Nach knapp 4 Monaten Beziehung genervt?

    • (1) 28.01.19 - 08:42
      Babidibu

      Mein Problem ist wie schon oben beschrieben, dass mich mein Freund tierisch nervt. (Er wird 36, ich 29)
      Wir haben uns eigentlich ganz normal kennengelernt und auf Anhieb gut verstanden. Als es dann etwas ernster wurde, hatte er mir gebeichtet dass sich seine Frau vor 3 Monaten von ihm getrennt hatte (nach 8 Jahren Beziehung) und er jetzt bei seinen Eltern im Keller wohnt, sich aber eine Wohnung suchen möchte. Er hatte beteuert, dass das mit seiner Ex durch ist und keine Gefühle mehr daran hängen. Ab dem Zeitpunkt fingen dann irgendwie auch die Probleme an - mir ist aufgefallen, dass er sehr viel über die „uns“ oder „wir“ Form (Zeit mit seiner Ex) spricht. Fände ich noch nicht so dramatisch, wenn es nicht um Situationen ginge in der er damit einen Vergleich zu unserer Beziehung zieht. Generell hat er, als er die neue Wohnung gefunden hat, nichts wirklich selber hinbekommen. Musste ihm ständig in den hintern treten und den Kopf zurecht rücken, weil er vollkommen weltfremd denkt. Es stand zum Beispiel alles noch in Kisten verpackt rum (nach drei! Wochen) und anstatt Regale zu holen und aufzubauen, macht er sich Gedanken wo er Bilder aufhängt. Ich musste ihm Listen schreiben, was genau er vom Möbelhaus braucht weil er keine Ahnung hatte.
      Generell hält er nicht viel von aufräumen, so liegen bis zur nächsten Wäsche Klamotten zb da rum, wo er sich ausgezogen hat (das kann schon mal am Esstisch oder mitten in der Bude sein), LM werden nach dem einkaufen nicht in den Kühlschrank gestellt sondern auf die Ablage (schön flauschige Kulturen, die da teilweise gedeihen o.O). Auch die Wohnung wurde nicht einmal nach Einzug geputzt (jetzt 4 Wochen).
      Er hatte mir vor kurzem angeboten, dass er mal kochen könnte weil ich mich da sonst immer drum kümmere (er kam um 15:00 heim, ich hatte Schicht bis 20:00). War echt froh darüber und hatte mich schon auf nen „freien Abend“ gefreut. Als ich um 20:30 bei ihm ankam, lag er auf der Couch und begrüßte mich mit den Worten: „ich war zu faul - hab doch nichts gekocht“ wäre ich nicht so gestresst und müde gewesen, wäre ich wahrscheinlich einfach nach Hause gefahren nachdem ich ihm ne Standpauke gehalten hätte. Wir wohnen allerdings gute 2h auseinander, das war mir in Anbetracht der Frühschicht am nächsten Tag zu weit. Zudem klammert er ganz schrecklich - nach ner stressigen Woche brauch ich auch mal nen Tag am we komplett für mich - einfach um abzuschalten. Selbst den lässt er mir nicht - ständig ruft er an und deklariert dies als dringend (vorab per sms), letztendlich will er bloß reden oder fragt mich zb letztens wie er Gardinen umbügelt um diese zu kürzen bzw hofft darauf, dass ich ihm dann das Angebot mache dies für ihn zu erledigen. Er hat ständig die Klappe offen und bedrängt mich, außerdem zerredet er alles wenn man über etwas streitet/diskutiert, verhält sich teilweise wie ein kleiner junge (redet in verstellter Stimme und meckert nach)
      Nun, seitdem bin ich stärker ins grübeln gekommen - ich fühle mich nicht wie seine Partnerin sondern seine Mutti.
      Mein Alltag ist sehr stressig, ich arbeite derzeit für zwei, pendle täglich einfach 1 1/2 h in die Arbeit und kümmere mich um mein Pferd und meinen Haushalt - komme keinen Tag vor 22:00 nach Hause. An den paar Abenden die wir uns sehen, bin ich nicht scharf drauf mich auch noch um seine Bude zu kümmern, ihm zu sagen was er tun soll und für ihn zu kochen. Ich kenne das so aus vorherigen Beziehungen nicht, da hat man das dann zusammen gemacht.
      Um auf den Punkt zu kommen, ich habe das Gefühl, dass ich ein Ersatz für seine Ex Frau bin weil er noch an ihr hängt (darauf habe ich ihn schon mal angesprochen, das hat er verneint - irgendwie auch klar - welcher Mann wäre da schon ehrlich). Wie sehr ihr das? Bin ich tatsächlich nem unselbstständigem Exemplar Mann auf den Leim gegangen?
      Mein Gefühl sagt, dass ich besser das Weite suchen soll - Trugschluss oder soll ich dem eine Chance geben?

      • (2) 28.01.19 - 08:49

        Bloß das weite suchen!!!
        Wer will denn so einen Mann, wenn du auch einen haben kannst, der selbstständig ist und auf beiden Beinen im Leben steht?!
        Ich würde ihm ganz ehrlich sagen, warum eure Beziehung keine Zukunft hat und mich dann verabschieden. Denn so einfach wird er sich nicht ändern - und wieso solltest du dir noch mehr Arbeit aufhalsen? Vier Monate, das ist kein Drama, wenn man da merkt, hups, der passt doch nicht, ich lass es besser.

        Hey, ganz ehrlich, wer mit 36 Jahre nicht in der Lage ist ein eigenes und selbstständiges Leben zu führen, wird es auch nicht mehr lernen.

        Für ihn es doch bequem so. Du machst und tust und kriegst se dann noch drauf. Und dann die Ex, das macht man nicht und würde mich stutzig machen.

        Wenn ich das sagen darf, lass es und mach dein Ding, alleine. Du bist mit 29 Jahren um einiges reifer als er mit 36 Jahren. Dich so behandeln zu lassen hast du nicht nötig.

        Ich wünsche dir Glück und Kraft die richtige Entscheidung zu treffen.

        (4) 28.01.19 - 08:54

        Jetzt weißt du, warum sich seine Frau von ihm getrennt hat #schwitz.

        Er ist eine faule und unfähige Klette.

        Ich finde, du solltest auf dein Gefühl hören!

      • (5) 28.01.19 - 09:03

        Welche positiven Eigenschaften hat er denn? Irgendwas muss da ja sein, dass Du noch an der Beziehung festhältst.

        Ich vermute mal, dass ihm seine Mutti alles gemacht hat und als die Ehefrau kam, hat sie ihm alles hinterher getragen. Er ist alleine nicht lebensfähig. Auf so einen "Mann" hätte ich keine Lust und finde sowas auch null anziehend.

      • Ich würde mich trennen, wenn er nach so kurzer Zeit schon so anstrengend ist- eigentlich müsste das ja noch die rosarote Brille-Phase sein wo einem gar keine Macke am Partner auffällt...

        Hallo!

        Er sucht also nur ganz dringend eine neue Frau, die ihm den Hintern hinterherträgt, seinen Kram erledigt und für ihn da ist. Deine Bedürfnisse sind ihm da gar nicht wichtig, und offenbar kann er Liebe und Abhängigkeit gar nicht richtig unterscheiden.

        Sorry, aber das wird ganz sicher nicht wesentlich besser werden, sondern nur schlimmer.

        Ich bin suuuuuper kritisch bei Männern die frisch aus ner Beziehung kommen und direkt was neues brauchen.
        Schon x-mal so mitbekommen.
        In 98% muss einfach Ersatz her.
        Emotional und natürlich organisatorisch.
        Ich finde es sehr klassisch, dass Männer insb nach längeren Beziehungen sehr schnell wieder was neues starten.

        Es liest sich hier wirklich so, als seist du der Ersatz für seine Frau und diese war wohl Ersatz für seine Mutter...

        Deine Beziehung liest sich alles andere als erfüllend, sondern als Last.
        Profitieren tut nur er.

        Mit solch einer „Beziehung“ würde ich mich nicht aufhalten.

        Es sind erst "knapp 4 Monate", von großer Liebe keine Spur - was hält dich also?
        Für so einen unselbständigen Waschlappen wäre mir meine Zeit zu schade ...

        Reißleine ziehen und rauswerfen - und bitte nicht schwanger werden.
        Das ist kein Partner sondern ein schlampiges unerzogenes Kind, welches zufällig schon Sex hat.....und arbeiten tut er auch nichts ??
        Himmel hilf......Koffer packen, aber ganz schnell.
        LG Moni

        (12) 28.01.19 - 12:16

        Lange bevor du es selbst geschrieben hast, kam mir der Gedanke:

        warum übernimmst du die Mutterrolle für ihn?

        Nach vielen Jahren Beziehung, wo es sich eingeschlichen hat, ok. Da würde ich mal drüber reden bzw. gemeinsam überlegen wer wen wie unterstützen kann usw. wie es weitergeht.

        Nach 4 Monaten würde mir nicht mal im Traum einfallen, einem Erwachsenen Partner in den *** zu treten.


        Entweder er macht es selbst oder er macht es nicht. Punkt.
        Komme ich mit seiner Wohnlebensform nicht klar, übernachte ich nicht mehr bei ihm - zusammenziehen schon gar nicht.
        Ist es zu weit, würde ich es ansprechen, dass ich unter den Umständen nicht mehr komme. Hotel, er übernimmt den Fahrtweg, kein Treffen bis die Situation so ist, dass ich es machbar finde oder ggf. Trennung.

        Wenn er so lebt, ok, sein Leben. Mich da reinziehen lassen würde ich nicht.



        Ganz am Anfang ist mir schon was aufgefallen:
        er MÖCHTE eine Wohnung suchen. Entweder man sucht oder man sucht nicht. Ich möchte ... suchen ist Zeit verzögern.

        Ich möchte heute Abend kochen, ok, das passt. In dem Moment der Aussage tue ich es ja nicht.
        Jedoch ist Wohnung SUCHEN etwas, das man über längeren Zeitraum macht und es keinen konkreten Anfangsmoment gibt.

        Dann kam dein restlicher Beitrag....

        Bei 4 Jahren Ehe könnte ich verstehen, wenn sich da was eingeschlichen hat, du ihn liebst, bei ihm sein möchtest, aber die Macken dich erdrücken.

        Bei 4 Monaten Beziehung frage ich mich ernsthaft WARUM du das machst.
        Weil er dir leid tut? Weil es dir dann bei ihm besser geht - obwohl es dir durch das Schimpfen / Mutti sein eigentlich nicht besser geht?


        Was tut dir gut an der Beziehung?
        Warum machst du das mit? Von Anfang an, so in der Art intensiv?

        (13) 28.01.19 - 12:29

        uuuuuuh. Bloss weg von dem.

        (14) 28.01.19 - 12:39
        bauchgefuehlfrau

        Welche Chance denn? Magst du ihm vllt noch das Klopapier halten, wenn er drauf sitzt? Du meine Güte, bitte wach auf.. dein Ernst?!
        Such dir einen anderen, anständigen Mann, aber nicht so ein Exemplar!

        (15) 28.01.19 - 12:40

        Ich denke, deine Antwort ist klar :-)!

        (16) 28.01.19 - 14:33

        Gott, was für ein aufdringliches Kleinkind, da bekommt man ja schon beim Lesen Aggressionen. Weg mit dem. Der sucht keine Freundin auf Augenhöhe, sondern nen Mami-/Ehefrauersatz.

        (17) 28.01.19 - 14:54

        Erstmal lieben Dank für die ganzen Antworten.
        Ihr habt natürlich recht mit dem was ihr sagt. Ich habe auch versucht drüber wegzuschauen, aber irgendwie hat sich das Stück für Stück eingeschlichen und nach vier Monaten hab ich den Knall jetzt anscheinend gehört... o.O
        Ursprünglich hatte mir an ihm gefallen, dass er aufmerksam war und kommunikativ, zuvorkommend und lieb. Aber nach ner Zeit, ist dieses liebe in Klammern ausgeartet und von Aufmerksamkeit noch wenig Spur... er redet immer nur davon, dass wir etwas unternehmen am we oder er „Rituale“ einführen möchte, wie zb dass wir einmal die Woche zum Essen gehen.
        Bis heute ist da noch nichts draus geworden, weil keine Lust oder am Vorabend feiern.
        Ehrlich gesagt, weiß ich nicht was mich noch hält. Ich dachte vielleicht, dass ich etwas sensibel reagiere weil ich selbst ziemlichen Stress habe momentan - man vielleicht einfach mehr Zeit geben müsste, denn einige Kolleginnen/Freundinnen berichten über die selben Probleme bei ihren Freunden...

        Amüsant, wie alle raten ihn sitzen zu lassen, vor 30-40 Jahren wäre dies hier das typische Bild von einem Mann gewesen.

        Wahrscheinlich wurde ihm genau dieses Bild von seinen Eltern vorgelebt, Mutti ist zuhause und kümmert sich um alles und Vati schafft das Geld ran.

        Übrigens sind die meisten Männer auch mit Mitte 30 noch vollkommen unselbstständig, insbesondere dann, wenn sie nie alleine leben mussten. Die Erkenntnis, dass es anders gehen muss kommt dann, wenn Frau nicht alles hinterherträgt. Und ja, die meisten Männer kann man dahingehend lenken, denn es ist ein ganz normaler Lernprozess, der nie stattfand.

        Also wenn dir etwas an dem Mann liegt, du ihn liebst und du dir ein großes Kind erziehen möchtest, dann kann es sich durchaus lohnen. Solche Männer sind zwar gewaltige Kletten, aber unfassbar treu und liebevoll. Männer, die ohnehin alles alleine machen, brauchen auch keine Partnerin an ihrer Seite, die suchen sich verdammt gerne Betthäschen, die schnell wieder fallengelassen werden, sobald die Luft raus ist.

        • (19) 28.01.19 - 17:36

          Eigentlich nicht, seine Mutter ist ne ziemlich selbstständige und selbstbewusste Frau die (außer als die Kinder klein waren) immer in der Arbeit war und mitverdient hat.

          Ich sage ja nicht, dass ich nicht zu schätzen weiß dass er eben lieb ist und kein Draufgänger wie die anderen. Mir gefallen nur diese Seiten nicht an ihm. Schließlich arbeite ich auch Vollzeit und hab mein Hobby um das ich mich kümmern will und muss.
          Da stelle ich mir eben die Frage wie das mal ist wenn Kinder da sein sollten - kann ich da Unterstützung erwarten wenn ich meinem Job nachgehe oder muss ich ihm dann auch noch sagen wie der Hase läuft?

          • Ihr seid vier Monate zusammen, nicht vier Jahre, sprich mal in aller Deutlichkeit mit ihm setz ihm meinetwegen ein Ultimatum, aber so extrem schlimm finde ich ihn nun nicht. Ich sehe hier nachwievor ne arme Wurst, die vollends überfordert ist, ein eigenständiges Leben zu führen. Lass ihn das erstmal ordnen, die meisten Männer, die ich in meinem Leben getroffen habe, ersticken eine zeitlang in ihrem Müll. Männer haben da auch ganz andere Prioritäten und eine komplett andere Sicht auf solche Dinge und gehen den Haushalt ganz anders an.

            Mach halt nicht zu viel für ihn, es ist immerhin nicht dein Haushalt.

            (21) 28.01.19 - 19:21

            Ich würde an deiner Stelle nicht mal ansatzweise in Betracht ziehen, mit ihm ein Kind in die Welt zu setzen! Er wird dir nicht helfen - er findet garantiert genug ausreden! Er wird dich unglücklich machen, tu es dir nicht an.

            • (22) 30.01.19 - 05:32

              Ich ziehe es auch nicht in Betracht, so war das nicht gemeint.
              Nur ist für mich mal klar, dass ich Kinder möchte. Dazu wünsche ich mir auch den richtigen Partner der sich eben nicht so verhält.
              So wie er sich gibt, fällt er da leider aus dem Raster. Das war das was ich damit eigentlich ausdrücken wollte.

        Typisches Bild eines Mannes vor 30-4o Jahren? Wie bitte?
        So ein schlampiges Faultier war weder mein Vater noch mein Mann noch sonstwer in meiner Familie.....das hätte keine der Frauen mitgemacht, nicht mal meine Oma, Jahrgang 1904...mein Opa machte den ganzen Haushalt, sie ging arbeiten !
        LG Moni

        (24) 28.01.19 - 20:45

        Um Gottes Willen, nein, so war das nicht vor 40 Jahren!

        Mein Vater hat unser Haus alleine gebaut, Geld verdient und sich um den Bürokram gekümmert. Er war zugegebenermaßen kein großer Koch.

        Meine Onkels hatten alle 5 Kinder aufwärts, da war viel Arbeit daheim angesagt. Mein anderer Onkel hat seine Firma aufgebaut.

        Mein Opa kam aus dem Krieg mit nur einem Bein und hat seinen Friseursalon eröffnet und das Haus abbezahlt. Nebenher meine schwerkranke Oma gepflegt.

        Mein Schwiegervater hat sogar ganz alleine Weihnachtsplätzchen gebacken für die gesamte riesige Familie.

        Solche Männer wie den der TE gibt es sicher nicht so oft, das war einfach Pech.

        Merkwürdig.
        Bei uns ist es so - Mutti macht daheim fast alles und Papi bringt die Kohle ran.
        Meine Kinder werden immer gelobt, wie selbständig sie sind. Mein dreijähriger Sohn faltet seine Wäsche und räumt sie ein und macht sich morgens komplett allein für den Kiga fertig. Dieses "Ach, komm ich mach das schnell für dich" kenne ich persönlich eher von Konstellationen, bei denen beide arbeiten und es eben schnell gehen muss (ohne das wertend zu meinen). Ich hab morgens die Zeit, meinem Sohn 20 Minuten dafür zu lassen, sich anzuziehen. Und wenn er fünf Minuten für einen Schuh braucht, who cares? Er macht es allein und selbstständig.

        Bei dem Freund der TE ist wohl definitiv was anderes schiefgelaufen als das Thema "Mama arbeitet nicht". #augen

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