Würdet ihr das erlauben?

    • (1) 07.02.19 - 10:36

      Hallo, ich brauche dringend ein paar Ratschläge. Und zwar geht es um meinen Freund. Er ist gerade Arbeitslos und fängt erst im April wieder einen neuen Job an also er hat jetzt fast 2 Monate frei sozusagen. Jetzt kommt er auf die Idee in dieser Zeit mit unserer Tochter zu seiner Familie zu fahren die nicht hier in Deutschland lebt weil er sonst immer keine zeit hat und die Oma und so die Kleine erst ganz selten gesehen hat (sie ist 3 Jahre). Seit er mir das gesagt hat kann ich nicht mehr schlafen und bin total neben mir. Er will 4 oder 6 Wochen da bleiben damit die Kleine sich auch an die Familie dort gewöhnt und vielleicht auch die Sprache richtig lernt. Aber sie ist noch so klein, sie kennt die Oma und Opa nicht und die Tanten und Cousins erst recht nicht. Und wie soll sie so viel Wochen ohne mich bleiben sie wird mich vergessen. Er sagt ihm ist das wichtig und er wird so eine Chance nicht mehr bekommen und ich kann ihm das nicht kaputt machen. Aber was mache ich hier 4 oder 6 Wochen ohne meine Tochter? Er findet mich egoistisch weil ich ihm das nicht gönne und unserer Tochter aber es geht doch auch darum dass sie ohne mich so lange bleiben muss. Sie ist schon noch sehr mama bezogen und kommt auch oft in der Nacht zu mir ins Bett wie soll das laufen oder manchmal lässt sie sich nur von mir ins Bett bringen. Ich habe Angst sie bekommt ein Trauma wenn sie von mir so lange getrennt ist. Übertreibe ich oder wie seht ihr das? Ich bin wirklich verzweifelt weil er so garnicht mit sich reden lässt. :-(
      LG
      Angelina

        "Nicht zulassen".... Schon erstaunlich wie viele Frauen doch meinen ihren mann gängeln zu können.

        • Und andersrum, wieviele Partner kompromisslos ihren Willen durchsetzen wollen.
          Warum kann der Mann nicht einen Kompromiss machen? Warum unbedingt 6 Wochen, ohne Rücksicht? Mein Mann würde das niemals machen und ich genauso wenig.
          Mal davon abgesehen, das ihr Mann ne Empathie-und rücksichtslose Flachpfeife ist

    (7) 07.02.19 - 10:44

    Ich finde das mit der Sprache wirklich ein gutes Argument. Ansonsten kommt es auf eure Tochter an, habt ihr sie schon gefragt? Sind die Cousins und Cousinen in ihrem Alter?Vielleicht kannst du auch 1-2 Wochen Urlaub bekommen und eine Weile dort bleiben?

    • Sie versteht das doch nicht was das heisst so lange weg zu sein sie kann nichtmal einschätzen mit 3 wie lange es noch bis Wochenende dauert :-( Die Cousins sind alle im Schulater also nicht so klein und sie sprechen kein deutsch. Ich könnte eine Woche Urlaub nehmen aber da bleiben immernoch 3 bis 5 "Wochen ohne mich je nachdem wie lange er bleiben will.

      (9) 08.02.19 - 12:04

      Das ist überhaupt kein Argument. In vier Wochen lernt niemand eine Sprache und selbst wenn - innerhalb weniger Wochen wird sie die erlernte Sprache wieder vergessen, wenn diese nicht regelmäßig im Alltag gesprochen wird.

Hallo!

Ich kann verstehen, dass Du Deine Kleine furchtbar vermissen würdest, aber es ist eine wirklich große Chance für Deinen Freund. So kann er eine sehr viel tiefere Bindung mit der Kleinen aufbauen und sie kann ihre restliche Familie richtig kennen lernen. Warum ist die Kleine denn so Mama-bezogen? Weil Mama sich bisher immer kümmert. Jetzt wäre er mal dran.

Und nein, die Kleine würde Dich nicht vergessen, denn natürlich würdet ihr jeden Tag ausgiebig über Skype reden, mit Kamera an. Und vielleicht kannst Du ja zwischendurch auch eine Woche zu Besuch kommen?

Sie hat den Papa dabei, um Himmels Willen, warum soll sie da ein "Trauma" bekommen, wenn sie die Mama doch jeden Abend am Laptop sieht?

Sicher kann man über die Dauer verhandeln, 6 Wochen sind schon sehr lange (vor allem weil er dann auch seinen Anspruch auf ALG1 verliert, wenn er so lange nicht im Land ist), aber 3 Wochen kannst Du ihm wirklich gönnen. Auch als Papa-Tochter-Zeit.

  • Es ist trotzdem etwas anderes die mama über skype zu sehen als mit ihr zu kuscheln oder sich von ihr trösten zu lassen wenn man sich weh tut und vor allem nachts will sie oft zu mir obwohl der papa auch da ist. Ich finde 3 jahre einfach noch zu klein damit sie versteht warum sie so lange weg ist von mir.

Von Skype oder sowas würde ich eher die Finger lassen, denn das kann auch Sehnsucht nach Mama auslösen, die vorher nicht da war.

Da müsste man schauen, wie es auf das Kind wirkt.

In einem anderen Thread, in dem die TE 1 Woche innerdeutschlands mit der Tochter verreisen will und der Vater das partout nicht möchte, schreibst du wohlwollend ob sie nicht zusammen über die Ferien fahren könnten...wäre ja stressfreier und sie könnten zusammen fahren.
Hier handelt es sich um 4-6 Wochen mit dem Vater in einem viel weit entfernteren Land und du antwortest ganz anders? Wieso das zweierlei Maß?

Meine Kinder schlafen öfter bei den Großeltern und mein Mann bringt sie schon immer ins Bett, steht nachts auf oder kümmert Sich selbstverständlich, wenn ich nicht da bin (oder auch da bin). Normal eben. Gleichberechtigt.
Trotzdem würden sie mich tierisch vermissen in der Zeit. Ist doch normal.
Mein Mann würde das aber auch nicht machen.

Und die Gründe sind keine wirklichen Gründe. Die Sprache lernt das Kind nicht in gepowerten 6 Wochen. So funktioniert das nicht. Dazu müsste er jeden Tag über mehrere Jahre mit ihr sprechen.
Und Fanilie besuchen geht auch kürzer...zB. eine Woche ohne die Mutter und die Mutter kommt die zweite Woche nach. Dann ist’s auch gut.
Aber ich habe das Gefühl, es geht beim Vater um Machtspielchen...ich höre da irgendwie meinen Vater heraus...ebenfalls Serbe.
Und ja, jetzt muss ich die Kulturschiene fahren, als halb Serbin kenne ich sehr sehr viele Serben.

  • Helf mir doch mal bitte auf die Sprünge: wie alt war das Kind in dem anderen Thread? 3 Monate oder so?

    Hier ist das Kind 3 Jahre alt. Das ist schon ein Unterschied, so ganz dezent, oder?

    Übrigens war vorher noch nichts von einer Nationalität hier gestanden, und auch nicht von finanziellen Problemen. Wenn es schon am Geld für ein Flugticket hapert, ist es keine gute Idee, mit einem überlangen Auslandsaufenthalt das ALG1 zu riskieren.


    Klar lernt das Kind in den paar Wochen keine Sprache, aber es würde seine Großeltern näher kennenlernen, als das in ein paar Tagen eingequetscht in einer 3-Zimmer-Wohnung klappen kann.


    Je mehr die TE schreibt, desto mehr wirkt es auch auf mich wie ein Machtspielchen, bei dem es gar nicht mehr um das Kind und das Beste für die Kleine geht, das verändert durchaus auch meine Beurteilung der Lage. Aber mach mir bitte nicht zum Vorwurf, dass ich einen anderen Wissensstand hatte, als ich geantwortet hatte. Und erst recht nicht, dass ich angenommen hatte, dass in der Familie sonst alles ok wäre und es keiner nötig hat, Machtspiele zu spielen. Oder die Migranten-Keule ausgepackt habe.

    • >>Aber mach mir bitte nicht zum Vorwurf, dass ich einen anderen Wissensstand hatte, als ich geantwortet hatte. Und erst recht nicht, dass ich angenommen hatte, dass in der Familie sonst alles ok wäre und es keiner nötig hat, Machtspiele zu spielen<<
      Das der Vater total kompromisslos agiert und null Empathie besitzt liest man schon aus dem Eingangsthread heraus.
      In einer Partnerschaft geht man aufeinander ein. Und hätte mein Mann Ei n Problem damit, das wir 6 Wochen weg sind, würde ich versuchen einen Kompromiss zu schließen und nicht , meinen Willen durchzudrücken. So beschreibt sie ihn aber.

      Und das mit dem alter: Ja, das machst einen Unterschied insofern, dass ich es mit einem 3-jährigen niemals so lange machen würde. Da checken das die Kinder noch Kiel mehr und vermissen auch mehr, als ein 3 Monate altes Kind, dass da eher einfach zu Händeln ist. Und es geht im anderen Thread um eine zarte Woche, bei dem der Vater mitgehen könnte und hier um 6 Wochen, die die Mutter natürlich nicht voll mitgehen kann. Also hier viel schlechtere Bedingungen, auf allen Ebenen.

(17) 07.02.19 - 10:55

Hallo Angelina,
wie wäre es, wenn ihr erstmal 2 Wochen gemeinsam zur Schwiegerfamilie fahren würdet? Mit der Option, dass wenn es gut läuft, Dein Mann dann mit der Kleinen länger bleiben könnte?
Würdest Du kurzfristig Urlaub nehmen können?
Dann könnte die Kleine sich dort "eingewöhnen" und hätte Papa und Mama dabei und Du könntest Dir ein gutes Bild machen, wie es dort läuft.
Außerdem kann man ein Dreijähriges Kind durchaus schon fragen, ob sie mit Papa noch länger bei Oma und Opa im Urlaub bleiben möchte. Ihrer Meinung würde ich Gehör schenken!
Das müsste vorab fest ausgemacht werden und dürfte dann von keiner Seite in Frage gestellt werden:
Gemeinsame 2 Wochen und dann, je nach Lage und Meinung vom Kind, kann der Urlaub verlängert werden.
Wenn alles gut läuft, dann kannst Du sie guten Gewissens mit Deinem Mann noch weitere 2 Wochen bei Oma und Opa lassen. Wenn nicht, fahrt ihr nach 2 Wochen wieder gemeinsam nach Hause.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Oma und Opa zu Euch nach Hause kommen.
Dein Mann, seine Eltern und Deine Tochter könnten Tagsüber tolle Ausflüge machen, sie könnte Zeit mit Oma und Opa verbringen und auch die Sprache lernen.
Aber bei Euch zu Hause und Du kommst Abends heim.
So wären auch die Nächte kein Problem.

Rede mit Deinem Partner und findet einen Kompromiss.
Sie würde Dich sicher nicht vergessen nach 4 bis 6 Wochen, aber, gerade wenn sie Dich Nachts braucht, hätte ich dabei auch kein gutes Gefühl.

  • Ich könnte eine Woche Urlaub nehmen aber was ist wenn sie dann mit mir zurück will? Er würde das niemals zulassen und dann darauf bestehen sie soll sich dort auch ohne mich gewöhnen und ich könnte das nie ertragen sie dann noch viele Wochen dort zu lassen :-( meine Schwiegereltern waren schon 2 mal bei uns und es war schon sehr sehr schwer wo sie nur 1 Woche da waren. Wir haben nur eine 3 Zimmer Wohnung ich würde durchdrehen wenn die beiden 4 oder 6 Wochen bei uns wohnen würden. Und er will einfach auch in seine Heimat fahren und die Wochen wo er frei hat ausnutzen um dort mit seiner ganzen Familie Zeit zu verbringen. Ich habe gesagt wir fahren alle 1 Woche und er kann dann so lange alleine dort bleiben wie er will aber ich fahre mit meiner Tochter zurück. Aber er will das nicht und sagt ich bin egoistisch.

    • (19) 07.02.19 - 11:11

      Wäre es denn für Dich denkbar, dass Du nach der gemeinsamen Woche dort, Deine Tochter mit Deinem Mann noch ein paar Wochen länger dort lässt?
      Schau mal, das wäre eine gute Chance für Deine Tochter, gerade im Bezug auf die Sprache und Kultur.
      Mache mit Deinem Mann aus, dass er die Tochter mit Dir Vorwurfslos nach Hause "lässt", wenn sie sagt, dass sie mit Mama wieder nach Hause will.
      Und Du lässt dann los und sie guten Gewissens und ebenfalls Vorwurfslos dort, wenn es gut läuft.

      Von welchem Land sprechen wir denn?
      Könntest Du vielleicht nochmal eine Woche hinfliegen/fahren, nochmal Urlaub, zur Not unbezahlt, nehmen? Vielleicht die letzte Woche? Dass ihr gemeinsam nach Hause könntet?

      Und- wenn das mit den Schwiegereltern bei Euch im Haus schon in kurzer Zeit nicht klappte, dann fällt diese Option wohl leider aus.
      Schade, aber verständlich.

      • (20) 07.02.19 - 17:48

        >>das wäre eine gute Chance für Deine Tochter, gerade im Bezug auf die Sprache und Kultur.<<
        Das bringt der 3-jährigen null in den paar Wochen.
        Die Sprache lernt sie so nicht. Dazu müsste der Vater den kompletten serbischen Part in der Erziehung übernehmen. Nur serbisch mit ihr sprechen. Das ist viel besser, da 6 Wochen Powerserbisch und dann nicht mehr.
        Den Rest wird sie sich vergessen nach den paar Wochen. Dazu müssten sie einfach regelmäßiger hin und nicht einmal alle 3 Jahre für 6 Wochen.

        • (21) 07.02.19 - 18:17

          Ich sage nicht, das sie nach den 6 Wochen komplett die Serbische Sprache sprechen kann.
          "Es wäre eine gute Chance im Bezug auf die Sprache und Kultur" heisst, dass die Tochter gute Einblicke in die Kultur bekommt, die Familie kennenlernen kann.
          Kinder mit 3 Jahren lernen außerordentlich schnell einzelne Wörter einer anderen Sprache. Das ist eine Chance. Natürlich müsste der Vater zu Hause weiter bilingual die Sprachkenntnisse aufbauen, um die Sprache perfekt zu beherrschen.

          Hierzu ein Beispiel von uns: wir haben Verwandschaft in England. Die Engländer waren 1 Woche über Weihnachten zu Besuch in Deutschland. Mein 3 Jähriger Sohn hat viele Wörter aufgeschnappt dabei. Er weiss jetzt, was z.B Hund, Katze, Ja, Nein, Laster ect. auf Englisch heisst. Kann diese Wörter auf Deutsch und Englisch benennen.

          Wenn sich innerhalb einer Familie die Chance einer anderen Sprache ergibt, ist das nur von Vorteil für ein Kind.

          LG

          • (22) 07.02.19 - 19:33

            Ich bin Halbserbin und Erzieherin, war oft in Serbien, hab Familie dort und verstehe auch berufsbedingt und und durch meine private Situation ein wenig was von mehrsprachiger Erziehung ;-)
            Natürlich schnappt ein Kind mal was auf.
            Aber es wird es auch schnell wieder vergissen, wenn man da nicht dran bleibt.
            Diese gedrückten paar Wochen bringen nichts für die Dauer, nur für den Augenblick.

            • (23) 07.02.19 - 20:01

              Ja natürlich muss man dran bleiben- sag ich doch.
              Was möchtest Du mir denn sagen? Findest Du es nicht förderlich für das Kind mit ihrem Vater 6 Wochen nach Serbien zur Familie zu fahren?

              • (24) 07.02.19 - 20:40

                Fürs Kind? Nö.
                Weil wie gesagt: Sprache bedarf es mehr als 6 Wochen. Wenn er das möchte hätte er nämlich schon längst damit angefangen (vielleicht hat er das?) und dann kann sie es nämlich schon ganz gut in dem Alter.
                Kultur bringt ihr auch nix groß. Hat sie danach eh vergessen. Und soviel anders ist es auch nicht.
                Und Beziehungen baut man auch nicht in ein paar Wochen auf. Wenn man das vorher nicht gemacht hat, wird man es da auch nicht machen. Beziehungen baut man ständig im alltag auf. Sonst müssten ja alle Väter mal für 6 Wochen mit den Kids verreisen, um eine Beziehung aufzubauen ;-)

                Nach den Erzählungen hier und meinen eigenen Erfahrungen schätze ich es eher so ein:
                Der Vater will die kleine vielleicht wirklich vorzeigen. Serben geht Familie meist über alles. Ich glaube aber eher, dass die Familie sich um die kleine kümmern wird.
                Er scheint sehr rigoros und null kompromissbereit zu sein und sich auch nicht in seine Partnerin einfühlen zu Können, geschweige denn, dass ihn ihre Gefühle kümmern („das würde er niemals zulassen...“)
                Ich lasse mich aber von der TE gerne eines besseren belehren. Ich würde ihr auch wünschen, dass es anders ist.
                Dieses Bild passt aber leider auf fast alle männlichen Serben, die ich kenne (außer meinem Onkel...der hätte das aber auch nie gemacht. Er ist der liebevollste Mensch, den ich kenne)

Top Diskussionen anzeigen