Kleidungsstil beim Partner

    • (1) 02.11.18 - 09:59
      komische Typen

      Hallo zusammen,

      ich wüsste gern mal, ob Ihr in einer Partnerschaft Rücksicht nehmt auf die "Kleidungswünsche" Eurer Partner/innen, sprich, ob Ihr extra gewisse Sachen anzieht oder nicht anzieht, weil Eure Partner/innen das an Euch mögen oder eben nicht mögen, auch wenn es nicht Eurem eigenen Geschmack /Stil entspricht.

      Beispiel: Mein Mann steht total auf kurze Röcke/Kleider, Nylons und Highheels. Ich bin schon immer der sportlich-legere Kleidungstyp gewesen, trage schon gern figurbetont, aber eben eher lässig-modisch (enge Hosen und/oder Oberteile,), ich trage aber z.B. kaum Schuhe mit Absatz, meist Ballerinas oder Sneakers, weil ich hohe Schuhe einfach unbequem finde und auf Highheels kann ich gar nicht laufen. Würde ich mich anziehen, wie mein Mann das mag, käme ich mir total verkleidet vor, ich fühle mich so einfach nicht wohl. Ich bin so schon ein Hingucker als Frau mit langen blonden Haaren und sehr hübsch, ich komme mir einfach irgendwie angeberisch und aufgetakelt vor, wenn ich mich so auf sexy kleide, und ich bekomme dann zwar bewundernde Blicke von Männern, aber anwesende Frauen gucken mich dann immer nur von oben bis unten feindlich gesinnt an und wollen z.B. auch auf Feiern usw. gar nichts mit mir zu tun haben, weil sie mich für arrogant und mannstoll wahrscheinlich halten, wenn ich so herumrenne. Ich fühle mich also so einfach nicht wohl und belasse es kleidungstechnisch außer zu gegebenen Anlässen daher eher normal/leger. Mein Mann ist aber sauer und hätte gern, dass ich öfter nach seinem Geschmack mich kleide. Daher eben meine Frage: Macht ihr sowas für den Partner, auch wenn Ihr Euch so nicht wohl fühlt?

      Anderes Beispiel: Mein Vater hasst rote Kleidungsstücke. Meine Mutter trägt aus dem Grund NIE etwas Rotes. Nun hat sie sich mit fast 70 Jahren getraut, sich eine rote Hose zu kaufen, weil sie schon immer eine haben wollte. Als sie sie dann zum Ausgehen anzog, war mein Vater tödlich beleidigt und hat den ganzen Abend sie nur abschätzig angeguckt, kaum ein nettes Wort mehr mit ihr wechseln können und ständig blöde Antworten gegeben auf normale Fragen wie "Ach frag doch deine rote Hose". Er wollte sogar de Straßenseite auf dem Weg zur Feier wechseln, um nicht neben ihr in ihrer "rot leuchtenden Hose" gesehen zu werden. Fazit: Meine Mutter hat ihre geliebte neue rote Hose ins die Altkleidersammlung gegeben nach dem Abend.

      Ich frage mich echt, ist das gängig/normal, dass manche Männer oder auch Frauen so krass drauf reagieren, was der Partner trägt oder nicht trägt? Ich z.B. habe sowas gar nicht, mein Partner kann anziehen was er will, es stört michb fast nichts außer es ist wirklich unästhetisch wie kurze Shorts mit Tennissocken und Adiletten, aber ich habe weder irgendwelche Farben noch Formen von Kleidung, wo ich total drauf abfahre oder andersherum total sage "oh Mann, wie schrecklich, zieh das bitte aus, so geh ich nicht mit dir raus"... Ich empfinde das ziemlich übergriffig, vom anderen zu erwarten, dass er gewisse Sachen tragen oder nicht tragen soll. Man kann ja sagen, das mag ich nicht so an dir, das und das steht Dir besser. Aber sauer sein, wenn der Andere sich anzieht wie es mir nicht gefällt? Kennt das noch wer und wie geht ihr damit um?

      • Mein Mann mag es nicht wenn ich zuviel Ausschnitt trage. Respektier ich aber und mag es selbst auch nicht so gerne weil dann immer geglotzt wird. Klar hat mag er verschiedenes mehr an mir und anderes garnicht. Aber rummotzen oder rummaulen würde er deswegen aber nicht

        Klar kann man sich mal schick machen, für den Partner, aber nur dem eigenen Stil und Wohlbefinden nach. Dein Partner hat kein Recht von dir zu verlangen, dich nach seinen Wünschen aufzubrezeln. Du bist nicht sein. Püppchen!!! Mein Mann hasst auch rot- darauf nehme ich in Maßen Rücksicht, allerdings ist rot auch nicht meine Lieblingsfarbe. Wäre es sie, hätte er Pech gehabt!

        (4) 02.11.18 - 10:15

        Nein. Ich lasse mir meine Identität nicht durch Wünsche anderer nehmen.

      • (5) 02.11.18 - 10:17

        Vorab die Antwort auf deine Frage:
        Ja, ich nehme Rücksicht auf den Geschmack meines Mannes. Das ist aber auch einfach. Er mag Schluppenblusen nicht, für die ich ein Faible habe, und er mag kein senfgelb. Kann ich mit leben.
        Und ich mag es, wenn er mag, was ich anhabe. Umgekehrt genauso.

        Ich mag es auch, mich gelegentlich aufzubrezeln, wobei ich finde, dass es da einen himmelweiter Unterschied zwischen billig und edel gibt. Dafür, dass mich andere Frauen böse angucken, bin ich, glaube ich, zu nett. M.E. reagieren Frauen eher auf eine bestimmte Art stutenbissig als auf ein bestimmtes Aussehen.

        Die bewundernden Blicke anderer Männer nehme ich gern in Kauf, sofern es sie gibt. Da ich mich für mein Empfinden nicht billig kleide, fühle ich mich dadurch auch nicht zum Objekt degradiert.

        Deinem Opa hätte ich sie Leviten gelesen. Wer sich derartig respektlos gegenüber seiner Frau verhält, besonders vor dem Hintergrund, dass sie ein Leben lang Rücksicht genommen hat, würde von mir, Altersstarrsinn hin oder her, ne klare Ansage kassieren.

        Dass dein Mann sauer ist, dass du dich nicht seinen Wünschen entsprechend kleidest, finde ich absolut daneben. Vorlieben des anderen darf man erfüllen, muss das aber keinesfalls und würde ich merken, dass mein Partner mich dafür sanktioniert, dass ich nicht so bin, wie er sich das so vorstellt, würde ich ihn in die Wüste schicken, wo er sich gerne nach einer neuen Frau umsehen kann, die mehr seinen Vorstellungen entspricht.

        Ja, manchmal ziehe ich Kleidungsstücke an, von denen ich weiß, dass sie meinem Mann besonders gefallen, aber nie im Leben käme ich auf die Idee, mir vorschreiben zu lassen, was ich anziehe. Was dein Vater da abzieht, ist dümmlich und infantil, und deine Mutter tut mir leid, weil sie scheinbar nie gelernt hat, sich durchzusetzen.

      • (7) 02.11.18 - 10:23

        >> Mein Mann steht total auf kurze Röcke/Kleider, Nylons und Highheels <<

        Ich denke, das tun doch die meisten Männer ;-)
        Wenn dein Mann dich nicht so kennen gelernt hat, sollte er das auch nicht von dir erwarten dürfen (aber eigentlich sonst auch nicht) und muss damit leben, dass du dich so nicht wohl fühlst.

        Vielleicht kannst du aber ja einen Kompromiss machen: im Schlafzimmer kleidest du dich so ;-)

        Ich würde eben versuchen, einen Kompromiss zu finden. Hohe Schuhe und ne schicke Kleidung kannst du ja auch einfach nur zu Hause zu einem "netten Abend" tragen oder wenn ihr mal alleine ausgeht und die Gefahr nicht so groß ist, jemandem zu begegnen, den man kennt. Das lässt sich bestimmt alles organisieren.

        "Draußen" und vor allem im Dunstkreis bekannter Personen würde ich so nicht herum laufen, wenn ich mich nicht wohl fühle und von den anderen Menschen nicht abgestempelt werden möchte.

        Allerdings kann ich Rücksichtnahme bei der Kleiderwahl schon verstehen. Ich ziehe zwar auch Sachen an, die mein Mann nicht mag, ziehe aber auch Sachen nur für ihn an. Allerdings immer so, dass ich mir dabei nicht "komisch" vorkommen muss. Nur trage ich dann z.B. auch mal Kleid oder Rock, obwohl ich das eigentlich nicht so mag.

        (9) 02.11.18 - 11:37

        Hallo,
        nein, ich nehme diesbezüglich keine Rücksicht. Es hat auch keiner was davon, wenn ich mir wie ein Affe im Zoo vorkomme und mich vollkommen unwohl fühle, nur damit ein Mann seinen Willen bekäme. Sexy wäre das dann sicher auch nicht. 😂
        Aber mein Mann verlangt sowas auch nicht von mir. Eigentlich hat es noch kein Mann von mir verlangt, wenn ich so darüber nachdenke. Bisher waren alle zufrieden damit, wie sich mich kennen und lieben gelernt haben.

        Kompromisse gehe ich allerdings schon ein. Wenn ich jetzt also wüsste, dass er Rot nicht mag, würde ich rote Sachen vermutlich nur ab und zu mal anziehen, aber nicht täglich.
        Oder ich würde zum Beispiel auch mal fragen, was er davon hielte, wenn ich mir die Haare ganz kurz schneiden ließe. Wenn ihm das überhaupt nicht gefiele, würde ich dann vermutlich nur den halblangen Schnitt wählen, sofern er mir zusagt und auf den Kurzhaarschnitt verzichten. Das wäre für mich vollkommen in Ordnung. Gänzlich verbiegen würde ich mich jedoch für keinen Mann. Wenn ich also High Heels nicht mag und auch nicht drin laufen kann oder möchte, mache ich das auch nicht. Gibt wichtigeres im Leben.

        Es kommt ja alles sehr darauf an wo man hingeht und zu welchem Anlass.

        Ich würde es nicht gut finden wenn wir in ein sehr noblen Restaurant gehen, wenn meinen Mann ein Hoodie und Jeans mit Löcher anziehen würde. Wurde er auch nie tun, aber wenn hätte Ixh ihn schon gebeten was anders anzuziehen. Wurden wir allerdings in eine Pizzaria oder zum Griechen gehen, könnte er anziehen was er will, außer kurze Hose, Sandalen oder einen Cap.. Es gibt zwei absolute No Go,s für mich. Männer in Sandalen und Männer die ein Cap mit dem Shirm nach hinten tragen.. Geht bei mir persönlich gar nicht.

        Ich weiß das mein Mann es sehr mag wenn Ich ein Kleid trage. Deswegen trage Ich oft einen Kleid wenn wir ausgehen. Ich fühle mich auch so wohl und warum dann nicht. Man kann ja auch was dafür tun, das sich der Partner freut und einen noch schöner findet als sonst, wenn man irgendwo zusammen hingeht.

        Ich weiß das mein Mann Ballerinas und ganz flache Schuhe, es sei das es sich um Turnschuhe handelt, ganz schlimm findet. Er meint das es für ihn absolute liebestöter sind. Ich finde solche Schuhe auch nicht schön, also passt es bei uns. Hätte Ich sehr flache Schuhe schön gefunden, hätte Ich die tatsächlich nicht getragen, weil er eine absolute Abneigung gegen solche Schuhe hat. Ich trage im Alltag legere Kleidung, Jeans etc. Wenn wir ausgehen, bemühe Ich mich tatsächlich darum das meinen Mann mich schön findet. Genau so macht meinen Mann es auch umgekehrt..

        Ich finde es schade wenn man irgendwann in einer Beziehung damit aufhört sich schön für den Partner zu machen.. Muss natürlich jeder für sich wissen..

        In Sachen Kleidung, hat Dein Mann Dich doch so kennengelernt, wie Du Dich wohlfühlst, oder? Daher ist ein absolutes Verbiegen für mein Empfinden nicht angesagt. Meiner kannte mich jahrelang nur in Reithose. Dann kamen die Dates und ich habe mich schon mal aufgefrischt (übrigens auch mit langen blonden Haaren und Highheels und dem Komplettprogramm - was mir selbst aber auch mal gefällt). Er kennt mich aber auch in Schlunzlook unter der Grasnabe mit Gummistiefeln und Mistforke oder laut fluchtend auf nem Trecker.

        Natürlich möchte man, daß der eigene Mann einen leiden mag - wäre doch schön blöd wenn nicht. Jedoch mochte er mich und das was ich trug vor 30 Jahren scheinbar und bis auf einmal, als ich mir die lange Mähne rot tönte und das zweite Mal die Locken kappte, gab es nie Mecker.

        Was dein Vater da abgezogen hat, wäre für mich ein Grund zur Trennung.
        Und was deinen Mann angeht. Naja. Offenbar steht er auf billig aufgetunte Pornosternchen und will dich zum angeben haben. Stichwort Trophy-Wife #augen
        Ich sehe hier keinerlei Rücksicht auf dich.

        Zum Thema böse angucken: das sind meistens die verbiesterten untersexten Trullas, die in lebensbejahenden, hergerichteten, in sich ruhenden Frauen eine Bedrohung fur ihr übersichtliches Dasein ansehen. Da könnte ja der Göttergatte auf die Idee kommen, es gäbe nette, fröhliche und hübsche Frauen #rofl

        Fazit: dein Mann darf Wünsche äußern, aber nicht deren Umsetzung zur Bedingung machen. Oder gar motzig darauf reagieren, wenn du nicht spurst. Dann sind nämlich Nylons und Highheels dein kleinstes Problem, meine Liebe. Das ist dann keine Partnerschaft auf Augenhöhe, wenn dein Mann sein Ego mit seinem aufgebrezelten Trophyweiblein aufpumpen will und dabei vollkommen gleichgültig auf deine Befindlichkeiten reagiert. Das wäre schlecht und würde bei mir sogleich mit einer tiefgelben Karte geahndet. Wir sind doch nicht im Kindergarten.

        • Punk 1:
          Scheinbar unterschlägst Du hier gerade mal gepflegt ein Generationenproblem. Die Mutter der TE dürfte rein altersmäßig etwas über Dir/uns liegen. Ein "damals" erspare ich uns, doch gibt es durchaus im Geburtsjahr, wie auch in sozialen Schichten Unterschiede, wie auf die Wünsche der entsprecheneden Ehemänner reagiert wird. Dies ist uns natürlich ein Dorn im Auge, aber wir müssen ja auch nicht mit diesen prähistorischen Männer leben. Meine Mutter ist Jahrgang 38, mein Vater 35 .... - ich kenne kaum eine Frau dieses Alters, die emanzipierter ist, als meine alte Dame. Bedauerlicherweise geht dies nicht jeder Frau so.

          Punkt 2:
          Wenn jemand mit langen, blonden Haaren, kurzem Rock und Highheels für Dich ein "billig aufgetuntes Pornosternchen" ist, bedanke ich mich in aller Form für dieses Kompliment und möchte Dich darauf hinweisen, daß Du Dir selbst im nächsten Absatz m. E. insofern widersprichst, als daß Du die Frauen, die dies auf einer Fete so sehen, als "verbiesterte untersexten Trullas, die in lebensbejahenden, hergerichteten, in sich ruhenden Frauen eine Bedrohung fur ihr übersichtliches Dasein ansehen" einordnen .

          Also, entweder habe ich Dich missverstanden, konnte Dir nicht folgen, oder Du hast Dich verirrt. Für konstruktive Hinweise bin ich offen ;-).

        (15) 02.11.18 - 13:08

        Dein Beitrag wäre gut gewesen. Hätte er nicht abwertende Bemerkungen über den Stil anderer Frauen beinhaltet.
        Das muss nicht sein.

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