Beziehung schon vor SS kaputt und nun großer Schwangerschaftskonflickt!

    • (1) 16.12.18 - 18:34

      Hallo!

      Mein Name ist Mia und ich bin 34 und in der 6SSW mit einem ungeplanten Kind.
      Ich bin seit 3 Jahren in einer immer mal wieder sehr unglücklichen Beziehung. Mein Partner(42) kommt in seinem Leben nach einer schweren Familiengeschichte nicht richtig gut klar. Zur Zeit hat er keinen Job den er machen will- er ist Akademiker und arbeitet zur Zeit in einem Aushilfsjob. Seine Mama war alleinerziehend und er war die meiste Zeit bei seiner Oma. Allgemein hat er sehr viele Trauma in seiner Kindheit erlebt. Er geht immer den Weg des größten widerstandes während ich immer den des kleinsten widerstandes gehe.

      Er möchte unbedingt das ich die SS abbreche und wir im nächsten Jahr, wenn wir an unsere Beziehung gearbeitet haben und es finanziell besser aussieht ein Kind zeugen und dann eine glücklich Familie werden. Wobei das natürlich auch ohne jede Garantie ist.

      Ich wollte mich allerdings im Sommer schon von ihm trennen und sehe generell eher schwarz für unsere Beziehung. Er ist unpünktlich, mega unordentlich und er kämpft immer und er hat auch immer Recht. Mich stören einfach so viele Dinge.
      Ich habe einen guten Job. Hätte es aber auch sehr schwer zu diesem zurück zu kehren. Vor allem in Teilzeit.

      Will ich ein Kind von diesem Mann?

      Wenn ich mich für das Kind entscheide, dann will er nicht mit mir zusammen bleiben.

      Ich habe ein grundvertrauen ins Leben. Unsere Familie hatte auch viele schwere Krankheitsfälle in der Familie und wenig Geld und trotzdem habe ich mich immer geborgen und nie alleine gefühlt.

      Ich bin wirklich hin und her gerissen.
      Es gibt so viele Aspekte. Ich habe allerdings auch immer gesagt ich würde einen Abbruch nie erwägen. Wenn ich das Kind bekommen bin ich aber auch auf immer und ewig mit meinem Freund verbunden.

      Wie würdet ihr entscheiden?
      Morgen habe ich einen Termin bei Pro familia.

      Ich freue mich über eure Meinung, wenn ich diesen lange Text überhaupt lest.

      Danke!

      • Wenn Du Dir zutraust, es mit Kind auch allein zu schaffen, dann würde ich es an Deiner Stelle bekommen.
        Die Beziehung war ja vorher schon kaputt und es wird auch ohne Kind auseinander gehen mit Euch.

        (3) 16.12.18 - 18:53

        "Wenn ich mich für das Kind entscheide, dann will er nicht mit mir zusammen bleiben."

        Wenn Du Dich gegen das Kind entscheiden musst, willst Du dann mit ihm noch zusammen bleiben?

        Die Frage ist wohl eher nicht, ob Du mit ihm ein Kind bekommst, sondern ob Du das Kind auch ohne ihn bekommen willst. Von ihm wolltest Du Dich ja sowieso trennen, das solltest Du auch von Dir aus tun und nicht ihm die Entscheidung überlassen. Und danach überleg Dir, ob Du dieses Kind bekommen möchtest, unabhängig davon, ob er sich kümmern will, oder nicht.

        • (4) 16.12.18 - 19:04

          Du hast vollkommen Recht. Das ist die Frage. Irgendwie bin ich noch aus Mitleid mit ihm zusammen, weil sein Leben einfach nicht voran geht.
          Ich hingegen habe schon Karriere gemacht. Habe einen guten Job. Führungsposition mit 10 Mitarbeitern. Meine Leben ist geordnet. Das einzige Chaos ist er. Habe aber auch sehr großen Respekt davor alleinerziehend zu sein.

          • (5) 16.12.18 - 19:30

            Ich bin zweimal alleinerziehend gewesen, meine Kinder haben nicht dieselben Väter und sind 10 Jahre auseinander. Den Vater meiner Tochter habe ich in der Schwangerschaft verlassen, den Vater meines Sohnes, als dieser 3,5 Jahre alt war.

            Du kannst Dir denken, was ich Dir raten würde, wenn Du mich nach einer Meinung fragtest? ;-)
            Ich bereue gar nichts. Ich würde wieder so entscheiden.

            • (6) 16.12.18 - 19:45

              Und wie hast du es finanziell gemacht? Ich will nicht abhängig vom Amt sein. Würde mein Kind aber auch nicht ständig weg geben. Meine Eltern können mich nicht, oder nur wenig unterstützen.

              • (7) 16.12.18 - 19:52

                Nach meinem ersten Kind habe ich eine Umschulung gemacht, weil man als Krankenschwester mit Schichtdienst und alleinerziehend echt eine gute Betreuung braucht. Außerdem habe ich sowieso aus gesundheitlichen Gründen die Umschulung angestrebt. Bei meinem Sohn hatte ich dann ja einen Job, allerdings wurde während meiner Elternzeit die Abteilung dicht gemacht. Abfindung, Auflösungsvertrag, neuer Job. Da bin ich heute noch. ;-)

                Du bekommst doch während der Elternzeit Unterstützung, auch Unterhalt vom Vater und Kindergeld. Kann er nicht zahlen bleibt noch UVG zu beantragen. Dafür gehst Du dann ja wieder arbeiten und zahlt das Geld über die Steuern zurück. Oder Du gibst das Kind frühzeitig in Betreuung, aber das wollte ich nicht. Das klär doch mal mit der Beratungsstelle morgen oder frag hier nochmal, wenn Deine Entscheidung steht.

                • (8) 16.12.18 - 20:03

                  Und eine Umschulung würde dann das Jobcenter bezahlen. In meine jetzige Führungsposition könnte ich nicht zurück, denke ich....
                  Ich will nicht so wirken als sei Geld das wichtigste, aber ich habe mir das alles hart erarbeitet und ich möchte einfach selbstständig bleiben.

                  • (9) 16.12.18 - 20:45

                    Geld ist - abgesehen von der Liebe zum Kind - natürlich das Wichtigste. Aber falscher Stolz ist nicht so wichtig. Ich könnte kein Baby abtreiben, nur weil ich vielleicht ein paar Monate das Jobcenter in Anspruch nehmen müsste. Das würde sich irgendwie total falsch anfühlen.

                    (10) 16.12.18 - 21:13

                    Warum könntest du nicht zurück? Ein Kind muss doch nicht heißen, dass man seine Arbeitsleistung nicht mehr bringt. Eher ist doch die Frage, wie man das organisiert.

                    Ich würde eher Lösungen suchen als Hindernisse.

                    LG

                    • (11) 16.12.18 - 21:24

                      Ich arbeite im Einzelhandels als Filialleitung. Erwartet werden 180 Stunden im Monat und ich wäre nie vor 20Uhr Zuhause. Mütter sind bei uns tatsächlich gar nicht erwünscht. Maximale Flexibilität von allen Mitarbeitern erwünscht. So schlimm das auch ist, aber im Einzelhandel ist es tatsächlich so.

                      • (12) 23.12.18 - 10:13

                        Nein da kannst du nicht zurück sollte aber nicht weiter schlimm sein. Ich hatte den gleichen Job vor meiner 1 SS.
                        Danach bin ich in Teilzeit zurück gekehrt für ca 1 1/2 Jahre. Wurde auf Grund des mir zustehenden Lohnes (der wirklich sehr hoch war) und natürlich wegen der nicht vorhanden Flexibilität rausgeekelt.

                        Jetzt habe ich in einem anderen Unternehmen eine gute Führungsposition, verdiene wesentlich mehr Geld.
                        Hat auch nichts mit Einzelhandel zu tun.
                        Da arbeitet man sich eh zu Tode, war nicht sonderlich traurig.

      Hallo!


      Die wichtigste Frage ist: Willst Du jetzt ein Kind oder nicht?

      Die Beziehung kannst Du nicht davon abhängig machen, die läuft mit oder ohne Kind nicht gut und ich glaube auch nicht, dass ihr in einem Jahr auf einmal das Traumpaar werden könntet. Vielleicht würde es dann ein paar Monate besser laufen, aber ob du jetzt schon in der Schwangerschaft alleine bist oder dann mit Kleinkind auf Wohnungssuche... mal ehrlich, ist der Unterschied so groß?

      Also denk lieber drüber nach, ob Du jetzt ein Kind willst, auch auf das Risiko hin, dass es vielleicht eine Weile dauert, bis du wieder einen festen Partner in Deinem Leben findest.

      Auf der anderen Seite kann es genauso sein, dass Du noch Jahre an diesen Mann verschwendest, dann auch nicht auf die Schnelle einen mann mit Kinderwunsch auftreiben kannst, und dann allmählich die Zeit knapp wird.

      • Ich wollte immer Kinder. Ich war immer noch entspannt habe ja noch 6 Jahre Zeit. Trotzdem war das Thema sehr präsent für mich. Fast alle Freundinnen von mir hatten Schwierigkeiten schwanger zu werden.
        Und bei mir ist es jetzt so ein Drama.

        • An Deiner Stelle würde ich wohl das Kind bekommen. Einfach weil Du ja grundsätzlich schon einen Kinderwunsch hast und in keiner Beziehung je eine Garantie besteht, dass der Mann bis zum Studienabschluss der Kinder ein vorbildlicher Vater ist.

          • Hast du Kinder Hasipferdi? Wie ist deine Lebenssituation.

            Ich habe am meisten Angst davor wie es nach der Elternzeit beruflich weiter geht....
            Ich möchte meine Kind nicht den ganzen Tag zu einer Tagesmutter geben und mit Teilzeit wird es finanziell sicher sehr schwierig.

            Aber da warte ich morgen auf die Beratung bei pro Familia.

            • (17) 16.12.18 - 19:34

              Also die Beziehung ist eh im Eimer.

              Also die Entscheidung: allein erziehend oder nicht.
              Ich finde an einer Ganztagsbetreuung sollte das nicht scheitern.
              Das Einzige wovor ich wohl Respekt hätte, wäre, dass man sich ja doch mit dem Vater auseinander setzen muss. Das geht mir schon auf den Sender und das Verhältnis zum Kindsvater ist verhältnismäßig entspannt.

              (18) 16.12.18 - 19:56

              Kannst du beruflich umdenken?

              Zwischen gar nicht arbeiten und "in meinem Beruf ist Teilzeit nicht möglich" gibt es so viel mehr.

              Mag sein, dass es in einem ähnlichen Beruf in Teilzeit weniger Verdienst gibt. Dafür gibt es weiterhin Arbeit + Zeit für's Kind + weniger Kosten für Kinderbetreuung.

              Gute Qualifkation heißt nicht nur, den höchstbesten Job zu erwischen, sondern auch die Möglichkeit haben, es sich in größerer Bandbreite aussuchen zu können. Weniger Verdienst, ok, aber dafür andere Annehmlichkeiten wie mehr Zeit, Teilzeit oder ähnliches.

              Umsehen kostet nichts und kannst du auch jetzt schon tun.
              Welche Chancen hättest du in deiner Umgebung mit deinem Bildungsabschluss/Berufshintergrund?

              (19) 16.12.18 - 19:58

              Du hast Dir doch beruflich schon etwas erarbeitet, dann schaffst Du es auch mit Kind. Ich war auch in etwa beruflich in Deiner Position, als ich schwanger wurde. Mein Arbeitgeber hat es mir möglich gemacht, meinen alten Job mit 25 Wochenstunden wieder zu machen. Wenn etwas liegen bleibt, erledigt das meine Stellvertreterin. Mit diesem Pensum würde ich es trotz Pendelei auch alleinerziehend schaffen, sowohl zeitlich als auch finanziell.

              Bei mir hat es mit Kindern nie geklappt. Ich bin jetzt 39 und rechne auch nicht mehr damit.

              Also eine Filialleitung im Einzelhandel ist im Lebensmittelhandel schwierig, aber es gibt ja auch andere Branchen. In den Innenstädten machen viele Läden um 18 Uhr zu, in Kleinstädten auf jeden Fall. Und das Kind ist ja nicht immer klein.

              Es gibt auch ganz tolle Tagesmütter die auch solche Zeiten anbieten. Da ist dein Kind dann bei jemandem, der eine liebe Freundin für dich werden kann. Das wäre doch vielleicht eine Lösung?

        Noch 6 Jahre Zeit?! Davon würde ich nicht unbedingt ausgehen, lies einfach mal zwei drei Seiten im Unterstützten Kinderwunschforum mit... so wie ich den Post von Dir verstehe ist Dein Partner nicht gewalttätig oder kriminell, Du hast einen guten Job.. ich denke eure Beziehung ist sowieso am Ende, und Du bekommst es bestimmt auch alleine hin.

Ui das klingt nach einer schwierigen Situation. Möchtest du Kinder? Wenn du dieses Kind nicht bekommst kannst du dir das verzeihen? Überleg einfach wie lange es dauern wird, bis du mit einem Partner bist, mit dem du Kinder zeugen möchtest. Vielleicht klappt es dann nicht mehr.

Auch solltest Du überlegen ob Du überhaupt Kinder willst...Du bist jetzt 34
Ich würde es immer behalten
Die Entscheidung bleibt aber bei Dir!

(24) 16.12.18 - 20:02

"Wenn ich mich für das Kind entscheide, dann will er nicht mit mir zusammen bleiben."

Übersetzt heißt das:"Töte unser gemeinsames Kind, das Produkt unserer liebe oder ich verlasse dich!"

Für mich das ganz klare Aus für einen Mann. Stärker kann man sich in meinen Augen als Partner nicht disqualifizieren.
Dir alles Gute!

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