Geschenke

    • (1) 02.11.18 - 10:48
      Geschenkezeugs

      Guten Morgen,
      eigentlich ist das jetzt nicht direkt ein Thema zur Partnerschaft, aber dass CH möchte gerne anonym bleiben. Ich hoffe auch, dass ihr mit meinem Anliegen respektvoll umgeht, das ist hier in letzter Zeit leider bei manchem nicht mehr so der Fall...

      Vorneweg, mein Mann und ich sind alles andere als materielle Menschen, so haben wir uns beide für einen Beruf entschieden, der uns erfüllt, der aber deutlich schlechter bezahlt ist als andere Optionen. Das war uns wichtiger, auch wenn wir uns so etwa niemals ein haus werden leisten können.

      Wir verstehen uns auch wirklich super mit unseren Familien und sind immer füreinander da.

      Mein Mann hat zwei Neffen und eine Nichte (17, 15, 8) von seinen deutlich älteren Geschwistern. Da ist es so, dass diese zu Weihnachten und Geburtstagen wirklich immer große wünsche haben und hätten, die ihnen von den Großeltern selbstverständlich erfüllt wurden. Seit nun unsere Kleine auf der Welt ist (18monate), ist es so, dass ihre Geschenke wirklich spürbar kleiner ausfallen. Eigentlich kenne ich das so von Zuhause, dass meine Großeltern alle Enkel gleich behandelt haben und weil Kleine ja noch nicht sooo viel brauchen, wurde eben mehr fürs Sparschwein als Gegenstandliches geschenkt.

      Wie sieht das denn bei euch in den Familien aus? Ich möchte nochmal betonen, dass wir da echt nicht missgünstig oder neidisch sind. Wir können uns das einfach nur nicht ganz erklären, werden das aber sicher auch nicht ansprechen. Ich wollte nur mal hören, wie andere das handhaben.

      • Bei uns werden alle Enkel gleichbehandelt. Unser Kind bekommt Gleichwertiges zu den anderen Neffen und Nichten.

        Wie fielen die Geschenke denn aus, als die anderen noch sehr klein waren? Vielleicht wurde dann auch noch nicht so umfangreich geschenkt?

        • (3) 02.11.18 - 11:06

          Danke für deine Antwort! Soweit wir uns erinnern, war es damals so, dass sich da die Eltern halt was für die Kinder gewünscht haben und das war definitiv deutlich mehr. Was man vielleicht noch erwähnen kann, ist, dass die Großeltern damals auch seehr viel Zeit bei den Geschwistern verbrachten, um Baby zu sitten, im Haushalt zu helfen(Fenster putzen, bügeln, kochen usw). Da haben die Kids dann auch immer noch einiges außer der Reihe bekommen. Bei uns ist es so, dass die Großeltern schon älter und nicht mehr so fit sind. Wir würden daher nie auf die Idee kommen, sie für irgendwas einzuspannen. Also bei besuchen sollen sie ihr Enkelkind einfach nur genießen können. (Wäre natürlich ab und an schon schön, wenn man etwas Hilfe hätte, ist aber nun mal so).

          • Naja, vielleicht sind sie aufgrund ihres Alters nicht mehr so euphorisch bei der Sache und können - wie du ja auch schon schreibst - nicht mehr so viel helfen.

            Weiterhin denke ich, dass bei jedem Enkel mehr die Euphorie des Betüddelns und Schenkens etwas mehr nachlässt. Das ist sicherlich nicht böse gemeint, ist aber einfach so.

            Meine eigene Oma z.B. war früher auch etwas anders und hatte eine bestimmte Vorstellung, wie sie mit einem Urenkel umgehen würde. Inzwischen ist sie aber eben älter und realisiert das alles auch nicht mehr so sehr. Man kann es den Menschen also einfach nicht übel nehmen, denn die Wahrnehmung ist momentan vielleicht wirklich, dass sich die Großen eben das und das wünschen und "das Baby braucht ja noch nicht so viel".

      Wir achten da überhaupt nicht auf die Preise bei Geschenken. Ich habe keine Ahnung, was meine Neffen (die jünger sind als meine Kinder) bekommen. Die Wünsche von Jugendlichen sind halt oft teurer als die von Kleinkindern. Auch von uns Eltern bekommt der Große oft etwas Teureres als die Kleinen, weil es sich so ergibt. Da aber die Kleinen auch größer werden...

      • (6) 02.11.18 - 11:24

        Danke für deine Antwort! Ich verstehe deinen Ansatz, ich denke halt auch ein bisschen in die Zukunft, dass unsere kleine wenn's gut läuft, noch maximal 10 Jahre Großeltern haben wird...

        • Das heißt die Großeltern sollen jetzt mehr schenken, weil sie unterm Strich weniger Zeit dafür haben? Ganz ehrlich, du scheinst sehr materialistisch und sehr wohl missgünstig eingestellt zu sein. Ich kann deine Gedanken in kleinster Weise nachvollziehen und du tust mir leid, dass du mit solchen Sachen deine Zeit vergeudest.

          Wir sind 12 Enkel und ich hab nie verglichen wer wann was bekommen hat. Es ist mir ehrlich gesagt auch egal. Die Großeltern lieben alle. Sie machen keinen Unterschied zwischen denen, die im Haus wohnen und denen, die sie alle paar Monate mal sehen. Wenn du schon weist, dass es dir Großeltern nicht mehr lange geben wird, dann fordere doch Zeit ein. Für dein Kind. Besuch sie, geh mit ihnen spazieren, backt Kuchen zusammen. Sammle erinnerugen für dein Kind mit seinen Großeltern. Dass ist das, woran man sich als erwachsener später erinnert. Nicht, was man wann zu welchem fest von wem geschenkt bekommen hat.

          • Nicht „kleinster weise“, sondern natürlich „keinster weise“

            (9) 02.11.18 - 17:30

            Sorry, ich bin hier jetzt raus. Der Verweis auf das Alter erging von mir deshalb, weil eine te meinte, dass kleine Kinder wenig kriegen und große Kinder mehr. Ich hab zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass ich jetzt schon mehr verlange wegen des Alters der Großeltern! Alles was ich damit sagen wollte ist, dass dieses "Modell" bei uns nicht gilt. Und damit hab ich auch kein Problem!
            Und falls du Mal meine anderen Antworten gelesen hättest: wir versuchen soviel Zeit wie möglich mit der kleinen bei den Großeltern zu sein und sorgen dafür, dass diese sie möglichst ohne nebenbei Stress erleben (dh wir kochen, kümmern um uns alles andere, sie müssen nur da sein). Das tun wir übrigens soweit das Interesse von Seiten der Großeltern reicht.

        Bei meiner Antwort habe ich jetzt nur an Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke gedacht. Hier sind die Großeltern auch recht großzügig, was Kleidung oder damals den Kinderwagen etc. betraf. Und aufs Sparbuch bekommen meine Kinder (und vermutlich auch meine Neffen) monatlich alle das gleiche.

        Trotzdem werden meine jüngeren Söhne und meine Neffen nie meinen Ältesten einholen, weil der schon seit 18 Jahren beschenkt wird und sie erst seit 11 und 10, bzw. seit 7 und 3.
        Ist halt so, was sollte man da aufrechnen?

Meine Eltern behandeln alle Enkeln was Geschenke angeht gleich. Mein Mutter guckt sehr genau drauf, das alle Kinder ungefähr für den gleichen Betrag bekommen.

Das die kleine nicht so viel brauchen, sehe Ich gar nicht so. Gerade ganz kleine Kinder wachsen doch ständig aus den Klamotten raus, etc..

  • (12) 02.11.18 - 11:19
    Geschenkezeugs

    Danke für deine Antwort! Da hast du natürlich auch wieder Recht. Einen Beitrag zu Klamotten würden wir ja gar nicht erwarten. Ich meinte halt nur "Spielzeug" - die Ausstattung, die man so anschaffen muss im ersten Jahr (Schlafsäcke, Hochstuhl, Laufgitter etc) schlägt schon zu Buche.

    • Oh Wahnsinn, das sind wirklich exorbitante Ausgaben, die muss man auf jeden Fall mit anführen, wenn es um Geschenke der Großeltern geht und man sich, warum auch immer, bei Geschenken benachteiligt fühlt. Kennst du eigentlich den Sinn von Geschenken? Sie sind freiwillig und geschenkt - weder kann man da was einfordern noch erwarten - und ja, nicht einmal von den Großeltern.

      Kauf doch diesen Kram einfach über ebay-Kleinanzeigen o.ä., da bekommst du solche Dinge meist für einen 2-stelligen Betrag und die sind doch eh kaum abgenutzt. Himmelherrgott, dann schafft euch doch kein Kind an, wenn das bei euch schon "zu Buche schlägt".

(15) 02.11.18 - 11:17

Hallo

Ich kann Dich verstehen. So geht es mir mit meinen Schwiegereltern. Mein Mann hat eine viel ältere Schwester und als sie ihre Tochter bekommen hat, wird das Kind mit Geschenken überschüttet. Obwohl die Schwiegereltern nicht viel Geld zu Verfügung haben oder je hatten. Trotzdem wurde damals für das Kind alles gekauft, sogar Kinderwagen, Kinderbett und alles. Inzwischen ist meine Nichte fast erwachsen. Ist aber immer noch so geblieben dass sie aöles bekommt.Bei unseren Sohn bekommen wir fast gar keine Geschenke und wenn dann wirklich nur ganz kleine Sachen wie z.B. Socken.
Ich bin nicht materialistisch, wir haben auch nicht viel Geld aber ich kann mir alles für meinen Sohn selbst bezahlen. Darum geht es mir nicht. Ich stelle mir allerdings auch oft die Frage warum das einfach so ist... Antwort habe ich leider keine aber ich wollte dir nur zeigen dass es mir genau so geht

  • (16) 02.11.18 - 11:23
    Geschenkezeugs

    Vielen Dank für deine Antwort! Wir wissen es auch echt nicht - es liegt ja auch nicht cbt daran, dass wir uns weniger gut mit den Großeltern verstehen würden oder so...
    Vielleicht liegt es ja daran, dass wir unsere Wünsche für unsere Kleine nennen müssten und da einfach auch was teures nennen. Aber das wäre nicht unsere Art und widerstrebt uns.
    Als Beispiel: letztes Jahr zu Weihnachten bekamen wir von einer Tante für die kleine einfach einen 15€ Gutschein für einen echt doofen Kinderkleiderladen in unserer Heimatstadt, wo wir gar nicht wohnen und wo es echt nur super teure Markensachen gibt. Die anderen bekamen da ein Playstationspiel...

    • Feiert ihr eigentlich Weihnachten immer alle zusammen oder woher weißt du so genau, wer was von wem bekommt?

      • (18) 02.11.18 - 23:13

        Ja, wir feiern gemeinsam und es wird gemeinsam ausgepackt. Ist das irgendwie komisch, dass man als Familie zusammen feiert?

        • Fühlst du dich schon wieder angegriffen? Es könnte auch sein, dass ihr bei deinen Eltern feiert oder nur du, dein Mann und dein Kind oder was weiß ich, macht ja jeder anders.

          Und nein, DAS ist nicht komisch. Komisch finde ich eher deine postulierte immaterialistische Einstellung gepaart mit deinen anderen Aussagen vom heutigen Tag. Ich könnte einiges sogar nachvollziehen, wenn du dich nicht so an gewissen Dingen aufgezogen hättest. Es geht eher um deine Art, wie du das alles rüberbringst und unliebsame Beiträge abbürstest als um die sache an sich.

          Klar ist es komisch, wenn es beim gemeinsam Auspacken JEDES Mal so ganz eklatante Unterschiede gäbe. ABER - eure Tochter ist gerade mal knapp zwei Jahre alt, es kann also noch gar keine Regelmäßigkeit geben und wie gesagt, wenn euch die vermeintliche Ungerechtigkeit stört, dann sprecht es doch in ruhiger Minute einfach mal an.

          Sich hier aber als immaterieller Gutmensch hinzustellen, dem Geld, Dinge und Haus nicht wichtig sind, der auch nicht so (schlecht) sein will wie die anderen und Geschenke einfordern, sich andererseits bereits Gedanken über die Kürze der Zeit, in der die Großeltern noch (Geld)Geschenke machen können, macht, der ist suspekt. Das kannst du drehen und wenden wie du willst. Du schreibst doch selbst, dass Geldgeschenke, die der Kleinen zu Gute kämen, hilfreich und willkommen wären und bist eigentlich pikiert darüber, dass diese nicht kommen und das schon bei einem knapp 2jährigen Kind. Das IST materiell und das willst du nicht hören. Das ist der Knackpunkt in deiner Geschichte. Und du gehst sofort ans Eingemachte, wenn das jemand so sagt. Frag dich mal, warum.

Hallo,

ich denke, sie bekommen einfach mehr oder teurer, weil sie es fordern, also sich solche teuren Sachen wünschen. Ihr fordert es nicht, also bekommt ihr geldwertig gesehen weniger.
Was würde passieren, wenn ihr euch was Hochwertiges für euer Kind wünscht?

Ich habe zwei Kinder, eins ist materialistischer und auch fordernder und eins auch mit kleineren Sachen glücklich... rat mal, wer mehr "abschöpft" ;-)
Ganz ohne bösen Hintergedanken. Wir lieben beide gleich.

  • (22) 02.11.18 - 12:03
    Geschenkezeugs

    Wenn wir es fordern würden, bekämen wir es wahrscheinlich. Aber so wollen wir nicht sein...
    Der Wert an sich ist ja egal, aber es ist halt irgendwie lieblos/einfallslos und dazu ein eklatanter Unterschied im wert. Und an die Zukunft gedacht wären ein paar Euro fürs Sparschwein schon super (Klassenfahrten, Führerschein etc)

    • "Wenn wir es fordern würden, bekämen wir es wahrscheinlich. Aber so wollen wir nicht sein...
      Der Wert an sich ist ja egal, aber es ist halt irgendwie lieblos/einfallslos und dazu ein eklatanter Unterschied im wert. Und an die Zukunft gedacht wären ein paar Euro fürs Sparschwein schon super (Klassenfahrten, Führerschein etc) "

      Ihr WOLLT nicht so sein, seid aber eigentlich doch so .... ihr bezichtigt die anderen, fordernd zu sein - die sagen wenigstens was sie möchten - schön finden muss man das nicht. Ihr sagt es nicht, erwartet aber, dass man es euch trotzdem gibt, ohne dass ihr was gesagt habt. Seid ihr dann "besser" als die anderen? Du würdest hier ja nicht schreiben, wenn du nicht ne Erwartungshaltung hättest, du sprichst sie den Verwandten gegenüber nur nicht aus, das ist der einzige Unterschied.

      Du machst dir ernsthaft einen Kopf darüber, wer wieviel geschenkt bekommt und schreibst, dass euer Kind möglicherweise nur noch 10 Jahre was von den Großeltern hat und dabei denkst du ans Finanzielle .. nimm's mir nicht übel, aber wenn das keine materielle Einstellung ist, dann weiß ich's nicht.

      Ihr habt euch bewusst für Berufe entschieden, deren Ausübung euch emotional befriedigen, aber nicht unbedingt finanziell - finde ich persönlich gut, weil man nach meiner subjektiven Meinung damit häufig glücklicher ist im Leben als mit viel Geld.

      Dazu passen aber aus meiner Sicht deine Überlegungen zur Geschenkepraxis deiner Verwandten so gar nicht. "Fordern" wollt ihr nichts, erwartet aber, dass die von sich aus Geldgeschenke machen, weil eure Kleine ja auch mal Geld für Führerschein etc. braucht? IHR seid doch aber die Eltern .. und ihr habt euch gegen viel Geld entschieden und wenn ihr damit so offensiv hausieren geht, wie du es hier tust, dann verstehe ich deine Verwandten - die gehen möglicherweise auch davon aus, dass große Geschenke bei euch überhaupt nicht erwünscht sind.

      • (24) 02.11.18 - 13:09

        Genau solche Beiträge meinte ich oben, tut mir leid, den finde ich echt daneben. Ich versuche, unsere Situation zu schildern und sage, dass ich gerne hören möchte, wie es in anderen Familien gesehen wird. Eine solche "Verurteilung" brauche ich mir echt nicht zu geben. Schade, aber der respektvolle Ausgleich scheint schon wieder vorbei zu sein.

        • An welcher Stelle habe ich dich verurteilt? Ich habe dir gesagt, dass deine Aussagen nicht zueinander passen, zeig mir bitte eine unrespektvolle Stelle in meinem Text.

          Ich mag es nicht, wenn jemand (im übertragenen Sinne) mit Fingern auf andere zeigt - in diesem Falle du, die die fordernden Neffe und Nichten hier aufführt und betont, dass man selbst nicht so sein wolle. Gleichzeitig aber für das eigene Kind bezüglich der kürzeren verbleibenden Zeit mit den Großeltern in Richtung finanzielle Zukunft des eigenen Kindes denkt und (insgeheim) Geldgeschenke erwartet, aber betont, wie wenig materiell man eingestellt ist. Das sind Fakten, die du genannt hast, das habe ich mir ja nicht ausgedacht, oder liege ich da falsch?

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