puh, was soll ich nur machen. trennen oder nicht

Halllo zusammen,

ich habe einen cholerischen Mann der unsere Kinder jahrelang angebrüllt hat. Es ist besser geworden, aber die Kinder haben auch schon hin und wieder was gesagt was mich aufhorchen ließ. Z.B. es ist viel schöner wenn der Papa nicht da ist, oder der schreit mich immer an. ihch habe das gefühl die schule nicht zu schaffen, papa gibt mir das gefühl...
ich hatte eine zeitlang das Gefühl mich der Kinder wegen trennen zu müssen. Nun habe ich mit den Kindern gesprochen und sie sind einerseits verständig und andererseits sagt der kleinere 8 Jahre, dass er da nicht mitmachen würde. er findet das nicht gut. er freut sich zwar über ein neues Bett und ein neues Zimmer aber er ist derzeit sehr eng mit seinem Vater. Ich habe den Eindruck, dass es seit dem Gespräch so ist. Natürlich ist auch mein Mann sehr fürsorglich und meckert im Moment kaum. Aber ich persönlich reagiere jedesmal wenn er laut wird mit Schweißausbrüchen..

Was suche ich hier für Antworten? Ich weiß es auch nicht.

LG

Hi,

davon abgesehen, dass ich denke, dass du schon zigmal geschrieben hast, finde ich, dass du deine Kinder in einen ganz beschissenen Gewissenskonflikt stürzt, weil du selber nicht den Arsch in der Hose hast, eine Entscheidung zu treffen.

Hallo, ich schreibe in einem forum und rede nicht mit meinen Kindern über meine Zweifel, Ängste usw. deswegen weiß ich nicht, warum ich sie in einen Gewissenskonflikt ziehe?

Das gleiche dachte ich auch.

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Ein Choleriker bleibt ein Choleriker.
Vielleicht ist er im Moment relativ friedlich, aber es wäre naiv, zu glauben, das bleibt jetzt immer so.
Dauerhaft schadet man den Kindern, wenn man an so einer Beziehung festhält. Aber für Dich ist das ja auch alles andere als schön.

Ja stimmt. Danke Dir.. Man hat halt immer die Hoffnung das sich doch was ändert..

Alleine, dass er sich zusammenreißen kann, wenn er will, wäre für mich ein weiterer Grund ihn zu verlassen. Er hätte also die ganzen Jahre an sich arbeiten können, hat aber keinerlei Anlaß gesehen, weil es ja einfacher ist, die Familie zusammenzubrüllen? Toller Charakter.

Ich schließe mich aber an, dass die Kinder nicht diejenigen sein sollten, die über die Trennung bestimmen. Das hätte ich niemals mit ihnen auf diese Art besprochen. Aber es zeigt erneut Deine Unsicherheit und Deine Unfähigkeit, eine Entscheidung zu treffen. Würdest Du Dich denn trennen, wenn die Kinder das wollen würden? Vorher war es ja auch nicht dringend genug, als sie noch kleiner waren und jahrelang angeschrien wurden. Da hast Du keinen Anlaß gesehen, sie zu schützen.
Das klingt wie ein Vorwurf, ist aber eher als Frage gemeint. Wieso sollte es jetzt der richtige Zeitpunkt sein? Weil Dir klar wird, welche Schäden das schon bei Dir hinterlassen hat?

Übrigens kann euer Sohn seinen Vater ja auch nach einer Trennung trotzdem so oft es geht sehen. Das übliche 14-Tage-Wochenende kann man ja beliebig individuell ausdehnen. Z.B. war bei uns der Umgang am Anfang jeden Mittwoch Nachmittag und an jedem Wochenende eine Übernachtung.

Naja, ich habe mit ihnen schon über einen konkreten Beschluss gesprochen. Ich habe ihnen ebenfalls gesat, dass sie mit Fragen jederzeit zu uns kommen können. Das tun sie und natürlich sage ich dann auch, dass das keine leichte Entscheidung ist Ich halte das für ehrlich und authentisch. Aber es gibt auch Tage an denen überhaupt nicht über die Trennung gesprochen wird, wo wir einfach unseren Alltag leben und dann kommen eben wieder fragen und die Antworten irritieren mich.

Es stimmt, ich hätte vermtulich schon viel früher gehen müssen, aber ich hatte die Kraft nicht. Ich habe meine Kinder insofert geschützt, dass ich meinem Mann die Stirn geboten habe, ihm sehr deutlich gesagt habe, er solle sofort seinen Ton ändern usw. Ich habe meine Kinder aus Situationen rausgenommen und sie getröstet..

LG

Zieh die Trennung einfach mal durch. Vor allem räumlich! Dann gibt es nämlich für viele Fragen gar keine Basis mehr und Du wirst merken, welche Last von Dir abfällt. Hattest Du nicht auch psychosomatische Probleme durch den ganzen Stress mit Deinem Mann? Oder verwechsel ich das jetzt..

Ich schließe mich der Meinung der Urbia-Polizei an und finde ebenfalls, dass man keinesfalls mit Kindern über Trennungsabsichten oder Trennungs-Nichtabsichten sprechen sollte. Egal, wie gut du das meinst, die Gefahr ist zu groß, dass sie sich eines Tages dafür verantwortlich fühlen, dafür, dass du dich getrennt hast oder dafür, dass du geblieben bist, weil du ihnen suggerierst, sie hätten ein Mitspracherecht, das sie nicht haben können, weil es eben Kinder sind.

Wenn du immer noch Puls kriegst, wenn es in deinem Mann hochkocht, frage ich mich, wie ihr mit damit umgegangen seid bzw. umgeht, dass dein Mann cholerisch ist. Ist er selbstreflektiert? Tut es ihm leid, wenn er ausgerastet ist? Was hat er getan, um Handlungsalternativen zu entwickeln? Was hat er getan, dass du wieder Vertrauen fassen kannst?

Ich glaube, Kinder können ganz viel ab, wenn sie im Großen und Ganzen in einem Umfeld leben, in dem sie sich geliebt und sicher fühlen. Leben deine Kinder in einem solchen Umfeld? Fühlst du dich sicher?

Wenn nicht, entweder noch mal Hilfe von außen holen oder aber wirklich trennen, ohne langes Hin und Her, nach dem Motto: lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Naja, habe auf dem Weg die Liebe verloren und würde nur wegen der Kinder bleiben. Ich frage Sie aber nicht ob sie es richtig oder falsch finden. Ich sage, wir ziehen dann um! Dennoch fragt mein Großer Sohn dann hier und da was und er weiß auch warum ich mich trennen will.. Damit wir mehr Ruhe haben. Das ist so neutral formuliert wie es eben geht und mein Sohn versteht das glaube ich, denn er kennt seinen Vater ja auch und sagt von sich aus.. "sag das besser nicht sonst gibt es wieder Ärger, Diskussion"...

Ja, nu... aber damit räumst du deinen Kindern Mitspracherecht ein und das bedeutet immer auch, dass du sie mit in die Verantwortung nimmst.
Das ist einfach eine heikle Kiste.

Ich bin garantiert kein Fan davon, Kinder vor vollendete Tatsachen zu setzen, aber das ist eine der wenigen Fälle, wo ich genau das richtig finde, zum Schutz der Kinder.
Es ist ein Konflikt zwischen dir und deinem Mann. Lass ihn auf der Ebene.

Hallo!


Du solltest auf keinen Fall die Kinder entscheiden lassen. DU BIST DIE ERWACHSENE und damit musst Du alleine entscheiden, was besser für die Kinder ist. Die Kinder entscheiden ja auch nicht darüber, ob Pommes, Eis und Schokolade die richtige Ernährung sind. Das überfordert sie einfach.

Außerdem musst ja auch DU Dich trennen wollen. Wenn du dauernd Schweißausbrüche bekommst, wenn er zu Hause ist, weil er ja jederzeit wieder loslegen könnte, dann sollte es doch eigentlich klar sein, oder? Und nur, weil er sich im Moment zusammenreißt - das hätte er in den letzten 10 Jahren ja auch schon mal machen können, oder?

Für Kinder ist die Trennung im ersten Moment immer eine Belastung. Ein paar harte Monate gehören einfach dazu, schließlich krempelt sich ihr Leben ziemlich um. Aber die frage ist doch, ob es danach langfristig besser ist?

ja das stimmt natürlich. ich habe eigentlich auch nicht gefragt ob sie das wollen. ich habe mit dem großen geredet. gesagt das ich mich trenne und ob er mit mir kommt. er ist groß und sollte schon auch die möglichkeit haben mitzuentscheiden. ich habe dann aber später auch gesagt, dass wir das entscheiden und nicht er. der kleine wird nicht gefragt, er kommt mit und dann sehen wir wie sich alles entwickelt. wie oft sie zum vater wollen und ich werde vielleicht auch klarer. danke für deine antwort.

Der Forenpolizei kann ich mich nur anschließen.

Du hast also zwar dein Kind nicht gefragt, ob es für eine Trennung ist, dafür aber über deine Trennungsabsicht informiert und es gefragt, ob es mit dir kommt.

Du stürzt dein Kind damit doch ebenso in einen Loyalitätskonflikt als mit der Frage, ob es überhaupt eine Trennung befürworten würde.

Dabei bist du aktuell doch sogar noch unsicher, ob es überhaupt zu einer Trennung kommt.

Wenn du wirklich im Sinne deiner Kinder handeln möchtest, dann entscheide dich oder halt erst mal die Klappe gegenüber deinen Kindern.

Danach kannst du dir - hoffentlich mit deinem Mann - über eine möglichst schonende Vermittlung der Folgen gegenüber den Kindern Gedanken machen.

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Du übergibst einen 8jährigen die Verantwortung, ob du dich trennen sollst. #klatsch
Ich muss mich gerade arg zurückhalten, sonst werde ich gesperrt.
Du hast jetzt so oft gier geschrieben#schein Dir kann man absolut nichts raten.

lisa

wo bitte steht das denn? das ich ihm veratwortung übertrage, zeigst du es mir bitte.

jetzt fällt es mir auch wieder ein, einige deiner beiträge wurden von urbia glöscht.. auf deine werte meinung lege ich nun wirklich keinen wert mehr

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Liebe TE,

Kinder erinnern sich in der Regel auch in diesem Alter nicht an Situationen oder Gespräche, sondern an ihr Gefühl. Aus diesem Gefühl heraus konstruiert das Gedächtnis dann eine "Wirklichkeit", die so gar nicht gewesen sein muss. Durch den Filter aller Erlebnisse die nach diesem Ereignis geschehen sind wird das Bild noch einmal verzerrt. Insofern ist es deine Aufgabe, deinen Kindern ein Gefühl zu vermitteln und zwar der Klarheit und Sicherheit. Denn was du aktuell produzierst kann sich irgendwann auch gegen dich wenden und die Kindern behalten das Gefühl von Unsicherheit dir gegenüber ihr Leben lang, auch wenn du noch so tolle und einfühlsame Worte gefunden hast. Das grundlegende Gefühl ist die bleibende Erinnerung, das menschliche Gedächtnis funktioniert nicht wie ein Film in dem vor allem auch Dialoge hängen bleiben.

Wenn du die Trennung ausgesprochen hast, ist es deine Aufgabe - und am besten die Aufgabe von euch als Eltern - dies den Kindern (gemeinsam oder wenn das nicht geht eben alleine) mitzuteilen. Dann sollte aber auch eine Handlung erfolgen und zwar eine räumliche Trennung. Du schadest deinen Kindern durch dein Verhalten als Frau gerade viel mehr, denn du als Mutter prägst ihr Frauenbild ihr Leben lang mehr als es jeder Unterricht, jede Medienform tun könnte. Es ist jetzt an dir in irgendeiner Weise Stellung zu beziehen und zu handeln. Ich verstehe, dass das gerade schwierig ist.

Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen, du kannst ja schlecht eine Zeitmaschine bauen. An deiner Stelle würde ich mich entscheiden was du willst: Neue Chance (am Besten mit Therapie) oder eben einen kompletten Neuanfang, aber dann auch wirklich durchgezogen. Das nächste Gespräch mit deinen Kindern führst du wenn du eine finale Entscheidung getroffen hast und zwar auch dann, wenn du dich für das bleiben entscheidest. Ihr beide schafft gerade eine Atmosphäre der Unsicherheit und Verlustängste. Du könntest betonen dass es deine Entscheidung ist und du dich in der Beziehung nicht mehr wohl fühlst, ihr aber weiterhin Eltern bleibt.

Ich wünsche dir viel Kraft.

Hallo,

danke Dir für deinen Wohlwollenden Text.
Ich glaube im Prinzip habe ich es auch so gemacht. Ich habe gesagt, dsss ich die Unruhe nicht mehr gut ertragen kann und dass sie uns beide nicht verlieren!
Dennoch weiß ich, dassm ein 12 Jähriger sehr am Vater hängt und gab ihm eine Stimme, indem ich fragte ob er mitkommt bzw. da bleiben möchte. Er sagte, er weiß es nicht und ich sagte sofort, dass wir das entscheiden! Das es mir leid tut überhaupt gefragt zu haben.
Ich war 11 als meine Mutter wieder geheiratet hat. Ich konnte den Mann nicht leiden, wollte nicht adoptiert werden. Ich wurde aber nicht gefragt und ich sagte sogar, dass ich es nicht will.
Sicher mache auch ich viele Fehler, nur möchte ich nicht dieselben machen wie meine Eltern damals.

lG

<<< Aber ich persönlich reagiere jedesmal wenn er laut wird mit Schweißausbrüchen.>>>

Würde mir persönlich schon ausreichen um meine Situation komplett neu zu überdenken.

Eine Partnerschaft in der man nicht man selbst sein kann, hat keinen Wert, und wenn man jedes Wort überdenken muss was man dem anderen sagt, oder immer das Genick einziehen muss weil die Situation eskalieren könnte....oder eigentlich sogar regelrecht in Angst lebt, weil der/die Partner/in jederzeit explodieren könnte....sry, das ist in meinen Augen nichts was ich haben wollte.

Und da die Kinder immer noch froh sind wenn der "Papa" nicht da ist, kann er sich so sehr auch nicht geändert haben....oder?

Lieber alleine und ansatzweise zufrieden und glücklich, als gemeinsam einsam immer ängstlich in Lauerstellung leben !