mein mann gibt mir die schuld an den schlechten noten usw.

    • (1) 25.01.19 - 09:44
      heute nah am wasser

      Liebes Urbia-Völkchen,

      ich habe mich von meinem Mann getrennt. Er ist jähzornig und hat die Kinder und mich jahrelang angeschrien. Immer betonte er, er hätte sich gebessert usw.. aber ich sehe, dass er durch sein isoliertes Leben überhaupt nicht einsieht, dass auch er fehlbar ist.

      Er war immer der strengere und der der auf schulische Leistungen großen Wert legt. Er ist sehr intelligent und weiß ziemlich viel aber hat leider sozial nichts zu bieten. Keine Freunde, keine Kontakte, nichts.

      Nun habe ich mich getrennt und bin mit den Kindern ausgezogen. Er lebt sein Leben im großen Haus weiter, er arbeitet nicht, ich habe während des größten Stresses bei meiner Arbeit, Umzug usw. gewuppt. Es geht ihm nicht gut, er liebt mich sagt er und er leidet. Dennoch wirft er mir ständig vor, ich wäre zu locker und zu weich mit den Kindern, müsse sie mehr fordern oder zu ihm zum lernen schicken.

      Sie gehen zu ihm wollen aber eben gerade nicht mit ihm lernen. Mein Sohn geht lieber zur Nachhilfe als mit seinem Vater zu lernen. Ich weiß nicht mehr weiter. Natürlich habe ich ein schlechtest Gewissen, wegen der Trennung und was ich den Kids damit antue, dennoch halte ich es für die richtige Entshceidung.

      Es ist auch so, dass er absolut gegen die Playstation ist. Nun ist die PS bei mir und die Jungs wollen nicht so gerne das Wochenende bei ihm verbringen weil sie gerne zocken. Plötzlich soll ich die Zeiten und Regeln ändern.. Also wir hatten gesagt, in der Woche wird mehr auf die Schule geschaut und Verein und Musik und Fr.-So. dürfen sie dann auch länger zocken. Das geht dann an den Papawochenenden nicht.
      Ich lasse schonmal hier und da eine Ausnahme durch, aber im Grunde finde ich die Lösung so gut, und kennen einige bei denen das auch gut klappt. Ansonsten hängen einem die Kinder jeden Tag in den Ohren, wann sie zocken dürfen.
      Ich finde es ist sein Problem, wenn er den Jungs nichts bieten kann, so dass sie zum zocken nach Hause wollen.
      Ich sollte Ihnen nun schon die PS mitgeben. Da ich sie aber gekauft habe und sie auch mein CD und Netflix "Gerät" ist, sehe ich das nicht ein.

      Ich weiß nicht, ich wollte eine friedliche Trennung aber die ständigen "du musst das so und so machen" oder "der Junge verarscht dich nach STrich und Faden" geben mir jedes Mal einen Stich.

      Ich weiß, die Kinder testen ihre Grenzen und ich bin nicht so streng wie er, aber ich habe wohl Prinzipien. Nun hat mein Sohn in letzter Zeit öfter mal "geschwindelt". Ich fragt, warum er mir nicht vertraut und er sagte "dir vertraue ich schon.. " und dann nichts mehr.

      Ich bräuchte echt ein bisschen Zuspruch..

      LG

      • Hallo Liebe Schreiberin,

        oh je, da hängt Dein Ex aber tief in den dunklen Wolken und versucht, seinen Ärger, seine Unfähigkeit und seine Unzufriedenheit mit sich selbst auf Dich abzuwälzen...!

        Meine Liebe, lass Dir nichts einreden. So ein Verhalten nach Trennungen ist zwar ärmlich aber ich glaube gar nicht mal so selten.

        Lass Dich nicht unterkriegen und lebe weiter Dein Leben. ER ist derjenige, der offensichtlich nichts gebacken bekommt. Nicht Du. Versuche es als blödes Geplapper stehen zu lassen und als Ausdruck seiner Hilflosigkeit.

        Dicke Umarmung, Du machst das bestimmt alles super!
        shealove#herzlich

        Ich an deiner Stelle würde meinem Ex klarmachen, dass er seine Regeln bei sich zuhause ausleben darf und du deine bei dir zuhause. Und keine hat sich irgendwo einzumischen. Lass dir kein schlechtes Gewissen einreden, wenn er es nicht gebacken bekommt. Wenn er der Meinung ist, deine Kinder verarschen dich nach Strich und Faden, dann lass ihm den Glauben. Er kommt mit der Trennung nicht klar und du sollst dafür bluten. Nö, würde ich nicht so dulden. Er soll sich aus deinem Leben und deine Erziehung raushalten.

        Huhu, meine Eltern hatten die Regel:
        "bei mama gelten mamas regeln, bei papa papas regeln, bei oma omas regeln usw."

        Sind die kids bei dir gelten deine regeln. Sind sie bei ihm, gelten seine. Punkt!
        Alles Liebe für euch.

      Jähzorn ist sicherlich nichts Gutes, aber solange es sich aufs Schreien beschränkt, nicht sooooo schlimm.

      Was ich allerdings ganz schlimm finde, ist, dass du es deinen Kindern durchlässt, dass sie nicht zum Vater wollen, weil sie lieber zu Hause zocken.

      Auch habe ich den Eindruck, dass du nicht ganz unschuldig bist, dass sie nicht mit ihm lernen wollen.

      Ich denke schon, dass auch dein ex zum Teil Recht hat.

      Dir scheint es nicht darum zu gehen, hier Anregungen zum Problemlöser zu finden, sondern dir scheint es um Zuspruch zu gehen. Den bekommst du von mir nicht und er wäre auch fehl am Platz. Scheitert eine Ehe, sind immer beide mit daran schuld. Dein Ex, weil er jähzornig ist, und du, weil du.....? Warum geht ihr nicht zu einer Familienberatung?

      Ich kann dir leider keinen Zuspruch geben. Eher im Gegenteil. Es ist erwiesen, dass PS und Zocken an solchen Geräten die Kinder dumm und abhängig machen. Da wäre ich an der Stelle deines Ex auch extrem ungehalten wenn du solche Sachen förderst. Gibst du den Kindern auch ein Gläschen Sekt wenn sie es möchten?

      Ich bin auf Seiten der Kinder und finde dass sie sehrwohl beim Vater mehr für das Leben lernen als wenn sie ihr Gehirn bei dir mit Zocken verblöden. Sorry ist aber so.

      • Das ist totaler Unfug, man wird überhaupt nicht süchtig und dumm von Videospielen, wenn man ein klein wenig aufpasst. Im Gegenteil, Mehrspielerspiele wirken sich förderlich auf die Sozialkompetenz aus und Videospieler allgemein haben eine deutlich höhere Auffassungsgabe und können sehr gut abstrakt denken. Geh aus deiner Filterblase und schau nicht nur nach Suchtstudien, sondern auch nach denen, die eben solche Ammenmärchen widerlegen.

        Das Einzige worauf man achten sollte ist moderater Konsum, aber den können die Kinder nicht lernen, wenn sie nie mit dieser Art von Technik in Berührung kommen. Sobald sie dann selbst entscheiden dürfen, verfallen sie tatsächlich schnell in ein Suchtverhalten, da sie den Umgang mit modernen Medien nie lernen durften.

        • Genau nach dieser Argumentation müssten Kinder auch früh Alkohol konsumieren damit sie lernen wo ihre Grenzen sind...

          DAS ist Unfug. Das was ich meine sind wissenschaftliche Studien die beweisen dass die mehrstündige Nutzung den Kindern massiv schadet. Nenne mir eine einzige UNABHÄNGIGE Studie, die deine These stützt.... es gibt sie nicht.

          Alkohol ist ein Zellgift, Medien sind eine künstlich erschaffene, und permanent umgebene Sache. Ich kann deiner Logik gerade nicht ganz folgen.

          Und hey, ich kann dir gerne ein paar Studien heraussuchen. Nenn du mir doch ein paar unabhängige Studien, die belegen, wie schädlich Medienkonsum ist. Nicht im Internet veröffentlichter Müll natürlich.

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