Kind und Blutsverwandt

    • (1) 06.04.19 - 10:51
      Blackbird208

      Hallo,
      Ich schreibe schwarz Weil es doch ein heikles Thema ist.
      Ich lebe in einer glücklichen Partnerschaft mit einem tollen Mann, diesen Sommer ziehen wir in unser gemeinsames Haus.
      Wir have beide Kinder aus 1 ehe und wünschen uns gefühlsmäßig ein gemeinsames.
      Allerdings sind wir Blutsverwandt (Cousin und Cousine 1. Grades )
      Ich hatte das Thema mal beim Frauenarzt angesprochen und er empfand das ganze als nicht so risikoreich..
      Wir sind aber unsicher - wenn doch etwas sein sollte wird es immmer darauf zurückgeführt werden und wenn alles gut geht hat das Kind vielleicht dennoch einen schweren Stand .

      Ich freue mich auf Meinungen

      • Hi,
        im Netz findet man z.B. das:
        http://m.spiegel.de/gesundheit/diagnose/verbotene-liebe-verwandtschaft-a-909223.html

        vlg tina

        So ganz verstehe ich deinen Post nicht, wenn ich ehrlich bin.

        Ich hab zunächst auch google befragt und bin auf den gleichen Bericht wie Thalia gestoßen.

        Drin steht, dass das absolute Risiko gerade mal von 3 auf 6 % steigt.

        Ob ihr das Risiko in Kauf nehmen mögt oder nicht, kann doch hier keine von uns für euch entscheiden?!

        Ihr tragt das Risiko! Ihr müsst dafür gerade stehen bzw besser gesagt, die eventuellen Konsequenzen mit dem Kind tragen.

        Ich wünsche euch, dass eurer Herz euch da den richtigen Weg weist.

        • Naja - es steigt um das doppelte - ist das viel oder wenig?
          Ich habe halt auch bedenken dass selbst wenn das Kind gesund zur Welt kommt es dem Spott der Gesellschaft ausgesetzt wäre.
          Und wenn es nicht Gesund ist hagelt es Vorwürfe .

          Es ist ne Kopf gegen Herz Entscheidung

          • Es verdoppelt sich von 3 auf 6 %.

            Ich komme ursprünglich aus dem benachbarten Ausland. Habe hier mit einem Mann ein Kind bekommen, dass eine Fehlbildung hat - sichtbar, mitten im Gesicht.

            Manchmal ist es auch einfach eine Laune der Natur! Die Entstehung neuen Lebens ist so komplex, dass es nahezu ein Wunder ist, das so wenige "Fehler" passieren! Passieren kann aber theoretisch in jeder Schwangerschaft etwas, egal wie die genetische Zusammensetzung ist.

            Ist denn euer Umfeld so klein und so dumm, dass sie ein Kind tatsächlich aufgrund dessen hänseln würden?

            Ich wohne in einem Dorf, weiß aber trotzdem nicht unbedingt, wer hier mir wem verwandt ist und wie deren Konstellation aussieht. Ist mir auch egal, sie müssen es ja für sich entscheiden. Ich glaube zwar schon, dass "einheimische" (bin vor 12 Jahren zugezogen) da einen besseren Überblick haben und vielleicht auch mal lästern, aber das kann doch einfach immer und überall passieren.

            Die Fragen die ihr euch doch stellen müsst sind:

            Können wir mit einer Wahrscheinlichkeit von ca 6 % für genetische Erkrankungen leben oder ist uns das zu heikel?

            Können wir drüber stehen, wenn uns jemand seine (ungefragte) Meinung präsentiert?

            Können wir, falls wir zu den 6 % zählen, das ertragen und das beste draus machen?

            Mal andere Zahlen. Wenn du 100 mal von deinem Cousin schwanger wirst...könnten 6 davon eine genetische Schwierigkeit aufweisen. 94 Kinder wären vollkommen gesund!

            Alles liebe!

            Verstehe ich jetzt nicht.

            Warum sollte gerade euer gemeinsames Kind Spott ausgesetzt sein? Wen interessiert eure Verwandtschaft und wer fragt nach sowas? Hab ich noch nie in 50 Jahren jemanden gefragt.

            Und wenn ihr generell ein mögliches Problem seht, dann beträfe es die schon vorhandenen Kinder auch. Wer sich daran hochziehen will, könnte sich lustig machen, dass Vater bzw. Mutter mit dem/r Cousin/e zusammenlebt. ...igitt....wie ist deine Mutter denn drauf oder so ähnlich....

      Ich kenne ein Ehepaar das wie ihr auch Cousin und Cousine 1. Grades ist. Aus dieser Ehe sind 3 gesunde Kinder hervorgegangen. Ein weiteres Kind ist wohl nicht kerngesund, hat eine chronische Erkrankung (weiß aber leider nicht welche), die sie in ihrem Leben aber nicht wirklich einschränkt. Ob das aber auf den Verwandtheitsgrad zurückzuführen ist, weiß ich nicht. In vielen Kulturen ist es ja oft normal, dass Cousin und Cousine heiraten und Kinder kriegen dürfen...

      (8) 06.04.19 - 11:23

      Hallo,

      problematisch wird es, wenn schon Erbkrankheiten in der Familie vorliegen. Und die können mit einem Gentest getestet werden, z.B. ob ihr Träger seid. Ist in der Famlie nichts Derartiges bekannt, ist das Risiko sehr gering.

      LG
      Katty

      Ich kenne auch ein Paar, die Cousin und Cousine 1. Grades sind. Sie haben 2 gesunde Kinder. Allerdings hatten sie auch 4 FG. Ob das jetzt durch die Verwandtschaft kommt, keine Ahnung.

      Ich persönlich könnte mir eben nie vorstellen, meinen Cousin zu heiraten 😅😅 aber das ist ja eine sehr persönliche Sache. Es gibt sicher Leute, die euch nicht mit Wohlwollen entgegen kommen, aber ich müsst wissen, wie ihr damit umgehen wollt bzw wie sehr es euch stören würde... das können wir ja nicht entscheiden...

      (10) 06.04.19 - 14:17

      Kann man dieses Risiko nicht durch einen vergleichenden Gentest vorher einschätzen lassen? Ich meine, sowas mal gelesen zu haben. Frag doch mal Deinen Frauenarzt.

      Ansonsten, von wem befürchtest Du Spott? Ist Euer persönliches Umfeld da jetzt schon kritisch eingestellt, was Eure Beziehung betrifft? Naja, dann müsst Ihr so oder so mit Sprüchen rechnen, ob das Kind gesund ist oder nicht. Ansonsten würde ich das ja gar keinem auf die Nase binden mit der Verwandtschaft, wer es nicht weiß. Und wenn das Umfeld es schon weiß und engstirnig ist, wäre es vielleicht überlegenswert, da ein bisschen räumliche Distanz reinzubringen.

      Ich kann mir übrigens gut vorstellen, wie es zu sowas kommt. Mein Cousin ist 1 Jahr älter als ich, wir sahen uns selten, nur in den Sommerferien, da war ich ne zeitlang auch mal verschossen in ihn. 😅

      • Gentests werden nicht mal einfach so aus Lust und Laune gemacht, weil die immens teuer sind. Und man wüsste gar nicht wonach man suchen sollte. Wenn familiär genetisch etwas vorliegt, ist das was anderes.

    Ich würde es einfach niemand auf die Nase binden, die Familie weiß es ja und ansonsten zur Sicherheit für euch persönlich einen Gentest machen lassen, ob Risiken bestehen.
    Ansonsten ist leider Mutter Natur sowieso unberechenbar. Ich habe in meiner Familie ein paar angeborene Krankheiten/Auffälligkeiten, obwohl keinerlei Verwandtschaft besteht.
    LG Moni

    (13) 06.04.19 - 15:16

    Bei uns auf dem Land würde es definitiv für Spott sorgen wenn ich mit meinem Cousin eine Beziehung eingehen würde und dann auch noch ein Kind zeugen würde 🙆🏻‍♀️

    (17) 07.04.19 - 00:34

    Als ich lebe auch auf dem Land und hier ist so ziemlich jeder mit jedem verwandt oder verschwägert. Geheiratet wird untereinander immer noch, wenn auch nicht mehr so oft wie früher.

    Woher sollten die das denn wissen??

Warum ist die Wahrscheinlichkeit bei Blutsverwandten höher, dass Kinder mit Behinderung geboren werden? Das liegt daran, dass in einem begrenzten Genopool die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass beide Eltern Träger von sogenannten autosomal rezessiven Erbkrankheiten sind. In arabischen Ländern lassen sich Eheleute, die verwandt sind, oft vor der Eheschließung testen, um auszuschließen, dass beide die selben Gene für solche Krankheiten haben. Es gibt also Möglichkeiten, das vorher zu klären, wenn ich auch nicht weiß, wie viel das kostet.

Und ja, ich teile deine Bedenken wegen der Verurteilte. Ich glaub als Teenager hätte man bei uns damals ordentlich Probleme gehabt, wenn Andere gewusst hätten, dass die Eltern verwandt.

Ich kenne ein Ehepaar, das seit über 30 jähren verheiratet ist und 3 gemeinsame Kinder hat (alle gesund, die wiederum auch schon Kinder haben). Sie sind auch Cousins 1. Grades.

Die Häme der anderen wäre mir egal, ich würde aber vor einer Schwangerschaft eine Gynäkologin mit Fachgebiet Genetik kontaktieren und mich rückversichern.

Das o.g. Beispiel hat natürlich keine allgemeingültige Aussage.

Hallo!

Lasst eure Gene testen auf rezessiv vererbbare Krankheiten - und zieht eine Stadt weiter, wo keiner weiß, wie eng euer Verwandtschaftsgrad ist.

(22) 09.04.19 - 04:46

Hallo, ich kenne mehrere Paare die als Cousin u. Cousine verheiratet sind, weil das in einigen Ländern noch verbreitet ist.
Es kann gut gehen oder aber auch nicht.
Alle die ich kenne haben Kinder, gesunde, aber einige haben oder hatten auch kranke Kinder, zum Teil nicht lebensfähig.

Aber ich vermute auch; dass es uA daran liegt, dass deren Eltern usw auch verwandt waren und nicht das erste Mal in der Familie geheiratet wurde.

Es ist halt ein Würfel...1:6

Ich glaube nicht, dass Dir Antworten hier im Forum weiterhelfen. Es gibt aber die Möglichkeit einer ausführlichen humangenetischen Beratung, das würde ich auf jeden Fall machen.

Gruß
W

(24) 09.04.19 - 19:54

Ich kann dir da vllt. mit Erfahrungen dienen, wenngleich die auch nicht immer positiv sind. Ich arbeite schon eine ganze Weile im gynäkologischen Bereich und ich kann für mich sagen: die meisten "behinderten" oder gar nicht lebensfähigen Kinder entstammten einer Verwandtenehe, gerade in den letzten Jahren (Thema Flüchtlinge). Häufig sind es Cousin und Cousine, die verheiratet sind und Kinder kriegen. Natürlich kamen auch hier die meisten Kinder gesund zur Welt, aber es war für uns schon auffällig, dass die meisten Fehlbildungen (egal ob körperlich oder genetisch) eben in Verwandtenehen zu finden waren.

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