Nach und nach werde ich verlassen..

    • (1) 29.03.19 - 10:11
      geknicktundtraurig

      Hallo zusammen,

      das Thema hat weniger mit Partneschaft zu tun, sondern mehr mit Freundschaft.
      Trotzdem schreibe ich euch hier, weil in der Rubrik "Freundschaft" eher Kontaktanzeigen vertreten sind.

      Ich bin sehr enttäuscht. Man sagt ja immer "bekomme ein Baby und verliere Freunde".
      Bei mir ist es damit wohl nicht genug.

      Ich hatte einen relativ großen Freundeskreis mit vielen engen und weniger engen Freundschaften. Es fing schon mit meiner Hochzeit an, dass erste Freunde sich verabschiedeten. Als ich dann schwanger war, gingen die nächsten. Der Kontakt zu mir wurde einfach ignoriert und irgendwann abgebrochen. Eine sagte mir bei unserem letzten Treffen sogar ins Gesicht "Du hast jetzt das alles, was ich mir immer gewünscht habe".
      Dann kauften wir ein Haus, zack, die nächsten weg.
      Nun haben wir uns nebengewerblich selbstständig gemacht und tja, was soll ich sagen? Mich hat jetzt die letzte gute Freundin verlassen.

      Ich will meinen Mann und mich nicht hervorheben oder angeben. Es ist aber tatsächlich so, dass wir uns gesucht und gefunden haben. Wir haben innerhalb weniger Jahre sehr viel erreicht. Ich hätte es nie wahrhaben wollen, hätte mir das einer vorher gesagt, aber ich bin überzeugt davon, dass hier schlicht und ergreifend der Neid meiner sog. Freunde die Hauptrolle spielt. Ich bin so enttäuscht darüber. Ich gönne jedem seinen Erfolg. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man ackern muss wie ein Hund, um bestimmte Dinge im Leben zu erreichen und sich seinen Erfolg zu erarbeiten.

      Ihr werdet jetzt sicherlich sagen "ja, dann waren es keine echten Freunde" - mag sein, dass es so ist. Es fällt mir aber irgendwie schwer das so hinzunehmen. Mir fehlen meine Freunde und es fällt uns schwer neue Bekanntschaften zu schließen, da alle beiläufigen Bekannten, die einen ähnlichen Status wie wir haben, sehr beschäftigt mit ihren Leben sind.

      Habt ihr ähnliche Erfahrungen machen müssen und wie seid ihr damit umgegangen?
      Ich bin sehr geknickt darüber, auch wenn es irgendwie ein schleichender Prozess war... vielleicht habt ihr einen Tipp für mich, damit mich das nicht so runter zieht... :(

      Viele Grüße unbekannterweise..

      • Moin,

        ja sicher, ich denke, jeder wird die Erfahurng schon mal gemacht haben, dass sich Freundschaften oder Bekanntenkreise verändern/wegbrechen.

        Das ist im ersten Moment bitter, vor allem, wenn man es selbst ja gar nicht wollte. Aber manchmal entwickelt sich das eben so, weil sich Lebensumstände ändern oder man selbst verändert sich und plötzlich passt es eben nicht mehr.

        Aber ich kann dich trösten - das ist im laufe des Lebens nichts ungewöhnliches. Und man findet wieder neue Personen, die einem viel geben. Und ganz ehrlich - was willst du denn auch mit Leuten, die dir offenkundig dein Leben neiden? Die brauchst du nicht.

        Konzentriere dich auf deine Familie und deinen Job. Ich denke, damit bist du erst mal ausgelastet. Dann schau, wo du neue Leute kennenlernen kannst. Das ist heute doch kein Problem mehr. Facebook und Co. macht vieles möglich, sich über gemeinsame Hobbys kennenzulernen. Such dir Leute, die besser zu dir passen und lass die anderen ziehen. Die hatten ihre Zeit in deinem Leben und die ist jetzt vorbei.

        Auf zu neuen Ufern!

        Gruss
        agostea

        (3) 29.03.19 - 10:40

        “Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man ackern muss wie ein Hund, um bestimmte Dinge im Leben zu erreichen und sich seinen Erfolg zu erarbeiten. “

        Manchmal reicht das aber nicht und Fortuna ist nicht jedem hold.
        Vielleicht gehört ihr zu den Menschen, die irgendwie signalisieren, dass jeder seines Glückes Schmied ist und man selbst Schuld ist, wenn es nicht so läuft?

        Ich finde das irgendwie seltsam, dass dir so viele Freunde abhanden gekommen sind und finde es eine sehr einfache Erklärung, dass sie einfach aus Neid gegangen sind.

        Bist du sicher, dass du die Freundschaften gut gepflegt hast und weiterhin auch solche Dinge unternimmst, wo Leute mit “niedrigerem Status“ mithalten können?

        Ich habe Freunde, die haben einfach aus dem Blick verloren, dass nicht jeder am Abend mal eben so 150Euro im Restaurant versenken kann. Da muss man die manchmal vorsichtig dran erinnern und das fällt natürlich manchmal schwer, weil man vielleicht auch gerne der große Zampano wäre....

        Vielleicht tröstete dich der Spruch: "Mitleid bekommt man geschenkt, Neid und Missgunst muss man sich erarbeiten" #sorry

        Es ist schade, dass dir deine "Freunde" offenbar den Erfolg nicht gönnen. Wie viele wirkliche Freunde hat man schon im Leben? 2, 3 wenn man Glück hat.

        Gute Freunde findet man mMn seltener als gute Partner. Darum warne ich regelmäßig davor, gute Freunde in den Wind zu schießen, weil man grade Herzchen in den Augen hat wegen seinem neuen Partner oder weil man ein Baby bekommen hat und nur mehr das zählt..

        Leider wird es mit zunehmendem Alter auch schwieriger, echte Freunde zu finden - die "Guten" sind bereits "ausgebucht". Wie du ja schreibst, außerdem hat jeder genug mit sich selbst zu tun, da ein stabiles freundschaftliches Fundament zu bauen ist einfach schwierig...

        Was ich dir empfehlen würde: Blut ist dicker als Wasser. Obwohl ich zum Glück sehr gute, liebe Freundinnen habe (die auch dieselben Erfahrungen gemacht haben wie du, aber wenigstens haben wir noch uns)... wir machen aktuell eine Art familiäre Rückbesinnung. Also ich bin sehr froh, guten Kontakt zu meinen Geschwistern, Onkeln & Tanten, Cousinen zu haben... Diese familiären Connections sind meiner Erfahrung nach stabiler - aber selbst da hat man es manchmal mit Neid zu tun.

      • (5) 29.03.19 - 11:19

        Hallo!

        Nur mal so als Denkanstoß:
        Vielleicht hast auch du dazu beigetragen, dass es so geworden ist?
        Ich kenne das selbst. Sobald man eine Familie gründet, schwanger wird, das Baby da ist, da dreht sich alles nur noch um Familie, Haushalt, Kinder.
        Ich konnte mit anderen Themen im Freundeskreis nicht mehr so viel anfagen. Wenn die über den neusten Beziehungsklatsch hergezogen haben, dachte ich mir: Was für unreife Personen... Das war nicht mehr meine Welt. Und das spürten die auch.

        Jetzt ist die Situation anders herum. Meine Kinder sind groß, die haben nun diese Kleinkind-Themen. Eine Freundin sagte mir erst vor kurzem, dass sie mich nun voll versteht.

        Du sagst selbst: Wir haben innerhalb kurzer Zeit viel erreicht.
        Hattest du in dieser Zeit genau so viel Zeit für deine Freunde wie vorher?

        Meine Erfahrung ist, dass tatsächlich viele Freundschaften auseinander gehen, aber die besten kommen später wieder. Man muss aber auch was dafür tun!

        LG

        Hallo,

        ich kann jetzt nicht wirklich glauben, dass Euch alle Freunde wegen Eurer Hochzeit/dem Baby/dem Haus/dem Nebengewerbe verlassen haben.

        Viel eher denke ich, dass sich bei einigen hier und da auch im Leben gerade eine Veränderung etc abzeichnet und da jeder mehr mit sich selber beschäftigt ist.

        Ich würde Deinen Freunden jetzt nicht zwingend Neid unterstellen, das hat schon beinahe wieder etwas Überhebliches.
        Eine Freundin hat Dir gesagt, dass Du nun alles hast, was sie sich gewünscht hat. Jedoch scheint dies vielleicht auch etwas Frust zu sein, was jedoch nicht bedeuten muss, dass sie das nicht auch irgendwann bekommt.

        Haben sie bei Euch die Themen eventuell zu sehr um Euer Haus, Euer Kind, Eure Hochzeit etc gedreht, dass da manche Leute eher genervt waren?

        So richtig kann ich diese Erfahrung nicht teilen.
        Es gab in meinem Freundes-/Bekanntenkreis lediglich einen, der sich irgendwie "blöd" aufgeführt hat, als bei uns ein Kind unterwegs war.
        Da kamen Sprüche wie "Jetzt hast Deinen Herrn Gemahl", "Du hast ja jetzt alles erreicht!", "Du lebst ja ein tolles Leben!" "Jetzt haste Deine Kinder!", "Jetzt musste nicht mehr arbeiten, der Herr Gemahl verdient ja gut!"

        und alles eher mit so einem hämischen gehässigen Unterton und dem indirekten Vorwurf, dass ich ja keine Zeit mehr habe, um in Clubs zu gehen (und ihn mitzunehmen, zu kutschieren, etc)

        (Was jedoch bei ihm eher daran liegt, dass er sich mit seiner sehr komplizierten Art selber im Weg steht und bislang so ziemlich jede Frau nach wenigen Wochen wieder vergrault hat. So eine ungesunde Mischung aus Selbstmitleid, den Hintern-nicht-hochkriegen, Neid auf andere, fürchterlicher Geiz verbunden mit raffiniertem Ausnutzen anderer, Probleme wälzen, Pessimismus, Gejammere. Wenn gerade kein Problem in der Luft liegt, wird fix eines geschaffen und wenn sich nur über Politik, Benzinpreise oder angehobene Portokosten echauffiert wird!)
        Das hat sich dann auch rasch erledigt.

        Ansonsten hat sich hier und da der Kontakt etwas verschoben, aber eben einfach weil wir zu Beginn mit den Babys nicht so flexibel waren oder am Haus Handwerker hatten oder auch (beide selbstständig) viel arbeiten mussten.
        Man sieht sich nicht mehr so häufig wie früher aber ab und zu mal zum Kaffeetrinken oder Grillen kriegt man hin.
        Ende Mai z.B. treffen wir uns mit einigen Leuten auf einem Rockkonzert, die kommen aus allen vier Himmelsrichtungen.

        Man muss den Kontakt einfach ein wenig aufrecht erhalten.
        Mach doch Du mal den ersten Schritt - schreib mal hier und da ein paar SMS, Whatsapps etc heute Abend.
        Gegen ein bisschen smalltalk sagt keiner was und vielleicht kann man sich ja mal auf einen Kaffee in der Stadt treffen. Und wer weiß, was sich gerade bei den Leuten alles so tut, vielleicht erwarten ja einige selber Nachwuchs oder planen gerade ihr Haus, haben einen neuen Job?
        Es kann nur spannend werden!

        LG

      • Ich bezweifle, dass sich all deine Freunde aus Neid verabschiedet haben. Vielleicht warst du Einigen zu passiv, hast dich (evtl. auch aufgrund von Arbeit/Familienangelegenheiten/was auch immer) (zu-)wenig gemeldet...die Gründe können vielfältig sein.
        Dass sich Freundschaften in unterschiedliche Richtungen entwickeln können, ist ganz normal. Ich habe auch ein paar Leute "verloren" - vornehmlich Jene, die auf den "Haus, Kinder, Van" - Zug aufgesprungen sind, weil das einfach nicht meine Welt ist und mit ihnen - "böse" gesagt - kaum noch was anzufangen war. Muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden, aber ich mag mich halt nicht großenteils über Kinder unterhalten oder mich allenfalls mal zum Sonntagskaffee (der mangels Babysitter zuhause abgehalten wird, wo dann dauernd irgendein Kind um einen rumspringt) treffen.

        Daher find ichs etwas vermessen, das Zerbrechen deiner Freundschaften lediglich dem Fehlverhalten besagter Freunde zuzuschreiben. Dazu wirst du schon auch selbst beigetragen haben.

        (8) 29.03.19 - 11:54

        Hallo
        Fühl dich erstmal gedrückt
        Mir geht es ähnlich
        Kind nr1 kam.. ein Sack voll Freunde weg.
        Kind nr2 die beste Freundin verstand gar nicht das ich erstmal etwas Zeit brauchte um mich wieder in diese Rolle einzufinden.
        Dann war ich mit dem dritten schwanger und ihre Reaktion war nur"Toll, noch weniger Zeit für mich"
        Dann hatte ich eine FG und sie hat mich mit den Worten begrüsst" ist vllt besser so"
        Ich distanzierte mich und darauf brach der Kontakt komplett ab und sie rennt jetzt Rum und erzählt jedem alles über mich.

        Eine andere gute Freundin hat mich sitzen gelassen weil sie lieber Zeit mit ihrem neuen Freund verbringt.
        Finde toll das sie endlich jmd gefunden hat aber nicht mal ein Kaffee? Alle vier Wochen?
        Das schaffe ich sogar mit 2 Kindern und beruf.

        Ich habe 1!! Freundin die es versteht das ich werder Zeit noch Lust habe abends um die Häuser zu ziehen und akzeptiert es.
        Die Abende mit ihr sind toll
        Mal trinken wir ein Sekt und quatschen, wir kochen, gucken zusammen unsere Serie oder oder oder.

        Du siehst, du bist nicht allein.

        Meiner Schwester ging es nach der ersten GB schon so und jetzt in der 2ten SS hat sie auch nur noch eine Freundin 🤷‍♀️

        (9) 29.03.19 - 12:07

        Hallo,

        das kann in meinen Augen mehrere Ursachen haben, wie die Vorschreiberinnen schon meinten: es waren keine echten Freunde, Neid, andere Lebensweise.

        Aber vielleicht habt auch ihr euch verändert. So wie ich das herauslese, spielt ihr jetzt in einer höheren Liga. Evtl. habt ihr euren Freunden (unbewusst) das Gefühl gegeben, nicht mehr mit euch mithalten zu können. Kann sein, dass sich die Freunde mit euch nicht mehr wohlfühlen. Vielleicht sind sie auch genervt, ständig euren neuen Wohlstand vorgeführt zu bekommen und dass ihr damit ganz oft im Mittelpunkt standet.

        Wann hattest du eure Freunde zum letzten Mal gefragt, wie es ihnen geht und einfach zugehört ohne danach gleich von euch, Haus und Baby zu erzählen?

        Das soll jetzt kein Angriff sein, aber manchmal nimmt man das selbst gar nicht so wahr, die Freunde aber schon. Auch mich macht es stutzig, dass plötzlich alle verschwunden sind. Eine gewisse Fluktuation ist sicher normal, aber bei euch ist das schon heftig.

        Hast du deine letzte Freundin denn mal gefragt, warum oder woran die Freundschaft zerbrochen ist?

        Viele Grüße

        • (10) 29.03.19 - 13:43
          geknicktundtraurig

          Danke erst einmal allen für die vielen Antworten, die muss ich erst einmal alle sacken lassen.
          Da ich keine Zeit habe jedem einzeln zu antworten, ergänze ich unter diesem Post einfach etwas.

          Ich bin sehr selbstreflektiert und habe nie geprahlt oder mich nur über Baby/Haus/Garten unterhalten, es sei denn ich wurde darauf angesprochen.
          Mir ist sehr wohl bewusst, dass diese Themen einfach uninteressant für meine Freunde waren, die selbst eher nur mit ihrer Arbeit und der nächsten Party am Wochenende beschäftigt waren.
          Ich habe nie den Klugscheißer gespielt, habe immer noch auf deren Level mitmachen können - wenn ihr wisst was ich meine... (jemand erwähnte eben wir wären jetzt auf einem anderen Level, deswegen nenne ich es jetzt mal so).

          Meine interessen haben sich verlagert, das stimmt. ich bin ja nicht mehr nur für mich selbst verantwortlich, sondern nun für eine ganze Familie samt Anhang. Das bedeutete aber niemals für mich, dass ich keine Partys mehr mitmachen wollte und mich nie oder kaum gemeldet habe. Ich habe mich immer gemeldet, und war es nur mal ein "Hallo, wie gehts?" am Abend. Dass aber erst 4 Tage später mal eine Antwort wie "sorry ab viel zu tun" oder es kam gar keine Antwort. Ich war zwar nicht mehr jedes oder jedes zweite Wochenende auf Partys, aber alle 2 Monate bin ich gerne noch mitgegangen.

          Das ist auch der Grund, weswegen ich diesen Neid dahinter vermute... nicht weil ich mich bewusst auf eine höhere Ebene heben will, sondern weil ich bei mir einfach keine richtige Schuld sehe... sollte ich jemals unfair gewesen sein, habe ich mich jedes Mal entschuldigt!

          Soviel zu meiner Rechtfertigung.. Naja, trotzdem danke schon einmal für eure Erfahrungen. Wie ich sehe, bin ich mit dem Problem wirklich nicht allein. Es gibt einige, die kennen das Problem, andere haben scheinbar wirklich gute Freunde in ihrem Leben gefunden, das finde ich sehr schön. :)

          • (11) 29.03.19 - 15:16

            Tja, wie sagt man so schön? Beim Geld hört die Freundschaft auf. Es fällt vielen einfach schwer, sich bei anderen ständig anschauen zu müssen, was sie selbst sich erträumen und nie erreicht haben. Daher sind selten Bettler mit Millionären befreundet. Man hat halt dann immer bei Treffen und Einladungen das Gefühl, nicht mithalten zu können, fängt plötzlich an, sich für die eigenen vier Wände bei Gegeneinladungen zu schämen usw.! Dazu kommt, dass Paare oft am liebsten mit anderen Paaren befreundet sind und Eltern lieber mit anderen Eltern bzw. Nicht-Eltern lieber mit Leuten, die auch keinen Anhang haben, einfach, weil die Lebensstile besser zusammenpassen. Das muss also gar nichts damit zu tun haben, dass die neidisch sind, sondern dass der Lebensfokus einfach nicht mehr zusammen passt.

            So oder so, man kann ja nichts erzwingen. Vielleicht lernt Ihr ja übers Kind (Kita, Schule) neue Leute kennen, wo es besser passt.

            (12) 29.03.19 - 15:22

            Na ja, wenn ich hier lese und du wieder über den Neid der anderen schreibst, wundere ich mich nicht mehr:

            "Mir ist sehr wohl bewusst, dass diese Themen einfach uninteressant für meine Freunde waren, die selbst eher nur mit ihrer Arbeit und der nächsten Party am Wochenende beschäftigt waren.
            Ich habe nie den Klugscheißer gespielt, habe immer noch auf deren Level mitmachen können - wenn ihr wisst was ich meine... (jemand erwähnte eben wir wären jetzt auf einem anderen Level, deswegen nenne ich es jetzt mal so)."

            Dass die Freunde nur mit Arbeit und der nächsten Party beschäftigt sind oder dass du dich immer noch auf ihr Level herablassen kannst (so liest es sich), klingt schon arrogant...

            • (13) 30.03.19 - 01:09

              Hallo,
              Nein, sie klingt nicht arrogant. Wie soll sie das ganze sonst erklären? Erwähnt sie es nicht, kommt von allen, hast bestimmt geprahlt, erwähnt sie es, kommt es arrogant vor. Und auf Level herablassen schrieb sie nicht, sie benutze das Wort andere Level, weil hier jemand das Wort in einem Beispiel schon genannt hat.
              Ich kann die TE verstehen. Mir geht es ähnlich.

              • (14) 01.04.19 - 11:50
                geknicktundtraurig

                Danke..
                Das selbe habe ich mich auch gerade gefragt...

                Zuerst wird mir unterstellt ich würde prahlen und sollte weniger davon erzählen.
                ... und dann bin ich arrogant, weil ich doch weiß, dass meine kinderlosen Freunde eben nicht interessiert sind in welcher Entwickungsphase mein Kind steckt oder oder oder...

                Also... #kratz

                Ja, trotzdem danke ich den vielen anderen Leuten mit ihrer konstruktiven Kritik und den Denkanstößen.

            (15) 30.03.19 - 09:35

            Dieses kleine "nur" verrät halt doch Einiges...

            • (16) 01.04.19 - 11:53
              geknicktundtraurig

              Was verrät dieses "nur" dir denn?

              Scheinbar lassen meine Texte zu viel Spielraum für Interpretationen von Hobbypsychologen.#sorry

              • (17) 01.04.19 - 12:14

                Naja, für mich liest sich dein Beitrag auch eher etwas herablassend, diese Antwort hier oben passt gerade dazu. Dass ein paar Freundschaften auseinander gehen, ok. Aber gleich ALLE? Da würde ich den Fehler erst mal bei mir selber suchen.

        Leider nehmen dir hier viele anscheinend irgendwas an deiner Wortwahl krumm. Dabei bemüht du dich doch wirklich, möglichst neutral zu schreiben! Ich finde, du kommst durchaus sympathisch & reflektiert rüber :-)

        • (19) 01.04.19 - 11:59

          Ja, danke.
          Ich finde es langsam auch anstrengend, dass mein Text hier von Hobbyanalysten in seine Bausteine auseinandergenommen wird.

          Es werden teilweise Dinge unterstellt.. manoman.. übergriffig und dreist - ohne dass mal nach einem Hintergrund oder Ursprung gefragt wird.

          Aber egal, da sehe ich drüber hinweg, schließlich kamen auch andere sehr konstruktive Antworten.

Hast du mal darüber nachgedacht, ob das vielleicht an dir und deinem Verhalten liegen könnte?
Dass sich Freundschaften im Lauf des Lebens totlaufen, dass sich Lebenswege auseinander entwickeln, ist normal und kommt vor.
Aber so extrem, wie du das beschreibst, kenne ich das nicht.

>>>aber ich bin überzeugt davon, dass hier schlicht und ergreifend der Neid meiner sog. Freunde die Hauptrolle spielt. Ich bin so enttäuscht darüber.<<<

Du unterstellst Neid, die anderen sind "schuld", also du fühlst dich deinen Freunden derart überlegen, dass sie neidisch sein müssen.

Dass alle Freunde weglaufen, bringt dich offenbar nicht dazu, über dein eigenes Verhalten nachzudenken, ist ja auch bequemer so.

Vielleicht sind deine Freunde von dir auch enttäuscht, vielleicht hast du dich ja zu einem "Großkotz" entwickelt.

Ich kann mir das gar nicht richtig vorstellen, wie "verabschieden" sich denn Freundschaften? Mit Freunden hat man doch in der Regel oft Kontakt, telefoniert, trifft sich. Sind die dann plötzlich irgendwann abgetaucht oder wie? Und hast Du sie mal drauf angesprochen, was da los ist? 🤔

(22) 29.03.19 - 15:35

Hm, ich kenne das auch, was Du beschreibst.

Habe erst gestern darüber nachgedacht :-)

Aber ich muss mich da ein Stück weit auch selbst an der Nase packen, denn ich bin halt irgendwie auch ein Eigenbrödler und je älter ich werde, desto mehr Ruhe brauche ich einfach für mich und ich werde dünnhäutiger.

Bei mir sind viele Freunde durch meine Scheidung damals weggefallen, dann baute ich neue Freundschaften auf, aber viele gehen dann wieder und es macht mir wenig aus.
Und es gibt einfach auch Themen, mit denen ich nichts anfangen kann, und das sage ich auch ehrlich.

Und vieles geht mir einfach auf den Zeiger...Beispiel gefällig? Ich habe Freunde, die das gleiche Hobby haben wie ich: Wir sind Oldtimerbesitzer und ich fragte sie jüngst, ob sie Lust hätten auf eine sehr spontane Ausfahrt zu einer Oldiemesse in unserer Region. Abfahrt: In 3 Stunden. Es ging ewig Hin und Her per Whatsapp: Sie könnten erst da und da, und dann müssten wir aber erst alle zusammen eine ganz große Runde mit ihren Hunden drehen, denn Sonntag sei Hundetag, dann kam ein Screenshot von den Wetteraussichten mit dem Gemecker, dass es doch eh bald regne usw.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin einfach losgefahren und habe nicht mehr geantwortet, weil mir das alles zu blöd war. Ich ahbe diese Hunderunde schon mal mitgemacht, da waren wir mehr als 3 Stunden unterwegs, mein Hund hat Arthrose im Endstadium und darf so lange gar nicht laufen, was die beiden auch wissen. Aber da wird keine Rücksicht darauf genommen, weil IHRE Hunde eben den langen Auslauf braucne.
Ich hatte jedenfalls eine tolle Ausfahrt. Meine Tochter kam spontan mit. Und es war super. Seither haben wir (das Pärchen und ich) keinen Kontakt mehr, die beiden sind jetzt beleidigt, weil ich alleine gefahren bin.

Manchmal passen Freundschaften halt nicht. Und ich gehöre zu den Menschen, die einfach viel mit sich selbst anfangen können. Zudem habe ich einen sehr anspruchsvollen Job, bei dem ich viel reden muss - ich bin oft abends gar nicht mehr so aufnahmefähig.

Ich leide nicht mehr darunter, einen sehr dürren Freundeskreis zu haben. Ich habe tolle Hobbies, ein gutes Family-Klima, Hund, Garten, derzeit mache ich mich gerade noch selbstständig nebenbei, habe in meiner Freizeit ein Patent angemeldet, das mich sehr beschäftigt hat, und und und...

Ist halt so. Ich trage mit meiner Art sicher zu diesem Eremitentum bei :-D

(23) 29.03.19 - 15:44

Hallo,
Mir geht es ähnlich. Ich komme aus dem EU Ausland, lange Geschichte, bekam ein Kind, wurde AE und landete bei Alg2. Habe da sehr nette Leute kennengelernt. Man konnte schon sagen Freunde. Und je mehr es mehr besser ging, desto weniger wurde der Kontakt zu mir. Habe dann Arbeit gefunden, neuen Partner, habe mir jetzt ein Haus gekauft. Und kein Kontakt mehr. Wir wohnen übrigens kaum 1 km weit weg, wie damals.
Naja. Habe der Freundin mehrmals geschrieben, meine Nachrichten werden ignoriert. Ich habe nie angegeben mit meinem Studium oder sonst was. Nehmen die mir wohl doch übel alles. Oder keine Ahnung. Mittlerweile hab ich die aus dem Handy gelöscht.

Kurz vor Ende hast du dir deine Antwort selbst gegeben, alle Leute mit ähnlichem Status wie ihr, sind sehr mit ihrem Leben beschäftigt und in etwa so werden eure ehemaligen Freunde euch jetzt sehen. Man selbst ist oft blind dafür.

Ich habe selbst so eine Karrierefreundin, die immer irgendwie auf Achse ist und sich ständig irgendwo privat und beruflich verbessern muss und eigentlich tut ihr das überhaupt nicht gut. Ich tue mich mittlerweile auch sehr schwer Kontakt mit ihr zu halten (habe das krankheitsbedingt in letzter Zeit ohnehin noch weiter schleifen lassen), weil ich einfach nicht mehr weiß, was ich mir ihr reden/schreiben soll. Ich höre ihr gerne zu, finde ihre Erlebnisse toll, aber das läuft immer auf ein sehr einseitiges und flaches Gespräch hinaus, da ich einfach auf einem ganz anderen Niveau lebe und das auch so möchte. Trotzdem mag ich sie sehr, denke fast jeden Tag an sie, aber Kontakt ist eben schwierig.

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