Ehe ohne Sex- Lang

    • (1) 22.02.19 - 22:22
      Oenemlidegil91

      Hallo in die Runde,

      ich möchte die Möglichkeit der Anonymität nutzen und auf diesem Wege aussprechen was mich so stört.

      Also bei meinem Mann und mir herrscht flaute im Bett. Es ist schon ewig so und so langsam brennt es in mir Sex mit einem anderen zu haben.

      Ich bin absolut gegen Betrug, das möchte ich hier betonen, aber in meinem Kopf spielen sich so viele Fantasien mit einem anderen ab.

      Wir sind seit 5 Jahren verheiratet und seit 9 Jahren (mit Unterbrechung) ein Paar.
      Er ist 37 und ich 27. Vor der Ehe hatten wir wirklich ein tolles Sexleben und es blieben keine Wünsche offen. Wir hatten überall Sex wenn uns die Lust überkam, aber seit dem Tag der Eheschließung ist es anders. Es gab ab da kein Vorspiel mehr und auch die Häufigkeit nahm schon in den ersten Monaten rapide ab. Egal was ich versuchte neue Dessous, Sextoys oder auch Gespräche, nichts änderte sich. Aus 1x die Woche, wurde schnell 1x im Monat und seit 2 Jahren ist es nur noch 1x im Jahr. Wir sind beide südländischer Herkunft und manchmal überlege ich ob es an einer Art "falschen" Respekt vor mir als seiner Frau liegt. Als könnte er die Dinge die er vorher mit mir tat, als ich bloss seine Freundin war nicht mehr tun. Ich bin wirklich sehr geduldig und habe mein bestes gegeben mich mit dieser Situation zu arrangieren, aber ich kann es nicht mehr. Wir hatten sogar 2 Jahre lang keinen Sex. Es gibt nur immer Küsschen und keine Leidenschaft. Es fühlt sich an als habe ich mein Sexleben mit 22 Jahren aufgegeben. Selbst wenn wir mal Sex haben ist es doof. Es fühlt sich fremd an und ich weiss gar nicht mehr Wie ich meinen eigenen Mann anfassen soll, er wirkt so verklemmt. Durch diese Ablehnung entwickeln sich auch bei mir immer mehr komplexe und mein Selbstbewusstsein hatziemlich gelitten. Mir fehlt die Leidenschaft, das Feuer und guter Sex so sehr. Aber mit ihm kann ich mir das nicht mehr vorstellen. Es gab für mich die Möglichkeit fremd zu gehen aber das habe ich nicht gemacht. Meinen Mann betrügen möchte ich auch nicht, aber so leben auch nicht. Es gab so viele Gespräche deswegen und er meint er braucht das halt nicht, das ist blöd wenn der andere Partner das aber anders sieht und machtlos mit dieser Einstellung leben muss. Alles andere ist ok. Er ist ein toller Vater und tut alles für uns. Aber es fehlt enorm an Intimität. Wenn er dann mal will wird er nie fertig und bricht mittendrin ab, wenn ich dann das Gespräch suche und auch hören will was ihn anmacht (was ich früher mal wusste) blockt er das Thema ab. Er will nie mehr reden als dass es so ok ist für ihn ist. Früher war er da anders. Ich bekam Nacktbilder und Sexnachrichten, ganz unerwartet und spontan. Ich weiss nicht mehr was ich tun soll und es brodelt immer mehr nach diesem anderen Mann

      • Hallo,

        bevor du dich Hals über Kopf auf den anderen Mann einlässt, würde ich die jetzige Beziehung beenden. Mach einen Schluss strich. Regel dein Leben alleine und dann lass dich auf einen anderen Mann ein.


        vg
        novemberhorror

        • (3) 23.02.19 - 08:24

          Ich hab von Fantasien gesprochen, ich lehne Betrügen ab. Mir fehlt der Sex- keine Frage. Aber sonst haben wir eine gutes gemeinsames Leben. Wieso soll ich das beenden?

          • (4) 23.02.19 - 19:06

            Und warum sollst du dich einschränken und auf Sex verzichten? Nur, weil du an der Monogamie festhältst? Was bringt es dir? Nichts...und dann triff mal einen anderen Mann, der dich sexuell befriedigt.
            Dir fehlt der Sex...ich halte Sex in einer funktionierenden Beziehung für sehr wichtig. Und ein Mensch kann und darf niemals von mir verlangen, daß ich ihm zuliebe meine Bedürfnisse und Vorlieben einschränken muss. Sagen wir so: Kein Mann hat das Monopol auf meine Muschi. Und daher führe ich generell nur offene Beziehungen. Kein Stress, kein Drama. Also, beende dieses Drama und lebe.

            LG
            Katty

            • (5) 23.02.19 - 20:07
              Oenemlidegil91

              Du hast recht: ohne Sex geht es nicht. Nur bin ich der typ für Sex ohne Gefühle. Eine offene Beziehung ist auch für mich nicht der Fall. Mir geht es auch nicht darum Sex mit verschiedenen Männern zu haben.

      Hallo,

      wie wäre es, wenn Du Deinen Mann ganz behutsam an das Thema "offene Ehe" heranführt? Es könnte ja eine "Light-Version" sein: man darf außerehelichen Sex haben, wenn es sich mal ergibt. Nur ONS, natürlich safe und der andere erfährt nichts. Z.B. nur in Swinger-Clubs.

      Ich könnte mir vorstellen, daß Dein Mann vielleicht gar kein Bedürfnis mehr nach Sex hat und das für ihn ordentlich Druck rausnehmen könnte. Vielleicht fände er das gar nicht so schlecht, wenn er weiß, er muß nicht mehr "liefern" und wer weiß, vielleicht ist das genau das, was ihn selbst wieder mehr Lust haben läßt.

      Alles Gute Dir

    • (7) 23.02.19 - 07:58

      Könnte es sein, dass er in Wirklichkeit homosexuell ist und Dich nur als Alibifrau aufgebaut hat, für die Familie, das soziale Umfeld? Du schreibst, Ihr seid Südländer. Ist Homosexualität ein Tabu unter Euren Landsleuten? Das war jetzt mein erster Gedanke, weil er den Sex wie auf Knopfdruck angestellt hat.

      Ich würde ihn das fragen, ihm sagen, dass es nicht schlimm ist für Dich, wenn es so ist, Du weiter mit ihm dann Family spielst zum Schein, aber er dann eben auch Dir die Freiheit geben muss, mit einem Anderen was zu haben. Was er dir da abverlangt ist nicht normal, und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Trauschein dich plötzlich in seinem Kopf von der "Hure" zur "Heiligen" gemacht hat, zumal Du ihn ja oft genug versucht hast zu verführen, welcher Mann sagt da aus moralischen Gründen nein, und was soll das für ne Moral sein, Ehe legitimiert doch den Sex und verbietet ihn nicht. Da steckt sicher was Anderes dahinter.

      • (8) 23.02.19 - 11:14

        Zugegeben, diesen Gedanken hatte ich auch. Aber vor knapp 3 Jahren habe ich Chats entdeckt wo er anonym mit anderen Frauen über Sex schrieb. Es war unheimlich verletzend, aber wir haben das überwunden. Ich denke eher er findet mich nicht mehr attraktiv, ich hab zugenommen durch eine Cortisontherapie und bin noch da bei, das wieder abzunehmen. Mein Bauch hat auch viele Dehnungsstreifen und im Streit erwähnt er öfter wie fett und hässlich bin. Er sagt dann hinterher immer das er es nicht so meint (Er neigt allgemein dazu im Streit sehr verletztend zu werden), aber das ist natürlich verletzend. Klar bin ich nicht schlank, aber fett eben auch nicht. Ich lasse mich auch nicht gehen und er selber bekommt oft Komplimente dafür dass er eine hübsche Frau hat (bitte nicht falsch verstehen, ich würde mich selber niemals als hübsch bezeichnen). Ich glaub eher dass er mich halt nicht hübsch findet

        • Mit einem Mann, der mich im Streit als fett und hässlich betitelt, würde ich weder Sex noch eine Beziehung haben wollen.

          Warum sollen wir das nicht falsch verstehen? Wenn Du von anderen Komplimente kriegst, muß doch was dran sein. 😊😉 Ein wenig Übergewicht ist doch oft ziemlich sexy und Dehnungsstreifen sind Narben vom Schlachtfeld des Lebens, das eben nicht immer einfach ist (z.B. Schwangerschaft).

          Das alles wirft natürlich noch ein anderes Bild auf das Ganze und ich finde es ziemlich grausam von Deinem Mann, sowas zu sagen. Allerdings habe ich im Freundeskreis die Erfahrung gemacht, daß weder Gewichtszunahme noch andere vermeintlich entstellenden Körperveränderungen (Dehnungsstreifen, Verlust eines Körperteile, große Narben etc.) bei Pärchen, die sich lieben irgendeine Änderung des Sexlebens nach sich ziehen. Am Anfang ist es vielleicht noch irre wichtig, wie man aussieht aber irgendwann kennt man sich doch und dann hat man Sex mit dem Partner und nicht mit dessen Körper. 😊

          Ich vermute, da liegt noch irgendwas anderes im Argen. Ich finde die Theorie mit der Homosexualität gar nicht so abwegig. Es gibt Männer die verleugnen das sogar vor sich selbst und schreiben im Chat mit Frauen, anstatt Männern.

          • (11) 23.02.19 - 14:40

            Du hast natürlich sollte man über sowas hinwegsehen, wenn man jemanden wirklich liebt. Man liebt ja mit dem Herzen und nicht mit dem Auge. Er ist selber auch nicht perfekt, aber er denkt das gerne von sich. Ich denke eher dass er in der Hinsicht zu oberflächlich ist

        im Streit erwähnt er öfter wie fett und hässlich bin.

        Habe ich von meinem Mann in 35 Jahren nicht gehört, selbst im schlimmsten Streit nicht - und das, obwohl ich wirklich nicht schlank bin.
        Dein Mann verletzt Dich, um sich dann machtvoll zu fühlen im Streit? Super, dazu keinen Sex mehr - was findet er denn überhaupt noch an eurer Beziehung gut? Dass Du gut kochen und Wäsche waschen kannst oder was?
        Die latente Homosexualität kann ich auch nicht von der Hand weisen. Hat man schon öfter gelesen, dass es Männer gibt, die damit nicht fertigwerden, das nicht ausleben zu können und ziemlich verletzend sein können. Würde ich ihm wohl mal auf den Kopf zu sagen.
        LG Moni

        • (13) 23.02.19 - 14:38

          Ich finde seine Art im Streit auch nicht toll, aber so ist er halt. Er streitet wie ein kleiner Junge weil er keine Argumente hat und ihm nur die Beleidigungen in denen er die Schwächen anderer so Worte bringt, nutzen kann. Ich hab ihm das schon mal vorgehalten ob er schwul sei, da ist er komplett ausgerastet.

          • Zusammengefasst beschreibst du deinen Mann bzw. die Paarbeziehung so:
            - er hat (so gut wie ) keinen Sex mit dir
            - gibt es ein mal im Jahr Sex, fühlt es sich falsch und fremd an
            - er meint, er braucht das nicht
            - er möchte aber dafür mit anderen Frauen sexuell bezogen chatten
            - da er das nicht braucht, gibt es keinen Ansatz, das zu ändern
            - im Streit erlebst du ihn als kleinen Jungen
            - er beschimpft dich im Streit als fett und hässlich

            Du hast dich bereits an ihm abgearbeitet. Wenn du schreibst "so ist er halt" liest sich das bereits nach Resignation. Wahrscheinlich machst du das schon viel zu lange mit, als dass du dich noch groß aufregen könntest, obwohl du an den Reaktionen hier deutlich sehen kannst, wie vor allem der letzte Punkt aufgenommen wird. So viel Abwertung und Respektlosigkeit mit "ist halt so" abzutun, lässt vermuten, dass du so gut wie aufgegeben hast.

            Du bist erst 27 Jahre alt. Ja, er mag ein toller Vater sein, aber kannst du dir wirklich vorstellen, ohne echte Paarbeziehung, ohne Intimität und dafür als Vater-Mutter-Wohngemeinschaft die nächsten Jahrzehnte zu verbringen? Das ist es nämlich, was er möchte.

            • (15) 23.02.19 - 15:37

              Ja auch darüber habe ich nachgedacht. Ich bin aber nicht mehr so selbstbewusst wie früher und habe Angst für immer alleine zu bleiben. So tut er wirklich viel für mich. Wenn ich im vorbei laufen mal was gesehen habe und ihm davon erzähle, bringt er mir das einfach so mit oder er tut halt alles für unsere Tochter und auch das mag ich. Wenn er so ausfallend wird, denke ich natürlich auch über eine Trennung nach. Es gibt aber viele Dinge die mich abhalten. Der grösste Punkt ist das finanzielle und der danach das jemand anderes meine Tochter nicht so annimmt. Und eben auch die Angst nicht mehr sexuell attraktiv zu sein, weil ich mich für meinen Körper schäme. Ich bekomme zwar häufiger Komplimente, aber es kennt mich ja keiner nackt

Top Diskussionen anzeigen