Ich kann mit Hund nur sehr schwer zusammen leben (Rhodesian Ridgeback)

    • (1) 04.02.19 - 13:13

      Liebe lesenden Foristen,
      ich möchte kurz meine bzw. unsere Situation darstellen.
      Seit November 2013 sind meine Freundin und ich ein Paar. Sie ist 24 Jahre alt und ich bin 32 Jahre alt. Sie hat damals bei Ihren Eltern gewohnt und ich in einer kleinen Wohnung in einer Großsstadt. Sie ging noch zur Schule und ich hatte bereits einen festen Job. Ende 2014 habe ich in der Nähe meines Heimatdorfes ein Haus gekauft. Sie ist dann relativ schnell nach Übernahme des Hauses zu mir gezogen. Das gesamte Haus haben wir innerhalb von ca. 15 Monaten saniert. Im September 2015 ist sie schwanger geworden und unser erster Sohn ist im Juni 2016 geboren.
      Ihre Mutter und Ihr Stiefvater haben zwei Rhodesian Ridgebacks. Im Sommer 2016 haben sie einen kurzen Augenblick nicht aufgepasst und es gab ungeplanten Hundenachwuchs. Meine Freundin hat sich in einen der Welpen verliebt und wollte ihn gerne haben. Es ist ein sehr groß und stark gewachsener Rüde. Obwohl meine Intuition sagte, besser nicht, habe ich aus Liebe zu ihr zugestimmt. Sie wollte gerne das der Hund bei uns im Bett schläft – das konnte ich noch verhindert. Er hat dann erst bei uns im Schlafzimmer neben unserem Bett geschlafen und schläft jetzt unten auf dem Sofa, auf seinem Platz oder auf seinem Platz vor der Haustür.
      Seit dem Frühjahr 2017 studiert meine Freundin auch wieder. Sie studiert Psychologie als Fernstudium. Ebenfalls im Frühjahr 2017 ist sie wieder schwanger geworden und unser zweiter Sohn ist im Januar 2018 geboren. Im Sommer 2018 hat sie ihr Studium wieder aufgenommen.
      Ich fahre gerne an in den Urlaub und bin ein totaler Ostseefan. So sind wir dann im Mai 2017 auch in den Urlaub gefahren. Dort war es das erste Mal das ich wegen unseres Hundes anfing zu weinen, das ich ihr gesagt habe, dass ich mit solch einem Tier nicht klarkomme; mit seiner Art; wie er ist usw. usf.
      Wir haben uns dann irgendwie geeinigt und es ging weiter. Nach der Geburt unseres zweiten Sohnes hatte ich während der Elternzeit wieder solch eine sehr traurige Phase und wir haben miteinander gesprochen. Irgendwie ging es auch dann weiter.
      Im Sommer waren wir dann wieder am Meer. Wir hatten uns vorher eigentlich geeinigt, dass unser Hund nicht jedes Mal mit an den Strand kommt, denn einer muss immer auf den Hund aufpassen, da er stark auf andere Hunde reagiert oder auch auf andere Fußgänger (starker Beschützerinstinkt). Noch zur Information: Er ist an sich ein gut erzogener Hund (wir haben extra eine RR-Trainerin gehabt) und er hört auch gut. Durch wenig Hundekontakt und durch eine schlechte Erfahrung mit einem schwarzen Hund, reagiert er auf große Hunde, insbesondere schwarze recht stark.
      Und schließlich haben wir ja noch ein Baby und ein Kleinkind. Schlussendlich war er bis auf zwei Mal innerhalb von drei Woche immer mit, denn sie hat es nicht gestört und mein Einwand dass es dann entspannter ist, war ihr egal. Wir waren in der Nachsaison und ich habe immer alle Paar beneidet, die dort mit ihren kleinen Kindern am Strand saßen. Auch das ich mir öfter mal wünsche ohne Hund spazieren zu gehen einfach als Familie mit kleinen Kindern – sagt sie immer ihr stört der Hund nicht und alle zusammen ist schöner.
      Mich verstört es immer wenn er schon angehechtelt kommt, wenn ich von der Arbeit wiederkomme. Meine vielleicht schönen Gedanken die ich auf der Rückfahrt hatte, sind sofort verloren und ich bin verstört. Das damals nagelneue Sofa riecht total stark (ok zu Anfang durfte er überall liegen jetzt nur noch in seiner Ecke) nach ihm. Sie sagt, es stört sie nicht. Mich stört es aber und ich habe es damals gekauft. Er ist auch schon öfter an der neuen Haustür hochgesprungen und hat sie etwas zerkratzt. Dafür findet sie Krümel in der Küche ganz schlimm. Aus seinem Geschlechtsteil fallen ganz oft so grüne Sachen die dann punktartige Flecken machen die auch an den Türrahmen sind, auf dem Teppich, auf dem Boden (wo die Kinder spielen und krabbeln). Ich finde das total ekelig. Seine Art ist sehr penetrant und er schnüffelt meiner Freundin, meinen Kindern und unserem Besuch immer zwischen den Beinen vorne und hinten. Bei mir macht er es nicht mehr – ich habe es ihm abgewöhnt. Sie versucht es ihm abzugewöhnen aber mit wenig Erfolg.
      Wir haben ein schön großes Grundstück mit recht viel Freifläche da ich viele Beete gegen Rasen getauscht habe. Da er draußen fast nie frei läuft tobt er sich regelmäßig im Garten aus, buddelt dort Löcher und zerfetzt durch sein schnelles rennen bei den Kehren den Garten (wenn z. B. der Rasen durch viel Regen aufgeweicht ist). Der Garten sieht eher wie eine Hundewiese als wie ein Garten aus. Vielleicht mag es banal klingen aber wenn man seine ganze Kraft, sein ganzes Geld und seine wenige Zeit dafür einsetzt, dass der Garten wenigstens etwas Rasen für die Kinder hat und der Hund alles kaputt rennt. Sie sagt man muss damit leben wenn man solch einen großen Hund hat. Alternativ würde sie mit ihm Abends noch mal eine Stunde spazieren gehen. Ob ich das denn will?
      Derzeit gehe ich morgens mit dem Hund spazieren vor der Arbeit und am Wochenende gehen wir meistens zusammen mit den Kindern. Sie kümmert sich dann morgens um die Kinder weil ich denke, dass sie es besser kann und es so der pragmatischere Weg ist.
      Es gibt Tage an denen mich der Hund gar nicht so stört und es gibt Tage an denen ich damit mehr Probleme habe. Als unsere Beziehung besser war, war es für mich auch einfacher.
      Sie sagt, dass ich ihr meine Liebe entziehe. Ich sage ihr das ich mit solch einem Hund eigentlich gar nicht oder nur schwer zusammen leben kann und dies natürlich auf meine Stimmung und mein Allgemeinempfinden drückt. Sie meint bei einer richtigen und wahren Liebe wäre das kein Problem und deswegen würde ich sie auch nicht wirklich lieben. Ich habe ihr gesagt, vielleicht ist meine Liebe nicht stark genug um den Hund zu verkraften oder er (zer-)stört mich zu sehr. Früher sei ich auch anders gewesen. Ich habe ihr versucht zu erklären, dass der Hund auch nicht da war und er meine Gefühle stört. Sie versteht es nicht so ganz weil der Hund ja neben uns und nicht zwischen uns steht. Natürlich. Aber sie könnte ihn weggeben und deswegen beziehe ich wahrscheinlich alles auf sie. Ich ziehe mich dann sehr zurück und werde sehr still und wortkarg. Sie wird dadurch irgendwann böse und motzt mich wegen jedem Krümel und wegen der Kinder (falls das Wickeln mal nicht schnell genug geht z. B. und der jüngere schreit) an. Wie ein Teufelskreis und dadurch ziehe ich mich weiter zurück. Ich habe ihr mal angeboten eine Beziehungsberatung zu machen allgemein einfach einen neutralen Dritten hinzuholen. Möchte sie aber nicht – man muss das selber klären. Sie hat wenig Kontakt – eigentlich nur mit Ihrer Mutter und mir. Sie möchte aber auch keine anderen Kontakt haben (was andere machen interessiert mich nicht).
      Wir leben in einem schönen Haus, haben zwei Kinder und sie studiert. Ich stelle mir das sehr schön vor wenn der „Störfaktor“ Hund nicht da wäre. Wenn es jetzt ein Dackel wäre oder ein vielleicht anderer kleinerer Hund der nicht so penetrant wäre und auch nicht so viel Arbeit macht wäre das bestimmt kein Problem. Ich weiß, dass sie ihn liebt.
      Vor einigen Wochen haben wir geschrieben und ich habe es lt. ihrer Aussage auf die Spitze getrieben. Was passieren würde wenn ich nicht mehr könnte. Sie würde dann mit dem Hund und den Kinder ausziehen und gehen. Sie könnte es dem Tier nicht antun und würde gehen. Einerseits kann ich sie verstehen andererseits wiederum nicht. Ich versuche auch alles zu tun um sie nicht zu verletzen. Ich versuche sie auch bestmöglich in Ihrem Studium zu unterstützen indem ich auf die Kinder aufpasse. Ich helfe im Haushalt mit – ich bin den ganzen Tag von morgens mit Hund über arbeiten bis abends auf den Beinen damit es einigermaßen rund läuft.
      Ich versuche es natürlich auch auszusitzen – aber scheitere daran immer wieder. Ich glaube sie denkt einfach durch wahrliche oder bedingungslose Liebe ließe sich über alles hinweg schauen. Ich denke dagegen die Umstände gehören auch dazu. Ich habe ihr angeboten das Haus zu verkaufen (um z. B. eine Wohnung mit Garten zu mieten für die Kinder) dann muss ich nicht mehr sehen wie mein Eigentum das alles abbekommt. Ihre erste Antwort war das dann der Hund nicht mehr frei laufen kann. Oder als wir mal etwas besichtigt haben – das geht ja mit Hund nicht. Man kann auch einfach 100kg Beton in den Garten gießen und einen Haken dran machen. Egal dann nicht. Dann müssten wir abends mit ihm rausgehen. Ja das wäre dann so und im Urlaub machen wir dies auch bzw. wir gehen länger raus.
      Dazu ist sie Veganer (kein Problem- jeder kann leben wie er will) geworden. Wenn ich ein paar Mal die Woche Fleisch gegessen habe konnte ich mir anhören da ich Tierleid verursache. Ich habe ihr gesagt das unser Hund ein knappes Kilo Fleisch am Tag frisst. Dann war irgendwann Ruhe.
      Ich denke durch eine Veränderung der Lebensumstände (die mir helfen würden!) könnte ich das Problem besser in den Griff bekommen. Ich fahre wie oben beschrieben gerne in den Urlaub. Meine Idee ist, sich ein Wohnmobil zu kaufen um einfach mal losfahren zu können. Ich könnte aus dem Wohnmobil auch tageweise meiner Arbeit nachgehen. Es wäre etwas das mich zusätzlich zu den Kindern und ihr glücklich machen würde und mich ablenkt. Mit solch einem Hund in den Urlaub fahren ist übrigens auch schwierig, weil viele Strände für Hunde gesperrt sind und nur ein Viertel der Unterkünfte für Hunde sind. Sie geht darauf aber wenig ein und meint die Liebe müsste stärker sein.

      Manchmal wenn ich zu ihr komme und ich sie umarmen und ein Küsschen geben will, kommt sofort der Hund angehechelt (vielleicht um zu beschützen, ich weiß es nicht) – ich gehe dann wortlos weil es mich so traurig macht.
      Ich habe oft das Gefühl das die Bedürfnisse des Hundes vorgehen und meine Wünsche hinten anstehen oder generell meine Ideen egal sind.
      Sie sagt halt, hätte ich damals nein zum Hund gesagt, hätten wir ihn auch nicht geholt. Wir haben damals extra mit einer RhodesianRidgeback-Trainerin gesprochen die sofort verneinte bei unserer Situation (1 kleines Baby, jetzt 1 Kleinkind und ein Baby) sich solch ein Tier anzuschaffen.
      Aja und wir haben noch zwei kleine Kinder.
      Manchmal denke ich vielleicht bin ich auch ein Spinner oder stelle mich total an. Aber manchmal denke ich, ich bin einfach so. Und wenn man liest gibt es anscheinend öfter Probleme mit einem Hund zB.
      Ich bin wütend, verzweifelt und traurig und weiß aus dieser Situation keinen Ausweg. Wir haben gestern noch einmal gesprochen und sie kann so auch nicht mehr mit mir Leben wenn ich ihr die Liebe entziehe wie sie immer sagt.
      Ich freue mich auf Rückmeldungen.

      • (2) 04.02.19 - 13:55

        Also, alles habe ich mir nicht durchgelesen. Das war mir dann doch zu ausschweifend lang - mit unwichtigen Details.

        Ja, ich kann verstehen das dich der Hund nervt. Würde mich auch - deswegen habe ich keinen. Ich finde aber, wenn man sich zu einem Tier entscheidet, informiert man sich vorher, wägt für und wider ab, macht sich Gedanken,...& entscheidet sich dann mit voller Überzeugung für oder gegen ein Tier. Es abgeben zB, weil es kompliziert würde finde ich unverantwortlich, machst du ja auch nicht bei einem Kind, wenn es Mist baut (überspitzt gesagt).

        Für mich gäbe es in der Situation auch kein Hund weggeben, sondern das Beste draus machen.

        Für mich hört sich es aber auch so an, als sei nicht das Tier Auslöser eurer Differenzen. Irgendwas ist bei euch auch so beziehungstechnisch im Argen.

        • (3) 04.02.19 - 14:14

          > entscheidet sich dann mit voller Überzeugung für oder gegen ein Tier. Es abgeben zB, weil es kompliziert würde finde ich unverantwortlich, machst du ja auch nicht bei einem Kind.

          Ich muss Dir da leider deutlich widersprechen. Ein Hund ist kein Kind und vor allem nicht das Kind es TE. Vor allem war der TE ja gefühlsmäßig von Anfang an gegen den Hund. Er hat sich nur nicht getraut, vehement zu widersprechen. Höchst wahrscheinlich, weil seine Frau ihn manipuliert oder ignoriert hat. Sie nimmt seine jetzt mal endlich artikulierte Ablehnung des Hundes ja jetzt auch nicht ernst.

          Allerdings, gebe ich Dir recht, dass der Hund ein Stellvertreter für einen tieferen Konflikt ist. In Beziehungen geht es oft um Macht. Seine Frau hat offenbar die größere Macht und er wird an den Rand gedrückt. Sie kritisiert ihn zB wie er die Kinder wickelt usw. Er hält es aus. Sie will den Hund, er hält es aus usw.

          • (4) 04.02.19 - 14:20

            Ich bin da eben anderer Meinung - der TE hätte nein sagen können. Es ging ja nicht um eine Wandfarbe die man ändern kann.

            Ein Tier ist eine Entscheidung die man ordentlich überdenken sollte. Hat man das Tier, muss man gucken wie man damit klar kommt (außer natürlich der Hund gefährdet das Kind oder so). Ins Tierheim abgeben, weil es doch zu anstrengend ist, finde ich unmöglich! Das war nämlich abzusehen!

      • (6) 04.02.19 - 14:28

        Ja es ist sicherlich auch etwas anderes im Argen. Ich stufe es zu oft auf den Hund herab der dann dafür "herhalten" muss.

        Da muss ich Dir widersprechen auch wenn meine Freundin es anders sieht. Für mich ist ein Hund nicht gleichzusetzen wie ein Kind. Sie vermenschlicht den Hund. Es gibt Leute die sehen das so- andere wieder so.

        Ja sie argumentiert auch mit der Situation wenn es mal schwierig wird, ziehe ich mich zurück. Sie studiert jetzt und unsere Kinder sind ein Jahr und 2,5 Jahre alt. Ich habe ihr ein paar mal gesagt, ich fände es besser wenn sie studiert, wenn die Kinder älter sind, weil jetzt einfach viel ist (ich fühle mich manchmal einfach überfordert). Nein sie möchte jetzt. Ich will die Situation verändern (zB Haus verkaufen, etwas mieten, dann täte es mir nicht mehr weh, weil es nicht mein Eigentum ist.) - nein die Liebe muss stimmen - ich möchte die Situation verändern um wieder zur Liebe zu kommen. Ich möchte mir ein Wohnmobil für uns kaufen weil ich gerne in den Urlaub fahre und es für die Kinder sicherlich auch schön ist und MIT Hund einfacher ist. Nein ihr ist es egal, einmal im Jahr in den Urlaub fahren reicht ihr.

        Verstehst Du? Ich möchte auch etwas haben woran ich Spaß habe... ja das kommt hinzu. Sie ist sehr einschränkend mir gegenüber.

        • (7) 04.02.19 - 14:45

          > Verstehst Du? Ich möchte auch etwas haben woran ich Spaß habe... ja das kommt hinzu. Sie ist sehr einschränkend mir gegenüber.

          Ja das verstehe ich. Du reibst Dich auf für sie und die Kinder und es kommt (gefühlt) nichts zurück. Alle Last ist auf Dir. Das kenne ich auch. Du fühlst das schon richtig.
          Nur: Wenn Du jeztz das Wohnmobil kaufst wird gar nichts besser. Du hast nur noch mehr Kram am Hals.
          Du must downsizen, vereinfachen. Wohung, kein Garten, das ist doch schon mal ein guter Gedanke.

    (8) 04.02.19 - 14:20

    Hm, schwierig. Mein Eindruck ist, dass Du viele eurer Probleme auf den Hund abschiebst. Deine negativen Emotionen, eure Kommunikationsprobleme.... an allem ist der Hund schuld.

    Ich hab selbst einen sehr anstrengenden Hund. Tierheimhund, mitlerweile ein Trennungskind und mit bekannten Problemverhalten. Ich kann durchaus nachempfinden, dass dich gewisse Sachen stören.
    Mein Hund ist aber trotzdem ein Familienmitglied für mich. Und da kann ich deine Partnerin verstehen. Natürlich nehme ich meinen Hund auch immer mit, wenn es geht. Gerade in Urlauben freue ich mich darauf, ausgedehnte Spaziergänge mit ihm zu machen, weil das im Arbeitsalltag manchmal zu kurz kommt.

    Dein Hund macht das ja nicht mit "Absicht". Er begrüßt dich z.B. hechelnd, weil er sich freut das Du als Herrchen endlich wieder da bist und das Rudel wieder komplett ist. Er gräbt im Garten, weil er eben ein Hund ist. Das mit dem schnüffeln zwischen den Beinen ist ein Erziehungsproblem.
    Wenn dich Verhaltensweisen so sehr stören, dann müsst ihr nochmal in die Hundeschule. Einmal Hundeschule und fertig reicht dann nicht. Wenn der Hund schwierig ist, müsst ihr immer am Ball bleiben.
    Zu dem Hundeproblem. Ihr könntet euch zu gemeinsamen Spaziergängen mit genau solchen Hunden treffen. Hat der Hund Kontakt zu anderen Hunden?
    Da Du von Sachen reibst, deine Frau fühlt soch nicht von dir geliebt usw denke ich aber, eure Probleme sitzen woanders. Ihr habt zwei kleine Kinder, Du arbeitest Vollzeit. Das ist natürlich auch eine Menge Stress. Ich kann deine Freundin aber auch verstehen. Nie im Leben würde ich meinen Hund für irgendwen oder irgendwas hergeben.

    lg

    • (9) 04.02.19 - 14:40

      Ja sicherlich liegen auch andere Sachen im "argen" und ich suche beim Hund den "Auslöser".

      Woher kommen denn zB. die Gedanken mit Haus verkaufen etc. pp? Klar wir oder ich vielmehr suche eine Lösung damit es für mich aus haltbarer wird.

      Es ist Zeit für den Hund da (spazieren) und wenn ich den Garten weiter umbuddeln will um z. b. Rasen anstatt Beete zu schaffen, ist dafür natürlich keine Zeit. Ich darf mir anschauen wie der Hund meinen Garten "zerstört" aber es ist nicht mal Zeit zum reparieren, denn wir haben ja noch Kinder und sie möchte unbedingt jetzt studieren. Ich kann es verstehen das sie jetzt studieren will. Aber wir haben nun mal zwei Kinder und einen Hund? Das was ich möchte (ok ich bin natürlich in einer anderen Lebenssituation, da festen gut bezahlten Job) bleibt oft auf der Strecke und natürlich argumentiere ich dann für den Hund ist Zeit und für meine Bedürfnisse nicht. Sie scheint es aber auch nur wenig bis gar nicht einzusehen (Ich gehe ja den ganzen Tag arbeiten und sie ist den ganzen Tag mit den Kindern zu Hause - dann bin ich mal dran.). Ich mache gerne etwas mit unseren Kindern obgleich es mir manchmal schwer fällt weil sie noch so klein sind und gerade Abends sind die quengeliger. Das hat sie zum Glück eingesehen und hilft jetzt Abends mit. Es war uns aber wichtig, dass wir die Kinder nicht früh abgeben und es selber machen und logischerweise sie zu Hause bleibt. Ich habe ihr gesagt ein viertel meines Gehaltes geht für die Autoabzahlung/Nebenkosten und den Hund "drauf". Ich könnte ohne beides auch gerne einen Tag zu Hause bleiben und weniger arbeiten. "Teilzeit" muss man sich erstmal leisten können" war dann die Antwort...

      • (10) 04.02.19 - 14:52

        Ich verstehe dich da total. Wie gesagt glaube ich nicht, dass der Hund Schuld ist. Aber so wie Du es beschreibst ist er ja eher eine Last für dich.
        Was macht sie denn dafür, dass es mit dem Hund besser klappt? Der Hund muss ja z.B. nicht aufs Sofa. Der Hund muss auch nicht alleine in den Garten gelassen werden. Man könnte das ja auch alles durch konsequente Maßnahmen reduzieren.

        Meist sind die Probleme beim Halter zu suchen. Ich gestehe mir das auch nicht immer gerne ein. Bei mir gab es vor kurzem auch eine große Umstellung. Ich bin aus dem Studium wieder Vollzeit ins Arbeitsleben eingestiegen. Trotz Hundesitterin ect. pp. hat mein Hund mir die gesamte Wohnung auseinander genommen und mir deutlich gezeigt, dass er unterfordert und zuviel alleine ist. Das haben mein Ex und ich nun geämdert und seit dem war nix mehr.
        Was ich damit sagen möchte. Wenn deine Freundin den Hund behalten will, steht sie (dadurch das sie ja zu Hause ist ) auch in der Schuld den Hund zu erziehen. Bzw. ihm nicht alles durchgehen zu lassen.

        lg

        • (11) 04.02.19 - 15:15

          Ich würde noch weiter gehen und sagen: Sie muss nicht nur den Hund erziehen, sie muss ihn auch überwachen, ausführen, pflegen usw. und vor allem: Futter usw. bezahlen. Denn wie der TE schon sagt, er findet der Hund ist ein Hobby und zwar das Hobby der Frau nicht seins.

(12) 04.02.19 - 14:34

Lieber sch61,

mir schwillt der Kamm wenn ich das Ganze lese. Deine Freundin studiert und wie ich vermute Du zahlst alles was Eurem Lebensstandart ausmacht (Haus, Urlaube, Dinge für die Kinder, Fleisch für den Hund?, etc.). Deine Frau ist 24, ein Alter in dem viele Menschen noch sehr unreif und egoistisch sind und das scheint mir hier leider zuzutreffen.

Sehr ehrlich zu Dir und ihr:
Der Hund stört Dich massiv und Du willst ihn los werden, zu recht.

Sie sagt die Liebe müsse stärker sein, damit Du den Hund aushältst. Aber was ist mit ihrer Liebe zu Dir. Offenbar liebt sie den Hund mehr als Dich. Wenn sie nicht die Mutter Deiner Kinder wäre würdest Du sie bestimmt verlassen. Leider ist das Leben nicht so einfach schwarz weiß.

Geht auf jeden Fall zur Paarberatung. Wenn sie nicht mitkommt, geh alleine und erzähle ihr davon und was der Berater so fragt und sagt. (Er wird Euch die Entscheidung Hund ja oder nein aber nicht abnehmen). Wenn Ihr nicht zur Paarberatung geht, werdet ihr es früher oder später bereuen.

Du hast es schwer Dich durchzusetzen, weil sie die Kinder quasi als Geiseln hat. Das mußt Du Dir klar machen. Trotzdem kannst Du das nicht mit Dir machen lassen, denn sonst wirst Du immer der Verlierer sein.

Letzen Endes, kannst Du sie nur vor die Wahl stellen: der Hund oder ich. Fall sie sich für den Hund entscheidet, bestehe auf eine zeitweise Trennung auf Probe, um zu schauen ob sie vllt ohne Dich aber mit Hund zufriedener ist. Wenn sie auf Deinen Vorschlag eingeht, und sagt ok, dann trennen wir uns, dann ist das sicherlich nicht, was Du erreichen wolltest, aber wenigstens weißt Du dann, woran Du bist. Ob ihr Du dich dann wirklich trennst, mußt Du alleine entscheiden. Deswegen gehe (zur Not allein) zur Paar beratung.

Bevor es soweit kommt, kannst Du auch mal alleine in den Urlaub fahren oder mit Freuden, Bekannten. Vllt kapiert sie es da schon.

  • (13) 04.02.19 - 14:52

    Liebe thea70,

    unsere "Finanzierung" setzt sich zum großen Teil aus meinem Einkommen und aus dem Rest ihres BaföGs, Kinderzuschlag BAföG und Kindergeld zusammen.

    Im Prinzip habe ich die Finanzen und sie die Kinder, ja.

    Ja sie denkt Sachen nicht zu Ende. Sie kann gar nicht mit den Kindern und dem Hund alleine leben weil sie nicht mit den Kindern und dem Hund zusammen rausgehen kann, weil die Kinder noch zu klein sind.

    Sie will "alles oder nichts" und denkt auch über die Konsequenzen nach. Ich möchte nicht das meine Kinder von Hartz4 aufwachsen, wo sie unweigerlich reinrutschen würde zunächst. Wenn meine Kinder älter wären würde ich sie auch zu mir nehmen und weniger arbeiten, das wäre auch kein Problem - obgleich ich denke, das sie das nicht wollen würde.

    Mit anderen Personen etwas unternehmen? Ich war letztes Jahr einmal einen ganzen Tag weg weil ein guter Freund von mir seinen Junggesellenabschied hatte und ich dort gerne hin wollte. Dies bekomme ich immer wieder vorgeworfen, wie ich das nur könnte so lange von der Familie weg (Ich: Ich gehe jeden Tag arbeiten, ja ich kann das.).. sie möchte alle Konflikte ohne Hilfe lösen. Ich habe eine Paarberatung schon mal vorgeschlagen. Wie gesagt sie hat im Prinzip keinen Kontakt außer mit mir und ihrer Mutter - aber auch kein Interesse. Ich habe ihr schon mal gesagt, sie kann sich gerne mit anderen treffen, sie hat ein Auto vor der Tür. Das was sie möchte.
    Vielleicht ist sie auch unzufrieden weil sie mit ihrem Studium nicht so gut vorankommt?

    Ich bin ein gutmütiger Mensch und möchte es eigentlich allen recht machen. Aber anscheinend ist hier für mich eine Grenze.

    • (14) 04.02.19 - 15:01

      > Ich bin ein gutmütiger Mensch und möchte es eigentlich allen recht machen. Aber anscheinend ist hier für mich eine Grenze.
      Ja das gibt es ganz oft. Das wird Dir der Paarberater betätigen.
      Und es ist ein ganz gutes Zeichen, dass Du jettzt (endlich!) eine Grenze fühlst.

      > Ich möchte nicht das meine Kinder von Hartz4 aufwachsen, wo sie unweigerlich reinrutschen würde zunächst.
      Nein würden sie nicht. Wenn Deine Frau die Kinder bekommt, was sehr wahrscheinlich ist, dann mußt Du Unterhalt zahlen. Das weiß sie bestimmt. Wichtiger ist aber für Dich, dass DU Dich über die juristischen Möglichkeiten und Konsequenzen schon mal informierst. Auch wenn Du Dich eigentlich nicht trennen willst, ist es besser innerlich auf alles vorbereitet zu sein.

      • (15) 04.02.19 - 15:37

        Kindestunterhalt MUSS ich zahlen. Würde ich mich auch nie vor drücken.

        Sie würde Unterhalt bekommen bis das jüngste Kind drei Jahre alt ist.
        ABER: Da ich ein verschuldetes Haus habe das ich zu Anfang unserer Beziehung gekauft habe, wäre die Rechnung: Einkommen - minus Kindesunterhalt - minus Raten für das Haus - minus Fahrtkosten zur Arbeit - minus 4% Altersvorsorge-> und dann bin ich schon unter der Schwelle von 1.200 €. Aber man kann auch anders Lösungen finden, ich denke sind wir nicht so.

        Soviel zum juristischen Teil ;)

        • (16) 04.02.19 - 19:45

          Du vergisst: zuzüglich Wohnwert. Und schwupps, sieht die Rechnung wieder anders aus ;)

          (17) 05.02.19 - 05:58

          Hallo
          Die Fahrtkosten und die Altersvorsorge ksnnstbdu vor dem Kindesunterhalt abziehen, von dem Netto dann Kindeunterhalt zahlen.

          Lg

          • (18) 05.02.19 - 10:13

            Na ok andere Reihenfolge dann. So jetzt könnte ich noch 303 Euro Autofinanzierungsrate in den Ring werfen - haben wir zusammen entschieden. Es musste ja schließlich auch ein großes Auto mit Automatik, Klimaautomatik und natürlich ein sicheres Auto sein - ihrer Meinung nach.

            Aber wie gesagt, da würde man sicherlich so eine vernünftige Lösung (auch für sie - aber zeitlich begrenzt) finden.

    (19) 04.02.19 - 15:21

    > Mit anderen Personen etwas unternehmen? Ich war letztes Jahr einmal einen ganzen Tag weg weil ein guter Freund von mir seinen Junggesellenabschied hatte und ich dort gerne hin wollte. Dies bekomme ich immer wieder vorgeworfen, wie ich das nur könnte so lange von der Familie weg.

    Dass Du mit anderen Männern was machst ist ganz normal. Das muss Deine junge Frau auch lernen.
    (Mein Mann zB. geht jeden Freitag abend kegeln, was mir auch nicht so richtig passte. Aber er kann nicht zB Donnerstags kegeln, weil seine Kumples eben nur Freitags gehen und es eine Art Tradition ist. Ich gehe am Freitag abend dann eben oft ins Hallenbad. Am Wochenende geht er oft Reiten, was nicht mein Fall ist. Ich komme macnhmal mit zum Reiterhof und gehe dann da spazieren und Kaffe trinken. Dann sind wir trotzdem vor und nach seinem Ausritt zusammen an der Koppel. Oder ich bleibe zu Hause und treffe eine Freundin. )
    Was ich damit sagen will: Wenn zwei sich lieben, können sie sich auch arrangieren.

(20) 04.02.19 - 14:57
Anonymous12345

Du hast scheinbar keine Tiere oder?

(22) 04.02.19 - 19:46

Ich würde mich von meinem Partner nicht erpressen lassen. Käme hier "ich oder die Katzen" würde ich ihm die Tür aufhalten.

LG

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