Mein Dilemma

    • (1) 12.02.19 - 16:07
      dilemma2019

      ich bin in einer sehr vertrackten Situation.
      Ich hoffe auf Feedback und einen ausweg.

      Vor anderthalb Jahren habe ich mich getrennt aus Gründen die jeder Mensch wahrscnhinlich nachvollziehen kann.
      Es gab in manchen Situationen beziehungsweise Streits impulsive Verhaltensweisen. Ungeduld und auch Beleidigungen und Aggressionen
      Dem gegenüber stehen sehr schöne Momente. Voller Innigkeit und Liebe. Fragen was ich dazu beitrug. Ich bin selbst nicht einfach

      Seit anderthalb Jahren geht es mir schlecht mt der Trennung und der Verlust ist kaum auszuhalten.
      Ihm geht es auch so.
      Ich habe mich aus Selbstschutz getrennt aber nicht wegn fehlenden Gefühlen.
      Ich sitze oft hier und frage mich was mehr Priorität hat und ob man nicht an allem arbeiten könnte. Wir sind auch keine kleinen Menschen mehr sondern beide ü40 und haben unsere Schwierkgeiten im Leben gehabt

      Ich weis nicht, was ich tun soll. es ist vorbei und das schon lange. aber es geht mir nicht besser, ich bin unglücklich und vermisse ihn, Tag für Tag.
      Es tauchen Fragen auf wie darrüber wegzusehen. Weil ich auch meine Probleme habe. Vielleicht kriegt man das anders hin.
      Eine Paartherapie lehnte er damals strickt ab weswegen ich mich trennte er wird es weiterhin tun, so viel weiß ich.
      also bleib ich ohne ihn, aber fühle mich auch nach anderthalb Jahren schrecklich und der Liebeskummer hört nicht auf, trotz eigener Therapie, ich bin ratlos

      • Ja und genau deshalb würde ich vorher ganz genau abwägen, ob man sich wirklich trennt, weil man besser "ohne" dran ist oder ob man sich trennt, weil irgendwer sagt, dass man sich sowas nicht gefallen lassen darf.

        Jeder plärrt rum, dass "Aggressionen" gar nicht gehen, Beleidigungen, fiese Worte im Streit. Und dann meint man, man muss sich trennen. Hm. Ich weiß es nicht. Ich finde, man kann sich schon mal anplärren, sollte nicht täglich sein, aber hin und wieder ist es sicher nicht ganz unnormal.

        Genauso Untreue: Ich weiß nicht, wie ich entscheiden würde. Aber ich kenne einen Mann, der sich vor mittlerweile fast 9 (!) Jahren wegen eines Fehltritts seiner Frau (noch dazu in einer emotional nicht ganz einfachen Lage) von ihr getrennt hat und m.E. heute immer noch drunter leidet.

        Ich finde, jeder sollte SELBER definieren, was für einen geht und was nicht.

            • (5) 13.02.19 - 16:03

              hmja. Absolut richtig, vor allem fällt es mir schwer Rat von einer Userin anzunehmen die zwar überheblich ist aber selbst so viele Baustellen hat.

              • Also, du hast um Rat gefragt, ich konnte ja nicht wissen, dass genau MEIN Rat jetzt nicht erwünscht war - zumal du ja in schwarz schreibst und ich nicht mal erahnen kann, wer du bist und ob du mich "magst" (was ja in einem Forum eh Käse ist) oder nicht.


                Darüber hinaus weiß ich nicht, was an meinem Rat so schlecht sein soll. Du sagst ja selbst, du leidest, du bist unglücklich. Deshalb hab ich dir eben geraten, auf dein Herz zu hören und das zu tun, was DU für richtig hältst und nicht das, was dir die Gesellschaft suggeriert, dass richtig ist. Ich habe nicht gesagt, du sollst zu deinem Mann zurück. Ich habe nicht gesagt, du hast einen Fehler gemacht mit der Trennung. Ich habe nur gesagt, du sollst dir genau überlegen, was DU willst. Und nicht was die Gesellschaft sagt.

                Genau aus diesem Grund habe ich eigentlich überhaupt keine Baustelle. Ja, ich finde meinen Kollegen sehr attraktiv. Ja, ich habe lange überlegt, wie er zu mir steht. Ich finde es auch sehr schmeichelhaft, dass ein Mann, der mir grundsätzlich sehr gefällt, offenbar auch etwas für mich empfindet. Und ich genieße es, mit jemandem zusammen zu arbeiten, den ich sehr mag und der mich auch sehr mag. Das macht es 1. erfreulicher und 2. aber auch einfacher, weil jeder von uns beiden weiß, dass der andere umsichtig und zuallermeist positiv reagiert, wenn der andere etwas (berufliches) will. Aber nur weil "die Gesellschaft" oder urbia oder irgendwelche Medien schreien, dass man da seinen Gefühlen folgen soll und an sich denken und was auch immer, werfe ich sicher keine 20jährige funktionierende liebevolle Beziehung zum Vater meiner Kinder weg. Dann bin ich eben so, dass ich immer mal ein wenig Kribbeln brauche. Solange es uns dabei allen gut geht, ist doch alles schick. Es gibt keine "Baustelle" in unserer Beziehung. Die gäbe es aber mit Sicherheit, wenn ich diesem "Rat" folgen würde. Was hätte ich denn: Ich hab ja schon Zeitlang, wenn ich meinen Mann eine Nacht nicht bei mir habe. Wenn wir uns trennen würden, wäre ich todunglücklich. Meine Kinder wären zum Patchwork-Wahnsinn gezwungen. Ich säße allein hier und könnte all die schönen Dinge, die ich gerne mit meinem Mann mache, nicht mehr machen. Und selbst FALLS ich tatsächlich in die Arme meines Kollegen flüchten würde - was unwahrscheinlich ist, denn mit seiner Vorgeschichte verlöre er wahrscheinlich auf der Stelle jede Achtung vor mir, wenn ich es seiner Ex gleichtun würde und Mann und Kinder fürs schnelle Abenteuer verließe - dann wären wir wahrscheinlich nach kurzer Zeit genau wieder an dem gleichen Punkt. Ich brauche Flirts, ich brauche das Kribbeln. Das ist so eine Art Lebenselexir für mich. Dabei weiß ich aber immer und zu 100% wo meine bzw. die Grenzen meines Mannes sind und achte diese auch.

                Es gehört ja überhaupt nicht zum Thema: Aber mein Mann kennt meinen Kollegen, mag ihn wirklich und ist auch gelegentlich (also bei bestimmten Anlässen, wenn es sich halt so ergibt) dabei und da gehen wir auch nicht anders miteinander um als wenn mein Mann nicht dabei ist..

                • (7) 13.02.19 - 18:52

                  Aber nur weil "die Gesellschaft" oder urbia oder irgendwelche Medien schreien, dass man da seinen Gefühlen folgen soll und an sich denken und was auch immer, werfe ich sicher keine 20jährige funktionierende liebevolle Beziehung zum Vater meiner Kinder weg.

                  Dann ist doch alles toll. Warum postest du dann hier und fragst nach Rat????
                  Mich stößt deine Überheblichkeit ab. So gut ist

      Man bemerke: Du machst eine Therapie, arbeitest an Dir, würdest Dir sicher Deine Fehler nennen lassen und sie auch reflektorisch beheben wollen. Und er? Ihm ist das Zusammensein nicht wichtig genug, um wenigstens Dir zuliebe mal ein paar Sitzungen beim Therapeuten zu nehmen.

      Was ich herauslese ist, dass ihr noch Kontakt habt und auch über eure Gefühle redet. Vielleicht ist das das Problem, dass die Wunde nie abheilen kann?

      • (9) 12.02.19 - 20:01

        Nein er tut nichts obwohl er mich angeblich liebt.
        Deswegen will ich auch nicht und halte ihm auf Abstand. Aber gut geht es mir dabei nicht. Im Gegenteil

        • Das meine ich ja, es ist noch Kontakt da. Oder geht das nicht anders? Natürlich schmerzt es, wenn Du weiterhin von ihm hörst, dass er Dich liebt, es ihm aber gleichzeitig zu unangenehm ist, seine Fehler offenzulegen. Meist halten Männer es ja für ein Zeichen von Schwäche, wenn sie Hilfe von Dritten annehmen sollen.

          Was noch dazu kommt, wäre die Frage, ob die Gefühle zu ihm Dich in der Partnersuche irgendwie behindern. Sei es nun, dass Du ihn eben noch zu sehr liebst und kein anderer Mann deshalb in Frage kommt, oder ob es Dich hindert, weil der Nächste ja noch eine schlimmere Art haben könnte. Das wäre schade.

          • (11) 13.02.19 - 13:19

            eine gute Frage. Eine Mischung aus beidem. manchmal denke ich mir das ist nur mein Herz was spukt und ihn nicht los lassen kann. Die Trennung finde ich schon richtig.

    (12) 12.02.19 - 20:21

    Hallo.

    Deine Gefühle kann ich so gut nachempfinden. Ich bin übrigens rückfällig geworden. Weil ich mich nun aber deutlich besser beherrsche, ist es weniger schlimm als früher und es gibt mehr Raum für die schönen Phasen.

    Die Frage ist, was möchtest du?

    • (13) 12.02.19 - 21:00

      Ich weiß es nicht.
      Ich wollte es so nicht. Aber so wie es mir seit viel zu langer Zeit geht auch nicht. Ich bin vielleicht stark und halte es durch aber er fehlt und das jeden einzelnen Tag.

      • (14) 13.02.19 - 00:03

        Ich habe so einem Mann zweimal eine Chance gegeben und mich nun zum 3. Mal und endgültig getrennt. Über 20 Jahre dauerte es, dass er Liebe in Angst und Trostlosigkeit verwandelte. Erst mussten auch meine Kinder leiden unter ihm, dass ich die Kraft fand zu gehen. Ich wünschte, ich hätte ihm schon die erste zweite Chance verwehrt, es hätte mir viele verschwendete Jahre erspart.

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