Mann will stelle 300 km weiter annehmen.

    • (1) 17.11.18 - 08:27

      Hallo an alle,

      Mein Partner (50) (seit 5 Jahren zusammen) möchte eine Stelle 300 km von hier annehmen.
      Ich (35) finde das total doof.
      Wo wir uns kennengelernt haben, hat er 30 km von hier gearbeitet. Danach hat er da gekündigt, weil er eine Führungsposition nicht bekommen hat, die ihm versprochen wurde. Danach hat er einen Job 500 km von hier angenommen. Für 1,5 Jahre. Es war da wenigstens absehbar, dass es irgendwann ein Ende hat. Es war sehr anstrengend am we, die kurze Zeit, die er hier war.
      Ich habe vor 4 Jahren mit ihm abgesprochen meinen Job 80 km von hier angefangen. Er sagte, ich kann es machen, er bringt dann mein Kind in den Kiga.
      Wo er dann so weit weg war, haben wir gemeinsam Babysitter bezahlt für morgens, weil ich um 6 los muss. Ich bekomme näher keinen Job. Wenn, dann mit mindestens 1000 netto weniger.
      Nun arbeitet er wieder in der Nähe. Führungsposition. Nur andere Branche. Aber er ist zufrieden da.
      Nun hat er ein Angebot 300 km weiter bekommen. Ich habe ihm gesagt, dass ich dies nicht möchte. Wir ziehen in einem Monat in ein Haus, dass ich gekauft habe hier. Wir würden nix von uns haben. Das wäre ja richtig doof. Dann Babysitter morgens zahlen. Nachmittags wäre ich schon um 14-15 Uhr zu Hause. Trotz pendeln. Würde ich hier irgendwo arbeiten, würde ich erst um 18 Uhr Feierabend haben, also bräuchten wir nachmittags Babysitter. Wie gesagt, ich kann meinen Job nicht wechseln. Und in den Ort ziehen, wo ich arbeite, kam aus vielen Gründen nicht in frage.
      Wie ich ihn kenne, er zieht sein Ding durch. Wo er damals 500 km weiter angefangen hat, stellte er mich vor vollendete Tatsachen.
      Ich muss ihm klarmachen, wenn er da anfängt, geht die Beziehung irgendwann kaputt. Er geht dran kaputt. Er hatte schon mal burn out, war dann wochenlang zu Hause. Vor meiner Zeit war er auch in Therapie. Wo er 500 km weiter weg war, war es richtig schlimm. Er schluckte Haufen Tabletten, AD, damit er es schafft. Beruhigungsmittel, diazepam...
      jetzt vergisst er das alles? Und will eine Stelle 300 km weiter? Das ist doch leichtsinnig. Mit über 50 wird er auch nicht mehr so leicht was finden, wenn es wieder Richtung burn out geht.
      Was soll ich machen? Was soll ich ihm sagen? Drohen, dass die Beziehung dann aus ist? Mein Kind liebt ihn sooo abgöttisch. Er auch mein Kind. Wir führen doch eine tolle Beziehung.

      • (2) 17.11.18 - 08:42

        Für mich klingt er nach dem Typ Mann, der immer getrieben ist, immer irgendwie dadurch auch auf der Flucht vor sich selbst, vor Verantwortung, vielleicht auch vor Eintönigkeit, vor Langeweile. Er scheint nie zufrieden zu sein mit dem, was er hat, sonst würde er sich ja nicht ständig neue Jobs suchen und dafür sogar so eine Entfernung in Kauf nehmen und den damit verbundenen Stress. Auf die eigene Gesundheit legt er scheinbar auch keinen Wert, wenn er sich mit heftigen suchtgefährdenden Medikamenten vollstopft, um zu funktionieren.

        Und ganz ehrlich, nach 5 Jahren Beziehung würde ich von einem 50-jährigen erwarten, dass er auch beziehungstechnisch mal ankommt und sesshaft wird. Was ist das für eine Partnerschaft, wo man einfach ohne Absprache einen Job 500 km entfernt nimmt und so mal eben bestimmt, dass es plötzlich eine Wochenendbeziehung nur noch ist? Sowas spricht man dich gemeinsam ab. Mir scheint daher, er ist auch in der Beziehung zu Dir gar nicht soweit, sich festzulegen, er lebt und entscheidet für sich als wäre er Single. Ich denke, bei so einem Mann wirst Du auch vergeblich drauf warten, dass er sich bei DIR richtig festlegt mit Ehe vielleicht mal oder so.

        Da musst Du Dir überlegen, ob Dir das reicht. Ich würde bei so einem Partner auch nur für mich und das Kind planen, ohne ihn dabei in die Pläne mit einzuplanen. Ist er da, ist es gut, aber ich würde so planen, dass ich ihn nicht brauche, nicht finanziell, nicht als Babysitter, nicht in Haus und Garten. Und dann aber auch für mich entscheiden, ob mir das auf Dauer so reicht, oder ob ich nicht doch irgendwann mal einen Mann an meiner Seite will, der sich auch mal festlegt auf einen Job oder zumindest die Region, auf mich und das Kind. Die Beziehung wie du sie beschreibst wäre mir zu unberechenbar, flatterhaft und unverbindlich.

        • (3) 17.11.18 - 12:07

          Hallo, ja, tatsächlich plane ich alles so, dass auch alles ohne ihn gehen würde. Haus könnte ich auch alleine zahlen, wäre zwar enger, aber gut machbar.
          Er sagte jetzt, er sagt die Stelle da ab. Aber so richtig kann ich ihm nicht vertrauen. Wo er mich vor vollendete Tatsachen gestellt hat damals, ist jetzt 2 Jahre her, war ich sehr sauer, hab ihm auch gesagt, er könnte auch gleich seine restlichen Sachen mitnehmen. Ich glaube eigentlich nicht, dass er das noch mal macht.

          >> Wo er damals 500 km weiter angefangen hat, stellte er mich vor vollendete Tatsachen. <<

          Mit so einem Menschen könnte ich nicht leben.

          Da er das schon einmal gemacht hat und keinerlei Konsequenz folgte, wird es wieder so laufen. Du musst wissen, ob du damit leben kannst.

      (5) 17.11.18 - 09:44

      Ist ihm bewusst dass Benzodiazepine wie Diazepam extrem schnell abhängig machen?
      Das ist nichts was man nehmen sollte um seinen Arbeitsstress zu regulieren.
      Ich weiß wovon ich spreche. Arbeite im Drogenentzug und jeder 2. von unseren Opiatabhängigen ist auch von Benzos abhängig.

      Abgesehen davon:
      Dein Partner klingt sehr egoistisch. Nicht nur Dir gegenüber sondern auch deinen Kindern.
      Er hat sich für eine Frau mit Kindern entschieden, das bedeutet auch eine gewisse Verbindlichkeit.

      Für mich wäre eine Beziehung mit solch einem „egomanen“ nicht möglich.

      Was ist deine Konsequenz, wenn er den Job annimmt?
      Er wird dann dort eine Wohnung brauchen.

      (6) 17.11.18 - 10:58

      Hi du.....tolle Beziehung? Du schreibst er denkt nur an sich.....stellt dich vor vollendete Tatsachen.....nimmt Tabletten die abhängig machen. Was ist dann für dich eine schlechte Beziehung? Werde dir klar das du bald alleine bist. Bereite dich vor. Viel Liebe Grüsse

      • (7) 17.11.18 - 12:17

        Ja, es ist eine tolle Beziehung. Wenn er da ist, hilft er viel bei der Hausarbeit, geht einkaufen, kocht gerne, unternimmt viel mit meinem Kind, wir auch gemeinsam, unterstützt mich in meinen Hobbys...
        abhängig ist er von diazepam noch bei weitem nicht. Eine 10 Packung reichte 6 Monate lang. Jetzt hat er sich eine neue geholt. Da achte ich drauf.

    Ihr führt eine tolle Beziehung? Musst Du Dir das täglich vorsagen, damit Du nicht darüber nachdenken musst, wie angeschlagen diese schon ist? Dein Mann ist ein getriebener Workaholic, der gnadenlos auch seine Gesundheit dafür ruinierte mit abhängig machenden Medikamenten. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis ihn ein Herzinfarkt wenigstens ins Krankenhaus - oder im schlimmsten Fall auf den Friedhof befördert. DAS ist Tatsache, das Alter und die Voraussetzungen dafür hat er schon erreicht.
    Wenn er Dich und das Kind so sehr liebt, wieso geht er dann derart egoistisch über Leichen? Ich könnte es noch einigermaßen verstehen, wenn ihr am Existenzminimum krebsen müsstet und er keine andere Chance hat, ausreichend Geld zu verdienen, aber das ist ja wohl nicht der Fall. Versuche ihm das nochmal sehr deutlich vor Augen zu halten, dass er nicht nur sich sondern auch eure Beziehung kaputtmacht. Wenn es ihn nicht interessiert und er trotzdem wieder sein Ding durchzieht....tja, na dann weißt Du ja, woran Du bist. Ich wünsche Dir, dass er Vernunft annimmt. LG Moni

    • Ich habe das nur hier geschrieben, damit ihr auch diese Seite kennt. Wir führen ansonsten eine tolle, gleichberechtigte Beziehung. Er hilft mir viel in der Hausarbeit, kocht gerne, verbringt gerne Zeit auch mit meinem Kind, machen tolle Unternehmungen, unterstützt mich in meinen Hobbys....
      er will nur viiiiiel verdienen, weil er mit 50 fast nix hat. Ein olles Auto und das wars. Nach 17 Jahren Ehe und 3 Kindern, musste er sehr sehr viel an Ex Frau und Kindern zahlen. Da blieb ihm nix am Monatsende. Kann ihn da auch verstehen, dass es schieße ist, wenn man eigentlich gut verdient, aber die Ex alles nimmt. Nach 17 Jahren Ehe betrog ihm seine Frau, er musste aus dem Haus, dass er 15 Jahre lang abbezahlte raus. Das Haus war auf dem Namen von der Frau (lange Geschichte), ihm blieb nix.
      Aber ja, ich sage ihm schon, wenn er so weitermacht, hat er nicht mehr lange.

      • (10) 17.11.18 - 13:45

        Mein 2. Mann war vor mir auch 17Jahre verheiratet und wurde betrogen. Ihm blieb nichts, garnichts, nur Schulden und Unterhalt zu zahlen für sie und 2 Kinder. Da ich diese aus meiner 1. Ehe auch hatte, arbeiteten wir Jahre, bis wir wieder auf Null waren und wieder sparen konnten. Kenne ich also alles. Aber irgendwann hat man ein Level erreicht,wo man sich wieder entspannen kann und ans LEBEN denken kann und auch muss. Was nutzt es euch,wenn er sich krank rackert und dann alle Viere von sich streckt; das muss er begreifen und zwar bald, denn sein Körper macht den Raubbau ganz sicher nicht ewig mit, glaubs mir. Geht er eigentlich zu Vorsorge-Checkups, z.B. auch EKG, Blutwerte usw.?
        LG Moni

        • Das ist es. Er sieht jetzt das Licht am Ende vom Tunnel, und will Geld haben. Sein jüngster ist nun auch 18, somit muss er nur noch die Schulden zahlen und „nur“ 300 Unterhalt. Er möchte endlich leben und mehr Geld haben. Aber dass er durch so eine Aktion gar nicht wirklich mehr hätte, sieht er nicht.
          Er geht zum Arzt, wenn er was hat. Täglich mehr als eine Schachtel Zigarette... trinkt 10-12 Kaffee am Tag, oder Cola. Nimmt Blutdruck Tabletten, weil sein Blutdruck ja zu hoch ist. Welch ein Wunder. Ich plane wirklich alles so, dass ich alles auch alleine schaffen kann, denn ich rechne wirklich damit, dass er wegkippt. Seine Mama starb mit 48 an Gehirnblutung. Und sein Papa letztes Jahr auch an Gerhinblutung. Ich hoffe, er wacht auf, bevor es zu spät wird.

          • (12) 17.11.18 - 14:31

            Kann es sein, dass die beiden Elternteile die an Gehirnblutung starben, zuvor lange Zeit Blutverdünner (Marcumar, ASS) genommen hatten?
            Da ist nämlich ein Zusammenhang.

            Ich kann verstehen, dass er die letzten 10-15 Jahre die ihm noch bleiben, finanziell und wirtschaftlich auf die Beine kommen möchte. Und dass er nicht nochmal für eine Frau und Familie ausbluten möchte.

            Dann wäre es an dir, dahin zu ziehen, wo er arbeitet und dort das Haus zu kaufen. Ihr könntet dann gemeinsam das Kind aufziehen und gemeinsam wohnen.

          Ach du liebe Güte, Raubbau ohne Ende UND familiäre Disposition noch dazu. Mann o Mann, ich bin wirklich kein Schwarzseher aber bitte versuch alles, um Deinen Mann aufzurütteln. Man muss an einer Gehirnblutung oder einem Herzinfarkt nicht gleich sterben, man kann auch als Pflegefall enden. Du bist noch jung, hast ein Kind, er hat doch euch gegenüber auch eine Verantwortung und damit meine ich keine finanzielle. LG

Unabhängig davon, ob un wo er jetzt arbeitet, sollte er mit über 50 mal lernen, mit dem zufrieden zu sein, was er hat. das scheint mir das wichtigste für die zukunft.

von einem job zum nächsten hoppen binnen weniger jahre, nur weil ne führungsposition vielleicht 10 euro mehr bringt, würde ich als frau auch nicht mitmachen und unterstützen.

ein bisschen stabilität sollte im leben doch zu erwarten sein ab einem bestimmten alter, gerade mit kind.

(17) 19.11.18 - 15:42

Klick machen muss es bei ihm von alleine. Druck machen erzeugt bei den meisten eher ein Erstarren oder ist eine Bestätigung, das bisher Gewohnte weiter zu verfolgen.

Seine Antreiber muss er selbst definieren. Wie Du schreibst, steht Geld verdienen da wohl gerade an oberster Stelle. Da scheint die Angst nicht genug zu haben größer zu sein, als der Wunsch nach Familienleben.

Daher finde ich Deine Lebensplanung ganz gut, alles so zu planen, daß Du das auch alleine schaffen kannst. Sind die Kompromisse die Du machst, es wert für das was Du von ihm bekommst? Oder andersrum, wie ist Vorstellung, hättest Du ihn nicht mehr als Partner? Besser/Gleich/Schlechter?

Ist er einer der sich gerne beraten und von außen was sagen lässt?
Vielleicht sollte er mal ein Seminar für Führungskräfte machen. Eine gute Führungskraft, ist jemand der reflektiert. Jemand der die Meinung anderer aufmerksam aufnimmt und neugierig ist. Und dann das eigene Verhalten und Handeln hinterfragt.


Wenn Du ihn richtig "kriegen" willst, dann musst Du da an seinen Triggerpunkt. Vor was hat er Angst. Dieser Angst muss er sich stellen und sie in liebevoller Weise auflösen. Nur dadurch besteht die Chance damit sich etwas ändert. Allerdings muss er dazu bereit sein. Dir bleibt nurmehr die Rolle, ihn immer wieder anzustupsen.

Füttere ihn mal mit ein paar Infos von zeitblüten.com und blueprints.de. Vielleicht findet er dabei etwas für sich.

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