Ehemann macht mich klein

    • (1) 27.03.19 - 22:27

      Hallo, ich habe neulich schon geschrieben, dass mein Mann und ich gerade ziemliche Eheprobleme haben und eine Trennung im Raum steht. Eigentlich möchten wir das beide nicht, aber irgendwie bekommen wir die Kurve nicht. Ich hatte neulich schon geschrieben, dass ich eher etwas bequem, mein Mann dagegen ständig auf Achse ist. Er ist total spontan und will am liebsten nur unterwegs sein. Ich mache auch gerne mal einen Ausflug und fahre weg, aber nicht dauernd. Ich genieße meinen Alltag zu Hause in ruhe mit unseren beiden Kindern (2 und 5 Monate). Ich habe das Gefühl, dass ich meinem Mann nichts recht machen kann. Er mäkelt wegen Kleinigkeiten an mir herum, motzt ständig, dass ich alles stehen und liegen lasse und nimmt das dann persönlich. Ich bin mit Sicherheit nicht die perfekte Hausfrau, aber ich versuche und tue, was ich kann. Ich mache seit jeher viele Kleinigkeiten, die nicht groß auffallen. So habe ich heute die Betten bezogen, den Müll geleert (mache ich eigentlich immer), Küche mehrfach aufgeräumt mit allem, was dazu gehört. Wäsche gemacht, Staub gesaugt, Schuhe geputzt... Morgens ne Radtour mit dem Kleinen, nachmittags mit beiden Kindern beim Turnen. Zwischendurch noch zwei mal gekocht. Mein Mann ist auch nicht der ordentlichste, lässt auch oft seine Sachen einfach fallen. Ich räume sie häufig weg, inzwischen lasse ich sie aber auch mal bewusst liegen. ich habe ihn auch mehrfach drum gebeten, gewisse Dinge, die mich stören, zu ändern. Während ich versuche, auf seine "Befindlichkeiten" einzugehen, lächelt er nur oder tut es ab, darauf könnte er nicht achten. Indem er ständig meckert, habe ich ein Bild von mir selbst als faule Nuss, die den Haushalt nicht auf die Reihe kriegt. Schlimmer noch ist es, was er von mir als Mutter denkt. Unser großer Sohn ist sehr Papafixiert, war er immer schon, hat sich letztes Jahr durch eine sehr anstrengende Schwangerschaft und dann natürlich mit der Geburt des kleinen Bruders verstärkt. Wir sind momentan beide zu Hause. Das Verhältnis von meinem großen Sohn zu mir ist nicht immer das beste, wenn er mich ablehnt und mich ärgert und ich das dann persönlich nehme. Mein Mann hat aber inzwischen das Bild von mir, und das sagt er mir auch täglich, dass, wenn ich mit meinem Sohn 10 Sekunden in einem Raum bin, es zwischen uns knallt. Das ist häufig schon so, aber nicht immer und bei ihnen knallt es auch ständig, da unser Sohn in der schönsten Trotzphase ist. Mein Mann ist der Meinung, dass ich beide Kinder alleine nicht in den Griff kriege und dass ich mit beiden alleine nichts machen kann. Kurz nach der Geburt war das tatsächlich so, dass ich mich nicht getraut habe, mit beiden alleine raus zu gehen, da ich nicht schnell gehen/laufen konnte und der Große mit seinem Laufrad sehr schnell ist und leider nicht immer hört.Inzwischen bin ich aber wieder fit. Ich habe dennoch nach wie vor das Gefühl, dass ich es alleine mit beiden nicht schaffe, weil mein Mann mir das ständig eingeredet hat. Ich war mehrfach draußen mit beiden, schon allein, weil ich denke, dass das Millionen Mütter machen und das auch alle gut wuppen. Bislang gab es überhaupt keine Probleme. Heut war ich den ganzen Nachmittag alleine mit den Kindern, weil mein Mann spontan weg gefahren ist. Es hat nicht ein einziges Mal geknallt mit uns, im Gegenteil, wir haben beide unsere Zeit so genossen (über den Kleinen kann ich das noch gar nicht sagen). Wir waren beim Turnen, was überhaupt kein Problem war. Ich habe heute gemerkt, wie gut ich doch mit beiden kann, vor allem mit dem Großen. Es gab,wie gesagt, nicht einmal eine Situation, in der ich lauter werden musste. Mein Mann motzt ihn regelmäßig an.
      Über den kleinen sagt er regelmäßig, ich würde ihn schreien lassen und nicht regelmäßig wickeln. Das ist einfach nicht wahr. Ich bin 24 Stunden am Tag für den Kleinen da und gehe auf seine Bedürfnisse ein, wo ich kann. Wenn er dann mal im Kinderwagen liegt und weint, während ich mich schnell anziehe, um rauszugehen, wo er sich dann beruhigt, dann ist das doch kein bewusstes Schreienlassen.
      Ich habe inzwischen ein so kleines Selbstbewusstsein, dass ich schon öfterüberlegt habe, einfach zu gehen, habe ihm auch mehrfach gesagt, dass, wenn ich so eine schlechte Mutter bin, sie ja auhc besser ohne mich dran wären. Aber ich kann doch meine Kinder nicht verlassen. Wenn man aber immer wieder hört, dass man eine schlechte Mutter ist, alles, was ich mit den Kindern mache, wird von ihm kommentiert, dann nimmt man das irgendwann auf.
      Eine Eheberatung würde er niemals machen, denn in seinen Augen bin ich ja diejenige, die die Probleme hat, nicht er.
      Ich weiß gar nicht, was ich hören will von meinem Post, ich musste mich vielleicht einfach mal auskotzen. Ich würde gerne wieder stärker werden, zwischendurch habe ich das auch ganz gut geschafft, aber mich zieht er so schnell wieder runter, dass alles wieder brach liegt.
      Danke fürs Lesen.

      • Hallo,

        da du keine konkrete Frage hast, würde ich dir gerne einfach mal schreiben, welche Gedanken bei mir im Kopf herumschwirrten, als ich deinen Text gelesen habe.
        Zunächst einmal, fühl Dich ganz lieb gedrückt, Deine Situation ist echt nicht einfach. ❤
        Was ich aus deinem Text lese, ist, dass dein Mann Dich eigentlich zu wenig wertschätzt und du deshalb Selbstzweifel hegst. Ich kenne das von mir selber, ich bin auch nur begrenzt Kritikfähig und es gibt einfach den Punkt, an dem ich es einfach nicht mehr hören kann oder anfange, es zu glauben. Bei uns ist zb das Zubettbringen ein großes Thema, wo ich einfach das Gefühl nicht loswerde, es nicht zu können. Das fußt darauf, dass meine Tochter, die eigentlich ein totales Mamakind ist, schon immer bei Papa einfach besser einschläft. Warum? Keine Ahnung. Das ist tatsächlich etwas, über das mein Mann und ich schon oft gestritten haben und wo auch einfach mal das eine oder andere böse Wort fiel, was wiederum genau in die Kerbe hineinschlug. Letztlich hat sich aber herausgestellt, dass sich einfach ihre Schalfenszeiten umgestellt haben und mittlerweile schläft sie bei mir genau so schnell und gut ein.
        Auf der anderen Seite höre ich da ein gewisses (keine Sorge, ich denke auch völlig normales) Maß an Belastung und Frustration im Umgang mit eurem Kleinkind heraus. Trotzige Kinder können einem echt den letzten Nerv rauben, das steht völlig außer Frage. Ich könnte mir vorstellen, dass Dein Mann diesen Gefühlen einfach bei Dir Luft macht. Er fühlt sich vielleicht selber frustriert und versucht das dann zu kompensieren, indem er sich einredet, du machst das ja auch nicht richtig. Du bist aber nicht sein Ventil, denn er ist ein Erwachsener, der für sowas durchaus andere Bewältigungsstrategien finden kann.
        Ich würde dir wohl insgesamt raten, Dir zu überlegen, was Du Dir anders wünschst, damit das alles funktionieren kann. So wie du es momentan beschreibst, klingt es für mich so, als würdet ihr auf eine Trennung zusteuern. Wenn das nicht das ist, was du dir wünschst, würde ich alles aufschreiben, was mich stört und was helfen könnte, dass sich das ändert. Wichtig ist, hier nicht von "Schuld" eines von Euch auszugehen, sondern einen Schritt zurück zu treten und die Situation möglichst sachlich zu bewerten und auch zu überlegen, was Dein und was sein Anteil daran ist. Er wird mit Sicherheit auch Punkte haben, die er gerne anders hätte.
        Dann würde ich mich zb am Abend, wenn die Kinder schlafen, mit ihm an einen Tisch setzen und das mit ihm möglichst konstruktiv und ruhig durchsprechen. Natürlich sollte auch er da den Raum haben, seine Anliegen los zu werden. Kleiner Tipp: Schreib das mit oder lass ihn das aufschreiben, dann bekommt er eher das Gefühl, dass es genau so wichtig ist wie Deins.
        Je nach Ausgang (ich kenne das nur von uns und am Ende haben wir immer beide geweint, uns entschuldigt und versucht, es besser zu machen)
        könntet ihr dann vereinbaren, Dinge anders zu versuchen oder es sacken zu lassen und später noch einmal zu besprechen. Ich finde das immer eine gute Möglichkeit, dem anderen nahe zu legen, was man braucht. Oft denkt der eine nämlich, dass er viel mehr leisten müsste, als der andere sich wünscht und lässt es dann lieber ganz sein. Oder einer investiert wahnsinnig viel Arbeit in Dinge, die dem anderen gar nicht wichtig sind und ist dann traurig, dass sie nicht wertgeschätzt werden.
        Keine Ahnung, ob dir das irgendwie hilft, aber das dachte ich, als ich Deinen Text las.
        Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute!

        • Das ist ganz nett, vielen lieben Dank. Das tat mir echt gut, zu lesen. Ja, das ist eine gute Idee. Denn klar sind wir beide durch wenig Schlaf etc. gereizt. Das merke ich bei uns beiden total. Leider ist mein Mann wenig einsichtig, d.h. er denkt, er hätte immer alles im Griff. Das nervt mich dann total, da es einfach nicht so ist und ich das Gefühl habe, dass alle Probleme bei mir liegen. Ich weiß, dass ich Dinge an mir ändern muss, und er sagt auch immer wieder, dass er mir dabei helfen will. Aber ich habe das Gefühl, sein charity project zu sein, dass er mich quasi therapiert. Und das finde ich ganz blöd.
          Ich werde jetzt mal anfangen, aufzuschreiben, was ich alles gemacht habe tagsüber, für mich einfach. Und dann mal im zweiten Schritt aufschreiben, was ich mir wünsche, wie du es vorgeschlagen hast. Danke dir.

      Nicht Du oder Kids sind das Problem, sondern er. Euer bzw Dein Alltag mit 2 Kleinkindern inklusive Haushalt ist normal.
      Er scheint nicht korrekt zu ticken. Will, will und will und gibt nichts und nörgelt.
      Das macht ja krank auf Dauer.

      Ich würde aufstehen, Krone richten. Ihm ganz klar sagen, dass Du nicht seine Sklavin bist.
      Wenn er das nicht sieht und ne 180° Wende macht, muss er gehen.

    • Nachtrag.
      Ich bin auch Hausfrau mit mehreren Kindern.
      Seit zig Jahren. Aber ich habe die Hosen an. Lasse mich nicht degradieren, verbessern (belehren), noch erklärt mir jemand, wie ich zu tun und zu lassen habe. Ich bin nicht perfekt, aber ich habe nicht meinen Lehrer oder Therapeuten geheiratet.

      Und er nicht eine Putzfrau.
      Du musst gewaltig trommeln, er hat exakt auch mitzuhelfen und sich um Deine Belange zu kümmern wie Du es schon tust.

      Ein Geben und Nehmen. Alles andere ist keine Partnerschaft.

      Hilf Dir, nur Du kannst das. 2 Beine zum Gehen hast Du auch, sollte der Herr des Hauses auch meinen Mr. Perfect müsse nichts!

      • Ja, das sehe ich auch so. Aber wenn ich ihm sage, dass ich nicht möchte, dass er so mit mir redet, wird er sauer. Ich finde es ja prinzipiell auch ok, mal kritisiert zu werden, aber nicht permanent. Vor allem, da ich nie irgendwas mal sagen kann, ohne dass er total sauer wird. Er verträgt null Kritik, kritisiert aber alle anderen.
        Das mit der Krone stimmt so sehr, das habe ich gestern dann auch geschafft.

    Ihr seid beide zu Hause, also momentan nicht erwerbstätig? Und der Haushalt sowie die Kindererziehung hängen komplett an Dir?

    Da wäre das Erste, für das ich in Sachen "meine Rechte" eintreten würde ein fair aufgeteilter Haushaltsplan. Er scheint ja gerne die Tätigkeiten an Dich zu delegieren, gleichzeitig aber nicht zufrieden zu sein, wie Du sie tust. Soll er es doch mal vormachen.

    • Nein, er macht schon was, so ist das nicbt. Er kümmert sich hauptsächlich um den Großen, da ich viel mit dem Baby beschäftigt bin. Aber ich kann ihm anscheinend nichts recht machen. Wenn ich dann mal sage, dass er doch auch vieles liegen lässt, sagt er, er wäre nicht im Kindergarten mit "Du hast aber auch".

      • Was genau macht er denn im Haushalt? Und Du?

        Wenn "Du hast aber auch" für ihn kein Argument ist, dann sag ihm doch, ab sofort darf er gerne alles kommentarlos nachbessern, was Du in seinen Augen nicht ganz korrekt durchgeführt hast. Kommentarlos deshalb, weil Du Dir seine Meckereien nicht mehr geben willst. Das würde ich mir zukünftig auch rigoros verbitten.

        Er macht das ja nur, weil er eine Bühne dafür bekommt. Du ziehst Dir den Schuh doch an, oder? Du machst was, für Dich reicht das, wie es ist. Er kommt dazu, sieht es, meckert. Du wirst nervös, fühlst Dich schlecht und klein. Und besserst ggf. auch noch nach, damit er zufrieden ist.
        Lass das sein. Er hat zwei gesunde Hände und wenn ihm der Boden nicht sauber genug ist, soll er es selber machen. OHNE Kommentar! Denn für Dich war es ja gut genug und Du bist damit raus.

Der manipuliert Euch alle,lasse Dich beraten und Hölle Dor ganz schnell Hilfe...

(11) 28.03.19 - 16:13

Hallo,

Ich kann es langsam nicht mehr lesen, so viele Frauen lassen sich von ihren Männern belehren und runter machen, suchen dann auch noch irgendeinen Grund bei sich und finden eine Entschuldigung für den Partner( Mann).
Wenn ich könnte, würde ich allen Frauen dieser Welt, Eier aus Stahl verpassen!
Ihr zwei seid BEIDE zuhause, heißt wenn ihm was nicht passt, ala Haushalt, soll er es doch selber machen. Deine Auflistung was du alles Zuhause machst, deckt doch schon sehr viel ab, was macht er denn bitte noch? Die Couch gleichmäßig einsitzen? Das Auto gassi führen?
Du machst es bestimmt prima mit deinen beiden Kindern, lass dir nichts einreden und gib ihm mal ordentlich Feuer unterm Hintern.
Und bevor du deine Kinder verlässt, verlass lieber ihn mit deinen Kindern..
Lg

(12) 29.03.19 - 10:44

Du redest dich um kopf und kragen (klingt für mich so). Zuhause schiebt einer dem anderen den schwarzen peter zu. Ja, ich glaube dir sogar, dass du unglücklich bist. Dann ändere was! Du hast verantwortung für deine kinder und dich. Seit wann ist er denn schon so? Bestimmt nicht erst in letzter zeit. Ein mensch verändert sich nicht von heute auf morgen so extrem. Warum musstet ihr unbedingt ein zweites kind bekommen, wenn eure ehe so scheisse ist? Es tut mir leid aber mir fehlt da etwas die verständnis. Hast du eltern zu denen du könntest? Dann pack deine kinder und hau ab, dass er auch mal versteht dass es dir ernst ist. Er wird vermutlich nicht freiwillig gehn.

  • (13) 29.03.19 - 12:06

    Lenalein ich habe neulich den Thread verfasst, dass sich bei vielen Beziehungen was verändert, wenn Kinder kommen.
    Mein Mann hat sich von heute auf morgen verändert!!!
    Als wir beide Vollzeit gearbeitet haben, war er der perfekte Partner. Wir waren immerhin 9 Jahre kinderlos zusammen. Als dann das erste Baby kam und ich ein Jahr in Elternzeit hat es angefangen. Er wurde total respektlos und noch heute behauptet er, er würde Kinder, Haushalt und Teilzeitjob locker wuppen "darf" ja aber nicht, weil er einfach einen Job hat in dem er mehr verdient (selbst wenn ich mir was auf Vollzeit suchen würde käme ich bei weitem nicht dahin).
    Aber und das möchte ich zur TE auch mal weitergeben. Bei uns wurde es besser und es ist jetzt tatsächlich wieder ganz ok so. Klar putzt er mir im Haushalt noch nach (im Rahmen seiner zeitlichen Möglichkeiten) aber da stehe ich mittlerweile drüber. Seit ich erfolgreich Teilzeit arbeite suche ich mir dort die Anerkennung die ich brauche. Seit dem trete ich meinem Mann wohl auch wieder anders gegenüber und seitdem verbessert es sich zusehens.

    Bleiben oder gehen, ich weiß es nicht. Das muss jede Frau für sich selbst entscheiden. Ich bin aufgrund der Kinder geblieben weil sie ihren Papa abgöttisch lieben. Ich habe mir immer gesagt, wenn die jüngste aus der Pupertät ist gehe ich. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so ganz sicher. Es beginnt gerade wieder richtig gut zwischen uns zu laufen und wenn es so bleibt, dann bleibe ich auch.

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