Ehe/Partner vs. weiterer Kinderwunsch

    • (1) 22.02.19 - 15:23
      Inaktiv

      Hallo, mal ganz platt gefragt:
      Würdet ihr eure Partnerschaft/Ehe mit um die 40J.,wegen eines einseitigen Kinderwunsches aufgeben, nach vielen Jahren und schon vorhandenen, älteren Geschwisterkindern?
      Wenn der Partner weitere Kinder kategorisch ausschließt und sich sterilisieren/vasektomieren lassen möchte?

      Wenn die Beziehung/Partnerschaft vielleicht auch häufiger hinterfragt wurde in den letzten Tagen, und die letzte Schwangerschaft in einer Fehlgeburt endete?

      Oder habt ihr euch eventuell sogar nach langen gemeinsamen Jahren deswegen getrennt?

      Oder findet ihr es eher egoistisch, mit 40(+) und gesunden Kindern überhaupt noch einmal an weitere Kinder zu denken?

      Ich stehe im Moment leider völlig auf dem Schlauch und bin über jeden Input dankbar, und als Frau in dem Alter hat man leider kein großes Zeitfenster mehr ...

      • Habe ich richtig verstanden, dass du dich vom Vater deiner Kinder trennen möchtest, weil er keine weiteren Kinder mehr möchte?

        Falls das korrekt ist: Nein, das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen!!! Ohne die genaueren Umstände zu kennen: als 40jährige Alleinerziehende noch einen neuen Partner zu finden, der sich nicht zu schade ist als Samenspender herzuhalten ist illusorisch. Es ist egoistisch, den Kindern den (anscheinen guten?) Vater zu nehmen und dem armen Mann die Familie wegzunehmen. Ich hätte genau 0 Verständnis für eine solche Frau.

        • (3) 22.02.19 - 16:45

          Vom Verstand her sehe ich das genauso wie du.
          Leider gibt es beim Thema Kinderwunsch keine Kompromisse, und ich leide seit der letzten Schwangerschaft sehr, mehr als ich je selbst überhaupt gedacht hätte.
          Und genau da stehe ich jetzt, unendlich traurig,da mein Mann da absolut nicht von abweichen möchte und ich mit meinen Gefühlen nicht klar komme.

            • (5) 22.02.19 - 18:39

              Es ist noch gar nicht so lange her, da wollte er es auch noch.
              Nachdem es nicht klappte, habe ich nun die Endgültigkeit seiner Entscheidung zu akzeptieren, was mich sehr verletzt und zum Nachdenken bringt.

              Warum muss ich mir helfen lassen, und seine Entscheidung wird sofort allgemein akzeptiert?

              Das habe ich hier schon häufiger gelesen, und ich verstehe es nicht.

              Bei einem Kinderwunsch kann man schlecht Kompromisse machen.
              Was bleibt einem denn, wenn der andere Partner sich komplett verschließt, und das nach so vielen Jahren?

      (6) 22.02.19 - 15:44

      Am realistischsten wäre unter diesen Voraussetzungen, es als frisch gebackener Single mit einer Samenspende aus einer Samenbank zu versuchen. Aber auch da ist ja kein baby take home garantiert. Und ob frau das will...

    (8) 22.02.19 - 16:09

    Nein, das würde ich nicht machen und kann den Gedankengang auch nicht nachvollziehen.
    Wenn in der Beziehung sonst alles in Ordnung ist und vor allem auch schon Kinder vorhanden sind, würde ich bei 40+ niemals auf den Gedanken kommen mich zu trennen, "nur" aufgrund eines weiteren Kinderwunsches; denn selbst wenn du dich trennen würdest, müsstest du auch erstmal einen neuen Partner finden, der dann auch relativ schnell mit dir ein Kind zeugen will und dann müsste es auch noch klappen, wofür man ja nie eine Garantie hat.
    Wenn sonst alles in Ordnung bei euch ist, schmeiß eine intakte Beziehung/Familie nicht weg, weil du gerade die Uhr nochmal ticken hörst.

    • (9) 22.02.19 - 18:03

      Es geht hier nicht um eine Trennung, um auf Krampf ein Kind zu bekommen.
      Eher darum, ob man alles hinterfragt und eventuell einen kompletten Neuanfang wagt...

      Schwer zu erklären.

      Und es ist leider nicht ansonsten alles in Ordnung.

(10) 22.02.19 - 16:46

Hallo!

Zur Familie gehören mehr Menschen als nur Mann und Frau. Auch die Kinder sind Teil der Familie und würden unter einer Trennung massiv leiden. Und dann möglichst zeitnah einen neuen Stiefpapa vorgesetzt bekommen plus Babygeschrei wenige Monate später - das ist wirklich unzumutbar.

Würden die Kinder denn nicht auch unter weiterem Nachwuchs leiden? Babygeschrei, finanzielle Einschränkungen, noch weniger Zeit?

Ein Kinderwunsch muss doch nicht zwangsweise und immer umgesetzt werden. Insbesondere, wenn die Rahmenbedingungen nicht mehr passen. Am Ende würde die ganze Familie unter dem egoistischen Wunsch einer Person massiv leiden müssen.

Jetzt mal ehrlich. wäre es das wirklich wert?

  • (11) 22.02.19 - 18:16

    ... genau das frage ich mich auch.
    Ist es das wert?
    Oder ist der Zug für einen Neustart, eventuell dann eben mit noch einem Kind, sowieso abgefahren?

    Ich möchte ehrlich gesagt auch nicht an der Seite eines Partners unglücklich weiterleben müssen, weil wir bereits Kinder haben, Kinderwunsch hin oder her.

(12) 22.02.19 - 17:00

Hallo!

Niemals würde ich meinen Partner verlassen, wenn er kein Kind mehr will. Wo willst du denn so schnell jemand anderes finden, und ein Kind bekommen? Finde ich total egoistisch. Es gibt doch auch ein Leben nach den Kindern. Ich verstehe solche Frauen absolut nichts. Wir haben auch zwei wunderbare Kinder. Ich würde aber niemals meine Ehe aufs Spiel setzen wenn ich noch einen Kinderwunsch hätte. Ich liebe meinen Mann und respektiere auch seine Wünsche. Ihr habt schon Kinder.
Gabi

(13) 22.02.19 - 17:05

Hm...wenn ein weiterer Kinderwunsch Anlass ist, ernsthaft über eine Trennung nachzudenken, dann ist die Beziehung vielleicht auch sonst nicht mehr soo gut. Dann vielleicht schon.
Ich käme wahrscheinlich gar nicht erst auf die Idee.

  • (14) 22.02.19 - 18:19

    Es gibt seit einiger Zeit Probleme, vor allem seit der letzten Schwangerschaft.
    Ich sehe ihn im Moment mit ganz anderen Augen, er ist mir regelrecht fremd.

    • (15) 22.02.19 - 19:56

      Die letzte SS endete in einer Fehlgeburt oder? Vielleicht hat es deinen Mann doch mehr mitgenommen als du denkst.
      Vielleicht hat er erkannt, dass man das Glück nun nicht mehr herausfordern sollte, wenn es das Schicksal so mit einem meint.
      Vielleicht erträgt er keine weitere mögliche FG. Habt ihr darüber mal gesprochen?
      Irgendwas muss er doch sagen warum er nicht will.
      Du schreibst ihr habt Kinder, also sind es schon mal mindestens zwei.
      Wenn eure Ehe ansonsten Intakt ist, dann würde ich mir einen Neuanfang sehr gut überlegen. Eure Familie wird dadurch gebrochen. Du musst erstmal einen Partner finden. Bis der dann bereit ist bist du vielleicht schon Mitte 40 oder mehr. Fraglich ob eine SS dann überhaupt sofort klappt bzw. es dir gelingt das Baby auszutragen.
      Ist dir ein weiteres Kind tatsächlich soviel Wert, dass du dein jetziges Leben über Board werfen möchtest?
      Wärst du zum jetzigen Zeitpunkt Alleinerziehend, dann würde ich sagen mach es, aber so? Nee.

      (16) 22.02.19 - 20:16

      Aber warum möchtest du dann mit IHM noch ein Kind?

      Ich persönlich finde, besonders bei Kinderwunsch, sollte man sehr genau hinzuschauen. Oft ist das eine Herzensangelegenheit, die mit dem Verstand nicht so einfach zu regeln ist.
      Es liegt halt in der Natur der Frau Kinder zu bekommen. Mit dem Thema abzuschliessen ist loslassen, eine neue Phase im Leben zu beginnen, nicht mehr "dazu zu gehören"
      Davor haben viele Angst und wünschen sich noch einmal ein Baby, weil sie dazu noch nicht bereit sind.
      Das ist nicht besonders hilfreich - denn irgenwann ist es nunmal vorbei, gehört aber unbedingt respektiert!

      Was mich sehr stört, ist wenn Einer sagt "ist nicht" und damit ist es gut. Zu einer gemeinsamen Partnerschaft gehören beiden Seiten gehört und ernst genommen!

      In eurem Fall ist der unerfüllte Kinderwunsch ja eher ein Symptom für viele andere Probleme.
      Vielleicht könnt ihr ja eine Paartherapie machen, oder eine Mediation?

      Was mit noch dazu einfällt - ein Baby ist kein Allheilmittel und besonders die größeren Kinder müssen dann ordentlich zurück stecken. Hast du dir auch darüber Gedanken gemacht?

      Und was ist, wenn es dann doch zur Trennung kommt? Wärst du vorbereitet?


      Alles Gute für dich!

      • (17) 22.02.19 - 22:39

        Danke sehr, vieles von dem was du schreibst geht mir im Moment auch durch den Kopf.

        Vorbereitet wäre ich in sofern, dass ich jobmäßig gut aufgestellt bin, ich arbeite Vollzeit und habe zusätzlich das Privileg freiberuflich arbeiten zu können.

        Die Älteren sind alle flügge, arbeiten teilweise schon selbst.

        Ich versuche gerade selbst herauszufinden, was ich eigentlich überhaupt möchte und was wir machen können.

        Ich glaube es ist die Hilflosigkeit, die mich so fertig macht.

        Ich kann mich ja nun einmal nicht spontan selbst befruchten...

        Mein Mann hat mich sehr verletzt und blockt jedesmal ab, wenn ich versuche darüber zu sprechen.

        Ich weiß, dass ihm alles auch sehr weh tat, das geht mir nicht anders, nur das Männer irgendwie nie danach gefragt oder bedauert werden, ich dagegen schon.

        Nur erkenne ich ihn so einfach nicht, und im Moment stelle tatsächlich gerade einfach alles in Frage, weil ich nicht weiß, was ich machen soll. Und es schmerzt sehr.

        • (18) 23.02.19 - 05:58

          Das ist wirklich schwierig, ich kann dich da sehr gut verstehen.

          Vielleicht hilft es dir ja doch, wenn du mit jemanden darüber redest? Jemand der vielleicht auch die wahren Beweggründe mit dir rausarbeiten kann? Oft steckt ja was dahinter?!
          Das kann alles schon sehr verwirrend und mir hilft es dann immer mit jemand neutralem darüber zu sprechen.

          Deine Ausgangsposition ist gar nicht schlecht und zu alt bist du ja wirklich noch nicht. Ihr müsst nur herraus finden, ob es wirklich das ist was ihr wollt.

          Ich fände aber wichtig dass dein Mann mit ins Boot kommt. Offensichtlich hat er ja auch seine Päckchen zu tragen.

          Alles Gute!

(20) 22.02.19 - 17:13

Nein, ich würde mich deswegen nicht trennen, wenn ich meine Familie liebe und die sonstigen Umstände gut sind.
Kriselt es in der Ehe sowieso, würde ich meine Energie erstmal darauf verwenden, die Beziehung zu retten und zu schauen, wie und ob sich etwas zum Wohl aller verbessern lässt.

Ein unerfüllter Kinderwunsch, der mich bei bereits vorhandenen Kindern darüber nachdenken lässt, meine Familie aufzulösen, würde mich eher zu der Frage anregen, warum ich mein ganzes Glück von einem weiteren Kind abhängig mache und warum ich glaube, mit dem, was ich aktuell habe, nicht glücklich sein zu können. Die Antworten darauf zeigen mir dann, welche Baustellen ich angehen muss.

Abgesehen davon halte ich es mit über 40 für sehr optimistisch, nach der Scheidung einen Partner zu finden, der Patchwork mag und noch ein eigenes Kind möchte bzw. muss ja die Beziehung und das Zusammenleben erstmal behutsam gefestigt werden, bevor über gemeinsamen Nachwuchs nachgedacht werden kann. Die bereits vorhandenen Kinder müssen die Trennung ja auch erstmal verarbeiten können.
Es sei denn, man möchte alleinerziehend alles bewältigen und auf eine Samenspende zurückgreifen. Das käme für mich in der Situation allerdings nicht in Frage.

  • (21) 22.02.19 - 18:23

    Ja, an der Beziehung müssen wir wohl definitiv arbeiten, da hast du recht.
    Über Samenspende habe ich tatsächlich nicht nachgedacht, ich wusste gar nicht, dass Alleinstehende das dürfen bzw durchführen können.
    Ich habe ehrlich gesagt eher in Richtung Co-Parenting gedacht, weil ich diese Möglichkeit vom Modell her ganz großartig finde. Eine neue Beziehung wäre auch eine Möglichkeit wenn alles passt, klar. Aber so weit bin ich gedanklich gar nicht wirklich... glaube ich.

(22) 22.02.19 - 17:13

Hallo,

also ich kann Deine Gedanken entgegen der bisherigen Beiträge zum Teil nachvollziehen.

Ich hatte auch eine Phase, in der ich mir auch erstmal gar nicht sicher ob ich nach 2 Kindern nicht vielleicht doch ein drittes Kind möchte. Mein Mann war, ist und bleibt absolut und strikt dagegen.
Ich bin ganz schön ins Grübeln gekommen: Sinn des Lebens und dann dieses Abschließen mit dem Kinderthema. Dh sich bewusst zu werden, dass es jenseits der 40 dann auch mal zu spät ist für ein weiteres Kind. Das machte mir Angst und ich rotierte bestimmt einige Wochen ganz heftig (muss dazu sagen dass ich auch in der Zeit ganz schlimm PMS Symptome hatte).

Du schreibst nicht, wann Du die FG hattest. Ist das länger her? Oder in den letzten 1-2 Jahren? Und war diese Schwangerschaft geplant oder ungeplant?

Kann es sein, dass Du zum einen die FG noch nicht verarbeitet hast und evtl auch in so einer kleinen Sinnkrise steckst wie es wohl bei mir war?

Auf jeden Fall würde ich nichts übers Knie brechen, aber vielleicht wirklich mal die Herkunft Deiner Gefühle hinterfragen. Ist es wirklich und definitiv der Wunsch nach einem weiteren Kind oder ein wenig Umbruch/ Torschlusspanik der biologischen Uhr, die Angst macht?

Fühl Dich gedrückt.
#liebdrueck

  • (23) 22.02.19 - 18:32

    Ich möchte mich für deine Antwort bedanken.
    Die Zeit läuft und ich habe einfach nicht den Luxus, lange zu warten, weil ich sonst einfach zu alt bin, und wer weiß wie sich alles nach einer Trennung überhaupt gestalten würde.
    Natürlich denke ich an die Kinder, aber ich bin kein Verfechter davon, ausschließlich wegen der Kinder eine unglückliche Beziehung zu führen.
    Die Schwangerschaft war geplant, ist aber leider nicht gut ausgegangen. Es war letztes Jahr. Und jetzt möchte er absolut nicht mehr.
    Allein dieses Umdenken und sein Verhalten hat mich in den letzten Tagen sehr zum Grübeln gebracht.
    Vom Verstand her verstehe ich ihn eigentlich auch.
    Aber mein Bauch und Herz überhaupt nicht 😞

    • (24) 05.03.19 - 11:26

      Gerne.
      Ich denke Du kannst in Deiner aktuellen Situation und psychischen Verfassung nicht wirklich entscheiden. Wichtig wäre, dass Du für Dich wieder klar wirst und dann bei Deinem Mann hinterfragst, was bei ihm los ist. Hat ihn die FG vielleicht auch verletzt und möchte das nicht ein weiteres mal erleben?

      Vielleicht fährst Du mal ein Wochenende alleine weg? Irgendwohin wo es ganz ruhig ist damit Du innere Ruhe findest?

      Alles Liebe Dir!

(25) 22.02.19 - 17:22

Da Du die evtl. Antworten ja quasi schon vorgegeben hast:

Ja, ich finde das egoistisch.

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