Unerträglicher Trennungsschmerz

    • (1) 14.12.18 - 10:09
      zerbrochen

      Guten Morgen,

      ich möchte mich hier mal ein bisschen ausweinen und ggf. um Rat bitten. Viele von euch bzw. jeder musste schon so eine Lebenssituation durchstehen.

      Ich war 5 Jahre mit meinem Partner zusammen (beide 25). Nach langem hin und her, ewigen Streitereien und respektlosen Umgang haben wir beschlossen, gemeinsam die Beziehung zu beenden.

      Wir sehen beide ein, dass wir unglücklich sind und die Zukunft uns beiden nichts gutes mehr bringen wird.
      Die Trennung ging so schnell, niemand von uns hatte das erwartet, schon gar um 21:00 Uhr Abends nach der Arbeit.
      Nun bin ich schon 1 Woche getrennt und ich zerbreche innerlich daran. Ich bekomme viel Unterstützung von meiner Familie und meinen Freunden, komme aber einfach nicht auf andere Gedanken. Natürlich dauert das alles seine Zeit, aber mittlerweile glaube ich, einen Fehler gemacht zu haben. Es ist ein totales Gefühlschaos und in 1 Woche ist auch noch Weihnachten.

      Jetzt haben wir heute noch unsere Firmenweihnachtsfeier, bei der ich ihn sehen werde (und ja ich möchte dort aus Anstand unbedingt hingehen und habe dafür auch schon vor Wochen bezahlt). Ich bekomme jetzt schon einen Nervenzusammenbruch, wenn ich weiß, dass ich dort auf ihn treffen werde. Ständig drehen sich meine Gedanken um ihn, ich habe Angst, dass andere Frauen bei ihm sind, er total viel Spaß hat und es ihm seit der Trennung wirklich viel besser geht.
      Meine Freundin hat mir versprochen, den Abend für mich so angenehm wie möglich zu gestalten.

      Zur Info: er hat bei der Trennung gesagt, dass er mich immer noch liebt und ihm das schwer fällt und ich seine große Liebe bin und ich mich nie verändern soll, weil ich perfekt bin (er hat auch geweint)… Nur bin ich halt nicht die richtige für ihn..
      Nur habe ich immer diesen Gedanken, dass er nun viel glücklicher ist und leichter über die Trennung hinweg kommt als ich (ich weiß ich sollte mir über ihn keine Gedanken mehr machen - aber es fällt mir einfach so schwer)…#schmoll

      Manchmal denke ich, dass ich noch nicht so weit bin mit dieser Trennung abzuschließen, ABER ich bin absolut kein Mensch der dann dem anderen hinterher trauert/läuft. Also ein Gespräch mit ihm kann und möchte ich derzeit nicht aufsuchen!

      Wielange hat dieser andauernde Trennungsschmerz bei euch gedauert, wie habt ihr euch abgelenkt und vorallem wie seit ihr mit der Situation umgegangen, wenn ihr euren Ex-Partner getroffen habt?

      Ich bitte hier ggf. um Ratschläge und Meinungen und nicht um Verurteilungen etc.

      Vielen lieben Dank und ganz liebe Grüße :-)

      • (2) 14.12.18 - 10:21

        Der Schmerz war die ersten Wochen am größten.
        Die nächsten Monate habe ich mich mit sehr viel Sport abgelenkt, das tat sehr gut.
        Beschäftigt hat mich das ganze ca. 1 Jahr.
        Danach habe ich meinen jetzigen Mann kennengelernt.

        Ich weiß, dass die Trennung richtig war. Aber wie bei dir tat es am Anfang sehr weh.

        Wir sind mittlerweile beide mit unseren neuen Partnern verheiratet und haben Kinder.
        Wenn wir uns (alle paar Jahre mal) zufällig über den Weg laufen, wird kurz gesmalltalkt.
        Wir haben den Kontakt abgebrochen.

        Lg

        (3) 14.12.18 - 11:46

        Das ist einer der Gründe, weshalb ich nie was mit nem Kollegen anfangen könnte.

        Ihr seid erst seit ner Woche getrennt.
        Du kannst nicht erwarten dass jetzt schon wieder alles ok ist. Das kann noch Monate dauern.

        Die Trennung von meinem Ex (Vater meines Sohnes) habe ich Monate lang nicht überwunden. Und wir mussten uns natürlich permanent wegen des Kindes sehen.

        Überleg dir das mit der Weihnachtsfeier.
        Sollte er da Mega gut drauf sein und alles easy sehen, wird es Dir den Boden unter den Füßen wegziehen.

        • (4) 14.12.18 - 12:08

          Zur Vorgeschichte: Ich kenne ihn noch von der Schule, auch da haben wir uns schon immer gut verstanden. Also ich habe zur Zeit als wir zusammengekommen sind auch nicht in der selben Firma gearbeitet. Habe dann meinen Job vor 1 Jahr gewechselt und bin auch zu dieser Firma (nicht wegen ihm, sondern weil ich schon immer in diese Firma wollte).
          Hier arbeiten ca. 1.700 Leute und ich arbeite auch in einem anderen Werk an einem anderen Ort. So gesehen, treffen wir uns nie außer jetzt auf der Weihnachtsfeier.

          Und ich weiß, dass er sich bestimmt wieder übelst betrinken wird und seinen größten Spaß hat, weil er sich eben so gut ablenkt. Hat er früher bei unseren Streitereien schon gemacht. Es wird mir sehr weh tun, aber ich weiß nicht wie ich das Problem sonst lösen soll. Ich will mir sicher nicht auch noch MEINE Weihnachtsfeier nehmen lassen, nur weil ich mich von ihm getrennt habe.

          • (5) 15.12.18 - 16:40

            So hart es auch kommen könnte: Mach dich mit dem Gedanken vorher vertraut, dass er sehr viel Spaß haben könnte.
            Vielleicht tut er nur so, vielleicht gehört er auch zu der Sorte, die sich mit Flirts oder mehr von ihrem Trennungsschmerz ablenken. Rechne also lieber damit. Dann wird der Schreck nicht so groß für dich.

            An deiner Stelle würde ich auch gehen, wenn du keinen Spaß an der Feier mehr hast. Und auf jeden Fall bevor irgend etwas Privates von euch dort Thema wird, weil er dem Alk übermäßig zuspricht. Ich werde sowieso nie verstehen, wie man sich im beruflichen Umfeld unter Vorgeyetzten und Kollegen besaufen kann. Du schreibst sogar, dass er das immer so macht......

            Jeder verarbeitet eine Trennung anders. Versuche nicht, seine Methode zu analysieren und daraus etwas abzuleiten.

        <<<Überleg dir das mit der Weihnachtsfeier.
        Sollte er da Mega gut drauf sein und alles easy sehen, wird es Dir den Boden unter den Füßen wegziehen.>>>

        Geh da hin.

        Männer können gute Schauspieler sein ... gerade unter Männern.
        "Hey alles easy, frisch getrennt, ich bin frei, alles super ... ich kann jetzt machen was ich will ... ich bin schon drüber hinweg."

        Einen Scheiß wird er sein.
        Der ist genauso drauf wie die TS.

        @TS
        Du bist jung, suche dir was neues ... zum Zeitvertreib oder für Fest und mach einen Haken dran.

    Liebe zerbrochen,

    Trennungsschmerz ist immer furchtbar und dauert leider machmal auch gefühlt furchbar lange. Wie lange ist ja bei jeden individuell, aber gib Dir die Zeit. Es ist völlig ok was Du empfindest, die Zweifel die Trennung war ein Fehler etc.
    Bitte halte Dir vor Augen: Eine Beziehung mit vielen Streitereien und respektlosen Umgang hat keine Zukunft. Frag Dich immer wieder: möchtest Du so ewig leben? Respektlos und in Streit?

    Ihm wird es nicht viel besser gehen, aber viele Männer verhalten sich ganz anders. Man denkt sie haben alles weggesteckt und sie sind wieder super drauf und haben schon was Neues am Laufen.
    Innerlich wird es anders aussehen, viele möchten das aber nicht zeigen und zugeben.

    Mit der Feier: ich denke ich würde hingehen und die Situation ertragen. Je mehr man sich davor drückt desto höher wird die Überwindung Normalität dabei zu empfinden ihn zu sehen.

    Toll dass Du so viel Unterstützung hast! Das ist wirklich schön!.
    Den Rest schaffst Du auch. Bleib fest bei Dir!

    Alles Liebe#klee

    Hi,
    eine Woche ist doch gar nichts, schon gar nicht in so einer grautrüben Jahreszeit, in der man ohnehin ein wenig trübsinnig werden kann.
    Ich denke, wenn nichts wirklich Gravierendes vorgefallen ist, sodass man keine Wut aufbauen muss, sondern die Trennung kopfgesteuert ist, dann dauert das ein Weilchen bis es einem wieder besser geht. Wie lange ist sicherlich sehr individuell.
    Die Vermieterin hat damals zu meinem liebeskummenernden Kumpel im breitesten Badisch gesagt: „Oh, des geht ah vobbei!“ - Recht hat sie.
    Die Feier bringst du auch rum, irgendwie.
    Alles Gute!

    vlg tina

    (9) 14.12.18 - 13:45

    Oje Liebes, lass dich mal drücken. Trennungsschmerz ist furchtbar :-(

    Mein Rat / Einschätzung:

    - zu Weihnachtsfeier würde ich, Geld hin oder her, noch nicht gehen. Eine Woche ist wirklich arg früh....Gib dir die Zeit zwischen den Jahren wieder zu dir zu finden bevor du dich mit Ihm konfrontierst. Hast du denn Urlaub ab nächster Woche?

    - ist er in deiner Abteilung? Ich hoffe nicht...

    - Der Satz dass du perfekt und toll bist und er dich noch liebt soll dir nur den cSchmerz erleichtern. Wenn das alles so wäre hättet Ihr euch nicht getrennt. Tut mir leid wenn ich das so deutlich sage- ich spreche aus Erfahrung. Vergiss diesen Satz einfach.

    Abschliessend etwas Aufbauarbeit:

    Du musst da sicher noch einige Zeit durch, mal mehr mal weniger, aber du wirst daran wachsen. Du bist noch jung und man muss halt meistens einige Beziehungen durchprobieren bevor man den Richtigen findet.
    Ausserdem scheinst du eine nette Familie und Freunde zu haben, die dich auffangen.
    Schreib dir eine Liste mit allem was dir gut tun und mache das die nächsten Tage- wellness, Friseur, shoppen, was weiß ich...

    Und denk dran, er war es halt nicht, fang nicht an zu glorifizieren, nur weil du dich einsam fühlst. Der nächste wartet schon.

    #liebdrueck

    (10) 14.12.18 - 21:02

    Eine Woche Trennung nach 5 Jahren Beziehung ist ja noch gar nichts, da ist es völlig normal, dass Du noch total am Boden bist und Angst davor hast, ihm bei der Feier zu begegnen. Erst Recht, wo es ja von Euch scheinbar eine Vernunftsentscheidung war, sich zu trennen. Das ist jetzt sicher kein Trost, aber so weißt Du zumindest, dass das, was Du gerade fühlst, vollkommen normal ist.

    WENN es so sein sollte, dass er auf der Weihnachtsfeier Spaß mit anderen Frauen hat, dann würde dir das sehr weh tun, sehr verständlich. ABER es würde dir auch helfen, den nächsten Schritt in der Abnabelungsphase zu gehen: Nach dem ersten Schreck, Schmerz, Enttäuschungsgefühl käme nämlich was Anderes dazu: WUT! Ja, du würdest nach dem ersten Schreck sehr wütend werden, dass er dich einfach so scheinbar vergisst und seinen Spaß hat. Und dann würdest Du merken, dass Wut besser ist als Schmerz, denn in Wut liegt Kraft, Wut bringt Dir auch dein Selbstwertgefühl wieder, deinen Stolz, der dann irgendwann wieder durchkommt und zu einem "Was du kannst, kann ich auch" führt, oder zu einem "Jetzt zeig ich dir mal, was Du an mir verloren hast". Das alles sind weitere Entwicklungsschritte innerhalb einer Trennung, die dir am Ende Stück für Stück helfen, besser dich zu lösen und klarzukommen.

    Von daher hab keine Angst vor der Feier - wenn es so kommt, wie du befürchtest, bringt dich das weiter. Aber vielleicht kommt es auch nicht so wie du befürchtest und er blickt genauso traurig zu dir wie du zu ihm. Alles ist möglich. Vielleicht trinkst du mit deiner Freundin vorher 1-2 Gläschen, damit du ein bisschen besser drauf bist (sofern Alkohol eine stimmungsaufhellende Wirkung bei dir hat)...

    Alles in allem ist das eine schwere Zeit, die leider nicht mit Fingerschnipsen vorbeigeht. Der Spruch ist ausgelutscht und hat trotzdem recht "Die Zeit heilt die Wunden"... Ja, du musst einfach abwarten, bis es von allein immer weniger Schmerz ist. Das wird, man kann nicht ständig Schmerz fühlen, es wird mit jeder Woche, die vergeht, ein bisschen leichter und du wirst immer ein bisschen weniger dran denken und dich an den neuen Zustand gewöhnen, bis es überwunden ist.

    (11) 15.12.18 - 16:44

    Bei mir hat es ganze 2 1/2 Jahre gedauert, bis ich wirklich von ihm weg war. Ich dachte es hört nie auf. Bis heute schmerzt es noch wenn ich ihn sehe.

    (12) 17.12.18 - 12:54

    Hallo zusammen,

    nochmal vielen Dank für die lieben und aufbauenden Worte. Ich möchte eben nochmal ein Update zur aktuellen Situation geben (nach der Weihnachtsfeier).

    Dazu muss ich sagen, dass ich die Feier besser überstanden habe als erwartet. Allerdings ist genau die Situation eingetroffen, vor welcher ich extreme Panik hatte.
    Ich denke diese holt mich gerade im Alltag wieder ein, momentan geht es mir wieder ziemlich schlecht und das Gedankenkarussell dreht sich weiter.

    Zur Weihnachtsfeier:
    Er war stockbesoffen und es dauerte keine 20 Minuten nach Ankunft bis dass ich auf ihn traf. Er hat kein Wort zu mir gesagt, mich nur angeschaut, sich weggedreht und ist schnell weitergegangen. Das war das erste was mich extrem verletzt hat. Zumal er bei der Trennung noch darum gebeten hat, dass er mich normal begrüßen darf.
    Zu später Stunde sah ich ihn dann mit seinen Arbeitskollegen und seiner neuen Arbeitskollegin mit der er getanzt hat und anschließend hat er sie auch noch kurz massiert. Das war ein extremer Schock für mich und das riss mir den Boden unter den Füßen weg (wie soll es auch anders sein).
    Ich habe mich dann versucht abzulenken, habe ein bisschen was getrunken mit vielen Arbeitskollegen gesprochen usw... Das hat sehr gut funktioniert und es ging mir wieder besser.
    Danach hat ihn meine Freundin mal angesprochen (sie ist auch eine Freundin von ihm) und er ist sofort in Tränen ausgebrochen und hat gesagt, dass es ihm richtig schlecht geht er immer noch auf meinem Kissen schläft und er mich vermisst... Und das dass mit der Arbeitskollegin nicht so gemeint war, jeder hätte sie massiert - sie verstehen sich alle nur sehr gut..#gruebel (kann man sehen wie man will - sie hat selber einen Freund - finde ich auch nicht ok sich dann von 6 Arbeitskollegen massieren zu lassen, aber jeder wie er will)

    Naja so viel zu dem. Später hab ich dann auch noch mit einem Arbeitskollegen über ihn gesprochen, der mich etwas getröstet hat. Ich habe ihm erzählt, dass ich ihn sehr vermisse, ihn liebe und wieder um mich haben möchte usw. (leider unter Alkoholeinfluss) - hoffe mal das dass jetzt nicht rumerzählt wird (hab nichts schlechtes über ihn erzählt)..

    Im Großen und Ganzen hab ich alles gut überstanden, es ist nicht eskaliert und ich hatte meinen Spaß, bis auf diese Sachen von meinem Ex-Freund.
    Leider muss ich jetzt wieder viel über alles nachdenken, ob er mich wirklich noch liebt oder ob er sich bereits schon anderwertig damit abgefunden hat, dass wir nicht mehr zusammen sind.

    Sorry für den langen Text.

    Ganz liebe Grüße #klee

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