Wie trennen? Bin am Ende!

    • (1) 10.02.19 - 17:42
      Fertige Sie

      Hallo zusammen,

      ich möchte mich von meinem Mann trennen. Er hat jahrelang regelmäßig an den Wochenenden getrunken, bevor wie unsere Kinder hatten bzw. als die noch klein waren, hat dann eine Entziehungskur gemacht und war 5 Jahre trocken. Ich selbst bin vorbelastet aus einer Alkoholikerfamilie mit 2 Selbstmorden wegen der Trunkenheit. Nun hat mein Mann seinen Job verloren und wieder angefangen zu trinken. Er sitzt den ganzen Tag hier und säuft, jeden freien Tag. Dann wird er stänkerisch, beleidigend zu mir und den Kindern. Ich habe ihm gesagt, dass ich mich deshalb trennen möchte, er versteht das auch wegen meiner Vorgeschichte, sieht aber trotzdem in mir die Böse und droht in angetrunkenem Zustand immer wieder mit Selbstmord, manchmal droht er mir auch, stattdessen mich umzubringen.

      Ich bin inzwischen nervlich total am Ende und möchte mit den Kindern so schnell wie möglich raus hier. Ich weiß nur nicht wie und wohin ich mich wenden soll. Wer gibt schon einer Mutter mit 2 Kindern eine Wohnung, deren finanzieller Unterhalt nicht geregelt ist? Ich suche einen Job, aber bin durch die psychische Belastung durch meinen Mann im Grunde gar nicht arbeitsfähig im Moment, ich denke, das werde ich auch nicht sein, bevor ich hier raus bin, weil ich mit den Nerven am Limit bin. Ohne Geld kann ich aber nicht hier raus. Wir haben ein Haus, das weiter abbezahlt werden und verkauft muss und mein Mann hat schon gesagt, da ich mich trennen will, kann ich mich um das alles auch allein kümmern, er rührt jetzt keinen Finger mehr hier und sitzt das aus.

      Wohin kann ich mich wenden? Ich muss stark sein für meine Kinder und bin aber langsam nervlich selbst am Ende, ich weiß nicht, wie lange ich das noch schaffe, bevor sie mich einweisen können. Habe immer wieder fast täglich Heulattacken, Nervenzusammenbrüche, Magen-Darm-Beschwerden. Ich bin am Ende oder so gut wie. Ich will einfach nur noch raus und weg, aber wie und wohin? Meine Kinder sind schulpflichtig und kriegen auch schon viel zu viel mit, die sind auch schon fertig. :-(

      Was soll ich nur tun?

      LG
      Fertige Sie

      • Wenn er sogar droht dir etwas anzutun, dann pack jetzt sofort das Wichtigste zusammen und geh mit deinen Kindern ins Frauenhaus! Dort kann man dir dann sicherlich auch helfen wie alles Weitere zu organisieren ist.

        • (3) 10.02.19 - 17:53

          Er droht das nicht akut gegen Leib und Leben, eher so, wenn ich es wirklich tu und gehe. Ich weiß auch nicht, wie soll denn das gehen mit Frauenhaus, die Kinder müssen doch zur Schule und alles?

          • Hallo,

            das, was dein Mann versucht, ist emotionale Erpressung, was anderes hat er quasi nicht in der Hand und daher versucht er dich durch solches Verhalten und solche Äußerungen zum Bleiben zu bringen, was ja auch ganz gut klappt bisher.
            Denn du hast die Ängste und bist Co-abhängig.
            Wichtig aber ist, dir kann geholfen werden.
            Als erstes solltest du irgendwo, wo er nicht sucht, eine Nottasche deponieren.
            Pack alles darein, auch Kopien die du nach und nach evtl heimlich anfertigst, oder auch Fotos oder Schmuck, Krankenversicherungskarten, Pässe, Dokumente, Stammbuch, Dinge die du schnell haben musst wenn es schnell gehen muss.
            Es ist auch immer hilfreich, Dinge zu dokumentieren, falls es zu einer Anzeige etc kommt.Gehe offiziell einkaufen, und inoffiziell zu einem Anwalt, der hilft dir, und die Kosten werden übernommen. Beim Job Center kannst du auch vorsprechen, oder bei der Caritas etc. SoS Beratungsstelle, googel mal. Oder hier: https://www.re-empowerment.de Alles Gute ❤️

          • Letztlich kannst nur du wissen wie ernst er es meint. Ich würde an deiner Stelle so handeln, besonders wenn er angetrunken keine Grenze kennt. Da wäre mir persönlich das Risiko zu hoch, dass er aus der Drohung im Suff ernst macht.

      (6) 10.02.19 - 19:01

      Ich würde dir empfehlen, dich bei der Polizei beraten zu lassen, vielleicht auch Anzeige zu Erstatten.

      Eine Verwandte meines Ex wurde von ihrem Mann am Vorabend des Auszuges getötet. Er ist schon lange wieder aus dem Gefängnis raus, weil er bei der Tat besoffen war und sie ist immer noch tot, die Kinder im Heim.

      Mein Ex ist auch Alkoholiker, allerdings war er nie so extrem wie dein Mann oder auch mein Vater. Ich habe ihm morgens eine SMS geschrieben, dass er ausziehen soll und das hat er dann auch gemacht.

      Du musst dir das Ziel vor Augen halten, es wird alles besser und du schaffst das!

      Ich glaube, an deiner Stelle würde ich lieber wegziehen, irgendwohin, wo du trotz allem eine Wohnung bekommst, als so weiterzumachen. Kannst du zur Familie ziehen? Alles ist besser für die Kinder, auch ein Schulwechsel, als mit so einem Vater zu leben, glaub mir, ich spreche aus Erfahrung.

      Das mit dem Frauenhaus ist so eine Sache, die haben hier zumindest lange Wartelisten. Wie das funktioniert, erfährst du auch bei der Polizei.

      Wahrscheinlich werden die sich deinen Mann mal zur Brust nehmen und eine Gefährdungsansprache machen. Vielleicht hilft das ja schon einmal fürs erste.

    • Hallo,


      ich kann verstehen das dich die Zustände zu hause fertig machen. Du musst da irgendwie raus. Es ist für dich und auch für deine Kinder nicht gut. Versuch Hilfe zu finden. Es gibt Beratungsstellen an die die du dich wenden kannst. Ein Frauenhaus ist auch ein guter Anlaufpunkt. Selbst wenn sie dich nicht aufnehmen sollten, müsste man dir dort helfen können. Sie kennen dort Anlaufstellen an die du dich wenden kannst.
      Versuch auch bitte nicht alles mit der selbst auszumachen. Es ist meinen Augen wichtig das du dich mit jemand über alles austauschen kannst.

      Der folgende Link kann dir auch helfen:

      https://www.hilfetelefon.de/beratung-fuer-frauen.html

      Sollte dein Mann seine Absichten umsetzen oder eventuell nur vortäuschen einen Suizid zu begehen, dann rufe sofort die 112 oder 110 an. Man wird sich dann um ihn kümmern.

      Ich schicke dir viel Kraft.

      blaue-Rose

      Ich möchte dir nichts Böses, aber dir mal ganz deutlich machen, warum du jetzt dringend und akut handeln solltest.

      "Ich selbst bin vorbelastet aus einer Alkoholikerfamilie mit 2 Selbstmorden wegen der Trunkenheit"

      Möchtest du, dass deine Kinder später einmal in einem Internetforum dasselbe schreiben? Ich glaube nicht. Also, raus da. Frauenhaus ist eine Möglichkeit, ebenso wie zunächst nur eine Beratungsstelle. Aber du musst unbedingt jetzt tätig werden, das geht so nicht, wenn Gewaltandrohungen auch noch mit im Spiel sind. Das triggert dich zudem und zieht dich noch mehr runter, du benötigst aber jetzt die Kraft, dich da rauszulösen und zwar lieber gestern als heute.
      Für alles wie Schule, etc. gibt es Lösungen. Das hat außerdem jetzt keinerlei Priorität. Euer Schutz, und insbesondere der Schutz deiner Kinder hat jetzt absoluten Vorrang vor allem anderen!

      (9) 10.02.19 - 21:58

      Hallo Du Liebe,
      ich schliesse mich der Meinung der Anderen vollstens an.
      Möchte Dir zusätzlich aber noch raten, gleich Morgen früh einen Termin bei Deinem Hausarzt/ Hausärztin Deines Vertrauens auszumachen.
      Du bist sehr erschöpft, es klingt fast nach BurnOut. Kümmere Dich, trotz der schwierigen Situation- oder gerade wegen der schwierigen Situation- auch um Dich Selbst.
      Es ist wichtig für Dich und die Kinder, dass Du Kraftvoll bleibst und Dich nicht Selbst vergisst.

      Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft'klee
      Liebe Grüsse
      Katnissa

      Ein Alkoholiker der droht sich umzubringen, tut das nicht.

      Mein ex wäre schon 10 mal tot.

      Hast du Familie / Freunde wo du erstmal hin kannst?

      Geh zum Anwalt/ jobcenter/ Caritas?
      Lass dich beraten und dir helfen. Plane alles schnell und gut.

      Sei tapfer und stark. Für deine kinder.
      Raus aus der Hölle

      • (11) 11.02.19 - 05:26

        Danke für Eure Antworten. Es ist gestern abend dann noch richtig schlimm geworden. Ich habe auch heimlich am Handy zwei Gespräche mitgeschnitten, weil er nüchtern völlig anders ist und mir sonst wahrscheinlich keiner glaubt, was ich mir hier anhören darf von ihm. Am Schlimmsten ist jedoch, dass er unterstellt,dass ich unseren Sohn gegen ihn aufgebracht habe, der Junge war gestern fix und fertig, weil er ihn deshalb angegangen ist und ihm gesagt hat, er sei gegen ihn und das wäre, weil ICH ein psychisches Problem habe mit Alkoholikern. Also sprich: Trinken ist nicht schlimm, "ich mach doch nichts", also braucht auch keiner ein Problem damit zu haben, dass er jeden 2. Tag besoffen ist, und wenn mein Sohn und ich doch ein Problem damit haben, dann sind WIR krank im Kopf, weil, er macht doch nichts.

        Ich werde heute früh eine Beratungsstelle kontaktieren und mich erkundigen, welche Möglichkeiten ich habe. Ich muss hier so schnell wie möglich raus, noch mehr Abende wie gestern packe ich nicht mehr, und ich muss stark sein für die Kinder. Ich habe Angst, dass sie mit ihm hier allein sind, wenn ich zusammenbrechen sollte. Mir geht es inzwischen körperlich auch sehr schlecht, psychosomatisch, ich bin seelisch am Ende und körperlich auch, wiege nur noch 48 kg bei 1,68…!

        Ich würde am Liebsten zu meinen Eltern ziehen, die wohnen aber in einer anderen Stadt und ich weiß nicht, ob ich das so einfach tun kann mit den Kindern wegen Schule, geteilten Sorgerecht und allem. Er wird behaupten, dass das mit dem Trinken von mir übertrieben ist und er gar nicht so viel trinkt. Dann steht Aussage gegen Aussage.

    Hallo,

    Deine aktuelle Situation ist schlimm und macht Dich fertig, weil Du passiv hilflos und ausgeliefert bist. Du hast entschieden, dass Du aussteigen willst - also tu es. Du wirst sehen, sobald Du aktiv wirst und den ersten Schritt gemacht hast, wirst Du Dich besser fühlen.

    Gibt es Ferienwohnungen in Eurer Gegend, die Du für die allerersten Wochen mieten könntest? Oder eine Freundin, die Platz für Dich und die Kinder hat? Eltern, Geschwister, andere Verwandte?

    Eine Sucht- oder besser noch Frauenberatung ist eine gute erste Anlaufstelle. Ach ja, Du sagst, dass Deine Kinder fix und fertig sind: Sprich mit ihren Klassenlehrern. Sie werden die Kinder mit auffangen!

    Übrigens sind seine Mord- und Selbstmordankündigungen Deine Chance. Ich glaube, ich würde ihn wegen Selbst- und Fremdgefährdung einweisen lassen. (Sei schonungslos ehrlich gegenüber Notarzt und Polizei in dem Moment, in dem er, am besten betrunken, abgeholt wird!). Du hast dann mehr Zeit für Deinen geordneten Auszug.

    LG, andiamo

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