Ich kann mit Hund nur sehr schwer zusammen leben (Rhodesian Ridgeback) Seite: 11

    • (252) 10.02.19 - 16:09

      Ich könnte niemals mit einem Menschen zusammenleben, dem sein Tier genau so wichtig oder noch wichtiger als die Familie ist. Ich mag auch keine Tiere und vielleicht liegt es daran. Ich hätte kein Problem, würde mein Partner mit einem Haustier ankommen, aber ich würde mich nicht darum kümmern.
      Deine Beschreibungen finde ich auch widerlich, und ich finde auch, dass Hunde stinken.

      Das ist natürlich jetzt ein großes Problem in eurer Beziehung. Eventuell bringt eine Paartherapie etwas.

      Aber wenn sie schon sagt, dass sie mit dem Hund geht, dann scheint ihr die Familie nicht so wichtig zu sein wie das Haustier. Mich würde das zutiefst kränken.

      Ich hoffe, ihr kriegt das noch irgendwie hin, aber ich sehe da wenig Zukunft.

      • (253) 11.02.19 - 10:19

        Sie ist aber zu keiner Paartherapie oder ähnlichem bereit.

        Eigentlich ist ihr Familie sehr wichtig und zusätzlich haben wir durch meine gute Arbeit natürlich einen guten Lebensstandard, wovon alle profitieren.

        Ich habe seinerzeit zugestimmt, dass der Hund (damals Welpe) zu uns kommen darf und natürlich auch in den Garten darf.

        Ich erwarte ein Mindestmaß an Kompromissen (Durch bessere Auslastung des Hundes weniger kaputt / Hund muss nicht mehr vor der Haustür liegen / Hund muss nicht immer überall mit) und dann kann ich mit solch einer Situation auch besser zurecht kommen. Ich habe ihr gesagt bei mir wurde eine Grenze überschritten und dies bitte ich zu akzeptieren. So wenn in meinen Augen solche Selbstverständlichkeiten nicht akzeptiert werden, kommen bei mir ganz andere Gedanken...

        Aber wenn dann natürlich wieder Argumente von ihr angeführt werden wie der Hund ist doch gewöhnt vor der Haustür zu liegen (ja und? Dann muss er sich umgewöhnen) bzw in den Garten zu gehen und hach wie soll sie es denn sonst mit zwei Kindern machen (man minimiert es durch bessere Auslastung, auch das er dann ruhiger ist).

        Wie schon erkannt sind es natürlich oft Kleinigkeiten die natürlich die Beziehung widerspiegeln... das habe ich ihr auch gesagt. Hallo, nicht immer der Hund. Ich möchte auch mal.

        Danke für alle Tipps und für das weitere Öffnen der Augen.

    (254) 11.02.19 - 14:26

    Du hast ja schon sehr viele Antworten bekommen; vielleicht ist meine überflüssig...Ich habe selbst einen Hund und mag auch Hunde, aber es gibt einfach Menschen, die ihre Hunde so abartig erziehen, dass mich das total abstößt.
    Bei mir ist der Hund ein Hund und kein Menschen-/Kindersatz. Er schläft auf seinen Plätzen im Haus, aber nicht im Schlafzimmer und nicht auf der Couch. Im Auto hat er eine Box, die das Auto vor Haaren und Dreck schützt. Und ja: Wir nehmen ihn in den Urlaub mit und da er ein umgänglicher Geselle ist, haben wir nie Stress. Ich habe mich aber damals bewusst für einen Hund entschieden, den ich auch als Alleinerziehende gut händeln kann. Früher hatte ich Rottweiler, die ich im Schutzdienst geführt habe. Ich liebe große, schwere Hunde! Aber man braucht dafür eben einfach auch die Begebenheiten, um ihnen gerecht zu werden. Als Alleinerziehende stand für mich irgendwann mal fest, dass ich wieder einen Hund will. Aber ein Rottweiler kam nicht in Frage, eben wegen Kind, kleines Auto (damals) usw. Ich wollte keinen Welpen und keinen Hund mit Jagdtrieb. Das heißt: Ich habe mir einen Hund ausgesucht, der zu unserer Lebenssituation passt, und es ist bei uns friedlich und harmonisch mit Hund UND Katze.
    Unser Hund war, als ich ihn zu uns holte, schon ausgewachsen und erwachsen, die Flegeljahre waren vorbei, einen "Problemhund" mit traumatisierter Vergangenheit hätte ich nicht verkraftet. So habe ich eben einen Hund gewählt, der einfach und unkompliziert ist und der überall mit von der Partie ist. Ich habe etwa ein Jahr lang in die Suche investiert und: Ich habe darüber sogar ein Buch geschrieben :-) (also über die Wahl des perfekten Hundes...)
    Ich habe Freunde, die haben zwei Hunde, und einer hat die Angewohnheit, immer in die Besucher-Wohnung zu pinkeln, meine Freunde finden das normal?! - das finde ich ein Unding und ich habe diesem Hund Hausverbot gegeben, bzw. seinen Besitzern. Ich mag auch nicht, wenn fremde Hunde, die bei uns zu Gast sind, auf unser Sofa hopsen. Denn meiner darf das auch nicht. Ich habe einen Bekannten, der macht seinen Hund zu einer Art Partnerersatz - er stellt den Hund über Menschen - ich kann nur den Kopf schütteln.

    Tierliebe kann unterschiedliche Ausprägungen haben und meiner Meinung nach zählt die Einstellung, die man dazu hat. Ich kenne Leute, die mit 5 Main-Coon-Katzen in einer kleinen 3-Zimmer-Wohnung leben. Wenn man da reinkommt, verschlägt es einem den Atem, so stinkt das da.

    Das ist alles nicht meins. Ein Tier ist ein Tier und unser Hund ist ein Familienmitglied, das einfach seinen Platz und seine Regeln hat. Unser Hund ist eine Bereicherung und er gibt uns viel. Das Gassigehen hält mich fit und er ist meiner Tochter seit fast 10 Jahren ein toller Gefährte und Kumpel.

    Aber: Er passt einfach zu uns, weil ich bei der Auswahl achtsam war.

    Deine Freundin finde ich persönlich unmöglich. Sie ist in meinen Augen unreif und egoistisch. Einen Rhodesian-Ridgeback zu halten ist ECHT eine Hausnummer und passt meines Erachtens nicht zu Eurer Gesamtsituation, zumal Du den Hund ja an der Backe hast, wie ich es Deinem Post entnehme.

    Eine Lösung habe ich für Dich nicht parat - ich kann aber Deine Abneigung nachempfinden. Ich denke nicht mal, dass es am Thema "Hund" insgesamt kranken würde, sondern eher an der Gesamtsituation.

    Achte auch Deine Bedürfnisse und lass' Dich nicht ausnutzen - denn so wirkt das alles auf mich. Deine Freundin erfüllt sich hier all ihre Lebensträume auf Deine Kosten - und wie es Dir dabei geht, geht ihr gepflegt am Arsch vorbei.

    Auf Dauer wird das halt nix.

    Alles Gute

    • (255) 11.02.19 - 16:35

      Nein Deine Antwort ist nicht überflüssig und ich danke Dir dafür :)

      Das passende Stichwort hast Du ja geliefert. Ein passendes Haustier (auch Hund) zur aktuellen Lebenssituation. Es war (leider) Zufall das der Hund gerade da war. Wir hatten schon irgendwann mal über Hunde gesprochen - aber nie konkret und pauschal war ich auch nie dagegen.

      Wie Du das schon beschrieben hast geht es mir wenigstens um ein paar Regeln für den Hund und für uns bezogen auf den Hund.

      Ich habe den Hund nicht vollständig an der Backe. Wir haben jetzt umgestellt und sie geht morgens um 6 Uhr mit ihm raus und ich kümmere mich dann um die Kinder und fahre gegen 8 Uhr zur Arbeit. Abends gehe ich dann noch eine kleinere Runde durchs Dorf. Was hinzukommt und ich schade finde, ist natürlich das dann an meinen Arbeitstagen im Regelfall kein Aufstehen zusammen ist (derjenige der mit Hund geht schleicht sich davon damit die Kinder nicht wach werden, wenn sie denn länger schlafen) und Abends wenn ich von der Arbeit komme, gehe ich dann direkt raus.

      Sie hat dann angemerkt, dass morgens so früh eigentlich noch keine gute Rausgehzeit ist für unseren Hund. Tja ich würde auch gerne morgens mal länger schlafen aber so ist das :D :D

      Ja es hat sicherlich mit der Gesamtsituation zu tun. Ich versuche durch Änderung unseres Tagesablaufs Zufriedenheit zu gewinnen und für sie steht die Liebe über allem. Zwei Menschen - zwei Ansätze.

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