Er hat mich geschlagen....

    • (1) 26.02.19 - 05:19
      Wirklichtraurig

      Guten Morgen,

      ich liege wach und grübele die ganze Zeit.
      Mein Mann hat gestern unser Leben zerstört.
      Wir sind mit unseren zwei Kindern im Urlaub.
      Die Kleine, 6 Jahre, ist im Moment manchmal schwierig, sie bekommt Wutanfälle.
      Gestern beim Einschlafen wieder.
      Ich war sauer und habe vielleicht etwas zu doll mit ihr geschimpft. Sie hat gerufen, ich habe Angst vor Mami.

      Kommt mein Mann und sagt, geh sofort raus. Ich hab die Tür zum Kinderschlafzimmer nochmal aufgemacht, weil ich es doof fand, dass er volles Licht andreht.
      Da wirft er einen kleinen Teller nach mir, der da noch stand.
      Dann schlägt er mich mit voller Wucht mit der Faust in die Rippen und sagt, ich soll dem Kind nie wieder Angst machen.
      Ich habe geheult, die Kinder geheult, es war ganz schlimm.

      Jetzt denke ich, ich muss auf jeden Fall ausziehen.
      Dafür brauche ich bitte Bestätigung, weil ich anfange, auf meinen Fehler zu schauen.

      Wir sind beide gebildet, haben gute Jobs, aber ich fühle mich wahnsinnig asozial.
      Ich heule, weil meine Kinder das erleben müssen.

      Ich habe in dieser 10-jährigen Ehe viel gekämpft, er ist schon lange oft respektlos zu mir, sagt abwertende Schimpfwörter.
      Ich mache fast alles mit den Kindern, für jeden Termin muss ich ihn bitten, aber er ist eben

      • (2) 26.02.19 - 05:24

        Sorry, ging gerade nicht weiter.
        Er ist eben auch ein guter Vater, die Kinder hängen sehr an ihm. Er unternimmt Dinge mit ihnen, erklärt Ihnen viel, nimmt sich Zeit.

        Und natürlich müssen wir dann jetzt Abstriche machen, die Kinder lieben ihren Garten, das Haus gehört aber ihm.

        Aber nach dieser Tat kann ich nicht bleiben.... Es wird schwer, schnell eine gute, bezahlbare Wohnung zu finden.

        Ich möchte bitte Meinungen zu meinem Verhalten. Und Vorschläge, wie ich die nächste Zeit mit ihm umgehen soll.
        Lieben Dank!

        • Hallo!

          Also ganz klar. Wer einmal schlägt, der macht es auch wieder. Da kann mir jeder rein reden wie er will. Aber ich habe es selber schon erfahren müssen. Ich war damals noch "jung" , aber er hat es damals trotzdem gemacht. Mich auch gewürgt.

          Lass dich mal in den Arm nehmen.

          Der Typ ist in meinen Augen nicht ganz sauber. Sowas macht man nicht. Das ihr jetzt im Urlaub seid ist natürlich echt unpassend.
          Aber ich würde mir trotzdem die Kinder nehmen und fahren. Selbst wenn er wieder versucht dich anzufassen, ruf die Polizei. Wer verspricht dir das er beim nächsten Mal nicht mehr zuschlägt?
          Selbst wenn du Fehler machst, ist deine keine Freikarte das er dich schlagen darf. Bis du eine Wohnung gefunden hast, komme daweile bei Freunden oder Verwandten unter.

          Ich bekomme bei sowas echt Krampfadern.

          (4) 26.02.19 - 15:56

          Ich würde auf Abstand gehen, ihm klar sagen, dass es das nun war und gut! Ich hoffe, du hast keine Angst vor ihm und kannst ihm klar in die Augen sehen und ihm zeigen, dass du nicht duckst.
          Wenn ihr wieder zu Hause seid, dann suchst du dir eine Beratung.

          Ich lese allerdings aus deinem Beitag auch, dass du davon ausgehst, dass die Kinder mit dir gehen werden. Davon würde ich allerdings nicht 100% ausgehen.

          Im Endeffekt kommt jetzt eine harte Zeit auf dich zu und du solltest dich im Griff haben. Kinder sollten keine Angst vor ihren Eltern haben.

        • Hi,

          "Er ist eben auch ein guter Vater, die Kinder hängen sehr an ihm. Er unternimmt Dinge mit ihnen, erklärt Ihnen viel, nimmt sich Zeit."

          ...und schon suchst du nach Entschuldigungen für unentschuldbares Verhalten! Wie schlimm muss es für die Kinder sein, wenn sie sehen, dass der Vater die Mutter schlägt! Macht das ein "guter Vater"?

          Ach ja, der Garten, das Haus, keine bezahlbare Wohnung. Suche weiter und du findest noch tausend Sache die dich hindern, diesen Arschl...mann und auch Arschl....vater zu verlassen. Und schon bleibst du ein weiteres Jahr bei ihm, Kinder müssen weiter mitansehen wie er schlägt - aber er ist ja sooooo ein guter Vater.

          Gehe sofort weg da! Am Besten du rufst beim Jugendamt an - die helfen, die haben Adresse wo du hin kannst mit den Kindern. Du erhältst Unterstützung. Und ja, klar musst du Abstriche machen und genau die werden dich, zusammen mit den "Entschuldigungen" befürchte ich, daran hintern, diesen Schläger, der deine und die Seele deiner Kinder kaputt macht, zu verlassen.

          VG, sei stark!!!! Nicht für dich, DU kannst dich gerne weiterhin von ihm verkloppen lassen, aber deinen Kindern zuliebe: LAUF!!!!

          Gael

          (6) 28.02.19 - 21:19

          Ich schließe mich an. Wer einmal schlägt, wird es auch wieder tun. Anfangs mag es noch Anlässe gegeben haben, irgendwann gibt es die Schläge dann einfach so.

          Ein ganz krasser Machtmissbrauch.

          Und leider zeigt die Erfahrung, dass sich der mangelnde Respekt gegenüber der Mutter irgendwann auf die Kinder überträgt. Leider schlagen viele gewalttätige Partner dann auch die Kinder.

          Versuche bitte dich und deine Kinder in Sicherheit zu bringen, so lange du noch die Kraft dazu hast.

          Ich wünsche dir viel Erfolg.

      Werdet ihr denn den Urlaub jetzt noch regulär beenden oder fahrt ihr vorzeitig nach Hause? Euer Verhalten mag ich nicht im Einzelnen kommentieren, denn ihr habt euch wohl beide aggressiv vor den Kindern verhalten. Da muss man jetzt sehen, inwiefern das Erlebte für sie traumatisch war.

      Generell würde ich dann daheim zunächst diverse Beratungsstellen anlaufen und mir dort Informationen holen. Für Deinen Auszug sehe ich kein Problem, für den Auszug der Kinder brauchst Du ja das Einverständnis Deines Mannes. Wenn er so ein toller Vater ist, dann kommt ggf. das Wechselmodell in Frage, das müsstet ihr dann ebenfalls vereinbaren.

      (8) 26.02.19 - 07:58

      Puh, ok, durchatmen. Gewalt ist nie in Ordnung - in keine Richtung und vor allem nicht gegenüber Schwächeren. Das mal vorab. Dein Mann war gewalttätig zu dir nachdem du gewalttätig zum Kind warst. Ja, psychische Gewalt ist auch Gewalt, man sieht sie nur nicht so leicht. Ihr habt euch also beide nicht gerade ordentlich verhalten. Wahrscheinlich habt ihr die ganze Zeit schwelende Konflikte und im Urlaub knallt es dann halt.

      Zu deinem Mann: wer schlägt, schmeißt, wütent, ist immer in Not. Ja, in Not. Da greifen rationale Handlungsmuster nicht, sondern nur die alten, die gelernten, die, an die das Gehirn unter Stress noch drankommt. Es war nicht ok, dich zu schlagen, aber ich habe den Eindruck er selber hatte echt keine anderen Handlungsoptionen zur Verfügung. Das ist ein Problem, das er angehen muss.

      Zu dir: wenn dein Kind äußert, dass es Angst vor dir, der eigenen Mutter, hat, ist die Kacke am dampfen. Dann hast du ziemlich was vergeigt, und das nicht nur einmal. Deine Art mit Stress umzugehen ist ebenso falsch. Und wie du mit deinem Kind umgehst, das ist mies. So richtig. Ein kleines Kind in einer fremden Umgebung nach einem aufregenden Tag, und du machst es runter, weil es nicht schlafen kann. Wo ist dein Mitgefühl, deine Wärme deinem Kind gegenüber, wo deine Achtung, wo ist deine Liebe?

      Ich möchte dir ein paar Dinge mitgeben

      - wenn ich gemein zu meinem Kind bin, bin ich gerade selber in Not. Dann gehts mir nicht gut. Besinne dich auf dich, schaue wo du dir selber was gutes tun kannst und höre um gottes Willen sofort damit auf, dein Kind dafür zusammenzufalten, weil DU gerade mit der Situation nicht klar kommst. Du bist erwachsen. Du bist verantwortlich für eure Beziehung.

      - dein Kind ist sechs Jahre alt, das ist der Beginn der Wackelzahnpubertät. Wackeln die Zähne wackelt die Seele. Dein Kind bekommt keine Wutanfälle, weil es dich ärgern will sondern weil sich sein Gehirn umbaut und es gerade einfach absolut nicht klar kommt. Dann braucht ein Kind unbedingt liebende Erwachsene, die einfühlsam und nachsichtig mit ihm umgehen. So lernt das Gehirn, sich zu beruhigen und baut sich selber Baupläne für ähnliche, kommende Situationen. Was passiert, wenn das nicht klappt siehst du an deinem Mann. Also reiss dich verdammt noch mal zusammen und behandle dein Kind menschenwürdig. Das ist gut - für jetzt und für später. Vielleicht magst du mal hier auf dem Blog weiterlesen https://derkompass.org/

      - deine Baustelle ist also Fürsorge, für dich und deine Bedürfnisse und die deines Kindes/ Kinder. Normalerweise bedeutet für mich schlagen eine sofortige Beendigung der Beziehung. In eurem Fall sehe ich aber dich und deinen Mann als stark selber traumatisiert und dysfunktional und eure kranke Beziehung miteinander belastet die ganze Familie. Und traumtatisert eure Kinder. Ihr reicht also eure Probleme in die neue Generation weiter. Wenn ihr euch dieser Tatsache bewusst macht, könnt ihr anfangen, ganz konkret daran zu arbeiten. Miteinander und vor allem mit Hilfe von außen. Ihr könntet hier die große Chance haben, althergebrachte Verhaltensmuster aufzubrechen und mit euren Kindern in eine bessere Zeit zu starten. Aber dafür braucht es Einsicht und dafür braucht es Arbeit. Und Tränen wird das auch kosten.

      Wie du von der Situation mit deinem Kind schreibst, kann ich die Angst und die Verzweiflung des Kindes spüren. Und ich glaube, dein Mann konnte das auch. Ich denke, er hat es an dem wunden Punkt verteidigt, wo er sich vielleicht selber als Kind Hilfe gewünscht hätte. Du hast mit deinem Verhalten was bei ihm angetriggert. Also ihr habt echt ein paar große Baustellen.

      Eine Trennung kann natürlich auch die Lösung sein, aber du musst auch unbedingt an dir arbeiten. Dein kleines Kind als Prellbock zu benutzen ist falsch und niederträchtig. Es hat dich gebraucht und statt Liebe und Wärme bekommt es Härte und noch mehr Schmerz. Das ist ganz schlimm. Sei deinem Kind der Erwachsene, den du dir als Kind gewünscht hättest. Und nicht der Alptraum, vor dem es Angst hat.

      Ich kann dir und euch nur wünschen, mit therapeutischer Hilfe aus diesen Verhaltensmustern rauszukommen.

      • >> Und ich glaube, dein Mann konnte das auch. Ich denke, er hat es an dem wunden Punkt verteidigt, wo er sich vielleicht selber als Kind Hilfe gewünscht hätte. Du hast mit deinem Verhalten was bei ihm angetriggert. <<

        Das war mein erster Gedanke beim Lesen.

        Danke für diesen tollen Beitrag!

        • Wenn ich mit meinem Kind spiele, ich dann der Tiger bin und sie fangen will, läuft sie auch vor mir Weg und schreit . Ggg auch :" ich habe Angst" Wenn der "böse "Tiger sie aber schnappt und "isst" lacht sie und freut sich!!! Wenn dann mein Mann käme und würde mich in die Rippen schlagen, dafür, dass ich mit meinem Kind spiele, dann liege da was mächtig falsch. Mein Kind hat auch schon gesagt:" ich liebe den Papa nicht, der ist böse, weil er mich schimpft" Der hat sie ausgeschimpft, weil sie wieder mit ihren 2,5 auf dem Dtuhl stand. 5 Minuten später ist sie glücklich zu ihm gerannt. Was Kinder sagen, muss nicht unbedingt Hand und Fuß haben. Da kann man nicht ma dem Partner böse sein, ohne sich über die Lage zu informieren...

      Was für ein wunderbarer, kluger und empathischer Beitrag!

      Ist dir aufgefallen, dass vier Fünftel deines Beitrags belehrend auf das Verhalten der TE gegenüber ihrem Kind eingehen? Das Verhalten des Mannes ist dir gerade mal drei verständnisvolle Zeilen wert - "ist zwar nicht okay, aber hey , er konnte nicht anders".
      Und dann setzt du auch noch das Schimpfen mit brutaler körperlicher Gewalt vor den Augen der Kinder gleich.
      In den Schlussfolgerungen hast du Recht, da gehört therapeutische Behandlung her. Aber ansonsten finde ich es echt hart, dass du einem Schläger verständnisvoll "seelische Not" attestiert, während das Opfer mit seiner ganz realen körperlichen Not die volle Breitseite abkriegt.

      (15) 26.02.19 - 16:45

      Stell' Dir mal vor, die Situation wäre genau umgekehrt gewesen:

      "Der Vater war sauer und hat mit dem Kind vielleicht etwas zu doll geschimpft.

      Das Kind ruft, ich habe Angst vor Papa.

      Kommt die Frau und sagt, geh sofort raus. Der Mann macht die Tür zum Kinderschlafzimmer nochmal auf, die Frau wirft erst einen Teller, dann schlägt sie den Vater mit voller Wucht mit der Faust in die Rippen und sagt, er soll dem Kind nie wieder Angst machen."

      Wie wäre dann wohl die Antwort gewesen? Meine Tipp: Die Frau hätte noch viel mehr Verständnis bekommen als jetzt der Mann, so von wegen Notwehr, der Vater darf doch dem Kind nicht so Angst machen, eine Mutter muss doch ihr Kind vor so einem Klotz beschützen, ein Fausthieb geht natürlich nicht, aber das war eine Notsituation...

      • (16) 26.02.19 - 16:56

        Reine Hypothese und unbelegbar.
        Was ich lese, ist, dass einem Opfer von Gewalt die Schuld zugeschoben wird.

        • (17) 26.02.19 - 17:06

          Schade, dass Du Dich nicht auf das Gedankenexperiment einlassen möchtest.

          Ich habe den Beitrag von Mammalita aber nicht ganz so gelesen. Einzelne Formulierungen wie "falsch und niederträchtig" fand ich auch drüber, aber im Großen und Ganzen ging's ihr (?) darum, die Situation zu verstehen, nicht ein Verhalten zu rechtfertigen.

          Leider geht das auch hier im Forum oft durcheinander und wer versucht, etwas zu verstehen, dem wird schnell vorgeworfen, etwas zu rechtfertigen oder gar das Opfer zu beschuldigen.

          Noch mal ein anderer Vergleich: Wenn es das eigene Kind wäre, dass ein anderes verdroschen hätte, man würde immer auch auf den Kontext schauen: Was ist vorgefallen, was hat zu diesem Verhalten geführt? Natürlich würde man auch das Verhalten selbst kritisieren, aber eben nicht losgelöst vom Kontext.

          • (18) 26.02.19 - 17:44

            Ich beziehe mich gar nicht ausschließlich auf den Beitrag, den du angesprochen hast. Natürlich enthält der wertvolle Denkanstöße. Aber tatsächlich finde ich es schon aussagekräftig, wenn zu gefühlten 80% das Gewaltopfer belehrt und kritisiert wird, während das Verhalten des Täters nicht etwa "niederträchtig und drüber" ist, sondern das Resultat der Triggerei des Opfers.
            Und: dem Täter wird Not zu Gute gehalten. Stress. Er habe nicht anders handeln können.
            Dass die TE mindestens genauso gestresst war, dass sie auch "nicht anders handeln" konnte als zu schimpfen - findet keine Erwähnung. SIE hätte es natürlich besser machen müssen.
            Sie hat nur geschimpft. Er hat zugeschlagen.

            Und was hier auch untergeht: die Situation, die vorgeblich zum Gewaltausbruch des Mannes geführt hat, war vorbei. Er hat im Anschluss zugeschlagen. Er hat keinen Versuch unternommen, die Situation zu entschärfen, während sie sich zwischen Kind und Mutter zuspitzte. Nee, sorry, den Affekt kaufe ich ihm nicht ab. Das war keine Notwehrsituation. Das war höchstens eine Bestrafungsaktion, vermutlich aber nur ein gern genommener Vorwand. Wie ein anderer User schrieb: der Mann ist seit längerer Zeit (verbal) gewalttätig.
            Und selbst wenn: wenn du mit deinem Kind geschimpft hast, darf dein Partner dich danach vertrimmen? Echt? Der Kontext ist dann wichtig?

            Auf das Gedankenspiel steige ich nicht ein, weil es darauf basiert, dass Männer immer als "die Bösen" kritischer bewertet werden als Frauen. Dafür sehe ich keine Grundlage. Besonders nicht, wenn es, wie hier, nicht um eine Notwehrsituation geht, sondern um plumpe, brutale häusliche Gewalt.

            Am Ende ist immer die Frau Schuld. Auch und gerade bei Fehlverhalten des Mannes.

            • (19) 26.02.19 - 20:34

              Hallo,

              vielen Dank für deinen Beitrag und die Gedanken.
              Ja, die Vorwürfe, die hier kommen, habe ich mir auch gemacht. Das Kind hat geschrien, Cd, ich will eine Cd hören.
              Ich habe geschimpft, weil sie alles zusammen gebrüllt hat. Wir haben eine Ferienwohnung, andere kleine Kinder mussten auch schlafen.
              Ich habe ihr gedroht. Aber verbal, nicht körperlich. Wenn hier nicht gleich Ruhe ist, dann knallt es. Oder so ähnlich. Dass sie leise sein soll.
              Ja, er hätte auch mal früher entlasten können. Und ja, ich hätte nicht eingreifen müssen, als er ins Zimmer kam.
              Aber er hat volle Beleuchtung angemacht.

              Diese Grenze hätte auch seinerseits nie überschritten werden dürfen.
              Er sagt auch abwertende Dinge über mich.
              Ich habe einen guten Job, ich werde überall als stark und fest im Leben stehend wahrgenommen.
              Nur er versucht, mich zu erniedrigen.
              Wegen der Kinder spiele ich es runter.

              Ach, alles ein großer Mist. Für mich überwiegt das Gefühl, jetzt endlich meine Grenze aufzuzeigen und zu gehen.

              Viele Grüße

      Klingt schon sehr konstruiert oder nicht.

      Ich kann mich lange zurückerinnern aber eine Frau die einem Mann gezielt in die Rippen boxt, habe ich nicht auf dem Schirm. In welcher Situation sollte das auch sein. Und ein Hieb in die Rippen ist kaum im direkten Affekt möglich. Vor allem wenn man vorher schon Geschirr zerschmeisst. da rutscht einem vielleicht die Hand aus. Aber Boxen? Mit der Faust? Gegen den Oberkörper? Völlig bizzar.

      Würde aber an der Situation einer in deinem Fall unkontrollierten und aggressiven Frau nichts ändern. Und meine Bemerkung wäre keine andere geworden.

      Mit einer Anmerkung: Zumindest für mich, macht es einen Unterschied, ob ein (körperlich überlegener) Mann eine (körperlich unterlegene) Frau derart massiv angeht oder umgekehrt.

      (21) 26.02.19 - 20:49

      Nicht im Traum würde ich auf die Idee kommen, für ein Elternteil auch nur das geringste Verständnis zu zeigen, das vor dem Kind den anderen Elternteil körperlich angeht, weil dieser zu lang, zu laut oder sonstwie überzogen geschimpft hat.

      Außerdem sehe ich hier einige relativierende Stimmen, die sich durchaus mehr für die Beteiligung der Mutter an der Eskalation beschäftigen als mit seinem.

      Hätte er eingegriffen, indem er die Mutter - meinetwegen auch lautstark ermahnt hätte, wäre das noch einigermaßen erträglich gewesen, auch wenn man unterschiedliche Vorstellungen in der Erziehung nie vor dem Kind austragen sollte.

      Aber Schimpfen durch Schlagen zu beenden, nee, mir ein Rätsel, wie man da von Notsituation sprechen kann, die das entfernt rechtfertigen könnte. Das gilt umso mehr, als er vorher auch noch einen Teller wirft und vor allem er auch vorher respektlos war. Schlagen, damit das Schimpfen aufhört, von wegen - Das Kind bot nur den Anlass, ihr endlich auch mal eine richtig mitzugeben. Fortsetzung folgt, wenn sie nicht handelt.

      • (22) 26.02.19 - 23:50

        Um mal Meat Loaf zu zitieren, den ich gerade höre: You took the words right out of my mouth.

        Es ist für mich komplett unverständlich, wenn hier manche gar davon sprechen, die TE hätte ihn "angetriggert". Wie entsetzlich ist das denn?

        Ich werde die Denkweise mancher Frauen wohl nie verstehen.

(23) 26.02.19 - 19:14

Danke für deinen beitrag! 🙏
Ich bin erschüttert, wie die frau hier belehrt wird.

(24) 26.02.19 - 19:11

welch furchtbarer Beitrag an eine Frau in einer Ausnahmesituation.

(25) 26.02.19 - 21:11

Hallo,

vielen Dank für deinen Beitrag, der mich zum nachdenken anregt.
Ja, mein Verhalten gegenüber den Kindern sollte ich nochmals überdenken und überfühlen. Wir haben oft morgens Geschrei, weil das kleinere Kind funktionieren muss, weil das Große pünktlich in der Schule sein muss.
Ja, Bedürfnisorientiert klingt gut und richtig.

Aber in dieser Situation hätte er deeskalieren können, er hätte mich ruhig raus bitten können.
Aber er hat geschrien, direkt alles hoch geschaukelt. Danach hatten die Kinder und ich Panik. Er hat mich auch danach nochmal bedroht, das war kein Affekt.
So etwas will ich nie wieder erleben.
Für mich hat er eine Grenze überschritten, die ich ganz dringend wahren muss. Er erniedrigt mich auch sonst durch kleine feine Sticheleien - da mal eine Kritik, dort eine abschätzige Bemerkung, bis hin zu Beleidigungen. Er sagt mindestens fünfmal die Woche Arschloch zu mir, leise, laut, egal.
Das macht mir schon zu schaffen. Umso mehr habe ich jetzt das Gefühl, meine letzte Grenze massiv verteidigen zu müssen!
Wir machen schon eine Paarberatung.

Vielen Dank nochmals.

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