Das besser gestellte halbgeschwisterchen

    • (1) 25.02.19 - 17:42
      Sowollteichniesein

      Hallo an alle,
      Ich weiß, es is das falsche Forum, aber ich MUSS einfach in schwarz schreiben... wie ihr an meinem Titel erkennen könnt.

      Ich verfolge schon lange Sandy... ein paar wird sie ein Begriff sein. Sie hat zwei Kinder und is dauernd eifersüchtig auf den Vater des großen, und diverse andere Dinge.

      So. Letztens bekam ich einen Schock, ich hatte so ein ähnliches Gefühl und Angst wie sie zu werden.

      Mein ex und ich haben ein Kind. 9 Jahre, ich habe auch noch ein Kind bekommen, is jetzt 4 Jahre.
      Mein ex vom ersten Kind hat auch nochmal ein Kind bekomm, es ist 2 Jahre. So - mehr zahlen kommen nicht mehr!


      Letztens kam mein Kind (wir reden immer nur vom ersten!) heim und erzählte wie toll es war etc - Vater und Kind verstehen sich super. Dann erzählte es, was das geschwisterchen so alles hat und meinte: das hatte ich nie. Ganz ungewollt hab ich mir GEDACHT: „Stimmt, das hattest du nie, jetzt für das „neue“ Kind kann er es sich aber leisten“
      BAM

      Wieso hab ich solche Gedanken? Das hat für mich bis jetzt nie eine Rolle gespielt. Seine neue frau verdient gut, sicher um einiges besser als ich, ging nach einem Jahr wieder arbeiten. Ich hab meinem Sohn erklärt das er sich nicht vergleichen darf, er hat ein schönes Leben und seine Schwester auch, nur eben ein anderes.

      Denkt ihr sowas verfolgt mich jetzt? Ich hab Angst so zu enden und nur noch missmutig dem halbgeschwisterchen von meinem Sohn zu sein, bzw gegenüber meinem ex. Habt ihr Tipps?
      Und wenn mein Sohn solche Dinge weiter erzählt, sollte ich es seinem Vater mitteilen? Das er sich irgendwie benachteiligt fühlt? Dann hab ich noch mehr Angst wie sie zu werden 🤦🏻‍♀️🤦🏻‍♀️🤦🏻‍♀️

      • Gedanken sind frei. Man kann ja schon unbewusst vergleichen, sollte aber, sobald es einem bewusst wird, genau das tun, was Du eben tust: Sich klar machen, dass jeder Mensch einen anderen Hintergrund hat. Auch, wenn Menschen aus derselben Familie kommen.

        Schlimm wird es nur dann, wenn Kinder von denselben Menschen unterschiedlich behandelt werden. Also bspw. die Oma dem erstgeborenen Enkel mehr materielle und emotionale Zuwendung schenkt, als den Nachfolgern. Das ist dann nämlich nicht mehr so einfach zu erklären..

        (3) 25.02.19 - 18:10

        Naja... so ganz vergleichen würde ich es mit besagter User in nicht, denn da geht es um die Kinder, die bei ihr und von verschiedenen Vätern sind. Und: dort kommen die Vergleiche von der Mutter und nicht vom Kind.

        Ich denke nicht, dass das auch nur ansatzweise in die Richtung geht. Bei ihr ist es so, dass sie nach allem möglichen geiert und auch noch meint, der Ex müsste das Kind, das sie von ihrem Next hat, auch noch mit bedenken. Dazu kommt, dass man ihr eh nichts recht machen kann.

        Bei dir finde ich bezeichnend diesen Satz "„Stimmt, das hattest du nie, jetzt für das „neue“ Kind kann er es sich aber leisten“

        Und ich kann ich verstehen, dass man da vielleicht etwas bitter ist. Vor allem, falls man auch noch um Unterhalt etc. zackern musste, kein müder Euro mal freiwillig extra kam, man am Existenzminimum langschrappte - und nun sieht, wie für ein anderes Kind Geld "ohne Ende" da ist.

        Aber mal so gesehen: Es kann auch in "intakten" Famillien vorkommen, dass das Zweitgeborene mehr hat als das erste Kind. Einfach, weil die Eltern nun besser aufgestellt sind finanziell.

        So reflektiert wie du klingst, wirst du GANZ SICHER NICHT wie diese beratungsresistente Dame.

      • Hallo,

        ich finde es nicht richtig dem Vater für alle Unterschiede verantwortlich zu machen. Dein Ex hat eine neue Frau und du sagst selbst, dass sie gut verdient. Vielleicht konnten die beiden so ein Polster anlegen um dem Nachwuschs jetzt den "Luxus" zu ermöglichen. Hattet ihr bei eurem gemeinsamen Sohn ein finazielles Polster von dem ihr sowas hättest finanzieren können. Es ist nun mal so, wenn ein Elternteil oder beide arbeiten und (sehr) gut verdienen dann können sie sich Luxus leisten.

        So wie du schreibst zahlt dein Ex und auch kümmert er sich um deinen Sohn. Klar fallen Kindern Unterschiede auf und fragen danach. Es liegt also an die deinem Kind das Problem kindgerecht und neutral zuerklären. Ich denke nicht, dass du so wirst wie benannte Person. Denn der Ansatz kam von deinem Kind und nicht von dir.

        LG Morgain

        Warum sollten zwei Kinder, zwischen denen 7 Jahre liegen und die verschiedene Mütter haben, das gleicht haben?
        Ich habe zwei Kinder und die haben auch nicht das gleiche.
        Mit deinem neuen Mann und deinem jüngeren Kind gehst du doch bestimmt auch anders um als mit deinem 1. Kind.

      • Solange Dir selber klar wird, dass Deine Gedanken in eine ungute Richtung abdriften, soange ist alles gut. Ich glaube, es gibt nirgendwo Geschwister, die genau identisch alles gleich haben. Sie haben ja auch verschiedene Interessen, Neigungen usw. Und mal hat man mehr Geld, mal weniger, so ist das Leben. Ich habe zwar auch immer versucht, dass das Gleichgewicht gewahrt war bei meinen Kindern, aber ob die Kinder das auch so sehen, steht nicht mehr in unserer Macht. Nimm Deinen Sohn in den Arm, geh mit ihm Eis essen und lass es auf sich beruhen. Was Du vorlebst, sieht er sonst auch so. Ich bin jemand, dem Neid und Missgunst absolut fremd ist, Gottseidank :-D und somit weiß ich schon mal, dass ich nicht nach meiner Mutter komme #cool 100%iges Gleichgewicht gibts nie und Du hast es ihm schon gut erklärt. Es wird immer jemand geben, der mehr hat, aber auch sehr viele, die weitaus weniger haben !!! Das versteht meine Enkelin auch schon, das haben wir ihr schon vor ein paar Jahren erklärt. LG Moni

        (8) 25.02.19 - 22:02

        Neid unter Geschwistern geht doch in biblische Zeiten zurück, siehe Kain und Abel, das ist sowas von normal, dass die sich vergleichen. Meine zwei sind vom selben Vater, 2 Jahre auseinander, und da wird jede Erbse auf dem Teller gezählt aus Angst, der Andere hat eine mehr bekommen. 🙄

        Da darf man sich nicht einspannen lassen. Andere Zeiten, andere Sitten. Ein Scheidungskind wird den Halbgeschwistern mit der/dem Next immer was neiden, allein schon, dass dieses Kind in einer intakten Familie aufwächst und kein Scheidungskind ist. Und natürlich haben die Halbgeschwister immer mehr als das Trennungskind von der alleinerziehenden Mama bekommen kann. Das ist ja leider einfach nicht zu ändern. 😥

        • Das mit den Erbsen kenne ich auch. Ich hab mal dem jüngsten (da war er 1,5 Jahre alt) zwei Gurken Hälften mitgegeben und gesagt eine für dich und eine für deinen Bruder. Eine „Hälfte“ war extra größer geschnitten. Er rannte los und ich schaute hinterher. An der Tür machte er kurz halt und verglich die zwei Stücken miteinander und gab die kleinere Hälfte seinem Bruder😂😂😂.

          So sind Geschwister eben😃

      Die Kinder haben zwar denselben Vater, aber eine andere Mutter. Wenn diese finanziell besser dasteht, hat das Kind natürlich ein anderes Leben.
      Der Vater wird ja noch so gestellt sein wie früher.
      Von daher sind solche Vergleiche sinnlos.

      • (11) 26.02.19 - 00:31

        ....oder der Vater ist nun ebenfalls besser aufgestellt als vor 9 Jahren...

        Mein Mann hat als Abiturient sein 1. Kind bekommen - ich muss wohl nicht sagen, dass er 8 Jahre später besser verdiente (mit abgeschlossenem Studium), als das 2. Kind mit mir folgte.

        Dazu noch die Tatsache, dass ich vernünftig verdiene (ebenfalls Akademikerin)... sprich 2 Faktoren die unsere monetäre Situation zu einer ganz anderen machten, als wir unser Baby bekamen, als es beim 1. Kind war...

        Dafür kann aber niemand was! Es ist das Leben und der Lauf der Dinge, dass man als Schüler kaum was hat und es sich dann erarbeitet.

    (12) 26.02.19 - 00:48

    Hey,

    löse dich von dem Gedanken, dass die Kinder stets und immer gleich behandelt werden MÜSSTEN.
    Das Leben ist nicht immer gleich. Es entwickelt sich. Monetäre Situationen ebenfalls.

    Schau, wie ihr damals als Familie aufgestellt wart, erinnere dich wie viel ihr damals tatsächlich an Familieneinkommen gemeinsam erwirtschaftet hattet. Daraus habt ihr euer Leben geformt.

    Nun ist aber so einige Zeit vergangen und ggf. hatte es auch berufliche Veränderungen beim Vater gegeben (wenn er Unterhalt zahlt, dann weißt du doch was er aktuell verdient). Dazu noch eine neue Frau mit solidem Einkommen - und schon sind zwei verschiedene monetäre Situationen entstanden in denen die Kinder aufwachsen. Dafür kann aber niemand was.

    Das 2. Kind nun kürzer zu halten (als Vater), weil das 1. in der damaligen Zeit auch weniger hatte, das wäre doch absurd. Zudem profitiert das 1. Kind nun auch vom besseren Einkommen des Vaters, sollte er sich in den 9 Jahren entwickelt haben (und das will ich wohl hoffen!).

    Mach dir keinen Kopf. Vergleiche das Finanzielle nicht, denn es handelt sich um 2 verschiedene Familien mit vielen Jahren dazwischen! Alles Gute!

    Ich versuche meinen Kindern immer beizubringen, dass es nichts bringt, zu schauen, was die anderen haben. Es wird immer jemanden geben, der mehr hat, oder etwas besseres. Das liegt daran, dass die anderen unter anderen Voraussetzungen leben. Wie bei Euch: die neue Partnerin geht auch arbeiten - zwei Gehälter lassen einen natürlich entspannter leben, und da ist für jeden mehr drin.

    Der Knackpunkt ist: Dass der finanzielle Wohlstand oder mehr Spielzeug eben nicht unbedingt glücklicher machen. Vielleicht hätte das neue Geschwisterchen gerne mehr Zeit mit seinem Papa, der viel mehr arbeitet als sonst. Die Freundin meiner Tochter sieht ihren Vater fast nie, weil er viel im Ausland arbeitet. Das ist dann ein ganz schön hoher Preis für den Reitunterricht.

    Also: immer schauen, dass man selbst glücklich und zufrieden ist. Darauf kann man Einfluss nehmen. Auf den Rest sowieso nicht.

    (14) 26.02.19 - 12:48

    Wir patchworken auch mit 4 Kindern. Die beiden von meinem Mann sind wohl am finanziell schlechtesten gestellt, obwohl sie auch beide iPhones und Markenklamotten haben, eigene Zimmer bei beiden Elternteilen. Die KM verdient wenig. Mein grosses Kind ist schon volljährig und wird schon immer von Oma gesponsert (Handy, Klamotten) Unser gemeinsames Kind hat alles was es braucht. Mein Mann und ich arbeiten Vollzeit.

    Wer ist Sandy? U wo folgst du ihr?
    Lg

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