Ja? oder Nein!

    • (1) 21.01.19 - 00:49
      Inaktiv

      Hallo Urbia

      ich bekomme ein Kind und wir haben vergangene Woche erfahren, dass unser Kind mit Trisomie 21 auf die Welt kommen wird.

      Ich möchte es gerne austragen und behalten, mein Mann will es auf keinen Fall. Er ist mit einem geistig behinderten Bruder aufgewachsen und will das nicht nochmals erleben. Er hat mir schon angedroht mich sitzen zu lassen, wenn ich mich für das Kind entscheiden sollte.

      Was soll ich nur machen, was würdet ihr tun?

      • Wie "sicher" ist diese Diagnose denn? Ist es das Ergebnis einer Risikobewertung oder nach Fruchtwasserpunktion?

        • (3) 21.01.19 - 01:28

          erst durch Bluttest und jetzt nach Fruchtwasseruntersuchung.

          • Das ist natürlich eine sehr schwierige & emotionale Entscheidung. Könnt ihr evtl. zu einer Beratungsstelle gehen, um einen etwas besseren Eindruck zu bekommen, was ein Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom bedeuten könnte / würde? Ich selbst habe keine besonderen Kinder in diesem Sinn, wir hatten aber eine junge Frau mit Down-Syndrom im KiGa, die ihre Ausbildung zur Kinderpflegerin absolvierte und ganz großartig & auch relativ selbständig & v.a. absolut liebevoll & rundum liebenswürdig war. Es kann Dir keiner sagen, welche Ausprägung diese Gen-Anomalie auf dein Kind haben wird - es kann zwischen absolutem Pflegefall & eigenständigem Erwachsenenleben variieren... Und heutzutage gibt es (theoretisch) auch ganz viel Hilfe & Förderung - das war vor 20 oder 30 Jahren auch noch nicht immer so. Lasst Euch beraten, geht zu einem Familientherapeuten /-mediator, um Euch eure Ängste & Hoffnungen zu erzählen & eine gute Lösung für Euch beide zu finden! Ohne fundamentale Aussprache in diese Entscheidung zu gehen, wird euch wahrscheinlich kaputt machen (einzeln oder beide).
            Ich wünsche Dir viel Kraft!!

      Wenn du das Kind moechtest, dann solltest du es auch bekommen. Hinterher machst du dir vielleicht Vorwuerfe und kommst mit der Entscheidung nicht klar.
      Ich finde es nicht schoen, dass dir dein Mann droht. Vielleicht ist er gerade auch nur ueberfordert und es war seine erste Reaktion.

      • (6) 21.01.19 - 02:23

        Wer sagt denn, dass es eine Drohung war.
        Er scheint das Leben mit einer behinderten Person ja schon zu kennen, kann sich daher ein Bild davon machen, ob er dazu in der Lage wäre oder nicht (nicht alle Menschen können das). Der TE seine Konsequenzen mitzuteilen verbuche ich nicht unter Drohung.

        Sicher sollte sich die TE das Kind bekommen, wenn sie es für richtig hält. Niemand sollte sich gezwungen fühlen sich gegen ein Kind zu entscheiden, welches man haben möchte. Allerdings hat auch der Partner eine Entscheidungsfreiheit und diese sollte man auch respektieren - auch wenn man eine andere Ansicht vertritt.

        Ich wünsche euch beiden viel Kraft.

        • Keine Behinderung ist wie die andere, kein Mensch ist wie der andere...nur weil er einen geistig behinderten Bruder hat, heißt das ja nicht, dass er mit seinem Kind nicht klar käme.

          • (8) 21.01.19 - 11:07

            Schaffen tun Menschen meistens alles und „klar kommen“ tun sie meistens auch. Menschen sind sehr belastbar, auch, wenn vielen das nicht bewusst ist, bis sie in einer entsprechenden Situation sind.

            Das ändert aber rein gar nichts an seiner Entscheidungsfreiheit. Nur, weil theoretisch alles schaffen können und irgendwie damit klar kommen, müssen wir das noch lange nicht.

            • (9) 21.01.19 - 12:59

              Aber manche Menschen wollen mit so einer Belastung erst gar nicht "klar kommen" bzw. sich auseinandersetzen.

              Für meinen Mann war seine Kindheit mit seinem Bruder die Hölle. Sie mussten sich ein Zimmer teilen und waren so gut wie fast immer zusammen. Sicher gab es damals auch schon Beratungsstellen und Hilfsangebote, aber das ist doch nur ein Tropfen auf den Stein. Ich denke mir schon, dass das ein Unterschied ist, wenn man mehrere Stunden täglich (über 12h) mit einem geistig behinderten Kind zusammen ist, das das dann prägt.

              Ich kann daher meinen Mann durchaus verstehen und akzeptiere auch seine Entscheidung, weil er einfach solch Situation nicht mehr erleben möchte.

              Klar kann man jetzt sagen, das mein Kind mit eher wenig auffallender Behinderung auf die Welt kommen kann, aber was ist wenn nicht. Darf ich sie dann in die chste Mülltonne werfen. Nein, dann muss ich mich höchstwahrscheinlich allein um die Süße kümmern.

              Und wie sieht das dann aus, 2as mache ich mit meinen 2 anderen Kindern, gebe ich die dann meinem Mann mit? Und was passiert aus meiner Arbeitstelle, kann ich die halten mit einem schwerst behinderten Kind, welches andauernde Pflege benötigt? Wo kommt dann das Geld her, müssen dann alle anderen Deutschen mein behindertes Kind durchfüttern? Und welche Belastung auf mein Seelenheil ich mir damit zumute, kann ich das glücklich zuende bringen oder bin ich nach einigen Jahren ein totales Wrack, nervlich und psychisch am Ende, von Freunden und Familie verlassen?

              Sicher es kann alles anders werden, aber muss ich denn nicht vom schlimmsten ausgehen, muss ich mich nicht auf das Schlimmste einstellen, bevor ich alles Aufgebe?

              Wir haben hier in der Nachbarschaft einen Jungen mit Trisomie 21 und er sieht immer sehr glücklich und lustig aus, ist nett und hat nach außen hin wenige Anzeichen seiner Behinderung. Ich habe seit einigen Tagen engeren Kontakt zu der Familie, denn gibts was besseres um Informationen zu erfahren, als von Betroffen selbst. Sie hatten damals keine Ahnung, hatten keine Tests gemacht und wurden überrascht mit der Diagnose nach der Entbindung. Sie mussten da durch, denn weggeben wollten sie es nicht. Sie sagten mir jetzt einiges auf was ich alles verzichten werden muss und das es nicht keicht wird, das ich starke Nerven und eine starke Familie bräuchte, die an einem strang zieht.

              Meine Schwiegereltern raten mir zur Abtreibung, auch die haben bereits Erfahrung mit einem behinderten Kind. Deswegen auch meine Frage wie ich mich entscheidensoll und was ihr machen würdet, aber da stehe ich wohl auf leerer Flur allein.

              Sei es drum, danke für eure Aufmerksamkeit, dann werde ich mich zum Wohle meiner Familie entscheiden, denn nur wegen einem Kind alles auf Spiel setzen ist auch egoistisch.

              (14) 21.01.19 - 13:32

              "denn gibts was besseres um Informationen zu erfahren, als von Betroffen selbst."

              Das ist genau der richtige Weg. Im Internet und je nach Stadtgröße in Gruppen dort findet man bestimmt noch mehr, die bestimmt auch unterschiedliche Dinge zu berichten wissen, weil die Behinderung unterschiedlich ausgeprägt ist.
              Steht dein Mann auch mit den Nachbarn in Kontakt?
              Ich denke, dass das auch für ihn wichtig ist, damit ihr so gemeinsam die guten und die schwierigen Seiten sehen könnt, bevor ihr eine Entscheidung trefft, die natürlich die ganze Familie und vermutlich euer gesamtes weiteres Leben betrifft.

              Ich wünsche euch auf jeden Fall, dass ihr diese Entscheidung im Guten trefft, damit es keine unterdrückten Vorwürfe o. Ä. gibt.
              Alles Gute euch#liebdrueck

              (15) 21.01.19 - 13:36

              "nur wegen einem Kind alles auf Spiel setzen" - der Satz stört mich echt sehr als Mutter. Für eine Mutter gibt es nicht anderes, für was es sich lohnt, ALLES aufs Spiel zu setzen, sogar das eigene Leben. Es ist nicht NUR EIN KIND, es ist DEIN Kind, und Du willst es.

              Deine Schwiegereltern haben einen behinderten Sohn und raten Dir zur Abtreibung? Hast Du sie mal gefragt, ob sie bereut haben, dass es den behinderten Sohn gibt, oder wieso sie dir dazu raten? Ob sie froh wären, wenn es ihn nicht gäbe? Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, wenn man sich FÜR ein Kind entscheidet und es bekommt, dass man diesen Schritt je bereut.

              Ich kann Dir keinen Rat geben und Deine Entscheidung nicht abnehmen, die musst Du mit Dir selbst und Deinem Gewissen vereinbaren. Du schreibst nur von der Schwiegerfamilie, was sagen denn deine Eltern, deine Familie dazu? Ich bin mir nur sehr sicher, wenn DU dieses Kind möchtest und Dich nun dagegen entscheidest, weil ER und SEINE Familie es so wollen, dann wir das Deine Familie nicht retten sondern zerstören. Du wirst Dir und IHM und seinen Eltern nie verzeihen, dass Du das gemacht hast für SIE, nicht für DICH. Ich prognostiziere, dass eine Abtreibung deine Familie nicht rettet sondern auf lange Sicht zerstört. Ob das Kind sie wirklich auch zerstören wird, weiß man nicht, auch wenn sie jetzt so reden, mit einer Abtreibung gegen deinen eigenen Willen wirst Du jedoch nur alle anderen zufrieden machen, dich selbst aber kreuzunglücklich für den Rest deines Lebens. Und das wird auf lange Sicht das Verhältnis zu deinem Mann und seiner Familie für dich sehr belasten. Du wirst trauern um dieses Kind, unheimlich lang, lebenslang, wenn du es selbst gern bekommen möchtest. Sie werden kein Verständnis haben für deine Trauer, nicht lang, nicht so lang, wie du das brauchst. Dann bist du allein mit deinem Schmerz und deinem schlechten Gewissen.

              Glaubst Du wirklich, dass es das wert ist, "nur für ein Kind"? Denk gut nach, was du tust und was Du wirklich willst. Dein Körper, dein Kind, dein Leben, deine Zukunft, deine Entscheidung - triff sie nach deinem Herzen! Sonst bereust Du sie für den Rest deines Lebens.

              • (16) 21.01.19 - 13:47

                P.S.: Meine Entscheidung wäre wohl, das Kind zu bekommen. Wenn man die Symptome von Trisomie 21 durchliest, sind selbst die schlimmsten Ausprägungen für mich kein Grund, das Kind nicht zu bekommen. Es wird leben, es wird sprechen, laufen, es wird vielleicht unterdurchschnittlich intelligent sein, die organischen Fehlbildungen lassen sich heutzutage oft sehr gut behandeln, also wie gesagt, selbst im schlimmsten Fall wird man keinen komplett bettlägrigen Pflegefall haben durch diesen Gendefekt. DAS wäre für mich ein Grund zur Abtreibung, wenn man mir sagen würde, dein Kind wird wirklich komplett für immer auch auf körperliche Pflege angewiesen sein, aber mit richtiger Behandlung und Förderung ist eigentlich ein Down-Kind selten so pflegebedürftig, dass es rund um die Uhr Pflege braucht, und selbst wenn, gibt es dann immer noch Pflegeeinrichtungen in jeder Stadt, wo man das Kind hingeben und jederzeit besuchen kann, wenn man sich überfordert fühlt. Aber das ist nur MEINE Einstellung, du wolltest Meinungen hören, entscheiden musst Du das natürlich selbst.

                • Hallo, ich kenne 2 Kinder mit dieser Diagnose. Das eine ist 16 und sitzt im Rollstuhl, kann nicht alleine essen, muss gewickelt werden, spricht paar Silben, das andere ist 10, geht in die 4. Klasse einer normalen Schule mit Inklusion und kann schon einzelne Wörter lesen und schreiben. Hmm, das Spektrum ist sehr breit. Wenn ich wüsste, dass mein Kind nie alleine, ohne Hilfe leben kann, und ich noch die Entscheidung hätte.... hmmm. Ich würde mich, auch wenn es weh tut, gegen das Kind entscheiden.

                  LG

              (18) 21.01.19 - 14:44

              Ich will aber auch nicht alles verlieren was ich mir bis jetzt aufgebaut habe, vor allem nicht meinen Mann, Kinder und Familie.

              • (19) 21.01.19 - 15:12

                Gegenfrage: Glaubst Du, du kannst mit einem Mann auf Dauer weiterleben und glücklich werden, der Dich verlässt und allein lässt, wenn Du Dich für dieses Kind entscheidest, weil Dein Herz es nicht töten will? In guten wie in schlechten Zeiten hat man sich geschworen. Denk mal umgekehrt: Würdest DU von Deinem Mann sowas verlangen, wenn ihm das Herz blutet? Oder würdest Du nicht sagen: Schatz, wir schaffen das!

                Ich würde niemals von meinem Mann so eine Entscheidung verlangen, wenn er das nicht will. Mein Gewissen könnte nicht damit leben, ihm sowas zugemutet zu haben. Du musst dieses Kind gebären, es ist keine Abtreibung in Vollnarkose, wo man nichts mitbekommt. Neee, sorry, ein Mann, der sowas gegen meinen Willen von mir erwartet, ich könnte danach nie wieder mit ihm schlafen.

            Die Schwiegerfamilie weiß, was es heißt ein behindertes Kind zu haben und rät der TE davon ab. Ja, abseits der political correctness kann man seinem eigenen Sohn und Schwiegertochter von diesem Weg abraten. Das heißt nicht, dass sie ihr behindertes Kind nicht lieben!

            (21) 21.01.19 - 18:01

            "Für eine Mutter gibt es nicht anderes, für was es sich lohnt, ALLES aufs Spiel zu setzen, sogar das eigene Leben."

            Sehr vermessen und übergriffig. Ich weiß nicht, zu was ich als Mutter alles bereit wäre, aber das Leben opfern? Wir sind hier nicht in einem Heldenfilm, an dessen Ende jemand sein Leben geben muss, um alle zu opfern. Hier geht es um die Zukunft einer ganzen Familie. Steht ein einzelnes Wohl über das Wohl aller? Darf das Wohl eines Einzelnen zugunsten mehrerer geopfert werden? Das sind eher die Fragen, die mich hier beschäftigen. Und ja, die TE hat das Recht zu sagen, daß sie eben nicht bereit ist alles zu geben oder zu opern. Immerhin sind noch andere Familienmitglieder da. Eine schwere Entscheidung...ohne Zweifel. Daher würde ich mir nie anmaßen jemanden vorzuschreiben, wie er in dieser Situation zu handeln hat. Und wenn man viel zu verlieren hat, ist es eben nicht immer wert das opfern.

        Du musst jetzt also die User hier überzeugen, wie schlimm ein Leben mit einem Kind mit T21 wäre?
        Kann es sein, das das die Intention deines Posts war und es nie um eine Entscheidungsfindung ging?

        • (23) 21.01.19 - 15:02

          Nein, ich will nicht das ich euch überzeuge, sondern eher das ihr mich überzeugt bzw. mich in eine Richtung leitet in der ich mich dann für ein Ja oder ein Nein entscheiden kann.

          Ich denke schließlich nicht seit gestern über das Thema nach, sondern schon seit fast 5 Wochen und auch wenn man noch theoretisch vor der Geburt abtreiben könnte, will ich es, sollte ich mich für eine Abtreibung entscheiden, nicht am letzten Tag erledigen. Sondern so schnell wie möglich um nicht zuviel Bindung zum Ungeborenen auszubauen, auch wenn da noch einiges und psychisches auf mich zukommen wird.

          Aber bis jetzt hab ich einfach noch keine Entscheidung treffen können, da ich sowohl das Positive als auch das Negative abwege und immer bei 0 herauskomme.

          Es ist für mich auch nicht gerade hilfreich mir noch zusätzliche Stolpersteine in den Weg zu werfen und mir Sachen zu unterstellen die ich nicht beabsichtige. Versetz dich doch in meine Lage und sei nicht so inkonsequent.

          Ich will nur darüber reden um mir meine letztendliche Entscheidung zu erleichtern.

          • Hallo,
            ich bin immer sehr dafür, zurückhaltend und rücksichtsvoll zu schreiben. Und du sollst hier auch nicht angegangen werden, ganz klar!

            Bei diesem Thema bin ich aber schon dafür, Tacheles zu reden und finde, auch die Bedenkenträger haben hier ihre Berechtigung. Es geht um das Leben an sich. Und das ist schon viel, was da insgesamt in der Waagschale liegt.

            Nimm es nicht als Stolpersteine wahr, sondern als Hilfe, an annähernd alles gedacht zu haben. Als Hilfe, in dieser hoch emotionalen, beängstigenden Situation klare Köpfe und Gedanken zu nutzen.

            Ich habe vor Jahren eine gute Freundin auf einem ähnlichen Weg wie deinem begleitet... Es hilft dir, dir jetzt alles sagen zu lassen, denn es wir dich deinem Leben immer irgendwie begleiten, egal, wie dich entscheidest.
            Ich wünsche dir und deiner ganzen (!) Familie alles Gute!

            Grüße
            bommelmuetze

            Mir schien einfach dein letzter Post nicht echt zu sein, er klang nicht nach Unentschlossenheit, sondern danach, wie schrecklich es würde und eine Abtreibung ohnehin immer der einzig mögliche Weg sei. Wenn ich dir Unrecht getan habe, tut mir das leid. In dich reinversetzen mach ich vermutlich nicht schlechter als der Rest. Ich habe diese Diagnose schon bekommen, wollte danach nichts als abtreiben (ging halt nur nach der Geburt nicht mehr), weil ich nur das Negative gesehen habe, und verstehe die Angst vor einem Leben mit behinderten Kind durchaus.

            Wenn jemand überzeugt ist, den für sich richtigen Weg gefunden zu haben, dann muss man ja nicht mehr reden; nichts läge mir ferner als andere Leute von meiner Meinung überzeugen zu wollen, weil es in dieser Frage keine richtige oder falsche Entscheidung gibt.

            Wenn du Vor-und Nachteile objektiv abwägen willst, dann landest du beim Kinderkriegen automatisch im negativen Bereich. Auch ein chromosomal normales Kind ist teuer, macht viel Stress, schadet der Karriere, stellt die Beziehung auf die Probe, und man weiß nicht, was es an Krankheiten oder Besonderheiten mitbringt. Wenn man so dran gehen will, müsste man immer abtreiben. Alles, was an einem Kind positiv ist, kann man nicht berechnen, Glück ist nicht messbar.

            Selbstverständlich wirft ein behindertes Kind mehr Nachteile auf die Waage. Die Vorteile, die es auch dazu wirft, sind ja aber auch wieder nicht messbar.

            Ob ich inkonsequent bin...sicher, was sollte bei solch einem Thema auch Konsequenz bringen. Ich habe keine Gefühle für fremde Embryonen, wofür sich jemand entscheidet ist eine ganz persönliche Sache, die niemand zu bewerten hat. Womit ich ein Problem habe, ist die teilweise Stimmungmache gegen Behinderte, die ich hier von einigen gelesen habe "muss man sich und dem Kind nicht antun" oder "auf Biegen und Brechen durchsetzen solch ein Kind zu bekommen" als ob das ein Verbrechen sei.

            Du kannst nur entscheiden, womit du glaubst, besser leben zu können.ich finde auch einen Abbruch völlig legitim, wenn man dahintersteht, weil man nicht austragen will oder nicht kann oder es sich nicht zutraut. "Weil der Mann droht und die Schwiegereltern raten" halte ich für kein gutes und haltbares Argument.

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