Zusammenziehen?

    • (1) 24.03.19 - 13:53
      Daffldaff

      Hallo liebe Schwarmintelligenz,

      seit 4 Monaten lebe ich mit meinem Freund in einer Fernbeziehung ca 400km.
      Ich war schon öfter >5 Tage bei ihm oder er bei mir und es ist sehr harmonisch, auch der Alltag nach 8 Tagen ist toll!
      Zurück zu Hause ist immer so ein Gefühl von Leere und zurückgelassenem Herz.

      Wir sind uns beide einig, dass wir auf kurz oder lang zusammenziehen möchten. Dass wir den richtigen Partner im anderen gefunden haben und eine lange/ernste Beziehung anstreben.

      Wenn wir uns nicht sehen vermissen wir uns sehr, telefonieren oder SMS sind eher selten (zeitliche gründe bei uns beiden).

      Wie kann ich es möglichst harmlos, vielleicht ein wenig süß, aber auf keinen fall einengend formulieren, dass ich ihn gern den trivialen Alltag mit ihm teilen möchte?

      • Genieße doch erst mal eure Verliebtheit, bevor du jetzt schon (nach erst vier Monaten Fernbeziehung) so weitreichend planen willst.
        Das mit dem "ein wenig süß" klingt für mich sehr aufgesetzt mädchenhaft.

        Wir sind uns beide einig, dass wir auf kurz oder lang zusammenziehen möchten
        ----

        Wieso musst du ihm das so süß verkaufen, wenn ihr euch doch schon einig seid? Dann ist doch nur noch zu klären, welchen zeitlichen Rahmen stellt er sich vor, welchen du und wo werdet ihr wohnen.

        Ich finde es auch etwas verfrüht, aber vielleicht sieht er das anders.
        Merkwürdig finde ich, dass ihr zeitlich kaum Gelegenheit findet, um unter der Woche zu kommunizieren. Ein paar Minuten findet man doch immer oder habt ihr so versetzte Wechselschichten o. ä.?

        Fernbeziehungen leben von der Sehnsucht nach dem Partner. Es ist alles viel harmonischer, wenn man immer nur einen begrenzten Zeitraum miteinander hat. Aber gerade wenn ihr unter der Woche nicht den Alltag wenigstens auf die Distanz miteinander teilt, wisst ihr praktisch nichts übereinander.

        Deine Fragestellung spiegelt das für mich wieder: Du möchtest ein "ja" von ihm auf Deine Frage, weisst aber noch nicht einmal, wie Du ihn fragen sollst. Weil Du ihn, ganz offensichtlich, noch nicht gut genug kennst. Du machst Dir Gedanken darüber, dass er sich eingeengt fühlen und deswegen "nein" sagen könnte.

        Eigentlich ein prima Ansatz. Warte mit der Frage einfach ab, bis Dir klar ist, wie Du fragen möchtest, ohne Angst vor einer Ablehnung zu haben. Dann bist Du nämlich, weil Du ihn gut genug kennst, seiner sicher. Und Du hast natürlich auch Recht, nach vier Monaten wäre er vielen Menschen noch viel zu früh für gemeinsame vier Wände. Vielleicht fragst Du in ein paar Monaten auch erst einmal, ob ihr in die gleiche Stadt ziehen wollt, um den Alltag wirklich testen zu können?

      • Ich finde es nach vier Monaten zu früh dafür. Wie viel Urlaube habt ihr gemeinsam verbraucht?
        Wie viele Tage am Stück, habt ihr gemeinsam den Alltag gelebt?
        War einer von euch schon mal krank?
        Warum kommuniziert ihr so selten?

        Und warum die Eile.

        Sorry, ein Witz oder, nach 4 Monaten zusammenziehen zu wollen...der Stress ist vorprogrammiert! Wie kommt man auf so einen Quatsch? Und in 3 Monaten schreibst Du dann hier, Hilfe, mein Freund ist so anders, ich erkenne ihn nicht wieder? Lasst es doch eine Weile so laufen, schaut doch, wie es funktioniert. Und warum kaum Telefonate oder SMS??? Sorry,, kein Mensch ist so bussy, dass man nicht 1 bis 2 Mal am Tag kurz schreiben kann und ein paar Mal die Woche telefonieren. Besonders wenn man frisch verliebt ist und angeblich solche Sehnsucht hat. Als nächsten Schritt würde ich Euch vielleicht in ein paar Monaten empfehlen, dass einer in die Nähe des anderen zieht. Noch NICHT zusammen! Dann könnt ihr Euch richtig im Alltag kennenlernen.
        Ich weiss, jetzt werden wieder die super Urbia Ausnahmen schreien, sie sind nach 2 Monaten zusammen gezogen, haben nach 3 geheiratet und sofort Kinder in die Welt gesetzt und sind trotzdem seit 30 Jahren total glücklich!
        Ich bleib trotzdem dabei, überstürzt nichts!

        • (7) 24.03.19 - 21:15

          Sorry, aber das ist total verallgemeinert. Man kann vorher NIE wissen, ob sich jemand nicht im Laufe der Zeit ändert bzw. vllt sogar die ersten 12 Monate komplett anders war/ist, als er es dann beim Zusammenleben ist. Finde solche Aussagen immer sehr fraglich. Wann soll denn der richtige Zeitpunkt sein, um zusammen zu ziehen? Nach 6 Monaten? Nach 12? Oder gar erst nach Jahren?
          Mein Mann und ich sind nach 2 Monaten Beziehung zusammen gezogen. Er ist nach 6 Jahren immer noch der selbe Dickkopf, wie in den ersten beiden Monaten. Ich bestimmt auch.......

          • Das ist nicht verallgemeinernd, sondern logisch sein Hirn einschalten. wenn ich einen Menschen nur von ein paar Tagen kenne, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er Gewohnheiten hat, die zu meinen überhaupt nicht passen. Die TE hat doch bisher nur das schöne Wochenendgesicht ihres Freundes gesehen, genauso wie er von ihr. Für mich persönlich würde es nicht in Frage kommen, unter einem Jahr mit jemanden zusammen zu ziehen. Und in dieser Zeit möchte ich mit dem Partner viel Kontakt haben, Dinge unternehmen, Zeit verbringen. Schaun, wie er reagiert, wenn ich mal krank bin, wenn mal etwas nicht klappt (Planung, Treffen, etc) Wie ist seine Einstellung zu Lebensplanung, Ordnung, Zuberlässigkeit...und tausend andere Gründe. Lebt er das auch, oder erzählt er das nur.
            Wie gesagt, von mir aus, zieht ihr alle nach kürzester Zeit zusammen, ist ja nicht mein Job, Wohnung und Geld, dass dann drauf geht. Aber es wurde hier nach Meinungen gefragt und meine hab ich kundgetan.

            • Du schreibst, du möchtest deinen Partner erst genau kennenlernen, bevor man zusammen zieht.
              Da bin ich ganz bei dir. Aber eben das ist bei einer Fernbeziehung nicht möglich. Da lernt man eben nur an ein paar Tagen im Monat das kennen, was der andere zeigt.
              Ich habe weiter unten geschrieben, wie es bei mir war.
              Wir hätten uns wegen meinem Job nur ein bis zwei Mal im Monat für je 2 Tage gesehen.
              Da hätte ich selbst nach Jahren nicht alles kennengelernt.

              Deshalb sind wir gleich zusammen gezogen, da ich nicht jahrelang nur das schöne sehen wollte, um dann nach ein zwei Jahren vielleicht festzustellen, ups... Wir passen ja gar nicht zusammen.

              • Bitte richtig lesen!!! Deshalb hab ich ja geschrieben, dass sie nach einiger Zeit einer beim anderen in die Nähe ziehen sollen und sich so erstmal richtig kennenzulernen, aber eben nicht gjeich zusammenziehen. Wenn das dann klappt, kann man immer noch zusammenziehen.

                • Sorry, aber das ist doch Feigheit vor dem Feind. Ich lebe selber in einer vergleichbaren Fernbeziehung - und auch ich wünsche mir, daß mein Schatz irgendwann zu mir zieht. Das geht aus beruflichen Gründen (bei mir) und familiären Gründen (bei ihr) zur Zeit leider noch nicht. Aber "in die Nähe" ziehen - was soll denn das bringen? Mann lernt sich erst so richtig kennen, wenn man zusammen wohnt. Da ist es auch vollkommen egal, ob man vorher in der selben Stadt oder weiter weg gewohnt hat. Irgendwann muß man das Risiko halt eingehen. Ob es klappt, kann dir keiner sagen. Aber aus 400 km Entfernung "in die Nähe" zu ziehen und dann eine FB mit zugegeben vielleicht kürzerer Distanz zu führen macht in meinen Augen keinen Sinn. Wenn es paßt, dann paßt es halt. Ich bin mit meiner Ex damals nach 14 Tagen zusammengezogen. Hat immerhin fast 27 Jahre gehalten. Garantien gibt es nicht. Niemand weiß, wie sich ein Partner in Jahren verändert - selbst wenn es am Anfang perfekt passt.

                  • Ich weiss nicht, was ihr hier mit mir rumdiskutiert. Es waren Meinungen gefragt, meine hab ich kundgetan und dabei bleib ich. Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch, im Leben würd ich für nen Kerl nach 2 Wochen nicht meine Wohnung, das Umfeld (Bei Fernbeziehung) und mein Leben aufgeben.
                    Wenn Du so Risikobereit bist, ist das schön, wenn es geklappt hat, noch schöner. In meinem Umfeld privat, wie beruflich (arbeite mit Familien) hat es bei niemanden funktioniert. Das heisst nicht, dass es nach meiner Methode klappen muss. Für mich wärs halt nix. Ich bin mit meinem Mann nach 1 Jahr zusammengezogen und nach 3,5 Jahren haben wir geheiratet und heute nach 23 Jahren sind wir immer noch glücklich.
                    Hiermit ist die Diskussion jetzt aber beendet.

          Statistik ist immer verallgemeinernd. Es gibt auch Leute, die immer bei Rot über die Straße gehen und denen nie was passiert.

          Normalerweise trennt man sich ja auch nicht, *weil* man zusammengezogen ist, sondern es kommt halt relativ oft vor, dass man nach ein paar Monaten merkt, dass man doch nicht harmoniert. Und wenn man dann nicht zusammen gewohnt hat, geht man normalerweise mit weniger Schaden da raus.

          Beim nur zusammen Wohnen ist der Schaden meist noch übersichtlich, deshalb find es es auch nicht schlimm, das zu probieren.

          Beim Heiraten, Kinderkriegen, Hausbauen fände ich das Risiko dagegen zu groß, wenn man sich noch wenig kennt, weil der Schaden größer ist, wenn es schief geht.
          Und ja, natürlich kann es auch gut gehen. Alle langjährigen Paare waren irgendwann mal erst zwei oder vier Monate zusammen.

    Hallo,
    also ich sehe das ein bisschen anders.
    Mein jetziger Mann und ich führten damals auch eine fernbeziehung, da ich unter der Woche 500km entfernt arbeiten musste.

    Wir haben es gewagt und ich bin nach vier Monaten zu ihm gezogen.
    Klar war es nicht immer einfach denn wir kannten uns ja kaum, hatten nicht immer schöne Zeiten...aber wir haben an einem Strang gezogen und es hat geklappt.

    Machen würde ich es jedoch nicht wieder so verfrüht, aber wie du siehst kann es klappen wenn man sich zusammenreißt:)

    Liebe Grüße und alles gute :)

    Hallo!

    Wie wäre es denn mit einem pragmatischen Ansatz: Redet, wo ihr beide eigentlich lieber wohnen wollt, seine oder deine Stadt, und dann soll derjenige, der dort wohnt, schon mal die Stellenanzeigen beobachten und sich umhören. Und wenn dann was passendes dabei ist, schreibt man eine Bewerbung, und wenn es klappt mit dem neuen Job, dann zieht man um.

    Ich würde jetzt nicht Job kündigen und umziehen, ohne zu wissen, ob ich am neuen Ort Arbeit finde. Das macht abhängig und euch beide unglücklich - angespannte finanzielle Situation, einer sitzt den ganzen Tag zu Hause, kennt niemanden, findet keinen Anschluss weil er ohne Arbeit ja auch nicht raus kommt, und der andere, der nach der Arbeit eigentlich nur einen gemütlichen Abend will, ist auf einmal der einzige Gesprächspartner und soll die komplette soziale Basis für den anderen sein, obwohl er lieber Ruhe haben will.

    Zur Not muss man dann eben noch eine Weile länger doppelt Miete zahlen, aber das ist billiger, als Monatelang nichts zu verdienen.

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