Fragen zu Trennungsplänen

    • (1) 17.10.18 - 19:21
      its over

      Hallo zusammen,

      mein Mann und ich werden uns nach knapp 22 Jahren Beziehung trennen. Wir haben zwei Kinder (10 + 12), die noch nichts davon wissen. Ich habe seit Geburt der Kinder nicht mehr gearbeitet, d.h. ich muss mir jetzt natürlich auch wieder einen Job suchen. Ich möchte mit den Kindern in die Nähe meiner Eltern ziehen, (40 km entfernt) womit mein Mann auch einverstanden ist. Wir möchten versuchen, uns einvernehmlich zu trennen ohne Hick-Hack, damit die Kinder nicht mehr als nötig leiden müssen (haben uns einfach auseinandergelebt und es sind keine Gefühle mehr da außer freundschaftliche, sind einfach zu unterschiedlich).

      Nun habe ich aber große Sorgen, wie ich das finanziell stemmen soll. Mein Mann hat einen gut bezahlten Job, ich weiß, dass er mir auch Unterhalt zahlen muss, solange ich keine Arbeit habe, aber das möchte ich natürlich nur so kurz wie möglich ausnutzen müssen. Ich möchte nicht, dass er den ganzen Tag arbeiten geht, um uns das meiste seines Verdienstes überweisen zu müssen und ihm selbst kaum was noch bleibt dann. Habe trotzdem Angst, keine Arbeit zu finden, weil ich so lang raus bin oder eben eine so schlecht bezahlte Arbeit, dass es hinten und vorn nicht mehr reicht.

      Ich hätte hier einfach Ratschläge gern von Frauen, die sowas hinter sich haben, was da alles so auf mich zukommt jetzt, worauf ich achten sollte, welche vermeidbaren Fehler man bei einer Trennung machen kann, an welche Ämter man sich wenden muss, etc. pp., ich habe einfach von gar nichts eine Ahnung, was ich jetzt als allererstes machen soll. Erst Job suchen und dann Wohnung oder umgekehrt? Wir müssen eh noch ein halbes Jahr zusammen wohnen bleiben, da wir erst das Haus verkaufen müssen. Erspartes für Umzug und Möbel habe ich genug und wenn beim Hausverkauf noch was rausspringt, werde ich auch die ersten 1-2 Jahre ohne Verzicht damit überbrücken können, auch wenn ich nicht sofort eine gute Anstellung finde. Trotzdem mache ich mir Sorgen auch wegen der Kinder, da sie Freunde und Schule und alles wechseln müssen. Ich möchte aber unbedingt in meine Heimatstadt zurück, weil da meine Familie und Freunde sind (bin nur hierher gezogen wegen Job meines Mannes und habe hier nie Fuß gefasst richtig, die Kinder sind aber natürlich normal integriert in Schule etc., wobei die Jüngere eh zum Sommer die Schule wechselt und ihre einzige richtig enge Freundin dann auch weggeht, für den Großen wirds schwerer).

      Habt ihr irgendwelche Tipps aus eigenen Trennungserfahrungen für mich? Sollten mein Mann und ich alles schriftlich festlegen, falls es doch mal Streit gibt? Kann man sich einen Anwalt teilen, wenn man einvernehmlich die Scheidung einreicht? Fragen über Fragen schwirren durch meinen Kopf gerade und ich habe große Angst vor der Veränderung, dem Alleinsein und der Herausforderung, für alles zukünftig allein verantwortlich zu sein.

      LG und Danke!!

      • Ich kann Dich sehr gut verstehen, ich stehe auch kurz vor der Trennung, bzw. bin am Planen, da wir uns auch auseinandergelebt haben nach 18 Jahren Ehe. Wahrscheinlich werde ich es wohl aber noch bis zum Schulabschluss meines Sohnes hinziehen. Wir leben eh wie in einer WG, macht deswegen keinen Unterschied. Auf eine einvernehmliche Trennung hoffe ich auch. 2.Schritt wäre dann Jobsuche in der Heimat (200km weg), dann Umzug. Ich arbeite allerdings Teilzeit und bin nebenbei selbständig, komme ohne Trennungunterhalt für mich aus.Was hast Du gelernt ? Ich würde mal eine Aufstellung der Kosten und Miete etc. machen. Dann siehst Du, was Du mindestens verdienen musst. Den Einstieg finden, der Rest wird sich geben.

        Gruss Alpenjodel

        • (3) 17.10.18 - 20:05

          Ich habe Industriekauffrau gelernt, kann m.E. jeden kaufmännischen Beruf ausüben bzw. nach Einarbeitung ausüben. Bin auch nie ganz raus gewesen, da ich auch (kleingewerblich) selbständig bin mit einem Onlineshop, der wirft nur kein sicheres genügendes Einkommen ab, da fahre ich besser in einem (Teilzeit)Job. Traue mir das mit jedem Job eigentlich zu, aber weiß auch, dass es schwer wird nach 13 Jahren, dass man mir eine Chance gibt. Einziger Vorteil ist, dass ich ganz charmant und vorzeigbar bin und damit evtl. punkten kann bei Bossen, die sich gern was Ansehnliches in den Empfangsbereich setzen o.ä.!

          werde einfach mal nach einem Job Ausschau halten und dann weiter nach Wohnung etc., Kostenaufstellung ist sinnvoll, stimmt. Danke für Deine Antwort und alles Gute auch für Dich! #herzlich

          • Ich würde mit tatsächlich jetzt einen Job suchen. Je länger Du wartest, desto schwieriger wird es.
            Vielleicht geht auch VZ, Du hast ja keine Kleinkinder mehr.

            Ich habe mich im März/April 2017 getrennt und bin mit Tochter (damals 12) im Juli 17 ausgezogen.
            Für meine Tochter war es wahnsinnig schwer. Sie hat viel geweint und kam mit der Trennung überhaupt nicht zurecht.
            Mittlerweile hat sie sich einigermaßen daran gewöhnt, sie geht aber immer noch in dieselbe Schule und hat dieselben sozialen Kontakte.

            • (5) 17.10.18 - 22:49

              Danke für Deine Antwort. Das mit Deiner Tochter tut mir sehr Leid zu hören, das ist auch meine Sorge, dass die Kinder leiden, bleibt aber wohl leider nie aus bei sowas.

              Möchte erst mal nur Teilzeit arbeiten, bis alles läuft, wenn ich merke, ich komm so klar, kann man ja immer noch VZ-Stelle suchen, möchte mich gerade zu Anfang wegen der Kinder nicht direkt zuschaufeln, da ich denke, wenn ich in der Eingewöhnung mehr Zeit habe, tut uns das allen gut. Mein Mann unterstützt das auch finanziell, er möchte, dass die Kinder weiter gut betreut sind und ist bereit, mir entsprechend Unterhalt zu zahlen auch für mich, dass ich das realisieren kann. Zusammen mit Kindsunterhalt, Kindergeld und Einkünften aus meinem Kleingewerbe sollte Teilzeit machbar sein.

          (6) 18.10.18 - 14:52

          stell dir mal hunderte von Muttis vor, die nur 1–3 jahre draussen waren und auch halbtags suchen. Die viel qualifizierter als Du sind.
          da ist es egal wie man ausschaut, so einfach ist es nicht mehr, eben schnell als Mutter einen Job zu finden.
          Sogar mit Studium muss man lange suchen, um nur einen Büro Job zu bekommen, wenn man nicht gerade 50 km einfach fahren will.

          Finde mal eine Wohnung als Alleinerziehende, das wird schon eine Herausforderung werden.
          Daher such dir jetzt schon einen Job, melde dich arbeitslos und wenn du was hast, erst dann die Wohnung die zum Job passt, alles andere ist utopisch.

    (7) 17.10.18 - 22:22

    Hallo,
    Mein blöder nickname sagt es schon, ich möchte dir einen eventuellen Denkanstoss geben. Ich habe mich auch von meinem Mann nach langjähriger Ehe getrennt. Unsere Kinder sind ähnlich alt. Ich habe mir auch einen gut bezahlten Job gesucht, nachdem ich jahrelang auf 450 € Basis gearbeitet habe.
    So, jetzt meine Gedanken nach über zwei Jahren Trennung. Unsere Gefühle waren auch "nur noch" freundschaftlich. Inzwischen weiß ich, wie viel das wert ist. Du wirst sicher einen neuen Partner finden und erstmal auf Wolke sieben sein. Aber euch fehlt die gemeinsame Geschichte. Das kommt oft ganz fies und schmerzhaft hoch. Konfirmation, Geburtstag, etc. In manchen Situationen musst du deinen freundschaftlichen Ex nur ansehen und da kommen sofort alte Erinnerungen hoch, fie ein neuer Mann mit dir nicht haben kann. Ich bereue oft, die Trennung durchgezogen zu haben. Klar, schreibe ich neue Geschichten. Aber diese Tiefe, die ich nach 20 Jahren Beziehung mit jemandem hatte, kommt nicht einfach wieder. Von daher: manchmal ist Freundschaft nicht blöd. Vielleicht kann man da mit viel Arbeit wieder einen Funken reinbringen?! Vielleicht gibt es da einen Weg? Für mich war damals die Trennung leicht, fast schon euphorisch. Heute denke ich oft, wenn ich "alte" Paare ansehe, dass die schlauer waren als ich... aus deinem Post wird nicht ersichtlich, dass ihr neue Partner habt. Daher habe ich mir erlaubt, auch mal diese Gedanken in den Raum zu werfen. In jedem Fall viel Glück für euch!

    • (8) 17.10.18 - 22:43

      Danke für Deinen Denkanstoß. Solche Gedanken plagen mich natürlich auch, dass man es am Ende vielleicht bereut, auch wenn ich denke, man bereut am Ende die Fehler, die man NICHT gemacht hat, noch viel mehr.

      Wir haben beide noch keine neuen Partner, ich bin an einem Punkt, wo ich nicht sicher bin, ob ich überhaupt noch einen Partner will. Ich musste mich in dieser Beziehung viel verbiegen, mein Mann ist Borderliner mit ausgeprägten Phobien und Fetischen, es wurde mit den Jahren besser mit ihm, aber ich muss immer noch viel Rücksicht nehmen und meine Bedürfnisse und Belange hintanstellen. Ich bin das einfach Leid und möchte endlich mal wieder ich sein dürfen, ohne dass jemand ständig an mir herumkritisiert oder Dinge erwartet, die ich nicht möchte sondern dann nur des lieben Friedens Willen tu oder auf sie verzichte, weil er es nicht mag. Ich habe auch keinerlei Bedürfnis mehr nach Sexualität mit ihm deshalb und das kann und will er auch nicht länger hinnehmen.

      Sicher wird es auch hart sein zwischendurch, aber insgesamt habe ich eher das Gefühl, dass ich mich dadurch auch von Fesseln und einer Last befreie, die ich einfach nicht willens bin, lebenslang zu tragen.

      • (9) 17.10.18 - 22:57

        Ok, das wusste ich bisher nicht! Du hast recht, niemand darf und sollte sich sein Leben lang verbiegen müssen. Ich wünsche dir und deinen Kindern alles Gute! Es wäre toll, wenn ihr das wirklich freundschaftlich durchziehen könntet.

        • (10) 18.10.18 - 07:04

          Konntest Du ja auch nicht wissen. ;-) Ich würde unter anderen Umständen bleiben, bis die Kinder groß sind, wenn es nur erkaltete Gefühle wären. Aber als nun die Anschlussfinanzierung fürs Haus anstand, sträubte sich alles in mir, mich noch mal für Jahre an ihn zu binden durch so einen Vertrag. Daher jetzt oder nie. Ich danke Dir und hoffe auch, wir kriegen das hin.

Also ich an eurer Stelle würde alles anwaltlich dingfest machen - soweit das überhaupt geht. Kindeswohl steht ja an erster Stelle, und da denke ich muss der Unterhalt anwaltlich oder gerichtlich geregelt werden.
Jetzt trennt ihr euch freundschaftlich - aber sobald neue Partner ins Spiel kommen, kann sich das Blatt ganz schnell wenden.
Und du bist in Zukunft nicht allein verantwortlich - also für die Kinder meine ich jetzt. Ihren Vater haben sie ein Leben lang, und der ist sich seiner Verantwortung sicher auch bewusst!

(12) 18.10.18 - 08:08

Ich habe auch einen Denkanstoß. Du hast das Recht, deine Beziehung zu beenden, wenn sie dir nicht mehr gut tut.

Was mir an deinen Plänen nicht gefällt ist, dass du deine Zukunft ein wenig zu sehr aif Kosten der Kinder aufbaust.

Die Kinder verlieren ihr Familiengefüge. Das ist bei einer Trennung unausweichlich. Aber durch deinen Wegzug verlieren sie alles Andere, sie müssen einen kompletten Cut machen. Schulen, Freunde, gewohnte Umgebung, Hobbies... alles weg. Und oben drauf keine Chance, mal eben bei Papa vorbei zu schauen.

Du willst zurück, weil dort deine Heimat ist. Deinen Kindern nimmst du ihre. Du kannst 40km locker mit dem Auto, sofern du eins hast, aber auch mit den Öffis bewältigen. Deine Kinder können das noch nicht.

Mir geht das immer persönlich nah, wenn Kinder mit so einem "ach das sind Kinder, die gewöhnen sich schnell" aus allem so selbstverständlich rausgerupft werden. Sie müssen erst mal verarbeiten, dass es DIE Familie nicht mehr gibt. Was ist, wenn sie wie du jetzt hier, dort "nicht ankommen"?

Wie gesagt, nur ein Gedankenanstoß. Mein Weg wäre, dass die Kinder nicht mehr aushalten müssen als die Trennung an sich, dass sie so einfach wie möglich und so oft wie gewünscht Kontakt zum Papa haben können oder noch besser, aufgrund ihres Alters selbst entscheiden, ob sie mit dir ausziehen oder mit Papa in der gewohnten Umgebung bleiben, insbesondere, wenn du an deinen Wegzugsplänen festhältst.

Ich würde bei Kindern dieses Alters jedenfalls so etwas nicht über ihre Köpfe hinweg entscheiden, denn das kann dir auch richtig um die Ohren fliegen. Mehr Kindeswohl als Mamawohl.

LG

  • (13) 18.10.18 - 09:28

    Mein Problem ist, dass ich hier keine Betreuungsmöglichkeit für die Kinder habe, wenn ich arbeite, keiner der in Ferien oder Krankheit einspringen kann. Meine Eltern sind gerade frisch in Rente und hängen an den Kids sehr, sie könnten dort immer hin, wenn Not am Mann ist. Mein Mann ist durch seinen Job so eingespannt, dass er von 8-19 Uhr außer Haus ist, viele Dienstreisen dazu. Zu ihm können sie also eh nie "mal zwischendurch". Klar werden sie gefragt, ob sie mit wollen, aber das werden sie aus diesen Gründen sicher wollen, denn bei ihm wären sie allein den ganzen Tag. Ich ziehe also nicht aus egoistischen Gründen zurück sondern genau aus dem Grund, dass auch ICH mit allem hier allein bin sonst, was die Kinderbetreuung etc betrifft.

    • (14) 18.10.18 - 09:52

      ich finde es egoistisch.
      Du hast Zeit genug eine Betreuungsform aufzubauen. Die Kinder sind nicht mehr Babys, sie können nach der Schule auch alleine bleiben, gegenseitig aufpassen. Übrigens aben die meisten Schulen Horte.
      Ich würde es ersteinmal versuchen, bevor du ihr Leben um 1000% veränderst.
      Weisst du denn, ob du bei deinen Eltern einen schnellen Job bekommst?
      40 km ist auch kein Weg für deine Eltern, wenn Not am Mann ist und in dem Alter sind sie nicht mehr so anfällig.

      In den Ferien gibt es Ferienprogramm, du hast Urlaub, dein Mann und die Eltern sind da, somit sind die Ferien doch schon mal gut abgedeckt.

      und wenn dein Mann um 19.00 Feuerabend hat kann er am Abend aufpassen, wenn du mal weg willst. Dienstreisen bedeutet auch, das er unter der Woche mal einen Ausgleich hat und somit auch Kinderbetreuung übernehmen kann.

      Überlege es dir gut, die Kinder aus allem rauszuziehen. Psychologisch bauen gerade Trennungskinder enorm ab. Entweder bemerkt man es schulisch, keine Freunde, keine Hobbys, sie schliessen sich zu Hause ein.
      Du hast dein Ziel erreicht, die Trennung vom Mann, warum muss man den Kindern noch mehr zu uten, damit du besser leben kannst? Kinderseelen heilen nicht besonders schnell.

      • (15) 18.10.18 - 11:17

        Mein Mann bleibt auch nicht auf Dauer hier, wir können uns hier beide keine Wohnung leisten, wenn wir uns trennen, die Mieten sind 30-40% günstiger in unseren Heimatstädten. Er wäre dann auch nur 20 km noch von uns entfernt, weil er auch zurückzieht wo er herkommt. So oder so können die Kinder nicht hier bleiben, mein Mann hat schon einen neuen Job in seiner Heimatstadt in Aussicht und sucht dort gezielt weiter, wenn das nichts wird. Er will auch zu seiner Familie in die Nähe wieder. Das Haus kann keiner von uns beiden allein halten. Ich finde in meiner Heimat auch schneller einen Job, weil ich da Beziehungen habe, habe sogar schon ein Angebot, welches ich annehmen werde, wenn ich nichts anderes finde bis dahin.

        Ich weiß, dass es für die Kinder nicht leicht wird, aber mit unglücklichen Eltern, die beide ihre Lebensfreude verloren haben beieinander und keine Lust mehr haben auf Unternehmungen usw., kein Lachen mehr zusammen und nichts, ist auch nicht besser die nächsten 6-8 Jahre noch. Ich muss glücklich werden, um meine Kinder glücklich zu machen, sie sind hier schon lang auch nicht mehr glücklich und die Krankheit meines Mannes macht ihnen auch zu schaffen, besonders mein Sohn hat viel unter dem zu leiden, weil er meinem Mann auch nichts recht machen kann! Ich muss hier definitiv weg mit ihnen, psychisch geschädigt werden sie eher, wenn ich bleib.

    Ich sehe das wie meine Vorschreiberin, ich würde die Kinder nicht aus ihrer Umgebung reißen. Sie sind mit 10 und 12 Jahren schon alt, dass sie auch 1 oder 2 Stunden alleine bleiben können und wenn sie krank sind, können deine Eltern als renter auch die 40 km zu euch fahren um sie zu betreuen. Insofern würde ich wirklich versuchen in der gewohnten Umgebung zu bleiben.

    (17) 18.10.18 - 10:51

    Ich finde das auch furchtbar egoistisch.

    Du bist die Erwachsene. Es ist dein Job und der des Vaters weiterhin für die Kinder da zu sein.
    Sonst wird diese Trennung von viel härter als sie eh schon ist.

Hallo

Ich verstehe die Trennung und finde sie richtig....Allerdings würde ich ein wegzug den Kindern auch nicht zumuten.

Von welchen Betreuungsmölichkeitem sprichst du? Deine kinder sind ja so groß das sie auch alleine bleiben können, du hast vor "nur" teilzeit zu arbeiten.
40 km ist keine Strecke....oma und opa könnt ihr immer besuchen fahren. Ich persönlich würde es gut abwägen. Alles Gute

(19) 18.10.18 - 12:09

Ich als Personaler muss dir leider sagen das du es sehr schwer haben wirst einen Job im Büro zu finden. Du bist ja quasi völlig raus.

Ich würde dir ans Herz legen einen zertifizierten Kurs zu machen um deine Pc Kenntnisse aufzufrischen.

Zu dem Rest kann ich dir nicht viel sagen.
Bei mir wurde es sehr hässlich und wir konnten nicht als Freunde aus der Sache gehen. Sind uns bis heute nicht grün, Kind hin oder her.

Ich wünsche dir sehr viel Kraft und alles gute.

  • (20) 18.10.18 - 12:48

    Danke für den Tipp. Ich bin zwar nur scheinbar raus, da ich einen Onlinehandel habe und meine PC-Kenntnisse dadurch up to date sind, außerdem mache ich dadurch täglich Einkauf, Verkauf, Buchführung, Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten im In- und Ausland (verhandlungssicheres Englisch) und was halt alles zu einer 1-Mann-Firma gehört. Auf spezielle Firmensoftware müsste ich natürlich geschult werden, aber das ist ja in jedem neuen Job so. Zur Not mache ich aber auch erforderliche Kurse, wenn das ein Hinderungsgrund werden sollte bei Bewerbungen. Ich habe aber jederzeit eh die Möglichkeit, in der Firma bei einer Verwandten anzufangen, die suchen ständig Leute und sie ist da in leitender Position, das Angebot steht, da brauch ich nur "piep" machen.

    Ja, man weiß nie, was noch kommt, richtig trennen will sich mein Mann nicht, er ist zwar selbst nicht glücklich, aber das ist er durch seine Erkrankung eh nie, er weiß schon, dass er es schwer haben wird, nach mir eine Frau zu finden, die das alles noch mal mitmacht, da habe ich schon Furcht, wenn ihm das richtig klar wird, dass es dann doch noch unschön wird.

    • (21) 18.10.18 - 15:02

      wirklich bei Verandtschaft in einer Firma anzufangen wäre prima?
      Und sie ist in leitender Positon und muss nicht auf deine Qualifikationen achten und sich anderweitig irgendwie rechtfertigen? Wenn das schief geht, was dann?

      Und du bist wirklich die Einzige Frau auf Erden, die perfekt zu deinem Mann passt?

      Du hast einne kleinen Online Handel, den du nebenher machst, von dem du nicht leben kannst, verkaufst es hier aber als wäre es viel Arbeit mit Buchhaltung, Einkauf, Verkauf, Verhandlungen im In– uns Ausland.#rofl Das sind natürlich die besten Qualifikationen für den Arbeitgeber....das ist ein Nebenjob für Hausfrauen, um sich die Zeit zu vertreiben und die Haushaltskasse aufzufrischen.

      • (22) 18.10.18 - 15:24

        Die Firma ist riesengroß, ich käme in eine ganz andere Abteilung als meine Verwandte, außerdem suchen die da ständig Quereinsteiger, es wäre nur ein leichtes Sprungbrett, um wieder in den Arbeitsmarkt zu kommen. Und wenn es schief geht, ist das, was ist, wenn es in einem anderen Job auch schief geht, dann sucht man eben was anderes.

        Und wenn ich meinen würde, dass ich perfekt zu meinem Mann passe, würde ich mich nicht trennen. Ich meine nur, dass er kein einfacher Kandidat ist, und das weiß er auch selbst, dass das, was ich über 20 Jahre mitgemacht habe, nicht viele Frauen mitgemacht hätten.

        Und Du hast offensichtlich keine Ahnung, wieviel Arbeit auch ein kleiner Handel macht. Wenn man das nur am Gewinn messen könnte, der am Ende rausspringt, müsstest Du auch so manchem Großbetrieb unterstellen, dass er keine Arbeit macht, denn die schreiben längt nicht alle schwarze Zahlen. ;-)

        Aber schön, dass Dich meine aktuelle Situation so amüsiert, dass Du in einem Beitrag meine Berufschancen, meinen Charakter und meine Qualifikation ist lächerliche ziehst. Du musst ja sicher richtig zufrieden mit Dir selbst und Deinem Leben sein, das Du das nötig hast! #pro

    (23) 18.10.18 - 15:51

    Hallo

    Unbedingt beim Bewerben hervorheben, dass du als Selbstständige mitten im Erwerbsleben schon immer gewesen bist und auch jetzt bist, d.h. ich würde da gar nicht gross behaupten: "Ich habe schon Jahre nicht mehr (auswärts) gearbeitet." Sonst stellst du dich selber als weniger dar als du bist. Es ist auch kein Verbrechen, aus der Selbstständigkeit wieder ins normale Erwerbsleben zurückzukehren. Das machen viele so (ob sie gescheitert sind oder nicht).

    Überleg dir nur, wie du auf die Frage antwortest, weshalb du die Selbstständigkeit aufgeben willst und was nun mit deinem Onlinehandel passiert. Denn dein neuer AG wird jemanden wollen, der seine Energie in die Arbeit der Firma steckt und nicht noch abends todmüde im Onlinehandel weiterarbeitet. Da ich selber mal einen Shop auf Etsy hatte, weiss ich, was das für ein Aufwand sein kann.

    LG
    mindgames

    • (24) 18.10.18 - 16:08

      Mein Handel ist ja noch nicht einmal gescheitert, ich mache Gewinn, nur nicht ausreichend, um davon eine Familie zu ernähren. Dazu müsste ich noch 2-3x mehr Geld und Zeit/Arbeit reinstecken, und selbst dann käme ich über einen Reingewinn eines normalen Vollzeitjob-Gehalts nicht hinaus, hätte aber mehr Zeitaufwand und das ganze Risiko. Ich werde daher den Shop abwickeln, d.h. die Warenbestände noch ausverkaufen, und dann war es das damit. Ich bin trotzdem froh, dass ich das die ganze Zeit gemacht habe, denn es war trotz Zuhause sein dadurch so, dass ich immer noch irgendwie gefühlt im Job stand (ich habe vorher auch als Angestellte im Vertrieb gearbeitet, das liegt mir einfach sehr im Blut und macht mir Spaß).

      Das würde ich auch in einem Bewerbungsgespräch genau so sagen. Neben Job noch den Shop machen geht vom Zeitaufwand nicht, das kann man machen, wenn Zuhause keine 2 Kinder warten und selbst dann wäre es hart. #schwitz Danke auf jeden Fall für Deine Tipps. #blume

      • (25) 18.10.18 - 18:21

        Ich glaube dir gern, dass das Geschäft gut läuft, und weisst du was, das ist auch etwas, was man bei einer Bewerbung hervorheben kann: du denkst und handelst unternehmerisch und hast es mit einem profitablen Onlinegeschäft bewiesen (denn sagen tun viele, dass sie unternehmerisch unterwegs sind #bla). Dass euch dieser Profit nicht ernähren kann, ist eine andere Geschichte - aber du machst keinen Verlust, sondern immer wieder (kleine) Gewinne.
        Ich war 10 Jahre Freelancer inkl. dem erwaähnten Onlinehandel, in jener Zeit Kinder bekommen und habe diese Selbstständigkeit mit einem Umzug zurück in die Heimat komplett aufgegeben und bin jetzt in einem Grosskonzern tätig. Bleibe positiv und gib nicht auf. Selbstmarketing (mit dem, was du wirklich hast - und das hast du) ist alles! LG

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