Ehe/Partner vs. weiterer Kinderwunsch

Hallo, mal ganz platt gefragt:
Würdet ihr eure Partnerschaft/Ehe mit um die 40J.,wegen eines einseitigen Kinderwunsches aufgeben, nach vielen Jahren und schon vorhandenen, älteren Geschwisterkindern?
Wenn der Partner weitere Kinder kategorisch ausschließt und sich sterilisieren/vasektomieren lassen möchte?

Wenn die Beziehung/Partnerschaft vielleicht auch häufiger hinterfragt wurde in den letzten Tagen, und die letzte Schwangerschaft in einer Fehlgeburt endete?

Oder habt ihr euch eventuell sogar nach langen gemeinsamen Jahren deswegen getrennt?

Oder findet ihr es eher egoistisch, mit 40(+) und gesunden Kindern überhaupt noch einmal an weitere Kinder zu denken?

Ich stehe im Moment leider völlig auf dem Schlauch und bin über jeden Input dankbar, und als Frau in dem Alter hat man leider kein großes Zeitfenster mehr ...

Habe ich richtig verstanden, dass du dich vom Vater deiner Kinder trennen möchtest, weil er keine weiteren Kinder mehr möchte?

Falls das korrekt ist: Nein, das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen!!! Ohne die genaueren Umstände zu kennen: als 40jährige Alleinerziehende noch einen neuen Partner zu finden, der sich nicht zu schade ist als Samenspender herzuhalten ist illusorisch. Es ist egoistisch, den Kindern den (anscheinen guten?) Vater zu nehmen und dem armen Mann die Familie wegzunehmen. Ich hätte genau 0 Verständnis für eine solche Frau.

Vom Verstand her sehe ich das genauso wie du.
Leider gibt es beim Thema Kinderwunsch keine Kompromisse, und ich leide seit der letzten Schwangerschaft sehr, mehr als ich je selbst überhaupt gedacht hätte.
Und genau da stehe ich jetzt, unendlich traurig,da mein Mann da absolut nicht von abweichen möchte und ich mit meinen Gefühlen nicht klar komme.

Ganz ehrlich dann lass dir helfen. Bitte wirf doch deine Ehe nicht weg.

Gabi

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Am realistischsten wäre unter diesen Voraussetzungen, es als frisch gebackener Single mit einer Samenspende aus einer Samenbank zu versuchen. Aber auch da ist ja kein baby take home garantiert. Und ob frau das will...

Und auch diese Option geht vermutlich erst nach der Scheidung, da ja ansonsten der Gatte automatisch Kindsvater wäre.

Nein, das würde ich nicht machen und kann den Gedankengang auch nicht nachvollziehen.
Wenn in der Beziehung sonst alles in Ordnung ist und vor allem auch schon Kinder vorhanden sind, würde ich bei 40+ niemals auf den Gedanken kommen mich zu trennen, "nur" aufgrund eines weiteren Kinderwunsches; denn selbst wenn du dich trennen würdest, müsstest du auch erstmal einen neuen Partner finden, der dann auch relativ schnell mit dir ein Kind zeugen will und dann müsste es auch noch klappen, wofür man ja nie eine Garantie hat.
Wenn sonst alles in Ordnung bei euch ist, schmeiß eine intakte Beziehung/Familie nicht weg, weil du gerade die Uhr nochmal ticken hörst.

Es geht hier nicht um eine Trennung, um auf Krampf ein Kind zu bekommen.
Eher darum, ob man alles hinterfragt und eventuell einen kompletten Neuanfang wagt...

Schwer zu erklären.

Und es ist leider nicht ansonsten alles in Ordnung.

Hallo!

Zur Familie gehören mehr Menschen als nur Mann und Frau. Auch die Kinder sind Teil der Familie und würden unter einer Trennung massiv leiden. Und dann möglichst zeitnah einen neuen Stiefpapa vorgesetzt bekommen plus Babygeschrei wenige Monate später - das ist wirklich unzumutbar.

Würden die Kinder denn nicht auch unter weiterem Nachwuchs leiden? Babygeschrei, finanzielle Einschränkungen, noch weniger Zeit?

Ein Kinderwunsch muss doch nicht zwangsweise und immer umgesetzt werden. Insbesondere, wenn die Rahmenbedingungen nicht mehr passen. Am Ende würde die ganze Familie unter dem egoistischen Wunsch einer Person massiv leiden müssen.

Jetzt mal ehrlich. wäre es das wirklich wert?

... genau das frage ich mich auch.
Ist es das wert?
Oder ist der Zug für einen Neustart, eventuell dann eben mit noch einem Kind, sowieso abgefahren?

Ich möchte ehrlich gesagt auch nicht an der Seite eines Partners unglücklich weiterleben müssen, weil wir bereits Kinder haben, Kinderwunsch hin oder her.

Hallo!

Niemals würde ich meinen Partner verlassen, wenn er kein Kind mehr will. Wo willst du denn so schnell jemand anderes finden, und ein Kind bekommen? Finde ich total egoistisch. Es gibt doch auch ein Leben nach den Kindern. Ich verstehe solche Frauen absolut nichts. Wir haben auch zwei wunderbare Kinder. Ich würde aber niemals meine Ehe aufs Spiel setzen wenn ich noch einen Kinderwunsch hätte. Ich liebe meinen Mann und respektiere auch seine Wünsche. Ihr habt schon Kinder.
Gabi

Hm...wenn ein weiterer Kinderwunsch Anlass ist, ernsthaft über eine Trennung nachzudenken, dann ist die Beziehung vielleicht auch sonst nicht mehr soo gut. Dann vielleicht schon.
Ich käme wahrscheinlich gar nicht erst auf die Idee.

Es gibt seit einiger Zeit Probleme, vor allem seit der letzten Schwangerschaft.
Ich sehe ihn im Moment mit ganz anderen Augen, er ist mir regelrecht fremd.

Die letzte SS endete in einer Fehlgeburt oder? Vielleicht hat es deinen Mann doch mehr mitgenommen als du denkst.
Vielleicht hat er erkannt, dass man das Glück nun nicht mehr herausfordern sollte, wenn es das Schicksal so mit einem meint.
Vielleicht erträgt er keine weitere mögliche FG. Habt ihr darüber mal gesprochen?
Irgendwas muss er doch sagen warum er nicht will.
Du schreibst ihr habt Kinder, also sind es schon mal mindestens zwei.
Wenn eure Ehe ansonsten Intakt ist, dann würde ich mir einen Neuanfang sehr gut überlegen. Eure Familie wird dadurch gebrochen. Du musst erstmal einen Partner finden. Bis der dann bereit ist bist du vielleicht schon Mitte 40 oder mehr. Fraglich ob eine SS dann überhaupt sofort klappt bzw. es dir gelingt das Baby auszutragen.
Ist dir ein weiteres Kind tatsächlich soviel Wert, dass du dein jetziges Leben über Board werfen möchtest?
Wärst du zum jetzigen Zeitpunkt Alleinerziehend, dann würde ich sagen mach es, aber so? Nee.

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Nein, ich würde mich deswegen nicht trennen, wenn ich meine Familie liebe und die sonstigen Umstände gut sind.
Kriselt es in der Ehe sowieso, würde ich meine Energie erstmal darauf verwenden, die Beziehung zu retten und zu schauen, wie und ob sich etwas zum Wohl aller verbessern lässt.

Ein unerfüllter Kinderwunsch, der mich bei bereits vorhandenen Kindern darüber nachdenken lässt, meine Familie aufzulösen, würde mich eher zu der Frage anregen, warum ich mein ganzes Glück von einem weiteren Kind abhängig mache und warum ich glaube, mit dem, was ich aktuell habe, nicht glücklich sein zu können. Die Antworten darauf zeigen mir dann, welche Baustellen ich angehen muss.

Abgesehen davon halte ich es mit über 40 für sehr optimistisch, nach der Scheidung einen Partner zu finden, der Patchwork mag und noch ein eigenes Kind möchte bzw. muss ja die Beziehung und das Zusammenleben erstmal behutsam gefestigt werden, bevor über gemeinsamen Nachwuchs nachgedacht werden kann. Die bereits vorhandenen Kinder müssen die Trennung ja auch erstmal verarbeiten können.
Es sei denn, man möchte alleinerziehend alles bewältigen und auf eine Samenspende zurückgreifen. Das käme für mich in der Situation allerdings nicht in Frage.

Ja, an der Beziehung müssen wir wohl definitiv arbeiten, da hast du recht.
Über Samenspende habe ich tatsächlich nicht nachgedacht, ich wusste gar nicht, dass Alleinstehende das dürfen bzw durchführen können.
Ich habe ehrlich gesagt eher in Richtung Co-Parenting gedacht, weil ich diese Möglichkeit vom Modell her ganz großartig finde. Eine neue Beziehung wäre auch eine Möglichkeit wenn alles passt, klar. Aber so weit bin ich gedanklich gar nicht wirklich... glaube ich.

Hallo,

also ich kann Deine Gedanken entgegen der bisherigen Beiträge zum Teil nachvollziehen.

Ich hatte auch eine Phase, in der ich mir auch erstmal gar nicht sicher ob ich nach 2 Kindern nicht vielleicht doch ein drittes Kind möchte. Mein Mann war, ist und bleibt absolut und strikt dagegen.
Ich bin ganz schön ins Grübeln gekommen: Sinn des Lebens und dann dieses Abschließen mit dem Kinderthema. Dh sich bewusst zu werden, dass es jenseits der 40 dann auch mal zu spät ist für ein weiteres Kind. Das machte mir Angst und ich rotierte bestimmt einige Wochen ganz heftig (muss dazu sagen dass ich auch in der Zeit ganz schlimm PMS Symptome hatte).

Du schreibst nicht, wann Du die FG hattest. Ist das länger her? Oder in den letzten 1-2 Jahren? Und war diese Schwangerschaft geplant oder ungeplant?

Kann es sein, dass Du zum einen die FG noch nicht verarbeitet hast und evtl auch in so einer kleinen Sinnkrise steckst wie es wohl bei mir war?

Auf jeden Fall würde ich nichts übers Knie brechen, aber vielleicht wirklich mal die Herkunft Deiner Gefühle hinterfragen. Ist es wirklich und definitiv der Wunsch nach einem weiteren Kind oder ein wenig Umbruch/ Torschlusspanik der biologischen Uhr, die Angst macht?

Fühl Dich gedrückt.
#liebdrueck

Ich möchte mich für deine Antwort bedanken.
Die Zeit läuft und ich habe einfach nicht den Luxus, lange zu warten, weil ich sonst einfach zu alt bin, und wer weiß wie sich alles nach einer Trennung überhaupt gestalten würde.
Natürlich denke ich an die Kinder, aber ich bin kein Verfechter davon, ausschließlich wegen der Kinder eine unglückliche Beziehung zu führen.
Die Schwangerschaft war geplant, ist aber leider nicht gut ausgegangen. Es war letztes Jahr. Und jetzt möchte er absolut nicht mehr.
Allein dieses Umdenken und sein Verhalten hat mich in den letzten Tagen sehr zum Grübeln gebracht.
Vom Verstand her verstehe ich ihn eigentlich auch.
Aber mein Bauch und Herz überhaupt nicht 😞

Gerne.
Ich denke Du kannst in Deiner aktuellen Situation und psychischen Verfassung nicht wirklich entscheiden. Wichtig wäre, dass Du für Dich wieder klar wirst und dann bei Deinem Mann hinterfragst, was bei ihm los ist. Hat ihn die FG vielleicht auch verletzt und möchte das nicht ein weiteres mal erleben?

Vielleicht fährst Du mal ein Wochenende alleine weg? Irgendwohin wo es ganz ruhig ist damit Du innere Ruhe findest?

Alles Liebe Dir!

Da Du die evtl. Antworten ja quasi schon vorgegeben hast:

Ja, ich finde das egoistisch.

Okay, trotzdem Gegenfrage :
Warum ist es immer andersherum in Ordnung?

Ist das nicht auch egoistisch?

Das verstehe ich einfach nicht.

Hallo.

Du behauptest, nur deine Seite wäre egoistisch. Die andere aber nie. Natürlich kann man sagen, dass auch seine Seite egoistisch ist, aber er will deshalb nicht die Familie zerrütten. Und was soll man denn machen? Entweder will man noch ein Kind, oder nicht. Wie du schilderst, gibt es da keinen Kompromiss. Und die einzig logische Lösung ist da immer nur KEIN Kind! Bist du hier ehrlich zu uns und zu dir selbst, dass er im letzten Jahr wirklich auch vollen Herzens ein Kind wollte, oder vielleicht da auch schon teilweise nur dir zuliebe?

Davon ab, ich bin sehr froh, dass ich mir keine Kinder mehr wünsche. Manchmal spüre ich Wehmut, den ich aber schnell wieder beiseite schiebe. Ich war damals auch überraschend sehr emotional in jedem Zyklus, der nicht erfolgreich war. Kinderwunsch ist ein sehr mächtiges Gefühl.

Allerdings ist genau das anscheinend dein Problem. Durch dieses übermächtige Bedürfnis scheinst du nun mit aller Gewalt eine Trennung schön reden zu wollen, da du deinen Partner nun von Grund auf in Frage stellst. Das ist nicht fair! Würde er nun seine Meinung ändern, würdest du sofort mit ihm ein Kind zeugen wollen und erstmal wären die Bedenken wie weggefegt. Also auch hier: bist du ehrlich zu uns und zu dir selbst, was die Tragweite eurer Probleme angeht oder übertreibst du?

Wenn eure Familie ansonsten bislang gut funktioniert hat, finde ich es abgrundtief falsch aufgrund weiteren Kinderwunsches drei bis vier Menschen zutiefst unglücklich zu machen, denn ich bin davon überzeugt, dass der Zeitpunkt kommen wirst, indem du nicht mehr durch den traurigen Schleier des unerfüllten Kinderwunsches auf die Situation blicken wirst und es vermutlich sehr bereuen wirst.

Wirklich, ich kann mir deine Emotionen sehr gut vorstellen und ich möchte nicht mit dir tauschen, es tut mir sehr leid für dich. Aber bitte, mach dir bewusst, dass dieser schmerzhafte Wunsch dein weiteres Denken aktuell sehr trübt. Und genau deshalb solltest du wirklich darüber nachdenken, dir Hilfe von aussen zu nehmen, sollte es sich nicht von allein wieder normalisieren.

Bitte gib deine Familie nicht auf!

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Ich kann das absolut nicht nachvollziehen. Du stellst Dein Glück über das deiner Kinder?
Die müssen eine Trennung akzeptieren, weil du ein gut reichendes Baby im Arm halten möchtest.
Oder lässt du die Kinder beim Mann, damit du dich auf die Suche nach einem neuen Mann machen kannst. Ohne Kinder–Anhang vielleicht bessere Chancen.

Wie wäre es mal mit einer Therapie, um das Leben wieder ins recht Licht zu rücken?

Urbia scheint immer egoistischer zu werden...ich will das mein Mann mir ein Baby macht, besser aufräumt, putzt, einen anderen Job annimmt, meinetwegen umzieht, etc. etc.

Sag mal, hast du meinen Eingangspost gelesen?
Ich will und werde meinen Mann zu gar nichts zwingen. Ich respektiere seine Wünsche,nichts desto trotz hadere ich und bin sehr traurig.
Die Frage war, ob hier jemand sich in so einer Situation trennen würde oder getrennt hat.

Ich würde niemals einem Partner, der in seiner Beziehung totunglücklich ist, raten, dass er/sie zusammenbleiben sollten, weil Kinder da sind.
Kinder wünschen sich glückliche Eltern, und keine depressiven oder ewig streitendenden... Eltern.

Mein Problem spielt sich auf der Beziehungsebene ab, und nicht auf def Elternebene, und ja- eine Trennung ist mit Sicherheit nichts, was ich meinen Kindern wünsche.
Aber ich wünsche ihnen eine fröhliche Atmosphäre und eine Mutter, die sich kümmern kann und der es gut geht.
Und meinem Mann eine Frau die ihn liebt und nicht wohlmöglich unbewusst ablehnt, weil sie ihm das nicht verzeihen kann.

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Ich finde Deine Gedanken total nachvollziehbar! Kinderwunsch ist nun mal nicht rational zu erklären. Du weißt ja trotzdem, dass Du Glück hast, Kinder bekommen zu haben. Es gibt da halt keinen Kompromiss...
Vielleicht hat Dein Mann auch einfach Angst um Dich, dass Dich eine erneute Fehlgeburt wieder belastet. Oder auch die Schwangerschaft. Vielleicht könnte Dir doch eine Psychologie Beratung weiter helfen, Deine Wünsche zu verstehen.
Und es ist Dein Leben! Ich würde mir nicht anmaßen über Deine Gefühle zu urteilen.
Alles Liebe für Deine Familie!

Ja, die hat er, das sagt er auch, und ich verstehe das,ich habe doch srlbst Angst.
Aber leider kann ich nicht in die Zukunft sehen und ihm versprechen, dass alles beim nächsten Mal komplikationslos laufen wird.

Er will das Thema gar nicht mehr besprechen, mittlerweile reagiert er unwirsch wenn ich das Thema anschneiden möchte, das hat viele Verletzungen bedeutet in letzter Zeit.
Er ist mir so fremd und ich fühle mich so hilflos.

Danke für deine Antwort

Rational gesehen ist deine Chance auf ein weiteres Kind mit 40 so gut wie null.
Es müsste ja nicht nur schnell ein williger Mann her, auch die Fruchtbarkeit nimmt jenseits 40 rapide ab, sehr hohe Chance auf Gendefekte etc.

Schon deswegen wirst du mit der Trennung nicht das erreichen, was du dir gerade wünschst!

Ob deine jetzige Beziehung noch Sinn macht, ist mMn eine ganz andere Frage und davon getrennt zu betrachten.

Ja, das stimmt wohl...

Gerade weil eure Beziehung schon so nicht rund läuft, solltest du den Gedanken an ein weiteres Kind weit weg schieben und erstmal die aktuellen Probleme in den Griff bekommen.

Ein weiteres Kind rettet keine Ehe, sondern ist eine zusätzliche Belastung...

Ich möchte auf keinen Fall ein Kind zu so einem Zweck benutzen, es ist eher anders herum...

Du meinst, die Eheprobleme kommen davon, weil du kein weiteres Kind bekommen darfst?
Und wenn du schwänger wärst, würde die Ehe wieder laufen?

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Hallo du mach keinen Quatsch! Ich würde dir Raten in dich zu gehen was die Ursache dieses Kinderwunsches ist. Ist etwas in deinem Leben im Argen, dass du in diesen Babywunsch projezierst. Sehnst du dich nach einer innigen, symbiotischen Beziehung weil du das von deinem Mann und Kindern nicht genug bekommst? Auch dieses Baby würde gross und selbständig werden. Vieleicht redest du mal mit jemandem in therapeutischer Hinsicht. Geniesse, schätze was du hast! Alles Gute

Ich vermute mal, dass viel damit zusammenhängt, dass wir im letzten Jahr alles anders geplant hatten, ich die FG hatte und mich im Moment so machtlos fühle, aber ich arbeite definitiv daran

Huhu,

ich finde du solltest dich dringend mal sortieren.

Die Ehe hat nach deiner Aussage so massive Probleme, dass du eine Trennung erwägst - aber gleichzeitig willst du mit deinem Mann ein weiteres Kind in die Welt setzen?
Das passt vorne und hinten so gar nicht!

Ich kann verstehen, dass man die fruchtbare Phase nicht gerne mit einer Fehlgeburt abschließen möchte, aber du kannst ein Kind auch nicht erzwingen. In deinem Alter kann man sicherlich noch schwanger werden, aber die Fehlgeburtsrate /Behindertenrate ist eben auch deutlich erhöht. Vielleicht will dein Mann das einfach nicht riskieren und das ist ihm durch deine kurze Schwangerschaft klar geworden?

Beim Kinderwunsch darf man sich durchaus umentscheiden, nichts ist in Stein gemeißelt.

Statt nun in Selbstmitleid zu versinken, würde ich mir die Energie lieber in die Beziehung stecken. Ggf trägt eure Schieflage in der Beziehung nicht unwesentlich zu dem Entschluss deines Mannes bei (was ich dann sehr vernünftig finde).
Selbst wenn er dabei bleibt, so gab es doch viele Jahre etwas, was euch zusammen gehalten hat. Was hat sich denn in dem einen Jahr seit der Fehlgeburt so massiv geändert, dass du ihm sagst: Schwangerschaft oder Trennung? Wo bleibt da deine Vernunft?

Also ja, in deinem Falle fände ich es absolut egoistisch eine Familie zu zerstören, nur um einem Traum nachzujagen.
Scheiß was auf die Gefühle der anderen Menschen (dein Mann und deine Kinder), Hauptsache du kannst Wünschen nachjagen ohne Garantie auf Erfolg … nun, das ist an Egoismus kaum zu übertreffen.

Dein Partner nimmt halt seine Grenzen wahr und zieht die Konsequenz indem er sagt: keine weiteren Kinder mehr. Das finde ich nicht egoistisch, sondern absolut folgerichtig. Wenn man feststellt, dass man keine Nerven mehr für ein Baby hat, sollte man auch der Partnerin zu Liebe keine zeugen, denn der Leidtragende wäre immer das Kind!

Stecke deine Mutterliebe in deine vorhandenen Kinder - irgendwann wirst du wahrscheinlich auch Oma werden und kannst dann wieder mit Babys kuscheln.
Das Leben ist halt so, dass wir irgendwann unfruchtbar werden und jeder sich damit abfinden muss, dass sich Lebensphasen schließen. Aber dafür öffnen sich immer neue Lebensabschnitte und damit auch wieder tolle Möglichkeiten, wenn man dafür offen ist.

LG

Rational gebe ich dir absolut recht.
Das ist eher eine Herzenssache..

Natürlich werden wir alle älter, aber eigentlich hatten wir uns beide sehr bewusst für ein weiteres Kind entschieden.

Und nun das, und in der letzten Zeit sind Worte gefallen, die mir sehr nahe gegangen sind und mir sehr zu denken geben.

Ich kann meine Gefühle nicht ändern.
Ich habe Angst, jetzt eine Lebensentscheisung vielleicht falsch zu treffen.

Ich fühle mich mit dem Rücken zur Wand, und natürlich ist das Egoismus, wie kann es etwas anderes sein.
Aber doch nicht nur von mir.
Meine Wünsche und Gefühle sind doch nicht weniger wert, als die meines Mannes, und doch wird bei mir ganz anders gewertet.

Jeder möchte doch seinen Lebensentwurf verfolgen, wir hatten einen gemeinsamen, und jetzt stehe ich nach dem unschönen Ereignis alleine da, und er spricht nicht einmal mehr mit mir.
Schön ist das nicht.
Mit der Liebe zu meinen anderen Kindern hat das auch überhaupt nichts zu tun.
Ich denke doch das jede Mutter oder Vater das Recht hat, sich trotz Kindern weitere Kinder wünschen zu dürfen.

es gibt keine halben Kinder, einer wünscht sich eines der andere nicht...genau das ist Dein Problem. Du versuchst deine Wünsche über allen zu stellen.
Über deinen Mann, über deine Partnerschafft und da die Partnerschaft über die Elternschaft bei Dir steht, auch über den Köpfen der Kinder....dir ist alles egal, Hauptsache dein Wunsch geht in Erfüllung.

Meinst du das Leben ist als alleinerziehende Mutter besser aber Hauptsache der Kinderwunsch wurde erfüllt?
Wenn deine Ehe schlecht ist, dann trenn dich halt aber schieb nicht ein Kind vor.
Und wenn du meinst, das deine Kinder glücklicher sind, wenn ihr Euch trennt und ein Baby da ist dann machst du alles richtig.

lisa

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Hu Hu

Das ist nicht böse gemeint, aber ich glaube du solltest ein paar Sachen aufarbeiten. Das kann man in einer Form von Therapie machen, es gibt aber auch coachings für sowas.
Deine Fehlgeburt hat einiges ins Ungleichgewicht gebracht und du hinterfragst vieles. Vielleicht brauchst du einfach Hilfe um darüber nach zudenken. Jemand objektives, der die richtigen Fragen stellt.
Vielleicht wird dein Mann auch zu einer Sitzung eingeladen und eventuell kommt dann raus, dass dein Mann die Fehlgeburt auch nicht verarbeitet hat und jetzt jedes weitere Kind trotz vorherigem Kinderwunsch ablehnt.

Versuch erst für dich Klarheit zu finden und es dann zusammen mit deinem Mann zu machen. Es wird euch helfen, den richtigen Weg zufinden

Alles gute

Ich denke, das ist tatsächlich eine Gute Idee.
Viele Antworten hier haben mir wirklich geholfen, danke dafür

Hallo Nichtoderdoch,

ich kann dich gerade sehr gut verstehen, da ich (36) in der selben Situation bin wie du. Ich habe mit meinem Partner eine bald dreijährige Tochter und wünsche mir nichts sehnlicher als ein zweites Kind. Der Wunsch ist so groß, dass ich es kaum schaffe, mal einen Tag nicht daran zu denken. Leider vertritt er hierzu einen ganz klaren Standpunk - nämlich nein. Auch unsere Beziehung musste in den letzten Jahren einiges aushalten, weshalb gerade eigentlich auch keine stabile Basis mehr besteht. Wenn es um den Mann geht, finde ich Überlegungen bzgl. einer Trennung keinesfalls egoistisch, denn jeder sollte doch sein Glück im Leben finden und seine Träume verwirklichen können. Meiner Tochter möchte ich jedoch eine solche Trennung nicht antun, weil sie doch ein Recht auf das Aufwachen mit beiden Eltern hat. Stelle mir den Gedanken sehr beschwerend vor, dass sie ständig von Mama zu Papa switchen muss. Ich habe für mich leider noch keine Lösung für das Problem gefunden, aber vielleicht hilft es dir zu wissen, dass du nicht alleine mit dieser Situation bist und ich deine Gedanken und Überlegungen sehr gut verstehen kann.

Ich wünsche dir alles Gute, dass du die richtige Entscheidung treffen wirst, mit der du gut leben kannst.🍀

Hallo, ich danke dir, solche Antworten geben einem das Gefühl, dass man nicht irgendein egomanes, selbstsüchtiges Monster ist, sondern ein Mensch, der einfach nicht weiß wohin, mit sich, mit der Beziehung, mit allem.

Ich beneide im Moment jede Schwangere, und das, obwohl ich Kinder habe.
Ich beneide die Frauen, deren Männer ES genauso wollen wie sie selbst, ich beneide die, die Hibbeln dürfen.

Ich muss mich jetzt der Aufgabe stellen, nach FG mit dem Kinderwunsch aufhören zu müssen, oder aber ich beende das Leben als Familie. Das sind alles Optionen, die mir im Moment so verdammt weh tun. Ein Satz.
Nämlich : Wir warten ab und versuchen es noch einmal, denn ich möchte auch noch ein Kind mit dur großziehen. Dieser eine Satz, dieses Wollen wie vor einem Jahr, würde vieles ändern. Stattdessen Schweigen. Hilflosigkeit. Machtlosigkeit.

Dir auch alles erdenklich Gute und Danke für deine Anteilnahme

Ich selbst hab leider keine Kinder. Wünsche mir diese aber seit Jahren. Ob der Wunsch anders ist, wenn man schon Kinder hat, mag ich zu bezweifeln. Und ja, ich würde mich trennen. Wenn es nicht klappt wegen irgendwelcher Gründe, dann nicht. Aber würde mir der Wunsch durch den Partner verweigert werden, ja.
Ich hab mich damals nach meiner Trennung mit einem potentiellen Samenspender getroffen, der mir gerne geholfen hätte. Allerdings hab ich mich dann in meinen jetzigen Freund verliebt. Ansonsten hätte ich es gemacht.
LG

Moin!
Ich habe nicht gelesen, oder vielleicht hast du es auch nicht geschrieben, ob die Fehlgeburt auch für dich körperlich schwer war.

Das würde vielleicht die Ablehnung deines Mannes erklären. Er war vielleicht kurz davor, die Frau die er liebt, die Mutter seiner Kinder, seine Lebenspartnerin zu verlieren. Dieses Risiko will er vielleicht nicht nochmal erleben müssen. Manche Männer handeln da recht radikal und das erscheint dann emotionslos nach außen.

Ich war selbst mal in einer ähnlichen Situation. Verheiratet, schwanger, eine Woche vor ET Kind tot im Bauch. Schwere Geburt auf natürliche Art. Völliges Hormonchaos, ohne Kind. Mann schwer geschockt. Kinderwunsch meinerseits, Sorge um mich seinerseits.

Erneute Schwangerschaft nach sechs Monaten. Große Freude bei mir, völlige Ablehnung bei ihm. Ende vom Lied war, dass die Ehe geschieden wurde, das Verhältnis von Mann zum Kind sehr schwer ist und das Kind heute traumatisiert ist und sich in Drogen flüchtet.

Muss bei euch nicht auch so sein. Aber man kann zumindest drüber nachdenken.

Also, ich will einfach nur eine Lanze brechen für seine Sorgen. Reden hilft. Sprecht in Ruhe und sucht euch Hilfe.

Alles Gute wünscht der Klos

Also, um es ganz deutlich zu sagen: ja!

Die Überlegung, auf (weitere) Kinder zugunsten der Beziehung zu verzichten, trägt nur dann langfristig, wenn die Beziehung dauerhaft hält.

Was wäre denn, wenn sich dein Partner aus welchen Gründen auch immer in ein paar Jahren entschließt, dich zu verlassen? Sich dann womöglich einen wiederentdeckten Kinderwunsch mit einer neuen Partnerin erfüllt?

Ihr hattet eine Absprache bezüglich des dritten Kindes. Aus dieser ist er einseitig und ohne nachvollziehbare Gründe ausgestiegen. Wer gibt dir eine Garantie, dass er sein Eheversprechen ernster nimmt?

Wenn dein Bauchgefühl dir sagt, es ist Zeit zu gehen, höre darauf. Du kennst deinen Mann am besten.

Alles Gute!