natürlich schäme ich mich heute etwas, dass ich ihm zusätzlichen Ärger mache, aber manche Situationen kann ich nicht wortlos schlucken. Ich habe ja auch Gefühle.

      Als wir uns letzte Woche unterhielten meinte er, dass er seit einigen Tagen irgendwie ein schlechtes Gewissen hat. Er hätte Angst die Kontrolle zu verlieren und dass alles aus dem Ruder läuft. Immerhin hat er Verantwortung für seine Angestellten, seine Kinder. Er hat vor wenigen Jahren ein großes Haus für die Firma und ihn und seine Ex gekauft (sie hat außer der gemeinsamen Tochter noch zwei Kinder, die mit dort lebten), damit alle Platz haben und zahlt hier eine hohe monatliche Rate. Abgesehen auch von der Unterhaltsverpflichtung.

      Wenn ich mir vorstelle, was alles auf ihm lastet, welcher Druck... dann könnte ich ersticken und heulen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man so etwas mittelfristig durchhalten kann. Er ist so ein Mensch, der es allen recht machen möchte. Das kriegt er auch hin, er gibt sich auch für mich viel Mühe, aber ER bleibt meiner Meinung nach auf der Strecke. Und ich möchte noch etwas länger was von ihm haben. Ich mache mir solche Sorgen und bin dennoch ratlos, was ich tun kann.

      Klar, wenn ich nicht wäre, dann hätte er mehr Zeit für die ganzen anderen Dinge. Aber ich frage mich dann, ob er sich nicht auch eine Beziehung wünscht und wer IHN glücklich machen soll. Klar machen ihn auch seine Kinder glücklich, sicherlich. Aber auch ein Mann mit Kindern und viel Arbeit braucht doch trotzdem auch Liebe von einer Frau oder? Sofern hetero.

      Die ganze Situation ist so super empfindlich, dass ich nicht weiss, wie ich mich verhalten soll oder was ich tun kann.
      Ich finde, dass er für einen Vater, der nicht mehr mit seinen Familien zusammenlebt, sehr viel Verantwortung übernimmt und viel für alle macht. Ich liebe ihn dafür. Ich selbst hatte nie einen Vater, der sich um mich gekümmert hat.
      Und auf ihm lastet ja nicht nur die emotionale Komponente, dass er sich als guter Mensch auch um alle kümmern will, sondern auch die Finanzielle. Ich würde durchdrehen.

      Aber ich kann nichts zu ihm sagen, weil ich nicht die neue böse Frau sein will, die da irgendwie einen Keil reintreibt. Das haben meine Schwester und ich schon oft genug erlebt, dass Papa eine neue Frau hatte und die so geschürt hat, dass der Kontakt komplett abgebrochen ist. Das möchte ich für ihn nicht. Und ich will so auch nicht sein. Aber momentan denke ich mir in Bezug auf seine Ex Nr. 1 (seine Exfrau und angeblich beste Freundin):

      Boa, meine Liebe. Was bist du für eine Freundin? Er war am Montag mit dir und den Kindern zum Ausflug/ Kindergeburtstag unterwegs. Er sagte mir, dass er dich nicht mit den Kindern alleine lassen möchte. Klar nicht. Wo war eigentlich da dein neuer Ehemann? Dann hat er am Mittwoch auf seine kranke Tochter von Nr. 2 aufgepasst, damit Nr. 2 arbeiten gehen konnte. Am Donnerstag war er für dich beim Elternabend. Am Freitag bis Samstag hatte er eure gemeinsamen Kinder bei sich zu Besuch. Am Sonntag hat er sich mal 5 Stunden genommen und etwas mit mir (und seinen Angestellten und seinem Vater und seiner Schwester) gemacht. Und deswegen schreibst du ihm gleich und machst ihm ein schlechtes Gewissen, dass er nicht zum Kaffee trinken bei Ex Nr. 2 war?! Er war doch dafür heute im Kindergarten und nachmittag zum Kaffee nochmal dort.

      Er kümmert sich doch. Er sagt zu mir, dass keine von euch beiden finanziell gut dasteht und er versucht genug Geld herbei zu schaffen, dass es euch allen und vor allem den Kindern gut geht. Er unterstützt dich in allen Belangen, die normalerweise ein Vater nach Trennung nicht mehr übernimmt. Er kümmert sich gut um seine Kinder. Er ist immer über alles genauestens informiert. Er ist kein Teilzeit- oder Wochenendpapa. Nicht für deine Kinder und nicht für das Kind von Ex Nr. 2!
      Er passt, sofern es ihm möglich ist, auch über's Wochenende oder so auf die Kinder auf, damit du mit deinem Mann verreisen kannst.
      Was soll er denn noch alles tun?
      Ist er am Ende aber nicht auch ein Mensch und ein Mann, der etwas Liebesleben verdient hat? Etwas Erwachsenenzeit? Zeit mit mir?

      Und was wird passieren?
      Er wird immer, wenn er mit mir zusammen ist, ein schlechtes Gewissen haben und somit wird die Zeit mit mir zu etwas Negativem und am Ende auch ich.

      Ich weiss nicht, was wir tun können.
      Selbst, wenn ich einen Weg finden könnte ihm zu sagen, wie ich das sehe, würde das ja nichts daran ändern, dass die Situation so ist wie sie ist.

      Wie kann ich ihm helfen? Also ich habe mir vorgenommen, dass ich meine emotionalen Befindlichkeiten erstmal hinten anstelle, auch wenn das nicht immer leicht ist. Damit mache ich ihm zumindest nicht zusätzlich Stress. Aber ich habe Angst um unsere Zukunft, nicht finanziell sondern organisatorisch, und mache mir Sorgen um ihn.

      • (2) 15.10.18 - 17:24

        Kinder stehen hoffentlich für viele Eltern an erster Stelle. Auch für die getrennten Eltern oder sogar gerade dann!

        Ich habe mir gar nicht alles durchgelesen, nur überflogen. Denn nachdem Du seine Exfrauen und seine Kinderschar aufgezählt hast stellte sich mir die Frage, ob Du je Kinder mit ihm willst? Denn ich würde mal schätzen, dass auch dann noch seine ersten drei Kinder an erster Stelle stehen, sowohl zeitlich als auch finanziell. Könntest Du damit wirklich gut umgehen?

        • (3) 15.10.18 - 17:28

          Hab lieben Dank für deinen Beitrag.
          Allerdings ist das momentan nicht das Thema.
          Ich möchte ihm bzw. uns helfen.
          Ich will ihn nicht verlieren, weil er das Gefühl hat nicht allen gerecht werden zu können.

          Ich hatte bislang noch keinen ernstzunehmenden Kinderwunsch. Mit ihm könnte ich es mir vorstellen, weil ich zum ersten Mal in meinem Leben so für einen Mann empfinde. Aber wie gesagt... das ist momentan nicht das Thema.

          • (4) 15.10.18 - 17:41

            Klar ist das genau das Thema. Wenn Du mit ihm Kinder willst, dann könnte man (die Exen oder sogar er) Dir schlicht Eifersucht unterstellen, wenn Du versuchst, zu intervenieren. Und das kann von Dir aus auch als Hilfestellung gemeint sein, man kann sowas aber immer als Egoismus interpretieren. Dir geht es ja im Grunde darum, dass er mehr Zeit für euch hat, was er ja sicher umsetzen würde, wenn er das Gefühl hätte, es wäre ihm genauso wichtig. Du müsstest ihm Deine Wahrnehmungen also schildern und das umso vehementer, wenn Du später willst, dass er Zeit mit eurem gemeinsamen Kind verbringt.

            • (5) 15.10.18 - 17:59

              Hmm... genau das ist die Krux.
              Ich finde, dass wir mehr als genug Zeit miteinander verbringen. Es ist also keine Eifersucht. Und ich weiß, dass er, wenn wir ein gemeinsames Kind hätten, immer für dieses und mich da wäre. Aber die Frage stellt sich nicht. Er ist sterilisiert und das wusste ich auch von Anfang an. Ich hatte, wie gesagt, nie einen Kinderwunsch. Ob sich das noch ändert kann ich nicht sagen. Ebenso wenig wie ob wir morgen alle verschieden sein werden.

              Mir geht es einzig um ihn. Ich will nicht, dass er sich schlecht fühlt, weil er etwas ohne seine Kinder macht. Er wäre vermutlich auch ohne mich zum Eishockey. Ich bin ja nur mitgegangen.

              • (6) 15.10.18 - 18:06

                Die Mütter gehen doch sicher auch ohne ihre Kinder aus und haben dahingehend kein schlechtes Gewissen. Wieso zieht er sich den Schuh überhaupt an? Wenn feste Umgangszeiten nicht möglich oder gewünscht sind, kann er in seiner kinderlosen Zeit doch tun und lassen, was er will.

                Es gibt natürlich Mütter, die wollen ihre eigene Freizeit so gerne auf Maximum ausbreiten, dass sie den Exmännern dauernd ein schlechtes Gewissen einreden, damit die sich noch mehr um die Kinder kümmern. Wenn das hier der Fall ist, dann hilft nur, ihm das vorsichtig vor Augen zu halten. Wie gesagt, gleiches Recht für alle. Auch in einer intakten Familie dürfen die Eltern Unternehmungen ohne ihre Kinder planen.

                • (7) 15.10.18 - 18:10

                  Er hatte letzte Woche einen kurzen Moment, in dem er meinte, dass er nachgedacht hat und doch eigentlich genug macht für alle und dass er auch mal mit mir ins Kino gehen will, Tanzkurs machen oder verreisen. Ohne schlechtes Gewissen.
                  Aber ich hatte gestern nach der WhatsApp Nachricht das Gefühl, dass er sich schlecht gefühlt hat. Und ich mich auch.

                  • (8) 15.10.18 - 18:18

                    Du, man kann doch jedem wegen allem ein schlechtes Gewissen machen. Ob er nun mit Dir oder einem Kumpel oder seiner Mutter ausgeht, spielt doch keine Rolle.

                    Manchmal hilft es auch, den Müttern vorzuschlagen, dass das Kind gerne beim Vater wohnen kann, wenn es ihr zu viel wird. Dann ist sie ja in der angenehmen Position, für den Unterhalt sorgen und das Kind nur dann nehmen zu müssen, wenn sie Lust hat. Falls Neid eine Rolle spielt.

                    Aber mal ehrlich, das würde doch wohl kaum gewünscht sein, oder? Also hilft nur drüber reden und sich klar machen, dass genug wirklich genug ist und realistischerweise in einer idealen Welt das Kind maximal 50% beim Vater und die andere Hälfte bei der Mutter verbringt. Wenn das ungefähr hinkommt (lass es meinetwegen 60/40 sein), dann ist es doch genug.

      (9) 15.10.18 - 17:47

      Wieso willst Du ihm helfen? Er scheint das doch alles gut gewuppt zu kriegen. Vielleicht empfindet er die Zeit mit seinen Kindern nicht als Belastung, sondern als Bereicherung - sowas soll es ja geben.

      Die einzige, die mit der ganzen Konstellation ein Problem zu haben scheint, bist Du. Ich habe tatsächlich den Eindruck, das Du nachdem Du mit 'Ich komme mit der Situation nicht zurecht' nicht weiter gekommen bist, jetzt versuchst ihm einzureden, das er mit der Situation auch nicht zurechtkommt. Das ist Bullshit - egal in was für rosarotes Geschenkpapier Du's verpackst.

      Grüsse
      BiDi

      • (10) 15.10.18 - 17:52

        Danke für deinen Beitrag.
        Ich komme gut mit der Situation klar.
        Ich bin ein Mensch, der gerne auch mal Zeit für sich hat.

        Es geht aber darum, dass er jetzt mal einen Sonntag was mit mir gemacht hat und ihm gleich ein schlechtes Gewissen gemacht wird. Ist das ok?

        Ich finde nicht. Ich habe einfach in dem Moment gestern genau gefühlt, wie sch*** er sich gerade fühlt und das tat weh.

    Hallo!

    Ich kann Deine Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen.
    Aber ich Dich nicht darin bestätigen.

    Er hat drei Kinder in die Welt gesetzt und nun muss er sich eben darum kümmern. Das es so kompliziert ist, liegt einfach daran, dass er diese Kinder mit verschiedenen Frauen - also verschiedene Familien hat. Und jetzt hat er auch noch eine neue Frau in seinem Leben. Und er ist selbstständig und hat eine Band...
    Der Tag hat auch für ihn nur 24 Stunden. Natürlich ist er müde und fertig. Das wäre jeder.

    Ich finde es positiv, dass er sich so einbringt. Gibt genug Kerle, die sich aus dem Staub machen und allerhöchstens zahlen und den Wochenendpapa spielen.

    Ich kann Dir nur zwei Ratschläge geben:
    1. Halte Dich aus den Angelegenheiten zwischen ihm und den Müttern seiner Kinder heraus, soweit es geht. Wenn Du es wirklich ernst mit ihm meinst und Deine Gefühle so tief gehen, wirst Du einen Weg finden müssen, damit zu leben.
    Die Kinder werden immer an erster Stelle stehen und offenbar nimmt er seine Vaterpflichten ernst genug, um auch mal an Dingen, wie einem Elternabend oder einer Veranstaltung teilzunehmen.
    Ja, Ex Nr 1 könnte tatsächlich für Euch zum Problem werden. In vielerlei Hinsicht. Aber daran wirst Du so erstmal gar nichts ändern können.

    2. Überlege! Überlege GANZ GENAU, ob das wirklich das ist, was Du langfristig möchtest. Du bist jetzt sehr verliebt, das verstehe ich. Aber hat das wirklich Zukunft?
    Mit 32 fühlst Du Dich nicht alt, bist es natürlich auch noch nicht. Aber Du wirst mit diesem Mann keine Kinder haben können. Und wenn doch, dann wird ihn das völlig in den (finanziellen und terminlichen) Ruin reißen, wenn Ihr Euch je trennt. Und wenn es funktioniert, wirst Du vermutlich immer nur die dritte Geige spielen. Ohne Kinder sowieso. Das wird so laufen.
    Wenn Du jetzt ein, zwei Jahre mit ihm zusammen bist und dann wächst ein Kinderwunsch in Dir könnte das massive Probleme geben. Und wenn Du Dich dann trennst und Deinen Kinderwunsch anderweitig verwirklichen willst, kann es womöglich für Dich für immer zu spät sein. Denn einen Partner, mit dem Mann so etwas Riesiges angeht, findet man ja in der Regel nicht in fünf Minuten, wie Du ja selbst schon gemerkt hast.

    Wenn Du irgendwann eigene Kinder möchtest, ist das hier mit großer Wahrscheinlichkeit der absolut falsche Mann für Dich.

    Wenn Du keine Kinder möchtest, kann das klappen - solange Du lernst Dich selbst sehr zurückzunehmen und Dich nicht zu sehr einzumischen. Das ist nicht einfach, ganz sicher nicht. Ich beneide Dich da nicht drum. Gerade Ex Nr. 1 wird Euch womöglich immer dazwischen funken. So als "beste Freundin"... #augen Die Einmischung in die Belange des anderen Kindes, mit dem sie ja selbst gar nichts zu tun hat, lässt da tief blicken.


    Was ich Dir rate? Halte die Füße still und schau Dir das alles sehr genau an. Und versuch, auf wenn es schwer fällt, die rosarote Brille dabei abzusetzen.
    Und dann sei ehrlich genug Dir selbst die Frage zu stellen: WILL ich das dauerhaft und KANN ich das dauerhaft? Und Dir diese Frage auch zu beantworten...

    Alles Liebe für Dich

    • Hab lieben Dank für deinen Beitrag!
      Die Frage stellt sich für mich eigentlich nicht.
      Ich liebe ihn. Als Mensch. So sehr.
      Und als Mann.
      Ich kann ihn nicht aufgeben nur weil es schwierig ist.
      Und das will ich auch nicht.
      Momentan will ich nur, dass er sich nicht schlecht fühlt. Denn ich habe Angst ihn zu verlieren, weil es ihm zuviel ist.

      • Verstehe ich alles vollkommen.

        Ich sage ja auch nicht, dass Du Dich wegen dieser Umstände trennen sollst.
        Ich rate Dir nur, dass Du Dich selbst und Deine (sich unter Umständen verändernden Wünsche und Bedürfnisse) über seinen Stress nicht zu sehr unterdrückst. Beobachte. Dich, ihn und Euch gemeinsam.

        Klartext: Pass auf, dass Du über Deine Angst ihn zu verlieren nicht Dich selbst verlierst.

        Im Moment kannst Du wohl nichts weiter tun als da zu sein, abzunicken und zu beobachten. Dafür seid Ihr noch zu frisch zusammen. Mit der Zeit wird sich da auch von Deiner Seite ein wenig etwas bewegen lassen.
        Und wenn es ihm zu viel wird, dann muss er auch etwas ändern. Ohne, dass Dein Name dabei fällt, denn sonst stehst Du schneller in der Schusslinie, als Du gucken kannst.

        Und bei allem nicht vergessen: Da sind drei Kinder, die überhaupt nichts dafür können und ein Recht auf ihren engagierten Papa haben!

        Ich wünsche Euch, dass es funktioniert

(14) 15.10.18 - 18:46

Deine Frage lautet, wie du ihm helfen kannst.

Ich befürchte, gar nicht, allenfalls damit, dass du ihm nicht hineinredest in seine anderen Beziehungen (zu den Kindern, zu den Frauen). Die Abgrenzung muss er schon selbst hinkriegen. Es ist nicht an dir, über seine Ex zu denken: Boa, was bist du denn für eine...
Den Gedankenschritt muss er selbst a) machen und b) freiwillig in ihre Richtung artikulieren.
Wenn er das nicht schafft, wird er wohl eines Tages einen Burn out erleiden. Aber so hart das klingt: Vielleicht ist das auch nötig, damit er lernt, nicht mehr immer "everybodys darling" zu sein.

Du kannst in diesem komplizierten Beziehungsgeflecht nur auf dich allein achten und deine Bedürfnisse artikulieren, ohne gegen seine Exfamilien zu schießen (denn dann bist du bestimmt ratzfatz die böse Neue).

  • (15) 16.10.18 - 09:09

    Danke für deinen Beitrag.
    Das denke ich leider auch.
    Ist zwar nicht immer leicht den Mund zu halten, denn wenn man befreundet ist steht man ja auch mit Rat und Tat zur Seite, aber ich werde einfach immer sagen, dass ich mich da raus halten will.
    Das wird das Beste sein.

(16) 15.10.18 - 19:22

Ich habe nicht mehr alles gelesen von dem Roman, aber soweit ist klar: ein extremes Patchwork-Chaos und ein Mensch, der es allen recht machen möchte (und am Ende alle enttäuscht). So geht das meistens mit diesen Menschen, die allen alles Recht machen möchten und dabei ihre Grenzen vergessen. Es endet so gut wie immer in einer Enttäuschung. Weil man es eben nicht allen Menschen auf Dauer Recht machen kann.

Ich fände es extrem anstrengend mit jemand zu leben, der so verplant ist, so viele Verpflichtungen hat. Ob du ihm helfen kannst, weiß ich nicht.

Mir ist nur aufgefallen, dass dieser Mann dich sehr kurz nach seiner gescheiterten zweiten Beziehung geangelt hat. Er wechselt die Frauen wie andere die Socken? Das ist nicht gut, es zeigt eher, dass er einfach davonläuft, das Handtuch schmeißt, wenn es nicht mehr läuft. Und das könnte dir auch passieren, du bist dann eben Frau Nr. x oder die wievielte du eben bist. Menschliche Paarbeziehungen sind nicht endlos wiederholbar. Mit jeder neuen Ehe (oder eheähnlichen Beziehung), die gescheitert ist, wird es wahrscheinlicher, dass auch die nächste Beziehung scheitert. (Rein statistisch gesehen.) Da fehlt ein Lernprozess, das Durchhalten, das Lösen von Problemen, das Beieinanderbleiben wenn die Schmetterlinge im Bauch nicht mehr sind.

  • Danke für deinen Beitrag.
    Natürlich konnte ich selbst in meinem "Roman" nicht alles mit aufnehmen.
    Seine Ehe wurde einvernehmlich geschieden. Beiderseits hat nach den Jahren die körperliche Anziehung gefehlt. Sie waren halt einfach Freunde und haben entschieden nicht mehr als Paar zusammen zu leben. Passiert - obwohl ich denke, dass auch das ein schleichender Prozess ist, dem man entgegen wirken kann bzw. woran man arbeiten kann.
    Seine Exfreundin hat er nicht wie Socken gegen mich ausgetauscht. Die beiden waren lange zusammen und sie ist bereits letztes Jahr für einige Wochen ausgezogen. Das hat ihn sehr mitgenommen. Und auch jetzt war sie es, die die Beziehung beendet hat aufgrund - angeblich - mangelnder Gefühle für ihn. Er war natürlich traurig. Aber da es nicht das erste Mal war hat er wohl auch nicht darum gekämpft. Was soll man auch machen, wenn der Partner einen nicht mehr liebt? Sie hat sich für ein Leben ohne ihn entschieden. Ich halte ihn für einen Menschen, der sehr wohl fähig ist Probleme zu lösen und Ausdauer mit an den Tag bringt. Er dachte wirklich, dass er den Rest seines Lebens mit ihr verbringen würde. Immerhin hat er ja auch das große Haus für die Beiden und die drei bzw. fünf Kinder gekauft.

    Hierüber mache ich mir, ehrlich gesagt, keine Sorgen.
    Er ist ein sehr lieber, einfühlsamer Mensch und ich hoffe und glaube, dass er genauso wenig wie ich zur "Wegwerf-Gesellschaft" gehört.

    Liebe Grüße

Hallo!

Es hatten jetzt eben zwei seiner Kinder sehr kurz nacheinander Geburtstag, und während er beim einen Geburtstag intensiv dabei war, ist er beim zweiten am Geburtstag selbst verhindert gewesen, und beim Geburtstagskaffee danach lieber zum Eishockey mit befreundeten Kollegen, seinem Vater und Dir. Das war seine Entscheidung, aber wenn sein Kind alt genug ist, um das zu blicken, ist das schon nicht schön von ihm, dass er beim Halbbruder den ganzen Tag da ist und am zweiten Tag Ausflug und Feier und alles mitgemacht hat, und bei ihr nur kurz ein Geschenk reingereicht hat und bei der Feier im Kindergarten da war - zwei Tage später. Findest Du es nicht unfair, dass das eine Kind viel mehr "Geburtstag mit Papa" hatte als das andere?


Ja, er hatte eine stressige Woche, und ja, er macht sehr viel für seine Kinder, aber wenn zwei seiner Kinder so kurz nacheinander Geburtstag haben, ist es unendlich wichtig, dass er drauf achtet, dass beide gleich viel bekommen. Gleich viele Geschenke und gleich viel Zeit.


Kinder fühlen sich bei sowas halt echt schnell zurückgesetzt, und die Kleine hatte ja sowieso schon viel weniger Zeit mit ihm, sie war ja bei der Trennung noch viel jünger.


Ich kann da schon verstehen, dass seine Ex findet, dass er da eine Schieflage rein bringt zwischen den Kindern. Klar kümmert er sich grundsätzlich schon genug um alle, aber der Geburtstag ist für Kinder halt unendlich wichtig, und da sollte es unbedingt gerecht zugehen. Die reden doch miteinander, wer was wann hatte. Und die Kleine ist eindeutig kürzer gekommen.

Ich würde die ganze Situation jetzt nicht so sehr an dieser Woche festmachen, weil er bei den Geburtstagen halt echt Mist gebaut hat. Wenn er sich sonst auch immer so reinhängt, braucht er sicher kein schlechtes Gewissen haben, aber ein Ausgleich zwischen den Kindern mit Ex 1 und der Tochter mit Ex 2 sollte halt sein - die hat diese Woche ja auch nicht bei ihm schlafen dürfen, sondern wurde nur einmal betreut, während sie krank war, da hatte sie ja auch nicht viel vom Papa.

Zur Not muss er eben bei Ex Nr 1 auch mal kürzer treten, damit die Kleine nicht gar so kurz kommt.

  • Guten Morgen und danke für deinen Beitrag.

    Da hast du grundsätzlich natürlich recht. Aber die Kleine ist generell nicht so oft bei ihm wie die anderen Kids. Sie hat nicht eine so intensive Bindung zu ihm wie die anderen Beiden. Sie ist auch erst 5 Jahre alt geworden und ist eher "Mama-Kind".
    Ich glaube grundsätzlich nicht, dass er ein Kind absichtlich benachteiligen würde.
    Es kommt natürlich dazu, dass die Situation mit der Exfreundin (Frau Nr. 2) noch etwas angespannt ist, da die Trennung nicht lange zurück liegt. Da verbringt man einfach nicht so viel Zeit miteinander, weil ja jeder erstmal sein Leben ordnen muss.
    Er war also Freitag Abend dort, hat das Geschenk vorbei gebracht und war Montag beim Kindergartengeburtstag dabei.
    Aber generell gebe ich dir Recht, dass alle Kinder gleich behandelt werden sollten. Ob sie es annehmen möchten oder nicht ist dann ab einem gewissen Alter die eigene Entscheidung.

    • Es wäre aber gut, wenn er es wenigstens anbieten würde. Da ist halt echt ein Kind, dass viel weniger von ihm hat, und die Bindung wird ja nicht besser, wenn er sich weniger kümmert. Das sollte eher umgekehrt sein, mehr kümmern damit der Bezug zueinander wachsen kann.

(21) 15.10.18 - 20:39

Also.. mir fällt auf, dass er offenbar selbst gewählt hat, mit 3 Frauen verbunden zu sein und dazu 3 Kinder gezeugt hat, denen er ein Vater sein will.
Ja , ich finde da bleibt er auf der Strecke . Er hätte sich mal Zeit für sich selbst wählen sollen . Das macht er nicht. Er ist scheinbar immer für alle verfügbar. Aber Fakt ist , Vater sein bedeutet nicht , nur zahlen und mal am Wochenende aufpassen. Ich bin alleinerziehend und froh, wenn der Papa sich kümmert. Die neuen Partner der Frauen sind nicht die Väter. Die Verantwortung bleibt bei dem Vater. Und ob die Ex jetzt am Wochenende Party macht oder nur Bücher liest, wenn er aufpasst.. geht euch nix an. Ich möchte dir nicht zu nahe treten .. Aber mir scheint , du hast null Erfahrung, weil kinderlos und offenbar kennst du auch niemanden, der eben 2 oder 3 Kinder gross zieht. Es ist verdammt viel Arbeit. Ab der Geburt 24 Std. .. wenig Schlaf. Kinder versorgen , umsorgen emotional.. erziehen .. beschäftigen .. dann ggf. noch arbeiten und Haushalt. Eigene Bedürfnisse bleiben immer zurück. Können nur bedacht werden, wenn der Vater die Verantwortung zeitweise übernimmt. Und dann haben sie manchmal , wenn alles , wozu sie sonst mit Kindern kaum kommen, erledigt haben , Zeit. Das Mitleid mit deinem Freund hält sich in Grenzen . Der Vater zahlt Unterhalt. Die Mütter zahlen auch. Warum glauben alle, dass Unterhalt so viel Geld ist ? Selbst nach der höchsten Tabelle bleibt nach Abzug von Betreuungskosten wie Kita zb nicht viel. Kinder wachsen.. brauchen stets neue Klamotten. Saisonal. Spielzeug. Ausflüge.. essen. Kostet alles. Meist mehr als der Unterhalt. Zumal ja auch Miete anfällt für mehr Wohnraum. Fazit : dein Freund opfert sich null auf. Er versucht das beste in der Situation. Das schlechte Gewissen hat er zu Recht .. Er tanzt auf 3 Hochzeiten .. Ich finde es schwer, in einer Familie allen Kindern gerecht zu werden. Er hat 3 Familien. Möchte nicht mit ihm tauschen . Aber er hat es ja gewollt und gewählt . Und Kinder sind und bleiben zeitintensiv. Mir scheint jedoch , dass du dauerhaft ein Problem haben wirst, weil du ihn so erschöpft erlebst und glaubst, er mache zu viel.... das tut er nicht .Man kann als Eltern nicht zu viel Verantwortung tragen.. die meisten entantworten sich. Entziehen sich... sind überfordert. Aber Kinder wachsen, werden autonom. Dann können Jahre kommen , wo man eben wieder mehr Zeit hat.
Überlege dir, ob du das dauerhaft mittragen kannst und möchtest.

VG

  • (22) 16.10.18 - 09:40

    Danke für deine Zeilen.
    Hmm... Null Erfahrung stimmt nicht ganz.
    Ich war bereits mit einem Mann liiert, der ebenfalls Vater dreier Kinder war.
    Und ich selbst bin Scheidungskind.
    Meine Freundinnen sind Scheidungskinder.
    Meine Cousinen und Cousins sind es.
    Ich kenne es eigentlich nicht anders ;-)

    Und ich kann nur sagen, dass ich es noch nirgends erlebt habe, dass ein Vater nach Trennung/ Scheidung so eng mit seiner Familie verbunden blieb.
    Ich kenne keine gemeinsamen Familienfeste.
    Um alles Alltägliche hat sich meine Mama gekümmert.

    Ob das nun so das Optimum ist sei dahin gestellt.
    Aber geschadet hat es mir auch nicht.
    Klar... ich bewundere meine Mama dafür wie sie das alles alleine hinbekommen hat.

    Ich möchte an dieser Stelle - und ich weiss jetzt hagelt es Backpfeifen - trotzdem deutlich machen, dass es die Frauen waren, die sich die Kinder gewünscht haben. Keines der Kinder war geplant. Wobei das mittlere Kind so halb geplant war. Sie hatte sich ein zweites gewünscht und Verhütung eingestellt und ihm war es - so wie die Männer wohl oft sind - dann irgendwann egal. Das dritte Kind ist entstanden bevor er mit seiner Ex in einer Beziehung war. Sie haben sich mitunter wegen der Schwangerschaft dazu entschieden es miteinander zu versuchen, was ja auch sehr lange sehr gut geklappt hat. (Deswegen hat er sich schlussendlich ja auch sterilisieren lassen - das mit der Verhütung bei der Frauen hat ja nicht optimal geklappt)
    Das soll nicht heißen, dass ich ihn da in Schutz nehmen möchte. Wenn ich keine Kinder möchte stehe ich mit in der Verantwortung mich um Verhütung zu bemühen. Er hat sich aber letztlich mit der Situation arrangiert. Seine Kinder lieben ihn und allein das sollte doch Indiz dafür sein, dass er ein guter Vater ist. Und für mich am Ende auch ein guter/ verantwortungsvoller Mensch.

    Ich finde es allerdings schwierig, wenn Frauen sich auf Teufel komm raus ein Kind wünschen und nachher rumjammern, dass es viel Arbeit ist. Auch deswegen würde bei mir gar kein ernst zu nehmender Kinderwunsch auftauchen solange mein Partner ihn nicht auch hat. Denn ich möchte mich gemeinsam für dieses Leben entscheiden.

    Die Frauen haben das - klingt blöd, ich weiss - aber auf eigene Faust entschieden so ein Leben führen zu wollen. Er hatte keine Wahl. Das entlastet ihn nicht hinsichtlich der Verantwortung, aber für mich persönlich ist es schon so, dass ich zu ihm aufsehe und ihn umso mehr dafür liebe, wie gut er sich kümmert. Auch wenn er sich für sich selbst mit Sicherheit ein ganz anderes Leben gewünscht hat. Das lässt er niemanden spüren.

    P.S. Und ich gönne seinen Exen, wenn sie Party machen gehen :-) Ich finde ohnehin schlimm, dass viele Eltern vergessen, dass sie auch ein eigenes Leben haben und darüber hinaus auch vergessen, dass sie neben der Elternrolle auch Geliebte sind und das vernachlässigt wird.

Hey
also ehrlich gesagt ist es mir fast zuviel es alles zu lesen. Was ich dir aus eigener Erfahrung sagen kann ist das man es nicht jedem Recht machen kann und das Kinder eine Lebensaufgabe sind. Ich finde es gut das er die Verantwortung trägt und so aber ehrlich gesagt finde ich lebt er so als sei er mit beiden Exen noch zusammen. Vor allem weiß ich nicht warum Ex Nr.1 ihm schreibt was mit seiner Tochter sei? Das geht sie genau genommen nix an und sieht so aus als ob die nicht begriffen haben das es zwischen Ihnen als Paar vorbei ist. Er tut viel sehr viel mehr als er müsste und bleibt sicher ein Stück weit auf der Strecke. Es gibt Menschen die können das soviel arbeiten....Letztlich musst du wissen was du sein willst die 3. Frau an seiner Seite? Woher nimmt er Zeit und Kraft für dich? Warum übernimmt er die Verantwortung für andere und lässt die Exen in einem teuren Haus was er bezahlt wohnen? Ich bin nicht sicher aber für mich klingt das als ob seine Exen ihn emotional unter Druck setzen und ihn da ausnutzen! Ich würde niemals in einem Haus wohnen wollen was jemand anderes abzahlt entweder kann ich mir das selbst finanzieren oder nicht wenn nicht dann wohne ich da eben nicht. Er müsste sich theoretisch nur alle 14 Tage um die Kinder kümmern lebt aber das volle Programm Familienleben mit denen und irgendwo zwischen drin bist du! Vielleicht willst du auch noch Kinder? Oder willst auch mal bei jemanden Kraft tanken? Also ich glaube ich könnte das nicht Hut ab das du das so machst!

  • Danke für deinen Beitrag.
    Hier liegt wohl ein Missverständnis vor.
    Das Eigenheim Nr. 1 bewohnte Ex Nr. 1 für einige Jahre bis die Kinder aus dem Gröbsten heraus waren und sie das Haus gemeinsam verkauften.
    Ex Nr. 2 ist aus dem Haus, das er gekauft hatte vor 3 Jahren, vor paar Wochen ausgezogen.

    Bei Ex Nr. 2 habe ich auch nicht das Gefühl, das sie vorhat ihn auszunutzen. Ist momentan schwer zu sagen, da die Trennung noch nicht lange zurück liegt.

    Ich glaube, dass bei Ex Nr. 1 das Problem ist, dass sie seine beste Freundin ist und er ihr alles erzählt. Von jeder kleinen Auseinandersetzung mit mir usw. Das finde ich auch nicht cool, denn das kann immer wieder gegen mich verwendet werden.
    Und ich habe auch ein etwas anderes Bild von ihr als er.

    Man muss auch wissen, dass ich ein ganz anderer Typ Frau bin wie seine beiden Exen. Die sind eher wirklich solche Frauen, die für ihre Mutterrolle leben, während ich ein Kind niemals über meinen Mann stellen würde. Denn für mich bedeutet Kinderkriegen, dass zwei Erwachsene, die sich sehr lieben, gemeinsam entscheiden, dass sie eine Familie gründen wollen. Und ich möchte nicht den Erwachsenen vernachlässigen, den ich so sehr liebte, dass ich mich entschieden hatte mit ihm eine Familie zu gründen. Ich bin generell aber im Vergleich zu den Beiden eher so "selbstständig". In jeglicher Hinsicht. Ich habe halt immer viel gearbeitet statt eine Familie zu gründen. Mir hat auch der richtige Mann gefehlt. Aber ich glaube, dass die beiden Exen, die sich ja auch sehr gut verstehen und miteinander abhängen, etwas Angst vor der Situation haben. Denn die Beiden hatten sich miteinander arrangiert. Aber ich bin ganz anders als sie... und neu... und anders... und überhaupt. Verstehst du?

    Vor einigen Wochen rief seine große Tochter (12) am Sonntag nachmittag an und am Ende des Telefonats fragte sie, was er heute noch macht. Er sagte, dass wir später essen gehen. Sie fragte wohin und er meinte "Wahrscheinlich zum Lieblingsgriechen." Ich hatte es schon gerochen. Wir saßen beim Lieblingsgriechen und seine Ex Nr. 1 kam mit den beiden Kindern herein. Sie und ich waren uns bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht persönlich begegnet. Sie kamen rein - klar die Kinder gleich zu Papa - und sie hat mich keines Blickes gewürdigt. Ich wolte dreimal aufstehen und ihr die Hand geben, um mich vorzustellen, aber sie hat mich komplett ignoriert. Sie haben sich bestimmt 5-10 Minuten unterhalten. Als sie auf dem Weg zum Nachbartisch waren (unserer war nur für 2 Personen, aber der gleich daneben), stellte ich mich ihr einfach in den Weg und gab ihr die Hand. Und im Nachgang sagte sie zu meinem Freund, ich sei wohl überrascht und nervös gewesen, dass sie aufgekreuzt sind und es täte ihr leid. Sie hätten ja nicht gewusst, dass ich dabei bin. Kann sein. Jedenfalls gibt es für ihr Verhalten mir gegenüber in der Situation nur zwei Erklärungsmöglichkeiten. Entweder sie war es, die nervös war mich zu treffen und hat darüber hinaus ihren Anstand vergessen oder es war Absicht mich zu ignorieren.

    Ich beobachte und halte die Füße still.
    Bisher finde ich ihr Verhalten jedenfalls nicht sehr schön ihrem besten Freund gegenüber.

(25) 15.10.18 - 23:13

Ich sehe das etwas anders. Er hat diesen Weg gewählt. Und die Einstellung, dass er für Ex nr 1 oder 2 oder wer auch immer das war zum Elternabend ging- ist das Problem.
Er ist der Vater und geht nicht für die Ex dahin! Es ist genauso seine Aufgabe! Er kann sich noch frei bewegen und auf Konzert Tournee gehen Proben arbeiten zum Hockey usw... die ex Frauen sind fast 24/7 zuständig!
Und du sagst er tut denen einen Gefallen weil er sich mal um seine Kinder kümmert so wie es sich gehört? Da ist das Problem! Er hat die Pflicht dies zu tun und hat es sich so ausgesucht. Er hat entschieden noch mit einer zweiten Frau ein Kind zu zeugen und muss nun den Spagat schaffen. Was die beiden exen leisten wird nicht gesehen. Es ist selbstverständlich, dass er sich um sein krankes Kind kümmert, wenn er nicht bei der Arbeit sein muss. So wie er es macht ist es toll und richtig. Aber seht es nie als „einen Gefallen tun“ und der Ex ihre Aufgabe abnehmen an. Auch beruflich hat er sich für diesen Weg entschieden. Wenn alles zu viel ist muss man was ändern und seinen Weg beruflich überdenken... die Kinder und seine damit verbundenen Pflichten kann er jetzt nicht mehr überdenken.

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