Nicht mal eine passende Überschrift hierzu fällt mir ein

Am liebsten würde ich ja damit beginnen, dass ich für eine Freundin frage, aber ich befürchte das stimmt so nicht, somit hoffe ich hier auf etwas Input, vielleicht andere Sichtweisen, im besten Fall auf DIE Lösung.
Als Eltern von drei Kindern, das jüngste ein halbes Jahr alt, das älteste sechs, dreht sich vieles bis alles in unserem Alltag um unsere Kinder. Mein Mann arbeitet wahnsinnig viel, wir beide schlafen wahnsinnig wenig und haben aus vielerlei Gründen stressige Zeiten hinter uns. Ein Ende dessen ist nun absehbar, es kehrte etwas Ruhe ein, zwar sind die Abende/Nächte mit den Kindern zehrend, aber auch damit hat man sich arrangiert und weiß, dass es nicht für immer so sein wird.

Gerade als ich dachte, dass die Wogen sich nun etwas glätten, mich auf ein paar kommende freie Tage des Mannes gefreut habe und darauf den Blick wieder aufeinander zu richten, kommt aus dem Mund dieses Mannes folgender Satz: Sexualität gibt es nicht und wird es auch nicht mehr geben. Meine erste Reaktion auf seinen schlechten Humor war zu verkünden, dass ich mir dann aber irgendwann jemanden suchen werde, das sei ihm egal und während ich versuchte den Witz in seinen Ausführungen zu entdecken, merkte ich, dass es gar kein Witz ist und auch die Diskussionen der vergangenen zwei Tage darüber zeigen: er meint das ernst!
Zwar sagt er, es sei nicht weil er es nicht wolle, sondern, O-Ton: die Erfahrungen der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es künftig nicht möglich sein wird, Beischlaf zu verüben. Die vergangenen Wochen mit Kinderschnupfen, Kinderviren und Kinderzähnen lassen meinen Mann auf die Ewigkeit schließen und, für mich noch schlimmer, es mir ungefragt mitteilen. Wer auf dieser Welt, setzt sich mit seinem Partner hin und verkündet: nur damit die Fronten klar sind: Sex ist nicht mehr.
Sicherlich wäre er in nächster Zeit etwas ausgeblieben, oder auch nicht, aber für immer?
Nun gut, man könnte man eine gewisse Lächerlichkeit daraus ziehen, genau das tue ich auch, aber wie geht man damit im Alltag um? Ich bin, ob dieser Aussage so derart gekränkt, das ich kaum die selbe Luft atmen kann. Natürlich haben wir darüber gesprochen, ich habe geweint wie eine dreijährige, wenn auch der Grund die Vereinbarkeit mit dem Alltag ist, nehme ich es persönlich, fühle mich auf das reine Mutter Dasein degradiert und zweifel an der Liebe, beweine die fehlende Leidenschaft, stelle alles in Frage. Er wiederum, ähnlich hilflos, gibt zu Bedenken, wie man eine Ehe aufgrund dessen in Frage stellen kann und ja, es geht mir nicht darum eine Ehe aufzugeben, weil oder wenn man keinen Sex mehr hat, aber diese resolute Ankündigung, das Mitteilen dessen, empfinde ich als zu große Kränkung. Es nimmt sämtlichen Formen der Nähe Raum. Mir zumindest, weil ich so bin wie ich bin. Nicht mal einen Kuss könnte und wollte ich austauschen, selbst wenn wir an einem Tisch sitzen, muss ich mich zusammen reißen, nicht zu fragen, ob es in Ordnung ist neben mir zu sitzen, oder er das auch aufheben möchte. Seine Aussage lässt keinen Raum für Kompromisse und ich bin bekennend nachtragend. Es gibt, zugegeben, nichts das er tun könnte, um das aufzuheben, denn alles wäre für mich ein ‚mir zu Liebe‘ seinerseits- wobei es sicher geholfen hätte, hätte er es aufgehoben, gesagt er sei...betrunken? Übernächtigt? Verrückt? Ja, so etwas hätte mir vielleicht geholfen, sagte er aber nicht, im Gegenteil, noch auf die fünfte Nachfrage von mir wiederholte er seine Ausführungen, erklärte es gäbe ja noch so viele andere schöne Dinge zwischen uns, wichtiger sei es die Kinder gut ins Leben zu begleiten...alles ganz toll und löblich, aber auch sehr...katholisch! Zu sehr, für meinen Geschmack.
Andere Gründe, wie etwa eine andere Frau oder eine Unansehnlichkeit meinerseits sind übrigens ausgeschlossen, der meint das wirklich genau so, wie er es sagt.
Was tue ich? Beweinen werde ich es nicht weiter, bereden auch nicht mehr, es dreht sich im Kreis, aber wie löse ich das Dilemma für mich? Wie kann ich damit umgehen? Muss ich das überhaupt? Für konstruktive Vorschläge bin ich offen und dankbar....

Es tut mir sehr leid fühl Dich erstmal gedrückt. ❤
Ich verstehe das Du nun verzweifelt bist, weil Du es auf dich beziehst.

Was ich nicht verstehe, ist seine Aussage. Was soll das? Wie kommt er darauf? Will er nun nur noch neben dir her leben? Ist er vielleicht Asexuell?
Ich kann es überhaupt nicht begreifen und ich glaube so geht es dir auch. Wie alt seid ihr?
Würde er die Ehe öffnen?
Es klingt irgendwie sehr absurd was er da von sich gibt...
Liebe Grüße

Wir sind Ende 30. Verrückt, oder? Er ist keineswegs a-sexuell, aber sehr verkopft und frei von Empathie. Das ausgelöste Drama versteht er nicht ganz. Es sei nicht so, als wolle er nicht, es gehe nicht. Punkt.
Ich empfinde ihn im Alltag mit den Kinden gestresster als mich. Gerade abends, wenn es ans schlafen geht ist er angespannt. Im Grunde war es vielleicht ein lautes Denken. Im Affekt. Jemand anderes als ich es bin, hätte gelacht und abgewunken, ich bin ein Emotionsbolzen. Und ein Elefant. Vergesse nichts. Gesten sagte er großzügig, vielleicht sehe er das ja bald schon wieder anders, das glaube ich sogar, aber das Gesagte klebt für immer an mir.
Wir verfolgen beide recht konservative Werte, eine offene Ehe wäre für keinen von uns tragbar, für mich jedenfalls nicht.
Es hilft schon mal, dass jemand anderes selbe Absurdität empfindet wie auch ich, danke dafür!

Ah, ok, es "gehe" nicht. Das schließt wirklich auf eine Verkopfung.
Vielleicht geht es nicht weil es stressig ist. Dann liegt es aber keinesfalls an dir.
Ja ich verstehe, ich bin auch traditionell und auch für mich käme das persönlich nicht in Frage, aber ich kenne Menschen denen es damit sehr gut geht. War nur ein Vorschlag.

Aber vielleicht gibt es doch noch Hoffnung. Es gibt auch Blockaden, die kann man auflösen lassen (Psychokinesiologie oder Akupunktur). Das müsste er aber wollen. Und ich kann verstehen das es dich belastet das würde es mich auch!
Wäre er denn bereit ggf eine Lösung zu finden oder hat er für sich aufgegeben? Das könnte natürlich auch eine (vielleicht psychische) Impotenz sein?
Wünsche euch auf jeden Fall das ihr wieder körperlich zusammen findet!!!

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>> Die Erfahrungen der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es künftig nicht möglich sein wird, Beischlaf zu verüben. <<

Mein erster Gedanke bei diesem Satz war: Impotenz.

Die Erfahrungen der vergangenen Wochen können sich nämlich auch auf Erfahrungen mit sich selbst beziehen. Eventuell hat er bemerkt, dass körperlich etwas nicht mehr so "funktioniert" wie gewohnt. Um sich dann nicht mit dem Thema auseinandersetzen zu müssen, regelt er das Thema für sich eben anders.

Er kann damit natürlich auch gemeint haben, dass ihr aufgrund der Kinder und des stressigen Alltags nicht mehr dazu kommt. Dann formuliert man ja aber nicht "der Beischlaf ist nicht möglich". Außerdem muss ihm ja bei klarem Verstand bewusst sein, dass die Kinder nicht immer in diesem Alter sind und dass solche Dinge durchaus wieder einen höheren Stellenwert erreichen.

Mein erster Gedanke war, Geisteskrankheit, aber nein, es ist ernst.
Gemeint war, das wir in den vergangenen Wochen Intimitäten ausgetauscht haben, zwischen Kindern und Müdigkeit und zweiteres zunimmt, so dass er Wiederholungen künftig ausschließt. Das er das für alle Zeiten tut, ist, denke ich, seinem Talent für Rundumschlägen zuzuordnen.
Weil ich den Beitrag weiter unten las, ein immer und nie, höre auch ich oft, starke Worte, die an mir haften, er verwendet sie im Affekt. Es ist, oft, als würde er, wenn er sich nicht mehr zu helfen weiß, tobend alles zerstören, sich dann besinnen, maximal ein ‚Schuldigung‘ verlauten und weiter geht es. Für ihn. Während ich hilflos zurück bleibe und die Welt nicht mehr verstehe.
Auf mein Einlenken, dass die Kinder nächsten Monat, nächstes Jahr, in zehn Jahren, in ganz anderen Phasen sind, schon an dem 6jährigen Kind ist erkennbar, dass die Selbständigkeit Einzug hält und es stressfreier wird. Seine Reaktion: in zehn Jahren bist du Ende 40, ich 50 und verzog das Gesicht.
Es war, in dem Moment aber auch kein reden mit ihm möglich. Er haute das raus, basta.
Klug wäre es gewesen zu lachen und mir ein Buch zur Hand zu nehmen. Das daraus zu machen, was es ist: eine Lachnummer. Stattdessen folgten Tränen und jetzt sitzen wir irgendwie beide in einer Sackgasse fest und fühlen uns unwohl. Beide gemeinsam und jeder für sich...

Du bist sicher, dass du deinen Beitrag ernst meinst? Für mich lesen sich deine Beiträge wie ein Aufsatz, eine Kolumne oder ein Kapitel aus einem Buch, irgendwie unecht und distanziert.

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Für mich klingt das in erster Linie mal nach Frust abladen.
Was jetzt die Ursache sein könnte, zu viel Stress oder irgendein anderes Problem müsstet ihr ergründen.

Aber ich gestehe, ich könnte sowas auch sagen, wenn ich nämlich eigentlich was will und es aus diversen Gründen momentan nicht geht. Dann bin ich so frustriert, dass immer alles "immer" und "nie" ist.

Das hilft mir gerade sehr, denn du hast sicher Recht. In meinem Kummer, habe ich allerdings nur wenig Blick dafür, suche nicht nach Erklärungen, sondern suhle mich in der mir widerfahrenen Ungerechtigkeit.
Mir fällt ein Beispiel aus der Vergangenheit ein, das seine Art verdeutlicht: mir stand etwas für mich schweres bevor. Etwas worin ich nicht gut bin, wofür ich mich überwinden musste. Etwas das sein Metier ist, pillepalle für ihn, für mich nicht.
An der Stelle, an der jeder, und zwar jeder Mensch, sogar Fremde, mir ein ‚Du schaffst das!‘ gegeben hätte, platzt aus meinem Mann ein ‚Das schaffst du eh nicht‘
Gleichermaßen absurd, wie auch das jetzt. Es zeigt, dass er zu solch unglücklichen Formulierungen neigt, wenn er überfordert ist. Das mag es erklären, vielleicht sogar entschuldigen, es nimmt mir trotzdem nicht das Gesagte aus den Ohren, dem Kopf.

Du weißt ja, Selbsterkenntnis und so, somit ist es gut, dass du bei Dir darum weißt. Im besten Fall, wissen das auch die Menschen in deinem Umfeld und nehmen es sich nicht zu Herzen. Die meisten Dinge weiß ich auch zu nehmen, überhöre sie, tue sie ab, warte auf den nächsten Tag, der ein völlig anderes Licht wirft, aber hier kann ich das nicht.

Hallo :)
Ich würde mir das an deiner Stelle nicht bieten lassen. Es kann sein das deinem Freund die ganze Situation im Moment zu viel wird, aber das rechtfertigt so eine Aussage meiner Meinung nach nicht. Ich finde zu einer Beziehung oder Ehe gehört halt auch ein liebesleben dazu, egal ob man gerade Stress hat oder andere Dinge einen stören. Ich würde zu Deinem Freund nochmal sagen, das diese Aussage dir sehr weh getan hat und für dich eine Beziehung ohne sex nicht in Frage kommt..
LG Maja

...und ich bin die letzte die das nicht verstehen würde. Mir ist hier des Öfteren mal alles zu viel. Zu viel Geschrei, Gemecker, Gerenne, zu viel alles, zu wenig ich, aber deswegen kann ich ja nicht hin werfen.
Und ja, gesagt habe ich all das, aber wozu führt es? Trennung, wegen Androhung des Liebesentzugs? Das ist absurd. Es muss irgendeine andere Lösung geben. Ich suche weiter ;-)

"Ich würde mir das an deiner Stelle nicht bieten lassen." #rofl#rofl#rofl
Hey cool!
Meinst Du mit Vergewaltigung wird es besser?!?!
Oder wie genau willst Du einen Mann zum Beischlaf zwingen?#sex#sex#sex

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Aufgrund vielfältiger Erzählungen/Erfahrungen mit Männergeschichten aller Art gehe ich davon aus, dass Dein Mann derzeit impotent ist, man nennt es auch erektile Dysfunktion. Das verbietet ihm sein Stolz zuzugeben.
Sein Fazit: ich kann nicht mehr, also will ich auch nicht mehr und meine Frau hat das eben zu akzeptieren.
Natürlich geht man auch nicht zum Arzt, das geht ja garnicht, man ist doch ein Mann.
Sag ihm das mal auf den Kopf zu, die Reaktion wäre interessant. Bei ED kann ein Arzt übrigens durchaus helfen, da gibt es unterschiedliche Ursachen. Aber natürlich muss er erstmal hingehen. LG Moni

Liebe Moni, wüsste ich es nicht besser, würde ich das auch denken, aber es gab ja körperliche Liebe in letzter Zeit. Zugegeben recht husch husch und doof, weil überall diese Kiiiiinder, aber es ging- zumal wir uns in sehr absehbarer Zeit auch räumlich verändern, aber nein, das sieht er in seinem Wald alles nicht. Oder es ist ihm wegen der Kinder unangenehm? Er geht auch nicht mit Kind ins Bad, ich hingegen kenne Bad nicht mehr ohne Kinder darin.
Mein Mann zückt sehr oft ein ‚Geht nicht‘ und ich belehre ihn eines besseren, in diesem Fall allerdings bin ich so angeschossen, als das ich den Rückzug antrete. Vielleicht nicht das klügste, aber das einzige, das mir derzeit einfällt...

Habt ihr mal die Chance, ein Wochenende ohne die Kinder zu verbringen? Mal gut überlegen, wem man sie mal 2 Tage "verkaufen" könnte ;-)
Wenn er dann aber noch noch kneift, dann könnte er mir auch..... im Mondschein begegnen.
Ist es nicht seeehr anstrengend/ermüdend, einen Mann zu haben, der dauernd sagt "geht nicht" - auch in anderen Bereichen? Mein Mann war auch manchmal so einer, der das eine oder andere schon im voraus madig machte. Aber wenn ich ihm das dann vor die Nase hielt, hielt er sich dann wieder lange zurück.
Was heißt, er geht nicht mit Kind ins Bad? In die Badewanne oder aufs Klo? Wenn ich aufs Klo gehe, will ich auch NIEMAND aber auch wirklich niemand dabei haben, kein Kind, keinen Partner, das schaff ich alleine. Wenn ich aber früher in der Badewanne lag, blieb die Tür schon offen, schon weil das Klo mit im Raum ist und ein Kind ja doch immer mal schnell musste.
Von großen Verführungsaktionen zuhause mit den Kindern drum herum halte ich auch nicht sehr viel - aber ich würde alles versuchen, mal ein Wochenende Auszeit zu kriegen, auch um in Ruhe mit ihm zu reden.......danach ;-) LG Moni

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Du suchst nach einer Lösung?
Ich würde das mit den Waffen einer Frau lösen und ihn Abends mal gehörig verführen!
Wenn bei ihm noch Alles normal "tickt", dann kann er ja wohl ab einem gewissen Punkt nicht mehr wiederstehen :-)

Nimm das Gerede von ihm nicht persönlich- zeig ihm, dass Kinder und Zweisamkeit der Eltern sehr wohl vereinbar sind

Alles Gute #klee

Da sagst Du etwas, dass sicher richtig und gut und passend wäre, aber das könnte ich nicht. Sicher habe ich da ein ganz großes Problem mit meinem Ego, ja, aber wenn ich mich derart abgewiesen fühle, komme ich für nichts auf der Welt an. Hier ist der Stolz sehr viel größer als die Not ;-)

Ich bin auch eine sehr stolze Frau- aber in diesem Fall würde ich meinen Mann auf diese Art eines Besseren belehren- und nebenbei mir Selbst und ihm beweisen, dass sein Gerede "für die Katz" war!
Außerdem würde ich persönlich wissen wollen, ob bei ihm noch Alles ok ist- oder ob da nicht doch ein medizinisches Problem dahinter steckt.

Stolz kann man in diesem Fall auch so interpretieren, dass man zu stolz ist, ihm das zu glauben, was er da sagte!

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dreht sich vieles bis alles in unserem Alltag um unsere Kinder.
sind die Abende/Nächte mit den Kindern zehrend
haben aus vielerlei Gründen stressige Zeiten hinter uns

Ich denke, da liegt der Hase im Pfeffer. Das sind durchaus Beziehungskiller.

Ich kenne durchaus Menschen mit Kindern, die sich trotzdem nah sind und eigentlich sind wir uns das auch, entsprechend irritiert bin ich durch seine Ankündigung.
Und nochmal, selbst ich bin derzeit durch die Kinder satt an Nähe und war ganz glücklich, so wie es war, wir sind gestandene, intelligente Menschen, und keine Tiere, umso absurder für mich die ganze Situation...

Hallo

Kann es sein das er eine andere hat??

Lg

Nein, gaaaaaar nicht und er liebt mich heiß und ewiglich, das weiß ich. Auch das er spinnt, irgendwann einräumen wird es nicht so gemeint zu haben, derzeit einfach überfordert ist, so zumindest vermute ich es, aber ich. Meine Gedanken, mein Herz. Mein Stolz vielleicht auch. Mein Ego. Ich schaffe es in meinem hohen, erfahrenen Alter nicht, einfach darüber zu stehen. Wie ein pubertäres Mädchen, möchte ich ihm entgegen schreien, das er der gemeinste Mensch der Welt ist, nur bringt mir das nichts, außer noch mehr Lächerlichkeit in diese Situation...

... Das war auch mein erster Gedanke

Na, da haben sich ja zwei gefunden. Kopfmenschen, die gerade ein vorübergehendes Dilemma in Bezug auf die Elternschaft erleben (man nennt es ja gerne auch eine Phase) und dann überemotional darauf reagieren, weil sich das mit dem Kopf nicht lösen lässt.

Und jetzt ist jeder in seiner Schmollecke und es scheint keine Lösung zu geben. urbia hat dafür einen hübschen Urbini:

#schrei

Übrigens der Weg aus dem Kindergarten ging früher immer durch die Tür. ;-) Ist heute bestimmt noch genauso, oder?

Ist das der Rat, den du einer Freundin mündlich übermitteln würdest?
Und ja, auch ich würde es bei anderen lächerlich finden, aber gleich so los schmettern, nein.
Du erkennst es schon richtig, Kopfmenschen. Nichtsdestotrotz gestandene Menschen, Eltern, mit all den Höhen und tiefen die zur Elternschaft dazu gehören und am Ende des Tages immer bemüht gute zu sein.
Weder Schmollecke noch Kindergarten, aber manchmal, fällt es schwer sich selbst von außen zu betrachten, wenn man sich in einer Situation fest gefahren hat und unabhängig von lächerlichen Smileys, ist dafür ein Forum da, um Rat zu erbitten.
Danke für Deinen.

Du hast das Schmunzeln nicht herausgelesen, schade. Ja, so rede ich mit meinen Freundinnen und sie auch mit mir. Einen Rat hatte ich Dir allerdings nicht gegeben, weil Du im Grunde gerade selbst schon erkennst, wo es hakt. Lächerlich ist Dein Problem aber überhaupt nicht, dazu sind die Fronten zu verhärtet. Das tut eher beim Lesen weh.

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Hallo!

Was genau ist jetzt Dein Problem?
Dass er sich vorgenommen hat, fest plant nie mehr mit Dir (und keiner anderen?) Sex zu haben? Hätte mein Mann das gesagt, hätte selbstverständlich meine uneingeschränkte Unterstützung dazu zugesagt, weil so etwas illusorisch ist!

Du selber räumst ein, dass er sich trotz anfänglicher Unlust sich doch zu Sex "überreden" ließ. Ich gehe nicht davon aus, dass Du ihn dazu erpresst, bedroht, verkloppt hast!
Was durchaus möglich ist, dass Euer Sexleben sich aufgrund des Tagesplans mit 3 Kleinkindern und stressigen Zeiten ÄNDERT (weniger oft, weniger spontan, kürzer, ....) und das vielleicht nicht für immer.
Vielleicht ist es tatsächlich so, dass er sich unwohl fühlt, wenn nebenan Kinder Lego spielen, oder "Kochen", oder einfach nur aufmerksame zuhören und jederzeit "stören" könnten.
Versuche mal explizit mit ihm "kinderfreie", "stressfreie" Momente einzuplanen, wo es nix #schein zu tun gibt. Versuche Deine Kinder an einem angekündigten dauerverregneten Wochenende meistbietend an die Freunde / Verwandtschaft zu verleihen, Internet - ausschalten, und auf geht es.

Es kann auch sein, dass er "Angst" dass noch ein Kind entsteht und er ist jetzt erstmal langfristig bedient. Wenn ihr Eure Kinderplanung definitiv abgeschlossen habt, redet mal über seine Sterilisation - das kann auch entlastend wirken.

Fazit: Mach kein Stress nimm nicht es zu ernst und diskutier das Problem nicht tot!

LG, I.

Da wirfst Du durcheinander oder ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Niemand musste in der Vergangenheit überredet werden, im Gegenteil. Ich müsste mich derzeit selbst dazu überreden, heißt, ich habe aktuell gar keinen Bedarf an Sexualität, die Tatsache das er sowas mitteilt, so resolut und endgültig ist es, das mir zusetzt und dabei fehlt mir genau die Coolness die Du ansprichst, nämlich zu sagen okay, von mir aus, wohl wissend, das es völlig unrealistisch ist.
Unsere Kinder entstanden mit Hilfe künstlicher Befruchtung, dahingehend sind also keine Ängste vorhanden ;-)

>> Es kann auch sein, dass er "Angst" dass noch ein Kind entsteht und er ist jetzt erstmal langfristig bedient. <<

Genau DAS könnte ich mir auch gut vorstellen.
Er merkt über Wochen, wie das läuft (oder auch nicht) und hat die für sich schlüssigste Entscheidung laut ausgesprochen: es wird nie wieder Sex geben ...

Der Satz könnte auch von mir sein #schein

Die TE hat es vielleicht einfach nur falsch aufgefasst ...

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<<< Ein Ende dessen ist nun absehbar, es kehrte etwas Ruhe ein>>>

Dann warte doch einfach mal ab, bis ein bisschen MEHR Ruhe eingekehrt ist.

Es wird nichts so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

Waren die Kinder geplant?

Ich frage nur desshalb, weil ein Kumpel von seiner Holden was die Kinderplanung betrifft ein wenig "verarscht" wurde. Klar...er liebt seine beiden Kids über alles.....will aber auch keinen Sex mehr mit seiner "Ollen".

Die Kinder sind sogar nachgeholfen und wären natürlich gar nicht entstanden, also ja ;-) und nochmals ja, denn natürlich warte ich nun ab, etwas anderes bleibt mir im Grunde auch nicht übrig. Während des Abwartens fällt es mir mitunter schwer nicht in ein tiefes Grauen zu fallen, meine Gedanken überschlagen sich da schnell und so unbedacht die Äußerung meines Mannes war, ehrlicherweise kann er gerade nur verlieren, denn ich schmettere alles ab, erwarte aber, dass er weiter anbietet bis...ja, bis ich zufrieden bin, wohl wissend, dass mich jetzt, gerade, in dieser Verfassung nichts zufrieden stimmen wird. Das ist mein Dilemma und letztlich auch Seins, denn er weiß wie ich bin und sage mir welcher Mann Lust hat die nächsten Wochen als kriechendes Hündchen zu verbringen? Richtig. Meiner auch nicht, somit wird sich wohl eine andere Lösung finden, müssen. Alles andere würde diese Absurdität nur noch absurder machen. Habe dank!

Ich habe die vorigen Beiträge nicht gelesen. Kann es sein, dass sich dein Partner sehr mit allen möglichen Erwartungshaltungen unter Druck setzt und jetzt am Limit ist?

So ein Satz könnte mir auch über die Lippen kommen und ich würde ihn in meiner Not auch daran glauben, dass ich das so meine. In Wirklichkeit wäre es für mich nur ein Weg, eine Erwartungshaltung zu eliminieren: Statt jeden Abend zu merken, dass mein Partner Sex will, während ich zu müde bin und mich unter Druck gesetzt zu fühlen und mich mies zu fühlen, dass ich den Erwartungen des anderen nicht entspreche, würde es mir wie eine Erlösung vorkommen, das Thema ein für alle Male zu klären. Übersetzt hieße das: Ich bin total platt. Es macht mich mega fertig, das alle was von mir wollen. Wenn ich nicht durchdrehen soll, dann muss ich meinen Stress reduzieren. Mit Sex fang ich an. So. Ende der Durchsage.

Kurzum: Wenn dein Mann so bekloppt ist wie ich und nur Tabula rasa kann, wenn er gestresst, lohnt es sich nicht, ihn Ernst zu nehmen. Da reicht es, wenn mal wieder ein paar Nächte schlafen kann.

Ach, da sagst du was, ja das trifft es ganz gut, denn nein, niemand möchte hier gerade Sex, denn ja, auch ich bin müde, erkältet noch dazu und überhaupt. Ich dass ganz normal auf der Couch, ich habe überhaupt nicht danach gefragt. Ich habe überhaupt gar nichts gefragt, ich weiß gar nicht mehr was ich tat. Es war so eine Kurzschlusssache. So als würde ich mich einfach vor eine Menschenmenge stellen und rein rufen: reicht mir jetzt mit euch, ich will euch alle nicht mehr sehen. So absurd auch. Und hier der Knackpunkt: jeder aus der Menschenmenge würde weiter gehen, maximal den Kopf schütteln und denken du armes, irres Ding nur ich, ich bleibe fassungslos zurück und schüttel den Kopf. Ich weiß ich dürfte es nicht ernst nehmen, dessen nicht viel Bedeutung schenken, aber Herz und Kopf kooperieren da gerade nur mangelhaft miteinander. Ich arbeite daran und Du, mache das doch nicht. Das hat was von Axt und Wald. Im Kindergarten lernen die Kinder laut Stop zu sagen, wenn ihnen etwas zu viel wird, vielleicht sollten wir das zu Hause etablieren...

<Was tue ich? Beweinen werde ich es nicht weiter, bereden auch nicht mehr, es dreht sich im Kreis, aber wie löse ich das Dilemma für mich? Wie kann ich damit umgehen? Muss ich das überhaupt? >

Letzteres, alles andere schliesst Du in Deinen anderen Antworten ja aus.
Lass es erst mal gut sein, so wie es ist. Wenn es weiter an Dir nagt, kannst Du Dir wieder weiter selbstzerfressende Gedanken machen, so wie jetzt.

Wenn Du dann ein einem Zustand endest an dem Du alles in Frage stellst, wirst Du Dich wieder auf auf Beweinen, Bereden oder Handeln besinnen müssen.

Beweinen um Deinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen (z.Zt. vom Deinem Stolz und Ego unterdrückt)
Bereden um Gedanken in Form zu bringen und Dich selbst zu positionieren (Klarheit und um ihm zu ermöglichen mit Dir in Kontakt zu treten)
Handeln um eine Änderung herbeizuführen.

Pragmatisch gesehen:
Gibt es akuten Sexbedarf Deinerseits? Falls ja, erst Mal mit "Selbst-ist-die-Frau" für die nächsten Wochen/ Monate planen. Sollte machbar sein.
Das nimmt der Situation den Druck. Irgendwann kommt Caveman auch wieder aus seiner Höhle. Spätestens dann hast Du auch wieder eine Wahl. Entweder gehst Du auf ihn ein oder nicht. Bei nicht darauf eingehen besteht allerdings die Gefahr, daß Sex zum Machtinstrument wird (so wie jetzt gerade).

Die eigentliche Frage ist doch, was es braucht, damit Du Dich selbst aus der misslichen Lage herausnehmen kannst?
Reflektieren kannst Du, ziemlich gut sogar. Nur das über den Schatten springen könntest Du noch ein bisschen mehr üben.
Dabei hilft die Vorstellung, wie es sich im besten Fall anfühlen sollte. Wie sieht eine geklärte Situation aus. An was könntest Du das festmachen, wie würdest Du Dich fühlen, welche Rolle hast Du, Dein Partner dabei.

Im Moment ist halt noch Unfall. Da ist einer aufgefahren. Und Du weisst nicht, ob Du wütend, frustiert, verletzt oder gekränkt sein sollst?

Es ist ja keine Gefahr im Verzug. Eure Ehe ist nicht von Außen gefährdet. Beide wollt Ihr daran festhalten. Außerehelicher Sex ist tabu.
Alles gute Voraussetzungen, daß es Euch irgendwann wieder zusammenführt.

Deine Worte sind Gold und treffen genau den Punkt. Jeden um genau zu sein.
Als junges Ding hatte ich mal eine Krise mit irgendeinem Schwachmaten und sagte, im Streit, er soll mich gehen lassen und es nicht wagen mir hinterher zu kommen. Kaum aus Sichtweite wartete ich. Worauf? Das er mir nach kommt natürlich. Tat er nicht. Auch natürlich. Ich tobte. Weinte. Schrie. Jetzt, viele Jahre später, ist es lange nicht mehr so dramatisch, aber noch immer etwas unglücklich, denn ich warte und erwarte nahezu unmögliches. Dabei steht zur Auswahl, dass das nie geschehen ist, nebst millionenfachen Beteuerungen es keinesfalls so gemeint zu haben und es kann gut sein, dass ich es selbst dann noch nicht hin nehme. Zumindest, dass ist glasklar, werde ich noch in 50 Jahren seufzend daran erinnern wie er mir dies angetan hat. Das Gute daran, meine Welt ist sonst so in Ordnung, als das mich solche Dinge sehr treffen. Zu sehr wahrscheinlich. Und ja, im Moment ist Unfall und ich bin alles davon und er auch, denn es ist nicht einfach dann mit mir umzugehen und ich lasse echt ausbluten.
Und nein, niemand hier möchte gerade anbandeln. Alles war gut. Er war gestresst. Irgendetwas ganz anderes war Auslöser. Ich müsste darüber lachen und kann es nicht. Ich kann nicht aus meiner Haut. Ich bin nachtragend. Ich möchte nicht mehr die selbe Luft atmen, ich sehe alles verloren und beweine Dinge, die jetzt gar keine Relevanz haben, denn du hast Recht, niemand hier will gerade Sex. Es ist als würde ich einen Kaffee bestellen und weil ich zur Antwort bekomme, dass es keine Cola mehr gibt, beweine ich das rein prophylaktisch schon mal. Ich tue das immer. Dadurch mache ich mir immer doppelt Sorgen, habe doppelt Falten und doppelt graue Haare. Ich weiß wie blöde es ist, aber ich weiß es nicht umzukehren.
Und trotzdem, deine Worte helfen, denn das ist es was ich brauche, jemanden der mich aus meiner stoischen Blockade raus holt.
Ich bewundere dich für deine Klarheit und muss dahingehend wirklich arbeiten. Gut sein lassen. Vertrauen, in die Dinge, die sich fügen, denn am Ende des Tages tun sie es, fast immer. Danke!

"Wer auf dieser Welt, setzt sich mit seinem Partner hin und verkündet: nur damit die Fronten klar sind: Sex ist nicht mehr. "

Machen tatsächlich wohl die wenigsten, danach handeln aber schon wesentlich mehr. Und ich bin mir nicht mal sicher, was übler ist: Einmal die volle Klatsche auf die zwölf oder die immer wiederkehrenden kleinen Abweisungen.

Ich gebe dir Recht und bin großer Verfechter der Ehrlichkeit. Kenne diese Form von unsausgesprochener Unlust gerade von Frauen, oftmals nach der Geburt, lange noch danach. Hier aber stimmte etwas nicht. Niemand verlangte Beischlaf. Wie schon mal geschrieben, ich bestelle Kaffee und bekomme zur Antwort Cola ist aus.
Das erkenne ich aber erst jetzt. Das Zusammenspiel von Mann und Frau ist manchmal müßig. Frauen, ich zumindest, verliere mich schnell in meinen Emotionen, höre dann erstmal ohnehin nichts mehr, höre nicht mehr zu, höre nur noch was ich hören möchte. Für den Mann, so auch in anderen Diskussionen, ist und bleibt da nur wenig bis kein Spielraum. Auch diese Erkenntnis muss man hier ehrlicherweise einräumen und trotz der Einsicht, die sich so einsichtig liest, die Theorie kann ich, in der Praxis stehe ich noch immer mit dem Rücken zum Mann und lasse ihn hilflos umher tapsen, aber ich lerne und er auch.
Danke auch Dir!

Also erstmal guten Morgen, und ich liebe deinen Stil zu schreiben. Darf ich fragen, machst du das auch hauptberuflich?

Zu deinem Thema habe ich eigentlich gar nicht mehr viel zu ergänzen, es gab ja schon viele gute Antworten, aus denen du ja wohl auch einiges für dich ziehen konntest, so deine Reaktionen.

Ich kann nur noch einen Gedanken von mir ergänzen. Ich fand die Aktion deines Mannes insofern so überraschend, als dass ihr in Sachen Baby ja nun keine Anfänger seid. Ihr habt das ja schon zweimal durch, und du hast ja auch schon festgestellt dass ihr beide die Erfahrung gemacht habt, dass alles wieder besser wird. Objektiv denke ich, dass bei euch beiden die Nerven ganz schön blank liegen. Anders kann ich mir weder seine Aktion noch deine Reaktion erklären.
Mein Mann ist auch immer derjenige, der wieder komplett vergessen hat, wie das beim ersten Kind alles war und wie nach und nach alles besser wurde. Sei du die Souveräne. Sag ihm noch mal "Liebling, in ein paar Monaten sieht unsere Welt schon wieder anders aus und mit dem zweiten Geburtstag vom Kleinen sind wir aus dem Gröbsten raus."
Du sagst, du kannst nicht aus deiner Haut. Ich sage, eine Haltung kann man sich auch überziehen wie ein Kleidungsstück. Und damit sein Innenleben beeinflussen. Das ist Arbeit, und für sowas hat man vielleicht wenig Kapazitäten. Aber wenn es dich so erschüttert, dann ist diese Investition sicher lohnend.
Denk an irgend ein Vorbild , eine Freundin , eine Schauspielerin , wie die jenige reagieren würde . Überlege es dir wie eine Rolle, beschreibe eine souveräne Reaktion wie in einem Drehbuch und handle danach.
Das wäre mein Vorschlag für dein Dilemma.

Viele Grüße, Lily

Guten Morgen Lily, vielen Dank für Lob und Rat. Ich wollte hauptberuflich schreiben, dann jedoch kam es anders und so bleibt nur die Vision es irgendwann zu tun, ich Vermerke dich schon mal als Fan, aber tatsächlich scheiden sich die Geister, etwa auf sozialen Medien, wie Instagram, die einen mögen es, die anderen finden es zu verblümt, verkopft, verloren. Ich mag, das du es magst.
In meiner Problematik, die mir übrigens heute schon lächerlich erscheint, spielen Faktoren eine Rolle, die ich hier nicht erwähnt habe, weil sie zum einen den Rahmen sprengen würden und ich sie zum anderen in dem Moment des Geschehens nicht als relevant erachtet habe, sie es aber sind. Es liest sich gruselig, tatsächlich ist mein Mann allerdings ein sehr feiner Mensch, genau genommen der beste auf Erden, unsere Kinder allesamt unglaubliche Menschlein und ich erfülle ganz gut jeden Posten, der innerhalb der Familie erfüllt werden muss. Mein Mann musste das vergangene Jahr unheimlich schwer und alleine tragen, und sehr nachhaltige Entscheidungen lenken und treffen, die sich nun alle bezahlt machen, aber mit der Last die von ihm weicht, wird ihm vielleicht auch bewusst wie schwer sie zuvor war und ja, er neigt zu Rundumschlägen im Falle der Überforderung und wohl wissend das er so ist und ich dem nicht allzu viel Bedeutung schenken sollte, verfange ich mich hier und da in Emotionen, denn, ganz einfach, alles was ihm passiert, passiert auch mir. Alles was er trägt, trage auch ich und umgekehrt genauso, denn das macht Familie aus. Unsere zumindest.
Und du hast Recht mit dem Kleidungssstück, das ich mir überziehen sollte, aber es ist ein neues, ein ganz neuer Stil und ich trug bisher immer nur andere. Weißt du der Mensch ist ein Gewohnheitstier und natürlich bedient man sich an den einfachsten und gewohntesten Mitteln, natürlich bin auch icu dann und wann müde, empfinde Unfairness, denn er überrollte mich völlig damit. Ungefragt.
Ich weiß (jetzt) das alles gut wird, eigentlich nicht mal so schlimm ist. Ich vertraue in ihn, in mich, in Leben, Geist, Herz und Verstand und in die Erfahrung das sich die Dinge fügen. Einzig meine Sentimentalität hängt noch etwas an der Erschütterung, die unsere heile Welt erlitten hat. Wann immer andere über ihre Alltagsprobleme berichten, über ihre Kinder schimpfen und ihre Männer verfluchen fand ich das bittertraurig, nun bin ich nicht mehr frei von Krise und Zweifel, aber vielleicht setzt das auch wieder ein...
Ich grüsse dich lieb und sende Dank!