Beziehung nach Fremdgehen

    • (1) 23.10.18 - 10:51
      d.d.d.

      Ich suche Leute, die trotz Fremdgehen an ihrer Beziehung festgehalten haben und es geschafft haben auch weiter zusammen zu bleiben. Wie habt ihr es geschafft das Vertrauen wieder aufzubauen? Wie lange hat es gedauert bis es so war wie vorher? Was hat euch geholfen darüber hinweg zu kommen? Wie lange wart ihr zusammen und gab es Kinder in der Beziehung? Da ich schon finde, dass es sehr wohl eine Rolle spielt ob man erst 1 Jahr zusammen ist und kinderlos oder schon 20 Jahre mit 3 Kindern. Danke!

      • (2) 23.10.18 - 11:16

        Bei mir war das so...

        1. Beziehung : Nach einigen Monaten betrogen worden und direkt getrennt.
        2. Beziehung : Nach 3 Jahren betrogen worden, da habe ich schon länger nachgedacht, auch weil ich dachte er sein meine "große Liebe".
        Ich habe es probiert damit klar zu kommen und dachte auch, dass ich es geschafft habe, aber in Wirklichkeit, habe ich an allem gezweifelt, mehr denn je. Es war echt sehr anstrengend und hatte nichts mehr mit einer "normal" laufenden Beziehung zutun. Es wäre auch nie wieder so geworden, dass es sich richtig anfühlt.
        Ich habs trotzdem probiert und wurde wieder enttäuscht und habe daraus gelernt, ich trennte mich dann.

        Wie es nach noch mehr Jahren aussieht weiß ich nicht aus eigener Erfahrung.

        Sicherlich kann es auch Fehltritte geben nach 20 Jahren Beziehung die einmalig sind und bleiben.
        Gefallen lassen würde ich mir das ganze trotzdem nicht mehr. Entweder jemand will mich so wie ich bin (also im Grundsatz, denn Kleinigkeiten verändert man natürlich gerne für seinen Partner), oder er hat mich nicht gewollt und dann bekommt er mich auch nicht.

        Und nur weil Kinder mit drin hängen muss man nicht denen zur Liebe unglücklich weiter zusammen mit seinem Partner leben.

        Aber wie gesagt, das ist nur meine Meinung da gibt es sicher viele Verschiedene, die schon verschiedene Dinge erlebt haben.

        (3) 23.10.18 - 11:25

        Ich kenne nur Beziehungen, die daran zerbrochen sind.
        Entweder sofort, als das Fremdgehen bekannt wurde oder später, nach Versuchen mit einer Paartherapie die Beziehung zu retten oder aber nach einiger Zeit, als der Betrüger, der hoch und heilig gelobt hatte, nie wieder fremd zu gehen, dann doch wieder fremd gegangen war.

        (4) 23.10.18 - 12:15

        ist das eine rein rhetorische Frage oder gibt es den konkreten Fall bei dir?

        Definiere mal "Fremdgehen". Es macht nicht nur einen Unterschied, ob man 25 Jahre zusammen ist und sich gemeinsam etwas aufgebaut hat, was evtl. einen Neuanfang lohnt oder ob man 3 Monate ein Paar ist und jemand legt sich einen Zweitpartner zu, sondern die Qualität des Betruges macht m. M. n. auch einen Unterschied. Hat jemand fremdgeknutscht im Suff und bereut es bitter oder hat jemand jahrelang eine Nebenbeziehung?

        • (5) 23.10.18 - 13:01

          Es ist ein konkreter Fall leider bei uns eingetreten. Ich habe meine Frau betrogen obwohl ich sie liebe. Das gibt es tatsächlich, auch wenn sie es mir gerade nicht glaubt. Sie zweifelt natürlich an allem, an mir, an uns, unserer Partnerschaft. Egal was ich sage, es hilft ihr nicht, da sie denkt ich sage es nur so und meine es nicht ernst. Doch ich meine es ernst, ich möchte sie nicht verlieren und unsere Ehe und unsere Familie. Ich hatte keine Nebenbeziehung, aber ich habe auch nicht die "Ausrede" sie im Suff betrogen zu haben. Ich war 5 Tage auf einer Messe und dort bin ich einer Kollegin, (die ich vorher sehr gerne mochte, allerdings rein freundschaftlich und ich nie gedachte hätte dass es sich in die sexuell Richtung entwickeln würde) näher gekommen. Natürlich bereue ich es, doch ich kann es auch nicht ungeschehen machen und ich werde nicht auf Knien um Verzeihung flehen. Trotzdem hoffe ich, dass wir einen Weg finden damit umzugehen. Doch ich frage mich, wie man das schafft. Deswegen hätte ich gerne Erfahrungsberichte gehört. Doch dies scheint ziemlich ernüchternd zu sein.

          • (6) 23.10.18 - 13:26

            Puh......schwierig. ICH glaube dir, so wie du schreibst. Aber ich lebe nicht mit dir und muss auch nichts verarbeiten.

            Leider gibt es kein Patentrezept. Und leider hängt sehr, sehr viel vom Wesen deiner Frau ab. Du kannst dich abmühen und die tollsten Verrenkungen veranstalten, wenn deine Frau zu der Sorte gehört, die nicht verzeihen kann. Deshalb nützen dir Vergleiche mit anderen im Grunde nichts.

            Aus eigener Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass man es gemeinsam schaffen kann, wenn man will, wenn man KANN (in dem Fall deine Frau hauptsächlich), die Liebe und Partnerschaft groß genug ist und du dich so verhältst, dass deine Frau nicht ständig in Angst und Schrecken leben muss. Was braucht SIE, um sich sicher zu fühlen? Kann sie das jetzt überhaupt schon definieren?
            Dein Job macht es sicher nicht einfacher. Ich vermute, es wird sie umtreiben, wenn du wieder auf Messen unterwegs bist. Sie wird sich fragen, ob du wieder auf diese Frau triffst, ob du wieder in Versuchung gerätst......

            Und DU musst dir vermutlich ein dickes Fell zulegen. Ich kann nur von mir berichten, aber mein Mann musste sich ziemlich viel von mir anhören die nächsten Monate. Ich hatte nicht laut getobt oder so. Aber viel, viel Redebedarf, auch immer mal wieder von vorn, habe geheult, mich nicht immer berechenbar verhalten etc.pp. Das ist für beide Seiten nicht leicht und geht ziemlich an die Substanz. auch die Paartherapie, die wir machten. Danach fühlte ich mich wie ausgelaugt.

            Ein harter Weg, den ihr da vor euch habt. DAS ist zumindest sicher (egal wie es letztlich ausgeht, denn eine Trennung ist nicht einfacher. Die Erfahrungen und Emotionen schleppt man ja leider mit)

          • (7) 23.10.18 - 13:45

            Du hast Deine Frau betrogen, obwohl Du sie liebst. Du hast bei einer sich günstig erwiesenen Gelegenheit einfach mit einer Kollegin geschlafen.

            Warum hast Du das dann überhaupt gemacht?

            • (8) 23.10.18 - 14:06

              Das ist eine sehr berechtigte Frage. Und ich kann es nicht genau beantworten. Wir saßen alle immer Abends im Hotel an der Bar zusammen, es war sehr ausgelassen und lustig in dieser Runde unter Arbeitskollegen. Sie war immer in meiner Nähe und wir haben uns gut verstanden und viel gelacht. Wahrscheinlich habe ich ihre Aufmerksamkeit genossen und die Freiheit die mir auf dieser Messe wieder um die Nase geweht hat, weit weg von zu Hause und dem schwierigen Alltag dort. Es klingt bestimmt armselig aber ich war wie in einer anderen Welt in dieser Woche. Ich habe es genossen etwas anderes zu sehen und zu erleben und wohl auch von ihr angeflirtet zu werden, doch es war es definitiv nicht wert. Wenn man es im Nachhinein betrachtet.

              • (9) 23.10.18 - 14:13

                Es klingt bestimmt armselig aber ich war wie in einer anderen Welt in dieser Woche.
                ---

                ok....kommt vor, habe ich in meiner Außendienstzeit auch häufiger miterlebt.. Aber wer hat es ausgeplaudert und warum? Es gibt diesen Spruch: "Was in L.A....Malle....passiert, bleibt in L.A.....Malle.....! oder sonstwo auf der Welt

                • (10) 23.10.18 - 14:26

                  Es hat niemand ausgeplaudert. Ich kam zurück und in dem Moment wo ich zu Hause durch die Tür gegangen bin, hatte ich ein ganz schlechtes Gewissen. Ich habe mich selbst nicht mehr verstanden wie ich es so weit kommen lassen konnte. Warum ich es getan habe und nicht auf Abstand bleiben konnte. Es war nun ein teil meines Lebens den ich aber so weit weg gesehen habe, trotzdem war er nun da. Ich glaube meine Frau hat es direkt gemerkt dass etwas nicht stimmt aber ich habe gesagt es liegt nur daran dass ich müde bin und es lange Arbeitstage waren. Die andere Frau hat dann öfter geschrieben und ich wusste nicht wie ich damit umgehen soll. Das habe ich ihr auch gesagt, dass ich nicht vorhabe dieses Techtelmechtel hierher in unseren Alltag zu übertragen. Für mich war das eine einmalige Sache, wo ich mit Abstand und nachdenken mir auch keine Wiederholung vorstellen konnte. In der Arbeit war es dann seltsam, sie hat doch gedacht da könnte etwas laufen, doch sie war komplett uninteressant für mich. Sie hat in den folgenden Tagen immer wieder geschrieben und ich habe ihr versucht klar zu machen dass ich nichts von ihr will. Durch die viele Schreiberei wurde meine Frau noch mißtrauischer und sie hat tatsächlich in meinem Handy geschnüffelt. Das war's. Da gab es auch nicht viel zu sagen und sie wollte auch keine Erklärung haben. Sie glaubt mir nicht, dass ich für die Frau nichts empfinde. Selbst die freundschftlichen Gefühle die ich vorher hatte sind weg. Es ist nur noch seltsam mit ihr. Deswegen bräuchte sich meine Frau auch keine Sorgen machen wegen einer Wiederholung des ganzen. Leider nutzt mir das nichts. Da sie alles in Frage stellt.

                  • (11) 23.10.18 - 14:40

                    Verstehe.......

                    Klingt vielleicht sehr kleinkariert jetzt. Aber du hast einen gravierenden Fehler gemacht und dich gleich von Anfang an inkonsequent verhalten. Der fällt dir nun zusätzlich noch auf die Füße.

                    Wem fühlst du dich "verpflichtet" (du weißt was ich meine)? Deiner Frau oder der anderen?
                    Und wie hast du dich verhalten? Du hast fleißig hin und her geschrieben mit der anderen, dass es sogar deiner Frau auffiel. Du warst nicht in der Lage, der anderen spätestens beim 2. Anlauf eine klare Ansage zu machen und sie notfalls zu blockieren, wenn sie es nicht verstehen will oder kann. Wäre im Grunde ein Leichtes gewesen.

                    Für deine Frau sieht es so aus, als habest du der anderen gegenüber ein schlechtes Gewissen und müsstest dich großartig ihr gegenüber erklären, warum du zur Normalität zurückkehren willst und es keine Fortsetzung und keinen Kontakt mehr gibt. Das wird deine Frau als zusätzliche Bedrohung ansehen - dass die andere sich mehr erhofft und vielleicht nicht locker lässt.

                    Bei so etwas gehe ich auf die Palme, weil bei mir da was angetriggert wird. Ich habe es so erlebt. Geschichte vorbei, aber die Schreiberei hielt an. DAS gäbe es bei mir nie, nie wieder! Das ist schlimmer als der Betrug an sich - egal wie harmlos und aus welchen Gründen man sich meint austauschen zu müssen.

                    (12) 23.10.18 - 14:46

                    Da würde ich aber Mal ganz tief in mich gehen und mich fragen, warum du die Frau nicht blockiert und den Chat Verlauf gelöscht hast.

                    Das war ja quasi eine Einladung dafür, dass dir die Sache irgendwann um die Ohren fliegt und selbst wenn dir das nicht bewusst war, würde ich mich mehrfach auf Herz und Nieren prüfen, warum du so unvorsichtig warst, nicht, dass ein Teil in dir doch den Eklat herbeigesehnt hat, aus welchen Gründen auch immer:

                    Vielleicht weil du eine Strafe für dein Tun erhalten wolltest? Vielleicht weil in deiner Beziehung alles so festgefahren ist, dass du dich unbewusst nach der Abrissbirne gesehnt hast, damit vielleicht aus Trümmern was Neues entsteht zwischen dir und deiner Frau?

                    Oder bist du jemand, der niemanden vor den Kopf stoßen kann?

              (13) 23.10.18 - 15:07

              Und das ist die Krux, ich als Deine Frau könnte nie wieder sicher sein, dass Du nicht irgendwann wieder in eine andere Welt entschwebst und das Ganze nochmal passiert.

              (14) 23.10.18 - 17:06

              Das kann ich soo gut verstehen, wie es dazu kam. Passiert mir auch gelegentlich, nur, dass ich immer wieder die Notbremse ziehe bisher.
              Ich fände es auch völlig legitim, wenn ich meine Freiheit während solcher Dienstreise-Wochen auslebe und genieße- daheim ist dann wieder daheim. Aber mein Partner ist strickt gegen so eine offene Beziehungsart.. schade, es würde ihm doch nichts wegnehmen. Auf der Dienstreise ist er ja eh nicht dabei/ es nimmt ihm also kein anderer was weg. Aber gut, so denken offenbar nicht viele :/

              • (15) 23.10.18 - 17:14

                Doch! Ich denke so. Mein Partner allerdings nicht und weil ich ihn liebe und nicht verlieren will, reiße ich mich zusammen. Wie lange sich die Menschen noch einreden wollen, daß sie monogam lebende Tiere sind, entzieht sich dabei leider meiner Kenntnis. 😉

          (16) 23.10.18 - 14:07

          #pro

          Stimmt! Da wird's schwierig mit den Erklärungen nach dem WARUM!

          Mir stellte sich auch die Frage, warum/wie es rauskam oder warum er es erzählt hat. 5 Tage fernab der Heimat und kein Wunsch nach Wiederholung. Manchmal ist es besser, wenn nichts ans Tageslicht kommt.

      (17) 23.10.18 - 14:03

      "dort bin ich einer Kollegin, (die ich vorher sehr gerne mochte, allerdings rein freundschaftlich und ich nie gedachte hätte dass es sich in die sexuell Richtung entwickeln würde) näher gekommen. ... Ich habe meine Frau betrogen obwohl ich sie liebe."
      Und genau das finde ich fast noch schlimmer, als jemanden im "Suff" zu betrügen, denn dann wäre das Fremdgehen evtl. irgendwie erklärbar.
      Du aber liebst Deine Frau und hast sie TROTZDEM betrogen mit einer anderen, von der Du nichtmal gedacht hättest, dass Du sie überhaupt sexuell attraktiv finden könntest.
      Wie bitte soll Dir Deine Frau denn glauben, dass das zukünftig nicht wieder irgendwann mal passieren wird? Dass Du sie, obwohl Du sie liebst und alles schön ist in eurer Beziehung, nicht bei der nächsten oder übernächsten Dienstfahrt mit irgendeiner anderen x-beliebigen Frau betrügst?
      Wie willst Du das zukünftig "verhindern"?

      • (18) 23.10.18 - 14:11

        Ich wäre definitiv wachsamer, da ich in diese Situation im Hotel hinein geraten bin, ohne es zu erwarten und zu wollen. Es soll keine Ausrede sein, doch ich war noch nie so lange weg von zu Hause seit wir verheiratet sind und es war wie ein ausbrechen für ein paar Tage. Ich war umgehauen von den "Freiheiten" die wir dort hatten, zusammen sitzen an der Bar, lachen, sich unterhalten. Das alles habe ich seit mindestens 3 Jahren nicht mehr. Ich gehe fast nie alleine weg und wenn dann nur mit zwei Freunden nach dem Sport etwas trinken immer in der gleichen Kneipe. Es hat mich umgehauen die Situation und ich habe es falsch eingeschätzt zu was das führen kann. Dass diese Nähe und Flirterei zu Küssen führt. Und Küsse dann zu mehr,wo es kein Zurück gibt. Ich war wirklich naiv und hätte vorher jeden ausgelacht der mir gesagt hätte das könnte zwischen uns passieren. Doch es ist passiert.

        • (19) 23.10.18 - 14:38

          Ich wollte dir nur sagen, dass ich dich verstehe. Ich bin auch mal in diesem Situation und kann verstehen, dass man losgelöst vom Alltag eine Leichtigkeit empfindet, die einen leichtsinnig macht und man einfach nur im Eifer des Gefechts Unfug anstellt.

          Wäre ich deine Frau, ich könnte dir das vermutlich verzeihen, wüsste aber auch, dass es keine Garantie gibt, dass dir das nicht noch mal passiert, genauso, wie es mir noch Mal passieren könnte.
          Vielleicht muss man da ein Typ Mensch für sein, eine Bedürfnis in sich tragen, sich ab und an für einige wenige Stunden neu erfinden zu dürfen und sich frei zu fühlen.
          Ich glaube dir auch, dass du deine Frau trotzdem liebst.

          Nur: Wer nie in so einer Situation war und wer in sich, ich weiß nicht, wie ich es nennen soll, stabiler/treuer/bindungsfähiger ist, dem kannst du das schlecht erklären, was sich da geritten hat.
          Ich wünsche dir, dass du die richtigen Worte findest und deine Frau alle Kraft aufbringt, dir zu verzeihen.

    (20) 23.10.18 - 19:46

    Du würdest sie nicht auf Knien um Verzeihung bitten? Genau das solltest du aber! Meiner Meinung nach ist eure Beziehung zum scheitern verurteilt, da du deine Partnerin nicht beim bewältigen unterstützt.

    Ich weiß wovon ich rede. Ich wurde nach vielen Jahren Beziehung und Kindern betrogen. Es dauert definitiv Jahre(!) um in den alten Zustand zurück zu finden, oder auch nicht. Unsere Beziehung hat sich stark verändert. Er hat wirklich gekämpft und hätte auch seinen Arbeitgeber gewechselt wenn es mir geholfen hätte. Bei dir habe ich nickt das Gefühl, dass du deine Partnerin unterstützen würdest. Du hast dein Gewissen erleichtert und nun soll sie mal vergeben. So läuft das nun mal nicht. Du solltest mal kleine Brötchen backen und sie fragen, was sie von dir braucht um Vertrauen aufzubauen. Du solltest dabei aktiv unterstützen. Dein Handy offen zur Verfügung stellen, ungefragt sagen wo du bist, wie lange und mit wem. Fotos schicken, viel telefonieren usw. Empfohlen wird dieses für 6-12 Monate, je nachdem was ihr verabredet.

    (21) 23.10.18 - 20:39

    Warum hast Du das denn gemacht?
    Hat Dir etwas gefehlt in der Ehe?

    Das wäre für mich der Punkt, an dem ich ansetzen würde, wenn Du Deiner Ehe wirklich nochmals eine wahre Chance geben möchtest- diesen Grund ändern und dafür sorgen, dass es nie mehr vorkommt.

(22) 23.10.18 - 12:54

Hallo,

ich war 5 Jahre mit meinem Partner zusammen als dieser mich betrogen hat. Wir hatten eine sehr schwere Zeit und ich konnte seine Gründe in der Tat etwas nachvollziehen. Gebeichtet hat er es mir erst ein Jahr später, nachdem sie ihm ein Kind anhängen wollte (welches aber nicht so ist). Ich habe gesehen wie er leidet.
Und ja, wäre das „Kind“ nicht dazwischen gekommen hätte ich es wohl nie erfahren, was meiner Meinung nach das Beste gewesen wäre. Die Zeit möchte ich nicht nochmal durchleben.
Wir hatten nur eine Therapiesitzung. Da ich wusste wo der Kern im argen lag, brauchten wir auch nicht mit einer fremden Person drüber reden.
Anschließend sind wir unsere großen Urlaub angetreten der schon gebucht war. In der Tat hätte ich vermutlich nicht so schnell verziehen wenn der Urlaub nicht da gewesen wäre. So hatten wir aber viel Zeit zu reden und wieder zueinander zu finden.
Nun ein Jahr später nach der Beichte und zwei Jahre nach dem Betrug heiraten wir und erwarten ein Kind.
Möglichweise halten mich viele für naiv, ich selbst halte mich für stark. Ich habe meinen Partner verziehen und wenn es nochmal passiert, ja dann bin ich weg.
Ob mir der nächste Partner aber treu wäre, weiß ich genauso wenig. Deswegen denke ich lohnt es sich immer zu kämpfen, wenn genug Liebe vorhanden ist.

Unsere Beziehung läuft im übrigen besser als zuvor.

  • (23) 23.10.18 - 13:04

    Freut mich zu lesen, dass ihr es geschafft habt. Hat sich etwas in eurer Partnerschaft geändert hinterher? Vertraust du ihm wieder so wie vorher? Was hat er getan, dass du ihm verzeihen konntest? Oder hast du das für dich alleine entschieden ihm zu verzeihen?

    • (24) 23.10.18 - 14:07

      In unserer Partnerschaft haben wir nur das Kernproblem geändert.
      Dieses war wie folgt: mein Kinderwunsch war so groß das ich ihn im Vorfeld in den Trainingsmodus schickte, damit er später auf Kommando kann. Wir hatten nie mega viel Sex, was uns Beide nicht störte. Zum Kind gehört aber nunmal viel Sex.Letzten Endes erzielte ich das Gegenteil und seine Libido war quasi nicht mehr vorhanden. Es gab immer wieder Flauten.
      In der Zeit sprach ich immer wieder von Trennung, denn ein Leben ohne Kind kam für mich nie in Frage. Gleichzeitig hielt ich ihn für Unnormal, kann ein Mann doch immer und unser Sexleben ist nicht wie es die Medien so zeigen (auch berufsbedingt). Ich fühlte mich also unattraktiv und er war machtlos mir das Gegenteil zu beweisen.
      Letzten Endes sah er keinen Ausweg mehr als sich selbst zu beweisen das er es kann. Allerdings bei einer Frau die er nicht kennt, die keine Erwartungen an ihn hat.
      Ja man kann es als Ausrede werten, aber nur ich weiß wie schlimm ich damals wirklich war. Bzw kann mich da gut reinversetzen.

      Er musste nicht viel tun damit ich ihm verzeihe. Von Anfang an gab ich mir eine Mitschuld an den Vorkommnis und ich sah die mögliche Vaterschaft als Strafe genug. Denn auch er ging in der Zeit durch die Hölle. Er wusste ich trenne mich wenn er der Vater wäre. Und ich rechnete ihn fleißig vor was ihm sein Fehltritt kosten würde.
      Er beteuerte das er mit Kondom verhütet hat, aber ich öffnete ihn die Augen wie grausam Frauen sein können wenn sie einen Kinderwunsch haben. Und die Dame muss es geplant haben! Somit zeigte ich ihm das auch ein Kondom nicht die sicherste Sache der Welt ist...

      Wir waren einfach nur froh als der Vaterschaftstest negativ war. Auf dem Schrieb sahen wir dann, das er möglicher Vater Nummer 5 war. Also die Dame war sehr vergnügsam.

      Das Vertrauen ist schon ähnlich wie vorher. Sicherlich gibt es Momente wo alles wieder hochkommt und ich das Thema aufn Tisch lege, aber wir können dann in Ruhe drüber reden wieso ich grad jetzt dran denke.
      Letzten Endes weiß ich aber das er nun der beste Papa der Welt wird, für ein Kind was er auch wirklich wollte.
      Und da er weiß wie teuer ihm unser Kind beim erneuten Fehltritt zu stehen kommen würde, glaube ich auch nicht das er mich nochmal betrügen würde.
      Mittlerweile können wir auch gut über unser Sexleben reden und als wir vor kurzem mal wieder Flauten hatten, gab ich ihm Mut es mit mir zu schaffen und nicht ohne mich.
      Es liegt bei ihm auch viel in der Kindheit, es wurde sehr wenig über Probleme geredet.
      Diese Angst,das Probleme eine Schwäche sind, versuche ich ihm zu nehmen.

      Allen im allem glaub ich das man bei keinen Partner die 100%ige Sicherheit hat.
      Ich bin auch fest davon überzeugt, dass genau die Partner die man als treuste Seele sieht genau das Gegenteil sind.
      Ich glaube nicht mehr an die heile Welt hinter verschlossener Türe.

      Ich selbst könnte für mich nie ausschließen immer treu zu sein. Denn man weiß nie was im Leben passiert.

(25) 23.10.18 - 14:26

Wie hat sie es denn heraus bekommen?

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