Meine Mutter behandelt mich wie ein Kleinkind

    • (1) 18.01.19 - 12:36
      Anonym.today

      Hi,

      Ich bin bereits 24 und werde von meiner Mutter noch immer wie eine 10, höchstens 12-jährige behandelt.

      In ein paar Wochen wollte ich einen Tagestrip nach Brüssel machen...um mal ein Beispiel zu nennen .
      Hatte es meinen Eltern gesagt, falls im unwahrscheinlichen Fall etwas passieren sollte, dass sie halt wissen wo ich bin.
      Soweit so gut.

      Nur Meine Mutter macht gerade wieder einen Riesenstress. Ich könne kein Französisch, wenn ich verloren gehe...überhaupt sei alles zu teuer und ich hätte wohl Geld zuviel und würde natürlich mal wieder überhaupt nicht nachdenken.

      Das gleiche wird kommen, wenn ich im Sommer einen ähnlichen Trip mit Freunden nach Paris mache, von dem ich mir vorgenommen habe, ihr erst gar nicht davon zu erzählen.

      Hab noch etliche andere ähnliche Geschichten parat, aber ich glaube es ist recht deutlich geworden. Meine Mutter sieht in mir keine erwachsene Frau von Mitte 20 die ihr eigenes Geld verdient, sondern ein Kind, dass man vor der bösen Welt beschützen muss, weil ich lebensunfähig bin

      Was kann man tun?

      Lg

            • (5) 18.01.19 - 13:28

              Wieso......
              das hat doch nichts mit abmelden zutun... ich erzähle meiner Mutter auch wenn ich wohin fahre..... in erster Linie aber weil ich mich meeeega drauf freue.... da erzähle ich auch wann und wielange... ggf. mit wem...... und in zweiter.... klar auch damit sie weiß wo ich bin.... hat bei mir aber nichts mit abmelden zutun sondern einfach mit mitteilen....

              Das sind doch normale konversationen.... über was soll ich sonst mit meiner Mutter reden.... man erzählt doch was man so macht und erlebt......?!

              Wenn ich jetzt auf die Melediven fliegen würde da würde meine mama schon Fragen wie ich das Kohlemässig mache weil sie weiß das ich nicht im Geld schwimme... aber sie würde mich nicht davon abbringen wollen..... und ich glaube das stört sie.... das ihre Mutter entscheidet was gut ist und was nicht.... also mit 18 würde ich das noch verstehen... aber wenn ich mit 24 nach Brüssel fahren will... dann werd ich das schon hinbekommen.... englisch?! und wenn ich kein englisch kann dann sprech ich mit händen unf füßen....

              VIEL SPAß IN BRÜSSEL!!!!!!!!!!!!!!!!!! ;-)

              • (6) 18.01.19 - 13:44

                Sie weiß aber, dass die Mutter ihr dann reinreden wird, weil sie es missversteht und glaubt durch die Information Mitspracherecht zu erhalten. So lange das so ist, würde ich eben Informationen vorenthalten, bis sich die Eltern “abgenabelt“ haben.

                • (7) 18.01.19 - 15:48

                  Dann würde ich eher klarstellen: "Mama das war eine bloße Mitteilung, weder eine Einladung mich zu erziehen, noch eine Bitte um Erlaubnis."

                  Wenn man ihr nicht sagt, wie sie rüber kommt, wird sie es von selbst nicht merken.

                  LG

                  • (8) 18.01.19 - 15:56

                    Das finde ich noch viel besser. Man muss danach aber vermutlich die Kraft aufbringen, die Ohren auf Durchzug zu stellen, denn sofort wird das sicher nicht klappen, dass Muttern ihren Senf in der Tube lässt.

                    • (9) 18.01.19 - 16:06

                      Dann würde ich sie tatsächlich mit einem "Weil du es nicht bemerkt hast, ich bin erwachsen." stehen lassen.

                      Und wenn sie sich das nicht abgewöhnt mal zukünftig Bemerkungen machen, sie für "zu alt/senil" zu halten, um xy zu tun oder zu entscheiden.

                      Ich wäre eher für gegen halten und Grenzen ziehen.

                      LG

        Das hat nichts damit zu tun daß sie sich nicht erwachsen benimmt, sondern daß die Mutter den Abnahbelungsprozess nicht abgeschlossen hat und ihre Tochter nicht als Erwachsene akzeptiert. Sie ist nach wie vor im Beschützermodus. Die Mutter muss Vertrauen in ihre Tochter aufbauen und sie in die Welt loslassen. Kinder brauchen Wurzeln und dann Flügel.
        Hilft nur reden, reden, reden

        • Warum sollte sich die Mutter abnabeln, diese hat doch kein Problem.

          • Der Abnabelungsprozess geschieht auf beiden Seiten: das Kind löst sich, die Eltern lassen es los. Wenn einer von den beiden klammert, wird es schwierig. Da werden Mittel eingesetzt wie Verletzlichkeit vortäuschen, Angst machen vor der weiten Welt, verunsichern usw - alles trotz inniger Liebe. Das nennt man Manipulation. Hab ich hinter mir, meine Mutter konnte sich erst lösen, als ich 38 wurde, war sehr schmerzhaft auf allen Seiten, aber wir haben es geschafft und haben einen super Verhältnis.

    (13) 18.01.19 - 12:43

    Wenn du noch zu Hause wohnst, kann ich dir nur raten auszuziehen. Das gleiche hatte ich damals auch und bin regelrecht geflüchtet, weil es von einem auf den anderen Tag richtig krass wurde.

    Ich habe mir damals eine kleine 1.5Zimmer-Bude geholt, ohne meine Eltern zu informieren und an Tag X, als der Umzug anstand, einfach den Schlüssel auf den Tresen gelegt und bin gegangen. Eben weil ich wusste, dass es alles nur runtergemacht und versucht würde mich klein zu halten und schlecht zu reden. Wir hatten bestimmt vier Monate keinen Kontakt, aber seit dem hat sich unser Verhältnis mehr als gebessert. Ich bin mittlerweile 31, verheiratet mit einem Sohn und wohne im Haus neben meinen Eltern.

    Übrigens, in Belgien kommt man auch gut mit englisch aus und teilweise auch deutsch 😉

    • (14) 18.01.19 - 12:51

      Ich wohne bereits in meiner eigenen Wohnung.
      Ja, kann ein bisschen verstehen, wenn sich Eltern Sorgen machen. Aber bei ihr läuft es dann immer darauf hinaus, dass ich mich psychiatrisch untersuchen lassen soll..

      Beim Tagestrip nach Brüssel fährt sie gerade die gleiche Schiene.
      Ich sei nicht richtig im Kopf, weil ich einen Tagestrip dorthin machen will.

      • Dann hör auf zu diskutieren. Sage ihr, dass du erwachsen bist und machen kannst, was du möchtest. Wenn du das kannst...

        Bei mir war es in deinem Alter eher der Karriereweg, den meine Eltern ständig mitbestimmen wollten mit irgendwelchen "Ratschlägen" oder sonstigen Nörgeleien. In meinem Fall hat es geholfen, den Kontakt deutlich zu reduzieren und sofort klar zu kommunizieren, wenn das Gespräch wieder übergriffig wird.

        Lass dich nicht verunsichern. Deine Mama klammert an dir (evtl Verlustängste, Angst vom Alleinsein usw). Bei der ganzen Liebe zu dir handelt sie egoistisch und überträgt ihre Ängste auf dich damit du in ihrer Nähe bleibst. Eine Therapie wäre hilfreich, aber nicht für dich, sondern für die Mama.
        LG

(18) 18.01.19 - 12:53

Du wirst deine Mutter nicht ändern können, nur deinen Umgang mit ihr. Sag ihr klar, dass du erwachsen bist, deine eigenen Entscheidungen und ggfs Fehler machst und es sie nichts angeht, du ungefragt keine Meinung hören willst.

(19) 18.01.19 - 13:21

Freunden bescheid sagen, wenn du Reisen machst. Dann weiß wenigstens jemand bescheid.

Deine Eltern können dich über Handy erreichen (oder auch nicht).
Im Zweifel reicht eine kurze Antwort: bin beschäftigt oder ähnliches. Dann haben sie ihr Lebenszeichen vor dir.

Wann du warum wohin fährst, geht sie nichts an.
Da du schreibst, dass du dein eigenen Geld verdienst, verprasst du nicht ihres. Daher geht es sie nichts an.

Als Mutter würde ich mir nur ohne Lebenszeichen Sorgen machen. Wenn über längere Zeit so gar keine Rückmeldung kommt. Daher würde es reichen, dass du sie abwimmelst. Dann hat sie ihr Lebenszeichen. Noch deutlicher: der Rest geht sie nichts an.

Wenn du es darauf ankommen lassen würdest (eine Freundin hatte den Fall): sie schrieb ihrer Mutter irgendwann: wenn du mich weiter nervst, melde ich mich gar nicht mehr bei dir.
Das hat sie dann auch durchgezogen.
Zuverlässig war sie immer. Ihre Freunde wissen immer, wenn sie wohin fährt. Jetzt auch wegen Haustieren. Früher weil ihr selbst wohler dabei war.
Ihrer Mutter hatte sie immer geantwortet (Lebenszeichen), aber diese wollte zu viel wissen. Nicht nur wann/wohin, sondern auch warum, wen sie trifft, welche Planung sie hat, warum das krank sei, uvm.

Gezogen hat erst der Kontaktabbruch. Da ging die Nerverei zwar anfangs weiter (weil auch kein Lebenszeichen mehr kam), aber der Freundin ging es sehr viel besser.

Klare Ansage war: wenn du mich nicht nervst und meine Grenzen einhältst, ist Kontakt ok. Dann antworte ich auch wieder. So lange du nur Fragen willst, um mich fertig zu machen, lass mich in Ruhe.

(20) 18.01.19 - 13:47

Du setzt keine Grenzen. Das ist das Problem. Lass mich raten: Wenn Deine Mutter so anfängt dann diskutierst Du, rechtfertigst Dich und gibst überhaupt Antworten, von denen Du hoffst, dass es sie zufrieden stellt. Damit sie Ruhe gibt und beruhigt ist. Und lass mich nochmal raten: Das geht schon immer so? Du machst alles falsch und nur wie sie es sagt ist es richtig.

Grenzen setzen. Wirklich. Nicht rechtfertigen. Nicht diskutieren. Fragen einfach ignorieren und das Thema wechseln. Ihr sagen, dass Du es schon richtig machen wirst oder notfalls auch mal sagen, dass es sie schlicht nichts angeht, was Du entscheidest.

Man kann diese übergriffigen Eltern blocken, man muss es nur üben und verinnerlichen. Frag Dich einfach mal, wie Du reagierst, wenn ein völlig fremder Mensch Dir dasselbe sagen würde, wie Deine Mutter? Fändest Du, dass ihn das etwas angeht, ob Du bspw. französisch sprichst?

Ich rate nur von Brüssel ab.
War dort. Das ist so ziemlich die letzte Stadt in die ich nochmal wollte. Ok war das Atomium.
In Paris war ich 2x, ab mit Euch🏃‍♀️

Mal abgesehen davon, würde ich dann ihr nix mehr sagen.
Du bist erwachsen. Ich war da bereits verheiratet und hatte 2 Kinder und schon lange selbständig und wehe mir hätte jemand so reingeredet.

Man,das kenn ich so gut!😅😅
Ich bin fast 31,hab zwei Kinder und einem Mann und meine Mutter dreht jedes Mal und um jeden Scheiß durch.Es war schon immer so und obwohl wir tausend Mal darüber gesprochen haben,sie hat nix daran geändert,oder besser gesagt nichts an sich geändert.Ich erzähle ihr mittlerweile nicht mal darüber,dass ich etwas erkältet bin,sonst kann sie fast nachts nicht schlafen.Ah,die arme...
Bist du ein Einzelkind?Ich leider schon und es liegt bei uns wohl daran...Also wie gesagt,meine Lösungsstrategie ist halt sie von meinem Leben etwas auf Distans zu halten,sodass sie sich keine Sorgen macht.
Hast du schon mit ihr drüber gesprochen?Was hat sie gesagt?

(23) 18.01.19 - 13:57

Huhu...
ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder, aber meine Mutter meint immer noch besser zu wissen, was für mich gut und richtig ist als ich selbst.

Endlose und unzählige Diskussionen haben daran nichts geändert.

Ich habe gelernt (einigermaßen) auf Durchzug zu stellen und mach trotzdem weiter mein Ding.
Wenn es dann mal knallt, dann gehen wir etwas auf Abstand (sie merkt es dann wohl auch), aber es schleift schnell wieder ein.

Ich werde sie nicht ändern, ich lasse es einfach nicht mehr so nah an mich ran und lasse sie reden und denke mir, Eltern wollen doch nur unser Bestes (auch wenn sie manchmal nicht verstehen können, dass das Beste aus ihrer Sicht sich nicht mit unserer deckt).
Meine Mutter wird es - auch trotz Grenzen setzen etc. - wohl niemals lernen.
Aber es ist mit den Jahren zumindest etwas besser geworden. 👍
Ich würde auf jeden Fall immer wieder die Aussprache suchen wenn Du meinst, dass Deine Grenze überschritten wird.
Vielleicht lernt sie es...
Liebe Grüße

  • (24) 18.01.19 - 14:03

    Ich bin übrigens Einzelkind - denke, dass spielt auch eine Rolle... Meine Mutter war immer sehr auf mich fixiert und in der Jugendzeit konnte ich mich auch schlecht abgrenzen.
    Der Abnabelungsprozess, der wichtig und nötig gewesen wäre, lief bei uns nie so, wie es wohl für eine gesunde Mutter-Tochter-Beziehung hätte sein sollen....

(25) 18.01.19 - 15:46

Deine Mutter verhält sich so, weil du es zulässt. Dazu gehören immer zwei.

Selbst meine Kinder haben und hatten das immer besser drauf. Klassenreisen, allein im Urlaub usw. Sie melden sich so gut wie nie. "Wenn etwas passiert, wirst du sowieso informiert."
Mit anderen Worten: keine Nachrichten sind gute Nachrichten.

Verstehe dich auch nicht, warum du einen Tagestrip kommunizierst. Wenn du von morgens um 6 h bis abends spät nach Hamburg fährst, informierst du auch erst deine Eltern?
Die Polizei würde bei einer Erwachsenen nicht einmal eine Vermisstenanzeige aufnehmen.

Und bei Urlaubsreisen finde ich es wichtiger, die Nachbarn zu informieren, dass sie mal ein Auge auf die Behausung haben.

Du weißt wie sie ist. Das ist doch sehr einfach und positiv. Lerne dich abzugrenzen und du lebst leichter.

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