mein Herz ist gebrochen

    • (1) 14.02.19 - 18:27
      Rheinfelsquelle

      Ich weiss schon lang nicht mehr was ich tun soll.
      Mein Mann und ich sind seit knapp 10 jahren zusammen und seit 9 Jahren verheiratet.
      Alles ging am Anfang sehr schnell, nach 9 Monaten haben wir bereits geheiratet. Wir waren glücklich, ein Jahr nach unserer Hochzeit kam unser Sohn, der wunsch nach einem weiteren Kind dann ein Jahr später und wurde erstmal durch eine Fehlgeburt gedämpft 2012.
      Mein Mann ist eigentlich ein Mensch der nie viel redet, das hat mich schon immer verletzt, weil ich nie wusste woran ich bin.
      Also ich die Fehlgeburt hatte 2012 war ich am Boden zerstört. Man sah ihm sichtlich an, dass er getroffen war, viel geredet darüber haben wir nicht.

      Ich muss dazu sagen, dass er aus einer recht kaputten Familie kommt. Er ist bei seinen Großeltern aufgewachsen, seine Oma ist früh verstorben und der Opa hat sich alleine um ihn gekümmert. Seine Eltern wohnten zwar auf der gleichen Straße aber diese kümmerten sich kaum. Ein herzliches Familienleben kennt er also eigentlich nicht.
      Er hat sich sehr für mich geändert, war er vorher der Typ: Ich zock den ganzen Tag am pc und muss mich um nichts kümmern, kam auf einmal ich, die dann auch im Haushalt dinge einforderte. Was für ihn ok ist.

      Seine Familie hasst mich, da ich nicht die klassische Frau bin, die Kinder und Haushalt alleine schmeisst sondern die auch hilfe erwartet. Das verhältnis ist mehr als zerrüttet. Aber es ist ok, wir haben bis auf Geburstage und Weihnachten keinen Kontakt mehr.

      Wir sind 2012 ins Haus meiner Eltern gezogen und leben dort in 2 getrennten Wohnungen. Es läuft eigentlich echt gut. Ich pflege mittlerweile meinen Vater und meine Mutter kümmert sich um den grossen während ich arbeite. Für mich die perfekte Win Win Situation.
      Es kommt natürlich auch mal zu reibereien, zwischen meinem Vater und meinen Mann. Mein Mann, so habe ich das gefühl, bekommt scherze meines Vater absichtlich in den falschen hals um explodieren zu können, weil ihm dieses ganze zusammenleben nicht passt. Ich habe das Gefühl, dass er hier nicht leben möchte, aber er möchte es nicht zugeben.

      2014 kam unsere Tochter auf die Welt. Ich hatte während der schwangerschaft blutungen bis zu 28. Woche und jeden Tag Angst. Er jedoch, war nicht für mich da, er hört zu, aber sagt nichts dazu. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich mit mir selbst sprechen würde.
      Ich rede eigentlich hier mehr mit meiner Mutter als mit meinem Ehemann.

      Mein Mann kommt um ca. 15 uhr von der arbeit, möchte dann essen. Ich selbst arbeite aktuell von 8-13 uhr im Homeoffice und regle dass die Kinder morgens verteilt werden und hole um 14 uhr unsere Tochter ab sprich ab ca 14.30 Uhr muss hier haushalt auf dem Plan stehen.
      Ich fühle mich aber wie Sísyphus, ich arbeite zwar von zuhause aus, arbeite aber 6 Tage pro Woche 4-5 Stunden täglich. Sprich mein Sonntag ist mein einziger freier Tag pro woche. Was ok ist, denn Geld muss halt rein kommen.
      Dann noch 2 Kinder und der Haushalt. Ich sage ehrlich, alleine schaff ich das nicht. Unsere Kinder haben Logopädie, Fussball, Gardetanz und noch Ergotherapie.

      Ich habe das Gefühl, dass mein Mann es sich einfach macht.

      Letztes Jahr ist er selbst als Trainer in den Fussballverein eingetreten, was ich schön fand, weil er unsere Tochter trainierte. Ich dachte 1x pro Woche macht er was mit ihr, plus am Wochenende dann das tunier.
      Wie läuft es jetzt? Die Gruppe wurde aufgeteilt, es gibt 5 Trainer aber mein Mann muss bei jedem Training dabei sein, egal ob unsere Tochter dort trainiert oder nicht. Anstatt dass er dann es beschränkt auf das Training mit unserer Tochter nein, er ist dann jetzt 3x pro Woche dort unterwegs. Dazu kommt noch, dass er in die Freizeitmannschaft möchte, macht also 4x pro Woche Fussball.
      Ich aktzeptiere es, oder viel mehr ich schlucke es. Denn 50% dieser Fussballzeit verbringt er ja mit unserer Tochter.
      Ich fühle mich aber sehr sehr einsam.
      Das weiss er auch, aber es kommt keine Antwort dazu wenn ich etwas sage.

      Im gegenteil, wende ich mich ab, weil ich einfach nicht mehr kann, schiebt er mir die Schuld in die Schuhe, Ich würde ihm ja keine Zuneigung mehr geben, Er bräuchte mehr liebe.
      Liebe. Ja sitze ich heulend im Bett spielt er Pokemon Go auf seinem Handy. Generell ist ihm das Handy wichtiger als jedes Gespräch mit mir.

      Dieses Jahr ist zwar noch Jung, aber für unsere Beziehung der tiefpunkt und das Ende in meinen Augen.
      Anfang des Jahres fing es gut an. Nach einem Langen Gespräch wo ich ihm schon die Trennung androhte gelobte er besserung. Es wurde auch besser. Wir sprachen darüber, dass ich mir eigentlich noch ein weiteres Kind wünschen würde. Weil ich mich nicht komplett fühlte. Wir haben gemeinsam drüber gesprochen und entschieden das wir es direkt probieren wollten. 2 Tage vor meinem Eisprung haben wir begonnen.
      12 Tage später konnte ich mein Glück nicht fassen, es hatte wirklich geklappt. Ich wurde im 1. Zyklus direkt schwanger.
      Mein Gefühl, aber leider ungut, weil das HCG nicht so im Urintest stieg wie ich mir das wünschte. Beim ersten Frauenarzttermin letzte Woche Donnerstag wegen leichten Blutungen bei 4+3 sah man nichts. Meine Frauenärztin riet ausruhen, Magnesium und wenns schlimmer wird ins Krankenhaus.

      Momentan renovieren wir unsere badezimmer seit ein paar Wochen und kommen nur Stückchenweise weiter. So arbeitete mein Mann auch am Samstag dort. Ich sagte ihm, dass meine Blutungen schlimmer werden.
      Es folge keine reaktion. Kein Kommentar, nichts. Mein Herz brach.
      Würde ein Mann der mich liebt mich nicht sofort ins Auto setzen und ins Krankenhaus fahren? Betreuung der Kinder ist hier quasi 24 Stunden gegeben?

      Sonntag wurde es weiter schlimmer, und ich war wie gelähmt, dass er nichts dazu sagt. Kein kommentar nichts.
      Sonntag abend um 22 uhr bin ich völlig ausgerastet und habe ihn angebrüllt, warum er so herzlos ist und mit mir nicht ins Krankenhaus fährt.
      Um 23. uhr hat er dann angerufen und wir sind gefahren.
      Im Krankenhaus lief es nicht gut, wurde nicht gut behandelt und mit Verdacht auf MA entlassen.
      Montag nahm mein Mann sich dann nen Krankenschein, wobei er eigentlich Urlaub nehmen wollte und ich ihm das ausredete da er die Woche zu vor überstunden machte, weil er ja Stunden sammeln muss.
      Er war zuhause und um 11 uhr konnten wir zum Frauenarzt. Er stand völlig unbeteiligt in der Ecke, während meine Frauenärztin mir zuhörte. Ich weinte in der Praxis, zum einen weil ich mein Baby verloren haben und zum anderen wegen der herablassenden behandlung im Krankenhaus.
      Mein Mann tat nichts, im gegenteil, während ich dort stand und weinte, blätterte er in einer Zeitung herum.

      Montag lag ich im Bett und er sollte sich um die Kinder und den Haushalt kümmern. Er hat es aber lieber bevorzugt Sticker in die Fussballalben zu kleben. Da ich Dienstag wieder arbeiten musste blieb der Haushalt so weit liegen, weil ich aufgrund der starken Blutung einfach müde bin. Er kochte nur Fastfood und es ist ihm egal. Das einzige was er macht, ist Standartmässig um 10 uhr in seiner Pause: " Wie gehts dir?" schreiben.
      Mehr nicht.
      Er möchte weiterhin ein Kind und ich dachte, ich könnte einfach so weiter machen.
      Aber es geht nicht.
      Heute hat es wieder geknallt. Er hat sich im Badezimmer extrem vermessen sodass der überteuerte Schrank den er unbedingt haben wollte und dem ich nur zugestimmt habe nicht passt und man die Dusche nicht nutzen kann. Ich bin ausgeflippt.
      Ich habe Montag zum zweiten Mal ein Kind verloren und mein Mann hat mir bisher nichts grosses darüber gesagt, Er hat kein einziges aufbauendes Wort für mich.
      Die einzige person die ein lächeln für mich hatte und ein: Wird schon, war meine Frauenärztin beim rausgehen, die mit ihrer hand meine Schulter berührte.

      ich fühle mich im Stich gelassen und mein Herz ist einfach gebrochen.

      Ich weiss nicht was ich tun soll.

      Sorry für den ellen langen Text, aber das musste einfach mal raus

      LG

      • Oje erstmal mein Beileid zu deinem Verlust. Es ist grauenvoll dass zu erleben. Die zweite Ss. meiner Frau war auch eine Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft. Meine Frau ist damals alleine zum Frauenarzt, da Ich arbeiten war. Ich bereue immer noch dass Ich damals nicht einfach mitgefahren bin. Hast du eine vertraute Person mit der du dass ganze mal in Ruhe besprechen kannst? Ich finde es wichtig die Trauer auch mal rauszulassen und auch mal mit jemanden weinen zu können. Zu eurer Beziehung: Es klingt so als wäre eure Beziehung wirklich in einer Schieflage. Allerdings frage Ich mich ob es Ihm wirklich egal ist oder ob durch völliges verdrängen trauert.
        Das wirst du aber besser beurteilen können.
        Allerdings klingt es für mich eher so dass er eigentlich mit eurer Beziehung abgeschlossen hat und sich aus welchem Grund auch immer nicht trennen will.
        Grundsätzlich ist eine Eheberatung immer eine gute Möglichkeit, wenn beide noch wollen.
        Alles gute für dich, deine Tochter und deinen Mann.

        • (3) 15.02.19 - 09:00
          Rheinfelsquelle

          Ich vermute dass er einfach nicht alleine sein möchte und deswegen an der Beziehung festhalten woll.
          Ich würde mir einfach nur wünschen das er für mich da ist und mit mir redet.
          Das er erkennt dass es mir sehr schlecht geht.
          Er tut so, als wäre nichts passiert.
          Er ignoriert es.
          Das verletzt mich.

          Es sind aber oft hier auch kleinigkeiten. Er brüllt beispielsweise die Kinder an, wenn sie mal nen Fehler machen, und das nervt mich.

          Ich habe das gefühl, dass er unzufrieden mit sich selbst ist, und alle anderen müssen drunter leiden

          • (4) 16.02.19 - 21:45

            Hallo, ersteinmal tut es mir um deinen Verlust leid.
            Ich habe selbst eine Fg hinter mir. Allerdings finde ich, dass dein Post nach „für mich da ist“ etwas egoistisch ist!
            Mein Mann hat es zutiefst verletzt, dass sich nach der Ausscharbung alle, wirklich alle nur um mich gekümmert haben. Er wurde nicht einmal gefragt wie es ihm geht!
            Hast du deinen Mann mal gefragt wie es ihm geht??? Auch er hat ein bzw zwei Kinder verloren und für einen Mann ist es sicher nicht toll auch noch die Frau leiden zu sehen...
            Zu den anderen Themen kann ich nichts sagen, aber ich möchte das du auch ein bisschen Verständnis für deinen Mann hast. Jeder geht anders mit der Trauerbewältigung um. Mein Mann war danach auch ständig arbeiten und beim Sport.

      "Mein Mann ist eigentlich ein Mensch der nie viel redet, das hat mich schon immer verletzt, weil ich nie wusste woran ich bin."

      Du hast einen Mann geheiratet, der mit emotionalen Dingen nicht gut zurecht kommt, lieber schweigt als redet und generell anscheinend gerne Dinge verdrängt und aussitzt. Das wusstest Du vielleicht bei der Hochzeit, die ja sehr schnell kam, noch nicht so gut, konntest Deinen Mann aber 10 Jahre lang kennenlernen. Dein ganzes Posting strotzt nur so davor, dass Du Dich beschwerst, wie gefühlskalt er wäre. Das ist er aber sicher nicht, denn man liest auch heraus, dass er seine Gefühle lediglich nicht häufig äußert.

      Er ist, wie er ist. Und er ist auch okay, wie er ist. Eine Wesensänderung kannst Du von ihm nicht verlangen, ändern kannst Du nur Dich selbst. Du kannst entweder akzeptieren, wie er nunmal tickt und ihn dafür/trotzdem lieben. Oder Du gibst ihn frei, damit er eine gute Beziehung mit einer Partnerin führen kann, die nicht dauernd an ihm herumkritisiert und zeigt, wie unglücklich sie mit ihm ist.

      Eine Ehetherapie könnte euch noch retten, aber ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass Dein Mann das ablehnen wird. Nicht, weil er Dich nicht liebt, sondern weil er eben nicht über Gefühle reden kann oder will.

      • (6) 15.02.19 - 08:57
        Rheinfelsquelle

        Ja das stimmt, es stört mich dass er nicht redet, denn das ist das was mich fertig macht.
        Ich möchte keine wesensveränderung.
        Ich fühle mich von ihm einfach im Stich gelassen, weil er lieber über seine Arbeitskollegen spricht als über unseren verlust.
        Das verletzt mich und das habe ich ihm gesagt.

        Ich muss ehrlich gestehen, dass mich deine Antwort echt verstört. Ich kritisiere nicht an ihm rum, ich sage ihm dass er mich verletzt. Darf man das nicht? Muss ich weiterhin alles schlucken und einfach damit leben, dass er mir tagtäglich weh tut=
        Er will sich nicht trennen, spreche ich das Thema an kommt: Ich liebe dich aber
        mehr nicht.
        Selbst wenn ich ihn Frei geben würde, er geht ja nicht!

        Er liebt die gewohnheit und nicht mich!

        In gut 3 Monaten wird das haus hier auf mich überschrieben sein, ich könnte ihn dann erst zwingen auszuziehen, aber eigentlich möchte ich keinen Rosenkrieg

        • Er verletzt Dich, weil er nicht so ist, wie Du es brauchst. Und das sagst Du ihm wahrscheinlich auch desöfteren, bittest ihn, sich zu ändern (und sei es nur indirekt). Das ist schon Kritik und Du hast ja auch heftige negative Emotionen. Selbst wenn er diese verdrängt, er bemerkt sie ja doch.

          Ihr habt einfach eine völlig andere Position und dazu kommt ein schreckliches Erlebnis. Du hättest Dir Beistand gewünscht, er konnte Dir das nicht geben. Er kann gar nicht wirklich erfassen, was Du von ihm brauchst, nicht weil ihm das egal wäre. Sondern weil ihm hier möglicherweise einfach die Emapthie fehlt. Hat er vielleicht nie gelernt, sowas geben einem zu einem großen Teil die Eltern mit. Möglich ist natürlich auch eine Besonderheit, z.B. dass er Asperger Autist wäre.

          "Ich muss ehrlich gestehen, dass mich deine Antwort echt verstört. Ich kritisiere nicht an ihm rum, ich sage ihm dass er mich verletzt. Darf man das nicht? Muss ich weiterhin alles schlucken und einfach damit leben, dass er mir tagtäglich weh tut="

          Tut mir leid, ich wollte Dich nicht verletzen. Du darfst ihm sagen, dass er Dich verletzt, aber das ist jedesmal Kritik an seiner Art. Er tut Dir ja nicht bewusst weh. Aber anscheinend kann er nichts ändern.

          Klar, ich kann mich irren und er ist absichtlich so kalt und reserviert. Dagegen spricht aber, dass Du schreibst, er wäre noch nie anders gewesen.

          Ich finde auch dass du genau wusstest wie dein Mann war oder ist. Du jammerst sehr viel. Ich würde auch niemals darauf kommen noch ein Kind zu bekommen bevor die Ehe nicht wieder läuft. Ihr habt einige Baustellen aber einer alleine ist nie Schuld. Übrigens arbeite ich auch, habe zwei Kinder. Mein Mann arbeitet natürlich mehr wie ich und ich muss auch sehr viel alleine machen. Dein Mann geht arbeiten, er kann nicht alles machen.

          Gabi

    Huhu,

    ich glaube ihr seid 2 komplett unterschiedliche Menschentypen und daher wird das immer wieder Reibungspunkte geben, wenn du nicht akzeptierst, dass ihr eben anders seid.

    Er scheint mir der pragmatische Typ zu sein, weniger gefühlsbetont, aber eben doch der Macher, wenn es darauf ankommt (Bsp: Trainer sind gesucht und er macht das eben).

    Du scheinst genau das Gegenteil zu sein, sehr gefühlsbetont und weniger pragmatisch.

    Damit ergeben sich eure Konfliktpunkte: du sagst ihm, dass du Blutungen hast und erwartest, dass er hellsehen kann, dass du ins Kh fahren möchtest. Bei ihm kommt allerdings lediglich die Info an: Frau hat Blutungen.
    Formuliere deine Wünsche komplett aus und erwarte nicht, dass er das unbedingt erkennen kann. Nur weil es für dich logisch ist, muss es für ihn nicht so sein.
    Bsp ich bin auch eher pragmatisch - bei meinen Blutungen in der SS wusste ich einfach, dass jetzt alles oder nichts zählt, wenn man es so früh verliert, dann ist es eben so, egal ob ich zum Arzt renne oder nicht. Vielleicht denkt dein Mann einfach ähnlich? Weder dein noch mein Denken ist doch verkehrt - nur gehen wir anders um in der Situation. Daher ist das A und O eine klare Kommunikation: "Schatz, wir fahren jetzt ins KH, ich möchte dass es jemand kontrolliert!" Du kannst da selbst aktiv werden, da muss nicht der Mann anrufen und alles regeln.

    Meine frühen Abgänge haben mich zwar auch kurz traurig gestimmt, aber nicht so aus der Bahn geworfen. Daher verstehe ich auch die Reaktion deines Mannes irgendwie … er war hilflos mit deiner Trauer. Auch da hilft eine klare Ansage, was du gerade brauchst!


    Was ich auch gar nicht verstehe, du sprichst von Trennung aufgrund der vielen Differenzen der letzten Jahre und haust dann das Thema Kinder auf den Tisch und legst gleich los.
    Für mich ist das total widersprüchlich und verstehe dein Handeln da auch gar nicht. Entweder war es dann doch nicht so schlimm oder wie soll ich es verstehen?

    LG

    Entschuldige vorab meine vllt. zu harten Worte, aber du sagst, dein Herz sei gebrochen, weil du der Meinung bist dein Mann sei nicht für dich da, planst aber mutwillig ein weiteres Kind, dass dann vermutlich in einiger Zeit mit den zwei anderen mit einer alleinerziehenden und völlig überlasteten Mutter leben muss!?

    Schaut doch erstmal, ob und wie ihr eure Beziehung wieder ins rechte Licht rücken könnt, ob es Sinn macht, sie fortzuführen, wenn du doch so unglücklich und bereits jetzt so überarbeitet bist.

    Und wenn du der Meinung bist, ins Krankenhaus zu müssen, dann mach doch den Mund auf und rede. Männer ticken nun mal anders als Frauen, für sie ist eine Schwangerschaft - gerade in dieser frühen Zeit - oft gar nicht greifbar.

    • (11) 15.02.19 - 12:07
      Rheinfelsquelle

      Ich hatte vor der Kinderplanung eigentlich das gefühl, dass es wieder läuft sonst hätte ich diesen wunsch nicht geäussert.
      Das ganze was mir so zugesetzt hat, war jetzt die Fehlgeburt.
      Ich hatte ihm samstag gesagt dass ich zum arzt sollte, jedoch kam keine reaktion. Er war im Bad und hat dort das Silikon verarbeitet

      • Du hast es an der Stelle falsch formuliert. Es gibt eine Reihe von Männern die ganz klare Ansagen brauchen.

        Statt: "Ich sollte zum Arzt" besser "Fährst du mich bitte zum Arzt".
        Statt: "Ich bin traurig und fühl mich gelassen. " Besser: "Nimm mich bitte in den Arm".
        Statt: "Der Müll müsste mal wieder weg gebracht werden. Besser: "Nimm bitte den Müll mit, wenn du raus gehst."

        Das ist eine Umstellung für dich, aber du wirst sehen, mit ganz klaren formulierten Ansagen, bekommst du das was du brauchst. Und dann Mann wird auch bereit sein, die Dinge zu tun, weil er dich jetzt versteht. Mit einer weinenden Frau auf dem Bett, können viele Männer nicht umgehen. Auch Gefühle zeigen, fällt vielen nicht leicht.

        Ich war auch mit einem solchen Mann verheiratet. Er konnte aus meinem Verhalten niemals eine Handlung für sich ableiten. Ich musste ihm klar sagen, was ich für ein Bedürfnis habe und was ich an dieser Stelle von ihm erwarte.

        (13) 15.02.19 - 17:24

        Also ehrlich gesagt, bei Blutungen in 4+3 hätte ich auch kein Drama gemacht. Das ist keine Fehlgeburt, da hatte sich noch nicht mal was eingenistet, ich hätte zu dem Zeitpunkt noch nicht mal einen Test gemacht. Diese supersensiblen Tests sind schlimm, früher hätte man nicht mal gemerkt, dass das Ei befruchtet wurde, weißt Du, wie oft ein befruchtetes Ei sich nicht einnistet und gleich wieder abgeht mit der Periode? Das passiert ständig unbemerkt, die meisten Frauen denken, die Tage haben sich 2-3 Tage verspätet. Du machst dich ja selbst fertig und bekloppt, wenn Du so früh schon testest. Bevor man beim US nichts sieht, ist da auch keine Schwangerschaft, ergo auch keine Fehlgeburt. Ich wäre auch nicht zum Arzt gefahren.

        • (14) 16.02.19 - 20:11

          Ich glaube wer wann wie trauert ist jedem selbst überlassen.
          Nicht schwanger? Blut und US haben was anderes gesagt. Es hat seine Gründe warum ich früh zum Arzt muss. Ich war bei dem Termin 6 Tage überfällig, meinen regulären Termin ohne Blutungen hätte ich 4 Tage später gehabt! Ich wünsche dir, dass du nie ein Kind verlieren musst, egal in welcher Woche!

(15) 15.02.19 - 13:36

Ganz ehrlich du solltest dich eher um die Beziehung kümmern, statt um ein weiteres Kind!!
Ich habe auch zwei Kinder geh zu 50% arbeiten und schaffe mein Haushalt allein. Mein Mann arbeitet bis 17 Uhr der holt d7e Getränke und das war's, ist für mich ok.
Du solltest dir kein drittes Kind anschaffen, wenn du schon mit zwei und Haushalt ausgeschöpft bist.

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