Brauche Hilfe! Burn out? Depressionen.

    • (1) 08.03.19 - 23:36
      ichfixundfertig

      Tagchen

      Ich weiß das es vollkommen das falsche Forum ist in Partnerschaft, aber ich möchte nicht unbedingt in blau schreiben. Schäme mich auch dafür... irgendwie. Auch wenn es doof ist!#zitter

      Nun auf jeden Fall arbeite ich nur in Teilzeit.. also eigentlich nicht viel. 20 Stunden die Woche. 4 Stunden pro Tag. Das ist lächerlich. Das weiß mein Kopf.

      Doch seit Wochen, nein Monaten, habe ich extreme Schlafstörungen.
      Ich bin Tag ein, Tag aus müde.
      Wenn ich nur an die Arbeit denke könnte ich weinen und fange an zu zittern.
      Ich habe jeden morgen, seit Monaten, immer mit Übelkeit zu kämpfen.
      Immer leichte unterschwellige Kopfschmerzen.
      Schwindel kommt auch dazu.

      Doch ist es wahrlich immer nur wenn ich an Arbeit denke und auch zur Arbeit muss. Im Urlaub ist alles gut, aber nur zu wissen das ich morgen arbeiten muss bringt das alles wieder hoch.

      Ich weiß nicht an wen ich mich wenden soll? Hausarzt? Direkt einen Spezialisten?

      Ich muss dazu sagen das ich ein Patient bin der mal Depressionen hatte und das so schlimme das ich Gedanken hatte mich zu verletzen was ich durch lange kratzen bis es wund wurde tat. Also nie was wildes, aber hatte immer Angst das es sehr viel schlimmer wird.

      Nun geht das alles natürlich auch über in mein Privatleben. Ich bin einfach nur kaputt... müde und ausgelaugt. Mein Partner bekommt kaum bis gar kein Sex und dann nur um Ihn zufrieden zu stimmen damit er aufhört zu quengeln!
      Ich ziehe mich immer weiter zurück.. ja auch der Computer ist mir lieber als irgendein Film mit meinem Mann zu schauen.

      Ich will keine Depressionen mehr bekommen, aber ich komme so mit der Arbeit nicht mehr aus dem Kreislauf heraus. #heul

      Bin erst 33 Jahre alt. Ich bin ratlos und sehe bald keinen Ausweg mehr.

      Ich bin kurz davor zusammen zu brechen... und das kann ich mir nicht leisten als zweifache Mutter.

      Was soll ich nur machen?

      • Selten ein Problem gelesen bei dem die Lösung so klar und deutlich war: Es muss ein neuer Job her.
        Glaube dann wird sich einiges normalisieren und du wirst wieder die Alte. Du kannst natürlich auch unterstützend einen Psychologen aufsuchen, der dir mental dabei hilft.

        • (3) 08.03.19 - 23:52
          ichfixundfertig

          Wenn das mal so einfach wäre die Lösung.

          Als wäre ich nicht auf die Idee gekommen.. und hätte es nicht schon versucht. Ich danke dir für den Tipp.

      (4) 09.03.19 - 07:45

      Hallo,

      Erstmal tut es mir leid, dass du dich so schlecht fühlst. Klar könnte es sein, dass es tatsächlich der Job ist, der dich so fertig macht. Allerdings muss das Auftreten deiner Symptome vor der Arbeit nicht zwingend heißen, dass auch dort das Problem liegt.

      Es kann auch sein, dass du insgesamt in einer Überlastungssituation bist und es sich mehr zufällig so äußert.

      Um das analysieren zu können, benötigst du Zeit und etwas Abstand. Hast du die Möglichkeit, dich für mehrere Tage rauszuziehen aus allem? Vielleicht hilft eine Mutter Kind Kur?

      Wenn das nicht möglich ist, versuche eine ambulante Psychotherapie zu machen. Deine Gedanken an Selbstverletzung zeigen deutlich, dass du extrem unter Druck stehst.

      Bitte nicht einfach so weiter machen, das kann echt gefährlich werden.

      Liebe Grüße

    • Hi,
      ist es denn so problematisch in deinem Job?
      In Ansätzen kenne ich das, nach einem Arbeitsplatzwechsel - aus reinen Vernunftgründen- hatte ich in der Eingewöhnungsphase Schlafstörungen, Bluthochdruck, nervösen Magen usw. Dabei ist der neue Arbeitsplatz völlig okay - ein Wechsel wäre also nicht die Lösung gewesen (und würde auch gar nicht gehen).
      Ich war beim Hausarzt, der hätte mich tatsächlich an einen Psychologen/Psychiater überwiesen und hatte mir schonmal Möglichkeiten aufgezeigt. Wir haben dann noch zugewartet, jetzt ist es besser, liegt auch an der Jahreszeit.
      Will sagen, suche dir ärztliche Hilfe.

      vlg tina

      Hey,
      ich versteh dich total. Ich habe vor fast 2 Jahren eine zweite Ausbildung angefangen. Ich bin alleinerziehend und hatte mich damals gegen eine tz Ausbildung entschieden. Warum auch immer 🙄 ja, Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Das Erste Jahr lief es gut. Dafür, dass ich nicht richtig für Klausuren gelernt hatte, war mein Notendurchschnitt gut. Nach einen Klassenwechsel ging es Bergab. Ich hab nur schlechte Noten geschrieben. Ich hab die Lehrer nicht verstanden und Ihnen die Schuld gegeben - wir das so ist 🙄.

      Ich hab auch gemerkt, dass es mir im Betrieb schwer fiel, Dinge zu lernen. Die Konzentration zu haben. Ich hatte eine innere Unruhe, die sofort auffiel. Schlafstörungen - sehr bekannt. Jeden morgen dachte ich, ich bekomme Magen-darm. Irgendwann hatte ich einen Hörsturz und bin gezwungener Maßen zur Ruhe gekommen. Und hab nachgedacht. Die Lehrer waren nicht schuld.. Ich bin einfach überlastet - es muss sich was ändern. Der Betrieb wollte oder konnte nichts ändern.

      Ich hätte jetzt bald meine Prüfung gehabt. Meine supernette Kollegin hatte mich darauf hingewiesen, dass ich nicht zu die Abschlussprüfung dort lernen werde.. Das kann man nämlich zu Hause oder sonst. Das war der Moment wo mir die Tränen kamen und ich zur Personalabteilung gegangen bin und gesagt habe, dass ich nicht zur Prüfung gehen werde,weil ich nicht mehr kann und eine lernblockade habe.

      Im Moment bin ich krank geschrieben und ich sortiere mich neu. Mutter-Kind-Kur.. Meine Ausbildung will ich in einen anderen Unternehmen fortführen. Meine sozialen Kontakte belebte ich wieder... Tut was dir gut tut. Wenn du dich selber vergisst, ist niemanden geholfen. Und rede mit deinen Arzt.

    • Hallo.

      Erstmalig....Belastungsgrenzen sind völlig unterschiedlich.

      Ich könnte es mir für mich nie vorstellen vollzeit zu arbeiten....außer ich wäre wirklich ganz alleine.
      Manche wuppen das neben Familie problemlos. Aber das spielt keine Rolle.
      Auch 4 stunden am tag ist viel wenn man sich "gestresst" fühlt.
      Ich weiß nicht wie klein deine kinder sind.

      Ich stehe täglich 4.30 auf und BRAUCHE mittags eine Stunde auf der couch. Für andere wäre das undenkbar aber was interessieren andere?

      Es ist egal wie alt du bist und wieviel du arbeitest....Dir ist es zuviel. Das zeigt Dir dein Körper deutlich. Du musst also zwingend was ändern. Alles Gute

      (8) 09.03.19 - 09:00

      Ich glaube auch, dass eine Kur dir guttun würde. Allerdings nur für dich, ohne Kinder. Verstehe auch nicht, warum so viele raten, die Kinder mitzunehmen. Das ist doch schon wieder Stress, den die TE vermeiden soll.

      • Naja... hätte ich meine Tochter im vergangenen Jahr NICHT mitgenommen, wäre ich kaum in der Lage gewesen, abzuschalten. Sie hat eine enge Bindung an mich und das Wissen, mein Kind vermisst mich drei Wochen lang, auch wenn es gut versorgt ist ohne mich, hätte es mir schwer gemacht. Von daher verstehe ich den Rat durchaus. Es ist halt eine sehr individuelle Angelegenheit.

        L G white

    Lass dich ne Weile krankschreiben. Dann lässt du mal ein großes Blutbild machen (du musst auf eine großes bestehen, die meisten Ärzte wollen das nicht machen). Es könnte bei dir ein Mangel vorliegen. Wenn du das nicht magst, kannst du einfach mal auf Verdacht Eisen, Magnesium, Multivitaminpräparate und vor allem ganz wichtig, Vitamin d zu dir nehmen und schauen, ob es besser wird.

    Wie läuft deine Partnerschaft? Bist du mit allem alleine oder bekommst du Unterstützung und Wertschätzung?

    Ich finde 20 Stunden arbeiten in der Woche nicht viel und zwei Kinder sind auch händelbar, aber jeder hat eine andere Belastungsgrenze und es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen. Es nützt dir ja nix, wenn ich Dir schreibe, das ich mit vier Kindern und einem Baby im Bauch 40 Stunden arbeiten gehe und trotzdem nicht k.o, bin.

    Rappel dich auch und geh zum Arzt. Erst zum Hausarzt und der kann dich dann weiterleiten, wenn er der Meinung ist, du brauchst weitere Hilfe.

    Ich wünsche dir viel Kraft.

    Hi,

    Du könntest auch eine schwere depressive Episode haben. Die kann sich durchaus so äußern. Geh zu deinem Hausarzt, schildere das ganze Problem und bitte um Überweisung an einen Psychiater. Der klärt das ab.

    Den Job zu wechseln, erscheint mir als würde man bei einem gebrochenen Knöchel nur die Schuhe wechseln...

    Liebe Grüße
    die Landmaus

    Ohweh, das hört sich nicht gut an. Meine Frage wäre als erstes, hast du massive Probleme auf der Arbeit mit Chef oder Arbeitskollegen. Gibt es Probleme mit deinen Kindern? Ist leider auch ein Faktor.

    Als erste Maßnahme würde ich mich krankschreiben lassen. Lass dich zu einem guten Psychiater überweisen.

    Ich stand auch mal kurz vorm Burnout, allerdings kam zu den Faktor Arbeit auch noch die Schwerbehinderung meines Sohnes auch noch dazu. Kind ist autistisch, schlief früher nur ein paar Stunden über eine lange Zeit und eben vieles mehr. Dazu ständig Auseinandersetzungen mit Pflegekasse und anderen zuständigen Behörden. Und im privaten Umfeld innerhalb der eigenen Familie (Schwerbehinderung des Kindes wird nicht ernst genommen). Und da kommt eins zum anderen. Und das steckt man nicht einfach so weg. Ich war müde, hatte Schlafstörungen. Ich lies mich krankschreiben über Monate. Bewarb mich beim anderen Dienstherren (bin Beamtin). Bekam dann eine Zusage. Ließ mich dann abordnen mit dem Ziel der Versetzung. So läuft es in Behörden. In der Familie zog ich auch die Reißleine, ließ mich auf eingeforderte Verpflichtungen nicht ein, weil dann meine wenige Zeit, die ich für mich hatte dann mehr oder weniger komplett weggefallen wäre. Das ging nicht mit behinderten Kind.
    Was ich auch kommunizierte, aber nicht akzeptiert wurde. So zu der Person habe ich seit Jahren auch kein Kontakt mehr, da sie mir nicht gut tut. Ich fahre mit meinem Mann wenigstens eine Woche im Jahre ohne Kind weg. Mein Großer (ist erwachsen)kümmert sich in der Zeit um den Briefkasten, Fischefüttern. Der Kleine geht meistens in der Zeit für 14 Tage in Kurzzeitpflege.

    Ich habe auch die vielen Termine, die mein Kleiner in der Woche hatte ziemlich minimiert. Aus drei Therapieterminen blieb nur noch einer über. Für seine Hobby habe ich einen privaten Betreuer engagiert, der sich mit meinem Mann alle 14 Tage abwechselt und ihn dort hinbringt und betreut. Ich gehe wieder regelmäßig einmal die Woche zum Sport. Mein Mann hilft mir verstärkt im Haushalt. Für mich sind die Wochenenden heilig geworden. Klar ist das Leben mit einem behinderten Kind nicht so einfach, aber es ist alles besser geworden.


    Wenn du Probleme im Job hast, suche dir eine andere Arbeit. Wenn dir der Haushalt Zuviel wird, könnte eine Haushaltshilfe Entlastung bringen. Spannte deinen Mann und auch die Kinder mit ein. Gibt es unnötige sonstigen Ballast im Tagesablauf, der unnötig Arbeit macht. Was ich damit sagen möchte, den Alltag mit Familie besser organisieren. Auch mehr Zeit für dich, ein Hobby nachzugehen als Beispiel.

    LG Hinzwife und viel Kraft Sachen zu ändern

    Hallo du

    Untersuche mal deinen Vitaminstatus. Mach dich über HPU Schlau ( benötigt Zugabe von Zink Mangan und B6) Nimm ein Mal Täglich Abends ein L.Tryptophan. Vitamin D3 ebenso Täglich. Lass deine Eisenwerte und Schilddrüse checken. Halt dich fern von verarbeiteten Lebensmitteln.
    Ach ja und mach dich über Hochsensibelität schlau könnte auch viel erklähren.

    Bei mir hilfts. Es muss nicht immer alles Psychisch sein.

    Viel Erfolg

    (14) 09.03.19 - 17:04

    Hallo,

    ich persönlich kann auch in keine feste Arbeit gehen.
    Ich ertrage das Gefühl so fremdbestimmt zu sein nicht.
    Ich fühle mich da eingeengt, bekomme keine Luft, Schwindel, habe Schlafstörungen und gehe ein.
    5 Wochen frei im Jahr und um die muss man noch handeln... Absolut unwürdig!

    Habe lange damit gehadert und fühlte mich völlig unnormal und gestört.

    Mittlerweile finde ich es in Ordnung. Denn nur weil es alle so machen, muss es weder richtig sein, so zwingend für mich so sein.

    Oft frag ich mich ja schon. Viele arbeiten sich auf, verdienen kaum - führen ein getarntes Sklavendasein. Das ist doch nicht menschlich!

    Ich bin jetzt freiberuflich. Übernehme Arbeiten im Homeoffice, mache den Haushalt, ausserdem bin ich Mutter von 4 Kindern, da bin ich eh immer ausgelastet und da fühle ich mich auch nicht beengt. Ich bin also nicht arbeitsscheu, sondern nur Angestelltenunfähig.

    Hab Mut andere Wege zu finden und zu gehen, auch wenn die Masse das weder verstehen noch gut finden wird.
    Aber es gibt sie!

    Den Vitaminstatus würde ich aber trotzdem checken.

    Alles Gute

    (15) 09.03.19 - 20:27

    Hallo... also ich möchte dir einen Rat geben. Bitte hole dir Hilfe. Eine Depression ist eine Krankheit und man muss damit lernen zu leben. Ich selbst habe Depressionen und war vor ca 2 Jahren in einer Klinik weil ich irgendwann den Gedankengang hatte nicht mehr leben zu wollen. Es muss natürlich nicht bei dir so sein, aber ich habe vieles gesehen, gelernt und komme heute soweit damit zurecht. Bitte gehe zu einem kompetenten Arzt der dich auf Mangel ( Vitamine, Mineralien usw.) untersucht. Danach suche dir einen Therapeuten und mache eine Therapie, vielleicht hilft es dir!!!. Aber setzte dich bitte nicht selbst unter Druck, das ist der falsche Weg. Ich wusste auch nicht woher das kam, heute habe ich meine Antwort von meinem Psychologen bekommen. Ich habe ein Kind ( viel zu früh geboren) mit Handycap bekommen. Dazu selbst einige Krankheiten und 12 Jahre gedacht das ist so und ich muss funktionieren. Tja dann 2015 der erste Zusammenbruch dann 2017 der zweite. Ich gehe heute nur 15 Std arbeiten ( habe das Glück) mein Mann unterstützt mich, sonst ginge es nicht. Aber du bist auch ein Mensch mit Bedürfnissen und dazu hast du Recht!!! Und wenn es dir schlecht geht, dann geht es deiner Familie nicht besser! Hole dir Hilfe!!! Wenn Fragen sind, einfach her damit!!! LG

    Scheinbar stresst dich der Beruf bzw der Gedanke an die Arbeit ja sehr.

    Versuch dir was anderes zu suchen. Du wirst es auch schaffen!

    Ich habe zwischendurch auch so Phasen wo ich eher gefrustet bin. Ich versuche Bewusst mich auf irgendetwas am Tag zu freuen. Und auch Bewusst mal was NUR für mich zu machen. Jetzt freut es mich das mein Freund ausser Haus ist ich mir gleich ne Gesichtsmaske ins Gesicht schmiere.
    Mir hilfts sehr einfach mal an die positiven Dinge zu denken. Und nicht nur an Verpflichtungen.

    Meine Mum hatte vor Jahren Burn Out. Kam durch die Verantwortung und den Stress den sie da hatte. Sie ist immer sehr gerne Arbeiten gegangen und sie hat es lange garnicht als so eine Belastung wahr genommen. Bis Tag X kam. Sie ist auf einer privaten Veranstaltung zusammen gebrochen wo es rein gar nichts mit der Arbeit zu tun hatte.
    Sie konnte lange nicht einmal mehr zu ihrer Arbeit hingehen. Das Verhältnis zu Chef und Arbeitskollegen immer sehr gut. Und dennoch ging es nicht. Mein Vater oder ich haben die AU's vorbei gebracht.
    Nach Wochen hatte meine Mum gefragt ob ich auch mitkommen kann da sie mal da vorbei wollte. Mein Vater ist gefahren. Wir standen gegenüber auf dem Parkplatz. Meine Mum stieg noch nicht aus.
    Als sie Ausstieg war sie Käseweiss und ihr liefen sie Tränen aus den Augen. Musste sie festhalten. Wir sind dann zum Bäcker. Mein Vater hat uns dann mal kurze Zeit alleine gelassen. Sie konnte es einfach nicht. So kannte ich sie nicht.

    Erst nachdem sie in einer Reha war wo sie gelernt hat Bewusst Dinge wahrzunehmen und Dinge die ihr nicht gut taten zu ändern ging es ihr besser. Sie musste für die Reha 10 Leute (Freunde und Familie) bitten ihr einen Brief zu schreiben wie man Sie sieht. Man sieht sich ja oft anders wie es andere tun. Das hat ihr geholfen sich wertzuschätzen.
    Sie hat sich einen neuen Job gesucht, gönnt sich bewusst auszeiten und sagt nicht mehr zu allem "ja".

    Du wirst es auch schaffen.

    (17) 10.03.19 - 12:40

    Ich merk halt wie alles den Bach runter geht.

    Dank Arbeit bin ich nur noch down, fertig und am kämpfen überhaupt aus dem Bett zu kommen um zur Arbeit zu gehen wegen den oben genannten.

    Dann sehe ich meinen Mann.. der sich unheimlich Sorgen macht und schon in Tränen ausbricht weil er merkt das es mir von Woche zu Woche, Tag zu Tag immer schlechter geht. Mich mehr und mehr zurückziehe.. mich verstecke... mich um so gut wie gar nichts mehr kümmere. Ich weiß das ich was machen muss.. aber ich komm aus diesem Loch einfach allein nicht mehr raus. Der Elan fehlt.. die Kraft fehlt.. alles fehlt. Meine Kinder merken auch mittlerweile das etwas nicht stimmt wobei ich immer versuche für sie da zu sein geht das auch langsam nicht mehr.

    Ich hatte schon mal eine Depression wo ich lange gebraucht habe raus zu kommen. Ich versuche mir die Tipps von der Ärztin und der Psychologin zu Herzen zu nehmen, aber all das klappt einfach nicht mehr.

    Bin kurz davor lieber zu sagen ich kündige die Arbeit, aber dann sitzt mir das Jobcenter wieder im Nacken mit Sanktionen und all das.

    Ich war glücklicher als ich keinen Job hatte, aber ich weiß das ein Job wichtig ist und daher quäle ich mich im Grunde nur noch zur Arbeit.

    Meine Arbeit, mein Privatleben geht einfach nur noch den Bach runter und ich weiß nicht wie ich da raus kommen soll. Ohne das ich Ärger von Ämtern bekomme.#heul#heul#heul

    • Ich finde 20 Stunden mehr als genug und überhaupt nicht "lächerlich", wenn man zwei Kinder hat und der Partner wahrscheinlich Vollzeit arbeitet. Nur weil alle Welt behauptet, man könne Kind und Job wunderbar vereinbaren, nur weil es ja Kitas gibt, deshalb muss das doch nicht stimmen. Noch vor ein paar Jahren war es völlig normal, dass eine Frau 3 Jahre pro Kind daheim bleibt und danach in Teilzeit arbeitet. Klar, das muss auch nicht das Gelbe vom Ei sein, aber ich verstehe VOLL, dass es dir zu viel wird.

      Ich arbeite 75%, bin allerdings als Lehrerin relativ viel daheim (dass ich da noch arbeiten muss, ist auch klar, aber ich kann es mir viel besser einteilen). Mein Mann arbeitet ca. 60%. Wir haben zwei Kinder (2 und 8, der Große ist also wirklich schon fast ein Selbstläufer) und Familie greifbar, die in Notsituationen immer einspringt und auch sonst wirklich viel da ist. Und dennoch haben wir beide das Gefühl, dass echt keine Zeit mehr übrig bleibt für irgendwas. Dabei haben wir im Normalfall noch eine Putzfrau und essen mittags oft bei Oma. Und mir macht mein Job unglaublich Spaß. Dennoch ist es viel bis zu viel.

      Kannst du nicht nochmal Elternzeit nehmen? Rechne wirklich mal genau durch, wie viel Geld ihr weniger habt, wenn du nicht arbeitest. So viel ist das meist gar nicht, wenn man Anfahrt, Kleidung, Steuer, evtl. sogar zweites Auto, … mitzählt. Überlege dir, wo das Geld reingespart werden kann, lerne vernünftig zu haushalten, frisch saisonal zu kochen, Lebensmittel zu verwerten (alles Dinge, die man nicht macht, wenn man in der Arbeit eh überlastet ist und sich dann abends doch schnell was beim Chinesen bestellt). Such dir vielleicht einen Putzjob oder irgendwas, wo du ein wenig nebenbei arbeitest.

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