Kein Eheleben mehr

    • (1) 29.12.18 - 12:52
      Anonymmmm

      Seit meiner Schwangerschaft wurde es schlimmer.
      Er fande mich nicht attraktiv als mein Bauch anfing zu wachsen (trotz, dass nur der Buch wuchs, ich war so wie immer "schlank"). Seit der Geburt vernachlässige ich meinen Partner, da unsere Tochter ein forderndes Baby ist und bis zum 4 Lebensmonat ein Schreibaby war. Wir hatten oft Schtreit gehabt bezüglich der kleinen. Mein Mann wollte, dass ich sie schreien lasse, ich - nicht. Als sie geschrieen hat, drehte er fast durch, fragte mich dauernd warum sie so schreit (mit dem Ton, als wäre ich für ihr Schreien verantwortlich) es sei nicht normal... Unsere Beziehung leidet unter diesen Umständen. Mein Mann nimmt keine Rücksicht auf uns, wenn wir unterwegs sind (z.B. das Rasen) nur wenn die Hunde bei uns mitfahren, dann fährt er wie ein Rentner, oder auch seine Familie (Schwester, Mutter, Vatter). Das ist auch der Grund, warum wir uns immer streiten. Ich will das nicht mehr. Ich will ihn nicht ständig daran erinnern, dass wir hinten sitzen und er nicht so rasen soll (er wird durch das Schreien von der kleinen immer unruhig, sie fährt ungerne Auto), denn dann bin ich die, die immer meckert. Wenn ich ihn bitte, die kleine kurz zu halten, damit ich mich in Ruhe waschen kann, meckert er. Ich muss mir es mehrmals überlegen, bevor ich ihn um etwas bitte, denn er beschwert sich immer, was solle er sonst alles machen.

      Auch was mein Hobby angeht, findet er blöd und schwachsinnig. Ich fotografiere gerne, da schmeißt er immer einen Sptuch raus wie: "was machst du da für einen Blödsinn schon wieder?". Das tut mir einfach weh.

      Das waren kleine Beispiele. Diese viele Mücken wurden nun zu Elefanten, denn ich will es nicht mehr, das verletzt einfach zu sehr. Wir respektieren uns nicht mehr.

      Wir waren über Weihnachten bei seiner Familie, da war er ganz anders, er half mir mit der kleinen bei jedem Pups, er ging mit mir gut um. So bald wir zu Hause ankamen hat sich das wieder geändert. Es wurde so wie immer.
      Ich bin aber auch nicht unschuldig, denn ich lasse ihn schon lange nicht ran (kein Sexleben, ich fühle mich nicht attraktiv, denn ich sehe sehr abgemagert aus, trotz Essens und ich habe kein Verlangen nach Sex.. leider).

      Das alles ist eine Katastrophe. Ich meckere nur noch, z.B.: mache die Hunde nicht verrückt; passe auf, dass die kleine nicht runter fehlt; gebe ihr doch keine Chips o.Ä (sie ist 8 Monate alt); fahre sinnig, du hast ein Baby im Auto; schaue doch auf die Straße (er fährt fast die Leute an, das begründet er damit, dass sie auch Augen haben und aufpassen sollen) usw.

      Dieses aggressive Verhalten nervt mich so. Ich möchte mich von ihm trennen. Darüber reden wir oft. Meistens im Schtreit, wir tuen es aber irgendwie nicht. Ich weiss nicht was ich machen soll. Das alles ist einfach nur traurig und ich wiill das nicht mehr.

      Unsere Tochter liebt ihn, er sie auch. Aber wir streiten uns nur.

      Ich bin knappe 30, mein Mann ist über 35 Jahre alt.

      Ich weiss nicht wie. Ein Gespräch mit ihm hält nur kurz an, dann geht alles wieder los. Er versteht es immer noch nicht, dass wir ein Familie sind und wir auf einige Sachen verzichten sollten. Wir leben uns auseinander, jeder für sich.

      Es wurde lang. Ich würde mich nun zurückziehen und eure Meinungen dazu lesen. Und es tut mir leid, wenn der Text so seltsam geschrieben wurde, da hatte ich schon immer meine Schwäche (besonders bei den fließenden Übergängen)

      Liebe Grüße

      • Erstmal- hört sich nicht so schön an bei euch. Allerdings würde ich jedem raten (außer bei körperlicher Gewalt) erstmal das erste Jahr mit Kind abzuwarten. Es ist für alle eine große Umstellung, dann noch Schlafmangel und Kindergeschrei, da treffen manche Kurschlussreaktionen. Versucht aufeinander zuzugehen, Trennen kann man sich auch in ein paar Monaten noch...
        und vielleicht solltet ihr mal versuchen euer Sexleben zu reaktivieren, nach und nach...

      (5) 29.12.18 - 13:00

      Oh. Es sollte ins Familienleben. Entschuldigung

      Lieben Dank für eure Rückmeldungen im Voraus

      (6) 30.12.18 - 13:59

      Oh je, da seid ihr ja völlig gestresst seit dem Baby, ihr Armen!

      Gibt es die Möglichkeit, dass Oma und Opa die Kleine mal für eine Nacht nehmen?

      Wenn sie nicht in der Nähe wohnen, könntet ihr auch dort schön essen gehen und nur zu zweit in einem Hotelzimmer übernachten?

      Mit einer Trennung würde ich unbedingt warten, das wird wieder besser!

      • (7) 30.12.18 - 14:15

        Die kleine fremdelt und die Eltern sind sehr weit weg, das käme mir noch nicht in Frage sie alleine irgenwo zu lassen.
        Aber vielen, lieben Dank für die Rückmeldung

    Trenne dich.

    Eure Ehe ist offensichtlich kaputt.

    Nicht böse sein!
    Mich interessiert wirklich wie zu sowas kommt
    In meiner Partnerschaft ist Liebe und Respekt da und dies geht nicht durch eine Geburt über Nacht verloren
    Menschen ändern sich nicht über Nacht
    Das ist nicht böse gemeint aber es interessiert mich wirklich
    Wo habt Ihr hingeschaut als ihr Euch gefunden habt
    Äußerlichkeiten
    Dicker Geldbeutel
    Dummheit
    Ich kann es nicht mehr hören!

    • (10) 02.01.19 - 09:34

      Ein fetter Geldbeutel nicht. Er hatte nicht einmal eigenes Auto. Am Geld lag es definitiv nicht.

      Er ist halt ein Mann, der nicht gerne einer Frau Recht gibt (gebürtiger Deutscher). Oder nur mir? Denn er hört auf jeden ausser auf mich. Aber vielleicht liegt es an meiner Art und unserem Altersunterschied. Wir haben 9 Jahre auseinander.

      FG

    Komm' mal wieder runter. Dein Gerede ist unmöglich! Die TE braucht jetzt sicherlich keine Vorwürfe...

    Ein Schreibaby ist eine Herausforderung für jede Ehe.
    Mein Partner und ich waren vorher auch sehr respektvoll miteinander, aber nach Monaten der Überforderung, des Schlafmangels und einer allumfasenden Genervtheit, vergisst man sich schnell mal. Ich bin eigentlich sehr diplomatisch und entspannt, aber vier Monate Geschrei haben auch aus mir eine meckernde Nervkuh gemacht. Und die Überforderung aufgrund der Lebenssituation auch meinen Mann zu einem anderen Menschen.
    Das Tückische: Gestresste und überforderde Eltern fördern das Schreien leider nur. Babys brauchen "einen sicheren Hafen", Ruhe und Harmonie. Ihnen das zu geben in der Schrei-Situation ist bitterhart. Meist kommen ja noch äußere Umstände hinzu. Weiterführend würde ich dringend dazu raten, euch mal euer Umfeld anzuschauen. Was läuft da falsch, was beeinflusst eure Familie negativ und dann ehrlich die Frage stellen, was sich daran ändern lässt.
    Wir hatten schwere Erkrankungen in der Familie, die uns sehr belastet haben. Erst der Tod der Betroffenen hat die Situation verändert. Leider. Mit dem Tag der letzten Beerdigung war bei uns die Schreierei vorbei.

    Wenn dein Mann, liebe TE, also nicht immer so ein Ar*** war, dann gebt euch wirklich Zeit. Geh' mal in dich und versuche irgendwie, Ruhe zu finden, die du deinem Kind weitergeben kannst. Diese Zeit geht vorbei und dann hat auch eure Ehe wieder eine Chance.
    Bei uns gab es den Durchbruch, als mein Mann Elternzeit nahm und dadurch Verständnis für meine Arbeit und unsere Situation gewann. Es war ein steiniger Weg, aus dieser Krise wieder heraus zu kommen, aber man wächst an der Situation.
    Mein Mann, mein Sohn und ich führen heute wieder ein sehr harmonisches Leben. Unser Kleiner ist ein richtiger Sonnenschein geworden, nachdem diese fiese Zeit überstanden war und unsere Ehe ist wieder genauso respekt- und liebevoll, wie sie vorher war - wahrscheinlich sogar etwas schöner noch ;-)

    • Sorry
      Auch wir sind Eltern und haben mehrere Kinder mit Herausforderung
      Nie hätten wir uns do lieblos behandelt
      Meine Frage ist ernst gemeint... wie kommt es zu so einer Rohheit

      • Die Frage wirkt aber nicht sehr ernst gemeint, sondern höchst abwertend.

        Meine Antwort liest du oben: Absolute Überforderung. Wer kein Schreikind mitgemacht hat, kann sich nicht vorstellen, in welchen Ausnahmezustand einen so etwas versetzt, zumal das Schreikind lediglich ein "Symptom" ist - eines von vielen. Nur die wenigsten Babys schreien aufgrund von Koliken. Das ist eine nette Ausrede "Jaja, 3-Monats-Koliken" - aber in den meisten Fällen ist das einfach Schwachsinn. Die Kinder sind mit der Welt überfordert, vielleicht noch hochsensibel. Die Eltern gestresst und belastet, was sie auf das Kind übertragen. Das Kind damit noch mehr belastet... Teufelskreis. Und dann kommt zu allen Belastungen noch Schreierei und Hilflosigkeit... Fürchterliche Situation für alle Beteiligten - und ja, da kann selbst ein sanftmütiger Mensch zur Furie werden.
        DAS allerdings muss man erstmal erkennen.

        Es gibt verschiedne Charaktere die entsprechen unterschiedlich mit Stress umgehen. Die eine Ehe überlebt.. die andere nicht.

(24) 11.01.19 - 18:56

Vielen, lieben Dank

Glaub mir, Kinder können ein so unberechenbarere Stressfaktor sein.

Wir haben 2 kleine Kinder. Alle 4 Wochen schlafen sie von SA auf SO bei den Schwiegereltern. Du glaubst ja gar nicht, wie entspannt wir beide sind wenn die beiden nicht da sind. Wir können wunderbar miteinander sprechen, der Umgang ist Respektvoll und Liebevoll.

Aber die zwei sitzen keine 30 Minuten im Auto, merke ich schon, wie die Anspannung und der Stress wieder kommen. Wir Lieben und Respektieren uns trotzdem noch, aber wir beiden gehen einfach viel schneller an die Decke, sind ungeduldiger und streiten einfach wesentlich häufiger als an den Kinderfreien WE‘s

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