Rauchen

    • (1) 16.02.19 - 21:26
      Blackdust

      Liebe Forumgemeinschaft, eigentlich gehört es nicht in dieses Forum, aber es nervt mich extrem! Mein Mann raucht. Das ist letztendlich nicht das Problem. Er ist schließlich selbst für seine Gesundheit verantwortlich! Er raucht auch nicht in der Wohnung. Ich weiß, wie schwer es ist, aufzuhören. War selbst Raucherin und hörte erst auf, als ich schwanger wurde. Unser Kind ist 10 Jahre alt. Der Opa starb an Krebs, als es 7 Jahre alt war. Und da liegt das Problem. Unser Kind hat panische Angst, dass er auch krank wird. Er hörte kurze Zeit auf, schaffte es aber nicht. Unser Kind weint inzwischen fast täglich aus Angst um seine Gesundheit. Aber immer nur bei mir, weil die Tante mal sagte, wenn es dem Papa Druck macht, würde er niemals aufhören. Er liebt sein Kind über alle Maßen, ich verstehe nicht, wie man da nicht so stark sein kann und es schafft. Von Schwangeren wird es immer erwartet, dass sie an die Gesundheit des Kindes denken sollen, aber ein Vater, der ja auch eine Vorbildfunktion hat, schafft es einfach nicht. Sonst ist er so ein starker Mensch. Mich macht das so traurig. Weil ich unser Kind immer leiden sehe, weil ich sehe, dass ihm das Rauchen wirklich nicht gut tut und weil unser Kind letztendlich auch recht hatte. Wie kann man einen Menschen denn dazu bringen, seine Sucht zu besiegen. Gibt es Tipps hier? Denn ich weiß, dass er insgeheim gern aufhören würde, es aber einfach nicht schafft. Danke fürs lesen!

      • (2) 16.02.19 - 21:28

        Wenn möglich, bitte in Partnerschaft verschieben! Danke!

        (3) 16.02.19 - 22:01

        Ich finde es immer fragwürdig, du warst doch selbst Raucher. Du hast aufgehört, weil du schwanger warst. Hat keiner von dir verlangt, aber du hast es getan. Übrigens für dein Kind und nicht für dich!

        Ich habe leider wieder angefangen, aber ich rauche nicht vor meinem Kind. Vielleicht ist das deinem Mann wenigsten möglich? Sein Kind zum weinen zu bringen sollte zumindest derart zum Nachdenken anregen.

        Und sonst: du weißt es ja selbst. Man muss es selbst wollen.

        (4) 17.02.19 - 10:42

        Frage deinen Arzt und deinen Apotheker.

        Erzähle deinem Mann, wie sein Kind darüber denkt.

        Erinnere ihn daran, dass er ein Vorbild für sein Kind ist.

        Tritt ihn kräftig in den A...

      • (5) 17.02.19 - 10:49

        Hallo,

        also zum einen hast du natürlich Recht, er sollte das Rauchen aufhören, keine Frage.

        Aber andererseits find ich es ziemlich ungesund, dass euer Kind so panische Angst hat, dass es täglich deswegen weint!
        Und sich nicht mal traut mit dem Papa darüber zu reden.

        Tut mir leid, aber was habt ihr dem armen Kind denn erzählt, dass es so dermaßen Panik schiebt? Das ist definitiv kein normales verhalten.

        • Das sehe ich allerdings auch so. Aber das mit der Panik ist die eine Sache ... quasi die Folge des Problems und das Problem ist das Rauchen und da muss angesetzt werden.

          Ich empfehle die Bücher oder Kurse von Allen Carr. Ich habe selbst damit vor 3 1/2 Jahren aufgehört. Und wenn das nicht klappt, kann auch Akkupunktur das Mittel der Wahl sein. Viel Glück 🍀

        • "Was habe ihr den armen Kind den erzählt???

          Es hat wahrscheinlich mitbekommen, dass Rauchen die Wahrscheinlichkeit nicht unerheblich steigert, dass es seinen Vater nicht so lange genießen kann als wenn er nicht rauchen würde.
          War bei meinem Ältesten 2006 auch so. Seitdem bin ich Nichraucherin!

          floe

      (8) 17.02.19 - 11:35

      Danke schon mal für den Buchtipp! Hat es jemand vielleicht durch Hypnose oder Akupunktur geschafft? Mit den Verlustängsten habt ihr selbstverständlich Recht! Unser Kind hat leider schon einige Sterbefälle in der Familie miterleben müssen. Ebenso sind zwei Haustiere, an denen es sehr hing, kurz hintereinander verstorben. Ich habe einen gesunden Umgang mit dem Tod und wenn es Fragen hat, gehe ich immer bewusst und einfühlsam darauf ein. Dann ist es auch immer gut. Nur in Bezug auf den Papa habe ich das Gefühl, dass es in letzter Zeit wirklich verstärkt ist. Als ob jetzt ein Ventil geöffnet wurde und bei jeder Zigarette, die er im Garten raucht, die Angst an die Oberfläche kommt. Das fing vor circa drei Wochen an, als ich mit Freundinnen in einer Gaststätte war, in der geraucht wurde. Wir hatten uns nachmittags wegen einem Junggesellinnenabschied dort getroffen und ich ging danach unser Kind bei den Großeltern abholen. Als es ins Auto kam, starrte es mich ganz entsetzt an und fragte mich, ob ich geraucht habe. Ich erklärte, dass das nur meine Kleidung ist, die so stinkt. Ich konnte den Geruch selbst kaum ertragen, so eklig war es. Daheim bin ich direkt duschen gegangen und habe die Kleidung in die Waschmaschine geworfen. Aber seitdem ist es so extrem bei ihm. Es projiziert die Angst um den Papa jetzt irgendwie auch auf mich und sagt immer wieder, dass es Angst hat, dass ich auch wieder mit dem Rauchen anfangen werde. Ich weiß, dass es eigentlich ein Thema mit Ängsten ist, die in ihm stecken, aber letztendlich sollte man doch versuchen, die Auslöser dafür wenigstens zu eliminieren. Aber ist es letztendlich nicht auch normal, dass man als Kind Angst um Mama und Papa hat? Ansonsten bestehen keinerlei psychische Störungen, es ist ein offenes, herzliches und fröhliches Kind! Naja, ich werde noch mal mit meinem Mann darüber reden, vielleicht schafft er es ja, das Thema wirklich mal bewusst anzugehen. Wünsche einen schönen Sonntag!

      Hmm, sei mir nicht böse, aber das ein Zehnjähriger täglich weint und Panik schiebt, klingt nicht normal. Das würde mir mehr Sorgen machen als das Rauchen.

      • (10) 17.02.19 - 12:21

        Hallo, ich habe ja weiter oben erklärt, warum das so ist. Ob es nun normal ist, dass ein Kind sich so sorgt, wenn der Vater raucht, sei auch mal dahingestellt. Es gibt Menschen, die sich mit 60 noch keine Gedanken über solche Sachen machen und es gibt Kinder, die nun mal sehr sensibel und vom Denken her weit entwickelt sind. Ich mache mir keine Sorgen um mein Kind, es hat ein stark ausgeprägtes empathisches Wesen. Immer schon! Es ist mir nur wichtig, dass man Belastungen, die man vermeiden kann, auch minimiert! Und deshalb geht es mir hauptsächlich um das Rauchen. Trotzdem danke für deine Antwort!

        • (11) 17.02.19 - 12:58

          Nimm deinem Kind die Panik!
          Es wird lernen müssen, dass Menschen nicht perfekt sind und Dinge tun, die unvernünftig sind.
          Bestärke dein Kind darin, den Menschen mit all seinen Fehlern zu akzeptieren und zu lieben.
          Wenn der Papa aufhört zu rauchen, findet dein Kind das nächste problematische Verhalten.
          Sein Papa ist ein eigenständiger Mensch, der auch Fehler machen darf. Dafür sollte er nicht erpresst (du liebst mich nicht genug um aufzuhören) werden.
          Wenn er nicht in der Wohnung raucht, versucht er schon euch nicht zu belasten.
          Ich sehe das Problem eher bei deinem Kind. Es ist deine Aufgabe ihm zu zeigen, dass er fröhlich und ohne Panik leben kann.
          Ein 10jöhtiger der weint, weil Erwachsene sich nicht so verhalten wie es seinem Ideal entspricht klingt gruselig.

          Nee, sorry. Unsere Kinder sind auch sehr emphatisch und neugierig und fragen viel.

          In unserer Umgebung sind einige an Lungenkrebs gestorben. Mein Opa zum Beispiel. Die Kinder wussten auch, dass er viel rauchte und es wahrscheinlich daran lag. Aber trotzdem laufen sie nicht panisch durch die Gegend und weinen, wenn Papa und ich rauchen. Dein Sohn erinnert mich an meinen Neffen. Der ist auch so.

          Er wird auch nachts wach und weint weil es auf der Erde krieg gibt und Kinder hungern müssen.

          Er weint auch, wenn er mich rauchen sieht. Total überzogen. Je mehr man auf seine Ängste eingeht und Dinge einstellt, umso mehr scheint es ihn zu beschäftigen.

          Natürlich ist rauchen ungesund, aber ein Kind muss akzeptieren, das Erwachsene so etwas selbst entscheiden.

          Dieses Kind kann übrigens auch nicht zu Opas Grab, weil es ja sooooo sensibel ist. Deswegen muss man auch das Thema Tod komplett ausklammern.

          Ich finde das übertrieben. Aber leider gehen seine Eltern auf jeden pups ein und verstärken seine Ängste, meiner Meinung nach. Eigentlich bräuchte er ne Therapie, was auch die Lehrer an seiner Schule raten, aber seine Eltern sagen auch immer nur, er ist halt emphatisch.

          Zwingen kann man sie nicht.

      (13) 17.02.19 - 12:29

      Was mir gerade noch dazu einfällt, es schaut sich auch auf allen Packungen, die es so finden kann, die Bilder an. Es möchte dann zu sämtlichen Krankheiten genaue Informationen. Da ich im Gesundheitswesen arbeite, kann ich schlecht sagen, das geht dich nichts an. Ich verharmlose schon Krankheiten, die wirklich schrecklich sind und erkläre dann, wenn es fragt, ob der Papa das dann auch bekommt, dass das nicht so sein wird, da der Papa nicht viel raucht. Und auch, wenn mein Mann die Zigaretten selbstverständlich nicht rum liegen lässt, so sieht man das an jeder Kasse. Es mag Kinder geben, die solche Bilder gar nicht wahrnehmen, unser Kind gehört leider nicht dazu und die Bilder sind teilweise wirklich abschreckend, was ja auch der Sinn davon ist! Aber ist es da nicht verständlich, dass Kinder eine Angst entwickeln können?!

      • (14) 17.02.19 - 13:02

        Kann es sein, dass du eine große Abneigung gegen Zigaretten entwickelt hast oder- dass er dich immer in Versuchung führt, dass du dieses auf deinen Sohn überträgst?
        Dass es ein so großes Thema ist?

    Ich finde es extrem bedenklich hier einem 10-jährigen wegen seiner Ängste um Ängsre um seine Eltern pathologisieren zu wollen.

    Es starben mehrere Menschen im Umfeld inkl. Haustier.
    Dass sich ein Kind dann damit intensiv beschäftigt ( zumal wir hier über einen Zeitraum von 3 Wochen reden) ist völlig normal.

    floe

(18) 17.02.19 - 12:24

Hallo

Weiß dein Mann, wie euer Kind denkt?

Ich finde Zigaretten noch zu billig. 10 Euro und mehr für die Schachtel wären gut. Wenn man bedenkt, was für Kosten den Kk durchs rauchen entstehen.
Von den Geld sollte dann die Hälfte an die Kk gehen, um diese Kosten zu decken.

  • (19) 17.02.19 - 12:35

    Hallo, ja, ich hatte es gestern das erste Mal bewusst angesprochen. Da es halt in den letzten Tagen extremer mit den Ängsten wurde. Ich denke, er macht sich seine Gedanken. Ich glaube, dass das Geld nicht ausschlaggebend ist. Rauchen ist eine Sucht und da müsste viel mehr Aufklärung schon in der Grundschule passieren! Aber letztendlich ist das Rauchen ja doch erwünscht, wenn man bedenkt, was es an Steuergeldern einbringt und auch leider Gottes Arbeitsplätze sichert🙁. Wegen der Bilder wird kein Raucher aufhören, auch nicht wegen dem Geld. Vielleicht weniger rauchen, aber ganz aufhören muss im Kopf passieren. Am besten erst gar nicht anfangen!

    • Ich hab mal ne Frage. Kann es vielleicht sein, dass dein Kind die bereits existierende, aber nicht entdeckte Krankheit deines Mannes fühlt? Ich meine man hört oft davon, dass Tiere oder Kleinkinder sowas spüren ... hat sich dein Mann mal untersuchen lassen? Ist zum jetzigen Zeitpunkt wirklich alles ok.

      Möchte keine Panik verbreiten. Es schoß mir nur in den Sinn. 😶

      • (21) 18.02.19 - 22:21

        Danke für deine Sichtweise! Keine Angst, ich bekomme keine Panik ;-)! Er ist zumindest offensichtlich gesund! Aber ich bin froh, dass es Menschen wie dich gibt, die die Dinge hinterfragen und ihr Kind nicht direkt nach 3 Wochen zum Psychiater schicken wollen! Da scheinen die Eltern schnell überfordert zu sein und geben die Verantwortung einfach an den Arzt oder Apotheker ab....! Wir haben als Erwachsene zum Glück einen gesunden Umgang mit dem Thema Krankheit und Tod, eben, weil es schon des öfteren in unserer Familie passierte. Unser Kind würde uns den Vogel zeigen, wenn wir mit ihm zum Psychologen gehen würden! Wenn ihm einer Sicherheit geben kann, dann sind wir das und es redet zum Glück ja über seine Ängste! Es hat sich auch wieder beruhigt! War die letzten Tage wirklich stark, die Reaktion, aber wir haben die Chance genutzt, nochmal intensiv über seine Verlustängste zu reden. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg! Liebe Grüße

(22) 17.02.19 - 19:47

So wünschenswert es wäre, wenn Raucher allesamt ihr Laster ablegen würden - Kosten würden dadurch nicht eingespart werden. Unter Einbeziehung der Entlastung der Rentenkassen ist der gesamtwirtschaftliche Kostenaufwand für die Gesellschaft nämlich geringer als bei einer Bevölkerung, die ausschließlich aus Nichtrauchern besteht.

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/tabakrauchen-raucher-entlasten-die-sozialkassen-studie-a-1050858.html

Zynisch, aber nicht von der Hand zu weisen.

Oje, da kann ich mir gleich an die eigene Nase fassen.
Ich rauche auch und benutze die Zigaretten als Stressventil. Nicht sehr schlau, ich weiss.
Ich bin vor knapp einem Jahr aber umgestiegen auf Ezigaretten und zwar IQos. Das sind Tabakzigaretten, die feucht gerollt sind und im dafür vorgesehenen Gerät erhitzt werden. Sie enthalten Nikotin, den atmet man mit dem Wasserdampf ein. Weil man den Rauch nicht hat, ist es zumindest deutlich gesünder als normale Zigaretten. Zudem hat man den Gestank nach Rauch nicht mehr.
Komplett aufhören ist natürlich das Beste, aber vielleicht ja ein Kompromiss zumindest ein bisschen gesünder zu leben?

  • Das Nikotin muss es natürlich heissen ;-)

    Entschuldige bitte, aber es ist mittlerweile wissenschaftlich fundiert, dass E-Zigaretten mehr schaden als angenommen. Also soviel zum Thema "etwas gesünder". Ich glaube da belügst du dich selbst - nichts für ungut.

    Ach, mein Mann hat übrigens mit Hypnose knapp ein Jahr aufgehört, aber dann wieder angefangen in einer sehr stressigen Zeit. Nun ... da muss wohl jeder seinen eigenen Weg finden.

    Ich war auf einem Seminar von Allen Carr und danach ein Jahr rauchfrei bis ich wieder angefangen habe. Zwei Jahre später war ich wieder auf nem Seminar, was aber nicht mehr geholfen hat, aber dann las ich das Buch und damit kam der Aha-Effekt. Radikal aufgehört und heute möchte ich keine Kippe mehr anfassen müssen.

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