Wie "draußen" wieder zurechtfinden

    • (1) 10.04.19 - 13:03
      sehr einsam

      Meine Frage steht ja schon oben. Ich habe vor etwas mehr als 2 Jahren ein heftiges Trauma erlitten ich bin deshalb jetzt auch in Behandlung. es geht nur langsam voran. Was mich beschäftigt ist die Frage wie ich mich wieder in der Welt draußen zurechtfinden kann. Nachdem was mir passiert ist habe ich mich von allen Menschen zurückgezogen und bin wirklich sehr einsam. Kontakte sind für mich sehr mühsam und anstrengend weil es mir immer noch nicht gut geht und ich alles wie durch eine Wand sehe und mich kaum auf oberflächliche Gespräche einlassen kann über mich sprechen kann ich allerdings auch nicht. Deswegen höre ich bei seltenen Treffen meist den Problemen anderer zu was mich dann aber sehr anstrengt. Meine T. riet mir jetzt dazu mit Menschen in Kontakt zu treten die auch was schlimmes erlebt haben und deshalb nachvollzieehen können wie es mir geht. Aber ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll deswegen frage ich hier vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und möchte mir berichten.

      • Knüpf doch Kontakte über das Internet, über gemeinsame Interessen oder auch das gemeinsame Traumata. Und dann trefft euch dort, wo es ruhig ist, wo Du Dich besser fokussieren kannst, also irgendwo im Grünen z.B. Oder Du lässt den Kontakt erstmal nur online, wenn es für Dich einfacher ist und gehst vom schreiben irgendwann zum Videochat über und tastest Dich so zurück.

        Dir alles Gute!

        Mein Tipp an der Stelle ist immer: Tagesklinik.

        In meinem Umfeld gibt es mehrere Personen, die dort - abgesehen von der Therapie - unglaublich wertvolle Kontakte geknüpft haben. Lebenslange Freundschaften. Man versteht sich ganz anders, es darf einem auch schlecht gehen ohne dass gleich kommt "das wird wieder, reiss dich einfach zusammen".

        Deine Therapeutin hat schon Recht damit, was sie meint. Hat sie mal was Richtung Klinik gesagt?

        • (4) 10.04.19 - 13:51

          ein Klinikaufenthalt wäre mein finanzieller Ruin daher kommt der nicht in Frage.

          Wegen Internet müsste ich mal schauen ich weiß gar nicht wo?
          Selbsthilfegruppe wäre natürlich eine Idee....

      Wie wäre es denn mit einer Selbsthilfegruppe?
      Oder erstmal kurze, strukturierte Kontake: also irgend ein Verein oder so, wo treffen zeitlich begrenzt sind & das Thema des Treffens klar ist.

      Ich wünsche dir Mut dich auszuprobieren. Jeder Kontakt ist doch jetzt erstmal ne tolle Übung auf deinem Weg. Lass dich nicht unterkriegen, auch wenn nicht immer alles sofort klappt!

      Hallo,
      es tut mir sehr leid, daß Dir etwas Schreckliches widerfahren ist. :-(
      Ich frage mich, ob Dir vielleicht ein Tier guttun würde, das Dich in bißchen nach draußen mitnimmt? Ein lieber Hund, der Gefährte sein kann?
      Ich glaube, daß Tiere allen Menschen weiterhelfen können. Eine Frau in meiner Verwandtschaft hat starke Depressionen und ist oft nur dank ihres Hundes in der Lage, den Tag zu beginnen und mal das Haus zu verlassen. Sie sagt oft, er sei ihr Retter.
      Vielleicht wäre das ja einen Gedanken für Dich wert.
      Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute! #blume

      • Das sehe ich auch so.

        Viele einsame Menschen kommen nur wegen ihres Vierbeiners vor die Tür und treffen so immer mal jemanden, Hundebesitzer haben oft einen besonderen Draht zu einander.
        .Ich treffe auch oft einen älteren mann der immer zur selben Zeit mit seiner "finny" raus geht. Wir gehen oft ein stück gemeinsam und erzählen über dieses und jenes.

        Voraussetzung ist natürlich das man Hunde liebt und die nötige Zeit hat.

    Wie sieht es mit Deinen alten Freunden und/ oder Familie aus?
    Kontakt auffrischen wäre vielleicht einfacher und Du würdest überhaupt mal rauskommen?

    Alles Liebe!

    Es gibt zb auch Begleitung für den Alltag über zb Caritas, Albert Schweitzer...
    Vielleicht könnte Dir so eine Begleitung helfen wieder im Alltag anzukommen?
    Alles Liebe für Dich!

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