Ehemann findet mich "ekelhaft"

    • (1) 13.12.18 - 20:58
      123zilly123

      Hallo.

      Kurz paar Infos zu uns. Mein Mann und ich sind seit 16 Jahren ein Paar und seit 12 Jahren verheiratet. Haben zwei Kinder (6J. Und 4 Monate alt).
      Wir waren schon sehr sehr lang nicht mehr intim. Also um genau zu sein, dass letzte mal als ich schwanger wurde. Wie gesagt, unsere Kleinste ist nun vier Monate alt. Könnt es euch also denken, wie lange es schon her ist. Als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr, konnte ich einfach vom Kopf her nicht mehr. Es kam mir befremdlich vor, Geschlechtsverkehr zu haben wenn da gerade ein kleines Wesen in mir heranwächst. Ich weiß, totaler Schwachsinn, aber ich konnte deswegen einfach nicht. Und mich dazu zwingen wollte ich auch nicht.
      Es war eine lange, anstrengende und sehr schmerzvolle Geburt mit Dammschnitt. Es hat bis jetzt gedauert, bis ich schmerzfrei unten herum war. Ich fühle mich nun wieder "bereit" und in der "Lage" intim zu werden.
      Leider möchte mein Mann überhaupt nicht. Er ist quasi beleidigt, weil wir so lang keinen Sex mehr hatten. Er versteht einfach nicht, dass ich nicht KONNTE, psychisch gesehen.
      Meine Annäherungsversuche werden abgeblockt. Als ich heute fragte, wann wir denn intim werden wollen/können, sagte er, dass er nicht wolle. Er hätte bereut bei der Geburt dabei gewesen zu sein und alles miterlebt zu haben (unsere erste Tochter kam per Kaiserschnitt) außerdem fände er es ekelhaft, dass ich Blähungen habe.
      Es hat mir buchstäblich das Herz gebrochen. Die Blähungen habe ich seitdem ich stille. Ja, ich kann verstehen, dass er die Situation nicht gerade erotisch findet aber ich kann doch nichts dafür.
      Am schlimmsten fand ich aber die Äußerung zur Geburt. Immerhin habe ich unser Kind zur Welt gebracht, unser ein und alles. Das mir jetzt "vorzuwerfen" finde ich sehr verletzend.
      Ich habe das Gefühl er findet mich widerlich und ekelhaft. Das macht mich unendlich traurig. Ja, er hat es nicht wortwörtlich gesagt aber im Prinzip hat er es doch so gemeint, oder nicht?
      Er war leider nicht bereit über das Thema zu sprechen und ist abgehauen. Und ich bin unendlich traurig und weiß nicht, wie das ganze noch weitergehen soll. Hat es überhaupt noch Sinn? Wer möchte schon eine Ehefrau, die er nicht mehr anziehend oder sogar ekelhaft findet?

      Sorry für den langen Beitrag. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich von euch hören möchte. Musste es mir aber mal von der Seele schreiben.

      • Eigentlich bin ich niemand, der sich schnell aufregt... Aber jetzt grade koche ich. Vielleicht fragst ihn mal, wie du sonst das Kind hättest zur Welt bringen sollen, es etwa ausspucken? Und ich meine, immerhin war er bei der Entstehung des Kindes doch anwesend. Ich bin der Meinung, wenn Männer sowas ekelhaft finden, dann sollten sie auch keinen Sex haben dürfen...

        • (3) 13.12.18 - 21:10

          Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr es mich verletzt hat. Ich bin in Tränen ausgebrochen als er mir das sagte. Für mich war die Geburt schlimm aber trotzdem das allerschönste Erlebnis meines Lebens. Als ich weinte, regte er sich auf. Man könnte mit mir nicht reden, weil ich sofort los weinen würde. Aber wenn es mich verletzt, kann meine Tränen nicht zurückhalten.

          • Ich kann total verstehen, dass du unendlich verletzt bist und das wäre ich auch. Allerdings darf man nicht unterschätzen, wie eine Geburt für einen Mann sein kann. Versetz dich mal in seine Lage: er steht da und schaut sich den ganzen Geburtsvorgang an, da ist Blut, die Plazenta, eventuell Stuhlgang oder Erbrochenes etc. Dann die Geräusche, die manche Frauen dabei von sich geben. Alles natürlich, keine Frage. Dennoch haben Männer dabei ja auch von der Position her eine andere Perspektive. Sie sind nicht voll mit Oxytocin und dieser immensen Menge an Adrenalin. Ich kann mir schon vorstellen, dass das für manche Männer verstörend ist. Ich habe mal ein Gespräch mit einer gehabt, die mir erzählt hat, dass sie sich auf Paartherapie spezialisiert hat, die nur solche Fälle behandelt, wo der Mann durch das Dabeisein bei der Geburt sozusagen "traumatisiert" war und deshalb keinen Sex mehr haben kann. Wenn es für sowas schon Therapeuten gibt, dann wird es wohl einigen so gehen. Und noch was: du hast geschrieben, dass du während der Schwangerschaft keinen Sex haben konntest aus psychischen Gründen, die du selber ja als eher irrational beschreibst. Dann musst du ihm das aber auch zugestehen. Ich denke, es war einfach die Art WIE er es gesagt hat, die dich verletzt hat, oder?
            Zu den Blähungen: wieso findet er es ekelhaft? Gibst du dich den Blähungen denn hin? Das würde ich ehrlich gesagt auch befremdlich finden. Egal, ob man Blähungen vom Stillen oder vom Essen hat. Ich persönlich finde, dass man vor dem Partner nicht hemmungslos rumpupst. Das haben mein Mann und ich in 7 Jahren noch nicht gemacht. Und ja, auch da könnte ich verstehen, dass dein Mann das nicht so prickelnd und erotisch findet.
            Ich denke, ihr müsst miteinander offen reden und JEDER von euch sollte Verständnis für den anderen aufbringen. Gib euch noch Zeit, aber sag ihm, dass sich seine Wortwahl verletzt hat. Aber versuche auch, ihn zu verstehen.

        (5) 13.12.18 - 21:24

        Ich finde, dass du da nicht so schnell urteilen solltest. Ich fand bei der Geburt meiner Kinder auch einiges nicht lecker, obwohl es immerhin MEIN Blut und so war. Möchte mir nicht vorstellen, wie das für einen Mann ist. Außerdem gibt es durchaus sehr eklige Geburten mit viel Kot und Körperflüssigkeiten...Wir waren bei dieser Geburt nicht dabei. Klar ist es sein Kind, aber deswegen muss er trotzdem einen geburtsvorgang nicht ästhetisch finden - finde ich als Mutter selbst nicht.

        • Das sag ich auch nicht, aber nur weil er der Mann ist und das Kind nicht austragen und gebären muss, heißt es ja nicht, dass er nur die Blumenseite des Lebens genieße darf oder? Mir gefällt der Satz "in guten wie in schlechten Tagen" und das ist definitiv ein guter und ein schlechter Tag. Warum soll mein Mann verschont bleiben, ich bleibe es doch auch nicht.

          • (7) 14.12.18 - 00:25

            Warum dein Mann „verschont“ bleiben sollte? Weil die Natur sich wohl was dabei gedacht hat und etwas „nachhilft“ (Hormone) das eine Frau die Geburt meist besser verkrafte und durchsteht und im Endeffekt auch vergessen kann.

            Ich als Frau finde den Gedanken an eine Geburt mit allem drum und dran auch....nun ja... ich hätte mir das zb selbst nicht vorstellen können und kann jeden Mann verstehen der nicht mit in den Kreißsaal möchte.

            • Es braucht aber auch Zwei dazu um ein Kind zu zeugen, ohne Mann funktioniert das nicht. Ich bleibe bei der Meinung, der Mann sollte sich nicht nur das schöne rauspicken sondern bei allem dabei sein, ob schön oder weniger schön. Eine Geburt, die für einen Mann traumatisch ist, ist es für eine Frau auch...

              • So ein Blödsinn. Es gibt genug Kulturen, bei denen Männer in so einer Situation nicht einmal im Notfall geduldet werden. Deswegen lieben sie weder ihre Frauen noch ihre Kinder weniger. Und ein Mann hat die Wahl, ob er die Geburt überhaupt miterleben will und kann sogar dann noch entscheiden, ob es einen Punkt gibt, wo er lieber den Kreißsaal verlassen sollte. Unterhalte Dich vielleicht mal mit Hebammen über Deine Einstellung und lass Dir ein paar Geschichten erzählen, die wissen schon, warum sie viele Männer lieber während der Geburt rauswerfen würden.

                • (10) 14.12.18 - 12:28

                  Da kann man wohl unterschiedlicher Meinung sein.
                  Ich stimme der Vorschreiberin absolut zu. Für mich ist es völlig selbstverständlich, dass der Mann bei der Geburt dabei ist und ich wäre extrem enttäuscht von meinem Mann, wenn er sich davor gedrückt hätte. Und es gibt sicherlich genauso viele Hebammen, die der Meinung sind, dass es sehr wichtig ist, dass der Mann dabei ist, wegen der Bindung zum Kind und der geleisteten Unterstüttzung für die Frau (entweder aktiv oder passiv durch bloßes danebenstehen).

                  • (11) 14.12.18 - 14:17

                    Das hat nichts mit unterschiedlichen Meinungen zu tun, sondern mit unterschiedlichen Abstufungen. Männer die absolut kein Verhältnis zu einer Entbindung haben, die kein Blut sehen können und eventuell panisch werden, sollten nicht gezwungen werden, mit in den Kreißsaal zu kommen. Ich finde auch, dass Männer zu ihren Frauen und Kindern gehören und es selbstverständlich ist, dass die zur Geburt erwünscht sind. Aber wenig hilfreich ist es, wenn sie dann umkippen und selbst zum Notfall werden, ihre Frauen nötigen und anschnauzen oder gar handgreiflich gegenüber dem Personal werden. Und ja, das kommt dabei teilweise heraus, wenn man sie zwingt.

                    Es ist nicht gut zu sagen, dass ein Mann dabei sein muss, weil das gefälligst seine Pflicht ist, wenn er ein Kind gezeugt hat. Es gibt sicher genug Männer, die gerne und freiwillig mitkommen und auch keine Scheu haben, selbst den Schnitt durch die Nabelschnur zu machen. Aber das ist halt nunmal nicht jedermanns Sache.

                    Hebammen befürworten Männer im Kreißsaal, so lange sie hilfreich sind. Gar keine Frage, das hab ich auch nicht anders ausdrücken wollen.

                    • (12) 16.12.18 - 19:38

                      Darum geht es hier doch aber überhaupt gar nicht ! Freilich gibt es Männer ,die besser nicht dabei sein sollten und wenn sie nicht wollen ,hat es keinen Sinn da Druck zu machen .jedoch wollte dieser Herr scheinbar dabei sein .und es ist immer noch eine andere Sache was er da von sich gelassen hat !!-geht gar nicht ,egal wie er das gefunden hat .auf den Ton kommt es an und er hat seine Frau wie abschaum behandelt .so ist nunmal eine Geburt und wenn er sowas nicht verträgt ,ist seine Frau ja nicht die Schuldige !

                      • (13) 16.12.18 - 19:44

                        Von dem Herren hier habe ich überhaupt nicht gesprochen, auch habe ich dazu gar keine Stellung genommen. Ich habe lediglich auf die Pauschalaussage, ein Mann habe bei einer Geburt dabei zu sein reagiert. Bitte vermisch das nicht, das hat mit dem Fall hier nichts zu tun.

                        • (14) 16.12.18 - 19:57

                          Ich sehe das aber auch so ..also kalt ,wenn er da umkippt bringt es nix. Aber „nur „,weil er es nicht schön findet ,da wäre ich doch sehr enttäuscht .schön ist es für die Frau ja auch nicht (bis auf das Ergebnis ). Mein Mann wollte selbst dabei sein und fand die Geburten auch nicht wild ,er ist aber auch von der eher resistenten Art und hat schon weitaus schlimmeres gesehen .also ich sehe es zweigeteilt ,bevor mir da einer umkippt ,dann geh ich lieber mit meiner Mama oder besten Freundin. .aber ich würde auch nicht generell wie hier einige geschrieben haben ,sagen ,dass Männer da eigentlich gar nicht hingehören und die armen Männer bla bla .. ich find halt sowas steht man zusammen durch und ich hätt da auch nicht alleine sein wollen .und von Stuhlgang oder viel Blut war für meinen Mann da nix zu sehen ,es war alles so diskret . Ich find schon ,dass man sich als Mann auch ein bisschen zusammenreißen kann ,man selbst kann es ja schliesslich auch .da ist es doch das mindeste dass einem die Hand gehalten wird .also nur zu sagen es sei eklig wegen Stuhlgang oder Blut ..man muss ja nicht vorm Loch stehen und gucken wie der Kopf rauskommt .mein Mann stand hinter mir und untenrum war ich komplett abgedeckt ,sodass nur die Hebammen Sicht hatten .

                          • (15) 16.12.18 - 20:42

                            Bevor ich selbst entbunden habe durfte ich beruflich bedingt zwei Geburten beiwohnen. Hat mich nicht abgeschreckt, hab auch "alles" gesehen und ich fand auch später meine Entbindungen schön. Schmerzen sind für mich kein Problem, Komplikationen gab es beide Male erst hinterher (jedesmal was Anderes). Da bin ich hart im Nehmen. Dass das aber nicht jede Frau so sieht, ist mir bewusst und das darf auch jede Frau anders empfinden.

                            Trotzdem kenne ich zwei Beziehungen, die waren nach den Geburten nie mehr so wie vorher und existierten dann auch absehbar nur noch auf dem Papier. Weil die Frauen drauf bestanden haben, dass er "gefälligst" dabei zu sein hatte und sich "ein bisschen zusammenreissen" sollte.
                            Über Geburtstraumata bei Frauen wird ja viel berichtet und inzwischen auch genug getan. Über die Traumata die Männer davon tragen wird kaum gesprochen, niemand hilft ihnen und dann geht halt stattdessen die Ehe den Bach runter. Da bleiben die Bilder im Kopf kleben wie Teer und Federn. Und der Mann ist noch nicht einmal schuldig.

                            Was ich damit sagen will, ich würde sehr genau abwägen, welchen Mann ich mit in den Kreißsaal nehme und wo ich eher sage, ab jetzt geh mal lieber raus, den Rest mache ich alleine. Aber das kann auch jede Frau anders sehen, wenn sie will.

              Toll, dann gibt's halt zwei Traumatisierte, finde ich ein erstrebenswertes Ergebnis und auch eine gute Ausgangsbasis für das Neugeborene. Sicher ist der, der dabei zu sein hatte, weil Mann sich nicht nur die Rosinen rauspicken kann auch eine große Hilfe gewesen. Auf jeden Fall wurde damit der Gerechtigkeit Genüge getan und nicht nur die Frau musste leiden. Top!

              "Früher" (eigentlich schon immer und sehr biologisch) ist es aber überhaupt nicht üblich, dass der Vater bei der Geburt dabei ist ...

              Genau genommen ist das eine neue, "hippe" Erfindung. Und eben nicht wirklich durchdacht.

              • (18) 14.12.18 - 22:51

                Dass "früher" ein anderes Verhalten üblich war, ist kein Argument, sonst könnte man jedes Fehlverhalten rechtfertigen, nur weil es ja "immer schon" so war, siehe Gewalt in der Erziehung, die Stellung der Frau als Mensch zweiter Klasse. Früher waren dafür Väter auch Elternteile zweiter Klasse, zu Recht wehren sich viele Männer gegen solche Vorstellungen, die der Vergangenheit angehören sollten.

                Dass eine Frau sich bei der Geburt Beistand wünscht, ist mehr als nachvollziehbar. Das ist keine "hippe Erfindung", sondern der Wunsch nach Gemeinsamkeit. Viele Männer möchten das auch. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass jeder Mann der Situation dann auch gewachsen ist, da müssen sich die Beteiligten durchaus selbst kritisch hinterfragen und - wenn die Geburt tatsächlich als traumatisch empfunden wurde - mit Verständnis aufeinander eingehen.

                Hier sehe ich allerdings auf beiden Seiten eine Entfremdung: die Frau, die sich dem Mann über eine lange Zeit hinweg nicht nähern konnte und nun eben der Mann, der nicht dazu in der Lage ist.

                (19) 15.12.18 - 16:07

                Hallo, muss man denn immer alles so wie „früher“ machen, wir leben doch im hier und jetzt :)? Und was heißt überhaupt früher 😄 1000 Jahre ?? Ich denke wenns beruflich nicht geht oder der Mann kein Auto hatte is es ja klar das es früher eher wenig funktioniert hat, weil früher konnte sich nicht jeder ein Auto leisten..🤷🏼‍♀️
                Mein Opa (80) war bei der Geburt meines Vaters und Onkels dabei sprich knapp vor 60 Jahren.. und mein Vater war bei der Geburt meines Bruders (30) und der Geburt von mir selbst (25) auch dabei..
                Der Partner muss sich ja nicht zwischen beide Beine stellen und dort rein glotzen ^^ verlangt ja niemand .. und meinen Vater habe ich gefragt wie er es empfand Bzw was er gesehen hat, er sagte es war nicht so schlimm wie er dachte und Plazenta oder Blut Chaos war auch nicht 🤷🏼‍♀️.. um gottes Willen natürlich soll es jeder selber entscheiden aber ich finde das Männer ihre Frauen schon eine gewisse Stütze sein sollten!

                Lg

            Selbst, wenn du die Väter zwingen möchtest, bei der Geburt auszuharren, musst du ihnen aber auch die gleichen Traumata zugestehen wie der Mutter. Und jemanden zum Sex zu zwingen und zwingen, jemanden anziehend und appetitlich zu finden, funktioniert eben nicht.

Dem widerspreche ich deutlich.

Mein Mann wollte nicht unbedingt zur Geburt mit, ich habe ihn dazu "überzeugt" und würde dies nie wieder tun. Eine Geburt ist nicht schön, riecht nicht gut und ist alles andere als ansehnlich. Warum "muss" ein Mann sich das anschauen? Es wird seine Gründe haben, dass Frauen Jahrtausende lang ihre Kinder ohne ihre Männer gebaren.

Ich habe unter der Geburt ja nicht so viel mitbekommen - ein Mann, der aber nicht so unter Hormoneinfluss steht wie die Gebärende, bekommt deutlich mehr mit und sieht auch mehr.

Am Tag nach der Geburt musste ich erstmal duschen, weil ich den Geruch so schlimm widerlich fand - und ich bin sonst alles andere als eine Prinzessin. Muss man das dem Partner antun? Und vor allem: Muss man hinterher erwarten, dass ER es hinnimmt, ohne mit der Wimper zu zucken?

Er soll bitte wieder Verständnis haben, dass sie über ein Jahr keinen Sex will, aber er soll dann direkt startklar sein, wenn sie Bereitschaft zeigt?

  • Seine Aufgabe ist ja auch nicht "hinzugucken" sondern der Frau beizustehen. Gut, wenn die Frau selbst sagt, sie möchte ihn nicht dabei haben, ok, aber wenn ich unbedingt möchte, dass mein Partner dabei ist, dann hat er auch dabei zu sein, es ist ja auch schließlich sein kind, er hat es gezeugt, dann soll er auch Manns genug sein und der frau unter der Geburt beistehen und sein kind nach der Geburt in Empfang nehmen.

    • Wow...so wie du es schilderst, sprichst du deinem erwachsenen Mann seine Empfindungen und seine ganz eigenen Grenzen ab. Nicht jeder ist hart im Nehmen. Man weiß vorher nicht, wie die Geburt ablaufen wird, ob es Komplikationen gibt o. ä.

      Jemanden dazu zu nötigen, weil er bei der Zeugung dabei war, grenzt schon an Übergriffigkeit und an ein egoistisches Abwerten der Wünsche/Bedenken des Partners.

      • WOOOWWW! WHHAATTT???
        Die Frau hat schließlich auch keine Wahl, bei der Geburt dabei zu sein oder nicht....!!
        Ich hatte unter meinen 4 Geburten auch hin & wieder den Punkt, dass ich nicht mehr wollte... Hilft ja aber nix! ...als Mann dabei zu sein, ist ja wohl das mindeste!! ...der Mann ist schließlich ursächlich dafür verantwortlich (zu 50%), dass das, was grad passiert, passiert!! ...und wenn er schon nicht den ganzen Schmerz zu ertragen hat, kann er ja wohl wenigstens den ganzen anderen Kram drumherum ertragen!

        Ja dann ist es für den Mann scheiße, wenn es zu Komplikationen kommt, aber für die Frau nicht oder wie? Versteh das nicht, dass viele akzeptieren, dass der Mann nur die "schönen" Momente rauspicken darf, das weniger schöne gehört doch dazu. Entweder er zieht das "Kinder kriegen" von A bis Z mit mir durch oder gar nicht

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