Ehe/Partner vs. weiterer Kinderwunsch Seite: 3

        • (51) 23.02.19 - 18:34

          Ich vermute mal, dass viel damit zusammenhängt, dass wir im letzten Jahr alles anders geplant hatten, ich die FG hatte und mich im Moment so machtlos fühle, aber ich arbeite definitiv daran

      (52) 22.02.19 - 20:09

      Huhu,

      ich finde du solltest dich dringend mal sortieren.

      Die Ehe hat nach deiner Aussage so massive Probleme, dass du eine Trennung erwägst - aber gleichzeitig willst du mit deinem Mann ein weiteres Kind in die Welt setzen?
      Das passt vorne und hinten so gar nicht!

      Ich kann verstehen, dass man die fruchtbare Phase nicht gerne mit einer Fehlgeburt abschließen möchte, aber du kannst ein Kind auch nicht erzwingen. In deinem Alter kann man sicherlich noch schwanger werden, aber die Fehlgeburtsrate /Behindertenrate ist eben auch deutlich erhöht. Vielleicht will dein Mann das einfach nicht riskieren und das ist ihm durch deine kurze Schwangerschaft klar geworden?

      Beim Kinderwunsch darf man sich durchaus umentscheiden, nichts ist in Stein gemeißelt.

      Statt nun in Selbstmitleid zu versinken, würde ich mir die Energie lieber in die Beziehung stecken. Ggf trägt eure Schieflage in der Beziehung nicht unwesentlich zu dem Entschluss deines Mannes bei (was ich dann sehr vernünftig finde).
      Selbst wenn er dabei bleibt, so gab es doch viele Jahre etwas, was euch zusammen gehalten hat. Was hat sich denn in dem einen Jahr seit der Fehlgeburt so massiv geändert, dass du ihm sagst: Schwangerschaft oder Trennung? Wo bleibt da deine Vernunft?

      Also ja, in deinem Falle fände ich es absolut egoistisch eine Familie zu zerstören, nur um einem Traum nachzujagen.
      Scheiß was auf die Gefühle der anderen Menschen (dein Mann und deine Kinder), Hauptsache du kannst Wünschen nachjagen ohne Garantie auf Erfolg … nun, das ist an Egoismus kaum zu übertreffen.

      Dein Partner nimmt halt seine Grenzen wahr und zieht die Konsequenz indem er sagt: keine weiteren Kinder mehr. Das finde ich nicht egoistisch, sondern absolut folgerichtig. Wenn man feststellt, dass man keine Nerven mehr für ein Baby hat, sollte man auch der Partnerin zu Liebe keine zeugen, denn der Leidtragende wäre immer das Kind!

      Stecke deine Mutterliebe in deine vorhandenen Kinder - irgendwann wirst du wahrscheinlich auch Oma werden und kannst dann wieder mit Babys kuscheln.
      Das Leben ist halt so, dass wir irgendwann unfruchtbar werden und jeder sich damit abfinden muss, dass sich Lebensphasen schließen. Aber dafür öffnen sich immer neue Lebensabschnitte und damit auch wieder tolle Möglichkeiten, wenn man dafür offen ist.

      LG

      • (53) 22.02.19 - 22:23

        Rational gebe ich dir absolut recht.
        Das ist eher eine Herzenssache..

        Natürlich werden wir alle älter, aber eigentlich hatten wir uns beide sehr bewusst für ein weiteres Kind entschieden.

        Und nun das, und in der letzten Zeit sind Worte gefallen, die mir sehr nahe gegangen sind und mir sehr zu denken geben.

        Ich kann meine Gefühle nicht ändern.
        Ich habe Angst, jetzt eine Lebensentscheisung vielleicht falsch zu treffen.

        Ich fühle mich mit dem Rücken zur Wand, und natürlich ist das Egoismus, wie kann es etwas anderes sein.
        Aber doch nicht nur von mir.
        Meine Wünsche und Gefühle sind doch nicht weniger wert, als die meines Mannes, und doch wird bei mir ganz anders gewertet.

        Jeder möchte doch seinen Lebensentwurf verfolgen, wir hatten einen gemeinsamen, und jetzt stehe ich nach dem unschönen Ereignis alleine da, und er spricht nicht einmal mehr mit mir.
        Schön ist das nicht.
        Mit der Liebe zu meinen anderen Kindern hat das auch überhaupt nichts zu tun.
        Ich denke doch das jede Mutter oder Vater das Recht hat, sich trotz Kindern weitere Kinder wünschen zu dürfen.

        • (54) 22.02.19 - 22:48

          es gibt keine halben Kinder, einer wünscht sich eines der andere nicht...genau das ist Dein Problem. Du versuchst deine Wünsche über allen zu stellen.
          Über deinen Mann, über deine Partnerschafft und da die Partnerschaft über die Elternschaft bei Dir steht, auch über den Köpfen der Kinder....dir ist alles egal, Hauptsache dein Wunsch geht in Erfüllung.

          Meinst du das Leben ist als alleinerziehende Mutter besser aber Hauptsache der Kinderwunsch wurde erfüllt?
          Wenn deine Ehe schlecht ist, dann trenn dich halt aber schieb nicht ein Kind vor.
          Und wenn du meinst, das deine Kinder glücklicher sind, wenn ihr Euch trennt und ein Baby da ist dann machst du alles richtig.

          lisa

          • (55) 22.02.19 - 23:12

            Ich glaube nicht, dass du mich verstehst, aber sei es drum, deine Meinung sei dir ungenommen.

            Warum du hier nun so herumgiftest kapiere ich dennoch nicht.

        (56) 23.02.19 - 07:37

        Eure Gefühle sind gleich viel Wert, jedoch kann es eben kein halbes Kind geben.
        Entweder ganz oder gar nicht und da der Vater immer auch noch mindestens 20 Jahre für das Kind gerade stehen muss, ist es auch sein gutes Recht, dies abzulehnen. Das hat doch nichts direkt mit dir zu tun. Das ist seine Belastungsgrenze, die er nun doch nicht mehr übertreten will.

        Ich könnte mir auch nicht mit vorstellen, mich mit Mitte 50 noch mit einem pubertierendem Kind herum zu schlagen. Zu dem Thema gab es nämlich auch erst eine andere Frau und da haben sich auch Betroffene gemeldet, die es auch nicht mehr tun würden (teils sogar aus der eigenen Erfahrung heraus).
        Von daher kann ich deinen Mann absolut verstehen, das Baby bleibt nicht so klein sondern wird irgendwann eben größer und die eigenen Nerven im Laufe des Lebens durchaus weniger.

        Welche Lösung siehst DU denn?
        Er bekommt dir zu Liebe noch ein Kind, was er gar nicht will - bist du dann zufrieden?
        Also welche Lösung hättest du denn gerne?

        Wenn er nicht mal mehr mit dir spricht, würde ich auch sagen, dass nicht nur du verletzt bist, sondern auch er. Da müssen also auch sehr verletzende Worte aus deiner Richtung ihm gegenüber gefallen sein. Darüber solltest du nachdenken und vielleicht da erst einmal das Gespräch suchen und eure Ehe wieder auf Augenhöhe holen. Er spricht nicht mit dir, du schmollst - das kann sowieso keine Basis für eine Ehe sein und noch viel weniger für die Herausforderung Kinder.

        Zum Thema Kinderwunsch: natürlich kann sich jeder Kinder wünschen, aber da wir denken können, sollte man seine Rahmenbedingungen nicht außer Acht lassen.
        Lese mal ein wenig in dem Forum mit, ganz oft liest man, dass sich ein Partner noch weitere Kinder vorstellen könne, manchmal sogar beide, aber die Rahmenbedingungen passen einfach nicht. Oder einer der Partner ist unfruchtbar und die Kinderwunschbehandlung ohne Erfolg - echte Liebende überwinden auch das Tief und nicht der Fruchtbare lässt den anderen hängen indem er sich einen neuen Partner sucht.
        Man sucht sich neue Ziele im Leben, findet seine persönliche Erfüllung in anderen Dingen.

        Ich habe zum Beispiel dieses Zitat auf meinem Profil und ich denke, da ist sehr viel Wahres dran, vielleicht denkst du darüber nach und es hilft dir etwas: "Glücklich sein bedeutet nicht, immer das zu bekommen was du willst. Es bedeutet zu lieben was du hast und dafür dankbar zu sein."

        Du rennst gerade dem Traum von einem weiteren Kind hinterher und hast noch nicht mal eine Garantie, dass der sich überhaupt noch umsetzen lassen wird - wie weit würdest du denn dafür gehen? Was ist, wenn du am Ende finanziell ruiniert bist, von deiner Familie isoliert (auch erwachsene Kinder können sich durch so eine Sache von dem Elternteil abwenden) und trotzdem keinen Erfolg mehr hast beim Kinderwunsch bzw allein an Heilig Abend mit Baby im Arm unter dem Weihnachtsbaum zu sitzt? Allein erziehend ist auch keine Romantik pur und ob sich der passende neue Partner dann findet, steht auch in den Sternen.
        Ist das alles Wert?
        Du vergisst dabei, was du im Leben bereits hast und das ist sicherlich nicht wenig.

        LG

        • (57) 23.02.19 - 18:30

          Danke für deine ausführliche Antwort, du hast in so vielem recht, und vieles empfinde ich genauso.

          Ich muss tatsächlich an oder mit mir selbst arbeiten, denn so oder so besteht die Möglichkeit, dass ich nie mehr Kinder bekommen werde, keines mehr großziehen werde.
          Ich war immer sehr gerne Mutter, auch und gerade von älteren Kindern, und dieser Abschied schmerzt wirklich sehr.
          Und auch das, was sich im Moment in unserer Beziehung abspielt macht mich natürlich nicht glücklich.

          Ich habe entschieden, mir mehr Hilfe zu holen, denn die brauche ich so oder so, definitiv.

          Es wird sich lohnen, es zumindest zu versuchen, um diese Familie zu kämpfen , das weiß ich.
          Man kommt bloß auf die abstrusesten Ideen, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht...

          • (58) 23.02.19 - 18:57

            Gerne :-)

            Ich finde es wirklich gut, dass du dir fachliche Hilfe holen möchtest um dich zu sortieren und den richtigen Weg für dich zu finden.
            Oft hilft es einfach, wenn man einen neutralen Außenstehenden hat, der einfach nur zuhört ohne zu werten während man die eigenen Gedanken sortiert.

            Ich wünsche dir alles Gute für diesen Prozess :-)

(60) 22.02.19 - 22:05

Hu Hu

Das ist nicht böse gemeint, aber ich glaube du solltest ein paar Sachen aufarbeiten. Das kann man in einer Form von Therapie machen, es gibt aber auch coachings für sowas.
Deine Fehlgeburt hat einiges ins Ungleichgewicht gebracht und du hinterfragst vieles. Vielleicht brauchst du einfach Hilfe um darüber nach zudenken. Jemand objektives, der die richtigen Fragen stellt.
Vielleicht wird dein Mann auch zu einer Sitzung eingeladen und eventuell kommt dann raus, dass dein Mann die Fehlgeburt auch nicht verarbeitet hat und jetzt jedes weitere Kind trotz vorherigem Kinderwunsch ablehnt.

Versuch erst für dich Klarheit zu finden und es dann zusammen mit deinem Mann zu machen. Es wird euch helfen, den richtigen Weg zufinden

Alles gute

(62) 23.02.19 - 14:42

Hallo Nichtoderdoch,

ich kann dich gerade sehr gut verstehen, da ich (36) in der selben Situation bin wie du. Ich habe mit meinem Partner eine bald dreijährige Tochter und wünsche mir nichts sehnlicher als ein zweites Kind. Der Wunsch ist so groß, dass ich es kaum schaffe, mal einen Tag nicht daran zu denken. Leider vertritt er hierzu einen ganz klaren Standpunk - nämlich nein. Auch unsere Beziehung musste in den letzten Jahren einiges aushalten, weshalb gerade eigentlich auch keine stabile Basis mehr besteht. Wenn es um den Mann geht, finde ich Überlegungen bzgl. einer Trennung keinesfalls egoistisch, denn jeder sollte doch sein Glück im Leben finden und seine Träume verwirklichen können. Meiner Tochter möchte ich jedoch eine solche Trennung nicht antun, weil sie doch ein Recht auf das Aufwachen mit beiden Eltern hat. Stelle mir den Gedanken sehr beschwerend vor, dass sie ständig von Mama zu Papa switchen muss. Ich habe für mich leider noch keine Lösung für das Problem gefunden, aber vielleicht hilft es dir zu wissen, dass du nicht alleine mit dieser Situation bist und ich deine Gedanken und Überlegungen sehr gut verstehen kann.

Ich wünsche dir alles Gute, dass du die richtige Entscheidung treffen wirst, mit der du gut leben kannst.🍀

  • (63) 23.02.19 - 18:24

    Hallo, ich danke dir, solche Antworten geben einem das Gefühl, dass man nicht irgendein egomanes, selbstsüchtiges Monster ist, sondern ein Mensch, der einfach nicht weiß wohin, mit sich, mit der Beziehung, mit allem.

    Ich beneide im Moment jede Schwangere, und das, obwohl ich Kinder habe.
    Ich beneide die Frauen, deren Männer ES genauso wollen wie sie selbst, ich beneide die, die Hibbeln dürfen.

    Ich muss mich jetzt der Aufgabe stellen, nach FG mit dem Kinderwunsch aufhören zu müssen, oder aber ich beende das Leben als Familie. Das sind alles Optionen, die mir im Moment so verdammt weh tun. Ein Satz.
    Nämlich : Wir warten ab und versuchen es noch einmal, denn ich möchte auch noch ein Kind mit dur großziehen. Dieser eine Satz, dieses Wollen wie vor einem Jahr, würde vieles ändern. Stattdessen Schweigen. Hilflosigkeit. Machtlosigkeit.

    Dir auch alles erdenklich Gute und Danke für deine Anteilnahme

(64) 23.02.19 - 21:15

Ich selbst hab leider keine Kinder. Wünsche mir diese aber seit Jahren. Ob der Wunsch anders ist, wenn man schon Kinder hat, mag ich zu bezweifeln. Und ja, ich würde mich trennen. Wenn es nicht klappt wegen irgendwelcher Gründe, dann nicht. Aber würde mir der Wunsch durch den Partner verweigert werden, ja.
Ich hab mich damals nach meiner Trennung mit einem potentiellen Samenspender getroffen, der mir gerne geholfen hätte. Allerdings hab ich mich dann in meinen jetzigen Freund verliebt. Ansonsten hätte ich es gemacht.
LG

(65) 24.02.19 - 08:23

Moin!
Ich habe nicht gelesen, oder vielleicht hast du es auch nicht geschrieben, ob die Fehlgeburt auch für dich körperlich schwer war.

Das würde vielleicht die Ablehnung deines Mannes erklären. Er war vielleicht kurz davor, die Frau die er liebt, die Mutter seiner Kinder, seine Lebenspartnerin zu verlieren. Dieses Risiko will er vielleicht nicht nochmal erleben müssen. Manche Männer handeln da recht radikal und das erscheint dann emotionslos nach außen.

Ich war selbst mal in einer ähnlichen Situation. Verheiratet, schwanger, eine Woche vor ET Kind tot im Bauch. Schwere Geburt auf natürliche Art. Völliges Hormonchaos, ohne Kind. Mann schwer geschockt. Kinderwunsch meinerseits, Sorge um mich seinerseits.

Erneute Schwangerschaft nach sechs Monaten. Große Freude bei mir, völlige Ablehnung bei ihm. Ende vom Lied war, dass die Ehe geschieden wurde, das Verhältnis von Mann zum Kind sehr schwer ist und das Kind heute traumatisiert ist und sich in Drogen flüchtet.

Muss bei euch nicht auch so sein. Aber man kann zumindest drüber nachdenken.

Also, ich will einfach nur eine Lanze brechen für seine Sorgen. Reden hilft. Sprecht in Ruhe und sucht euch Hilfe.

Alles Gute wünscht der Klos

(66) 24.02.19 - 08:23

Also, um es ganz deutlich zu sagen: ja!

Die Überlegung, auf (weitere) Kinder zugunsten der Beziehung zu verzichten, trägt nur dann langfristig, wenn die Beziehung dauerhaft hält.

Was wäre denn, wenn sich dein Partner aus welchen Gründen auch immer in ein paar Jahren entschließt, dich zu verlassen? Sich dann womöglich einen wiederentdeckten Kinderwunsch mit einer neuen Partnerin erfüllt?

Ihr hattet eine Absprache bezüglich des dritten Kindes. Aus dieser ist er einseitig und ohne nachvollziehbare Gründe ausgestiegen. Wer gibt dir eine Garantie, dass er sein Eheversprechen ernster nimmt?

Wenn dein Bauchgefühl dir sagt, es ist Zeit zu gehen, höre darauf. Du kennst deinen Mann am besten.

Alles Gute!

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