Vasekotmie

    • (1) 05.11.18 - 20:13

      Hallo,
      ich bräuchte mal ein paar Meinungen.
      Mein Mann und ich haben zwei Töchter und möchten beide definitiv kein 3. Kind mehr.
      Ich verhüte mit der Goldspirale, da ich keine Hormone nehmen möchte. Zudem nehmen wir während meiner fruchtbaren Tage ein Kondom.
      Mein Problem ist nur, dass das ja nie 100 Prozent sicher ist und mein Mann immer sagt, wenn es doch passieren sollte, sollte ich halt abtreiben. Aber das könnte ich nicht. Wir haben genug Platz, genug Geld etc., da kann ich doch kein Kind abtreiben, nur weil wir keine Lust mehr auf die Babyzeit haben. Ich habe jetzt zu ihm gesagt, dass ich niemals abtreiben werde und wenn er zu 100 Prozent sicher sein will, dann muss er was machen und sich stirilisieren lassen. Wie seht ihr das? Setze ich ihn zu sehr unter Druck? Ich finde aber, man sollte das vorher klären. Auf Sex verzichten, will er natürlich auch nicht (ich aber auch nicht:-)).

      • Hallo schnucki,


        ich finde deine Ansage okay. Wenn er absolut kein Kinder mehr möchte sollte er aktiv die Verhütung in die Hand nehmen. Es ist auch okay das du im Vorfeld sagt das du im Fall eines Falles nicht abtreiben wirst. Somit weiß er woran er ist.

        Freundliche Grüße

        blaue-Rose

        Nee, das hat nichts mit Druck zu tun. Du hast jahrelang die Verhütung übernommen, er will seinen Spaß genauso und sieht Abtreibung womöglich noch als tolerierbare Verhütung an? #zitter Zudem ist eine Vasektomie billiger als eine Sterilisation bei der Frau. Der Gute soll sich mal ganz schön aufschwingen und nun die Verantwortung übernehmen. LG Moni

        (4) 05.11.18 - 20:40

        Ich kenne viele Männer, die eine Vasektomie durchführen ließen.
        Das ist eine gute Sache, wenn man(n) sich 100% sicher ist, keine Kinder mehr haben zu wollen.
        Keiner der Männer, die ich kenne, hat es bereut oder irgendwelche Einschränkungen. Es ist ein ambulanter Eingriff und keine große Sache.
        Ich finde, Dein Mann sollte sich ernsthaft mit dem Gedanken auseinandersetzen.
        Eine Abtreibung sollte keine Option sein und auch nicht so leichtfertig von Deinem Mann dahin gesagt werden. Immerhin geht es um ein Leben! Dann doch lieber vorab vorsorgen!
        Alles Gute #klee

      • (5) 05.11.18 - 20:57

        Dein Mann würde also lieber - sagen wir mal - zweimal oder dreimal wollen, dass Du abtreibst, falls die Verhütung in den nächsten noch fruchtbaren Jahren versagen sollte anstatt sich selbst einer OP zu unterziehen? Irgendwie klingt das so, als sei ihm nicht ganz klar, was er da redet.

        (6) 06.11.18 - 07:54

        Da gab es bei uns gar keine Diskussion drum. Mein Mann meinte, ich hätte mich jahrelang mit der Pille gequält (es war klar die nehme ich nicht weiter), 3 Schwangerschaften erlebt und 3 Kaiserschnitte gemacht. Da wäre es ja selbstverständlich, dass er nun mal dran sei.

        Und mal ehrlich, es ist kein Akt.

        Du setzt ihn nicht unter Druck, du sagst ihm wie du die Sache siehst.

        Allerdings finde ich es schon suspekt, dass er eine Abtreibung in Kauf nimmt, aber eine Vasektomie nicht.

      • (7) 06.11.18 - 08:20

        Ich führe keine sexuell monogame Beziehung, ich habe also eine gewisse Referenzgruppe vorzuweisen. Alle Männer sind plusminus 40 und bei allen hatte die Vasektomie spürbare Auswirkungen auf ihre.... nunja... Gerätschaften. Ich weiss, dass die Männer selbst von sich behaupten, dass es keine Auswirkungen hat, vermutlich ist der Wandel auch schleichend und man wird älter und trallala (was man sich halt so zurecht legt) und es fehlen natürlich die Vergleichsobjekte.
        Aber der Penis ist bei quasi allen erigiert nicht mehr so prall/fest (fast schon wabbelig) wie bei unsterilisierten Geschlechtsgenossen, dann habe einige nicht mehr das Bedürfnis "zum Ende" zu kommen, was erstmal ganz nett anmutet, bis man halt irgendwann immer die einzige ist die kommt und bei anderen dauert es viel länger, bis sich überhaupt irgendwas regt.
        Selbst Penisse von latent alkoholisierten Männern sind da noch vitaler.

        Wir wollen auch kein Kind aber nach all meinen Erfahrungen (und es war wirklich ausnahmslos keiner dabei, der sich unauffällig verhalten hat... oder auch: ich konnte es den Männern nachher auf den Kopf zusagen) bin ich strikt gegen Vasektomie.

        • (8) 06.11.18 - 09:35

          Was ein Blödsinn!

          • Warum sollte das Blödsin sein??
            Hast dich sicherlich selbst sterilisieren lassen oder kannst das von mehreren Männern behaupten?
            Erzählen kann man viel, gell

            • (10) 06.11.18 - 10:30

              Erstmal, bin ich nicht der Mann. Ich habe einen Mann, der schon vor 10 Jahren die Vasektomie hat machen lassen. Wie eigentlich alle im Freundes- und Bekanntenkreis.

              Nix und niemand hat danach irgendeine Veränderung festgestellt. Ich würde mal sagen, das ist entweder eine Kopfsache von dir, oder deine Partner kamen mit dem
              Gedanken nicht klar (soll es ja geben, das der ein oder andere sich nicht männlich fühlt...& das dann mitschleppt...rein psychisch).

              Wir haben im nahen Bekanntenkreis einen Urologen, der könnte dir genau erklären, warum es da keinerlei Veränderungen gibt. Vielleicht mal einen fragen?

              Weil es anatomisch unmöglich ist, dass der Blutfluss sich verändert, wenn man die Samenleiter kappt. Da kann nichts schlaffer sein / werden, das hängt nämlich Null, garnicht zusammen! ;-)

              Da wird es wohl eher das schlechte Gewissen gegenüber der betrogenen Frau sein, dass der kleine Mann schlapp macht #schein

              Oder Mann war schon immer wenig standfest und muss sich nun beweisen, dass er es trotzdem drauf hat so ein toller Hengst zu sein. Liest man übrigens öfter als Fremdgehgrund, wenn man(n) Probleme mit der Potenz hat :-p

              Egal mit welcher Freundin ich spreche, jede hat mir bestätigt, dass sich nichts am Sex geändert hat seit der Vasektomie. Eher ist alles noch freier, da unbeschwerter weil keine Angst mehr vor einer Schwangerschaft.

        (12) 06.11.18 - 11:32

        Absoluter Unsinn!

        (13) 06.11.18 - 11:49

        Mein Mann hatte auch eine Vasektomie, genau wie mein Schwager und einige Freunde. Und keiner hat eine Veränderung festgestellt, weder bei der Libido, noch bei der Standfestigkeit. Und jeder Mann den ich kenne, der keine Kinder mehr haben will bestätigt, dass er es jederzeit wieder machen würde.

        (14) 06.11.18 - 12:49

        Ich würd mir an Deiner Stelle mal Gedanken machen, ob die fehlende richtige Erektion, etc. nicht auf Dich als Partnerin zurückzuführen ist.:-p Ich hatte auch schon mit mehreren sterilisieren Männern Sex, da war keinerlei Unterschied spürbar.

        (15) 06.11.18 - 15:22

        Hallo gorillamausken,
        Du wirst ja hier ziemlich angegangen wegen Deines Beitrages. Ich bin ein Mann, der die Sache auch hinter sich hat, und habe schon einmal ähnliches geschrieben. Da hat man auch Steine geworfen.

        Nichtsdestotrotz hast Du recht. Und die klugen Leute, die hier schreiben, ohne die Sache hinter sich zu haben oder eine andere Anatomie haben, wissen wohl nicht, wie das ist.
        Und von 10 oder 15 Jahren zu reden und alles ist wie vorher, reicht nicht.

        Sollen doch mal 20 oder 30 Jahre vergehen, wie bei mir. Dann kommen natürlich noch die normalen Alterserscheinungen dazu, und auf einmal geht GARNICHTS mehr. In der Biologie gibt es Folgen, die sich nicht kurzzeitig zeigen.
        Und wer keine Vasektomie hinter sich hat, dazu noch eine erkleckliche Zeit danach, sollte sich mit Behauptungen und Beobachtungen zurück halten. Auf einmal kann doch alles anders sein.
        Aber natürlich ist jeder mensch anders, da gibt es sicher auch sone und solche. Aber die sone sollen nicht über die solchen urteilen.

        Gruss hierauch

        • (16) 06.11.18 - 16:39

          Warum schreibt ihr denn in schwarz?
          Seid doch mutig und zeigt, wer Ihr seid und steht offen zu Eurer Meinung!
          Ich wäre dafür, dass nur die oder der TE schwarz schreiben darf- das wäre doch mal eine Maßnahme!

    Ihr verhütet doppelt, da hat man mM nach keine Panik und Eile zu haben.

    Aber wenn die Spirale raus muss, kann er definitiv dran sein, wenn er absolut nie mehr Kinder will!

    Ich habe das bei uns übernommen, mein Mann hätte keine Vasektomie gemacht, aber eben auch nie eine Abtreibung gefordert sondern jeden "Unfall" genommen.

    Da ich aber absolut nicht mehr wollte habe ich es machen lassen und bin sehr zufrieden.

    (18) 06.11.18 - 09:53

    Ich schätze mal, dass eine Abtreibung erhebliche körperliche und seelische Wunden hinterlässt.

    Dein Mann verlangt von dir, dass du das auf dich nimmst, anstatt einen kleinen Eingriff bei sich selbst vornehmen zu lassen.

    Sehr egoistisch.

    (19) 06.11.18 - 09:56

    Ihr verhütet mit Spirale und Kondom. Es würde an ein Wunder grenzen, wenn du da schwanger werden würdest. Und dann würde ich dieses Wunder bestimmt nicht abtreiben lassen.

    Aber wenn dein Mann auf alle Fälle kein Kind mehr möchte, sollte er sich wirklich Gedanken über eine Vasektomie machen.

    (20) 06.11.18 - 11:41

    Unter Druck setzen würde ich das nicht nennen. Aus Männersicht ist es bequem, wenn Frau paar Pillen schluckt oder sich Fremdkörper einsetzen lässt. Da wird offenbar nicht weiter nachgedacht.

    Eine Vasektomie ist in einer langanhaltenden Partnerschaft und definitiv abgeschlossenem Kinderwunsch das einzig Vernünftige.

    Es tut nicht weh, kostet soviel wie 5 Jahre Pille kaufen und man hat für immer Ruhe.

    Und man erspart der Frau die nicht ungefährliche Hormoneinnahme.

    (21) 06.11.18 - 17:59

    Hallo, auch wir haben nach mehreren Kindern überlegt wie es mit der Verhütung weiter gehen soll. Die Pille kam für meine Frau nicht mehr in Frage. Kondome nehmen macht auf Dauer auch kein Spaß. Spirale oder sogar Sterilisation wollte meine Frau auch nicht. Ihre Meinung war, wenn Mann was will, soll er sich auch um die Verhütung kümmern. Nachdem ich reichlich über Vasektomie belesen haben, war ich schon sehr skeptisch schon wegen der Nebenwirkungen. Meiner Frau zu liebe habe ich mich zu diesen Eingriff entschieden. Die ersten drei Wochen waren echt hart. Bluterguss und Schmerzen bei jeder Berührung. Selbst nach einem Dreiviertel Jahr habe ich noch zeitweise ziehen und schmerzen gehabt.
    Aber dies habe ich alles gern in Kauf genommen. Es ist schon ein geiles Gefühl los zu legen, ohne Gedanken zu machen, ob Sie wieder Schwanger wird. Ich habe es bis heute nicht bereut.
    Dein Mann ist schon sehr egoistisch was das Thema betrifft. Einfach zu sagen, na dann treibst du beim nächsten Kind ab.
    Meine Frau hat immer gesagt, Sie könnte nie abtreiben.
    Ich hoffe das Dein Mann sich mehr mit dem Thema Vasektomie auseinander setzt.

    LG

    (22) 06.11.18 - 22:20

    Wie ich das sehe? Ich sehe es so, dass ich einen Menschen zutiefst verachte, der Abtreibung als "letzte Verhütungsmethode" in Betracht zieht. Das meine ich ganz genau so wie ich es hier schreibe. Insofern hätte sich damit das Problem von sich aus erledigt, weil ich mit einem Menschen mit dieser Grundeinstellung nicht ins Bett gehen könnte - ich könnte ihm nicht mal mehr in die Augen sehen. Ich müsste würgen. Das steht für mich so ziemlich auf einer Stufe mit AfD-Wähler, Stasi-Verbrecher, Vergewaltiger, …

    Die Würde des Menschen ist unantastbar - Art. 1 GG. Wer da nicht zu 1000% dahinter steht, kommt nicht in mein Bett. Und wenn man nun mal Sex hat, dann kann man dabei auch schwanger werden. So ist es nun mal. Das Leben ist ja nicht nur Wunschkonzert. Man kann verhüten, sich bemühen, vorsichtig sein. Aber 100% Sicherheit hat man nicht. Dann darf man eben keinen Sex haben.

    Das ist meine ganz klare Meinung. Es geht hierbei nicht um Frauen, die vor einer schwerwiegenden Gewissensentscheidung stehen - wobei ich auch hier sage, dass die Gesellschaft mit ihrer Pseudo-Liberalität den Frauen suggeriert, Abtreibung wäre eine "ganz normale Option" und dabei völlig außer Acht lässt, wie eine Frau irgendwie damit fertig werden soll, wenn sie bemerkt, wenn das Leben in ihr abstirbt - selbst verursacht. Für mich ist Abtreibung eine absolute Ausnahme, in ganz wenigen Fällen unumgänglich, aber keine Lösung "post-Pille".

    • Diesen Beitrag hast du wirklich klasse geschrieben!!


      "wobei ich auch hier sage, dass die Gesellschaft mit ihrer Pseudo-Liberalität den Frauen suggeriert, Abtreibung wäre eine "ganz normale Option" "

      #pro

      "Und wenn man nun mal Sex hat, dann kann man dabei auch schwanger werden. So ist es nun mal. Das Leben ist ja nicht nur Wunschkonzert. Man kann verhüten, sich bemühen, vorsichtig sein. Aber 100% Sicherheit hat man nicht. Dann darf man eben keinen Sex haben."

      #pro

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