Was tun?

    • (1) 13.11.18 - 14:38
      XYZABC85

      Hallo,

      ich stehe kurz vor unserer Hochzeit und habe das Gefühl kalte Füße zu bekommen.
      Eigentlich sollte ich mich total drauf freuen, aber gerade überwiegen die Gedanken ob ich das Richtige tue.
      Mein Partner und ich führen ein mittelmäßiges Sexualleben. Ständig ist er müde, überarbeitet, etc. Jetzt kommt hinzu das er aufgrund meiner SS nicht mag (hat Angst was kaputt zu machen 🙄🤦🏻‍♀️).
      Tja.. und da ich sehr gerne in diesem Forum lese und ständig lese wir aktiv alle anderen sind, frag ich mich, warum mein Partner nicht so ist und ob es da draußen nicht doch jemanden gibt, mit dem ich sexuell besser zusammen passe. Bzw brauche ich gar nicht wirklich viel mehr Sex (nur ein wenig), aber es bleibt dieses Gefühl das wir unnormal sind mit so wenig Sex. Auch habe ich Bedenken das er fremd geht, da wir ja so wenig Sex haben (obwohl es eigtl immer von ihm ausgeht). Kann mir einfach nicht vorstellen das er wirklich so wenig Lust hat.
      Wenn ich ihn drauf anspreche ist er genervt und sagt, dass er aufgrund der vielen Arbeit keine Lust hat und weil ich ihn mit dem Sexthema nerve.
      Ok, im Entspannungsurlaub hat er wirklich mehr Lust, aber kann ja nicht immer nur auf diese Zeiten warten. Zumal wir auch mal Aktivurlaub machen und da hat er dann auch keine Lust, weil alles so anstrengend ist.
      Ich bin grad echt verzweifelt und habe die Befürchtung das es nach der SS nicht wirklich besser wird...
      Bin in der SS zwar wirklich zum Sexmonster mutiert, aber es ist eine Spirale entstanden aus die ich nicht mehr rauskomme. Lust->abgewiesen werden -> Angst das es zu sehr einschläft -> nerven -> abgewiesen werden -> etc pp.

      • (2) 13.11.18 - 15:00

        Es gibt mit Sicherheit mehr Leute, die sexuell nicht krass aktiv sind. Da es gesellschaftlich eher verpönt ist, schreiben aber nicht so viele darüber. Wir hatten vor 22 Monaten zuletzt Sex. Und da ging es um Kinderwunsch, nicht um Geilheit. Das finden sicher viele hier befremdlich. Ich habe einfach extrem wenig Verlangen.

        • Wenn Du in dieser Hinsicht mit Deinem Partner kompatibel ist, dann ist das prima.

          Wenn Du es aber nicht bist, dann würde Dein Partner der TE womöglich den Rat geben, sich doch noch einmal gut zu prüfen. "Bis der Tod euch scheidet" kann nämlich ziemlich lang werden.

          Ich gebe Dir aber recht, dass die gesellschaftlichen Erwartungen an sexuelle Aktivität höher sind als die eheliche Realität und würde ergänzen, dass zu hohe Erwartungen ihrerseits Druck bedeuten können.

      Du glaubst doch nicht wirklich das, was hier geschrieben wird.
      Sorry, ich denke mal, beim Sex lügen doch die meisten.
      Wer gibt gerne zu, das gereade eine Flaute herrscht womöglich schon über Jahre.

      Viele finden Sex mega wichtig und trennen sich deswegen.
      Andere trennen sich, weil sie keine Rama– Beziehung führen
      andere wiederum, weil sie keine Schmetterlinge mehr im Bauch haben....nach x Ehejahren.

      Du muss wissen, wie wichtig es für dich ist aber definiere es nicht nachdem, was du liest, hörst, oder meinst, was eine Statistik schreibt.
      Und Sex während der Schwangerschaft.....nicht jeder mag es halt.

    • Setz Dich mal in Ruhe hin, großen Zettel auf den Tisch, in der Mitte senkrecht eine Strich ziehen.
      Links schreibst Du hin, was Du an Deinem Freund liebst....und zwar alles, jede Kleinigkeit. Rechts kommt hin, was Dich massiv nervt. Wenn es nur der Sex ist, dann sei zufrieden, denn die Paare sind wirklich selten, wo er sie täglich lustvoll aufstöhnend auf den Küchentisch wirft und loslegt.
      Wenn Dein Freund wirklich viel Stress hat, dann steht bei ihm nichts, garnichts. Dann hilf ihm lieber, Auszeiten zu finden, wo ihr beiden es euch gemütlich machen könnt. Männer, die in der Schwangerschaft nicht beim Baby "anklopfen" wollen, gibt es ebenfalls massig, da bist Du auch nicht alleine. Du willst ja auch nicht verurteilt werden, wenn Du nach der Geburt erstmal monatelang keine Lust hast, weil Du dauernd müde bist. Das kann durchaus nämlich auch kommen. Die wenigsten frischgebackenen Mütter werden gleich wieder zur Sexgöttin. Reden in aller Ruhe soll manchmal helfen, und zwar NICHT, wenn er gerade todmüde von der Arbeit kommt. Alles Gute euch dreien. LG Moni

      • (6) 13.11.18 - 18:51

        Ja es ist eigentlich nur der wenige Sex der mich stört.
        Dabei geht es mir aber auch nicht um täglichen Sex, aber so regelmäßig einmal die Woche wäre gut. Mittlerweile sind wir bei einmal im Monat 🙄.
        Stress reduzieren probiere ich immer, aber er muss auch selbst einsehen das die viele Arbeit seine Gesundheit und auch unsere Beziehung schadet.
        Ich möchte ja gar nicht abstreiten das er durch Job wirklich keine Lust hat, aber we muss doch selbst das „Verlangen“ haben daran was zu ändern oder seh ich das falsch?

        • Ja, sollte er schon - aber - wenn Männer in einer bestimmten "Tretmühle" drin sind, haben sie Scheuklappen - und schauen nicht rechts und nicht links. Ich habe lebenslang mit Männern zusammengearbeitet und war selber ja auch 35 Jahre verheiratet. Dahinter muss nicht immer eine andere Frau stecken oder böser Wille. Wahrscheinlich weiß er es ja selber, dass er nicht gerade der Fleißigste ist - aber - ZUGEBEN ist was ganz anderes. Da wird man lieber muffig - blöd - aber kein Einzelfall. Du glaubst nicht, was Männer mir schon alles erzählt haben......
          Ich will nicht also kann ich auch nicht - einfache Gleichung. Schlimmer wäre: Ich kann nicht, also will ich auch nicht - das kommt dann in 30 Jahren......oder so ;-)
          Ich will nicht unken, aber wenn Du mal zig schlaflose Nächte mit Deinem Baby hinter Dir hast, wird Dein Verlangen wahrscheinlich auch auf Null gehen - dann bist Du einfach nur froh, dass Du Deine Ruhe hast. Aber es sollte möglich sein, mit ihm einfach mal lieb und nett - ganz ohne Vorwürfe - darüber zu reden. Wenn er absolut keinen guten Willen zeigt, Dir mal entgegenzukommen oder Dich wenigstens zu verstehen, dann würde ich ihm wohl auch sagen, dass ich gerade überlege, ihn zu heiraten - bei allem Verständnis. Blockt er eigentlich auch ab zu reden bei anderen Problemen oder nur, wenn es ums Bett geht? Das wäre mal interessant. LG

          • (8) 13.11.18 - 20:08

            Er blockt bei vielen Themen ab die ihn persönlich betreffen. Also auch wenn ich sage das er zu viel arbeitet und er mal ein bissl Freizeit nehmen sollte. Hab ihn auch schonmal gefragt woran es liegt und er meinte das er sich schnell in die Enge getrieben fühlt. Laut seiner Aussage wurden Probleme mit der Familie nie besprochen (also als er Kind war). Im Gegensatz zu meiner Familie. Da wurde alles besprochen und wir tun es auch heute noch in gewissen Rahmen. Er weiß das es mir wichtig ist, sagt aber er hat es nie gelernt und sieht es als Form von Schwäche an über Probleme zu reden. Ich denke schon das wir viel von unseren Familien beeinflusst wurden und das im Erwachsenenalter nicht ablegen können. Gibt glaube sogar ein Buch darüber 🤔. Er weiß aber auch das ich möchte das mit unserem Kind schon Probleme angesprochen werden und es begreifen soll das Probleme nicht immer Schwächen sind.
            Unsere Familien sind ziemlich gegensätzlich. Seine Familie ist halt sehr ruhig, mischt sich nirgends ein und ja.. es kann auf Fremde sehr anteilnahms- und lieblos wirken. Meine Familie ist das Gegenteil. Sie sind sehr aufgeweckt, kontaktfreudig und sagen auch mal ihre Meinung. Dadurch wirken sie im Allgemeinen etwas freundlicher.
            Es prallen halt zwei Welten aufeinander. Beide Seiten mit Vor- und Nachteile.
            Aber ich denke die Konfliktlösung liegt halt in den Kinderschuhen..

            • Ich kenne viele Menschen (schon aus Altersgründen :-) ) wo zuhause früher nicht viel besprochen worden ist - war einfach auch die Generation. Probleme wurden unter den Teppich gefegt, Männer hatten sowieso keine Gefühle zu zeigen. So wurde mein Mann auch erzogen und selbst bei seiner ersten Frau war er wohl noch so - sie übrigens auch. Als ich ihn kennenlernte, musste er erstmal lernen, über Gefühle zu sprechen, es fiel ihm wirklich sehr sehr schwer - aber ich ließ nicht locker - aber liebevoll, in entspannter Atmosphäre - und irgendwann konnte er es, er war ja auch kein verschlossener Typ, hatte nur ein paar Redehemmungen;-) . Glaubst Du, in meiner Jugend hat man über Gefühle gesprochen? Nie und nimmer - das hab ich mir ganz schön auch selber angewöhnt #cool Da ich sowieso ein sehr kommunikativer Mensch bin, klappte das. Was ich damit sagen will, wenn man sich ein bißchen Mühe gibt, kann man auch als Erwachsener noch viel dazulernen - auch ohne Therapeuten, die oft ihr Geld nicht mal wert sind.
              Ich vertrete ohnehin die Ansicht, dass die Kindheit nicht für ALLES verantwortlich ist, wie man sich als Erwachsener benimmt. Ich weiß, das stößt bei urbia nicht auf Gegenliebe, aber genau das bestätigte mir eine sehr gut bekannte und sehr erfahrene Psychotherapeutin, die auch schon als Gutachterin bei Gericht arbeitete.
              Manchmal machen es sich die Menschen da zu leicht, nicht umsonst sind die Therapeuten überlaufen ohne Ende. Aber alles können sie auch nicht richten.
              Einige Sachen sicher, aber nicht alles - und wo ein guter Wille da ist, ist auch vieles alleine zu schaffen. Es ist sehr leicht, einfach alles auf eine "schwere Kindheit" zu schieben - anstatt sich einzugestehen: "Mann- manchmal bin ich wirklich ein Depp" ;-)
              Brich nun mal nichts übers Knie, vielleicht wird er auch etwas "weicher" und zugänglicher, wenn er mal euer Baby auf dem Arm hat. Soll ja schon manche Männer verändert haben. LG Moni

    (10) 13.11.18 - 20:02

    Mit Verlaub- aber in der Schwangerschaft solltest Du keine so weitreichenden Entscheidungen treffen. Da ist man absolut Hormongesteuert. Und die Hormone beeinflussen das Denken und Handeln.
    Warte erstmal ab, wie sich Euer Sexleben nach der Schwangerschaft entwickelt.
    Und, wenn Du dann immernoch unglücklich damit bist, dann kannst Du ernsthaft nachdenken, ob das der Mann ist, der Dich wirklich glücklich macht.
    Es gibt im Übrigen viele Männer, die Sex während der Schwangerschaft nicht mögen, das ist gar Nichts Außergewöhnliches.
    Ich wünsche Dir alles Gute!

    • (11) 13.11.18 - 20:11

      Das „Problem“ ist ja dann nur, dass ich nach der Schwangerschaft verheiratet wäre 😐. Also falls sich danach nichts ändert wäre es schon eine Scheidung und keine Trennung mehr.

      • (12) 13.11.18 - 21:38

        Wenn Du wirklich total zweifelst, dann schiebe doch die Hochzeit auf 1 Jahr nach der Geburt hinaus.
        Ihr könntet die Hochzeit dann auch mit der Taufe verbinden.
        So hast Du Zeit und kannst Dir das Alles in Ruhe anschauen, wie es sich entwickelt.

(13) 13.11.18 - 23:45
hochzeitsflucht

Wie lange seid ihr schon zusammen ? War es vor der Schwangerschaft anders oder für dich auch schon Thema ? War das Kind geplant ? Kann sein das es an der Schwangerschaft liegt das er nicht will ob es mit Baby später besser wird kann sein oder auch nicht . Als frische Eltern steht das Baby sehr im Mittelpunkt viele Mütter haben nach der Geburt erstmal andere Dinge im Kopf , die Hormone können auch eine Rolle spielen vielleicht ist dann bei dir erstmal auch keine Lust da . Wenn es vor der Schwangerschaft auch wenig war kann ich deine kalten Füße verstehen ein Baby macht es dann wahrscheinlich nicht besser .

  • (14) 14.11.18 - 08:14

    Hallo, wir sind seit knapp 10 Jahren zusammen.

    Während der KiWu Zeit hatten wir zwar schon oft Sex nach Plan (durch Schichtdienst manchmal nicht anders möglich), aber wir haben diese gemeinsamen Termine doch sehr genossen.
    Sodass dann auch außerhalb der fruchtbaren Zeit mal wieder spontaner Sex drin war.
    Davor war die Flaute auch oft Thema, da unser Sexleben mit seinem Jobbeginn nach dem Studium stark abgenommen hat.

    Eigentlich ist es mir aber erst so stark aufgefallen als ich die Pille wegen des Kinderwunsches absetzte. Ab da hatte ich halt auch ein höheres Verlangen.

    Zu seiner Verteidigung muss ich allerdings sagen das ich ihn anfangs unserer Beziehung sicher auch öfter mal abblitzen lassen hab (Jobprobleme meinerseits). Daher kann ich schon nachvollziehen das Arbeit die Libido beeinflussen kann. Ich konnte allerdings mein Job leicht wechseln, bei ihm würde sich am Schichtdienst nie was ändern.
    Er war auch schon beim Arzt, alles in Ordnung. Der tippt auch eher auf den Schichtdienst.
    Mein Partner kuschelt und knutscht sehr viel. Also er gibt mir eher darüber die Bestätigung. Aber manchmal reicht mir das nicht mehr...

    • Hallo!

      Nun ich kann nach 20 jähriger Ehe sagen, dass es auch da Phasen nach Mehr und nach Weniger gibt. Manchmal ist es auch nicht gleichzeitig.
      Gründe sind immer vielfältig: Job, Zukunftsängste, Kindersorgen, Pflegesorgen, Sorgen wegen der Eltern / Geschwister .... das kann auch länger und auch kürzer wirken. Auf den Einen wirkt das schlimmer, auf den anderen eher weniger.
      Was sich aber grundsätzlich nicht ändert ist das "relative Verlangen", also dass der eine plötzlich dauerhaft viel mehr will wo vorher nicht so viel da war und andersrum (sofern es keine echten Beziehungskrisen gibt).Im Grunde weiß man worauf man sich einlässt und es schwankt in der Langzeitbetrachtung aber relativ bleibt der "Unterschied" erhalten.

      Wenn Du also seit längerer Zeit unzufrieden bist mit der Häufigkeit wird es weder durch das Ende der Schwangerschaft (Achtung dann ist Kleinkind angesagt, da wird es noch ein Tacken stressiger!), noch durch den weiteren beruflichen Aufstieg Deines Mannes (das wird zwangsläufig mal mindestens bis 40-45 ein Dauerthema sein - also Stressfaktor) NICHT RADIKAL BESSER!
      Von einer Häufigkeit 1x monatl. zu 1-2x wöchentl. ist das schon mal eine ordentliche Steigerungsrate wenn es konstant so bleiben soll .....

      Wenn Dir aber Sexhäufigkeit so unheimlich wichtig ist in einer Beziehung, dass Du deswegen 10 Jahre in den Wind schiessen würdest .... dann mag es so sein, oder selbst ist die Frau.
      Ich frage mich wie man 10 Jahre diesen Druck nicht spürt aber just in dem Moment wo ein Kind unterwegs ist und die Hochzeit ansteht bekommt das Thema so eine Brisanz. Irgendwie hast Du da den point-of-no-return reichlich überschritten ....

      Mach Dir echt Gedanken ob das wirklich nur "kalte Füße" sind oder ob das ernsthafte Zweifel an der Beziehung sind!

      LG, I.

      • (16) 14.11.18 - 16:37

        Danke für deine Antwort.

        Ich kann dir sagen wieso es erst nach 10 Jahren aufkam bzw in unserem Fall nach 7-8 Jahren das es weniger wurde und es mir auffiel.
        Zum einen ist mein Partner in dieser Zeit vom Studentenleben ins Berufsleben eingestiegen. Daher flachte erst da sein Verlangen ab. Außerdem ist er jetzt nunmal 10 Jahre älter und das anfängliche Verliebtsein verschwunden.
        Mein Verlangen wurde mit Absetzen der Pille vor gut zwei Jahren größer bzw fiel mir während des Kinderwunsches auf, dass wir doch recht wenig Sex spontan haben um ein Kind zu zeugen.

        Des Weiteren wird man auch Älter und man ändert sich vom Wesen. Ich brauchte sehr lange um mich sexuell auf einen Partner einzulassen. Jetzt bin ich quasi angekommen und könnte mir ein paar Experimente vorstellen (mit dem Alter hört man ja auch ein paar andere Dinge als im Teeniealter).
        Der letztere Punkt würde beim neuen Partner nicht anders sein.

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