Von Affäre schwanger zurück zum Ex

    • (1) 05.01.19 - 12:23

      Als stiller Leser hab ich hier schon einiges mitbekommen und bin nun selber in der unerwarteten Situation, bei der ich definitiv Hilfe brauche... Ich versuchs mal, so gut es geht, zu erzählen und erklären, worums geht...

      Meine Freundin und ich sind seit ca 3,5 Jahren zusammen und es war eine sehr hektische, stressige Zeit. In diesen 3,5 Jahren wurde ein Haus gebaut, geplant, eingerichtet, Todesfall meiner Grossmutter verarbeitet usw. Auch zwischenmenschlich harmonierten wir sehr gut und es war eine sehr schöne Zeit miteinander, wollten auch miteinander Kinder (ich nun 43, keine Kinder, sie 40 eine Tochter mit 19). Allerdings wurde bei mir festgestellt, dass ich quasi zeugungsunfähig auf natürlichen Weg bin, wenn dann nur künstlich. Wir hatten daran Interesse, begannen mit dem Procedere, aber es ist auf Grund beruflicher und privater Sitatuation (Hausbau usw) nicht mehr dazu gekommen, dass wirs durchgezogen hätten.
      Allerdings kam es im August vorigen Jahres zum Bruch. Die vorgeschobenen Gründe waren wenig nachvollziehbar, aber Reisende soll man bekanntlich nicht aufhalten, zumal sich in den letzten Monaten vor August immer mehr wir uns voneinander entfernt hatten.
      Nach dem Auszug begann sie unmittelbar danach eine neue Beziehung, ich drehte am Rad, weil sie immer wieder betonte, dass wir eh noch zusammen sind, nur nicht zusammen wohnen würden. Für mich stürzte eine Welt zusammen. Ich fühlte mich betrogen, belogen, hintergangen, verletzt, wie der letzte vollkommene Depp, der sich nur ausnutzen liess und mit dessen Gutmütigkeit und Toleranz nur gespielt wurde. Mit ihr kaum Kontakt mehr, wenn, dann nur streitend. Für mich war die Frau gestorben.
      Anfang Dezember aber hat sie sich gemeldet, normales Gespräch gehabt, getroffen sehr sehr viel, intensiv und lange geredet. Sie hat ihre "Beziehung" zwischenzeitlich beendet und wollte die Trennung mit mir einfach mal beredet haben und ausgesprochen haben, was damals Sache war. In sich gesehen waren die echten Gründe schlüssig und nachvollziehbar, aber entbehrten jeglicher Grundlage. Ihr Gedankenkonstrukt wäre nie und nimmer entstanden (inkl aller Folgen) hätten wir beide ein Kind "zusammengebracht". Wir sind beide nicht abgeneigt, es miteinander noch mal zu versuchen ABER: sie ist von der Affäre schwanger. Das Kind konnte sie nicht abtreiben lassen (Fehldiagnose beim 1. Frauenarzt, keine Pille danach usw) und nun über die 12. Woche hinaus und sie sucht definitiv nicht in mir einen Ersatz für den Kindsvater.
      Mein Problem ist, dass ich eine Beziehung ähnlich sehe wie das Säulenmodell für Identität nach Petzold. 2 wesentliche Säulen sind dabei Vertrauen und Ehrlichkeit, genauso wie Treue und Respekt und Fürsorge. Die beiden Säulen Vertrauen und Ehrlichkeit sind quasi zerschmettert worden, sind aber für mich absolut tragende. Wenn das Kind nicht wäre, wäre es für mich wesentlich leichter, die beiden Säulen wieder zu kitten bzw. wieder aufzubauen, dass sie das "Dach" Beziehung wieder tragen können. Das ist der eine "Berg", den es gilt, zu bearbeiten. Refelktierend gesehen, bin ich dabei auf ganz guten Weg, das zu bewerkstelligen, auf gut Deutsch, dass ich ihr die Affäre und die damit verbundenen Lügen usw verzeihe. Denn meine Gefühle ihr gegenüber sind trotz allem wieder sehr stark.
      Allerdings ist eben der 2. "Berg" auch noch da, bei dem ich befürchte, dass ich scheitere und absolut nicht weiter weiss. Nämlich das Kind.
      Es tut mir im Herzen weh, dass sie schwanger von der Affäre ist. Noch dazu, wo wir beide ein Kind miteinander wollten und diesem Penner gelingt das, wozu ich nicht imstande war (ist eher vom Prinzip geredet und nicht aus gekränkter Männlichkeit oder so), sie bekommt das Kind von dem Mann, mit dem sie mich betrogen hat. Würde das Kind von einem anderen Mann und nicht der Affäre sein, hätte ich wahrscheinlich wenig bis kein Problem damit. Denn das bisschen unterschiedliche DNA ist kein Hinderungsgrund für mich, mich mit der Frau wieder einzulassen und mit ihr wieder von vorne zu beginnen. Das Kind nach der Geburt zur Adoption freizugeben ist aber definitiv keine Option.
      Was mich beschäftigt und mir Sorgen bereitet ist, dass ich nicht weiss, welcher Vater ich dem Kind sein werden bzw sein kann. Wird es sein, dass mich das Kleine immer wenn ich es sehe an die Affäre erinnert usw. Ich weiss definitiv, dass ich meine Freundin liebe und mit ihr mein Leben verbringen will, genauso wie sie. Wie kann ich mit der Situation umgehen?? Wie kann ich das zustange bringen, dass ich dem Kind der Vater bin, dem ich meinem eigenen wäre?? Wie kann ich meine Verletzung zurückstellen bzw verarbeiten dass das Kind nicht womöglich als "Sündenbock" herhalten wird??
      Es wäre mir sehr hilfreich, wenn ich einen Input erhalten würde oder möglicherweise eine Strategie uw...
      lg jedermann

      • Lieber Jedermann,

        ob das nun eine Affäre war, oder eher ein "sonstiger Sexpartner" in eurer Trennungsphase, ist mir eigentlich gar nicht so klar. Ihr wart ja mehr oder weniger komplett getrennt in dieser Zeit, und auch wenn sie anfangs keine klaren Gründe angeführt hat, hat es sich für Dich endgültig angefühlt, auch wenn sie gegenteiliges behauptet hat. Ihr hattet definitiv eine komplette Pause, und in der Zeit KANN sie dich nicht "BETRÜGEN" weil ihr ja gar nicht mehr richtig zusammen wart.

        Es fühlt sich für Dich vielleicht im Moment so an, aber wenn Dir in dieser Phase eine passende Frau über den Weg gelaufen wäre, hättest Du das Gefühl gehabt, deiner Freundin untreu zu werden, wo doch kaum Aussicht bestand, dass sich die Beziehung erholt? Ehrlich?

        Sie ist also innerhalb einer Beziehungspause schwanger geworden, das ist doch eigentlich vergleichbar mit dem Fall, dass eine Frau schon schwanger ist, wenn Du sie kennenlernst. Wäre auch das so ein großes Problem angesichts deines Kinderwunsches?

        Du wüsstest bei keinem Kind, was für ein Vater du wirst. Es ist immer eine schwierige Anfangsphase, weil sich alle erst in ihre Rollen einfinden müssen. In deiner Situation hast du vielleicht sogar einen kleinen Vorteil, du bist weniger verpflichtet, immer da zu sein, sondern kannst mehr Abstand einfordern.

        Emotional schwierig ist es allemal, aber wirklich, die Sache mit der Untreue würde ich anders interpretieren, wo ihr doch getrennt wart.

        • Ganz so einfach ists ja nicht, denn auch trotz Auszug war immer wieder bei uns Thema, dass wir weiterhin zusammen sind, im Moment lediglich nur nicht zusammen wohnen. Deswegen wars für mich ein Belügen bzw. Betrügen, was da abgelaufen ist.

          Wenn es ein klarer Cut gewesen wäre, wäre es für mich weniger ein Problem als so. Genausowenig wenn ich eine andere Frau in der Zeit gehabt hätte, wobei ich immer erst die alte Beziehung auch innerlich beende, bevor ich mich auf eine neue einlasse...

          Bzgl der Vaterrolle sind meine Bedenken klar in dem Bereich angesiedelt, ob ich das Kind lieben kann wie wenn es mein eigenes wäre bzw dass das Kind nicht als Argument in einem Streit herangezogen werden wird usw... Weils ja nicht von mir ist und aus Blödheit entstanden ist... (nicht meine Worte, ihre)

          • Das ist schon echt fies, dass sie Dich derweil "warmgehalten" hat. Ja, da fühlt es sich mehr wie Betrug an.

            In Sachen Bindung zum Kind scheinen Männer einen gewissen Vorteil bei früh angenommenen Stief- und Adoptivkindern zu haben: sie sind nicht schwanger, entsprechend kommt die Große hormonelle Umstellung durch den Kontakt mit einem Säugling, das löst die Gefühle der Bindung und Liebe erst richtig aus. Bei Frauen läuft das meiste während der Schwangerschaft, weswegen sich auch Adoptivmütter relativ gesehen öfter schwer tun mit der Umstellung. Das ist ja auch ein ersehntes und erhofftes Kind, trotzdem gibt es da keinen solchen Automatismus der Mutterliebe. Vaterliebe ist da von Anfang an außen vor, die entsteht auch so.

            Gerade wenn du die tragende Rolle im sozialen Leben spielst, hast Du also Vorteile und es kann genauso wie mit einem leiblichen Kind sein.

            Ich möchte dich aber ausdrücklich warnen: seid dem Kind gegenüber offen. Du kannst der Papa sein, aber macht klar, dass der biologische Erzeuger ein anderer ist. Falls es sonst irgendwann raus kommt (und wenn das Kind nur mit 30 seine Geburtsurkunde braucht, um selbst zu heiraten, oder wenn auffällt, dass die Blutgruppe nicht passt) dann wäre die Katastrophe sehr viel größer. Unabhängig ob der Erzeuger nun eine Rolle im Leben des Kindes spielen soll oder nicht, seid offen von Anfang an. Das Kind sollte schon im Kindergarten wissen, dass es da noch jemanden gab.

            Lass Dir auf jeden Fall zeit mit Zusammenziehen etc., wenn Du das aber willst, lass Dir rechtzeitig ein Umgangsrecht zusichern, auch im Falle einer Trennung. Sonst könnte sie Dich damit erpressen, dass Du dein soziales, aber nicht leibliches Kind im Falle einer Trennung nie wieder siehst. Lass Dich da juristisch beraten.

      (5) 05.01.19 - 12:47

      Guten Morgen!

      Du hast eine Menge Mist erlebt, schreibst aber dennoch sehr aufgeräumt und reflektiert.

      Dass du verletzt bist, weil sie nun das mit einem anderen bekommt, was dir bisher verwehrt blieb, kann ich gut verstehen. Würde einer Frau nicht anders gehen, die nicht schwanger wurde und deren Mann sich im Anschluss mit einer anderen multipliziert.

      Ich glaube nicht, dass man hier strategisch herangehen kann. Dafür gibt es leider kein Handbuch.

      Könntest du es einfach auf dich zukommen lassen? Ihr habt etwas zusammen aufgebaut und seid guten Willens. Hinwerfen kannyt du noch immer, würdest dich aber vermutlich ein Leben lang damit herumschlagen, es nicht versucht zu haben.

      Außerdem gibt es noch die Komponente "Erzeuger". Wie steht er dazu? Das Kind hat ein Recht auf seinen biologischen Vater u. umgekehrt darf er Umgang haben. Du wirst also u. U. weiterhin auch mit ihm konfrontiert werden. Wenn er verantwortungsbewusst ist, wird es nie ganz "dein" Kind sein. Du hast keinerlei Rechte, (aber auch keine Pflichten.) sondern nur das, was die Mutter und der Vater dir freiwillig einräumen und was sich ergibt aus dem gemeinsam gelebten Alltag als Familie.

      Wenn ihr euch irgendwann trennen solltet, kann sie das Kind auf Nimmerwiedersehen einpacken und du bleibst zurück mit deinen Emotionen.

      Wenn der Erzeuger keinerlei Interesse hat, könntest du mit Zustimmung der Eltern - und wenn du dich emotional sortiert hast und dir sicher bist - das Kind adoptieren. Dann ist es auch vor dem Gesetz dein Kind u. du darfst bei allen wichtigen Entscheidungen dessen Leben betreffend mitreden.

      Leicht wird das nicht und du bist nicht zu beneiden.

      Viel Glück!!

        • (7) 05.01.19 - 13:30

          Moralisch fragwürdig. Aus zwei Gründen.
          Das Kind hat ein Recht, über die eigene Herkunft Bescheid zu wissen, und sollte nicht in einer Lebenslüge aufwachsen müssen, die jederzeit platzen kann.
          Und verheiratet kommt der TE in die finanzielle Verantwortung und das für eine Frau, die sich so unaufrichtig verhalten hat?
          Hm.

          • (8) 05.01.19 - 13:37

            Richtig, vor allem wäre er dann auch für das Kind unterhaltspflichtig, wenn er als Vater eingetragen wird. Das würde ich mir keinesfalls ans Bein binden. Ich habe ja eh den Verdacht, der Andere war besser im Bett für sie brauchbar, aber als Vater leider nicht. Ihre Prioritäten haben sich durch die neue Situation einfach verschoben, jetzt ist wieder der liebe fürsorgliche Partner gefragt, mit dem man Häuser bauen und Kinder planen kann, kein Typ, der such nach dem Vögeln wieder verabschiedet und ihr wahrscheinlich die rote Karte in Sachen "wir werden jetzt eine Familie" gezeigt hat.

            • (9) 05.01.19 - 13:40

              Ja ich habe auch kein gutes Gefühl bei der Sache. Die Art und Weise, da jetzt kurz nach Beendigung der Affäre, aber dafür schwanger, aufzuschlagen, spricht auch mir zu sehr für strategisches Vorgehen statt aufrichtiger Zuneigung. Aber warten wir mal ab, was der TE vielleicht noch so sagt, kann ja sein, dass sie gerade wirklich um die Liebe kämpft wie eine Löwin.

          (10) 05.01.19 - 14:29

          Kommt drauf an, würde ich sagen. Nur weil das Kind ehelich geboren wird, muss es ja nicht über seine Herkunft im Unklaren gelassen werden.


          Und man muss es ja auch nicht so machen, dass der leibliche Vater, so er denn überhaupt wollen würde, komplett außen vor bleiben müsste. Natürlich würde das jede Menge Stärke von allen erwachsenen Beteiligten fordern, aber ob sie sich das zutrauen, müssten sie dann ja selbst entscheiden.


          Ob er mit der Frau auf dieser Basis weiterleben will, muss der TE auch selbst entscheiden. Ich könnte es vermutlich nicht. Sicher ist aber, dass er sie nicht ohne das Kind wird bekommen können. Ob er nur sozialer Vater sein kann und will, der dann im Fall des Falles ohne Pflichten, aber auch ohne Rechte ist, die Entscheidung kann ihm auch keiner abnehmen. Mit Sicherheit wäre aber, wenn er sich denn entscheidet, das Kind als seins annehmen zu wollen, die Heirat vor der Geburt im Vergleich zur oben vorgeschlagenen Adoption der einfachere Weg.

          • (11) 05.01.19 - 14:38

            Ich möchte dich gar nicht belehren, aber um den TE nicht zu verwirren, dahingehend korrigieren, dass er im Falle einer Trennung im Status einer sozialen Vaterschaft nicht ganz so rechtlos ist, wie es gerade dargestellt wird. Zumindest kann er Umgang anstreben. Ich erwähne das wirklich nur, damit der TE das vielleicht in seine Abwägung miteinbeziehen kann.

      (12) 05.01.19 - 16:50

      Interessante Idee! Womöglich stellt er dann fest, wenn das Kind auf der Welt ist, dass er doch nur schwer damit umgehen kann. Immerhin zahlt er dann für ein Kind, dass er emotional nicht als seins ansehen kann, ohne mit ihm Umgang pflegen oder für dieses Entscheidungen zu wollen. Er hätte dann alle Rechte, die ihm nichts bedeuten.

      Wenn er das wollen würde oder es ihm egal wäre, würde er hier nicht posten und das Risiko einfach eingehen.

      M. E. wäre das ziemlich dumm und voreilig.

(13) 05.01.19 - 13:15

Lieber Jedermann, es macht mich ehrlich gesagt sehr betroffen, was du schreibst und auch, wie du es schreibst, da deine Not wirklich spürbar ist. Und, was auch zwischen den Zeilen sehr deutlich steht, du liebst diese Frau und zwar so sehr, dass du sogar deine eigenen Grundwerte übergehst und tapfer deine eigenen Verletzungen und Kränkungen schlucken möchtest.

Hier fängt bei mir ein inneres Unwohlsein an, denn ich frage mich und auch dich in aller Vorsicht, ob es das wert ist beziehungsweise, ob SIE dir eigentlich eine gute Partnerin sein KANN in Zukunft.

Ich lese aus deinem Beitrag so viel Warmherzigkeit, Aufrichtigkeit und Fürsorge heraus.
Das sind unabhängig von den Gefühlen, die du für diese Frau empfindest, ganz wunderbare und schützenswerte Eigenschaften, sodass ich nicht umhin kann, dich zu fragen:
Welche Wege geht sie zur Veränderung? Welche Einsicht hat sie gezeigt in ihre eigenen Anteile? Was tut sie für dich, was tut sie für euch? Wie wichtig bist du ihr, wie wichtig sind ihr deine Gefühle im Umgang mit der schwierigen Situation, wie verlaufen eure Gespräche dazu, wo ist Raum für deine Verletzung, deinen Schmerz und deine Befürchtungen?
Vielleicht magst du dazu mal was schreiben.

  • (14) 05.01.19 - 13:20

    Sehr schön geschrieben und sehr richtige und wichtige Gedanken und Fragen. ❤️👍

    (15) 05.01.19 - 16:02

    Der echte Vater weiss nichts von dem Kind, die Beziehung zwischen den beiden wurde beendet, bevor sie überhaupt wusste, dass sie schwanger ist geschweige denn, dass sie mit mir es wieder versuchen wollte....
    Hochzeit steht definitiv nicht zur Debatte, unabhängig vom Kind (bezugnehmend zur obrigen Diskussion mit very431).
    Zu deinen Fragen...
    Meine "Kritikpunkte", welche ich auch vor der Trennung angesprochen habe, wurden plötzlich gehört und zu Herzen genommen bzw umgesetzt, genauso wie sich und ihr Verhalten selbst reflektieren (was nie geschah), Persepktiven und Strategien schaffen, wie sie ihre Baustellen bearbeiten kann. Dass es kein leichter Weg sein wird, weiss sie selber und ist sich auch dessen sehr bewusst... Rein persönlich gesagt, bin ich der Typ, der sich Dinge sehr gut aus der Vogelperspektive und analytisch sehen kann, der auch erkennt, ob ein Weg in die richtige Richtung führt oder nicht. Wenn nicht, scheu ich auch nicht einene möglichen Konflikt, das anzusprechen. Hat auch einiges mit meinem Beruf zu tun... ;-)
    Wir lassens auch sehr langsam angehen, was zusammenziehen anbelangt, Freunde, Familie usw. Weniger was sie dazu sagen, mehr wegen uns selbst. Genauso dass sie ihre Wohnung weiterhin behält, mindestens ein paar Monate bis nach der Geburt, dass ich immer noch sagen kann, dass ich nicht damit zusammen komme und sie deshalb nicht auf der Strasse stehen... Dass wirs miteinander wieder versuchen wollen, hat ausschliesslich mit Gefühlen zu tun, weniger aus Kalkül oder Gewohnheiten usw. Und auch sehr wohl damit, dass ihrerseits die Bereitschaft zur persönlichen Veränderung da ist bzw sichtbar ist...

    • (16) 05.01.19 - 16:25

      Nun gut :-)
      Dann will ich gar nicht weiter nachbohren, da ihr die Beziehung aufrechthalten wollt und sie ja offensichtlich mitarbeitet.

      Den "Rat", den ich dir dann geben würde letztlich ist: Sei achtsam mit dir, pass auf dich auf, pass auf deine Gefühle auf und vor allem eins noch.
      Du hast ein Recht auf deine Gefühle, Sorgen, Befürchtungen, du hast auch ein Recht auf deinen Rückzug aus einer Verantwortung, da du eben nicht der leibliche Vater bist.
      Hier spreche ich aus meiner Erfahrung mit meinem sozialen Vater heraus. All die Dinge, die ich vielleicht als Kind nicht verstand, verübele ich ihm aus Erwachsensicht absolut nicht mehr. #klee
      Alles Gute euch

      • (17) 05.01.19 - 17:17

        Das Recht auf Rückzug in dieser Konstellation hab ich und dessen bin ich mir bewusst... Denn es ist der Kontakt zur Mutter und nicht zum Kind den ich will. Und die gibts eben (leider) nur im Doppelpack... Und die Gesprächsbasis über meine Sorgen Ängste usw ist definitiv geegben und ich fühl mich auch verstanden von ihrer Seite....

    (18) 05.01.19 - 17:02

    Der echte Vater weiss nichts von dem Kind, die Beziehung zwischen den beiden wurde beendet, bevor sie überhaupt wusste....
    ----

    Hat sie sich geäußert, wann sie den Erzeuger in Kenntnis setzen möchte? Das und dessen Reaktion würde ich auch erst abwarten. Dann weißt du auch, wie du dich fühlst, wenn sie mit ihm Kontakt hat. Das ein oder andere gibt es sicher miteinander zu besprechen.
    Wenn sie Unterhalt von ihm bekommen möchte, wird sie ihn einweihen müssen

    • (19) 05.01.19 - 17:21

      Ihre Worte: Sie will nicht, dass er weiss, dass er der Vater ist. Mit ein Trennungsgrund ist, dass er ständig bei ihr auf der MAtte stand, sie keinen Freiraum für sich hatte usw. Deshalb will sie auch nicht, dass er erfährt, dass er der Kindesvater ist. Das Kind ist bei ihm offiziell von einem anderen....
      Des weiteren hab ich sauch gesagt, dass ich nicht will, unter keinen Umständen wie auch immer, dass sie mit ihm in Kontakt tritt. Laufen sie sich auf der Strasse übern Weg, soll sie die Seite wechseln, im Geschäft, soll sie raus gehen und woanders einkaufen usw. Von ihr vollstes Einverständnis... Denn nur so seh ich überhaupt eine Chance, dass es mit ihr und mir funktionieren kann....

      • (20) 05.01.19 - 17:25

        Ihre Worte: Sie will nicht, dass er weiss, dass er der Vater ist.

        Die Frau lügt also fröhlich weiter in diesem Fall will sie nicht das ihr Kind weiß wer sein Vater ist.

        • Ich muss dir Recht geben. Das ist heftig.

          Lieber Jedermann, du hast deine Entscheidung zwar schon aus deinem Herzen heraus getroffen, aber ich gebe dir neben meinem Rat auch noch ganz klar meine Bedenken mit auf den Weg, dass die ganze Unaufrichtigkeit deiner Partnerin mir richtig Bauchweh macht, und ich es, das muss ich hier deutlich sagen, nicht in Ordnung finde, dass ihr Kind eine solche Lebenslüge als Hypothek aufgebürdet bekommt.
          Kann sein, es kommt nie raus, und wenn doch, dann kann das verheerende Folgen haben. Schlimmere als eine gescheiterte Beziehung.

          • (22) 05.01.19 - 20:15

            Das Kind wird wissen, dass ich nicht der Vater bin... Und angegeben wird der Vater als unbekannt...

            • (23) 05.01.19 - 20:21

              Und welches Märchen wird dem Kind aufgetischt, wer der leibliche Vater ist, der ja nun einmal de facto nicht unbekannt ist?
              Und du willst dich tatsächlich in das ganze Lügenkonstrukt dauerhaft verstricken lassen, nachdem du eingangs betont hast, wie wichtig dir bestimmte Grundwerte sind?

              (24) 05.01.19 - 21:18

              Schon mal drüber nachgedacht, wie du das finden würdest, wenn in deiner Geburtsurkunde steht "Vater unbekannt"? Ich könnte sowas verstehen, wenn der Erzeuger sie vergewaltigt hätte oder ein geistesgestörter Psycho ist, aber was Ihr hier vor habt, ist dem Kind gegenüber mehr als unfair. Das Kind wird irgendwann von der Mutter wissen wollen, wer sein Vater ist, wenn es weiß, DU bist es nicht, und es hat ein RECHT darauf, das zu erfahren. Ich finde das wirklich unmöglich, was Ihr hier plant, der Erzeuger hat kein Verbrechen begangen, er hat mit einer Frau geschlafen, die in seinen Augen frei war! Findest du es nicht bedenklich, wie diese Frau mit Dir und auch mit diesem Mann UND dem ungeborenen Kind zu verfahren gedenkt auf egozentrischste rücksichtsloseste Art und Weise? Sieh mal vielleicht nicht ihn als Täter sondern dass Ihr Beide eher Opfer seid, dann passt es besser.

      (25) 05.01.19 - 17:58

      Wer wird denn offiziell als Vater angegeben? #kratz

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