Hab ich die Männerfreundschaft ruiniert?

    • (1) 13.03.19 - 15:55
      Maennerfreundschaft

      Heute schreibe ich lieber in grau. Folgende Situation ist zwar nicht aktuell, beschäftigt mich aber:

      Mein Partner, dessen Freund B und ich kennen uns alle von der Arbeit und pflegten (auch B und ich) freundschaftlichen Umgang. Auch mal privat grillen mit den Partnern und so. Die beiden Männer hatten eine intensive Männerfreundschaft, haben sich regelmäßig besucht, gemeinsame Urlaube, etc.

      Als die Männer sich kennen lernten (vor 15 Jahren), hatte mein Partner noch eine andere Freundin. Dann war er einige Jahre mit seiner Ex zusammen, die sich ebenfalls mit der Partnerin des Freundes B anfreundete.

      Mein Partner hat dann seine Ex verlassen, u.a. wegen mir. Wir sind nun schon 3 Jahre ein Paar und sehr glücklich miteinander #verliebt

      Allerdings hat seine Trennung von der Ex zum Bruch in der Freundschaft geführt. Ich kann nachvollziehen, dass man zur Verlassenen "hält" und sie tröstet. Er wurde aber sogar offiziell von der Hochzeit von Freund B und dessen Partnerin ausgeladen. Wegen der Trennung. Wegen mir. Und weil dem Hochzeitspaar die Anwesenheit seiner Ex wichtiger war als seine (wurde ihm auch so kommuniziert).

      Über all das wurde nie wirklich geredet, es wurde halt hingenommen. Die Männer verstehen sich auf der Arbeit gut, aber private Treffen finden seither nicht mehr statt. Ich hab meinen Partner übrigens regelmäßig ermutigt, Freund B doch ohne mich zu treffen. Das wollte mein Partner aber nicht. B gegenüber bin ich bei der Arbeit freundlich & höflich, aber etwas reserviert. Ansonsten gehe ich Freund B wenn möglich aus dem Weg, weil ich auch nicht weiß, wie ich mich adäquat verhalten soll.

      Hm, mich würde interessieren, was mein Partner eigentlich von der Sache hält. Wir sind aber beide keine Menschen der großen Worte.

      Anfangs war ich auf die Ex sauer, dass sie sich nicht zurückzieht aus dem Freundeskreis meines Partners. Immerhin hat die Männerfreundschaft schon lange vor ihr bestanden. Die beiden müssen ja nach wie vor miteinander arbeiten. Mittlerweile ist mir das aber egal...

      Obwohl die Sache ja nun schon ein paar Jahre her ist, beschäftigt mich das immer noch ab und zu. Ich hab ziemliche Schuldgefühle, dass ich ihre Freundschaft zerstört habe.

      Was meint ihr?

      • Hi, warum soll sich die Ex aus seinem Freundeskreis verabschieden?
        es war auch lange ihr Freundeskreis!!!!

        In der Regel ü kenne ich es so, wenn sich ein befeundetes Paar sich trennt, das man neutral zu beiden ist.
        ODER, das man zu den Menschen hält , nicht nicht gelogen, betrogen oder sich arschig verhalten hat.
        ODER zu dem man eine engere freundschaftliche Beziehung pflegt.

        Ich würde mal sagen, dein Partner scheint entweder nicht beliebt zu sein oder alles ist ein grosses Missverständniss!

        lisa

        • (3) 13.03.19 - 16:23
          Maennerfreundschaft

          Danke für deine wie immer unverhohlene Ehrlichkeit, Lisa. Du stückelst dir deine Wahrheit sehr selektiv zusammen...

          ...die Ex war nur die letzten 2 Jahre der Beziehung in dem Freundeskreis involviert. Demgegenüber steht die langjährige Männerfreundschaft.

          Mein eigener Ex und ich waren wesentlich länger zusammen, trotzdem gab es diesbezüglich keine Probleme bei der Trennung. Er hatte seine Freunde und ich meine.

          Auch bei meinen Freundinnen gab es schon einige Trennungen (wir kennen uns auch schon seit Schulzeiten...). Ein paar von deren Männern mochte ich sogar aufrichtig auf freundschaftlicher Ebene und war auch traurig, als sie sich trennten. Dennoch werde ich einer langjährigen Freundin immer den "Vorrang" vor ihrem Ex geben... #klatsch

          • ich schrieb doch, viellleicht ist alles ein Missverständnis....

            Und ehrlich, wenn ich eine Freudin hab, die sich aus einer Beziehung ziemlich ungut heraus mogelt, doppeltgleisig fährt, etc.würde ich zweimal überlegen, ob es noch eine gute Freundin ist, egal wie lange ich sie kenne.

            und nach drei Jahren würde ich Freunden bestimmt nicht hinterher betteln.....

            lisa

          • "Du stückelst dir deine Wahrheit sehr selektiv zusammen..."

            Warum dieses Sticheln? Du hast eine gut überlegte Antwort bekommen - da hat sich jemand Mühe gegeben, um dir zu helfen.

            • Ich finde sie stückelt sich die Wahrheit selektiv zusammen!

              1. Kann die Antwortende gar nicht wissen, wie lange jemand jemanden tatsächlich kennt, wenn von Jahren die Rede ist.

              2. Es ist vollkommen egal, ob ich in diese Clique 1 Jahr oder 10 Jahre dazu gehöre! Auch in einem Jahr können Sympathien so dicke werden, dass man eben zu dem betrogenen lieber hält als zu dem Kumpel, der betrogen/verlassen hat.

              3. Wen ich zu meiner Hochzeit einlade, ist ja ganz alleine meine und meines Partners Entscheidung! Wenn mir die Art und Weise, wie jemand aus dem Freundeskreis kurz zuvor seinen Partner verlassen hat, missfällt und ich die verlassene Person - und mal unter uns Frauen, ich würde tendenziell auch eher zu der Frau halten, wenn die Sympathie passt - lieber mag, warum soll ich ihn dann einladen statt sie?


              Aber jetzt mal eine direkte Antwort von mir an die TE:

              Ich kann nur vermuten, weil du nicht sehr weit ausholst. Du bist die Arbeitskollegin, die sich den Freund gekrallt hat. Trotzdem sehe ich nicht dich an der Aufgabe der Freundschaft schuld...sondern deinen Mann. Sein Verhalten vor und während und vielleicht auch nach der Trennung wird dafür gesorgt haben, dass man lieber zu seiner Ex hält statt zu ihm!

              Und das man dich mit offenen Armen nicht empfangen mag, liegt daran, dass du offenbar nicht die Distanz zu einem Vergebenen Arbeitskollegen gewahrt hast und damit auch einen Keil in die Clique mit zu verantworten hast.

              • (7) 13.03.19 - 17:17
                Maennerfreundschaft

                Der Zweck dieses Beitrags war zwar nicht, mich für meine Beziehung zu rechtfertigen...

                "Die Kollegin hat keine professionelle Distanz gehalten und sich den Mann gekrallt"... er hat sich eher mich gekrallt, soviel dazu... Warum wird automatisch davon ausgegangen, dass die Frau "schuld" ist?

                Was soll man auch tun, wenn man sich heftigst ineinander verliebt? Wir haben beide lange versucht, die Gefühle zu unterdrücken in der Hoffnung, dass sie schon weggehen werden. Die Zeit war nicht lustig... Letzen Endes haben wir dem nachgegeben. Es ist was gelaufen, ich hab mich daraufhin von meinem Ex getrennt. Schande über mich (ehrlich, sich selbst verzeihen ist sau schwer). Rückblickend hätte ich zwar korrekter gehandelt, das Ergebnis wäre aber dasselbe geblieben...

                Übrigens haben weder er noch ich damals mit unseren Exen zusammen gewohnt. Ich schrieb bei den Trennungsgründen ja, dass ich (bzw. meine eigene Trennung vom Ex) nur einer von mehreren Gründen für seine Trennung war. Eine gefestigte Beziehung war also auf beiden Seiten nicht vorhanden...

                In eine intakte Beziehung könnte man keinen Keil treiben. Das gilt aber für uns beide.

                zu 3. Natürlich soll das Brautpaar nur einladen, wen sie dabei haben wollen. Aber...
                ...Ehrlich? Wie würdest du dich fühlen, wenn dich deine beste Freundin von ihrer Hochzeit wieder auslädt, weil deren Bräutigam mit deinem Verflossenen sympathisiert?

                Umgekehrt wurde mein Partner nämlich schon mit offenen Armen in meinem Freundeskreis empfangen. Ich hab zwar auch unter vier Augen den einen oder anderen Rüffel von einer Freundin kassiert, dann war die Sache aber auch geklärt...

                • Also wie kn meinem vorherigen Beitrag schon steht, da im Ursprungsbeitrag zu wenig Infos, kann man nur Vermutungen anstellen.

                  Wie es für euch tatsächlich war und wie eure Ex-Partner und eure Freundeskreise das sehen und wahrnehmen, können 2 Paar Schuhe sein!

                  Weißt du, mein Ex hat mich für eine Arbeitskollegin verlassen, die er gerade 2 Monate kannte. Aber in diesen 2 Monaten war er nicht fair, aufrichtig oder offen. Nein. Er hat sich die größte Mühe gegeben, dass ich ja nichts mitbekomme. Hat mich als wahnsinnig, als unterstellend, als irre dargestellt. Hat sich in unserem Freundeskreis als das Opfer mit der Wahnsinnigen Partnerin dargestellt. Ich aber habe nur gespürt, das etwas nicht stimmt und immer wieder nachgehakt, qas los ist.

                  Ich war in seinen Augen das Monster, dass ihm eine Affäre unterstellt. Unsere Freunde erzählten mir, ich würde übertreiben. In einem zweitraum von 4 Wochen! Und dann heulte er, er will mich nicht verlieren, als ich die Trennung wollte. Einen Tag später lag er schon mit der AK in der Kiste.

                  Selbst wenn er sich dagegen gewehrt hat und sie auch, denkst du ernsthaft, jemand stand nach seinem Verhalten zu ihm?

                  Du bist mit deinem Ex vielleicht viel fairer umgegangen, deshalb sind deine Freunde anders auf ihn zu als seine auf dich.
                  Aussersem hat der Kumpel vielleicht dchon weit vorher mit ihm gesprochen, ihn gewarnt und vielleicht Perspektiven gesehen, von denen du keine Ahnung hast!

                  Ihr sprecht ja offenbar nicht miteinander über das Ende der Alten und euren Anfang.

                  Meiner schrieb mir damals noch, es gäbe keine andere, er bräuchte nur Zeit und Luft zum Atmen. Das hab ich der neuen dann später mal zukommen lassen...pech für ihn.

                  • (9) 13.03.19 - 19:22
                    Maennerfreundschaft

                    Tut mir leid, dass es dir so ergangen ist. Diese Täter-Opfer-Umkehr, wenn man als "wahnsinnige Irre" dargestellt wird, verurteile ich auch.

                    Wenn du nicht mehr mit mir schreiben willst, kann ich das nachvollziehen. Falls du die Muße hast, würde mich dennoch "die andere Seite" interessieren.

                    Wie ich im Eingangspost geschrieben habe, machen mein Partner und ich unsere Gedanken eher mit uns selbst aus. Für unsere Exen kam die Trennung wohl tatsächlich sehr überraschend. Ich hab versucht, meinen Ex darauf vorzubereiten... aber ich denke, er hat das nicht so mitgekriegt bzw. nicht so ernst genommen.

                    "Aber in diesen 2 Monaten war er nicht fair, aufrichtig oder offen. Nein. Er hat sich die größte Mühe gegeben, dass ich ja nichts mitbekomme."
                    Den Vorwurf müsste sich mein Partner wohl auch gefallen lassen. Er hat sich halt bei der nächstbesten Gelegenheit getrennt. Das war zugegebener maßen feige. Aber was hätte die frühere Auseinandersetzung auch gebracht?

                    Im Gegensatz zu deinem Ex haben mein Partner und ich aber nie unsere Freunde belogen oder hinter's Licht geführt. Dann würde ich eine persönliche Abneigung auch verstehen.

                    "Aussersem hat der Kumpel vielleicht dchon weit vorher mit ihm gesprochen, ihn gewarnt und vielleicht Perspektiven gesehen, von denen du keine Ahnung hast!"
                    Was meinst du damit? Dass dem Kumpel unsere Anziehung schon früher aufgefallen ist - Ja. Ob er meinen jetzigen Partner vor mir "gewarnt" hat (warum eigentlich?) - Weiß ich nicht.

                    • Nein, nicht vor dir gewarnt. Aber er hat alles vielleicht früher kommen sehen als ihr selbst und hat vor "dem Salat" gewarnt. Davor, dass er dabei ist, seine Beziehung zu riskieren, was auch immer!

                      Ich verurteile euch nicht! Wenn man sich verliebt, verliebt man sich! Ich weiß nicht, in welcher Form ihr dann die Trennungen tatsächlich vollzogen habt, was in wie weit fair odee nicht fair war. Aber in diesen 2 Jahren konnte seine Ex mit dee Partnerin des Busenfreundes eine innige Freundschaft aufbauen und auch dein Menne legt ja scheinbar nicht viel wert auf eine Aussprache!
                      Oftmals ist es aber so, dass wenn die Freundschaft so dick war, wie du denkst, nach ein paar Jahren ausreichend Gras drüber gewachsen ist.

                      In meiner ersten Ehe war ich super mit meinem Schwager befreundet. Nach der Trennung musste er dann solidarisch zu seinem Bruder halten.
                      Die Trennung ist 5 Jahre her, ich bin wieder neu verheiratet und seit ca einem Jahr haben wir mit dem Schwager wieder regelmäßigen Kontakt.
                      Alleine schon der Kinder wegen, aber in der Regel unternehmen wir mehr miteinander, wenn die Kids bei meinem Ex sind.

                      Der andere, der für die Arbeitskollegin weg ist, wollte nach 2 Monaten zurück. Ich hätte ihm die Chance eingeräumt, wäre er wenigstens dann offen und ehrlich...

                      Heute hab ich einen tollen Mann. Aber die Aktion des Vorgängers war unterste Schublade!

              (11) 13.03.19 - 18:36

              selective Stückelung...natürlich kann ich hier jedes Wort analysieren.
              Und im Endeffekt....wenn nach einer suuuper langjährigen Männerfreundschaft keiner von beiden den Arsch in der Hose hat, das Thema auf den Tisch zu bringen, war es sicherlich keine sehr intensive Freundschaft.
              Das sieht man schon darin, das es nicht ein mal vor einer Hochzeit zur Aussprache gekommen ist, wo man vielleicht seinen guten Freund dabei haben möchte.

              Aber wie schon geschriben, es kann alles ein grosses Missverständniss handeln.

    Den Wert und die Substanz einer Freundschaft zeigt sich u.a. in solchen Situationen.

    Wenn weder dein Partner noch sein Freund, die Zeit und Muße finden, sich mal entspannt bei einem Bierchen über diese Verwerfungen der Vergangenheit zu unterhalten, dann ist das eben so. Forcieren kann man da als Außenstehender nichts.

    Manche Freundschaften sind eben nicht eben nicht für die Ewigkeit.

    Ich stückel auch mal selektiv.

    "Hm, mich würde interessieren, was mein Partner eigentlich von der Sache hält. Wir sind aber beide keine Menschen der großen Worte."

    Dazu braucht man auch keine großen Worte, nur Offenheit. Sag ihm halt, dass es Dich irgendwie immer noch beschäftigt und frag ihn, ob er Dir da irgendwelche Schuld zuspricht. Vielleicht überrascht Dich seine Antwort ja positiv?

    "Ich hab ziemliche Schuldgefühle, dass ich ihre Freundschaft zerstört habe."

    Was, außer Dich mit Deinem Partner einzulassen, hast Du denn aktiv dazu beigetragen, dass die Freundschaft zerstört wurde? Ist es nicht eher so, dass sich das befreundete Paar auf die Seite der Ex gestellt und sich dadurch selbst entschieden hat? Kann man das wirklich Dir in die Schuhe schieben, wenn es sich um erwachsene Menschen handelt?

    Ein solches konsequentes Verhalten nach solch einer Zeit wundert mich. Männer sind doch meist nicht so kompliziert.

    Eine vage Vermutung - die Frau besteht vielleicht darauf, dass die Männer keinen kontakt haben. Vielleicht sieht sie dich auch als Konkurrenz. Selbst hier musst du dich ja (vor Frauen) rechtfertigen. #nanana;-)

    Ich würde darüber mit meinem Partner sprechen. Wenn man das nicht schafft, über was redet man denn dann? :-p :-)
    VG

    Für jemand anderen verlassen zu werden ist niemals schön, da haben sich seine Freunde offenbar auf ihre Seite gestellt.
    Dein Freund scheint das zu akzeptieren, hat sich für dich entschieden (schon 3 Jahre lang) - tu das auch und weg mit den Schuldgefühlen, die ändern ja nichts!

    Auch Männer verurteilen bestimmte Verhaltensweisen und zweigleisig zu fahren gehört offenbar zu den Dealbreakern des besagten Ex-Kumpels. Meiner Meinung nach verständlich, dass sich da eher mit der Ex solidarisiert wurde. Und da du dieselbe Nummer abgezogen hast, wird er auch kein Interesse haben, ne Freundschaft zu dir aufzubauen.

    Meine Meinung:
    Wenn eine Freundschaft wirklich tief und ehrlich ist, wird sie sicher nicht so arg von einem Wechsel des Partners der einen oder anderen Partei erschüttert... was hat denn der jeweilige Partner mit der Freundschaft an sich zu tun?
    Da müsste schon eine absolute Horrorperson als neue Liebschaft meiner wirklich guten Freunde auftauchen, damit ich überhaupt irgendeinen leisen Zweifel an der Person an sich bekommen könnte 😂
    ...ist mir zum Glück noch nie passiert.

    Eine nicht ganz so tiefe Freundschaft kann aber sicher wegen sowas auseinandergehen, aber dann ist sie es auch nicht wert gewesen, sich jahrelang darüber den Kopf zu zerbrechen.

    Übrigens, was grübelst du eigentlich soviel darüber nach? Ist doch eigentlich nicht dein Bier. Wenn dein Partner darunter leiden würde, hätte er ja mit seinem Freund reden können.

Top Diskussionen anzeigen